| Mondenkind667 | Sobald ich allein war, spürte ich die Kälte. Aber nach ein paar Minunten war es angenehm. Endlich der stickigen Luft des kleinen Zimmers entflohen, wo er jetzt wieder war... Die frische Luft verscheuchte die Müdigkeit aus meinem Kopf... Ich betrachte den Mond. Und den hellen Stern daneben. Mehr Sterne sehe ich nicht. Sie sind verdeckt von den Wolken, wie Wellen, in einem unendlichen Meer, hell vor dem dunklen Himmel. Alleine sitze ich hier, obwohl er und meine Freunde so nah sind. Alleine, denn in diesem Moment bin ich nicht interessant für sie, nur ihre kleine Welt dadrinnen. Wolken ziehen vor den Mond, verdecken ihn. Es hat ein Uhr geschlagen. Ich betrachte den Turm, direkt vor mir, die Kirche, nur verdeckt von ein paar Bäumen. Ich denke darüber nach, dorthin zu gehen. Ich mag Kirchen, wenn sie von Menschen verlassen sind. Aber nein, ich habe Angst alleine im Dunkeln. Angst vor den Schatten der Nacht, obwohl ich selbst eine von diesen bin. Er ist so wunderschön, der Mond. Von den Wolken wieder frei gegeben, reicht sein Licht aus, diese Zeilen auf eine Serviette zu kritzeln. Gestern war Vollmond... Ich sitze auf der Terrasse eines Freundes, eine Zigarette in der Hand, alleine. Endlich... Ich genieße die Einsamkeit. Ich betrachte den Mond und den einsamen Stern daneben. Einsam wie ich, denke ich. Doch ich bin nicht einsam. Bald wird er raus kommen zu mir. Wir werden ins Auto steigen und nach Hause fahren. Und dann ist alles wie vorher. Wir zusammen , und ich dennoch allein. Ich liebe ihn, und werde ihn für immer lieben. Werde auf die Einsamkeizt verzichten, die ich doch so liebe. Vor allem in solchen Nächten. In Nächten, in denen der Mond am klaren, dunklen Himmel steht und die Erde erleuchtet. Geschrieben, nur im Schein des Mondes. |
| Nerasul | das is echt schön was du geschrieben hast.... |
| Der_Philosoph | Ich finds auch wunderschön..:) Nur eine Frage: Fühlst du dich Allein oder Einsam? Und welches von beidem schätzt du so sehr? Das interessiert mich sehr. |
| Mondenkind667 | Erstmal vielen dank! War das erste mal, dass ich sowas geschrieben hab. @Philosoph: Ich liebe die einsamkeit. Natürlich nicht immer, wenn ich immer einsam wäre, würde ich daran zerbrechen. Aber manchmal ist es schön einsam zu sein. Viele menschen verstehen das nicht. Wahrscheinlich kann man das erst richtig begreifen , wenn man eine längere, ernste beziehung führt. Ich glaube, meinen freund und mich verbindet mehr, als die typisch liebe bei jugendlichen. Wir sind in unserer seele sehr ähnlich. Nach zwei wochen konnten wir gegenseitig unsere gedanken lesen. Aber dadurch fühlte ich mich irgendwann eingesperrt, auch wenn mein freund das sicher nicht will. Aber er will alles wissen, was ich denke und tue. Ich brauche einfach meine freiheit. |
| Daenim | Einsamkeit ist etwas einzigartiges, denn es ist das einzige was man nicht teilen kann, und so sehr das auch nach einem Wortwitz klingt, desto wahrer wird es. Wenn wir etwas erleben, dann meist nicht allein, jemand anderes teilt den Moment mit uns und sorgt dafür, ob gewollt oder nicht, das wir den Augenblick anders erleben. Denn egal wie nah wir der Person stehen, wir verhalten uns in Gesellschaft immer anders als wenn wir alleine sind. Für viele Menschen ist, glaube ich, gerade das Zusammensein das schwierigste in ihrem Leben, mir geht es zumindest so. Je mehr Menschen mir zuhören wenn ich etwas sage, umso schwieriger wird es zu sprechen. Je mehr Leute ich um mich habe, umso mehr muss ich über sie nachdenken und kann mich nicht auf mich konzentrieren und fallen lassen. In der Einsamkeit interressiert es mich nicht wie ich wirke. Dann bin ich mir sehr bewusst das ich Lebe, und denke nicht darüber nach wie ich lebe. Und was ich nur bestätigen kann, alleine kann man viel tiefer Atmen. Ich gehe dann mal au den Balkon und betrachte den Mond. |
| Hastur | einsamkeit ist schön ... ich sitze im dunkel und höre das rauschen des windes der mond scheint mir,schatten umspielen mich die welt singt ihr lied für mich und meine träume meine erinnerungen sprechen zu mir ich bin nicht einsam ... einsamkeit ist grausam im gleissenden licht der sonne wirbelt der staub die menschenmassen hasten an mir vorbei ich stehe auf einem weiten platz und doch beklemmt mich die enge um mich herum ist lärm und doch höre ich keine stimme ich bin einsam |
| Mondenkind667 | @Hastur: Das ist wunderschön und auch noch wahr. Du beeindruckst mich mit jedem beitrag mehr! ;) *beeindruckt augen aufreiß* Und das gefühl, das du beschreibst, kenne ich nur allzu gut! |