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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Mein kleiner Wintergarten...
SanguineaVitaHallo ihr dunklen Seelen, die ihr meinen kleinen schneebedeckten Garten betretet!

Was ihr hier finden werdet ist nichts mehr als meine kleinen "Werke", größtenteils in dunklen Stunden verfasst. Ich hoffe es vermag wenigstens ein paar zu gefallen. Auch über Kritik und Meinungsäußerunngen würde ich mich sehr freuen.

Alles Liebe und viel Ruhe und Entspannung in meinem Garten.

SanguineaVita
SanguineaVita[COLOR=darkred]Schatten[/COLOR]

Schwarze Schatten
durchwachen die stille Nacht,
verdeckt durch bleichen Nebel
tanzen die trägen Umrisse
durch den seichten Wind.
Schreie voller Sehnsucht
durchhallen die ewige Stille,
stumm erheben sie
den Glauben an den Tag.
Vor Kälte triefend
flieht die Luft gen Himmel.
Ohne Widerstand, ohne Hast
durchreist sie die gottlosen Weiten.
Weiten ohne Ende,
Weiten ohne Halt,
Weiten ohne ein Wort des Lebens.
SanguineaVita[COLOR=darkred]† Engel †[/COLOR]

Siehst du den kleinen Engel dort,
dort hinten am Boden?
Siehst du seine goldenen Flügel,
die zerrissen über die schmutzige Erde schleifen?
Siehst du seine harten Gesichtszüge,
seinen zarten Mund, dessen Lächeln erstarb?
Siehst du seine saphirblauen Augen,
Augen voller Tränen?
Siehst du seine blutigen Hände,
seine von Messern durchtrennten Adern?
Er hat es nicht verdient
zu fliegen,
zu lächeln,
zu weinen,
zu leben!
Siehst du ihn, meinen kleinen Engel,
mein himmlisches Ebenbild?
Unsterblich, und doch tot.
SanguineaVita[COLOR=darkred]Eis[/COLOR]

Mauer aus Eis,
zum Schutze erbaut.
Durch deine warme Hand
zum Schmelzen gebracht.
Sanft und voller Liebe
ihr wahres Ich erkannt.
Verbranntes Leid,
verbrannte Seele,
Feuer gefangen.
Ohne Schutz
den Flammen preisgegeben.
Zerfallen zu Asche,
bedeckt mit Rosen,
schwarz und rot.
Mauer aus ewigem Eis,
erbaut zum Schutze
einer toten Seele.
SanguineaVita[COLOR=darkred]Der Spiegel[/COLOR]

Spiegel der Angst,
verzerrte Realität,
verzerrte Traumwelt.
Ein Blick auf dein Ebenbild,
Augen voll Entsetzen,
Schreie so stumm,
dass niemand sie vernimmt.
Mit deiner Faust
zerschlägst du ihn,
ein Schlag,
ein Klirren,
Scherben überall um dich herum.
Am ganzen Körper zitternd,
Spiegel der Angst,
deine Scherben in meiner Hand.
In Blut getränkt,
deine Macht gebrochen.
Mit Ruhe in meiner schwarzen Seele,
muss ich deine Kraft nicht mehr sehen,
doch ist sie da,
und wird wachsen,
bis zum nächsten Mal.
Spiegel der Angst
mit roten Tränen bedeckt,
Tag für Tag,
und niemand fragt nach dir.
SanguineaVita[COLOR=darkred]Für dich...[/COLOR]


Der Liebe schreiend Hoffnung
Des Himmels Pforten öffnet,
Der Wolken Schwerelosigkeit
Verschleiert des Trauerns schweren Abstieg,
In der Hölle Glut zu verrauchen,
Der letzten Liebe Schicksal.

In deiner Augen Ozean
Des Lebens Sehnsucht erwacht.
Spiegel der Seelen
Entfacht im lieblichen Traum
Einer dumpfen Welt
Der Gefühle Feuer.

