| rauch | Es war im Frühling 1999. Meine Klasse fuhr nach Deutschland an dem Beetsee wegen einem Kunstprojekt. Wir machten oft Ausflüge in der Umgebung. Einmal besuchten wir auch einen kleinen Friedhof. Wir sollten die Inschriften auf den Grabsteinen abpausen, aber ich ging nur herum und las mir die Inschriften durch. Auf jedem Stein stand der Name, Geburts- und Sterbedatum, was ja normal ist. Aber wer hätte gedacht, dass auch fast immer "unvergessen" dabei stand. Dieses Wort unvergessen. Man sollte es sich auf der Zunge zergehen lassen, und den Geschmack kosten. Auf jeden Fall ich ging mehr als eine halbe Stunde herum und las. Meine Stimmung verschlechterte sich immer mehr. Unvergessen, spukte mir im Kopf herum. Dann sah ich ein ganz kleines Grab. Schon bevor ich den Grabstein las, wußte ich, was mich da erwartet. Geboren und gestorben am selben Tag. Unvergessen. Dann floß es, ohne dass ich es zurückhalten konnte. Ich brauchte eine halbe Stunde außerhalb der Anlage um mich in Griff zu bekommen. Das ist mir wieder eingefallen, nachdem meine Freundin gestern weinend erzählt hat, dass ihre Mutter, die erst 42 Jahre alt war, vorgestern im Koma gestorben ist. Erst jetzt weiß ich, dass der Mensch ein Nichts ist. Nicht in der Lage sein Leben und Ende zu bestimmen. Wir sind nur Spielzeuge des Zufalls. |
| Carcas999 | Das Leben ist grausam und der Tod ist es genau so In manchen Herzen wird der Gestorbene nie vergessen werden,doch die Welt im Gesamten wird sich einen Dreck dafür interessieren ob du dein einziges Kind oder eine liebe Oma verloren hast Es mag dein Leben prägen,doch auch du wirst irgentwann sterben und nicht ewig in erinnerung gehalten werden..wie auch? Sogar Menschen die Weltbewegendes geleistet haben sind irgentwann vergessen,der Grabstein mit seiner Inschrift verwittert,die Knochen längst verwesen... Das wird niemand aufhalten können ist das Ziel unseres ach so tollen Lebens denn nicht der Tod? auch wenn du denkst viel erreicht zu haben,viel Geld,ein Haus und eine glückliche Familie hast,wirst du genauso sterben wie ein Bettler auf der Straße Du hast dein Leben,diese einmalige Chance, nur besser genutzt und das getan was du für deine Aufgabe hieltest und sehr wahrscheinlich mehr freudige Stunden gehabt Mir ist aufgefallen,je mehr ich über den Tod nachdenke,desto sinnloser kommt mir mein Leben vor..und das sollte es doch eigentlich nicht sein,oder? Deine Carcas |
| †amiziras† | seid gegrüßt! sie wurde schon im zahrten alter von 6 jahren mit dem tod konfrontiert... ihr geliebter und einziger opa starb - was heißt starb... er erhängte sich... im laufe der nächsten fünf jahre starben weitere 3 personen, die ihr lieb und teuer waren... für sie ist der tod im leben integriert... normal ist es nicht, dass ein kleines kind innerhalb dieser zeit zu 4 beerdigungen geladen ist... fluch? schlechter scherz? ... ... ... ihr opa, ihre cousine, ihr onkel und letztendlich ihre nachbarin, die zu ihr wie eine freundin war... muss denn das sein??? sie sind auch alle "unvergessen"... in ihrem herzen... so lange sie lebt...! "Eine kleine Träne fällt zu Boden Im Sand versinkt sie still und leis. Das Lachen hatte sie betrogen Ihre Tränen waren blutig und heiss... Dunkler Schmerz in ihrem Herzen wuchs Ihre Schreie waren stumm. Und der Tod in ihr ein blutiges Werk erschuf Ihre Zeit des Lebens war schon lange um. Worte in weiße Haut geschrieben Zerfetzt war ihre kleine Seele. Sie hatte sich für den Tod entschieden Und es entkamen keine Schreie ihrer jungen Mädchenkehle. Gefangen war sie in Qual und Pein Kein entrinnen war in Sicht Sie wollte nicht mehr eine Gefangene sein Nebel der Trauer verdunkelten ihr Augenlicht. Harter Regen warf sie nieder Kraftlos blieb sie liegen Sie wollte es doch niemals wieder Sie