| rainraven | tigerblues langsam tötet der regen den schnee erdrückt den raben auf seiner einsamen heimkehr einmal wieder kehrt sich liebe zu hass einmal wieder kehrt der tigerblues ich suche dich irgendwo da draußen und auch hier drin was hast du getan was habe ich getan ach, schicksal süße lust hoffnung bohrender schmerz enttäuschung verfluchte droge abhängigkeit einmal wieder kehrt der tigerblues wie lange noch? eine schrecken ohne ende oder ein ende mit schrecken tiger du tust mir weh ich tue mir weh tigerblues |
| rainraven | mein winter das abendrot zieht seine blutigen schlieren über meinen westlichen horizont ich friere einsamkeit und süßer schmerz vergänglichkeit und neubeginn ich erahne den frühling und sehne mich nach winter einen monat zurück zu meinem schnee die raben kommen einer nach dem anderen ein nicht enden wollender strom zieht übers haus hinweg komt zu mir, meine freunde kommt zu mir laßt mich nicht alleine mit dem frühling nehmt mir nicht den winter |
| rainraven | türe ein augenblick in einem ganzen leben gehört nur mir und dir ich bin ganz ich und du bist du zusammen sind wir eine einheit im dunkel der nacht alles ist anders und doch war es immer so du hast mir die augen geöffnet ich war immer für dich da liebe und wut haß und schmerz freund und spaß verwirrung und zweifel du warfst mir puzzleteile vor ich versuchte, sie zu ordnen ein langes, schweres spiel doch nun ist das puzzle vollkommen die türe ist offen und wir treten hindurch ich bitte um vertrauen ich bitte um glauben daß wir diesmal glücklich bleiben es ist vollkommen und es fängt erst an |
| rainraven | leben wieviele leben habe ich noch? wird dieses das letzte sein? was habe ich versprochen was schiebe ich auf soviel zu tun und zu wissen wen werde ich suchen? wer wird mich suchen? wen werde ich behalten wen werde ich verlieren erst werde ich den einen suchen und erfahren warum du gegangen bist und ob ich dich liebe dann werde ich die eine suchen und dich fragen ob es meine schuld war daß du gehen mußtest dann werde ich den anderen suchen und mich fragen ist die zeit nun reif dafür, was nie war? ich habe dich gesehen in einem anderen leben unter anderen namen doch es warst du und es war gut ich werde warten und ich werde hoffen dich nicht wieder zu verlieren euch nicht wieder zu verlieren nie wieder etwas zu verlieren was ich liebe |
| rainraven | die alptraumschmiede ich denke durch den grauschleier meiner scheiben über die scharf gefrästen schwarzen tannenwipfel in den blutigrosa zuckergußhimmel dahinter liegt ein ferner krähenhorizont stille, keine bewegung in den fragilen wipfeln bob ross läßt grüßen, nur ist das obligate haus zu groß abendstimmung, abendstille, feierabend kein grund, auch nur irgendwas zu feiern meine ohren nur gefüllt mit rammstein um mein herz an einem seil ein mühlstein ich will mich quälen und ich warte-ich wüßte nicht, auf was- zum ersten mal die bitte:laß es nicht abend werden ich schmiede meine qualen, meine schlechten träume weide mich in hoffnungslosigkeit bitteres lachen, ist das so richtig "gothic-true" alleine, krank, gefangen, zeit kann so grausam sein einen freund gemacht, einen feind gemacht mich allein und unglücklich gemacht zu hoch gepokert, alles verspielt, alles verloren alles gewußt und trotzdem die finger ins feuer ich hasse mich ich reiße meine federn aus ein flügelloser vogel im käfig der schuld endlos sind meine tage ohne träume, ohne lieder endlos... |
| rainraven | mindshots ein neuer morgen, wieder schlecht geschlafen müde augen, wehe glieder, noch die strafen dieser mahlzahnträume, wir sind sklaven der gedanken, der gefühle, die uns trafen mein körper ist gebrochen, ist zerschunden meine seele quält sich mit den wunden jener momente, jener nacht, die uns verbunden und das tier in mir dreht seine runden was haben wir getan, was ist nur geschehen daß wir uns jetzt meiden, aus dem wege gehen daß wir einander nicht mehr in die augen sehen das telefon bleibt stumm-trotz all meinem flehen ich denk an dich vom sonnenauf-bis untergang ungewißheit ist so viele tausend stunden lang mein ohr, es fängt der krähen spottgesang und meine seele quält sich und ist bang damals war ich stark, jetzt bin ich nur schwach und klein ist es freundschaft oder war es nur der schein wie lang muß ich warten, was wird unsre zukunft sein werden wir den weg beschreiten oder muß ich das allein? |
