| Drachs | [b]Das Ich[/b] In meinen Gedanken herrschen Frost und Eis, Jedoch mein rotes Blut ist kochend heiß, beides ringt um mein zerfetztes Inner, in dieser Schlacht gibt es kein Gewimmer, Chaos und Stürme, Felsen und Türme, prägen meine Gedanken, nur eines richtet die Schranken, die Hoffnung ist es in ihrer Zier, das Finster steht im ewigen Kampf mit ihr, Der Schmerz will mich grausam zerreißen, ich kann nur die Zähne zusammen beißen, denn mein Leben bestreite ich mit Mut, doch greift mich öfter große Wut, Geduld ist mir ein Fremdbegriff, so stoßen andere an ein tödliches Riff, In mir toben Hass und Pein, doch auch das Licht schwebt in mein Gebein, meine Wünsche sind nicht groß, doch liegen sie in des Schicksals Schoß. |
| Drachs | [b]Die Welt[/b] Frieden, Frieden fleht die ganze Welt, in den Kriegen werden viele Soldaten sterben, doch den Hass schürt weiter das Geld, bald liegt alles nur noch in Scherben, Doch nicht allein das Geld ist Schuld, es sind die Menschen in ihrer Gier, es lodert in uns allen, das zornige Feuer, welches uns macht zu einem Ungeheuer, sie schlagen los aus Mangel an Geduld, die Menschheit führt sich auf wie Getier, Viel Gutes wird Schlecht, die Unschuldigen zerbrechen, die Welt ist ungerecht, doch wird sie keiner rächen, Die Erde schreit nach Ruhe, doch sind wir zu taub um sie zu erhören, die Staaten kümmert so was nicht, niemals kommen die Großen vor Gericht, man öffnete die Pandoratruhe, es ist schrecklich das wir alles zerstören, Das größte Übel ist die Macht, doch irgendwann wird sie verrotten, mit uns in der letzten Schlacht, noch ist Zeit das Böse zu verschrotten! |
| Drachs | [b]Meine Religion[/b] Unsere Welt ist alt und krank, von uns Menschen wurde sie ihrer selbst beraubt, sie stirbt unter unseren Gestank, und euer Gott tut nichts, obgleich ihr an ihn glaubt. Meine Religion ist die friedliche Natur, sie ist die herrlichste Perfektion, doch das erkennt nicht unsere hohe Kultur, wir ignorieren sie und preisen die Fiktion. Die Fluten und Stürme sind ihr Macht, die hohe Natur bringt uns Chaos und Angst, sie ist aber auch die Schöpferin großer Pracht, ich hoff das du dich für dein Leben bedankst. Denn sonst wird sie es dir bald nehmen, es ist mir gleich was alle sagen, das Gift der Macht kann uns lähmen, doch werde ich nie verzagen. So hoffe ich auf eine neues Leben, dort wo nur allein die Natur das Höchste ist, und dann wird’s uns nicht mehr geben, nur noch Frieden und kein Hass der uns frisst. |
| Drachs | [b]Die Stadt[/b] Ich sehe durch das Glas, betrachte das wiegende Gras, ich stehe angelehnt davor, und spitze mein Ohr, Von draußen schallt Gezirpe herein, es ist eine Ideelle aber nur zum schein, direkt vor dem Glas, wo das Gitter noch nass, stehe ich und sehe die Welt, wie sie in Trümmer zerfällt. Die Straßen sind einsam und leer, Rauch weht von irgendwo her, da draußen sind Schutt und Dreck, Winde pfeifen um jede Eck. Seit Tagen habe ich keinen gesehn, noch nicht mal Schatten irgendwo stehn. ich fühl mich verloren und allein, doch so wird es wohl immer so sein. Aus dieser Stadt und aus diesem Land, sind alle Menschen verband, doch ich bin hier, mit vielem Getier. Was hat das alles zu sagen, warum krümmt sich mein Magen, wenn ich hier steh, und keinen mehr seh? |
| Drachs | [b]Der Schatten[/b] Er streift schon ewig durch die Welt, er brauchte dazu niemals Geld, er ist das erste und das letzte was es gibt, doch hat er in seinem Leben noch nie geliebt. Er kennt kein Leid oder den Hass, er geht von Bett zu Bett ohne unterlass, er beerbt Arme und Reiche, und macht immer das gleiche. Nun sehe ich ihn vor der Tür, doch kann er nichts dafür, das Ende ist sein Beruf, dieses ist es was ihn schuf. Die Augen hohl und leer, geniest Seelen zum verzehr, um ihn ist ein schwarzer Schein, sein Schatten greift in mich ein. Meine Augen werden klar, ich fühle mich sonderbar, keine Angst und kein Geschrei, ich bin nun endlich frei. |