wollte niemals mehr den Schmerz bekriegen. Die Jahre des Kämpfen waren zu lang Und zu schwach des Mädchens Körper Zurück blieb Schmerz nicht des Lebens Drang denn Ihre Tränen waren stumm geweint und für andere unerhörbar. Zurück blieb eine schwarze Rose Man legte sie auf ihr einsames Grab Zurück bleib eine einsame schwarze Rose Die man ihr mit ihrem ewigen Frieden gab. Auf ihrem Grabe ihr junger Name steht und das Wort „unvergessen“. Sie hatte sich bloss in Hass und Schmerz gewindet Der Wind einsam in den Wipfeln weht Es ist bloss ein weiterer Name der im Staub verschwindet..." carpe noctem! †amiziras† |
| Sphereus | grüße, also, ich bin doch etwas verwundert. finde ich hier in diesem thread und in ähnlichen immer den begriff "sinn". was ist eigentlich sinn? ist das nicht einfach nur ein wort mit einer bedeutung von menschenhand? wie kann ich etwas versuchen zu beeinflussen, was ich nicht selbst begreifen kann? denn, den tod kann ich /wenn überhaupt/ erst begreifen, wenn ich schon tot bin. und dann müsste ich ja wieder lebendig werden.... genauso finde ich diese sache mit dem "ich hab so eine angst vor dem tod" lächerlich. liegt es nicht daran, dass alle am den tod fürchten, weil sie den tod /so stell ich das jetzt mal dar, aus meiner erfahrung/ immer mit umbringen, erschiessen, abstechen, verrecken, und was weiss ich nicht sonst noch für dingen und begriffen vergleichen. mal ehrlich. wenn man wen fragt, was verbinden sie mit tod, welche handlung z.b.? da wird doch wohl jeder erstmal an die bilder im fernsehen denken. kaum einer wird wohl etwas wie erlösung, in die kirche gehen oder sonst was denken. naja..jedenfalls die minderheit. ich weiss garnicht, was am tod so schlimm sein soll. es ist meiner meinung nach immer dieser materielle gedanke. die gier, alles zu behalten und nichts mehr weg zu geben. und genau das macht einem angst, etwas zu verlieren. ich finde es einfach schade, dass der tod von der gesellschaft nur mit diesen bestialischen, verwesenden und abartigen bildern in verbindung gebracht wird. kein begriff sonst wird so vergraut, wie der tod. es liegt einfach an einem selbst dies zu aktzeptieren, und dann brauch man sich auch nicht über modebegriffe wie "sinn" gedanken zu machen. ich jedenfalls für meinen teil weiss nur eins. ich bin jetzt hier und bin so, wie ich bin. ob das jetzt virtuell ist , oder real /siehe ander threads/ sei dahingestellt. mir geht es allein und einzig darum, mit mir und meinem körper im einklang zu sein. und das kann ich nur, wenn ich mich und meine umwelt akzeptiere und aus meinem gegebenen schicksal die idealbestmmungen herausfiltere um angenehm zu leben. angenehm sei hier natürlich subjektiv betrachtet. und evtl. kann ich anderen auch dabei helfen ein angenehmeres leben zu führen. sei es für 1 std., 1 tag, 1 jahr...10 jahre...bis zum tod halt. naja, ist jedenfalls meine meinung :-) |
| Paramecium | naja, für uns Menschen ist der Tod eben sehr abartig, während sich die Fliegen und Würmer über den menschlichen Tod freuen ,genauso wi wir uns freuen, wenn wir mal wieder einen dieser Plagegeister mit der Klatsche erledigt haben. Man muß alles locker sehen: "Leben und Leben lassen" aber auch "das Recht des Stärkeren", so funktioniert nunmal diese Welt. Man muß die Welt wie eine riesige Kloschüssel sehen, dann versteht man sie. Und ein gutes, angenehmes Leben kann man in der heutigen Gesellschaft oft nur durch Ellbogenmentalität erlangen, deshalb gibt es so viele Arschlöcher!!!!! :mad: Grüße, Paramecium |
| Sphereus | ohja...was für eine gut erkannte realistische feststellung :-( eigentlich schade, aber da bin ich ja froh, dass es dann noch menschliche gruppen wie diese hier gibt, die nicht nur mit dem ellenbogen denken :-) |
