| Unkrautssame | Häuserwände... Durchlöchert von zahlreichen Fenstern, Die sich wie kalte, leere Augen auf mich richten... Die harten Strahlen ihrer schonungslosen Blicke Bilden ein Gitter um das, Was sich doch so nach Luft und Stille sehnt... |
| Unkrautssame | Reben... So stehen sie in Reih' und Glied, Straff angebunden und zurecht geschnitten, Über schier endlose Weite sich erstreckend... Zusammen mit den Unerwünschten, Die in ihrem Schatten kauern, Jedoch nie lange leben dürfen. Und doch nennt man es Land, Natur |
| Unkrautssame | Eines Nachts... Die Seele schnell und ruhelos, Ob schlafend oder wach... Sie raste blind Durch Tag und Monat Bis sie sich letztlich überschlug. So durchbrach es meinen Schlaf, Der Aufprall wie ein Schock - Und ich stand auf Mit müden Knochen und klarem Geist Ein Ziel vor Augen: Ich wollte hinaus ! Heraus aus der Bahn, Hinein in die Nacht... Und so lief ich fort In der Dunkelheit Schutz In ein Meer aus klarer Luft Mir selbst entgegen... |