| Vraccas | Warum ließ ich dich geh`n, sagte mich los von dir? Lebte den Traum auf Erden mein Herz vergeht. Ich leide Qualen; Da du nicht mehr hier. Warum ließ ich dich geh´n, wand mich ab von dir? Erinnere ich mich dein mein Herz zerspringt. Ich leide Scherzen; Da du nicht mehr hier. Warum ließ ich dich geh`n, zog mich weg von dir? Rieche deinen Duft mein Herz frohjauchzt. Ich leide Trauer; Da du nicht mehr hier. |
| Vraccas | Im Nebel Seltsam, im Nebel zu Wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den andren, Jeder ist allein. Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben Licht war, Nun da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise, Von allen ihn trennt. Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben heißt einsam sein, Kein Mensch sieht den andern, Jeder ist allein. Hermann Hesse |
| Vraccas | Leidet Wie der Vampir komme ich über euch, labe mich an eurem Blut. Wie der Drache komme ich über euch, schreiet in meiner Glut. Wie die Pest komme ich über euch, labe mich an eurer Pein. Wie der Krieg komme ich über euch, leidet wegen meinem Sein. Wie das Unheil komme ich über euch, labe mich an eurer Not. Wie der Hagel komme ich über euch, bettelt um euer Brot. Wie der Teufel komme ich über euch, schnell ist der Wille gebrochen. Wie der Tod komme ich über euch reiße das Fleisch von euren Knochen. |
| Vraccas | Zwiespalt Ein Mädchen. Eine Schlampe mehr! Sie gefällt. Grauen erweckt sie! Eine Stimme. Welch ein Geschrei! Süßlich weich. Nichts als grell! Wolkige Gefühle. Es ekelt mich! Wahre Liebe. Du dummer Thor! Schöne Zeit. Verloren für immer! Mit ihr. Opfere dich nicht! Langsam Verdruss. So ist´s Recht! Keine Rückgabe. Du wirst ausgesaugt! Liebe vergeht. Hinweg mit ihr! Offene Wunden. Du verdienst mehr! Heftiger Streit. Nicht mit dir! Nahendes Ende. Töte sie endlich! So viel Blut! Nicht schlecht. Ich vermisse sie! Ohne Grund. |
| Vraccas | Ich bin... Ich bin dein Schatten. Böse, bedrohlich, dunkel. Wäre es mir erlaubt, ich töte dich! Langsam, qualvoll, leise. Ich bin dein Schatten. Ich bin ein Krieger. Prunkvoll, stark, erfahren. Wäre es mir genehmigt, ich schlächte dich! Gezielt, vernichtend, endgültig. Ich bin ein Krieger. Ich bin dein Sklave. Gepeinigt, abgerichtet, würdelos. Wäre es mir gestattet, ich meuchle dich! Rücklings, schmerzvoll, hässlich. Ich bin dein Sklave. Ich bin ein Löwe. Erhaben, gefährlich, tötlich. Wäre es mir bewilligt, ich riss dich! Grausam, brutal, zügelos. Ich bin ein Löwe. So bin ich doch nur ein Nichts. Unbedeutend, ruhig, verbittet. Wäre ich befähigt, ich morde! Lange, ungeduldig, barbarisch. So bin ich doch nur ein Nichts. |
| Vraccas | Die Axt fährt in Fleisch und Knochen mal schnell mal langsam, ganz wie ich bedarf. Ihr Wille ist nie gebrochen, sie singt so klangsam, diese Axt ist scharf! Wen sie trifft dem wird getrennt, Leib von Seele, ach so schnell. Es scheint ihre Klinge brennt, zerschnitten wird die Kehle, schrei recht grell! Diese Axt steht nur mir zur Seite, so hüte dich mir zu schaden, sie beschützt mich. Wer nicht sucht recht bald das Weite, dem hackt sie in die Waden, tötet auch dich! Kein Schwert, kein Schilde hält ihr stand, bedenke dies. Selten lässt sie walten Milde, fährt durch dein Gewandt, es geht dir mies! So sei gut zu dieser Waffe, wie auch zu mir, aufmerke. Nicht nur Frieden ich schaffe, ich bin ein Tier, die Axt geht auch bei dir zu Werke! |