German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Der zweite Flug des Raben
rainraventigerblues


langsam
tötet der regen
den schnee

erdrückt den raben
auf seiner
einsamen heimkehr

einmal wieder
kehrt sich
liebe zu hass

einmal wieder
kehrt der
tigerblues

ich suche dich
irgendwo da draußen
und auch hier drin

was hast du getan
was habe ich getan
ach, schicksal

süße lust hoffnung
bohrender schmerz enttäuschung
verfluchte droge abhängigkeit

einmal wieder
kehrt der
tigerblues

wie lange noch?
eine schrecken ohne ende
oder ein ende mit schrecken

tiger
du tust mir weh
ich tue mir weh
tigerblues
rainravenmein winter

das abendrot
zieht seine blutigen schlieren
über meinen westlichen horizont
ich friere

einsamkeit
und süßer schmerz
vergänglichkeit
und neubeginn

ich erahne den frühling
und sehne mich nach winter
einen monat zurück
zu meinem schnee

die raben kommen
einer nach dem anderen
ein nicht enden wollender strom
zieht übers haus hinweg

komt zu mir, meine freunde
kommt zu mir
laßt mich nicht alleine
mit dem frühling
nehmt mir nicht den winter
rainraventüre


ein augenblick
in einem ganzen leben
gehört nur mir
und dir

ich bin ganz ich
und du bist du
zusammen sind wir
eine einheit im dunkel der nacht

alles ist anders
und doch war es immer so
du hast mir die augen geöffnet
ich war immer für dich da

liebe und wut
haß und schmerz
freund und spaß
verwirrung und zweifel

du warfst mir puzzleteile vor
ich versuchte, sie zu ordnen
ein langes, schweres spiel
doch nun ist das puzzle vollkommen

die türe ist offen
und wir treten hindurch
ich bitte um vertrauen
ich bitte um glauben

daß wir diesmal
glücklich bleiben
es ist vollkommen
und es fängt erst an
rainravenleben

wieviele leben
habe ich noch?
wird dieses
das letzte sein?

was habe ich versprochen
was schiebe ich auf
soviel zu tun
und zu wissen

wen werde ich suchen?
wer wird mich suchen?
wen werde ich behalten
wen werde ich verlieren

erst werde ich den einen suchen
und erfahren
warum du gegangen bist
und ob ich dich liebe

dann werde ich die eine suchen
und dich fragen
ob es meine schuld war
daß du gehen mußtest

dann werde ich den anderen suchen
und mich fragen
ist die zeit nun reif
dafür, was nie war?

ich habe dich gesehen
in einem anderen leben
unter anderen namen
doch es warst du

und es war gut
ich werde warten
und ich werde hoffen
dich nicht wieder zu verlieren

euch nicht wieder zu verlieren
nie wieder etwas zu verlieren
was ich liebe
rainravendie alptraumschmiede


ich denke durch den grauschleier meiner scheiben
über die scharf gefrästen schwarzen tannenwipfel
in den blutigrosa zuckergußhimmel
dahinter liegt ein ferner krähenhorizont

stille, keine bewegung in den fragilen wipfeln
bob ross läßt grüßen, nur ist das obligate haus zu groß
abendstimmung, abendstille, feierabend
kein grund, auch nur irgendwas zu feiern

meine ohren nur gefüllt mit rammstein
um mein herz an einem seil ein mühlstein
ich will mich quälen und ich warte-ich wüßte nicht, auf was-
zum ersten mal die bitte:laß es nicht abend werden

ich schmiede meine qualen, meine schlechten träume
weide mich in hoffnungslosigkeit
bitteres lachen, ist das so richtig "gothic-true"
alleine, krank, gefangen, zeit kann so grausam sein

einen freund gemacht, einen feind gemacht
mich allein und unglücklich gemacht
zu hoch gepokert, alles verspielt, alles verloren
alles gewußt und trotzdem die finger ins feuer

ich hasse mich
ich reiße meine federn aus
ein flügelloser vogel im käfig der schuld
endlos sind meine tage ohne träume, ohne lieder


endlos...
rainravenmindshots


ein neuer morgen, wieder schlecht geschlafen
müde augen, wehe glieder, noch die strafen
dieser mahlzahnträume, wir sind sklaven
der gedanken, der gefühle, die uns trafen

mein körper ist gebrochen, ist zerschunden
meine seele quält sich mit den wunden
jener momente, jener nacht, die uns verbunden
und das tier in mir dreht seine runden

was haben wir getan, was ist nur geschehen
daß wir uns jetzt meiden, aus dem wege gehen
daß wir einander nicht mehr in die augen sehen
das telefon bleibt stumm-trotz all meinem flehen

ich denk an dich vom sonnenauf-bis untergang
ungewißheit ist so viele tausend stunden lang
mein ohr, es fängt der krähen spottgesang
und meine seele quält sich und ist bang

