| Melancholika | da tragen morsche bühnenbretter hohn und spott verstimmten chor die szene wirkt nun ungleich netter denn ihr entspringt auch nur ein tor so mag man seine sehnsucht stillen und beißt getrost noch in die brust denn niemand fragt nach lebenswillen und niemand fragt nach lebenslust unter welkem hochzeitsflieder kniete einst, die schönste braut schlug traurig ihre augen nieder und sang an ihrem eignen grabe die schönsten lieder ohne laut die ew´ge tragik deutscher lieder schmerzlich hatte sie´s vermisst sie legt sogleich den kranze nieder und wenn sie auf dem grabe tanzt dann ist´s nur, weil sie lebend ist |