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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Wozu nach den Sternen greifen?
SilentNight[COLOR=indigo][b]
Meine Sterne

Tiefe Nacht
Dunkler klarer Nachthimmel über mir
Doch das Auge sieht nicht die Wolken

Drei funkelnde Sterne
Leuchtend und hell – unübersehbar

Ein winzig kleiner Stern
Doch funkelnd gleich den anderen

Ein Stern hinter einer Wolke versteckt
Und doch zu sehen

Zuletzt ein großer Stern
Funkelnder und heller als alle anderen
Doch er scheint so unerreichbar fern – näher noch dem Mond
Dessen Schein mich erblassen lässt

Dichte Nebelschwaden ziehen heraus
Auf einer Leiter klettere ich zum Himmel hinauf
Knipse das Licht meiner Sterne einfach aus

Dichte Nebelschwaden ziehen vorbei
Meine Sterne funkelnd wie zuvor
Leuchtend und hell – unübersehbar

Doch wozu nach den Sternen greifen?
Sie sind doch unerreichbar fern.[/COLOR][/b]
SilentNight[COLOR=indigo][b]Dein Geschenk

Du stahlst mir die Stimme
Du stahlst mir mein Glück
Du stahlst mir Blut
Du stahlst mir die Liebe
Du stahlst mir mein Leben

Ich will es zurück!

Du schenktest mir Tränen
Du schenktest mir Schmerz
Du schenktest mir Einsamkeit
Du schenktest mir Leid
Und du schenktest mir etwas wofür
Es sich zu leben und zu sterben lohnt

Abhängigkeit!

[/b][/COLOR]
SilentNight[COLOR=indigo][b]Du

Der Teufel selbst hat an dir gebaut
Engel gaben dir ihre Flügel
Die Tiefen des Ozeans kennst du längst
Und Leidenschaft ist dein Name

Du wohnst hinter Mauern aus Glas
Nistest dich im Verborgenen ein
Und läufst durch die Dunkelheit
Über Tränen und Blut

Doch jetzt bist du sterblich
Ein Flügel verletzt
Schön wie ein gefallener Engel
Doch du hast keine Macht mehr über mich!
[/b][/COLOR]
SilentNight[COLOR=indigo][b]Todessehnsucht

Gekrümmt auf dem Boden liegend
Eine Gestalt
Ihr Körper bebt
Eine Träne rinnt über ihre Wange
Ausdruckslosigkeit in ihrem Gesicht
KEIN Zeichen von Traurigkeit
Dazu ist sie nicht mehr fähig
Glasige Augen verraten sie
Ihre Seele ist tot
Ihr Wille gebrochen
Doch niemand wird es je bemerken
Jämmerliches Wesen

Es hat kein Leben
Keine Gedanken
Kein Ziel
Es hat nur einen Traum
Es wird ihn verwirklichen
Es wird alles dafür tun
Denn sein Schicksal ist besiegelt
Eines Tages ist es bereit

Es läuft hinaus
Auf die Straße
In den Regen
Und es sieht einen Fluß
Und es hat nur noch einen Gedanken
Es will eins sein mit dem Naß
Es reißt sich die Kleider vom Leib
Das Wasser eiskalt
Zitternd taucht es wieder auf
Und rennt

Rennt bis ans Ende der Welt
Und es schaut hinunter
Den Abgrund
Breitet die Arme aus
Es legt den Kopf in den Nacken
Und es lacht
Plötzlich glaubt es ist frei
Es atmet tief ein
Und es glaubt dass es lebt
Ein letzter Blick geradeaus
Wolken ziehen herauf
Und es springt.[/b][/COLOR]
SilentNight[COLOR=indigo][b]Gedanken

Weiße Gedanken bahnen sich ihren Weg
in frostiger Nacht

Ich bau mir eine kleine Welt
aus Fleisch und Blut und Schweiß

Ich will dich und mich in einen Käfig stecken
dem Schlüssel mögen Flügel wachsen

Kranke Gedanken
in weißer Nacht

Dann schenk mir DEINE Flügel
damit ich laufen lernen kann.[/b][/COLOR]
SilentNight[COLOR=indigo][b]Unvollendet

Rote Tränen auf weißem Papier
denn ich liebe

Blicke zur Wand
aus Scham

Suche nach Licht in der Dunkelheit
aus Verzweiflung

Bebende Wut
denn ich HASSE[/b][/COLOR]
SilentNight[COLOR=indigo][b]Unsterbliche Liebe

Sanft streichelnd
bahnen sich Fingerkuppen ihren Weg

[i]IHRE AUGEN[/i]

über ihren kalten Arm

[i]FORDERNDE AUGEN[/i]

Liebkosend schürzen
sich Lippen

[i]ERHABENE AUGEN[/i]

ihrer blassen Wange entgegen

[i]SIE WENDET DEN BLICK NIE AB[/i]

Zitternd
rutschen Finger

[i]NIEMALS[/i]

ihrem steifen Becken entgegen

[i]AUCH JETZT NICHT[/i]

Als er zufrieden die Barre mit ihr
krachend zurück in die Nische schiebt[/b][/COLOR]

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

[COLOR=indigo]Edit: Ein fieser Zeitfehler...[/COLOR]
SilentNight[COLOR=indigo] [B]Des Lebens Klinge oder besoin d'affection

Du malst der Liebe ein Gemälde
mit Farben die ich sehen kann
Ich kann nichts anderes tun - Je suis d'accord
ein Schritt noch bis zum nie erlebten Glück?
der Weg scheint schmerzend-schön...
mais, je suis d'accord

Est-ce que je suis d'accord?

Seelisch verrottet
blickte ich auf zum Himmel
jämmerlich, kümmerlich
kann es doch nicht "Leben" nennen
wie ich schleppend, phlegmatisch vegetiere
Sehnsüchtig nach dem Leben schreie
doch nichts bekomme, nur Glück aus rotem Lebenssaft

Aus toten Augen
blickt' ich in stumpfer Verachtung
herab auf bedauernswerte Kreaturen
doch da sie nicht denken
wissen sie nicht was sie tun
und leben die Liebe
verrecken daran soll'n sie, dacht ich

Ich wünsch mir eine Guillitine
Denn schnell trennt sie jeden noch so schweren Kopf vom Hals
Schwarze Galle würde in Bahnen auf die Erde rinnen
kalt und trocken

Behindere ich dein Leben
so bin ich fort
[/B][/COLOR]
SilentNight[COLOR=INDIGO] [B]Melancholie; Hass (Du bist so bedauernswert)

Ich sollte vor Glück schweben
taumelnd durch das Rosa wandern
doch mein Geist ist melancholisch
wiegt bleiern schwer
Ich wünsche mir Endgültigkeit
Ein Ende dieser Quälerei

Dieser nutzlose Körper
nur noch Ballast
modelliert aus Knochen, Blut und Haut
beherbergt dieses unbrauchbare Fleisch
ein so jämmerliches Ich
Ich will Endgültigkeit
Ein Ende dieses Elends
Meines Elends
Elendiges Ich

DU BIST SO BEDAUERNSWERT![/B] [/COLOR]

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