| Dunkler Herrscher | @ Paramecium Wow...das Problem ist, das wenn man versucht kein solches Arschloch(hättest du kein anderes Wort wählen können?) zu werden, man oft entweder abseits steht, oder nicht vorwärts kommt...Ellebogen sind also sinnvoll;) @ rauch Für mich gibt es Leute die sterben "dürfen" und welche, bei denen ich es nicht auhalten würde. Manche Freunde, Bekannte,Verwandte "dürften" in meinen Augen sterben, ich meine damit nicht das ich ihnen den Tod wünsche, viele von ihnen mag ich sehr gern, nein, ich würde es ertrage wenn sie sterben würden. Wo ich hingegen bei anderen wahrscheintlich durchdrehen würde... Doch der Tod gehört dazu, ein Grab zu sehen, indem ein Kind liegt, das am ersten Tag gestorben ist, kann ich mir sicher als sehr hart vorstellen. Ich versuche mir dann klar zu machen, was der Tod ist, und was er vielleicht auch sein könnte.... DH |
| †amiziras† | seid gegrüßt! ich denke nicht dass hier irgendjemand direkt angst vor dem tod hat... ich würde dies als respekt bezeichnen...! der tod ist mehr ein teil des lebens, wie das leben ein teil vom tod ist...! um wieder auf das "alte thema" zurückzukommen.... das wort unvergesslich scheint für mich genauso vergänglich wie alles andere auf dieser welt... wen interessiert es schon, wer wen irgendwann mal - vor ewigen jahren - geliebt hat, oder wer wen niemals vergessen wollte?!... ich denke nicht, dass irgendein wesen dieser welt wissen will...! "unvergesslich" klingt schönmalerisch, aber vergisst man nicht gerade die schönsten momente des lebens am schnellsten? erinnert man sich nicht viel länger an schmerz, leid und enttäuschung??? so jedenfalls meine meinung.... carpe noctem! †amiziras† |
| Slayer | Der Tod ! Der Tod ist kein Rätsel, keine Illusion, kein Problem er ist das Ende eines einzelnen Lebens. Schon in wenigen Jahrzehnten hat dich ein jeder Vergessen oder kennt dich lediglich von Erzählungen die im Rausch der Zeit immer mehr verblassen. Ein Leben ob Mensch ob Tier ist sinnlos genau wie das Leben an sich. ob du mit 1 , 2 oder 78 jahren von uns gehst ist in der Summe das gleiche. Was du im Leben erreicht hast zählt nicht ! Deshalb verdränge den Schmerz und geniesse dein Leben. Das Leben ist wie die Matrix (ein jeder kennt den Film) eine Illusion geschaffen von Menscen für Menschen . Die Menschheit strebt nach dem Sinn lebens und klammert sich an ereignisse um ihr Leben mit diesem Sinn zu erfüllen. Angefangen bei der Bibel ! Diese ist lediglich eine billige heuchleriche Bruschüre um die Menschen zu Kontrollieren eine ermeindlliche Sinngebung DARKNESS 4-ever |
| †amiziras† | stimmt... das leben ist im prinzip wie die matrix... und irgendwann wird uns auch der stecker gezogen... ... ... carpe noctem †amiziras† |
| Paramecium | naja, es gibt wohl sowas wie ne Evolution, die nie aufhören wird. Von daher find ich den Gedanken von dieser Matrix (noch) nicht so ganz zutreffend. Wenn man die Evolution weit genug zurückverfolgt kommt man auf den Schluß, daß der Mensch von Einzellern abstammt und geht man noch ein bißchen zurück kommt man nur auf chemische Elemente, Aminosäuren oder was weiß ich, die durch ein seltsames Zusammenspiel und durch "günstige" Einwirkungen von außen Leben erzeugten. Wenn man das so sieht, dann ist das menschliche Leben ("die Krone der Schöpfung") eigentlich ziemlich lächerlich. Wir sind nur wie kleinste Partikel, die auf einer Kugel namens Erde umherwuseln, wie die Elektronen um ein Atom. Naja, watt sollet.... |
| Seelenschatten | Friedhöfe sind Stätten der begrabenen Träume, der vergessenen Hoffnungen, der verlangenen Liebe, an keinem anderen Ort fließen soviele Tränen in den Boden, und an keinem anderen Ort lernt man sich selbst so gut kennen wie dort... und man lernt das alles ein Ende hat Verwirrung ist nur ein Teil der Lösung |