| rainraven | der grat dies ist der grat an dem abendrot und nacht sich treffen tag für tag nacht für nacht vor meinen augen tag für tag sehe ich die sonne sterben nacht für nacht bin ich allein mit der dunkelheit jeden neuen tag begüßt das licht um daraufhin erneut zu sterben wie meine hoffnung und mein sehnen ich ertrage es nicht länger dieses werden und das sterben und der dunkle wald davor wie eine bedrohung ich schließe die läden ich schließe die augen und behalte das licht behalte dich in mir |
| rainraven | zwischentraum im nebelzähen morgengrauen cerebralen zwischenraum betäubt gefangen zeitlos in umarmung mit dem zwischentraum ich umschließe deine traumhaut verschwindend in den wintermorgen dein waldesduft in meiner nase eben war ich so geborgen da waren finger wo jetzt keine sind noch immer spür ich sie auf mir traumhaar, seidenweich, gedankenlocken im limbo gab es noch ein wir auf der suche nach den bernsteinaugen hoffnungslos erstarrt, verwirrt ich hab dich aus dem traum verloren und ich habe mich verirrt hüter meiner träume, schatten nachts nur bist du existent ich berühr dich in gedanken du, der meine träume kennt komm zu mir in meinen nächten sei mit mir wenn es dich gibt du bist mir in der ewigkeit begegnet und ich habe mich verliebt |
| rainraven | warten warten kann so grausam sein warten auf was warten auf ein zeichen nagend aufzehrend wie dumm bin ich vergebens zu warten und du lachst nur ich bin dumm weil ich liebe und es wird nie anders sein ich warte daß mein herz versteinert doch eher kommst du zurück warten unerbittlich unverständlich warten |
| rainraven | weiße schwingen des todes leere augen leere teiche leere von angesicht zu angesicht töte meine schwäne nicht wo ist die hoffnung der frieden und trost wenn der tag anbricht ich habe nur die bitte töte meine schwäne nicht flügel gebrochen federn verweht kein ausweg durch den nebel dicht ich wollte lieben töte meine schwäne nicht allein im dunkel ließt du mich wartend auf das licht ich liebe und ich leide töte meine schwäne nicht *Diese Zeilen wurden von dem Schmerz um all die unschuldigen Vögel inspiriert, die diese Tage durch das Virus oder deswegen durch Menschenhand sterben müssen. Die Vögel im Gedicht sind jedoch auch als Metapher für etwas Kostbares, das man zu verlieren droht, zu sehen.* |
| rainraven | Das Jahr der Sehnsucht Frühlingsblüte und leiser Regen Blaue Pfützen auf den Wegen Der Himmel in Deinem Blick gefangen Der Weg, den wir zusammen gegangen Seeuferträume im Abendrotschein Wildentenrufe und warmer Stein Das Rascheln im Schilf und der sanfte Wind Orte, die mein Zuhause sind Die bunten Blätter, Dein Lachen im Ohr Die Raben ziehen, der Nebel im Moor Stürme überm Stoppelfeld Deine Hand, die meine hält Mondscheinnacht im samtweichen Schnee So leise die Bäume, ein Uhu, ein Reh Am Horizont der neue Morgen Ich bin in Deinem Kuß geborgen Orte, nur in meinem Herzen Dinge, die so bitter schmerzen, Nur Träume sind Gefühle Dir Denn Du teilst sie nicht mit mir. |
| rainraven | sterne in deinen augen sehe ich die sterne hell leuchtend doch unerreichbar fern zum greifen nah erschienen sie mir doch nur ein abglanz bleibt von dir mein stern sternschnuppen erfüllen wünsche, sagt man doch mein wunsch wird nie geschehen ich werde träumen werde hoffen und irgendwann auch ohne dich an meinem himmel sterne sehen |
| rainraven | fenster mein fenster zum hof in die nacht wie die eule halte ich einsam wacht die augen die tränen die sterne einsamkeit und weite ferne rastlos und ruhelos alleinesein nicht mit dir nicht ohne dich endlose pein kein wort kein laut du bleibst verschwunden schon verloren bevor gefunden niemals wird mein sehnen enden gefangen in ehernen wänden keinen weg gibt es zum glück niemals kommst du mehr zurück du bist so fern und doch so nah warst irgendwie schon immer da doch was können wir uns geben nur versprechen eines nächsten leben so trage ich den schmerz in mir den mein herz gehört nur dir stummer blick im mondenschein immer wirst du bei mir sein |