| Eisblume7 | Meine Seele, und ich Ich hatte eine Wut, eine Trauer, ich war krank, seelisch krank. Da sah ich die Lösung, sie war so nah, doch konnt ich sie nicht erreichen, ich nahm die Klinge. Ich ritzte mich nicht. Oder tat ich’s doch? Es war mir egal. Ich spielte mit ihr, wie ein kleines Kind, so kam es mir vor. Schrieb in meinen Arm. Doch das Blut, es kam nicht! Ich holte das Messer, es war schon stumpf. Ich konnte drücken so fest ich konnte, bloss es tat sich nichts! Ich nahm wieder meine Klinge. Jetzt benützte ich sie wie das Messer, Mein Arm wurde rot, es tat nicht weh, ich wollte aber den Schmerz, doch ich spürte nichts! Es war wie in Trance, kam mir vor, als ob ich nie zuvor in meinem Leben etwas so schönes gesehen hätte. Das Blut das über meinen Arm floss. Ich nahm ein Tuch, tupfte meinen Arm ab. Doch es half nicht, ich verwischte es nur. Es sah so schön aus. Endlich erwachte ich aus meiner Trance, sah meinen Arm, er war mit warmem Blut verschmiert, den Schmerz spürte ich immer noch nicht. Ich wusste, dass es falsch war. Doch es war mir egal, so schön sah es aus. Das nächste Mal, muss ich widerstehen. Das sagte mein Kopf. Doch wollte ich? Ich wusste es nicht, oder wusste ich’s doch? Ja, doch wollt ich’s nicht glauben, und lief fort. Fort in die Ferne, egal wohin, weg von diesem Ort! Ich konnte nicht fassen, war es wahr? Hatte ich’s wirklich getan? Nein, dass war ich nicht, es war meine Seele die nach Hilfe schrie, doch wieso? Warum hatte ich diese Gefühle? Die Antwort ist immer so nah, doch ich finde sie nicht. Es ist mein Geist. Ich wünsche, es währ einfach vorbei. Doch denke ich daran, was noch kommen würde. Es war ungewiss. Ich schaute auf mich ab. So, als ob ich über meinen Körper wäre, das war nicht ich! Doch innerlich, da wusste ich, das war ich! Bloss war meine Seele zu dumm, dass zu erkennen. Weg war ich. Dunkelheit kam über mich. Doch wo Dunkelheit ist, da ist auch Licht, ich sah es bloss nicht. Da bin ich auch heute noch, und weiss nicht, wird ich es finden? |