| AleisterLaVey | Die Mörder, die ich rief Ich trage dich auf Seidenkissen durch’s stahlgetünchte Mondscheintal. Die Stadt ruht zwischen Silberflüssen, das Pflaster wird zum Spiegelsaal. Ein kalter Wind, Laternen flackern, die Nebelhaut zieht her vom Fluss. Gar jeder Tritt: Ein schneller Schuss, von dem sich graue Schuppen lockern. Und klagend zwischen leeren Gassen- erst eine, zwei, dann drei und vier- beginnt mein Schuhwerk Schall zu fassen: Die Glocke schlägt an jede Tür. Ich knie mich in Gottes Pfützen. Die kalte Erde, feucht, wie Lehm, sie muss dich wärmen, ich werd’ geh’n, die Mörder auf die Klinge stützen. AleisterLaVey [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1348111#post1348111]KRITIK[/url] |
| AleisterLaVey | Mannequin Zerfetzte, gliederarme Seelen, dem Fleische fehlt’s an Wärme schon. Ich richte ruchlos ihm den Thron, will mich, Mephisto, nicht verhehlen. Als deines Schicksals Delegat lass ich mich von Gelüsten schüren, den Bau von Perfektionssucht küren. Doch verflucht- sie spuckt Blut, die Naht! Das Rotgemisch durchtränkt dein Kleid. Das Leben eitert aus der Wunde, vertrocknet mir das viel geschund’ne Faksimile, das er gefreit! Im Takt pumpt es das Blut in Ballen, mein Kittel, Wand und Tisch verdreckt. Das Mannequin ist mir verreckt …und jetzt...bin ich dem Daus verfallen. AleisterLaVey [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1348111#post1348111]Kritik[/url] |
| AleisterLaVey | In Kunst und Noten Ein Andy-Warhol-Baum begann zu tropfen: Regengrün im Bronzeschein des letzten Tages, im Rückzug…ich sah sie fallen, sehe sie. Sie ließ mich Laub aus ihren Augen sammeln. Es war Herbst und jedes Blatt war andersfarbig, doch allesamt begannen sie zu trocknen. Noch immer höre ich die Elegie Chopins, wie sie schmerzerfüllt den Sommer unterbrach, als wäre es ein Selbstmord Richard Wagners. AleisterLaVey [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=61399]Kritik[/url] |