Der Liebe schreiend Hoffnung
Des Himmels Pforten öffnet,
Der Wolken Schwerelosigkeit
Verschleiert des Trauerns schweren Abstieg,
In der Hölle Glut zu verrauchen,
Der letzten Liebe Schicksal.

Lautes Zögern nährt
Der Seele Angst,
Um eines wilden Feuers Flamme
Zu hetzen in des Herzens Haus,
Das zerberstend von stummen Schrein
Nur Liebe sucht in der Welten Eis.

Der Liebe schreiend Hoffnung
Des Himmels Pforten öffnet,
Der Wolken Schwerelosigkeit
Verschleiert des Trauerns schweren Abstieg,
In der Hölle Glut zu verrauchen,
Der letzten Liebe Schicksal.

Die letzte Glut erlischt,
Des Windes Kraft
Ihnen Flügel verleiht
Zu tragen ihre ew’ge Liebe
In des Ozeanens Wellen
Zu entrinnen ihres Schicksals Tods.

Der Liebe schreiend Hoffnung
Des Himmels Pforten öffnet,
Der Wolken Schwerelosigkeit
Verschleiert des Trauerns schweren Abstieg,
In der Hölle Glut zu verrauchen,
Der letzten Liebe Schicksal.
SanguineaVita[COLOR=crimson]Liebe?![/COLOR]

In wachen Träumen du
Der Seele Glanz erfüllst.
Zauber märchengleich,
In klarem Leuchten wähnt,
Glaube wundersamer Meere spielt,
sanft und still voll Trunkenheit
den Ozean der Liebe bricht.
Wenn tränennah das Eis zerspringt,
in dunklem Grün die Farbenpracht erblüht.
Wenn zaghaft Schweigen bricht,
in stummer Hoffnung Früchte trägt,
der Himmel Wolkenschnee
in Schleiern trägt,
der Wind ins weite Leben tritt,
wärmend noch dein Geist verblieb.
In mildem Wanken das Leben
Tränen webt in Wirklichkeit.
SanguineaVitaDunkel umwoben von gleißendem Licht,
Atemzüge,
ruhig getragen von träumender Hand,
Herzschläge.
Die Kälte malt mit klaren Farben,
eisige Pracht die Fenster ziert,
die Welt kristallern wirkt.
Schaudernd losgelöst verweilend,
Flammen nährend,
fallen harte Tränen.
Ein Hauch von Zärtlichkeit,
ein Kuss gebrannt auf meine Lippen,
zu halten in der fahlen Ewigkeit.
Gesenkter Augenblick,
im Flug der Möwen,
Meeresglanz im Sonnenlicht.
Taumelnd, blind im Wahn,
den Rosenduft verzehrend,
die Hoffnung spürt gar neue Wege.
Ich wähne Gedanken alter Träume,
zähle Blätter schwarzer Rosen,
ausgeblutet?
Wogen ausgelaugten Seins geglättet,
Herzschläge,
Triebe karger Trunkenheit erstickt,
Atemzüge.
SanguineaVitaHinabgetaucht ins Märchen fremder Zeiten,
wähnend den Atem einer Traumgestalt,
ertrunken im Sog deiner Augen,
die Unendlichkeit wies ich in ihre Schranken.
Sehnend erschaudert im Gleichklang deiner selbst,
dem Sturm der Zeit getrotzt,
dem Schicksal leichte Beute,
träum ich meinen eignen Traum.
Klirrend streift der Wind die Tränen,
erstarrt im Wohlgefallen träger List.
Ich begleite dich,
bin dein Schatten, dein Fluch, dein Segen.
Versprechen einst schwerer Nacht,
in Stein gemeißelt,
in die Erde gewebt,
dem Meer geschworen,
dem Wind geflüstert,
für die Ewigkeit erschaffen,
getränkt in Blut und Tränen,
mit Sternenstaub beseelt.
Ich entsage aller Weltlichkeit,
sie erwatet dich,
empfängt dich,
ersehnt dich,
an jedem Ort, zu jeder Zeit,
meine Liebe, in alle Ewigkeit.

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