damals war ich stark, jetzt bin ich nur schwach und klein
ist es freundschaft oder war es nur der schein
wie lang muß ich warten, was wird unsre zukunft sein
werden wir den weg beschreiten oder muß ich das allein?
rainravender grat


dies ist der grat
an dem abendrot und nacht sich treffen
tag für tag nacht für nacht
vor meinen augen

tag für tag
sehe ich die sonne sterben
nacht für nacht
bin ich allein mit der dunkelheit

jeden neuen tag begüßt das licht
um daraufhin erneut zu sterben
wie meine hoffnung
und mein sehnen

ich ertrage es nicht länger
dieses werden und das sterben
und der dunkle wald davor
wie eine bedrohung

ich schließe die läden
ich schließe die augen
und behalte das licht
behalte dich
in mir
rainravenzwischentraum


im nebelzähen morgengrauen
cerebralen zwischenraum
betäubt gefangen zeitlos
in umarmung mit dem zwischentraum

ich umschließe deine traumhaut
verschwindend in den wintermorgen
dein waldesduft in meiner nase
eben war ich so geborgen

da waren finger wo jetzt keine sind
noch immer spür ich sie auf mir
traumhaar, seidenweich, gedankenlocken
im limbo gab es noch ein wir

auf der suche nach den bernsteinaugen
hoffnungslos erstarrt, verwirrt
ich hab dich aus dem traum verloren
und ich habe mich verirrt

hüter meiner träume, schatten
nachts nur bist du existent
ich berühr dich in gedanken
du, der meine träume kennt

komm zu mir in meinen nächten
sei mit mir wenn es dich gibt
du bist mir in der ewigkeit begegnet
und ich habe mich verliebt
rainravenwarten


warten
kann so grausam sein
warten
auf was

warten
auf ein zeichen
nagend
aufzehrend

wie dumm bin ich
vergebens
zu warten
und du lachst nur

ich bin dumm
weil ich liebe
und es wird nie
anders sein

ich warte
daß mein herz versteinert
doch eher
kommst du zurück

warten
unerbittlich
unverständlich
warten
rainravenweiße schwingen des todes


leere augen
leere teiche
leere von angesicht
zu angesicht
töte meine schwäne nicht

wo ist die hoffnung
der frieden und trost
wenn der tag anbricht
ich habe nur die bitte
töte meine schwäne nicht

flügel gebrochen
federn verweht
kein ausweg durch den nebel dicht
ich wollte lieben
töte meine schwäne nicht

allein im dunkel
ließt du mich
wartend auf das licht
ich liebe
und ich leide
töte meine schwäne nicht



*Diese Zeilen wurden von dem Schmerz um all die unschuldigen Vögel inspiriert, die diese Tage durch das Virus oder deswegen durch Menschenhand sterben müssen. Die Vögel im Gedicht sind jedoch auch als Metapher für etwas Kostbares, das man zu verlieren droht, zu sehen.*
rainravenDas Jahr der Sehnsucht


Frühlingsblüte und leiser Regen
Blaue Pfützen auf den Wegen
Der Himmel in Deinem Blick gefangen
Der Weg, den wir zusammen gegangen

Seeuferträume im Abendrotschein
Wildentenrufe und warmer Stein
Das Rascheln im Schilf und der sanfte Wind
Orte, die mein Zuhause sind

Die bunten Blätter, Dein Lachen im Ohr
Die Raben ziehen, der Nebel im Moor
Stürme überm Stoppelfeld
Deine Hand, die meine hält

Mondscheinnacht im samtweichen Schnee
So leise die Bäume, ein Uhu, ein Reh
Am Horizont der neue Morgen
Ich bin in Deinem Kuß geborgen

Orte, nur in meinem Herzen
Dinge, die so bitter schmerzen,
Nur Träume sind Gefühle Dir
Denn Du teilst sie nicht mit mir.
rainravensterne

in deinen augen
sehe ich die sterne
hell leuchtend
doch unerreichbar fern

zum greifen nah
erschienen sie mir
doch nur ein abglanz bleibt
von dir mein stern

sternschnuppen
erfüllen wünsche, sagt man
doch mein wunsch
wird nie geschehen

ich werde träumen
werde hoffen
und irgendwann auch ohne dich
an meinem himmel sterne sehen
rainravenfenster


mein fenster zum hof in die nacht
wie die eule halte ich einsam wacht
die augen die tränen die sterne
einsamkeit und weite ferne

rastlos und ruhelos alleinesein
nicht mit dir nicht ohne dich endlose pein
kein wort kein laut du bleibst verschwunden
schon verloren bevor gefunden

niemals wird mein sehnen enden
gefangen in ehernen wänden
keinen weg gibt es zum glück
niemals kommst du mehr zurück

du bist so fern und doch so nah
warst irgendwie schon immer da
doch was können wir uns geben
nur versprechen eines nächsten leben

so trage ich den schmerz in mir
den mein herz gehört nur dir
stummer blick im mondenschein
immer wirst du bei mir sein

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur