| Gruft | Hallo, ich habe Fragen an euch, aber um das ganez zu verstehen sollte ich vielleicht eine kleine Geschichte erzählen! Ìch hatte am 17.10.2001 einen schweren Autounfall, habe keine großen Behinderungen davon getragen oder sonstiges, aber meine Unfallgegnerin ist tot, ich war unschuldig und kann mich nicht mehr an den Unfall erinnern. Ich bin dann nach 4-5 Wochen im Krankenhaus wieder etwas zu Verstand gekommen, da ich schwere Kopfverletztungen davon getragen hatte. So, nun zum eigentlichen Punkt, ich habe vorher an Gott geglaubt, auch wenn es nur gesellschaftsgepägter Glauben gewesen sein mag, aber ich habe geglaubt.Ich war jetzt nicht in der Kirche oder so, aber es war etwas da. Nach diesem Unfall, nachdem ich wieder einigermaßen normal denken konnte, glaubte ich nicht mehr, ich galube auch heute nicht, an nichts, ich wollte wissen ob es sonst noch Leute gibt die wirklich an nichts glauben als an sich selbst. Was ich aber nicht verstehe ist, zum beisiel meine Oma die sagt imemr Gott hat dir so gut bei gestanden und hatte dir soviele Scutzengel gesendet etc. wieso glkaube ich aber jetzt nicht mehr? Normal bringen doch solche Erlebnisse den Menschen erst zum Glauben oder? Ich glaube an gar nichts mehr ich verlasse mich nru noch auf mich selber und es fällt mir seitdem schwer zu anderen Leute Vertrauen zu fassen und mich von ihnen entlasten zu lassen, ich verstehe nicht wieso, aber ich hoffe es gibt Menschen denen es ähnlich geht, oder die mir zumindest etwas hierzu sagen, egal was, ich hoffe ihr schreibt es, danke! Gruß Gruft Nichts ist wie es vorher war, alles erscheint ohne Veränderung in einem neuen Licht!! |
| Neith | Nun, wenn ich ehrlich bin war ich noch nie sehr gläubig... Klar, da gabs immer mal diese stoßgebete vor klausuren *g* aber das wars dann auch meistens schon. Nun, weißt du... ich bin der meinug das dein jetziges nicht-glauben ein wenig daran liegt, dass du mitbekommen hast, dass deine gegenfahrerin gestorben ist und du nicht. Kann es sein das du dich fragst "warum habe nur ich überlebt und die andere frau nicht?" Natürlich könnte es sein, dass ich mich irre, aber villeicht stimmt meine annahme ja. Ich bin keine pfarrerin und will das jetzt auch nicht so religiös rüberbringen, aber villeicht ist einfach dein verständnis gebrochen, dein verstehen. Ich selbst bin nicht wirklich christlich, jedenfalls glaube ich nicht an die "heilige christliche kirche". ich setzte mich lediglich mit den schriften auseinander die uns von geburt an vorgetragen werden, aber für mich ist glauben eher verstehen. Auch wenn sich das jetzt anfänglich wiedersprechen sollte: Was deine oma mit "gott hat dir beigestanden" villeicht ohne es zu wissen meinte, ist wohl, dass dir noch eine aufgabe im leben bevor steht, welche die andere frau bereits vollbracht hat. Denke mal darüber nach. Könnte es etwas geben an dem du gerade dran bist? Das du zuende bringen möchtest? Mal abgesehen davon, ist es nicht schlimm nur sich zu trauen, villeicht kannst du deinen jetztigen weg ja nur alleine finden. Villeicht brauchte es ein solches ereignis, um das du "selbstständiger" in deinem denken wirst, die meinungen anderer dich nicht mehr so interessieren, weil sie dich von deinem weg abbringen könnten? nun, ich weiß, dass das was ich bisher geschrieben habe villeicht keine große antwort darauf ist, weshalb du nicht mehr glaubst, aber gibt es denn überhaubt eine antwort darauf weshalb menschen glauben? Nun das geht wohl zu weit, aber denke daran: Villeicht war es das Leben das dir noch eine chance gegeben hat und nicht gott. |
| Ivalina | Hmm... sehr gläubig war ich auch nicht wirklich. Mein [I]"Glauben" [/I] habe ich zu einem Zeitpunkt verloren, wo ich geliebte Menschen zu ihrer letzte Ruhestätte begleitet habe. Wenn doch der [I]liebe Gott[/I] wirklich so gut, lieb und bla und sülz ist... warum hat er mir das dann angetan? Was hab ich verbrochen um so bestraft zu werden? Zuerst war da halt ein Hass auf [I]Gott[/I] (Deismus, heißt das glaub ich) und dann hab ich einfach aufgehört zu glauben. Ich habe 10 Menschen in den Jahren 1992 bis 1999 und dann noch einen 2003 verloren. Irgendwann lässt ein das doch an der [I]Güte Gottes [/I] zweifeln. |
| Neith | villeicht gibt es gott ja gar nicht...villeicht ist "da oben" überhaubt nix und die meisten menschen beten das nichts an... naja...es ist eh schon so spät, da kann ich etz eh nich mehr genau drüber nachdenken... |
| Gruft | Zitat von Neith: Villeicht brauchte es ein solches ereignis, um das du "selbstständiger" in deinem denken wirst, die meinungen anderer dich nicht mehr so interessieren, weil sie dich von deinem weg abbringen könnten? Vielleicht brauchte es solch ein einschneidendes Ereignis damit ich endlich mal aufwache und mich nihct nur auf andere Personen verlasse, ich bin sowas wie ein verzogenes Einzelkind. Mein Bruder ist 11Jahre älter als ich, und ich wurde immer bemuttert, bekam alles in den A.... gesteckt, aber ich verstehe dann wiederum den Hintergrund nicht, denn ich hatte grade eine Lehre angefangen in der ich ganze 2Monate arbeiten konnte, welche ich dadurch verloren habe!?! Zitat von Neith: Villeicht war es das Leben das dir noch eine chance gegeben hat und nicht gott. Das sehe ich genauso, aber ich denke einfach das es auf dem schönen Wörtchen Glück beruht, es haben soviele Umstände mit rein gespielt das ich überlebt habe, aber wegen Gott war das sicher nicht, obwohl mich viele davon zu überzeugen versuchen! |
| Gruft | Zitat von Ivalina: Mein "Glauben" habe ich zu einem Zeitpunkt verloren, wo ich geliebte Menschen zu ihrer letzte Ruhestätte begleitet habe. Wenn doch der liebe Gott wirklich so gut, lieb und bla und sülz ist... warum hat er mir das dann angetan? Was hab ich verbrochen um so bestraft zu werden? Es tut mir leid für dich, aber es ist eben so der lauf der Zeit! Der eine geht früher der andere später, es mag sich hart anhören, aber es ist so gewollt und zwar nicht von irgendeiner Gottheit sondern es ist ja von der Natur so vorgesehen, die Krankheiten oder Unfälle ( z.B. Auto) kann sich der Mensch eigentlich selber zuschreiben, er ist die treibende Kraft auf diesem Planeten, er ist der der die Forschungen vorantreibt, er hat auch die ganzen Maschinen etc. erfunden durch die heutzutage soviele Menschen sterben!!! Du solltest dich nicht fragen wieso du so bestraft wirst, ich habe auch schon geliebte Menschen beerdigt, aber das eigene Leben geht doch weiter, du solltest nur aufpassen das du nicht in dieses Loch der Depressionen fällst, denn da kommt man nur sehr schwer wieder raus!!! Meide ausserdem die Menschen die dich deshalb bemittleiden, oder sag ihnen sie sollten besser damit aufhören. Mittleid ist meiner Meinung nach das größte Gefühl der Verachtung das es gibt, was tust du demjenigen denn Gutes den du bemittleidest? Nichts, du ziehst ihn nur runter, denk etwas realistischer, dann wirst du hoffentlich wieder Boden fassen können! |
| Somebody | Mittleid ist meiner Meinung nach das größte Gefühl der Verachtung das es gibt, was tust du demjenigen denn Gutes den du bemittleidest? Nichts, du ziehst ihn nur runter, denk etwas realistischer, dann wirst du hoffentlich wieder Boden fassen können! ...Hm.. da kann ich dir nur zustimmen, es ist hart jemanden zu verlieren, aber wie sagt man so ist das Leben... ändern kann man es nicht. Mitleid ist absolut bescheuert, es hilft niemanden... Glaube-die meisten Menschen glauben weil sie Angst haben man könnte das Leben nicht kontrollieren. Denn wenn man immer an Gott glaubt, sich an die Gebote hält, die Bibel kennt und sich daran hält, dann passiert dir nichts... oder? So sehe ich das... Ich glaube nicht, das es absolut nichts gibt weil ich wohl ebenfalls zu den Menschen gehöre, die Angst haben. So ein Unfall, wie du ihn oben beschrieben hast, verändert oft was im Leben, aber es bedeutet nicht immer, dass man sich Gott zuwendet. Warum läßt Gott bestimmte Menschen früher sterben, warum manchmal kleine Kinder, Babys die doch noch gar nichts falsch gemacht haben können es ist so unfair. Mhh ich kann dir sagen ich kennen jemanden, der auch nach einem solchen Erlebnis seinen Glauben verloren hat. Ist oft so wenn man mit dem Tod konfrontiert wird egal in welcher Hinsicht. Weil es ja so unfair ist ... Ich bin neu, und ich habe bisher noch keine Ahnung wie es hier im Board so funktioniert aber ich hoffe meine Meinung hat wenigstens etwas dazu beigetragen und war nicht völlig deplaziert ;) || | ||| | ||| Somebody |
| Gruft | Zitat:Glaube-die meisten Menschen glauben weil sie Angst haben man könnte das Leben nicht kontrollieren. Denn wenn man immer an Gott glaubt, sich an die Gebote hält, die Bibel kennt und sich daran hält, dann passiert dir nichts... oder? So sehe ich das... Ich glaube nicht, das es absolut nichts gibt weil ich wohl ebenfalls zu den Menschen gehöre, die Angst haben. Möchtest du das Leben denn kontrollieren? Ich finde es gut das es sich nicht zu 100% kontrollieren läßt, es wäre doch stumpfsinnig wenn man immer wüßte was passiert oder so. Zitat: So ein Unfall, wie du ihn oben beschrieben hast, verändert oft was im Leben, aber es bedeutet nicht immer, dass man sich Gott zuwendet. Warum läßt Gott bestimmte Menschen früher sterben, warum manchmal kleine Kinder, Babys die doch noch gar nichts falsch gemacht haben können es ist so unfair. Glaubst du wirklich das Gott diese Menschen sterben läßt??? Zitat: Mhh ich kann dir sagen ich kennen jemanden, der auch nach einem solchen Erlebnis seinen Glauben verloren hat. Ist oft so wenn man mit dem Tod konfrontiert wird egal in welcher Hinsicht. Weil es ja so unfair ist ... Es hat nichts damit zu tun, das ich mit dem Tod konfrontiert wurde, ich denk da realistisch darüber, erstens kann ich mcih net an den Unfall erinnern, zweitens war ich 100% unschuldig, also, besser wie wenns andersrum gekommen wäre, dann würde ein Mensch mit Schuldgefühlen durchs Leben gehen müssen. Gott?? Du redest davon das du auch an irgendwas glaubst und redest aber immer wieder von Gott, denke du hast noch diesen gesellschaftsgeprägten Glauben in dir, den hatte ich ja auch bis zum Unfall!!! Zitat: neu, und ich habe bisher noch keine Ahnung wie es hier im Board so funktioniert aber ich hoffe meine Meinung hat wenigstens etwas dazu beigetragen und war nicht völlig deplaziert ;) Nein, danke für deine Meinung, ich bin ja auch nicht soo lange dabei, aber es ist interessant die Meinung von anderen zu hören!!! |
| Somebody | Möchtest du das Leben denn kontrollieren? Ich finde es gut das es sich nicht zu 100% kontrollieren läßt, es wäre doch stumpfsinnig wenn man immer wüßte was passiert oder so. Ja möchte ich, ich bin ein Kontrollfreak, das weiß ich und ich möchte immer das alles perfekt läuft ... das ist sicher nicht die beste eigenschaft aber ich gestehe es mir ein und weiß das es so ist... kann damit leben Glaubst du wirklich das Gott diese Menschen sterben läßt??? Ich nicht aber man bekommt den Eindruck davon. Ich glaube nicht das das Sterben von irgendjemanden beeinflußt wird. es gehört zur natur einfach mit dazu... Du redest davon das du auch an irgendwas glaubst und redest aber immer wieder von Gott, denke du hast noch diesen gesellschaftsgeprägten Glauben in dir, den hatte ich ja auch bis zum Unfall!!! stimmt den hab ich irgendwie noch in mir, hab auch nichts anderes behauptet... ;) Ich denke ziemlich anders als du, aber ich glaube du wolltest ja andere Meinungen hören und ich bilde wohl einen ziemlichen Kontrast |
| Gruft | Zitat:Ich denke ziemlich anders als du, aber ich glaube du wolltest ja andere Meinungen hören und ich bilde wohl einen ziemlichen Kontrast Ich sagte ja nicht das ich nach Gleichgesinnten suche, aber es ist ein Diskussionsforum, soweit ich es beurteilen kann, du kannst gerne deine Meinung vertreten, wollte dich nie angreifen. Ich habe kein problem das du einen Kontrast zu mir bildest, ich finde es sogar sehr gut so, so sehen ich andere Meinungen ja erst, wenn ich Jemand suche der mir stets zustimmt, kann ich mich auch in den Kindergarten stellen, mit ner Tüte Gummibärchen und mich den Kids unterhalten, ganz einfach!!! |
| Somebody | lol okey freut mich, dann hat es ja anscheinend doch etwas genützt :] | ||| | || Somebody |
| Ivalina | [QUOTE][i]Original geschrieben von Gruft [/i] [B] Du solltest dich nicht fragen wieso du so bestraft wirst, ich habe auch schon geliebte Menschen beerdigt, aber das eigene Leben geht doch weiter, du solltest nur aufpassen das du nicht in dieses Loch der Depressionen fällst, denn da kommt man nur sehr schwer wieder raus!!![/B][/QUOTE] Hast recht! Aus dem [I]Loch[/I] wieder herauszukommen war echt hart... Aber nochmal zum Thema [U]Mitleid[/U]: [QUOTE][i]Original geschrieben von Gruft [/i] [B] Mittleid ist meiner Meinung nach das größte Gefühl der Verachtung das es gibt, was tust du demjenigen denn Gutes den du bemittleidest? Nichts, du ziehst ihn nur runter, denk etwas realistischer, dann wirst du hoffentlich wieder Boden fassen können! [/B][/QUOTE] In gewisser Hinsicht stimm ich mit dir überein, aber man kann den Betroffenen doch nicht sofort wieder dem Alltag aussetzen. Man sollte am Anfang Rücksicht auf die Gefühle desjenigen nehmen. Ist das nicht schon [I]eine Form des Mitleids?[/I] Es braucht halt eine gewisse Zeit, bis man sich der Realität wieder so stellen kann, wie man es vorher getan hat. |
| Gruft | Zitat von Ivalina : In gewisser Hinsicht stimm ich mit dir überein, aber man kann den Betroffenen doch nicht sofort wieder dem Alltag aussetzen. Man sollte am Anfang Rücksicht auf die Gefühle desjenigen nehmen. Ist das nicht schon eine Form des Mitleids? Es braucht halt eine gewisse Zeit, bis man sich der Realität wieder so stellen kann, wie man es vorher getan hat. Ich bezeichne das nicht als Mittleid, das ist Mitgefühl, doch bei vielen Menschen verschwimmen die Grenzen zwischen den beiden Gefühlen sehr schnell. Mitleid bewirkt genau das Gegenteil von Mitgefühl. Mitgefühl soll unterstützen beim Aufstehen, Mitleid drück nur noch weiter runter! |
| Ivalina | [QUOTE][i]Original geschrieben von Gruft [/i] [B]Ich bezeichne das nicht als Mittleid, das ist Mitgefühl, doch bei vielen Menschen verschwimmen die Grenzen zwischen den beiden Gefühlen sehr schnell. Mitleid bewirkt genau das Gegenteil von Mitgefühl. Mitgefühl soll unterstützen beim Aufstehen, Mitleid drück nur noch weiter runter! [/B][/QUOTE] Man merkt, ich bin heute nicht ganz bei mir... Das es [I]Mitgefühl[/I] ist und nicht [I]Mitleid[/I]... Die Grenzen verschwimmen da wirklich sehr schnell, da ich denke, dass den meisten allein schon das WORT [I]Mitgefühl[/I] gar nicht so schnell in den Sinn kommt. Aber mal wieder [I]back to topic[/I]: War das bei dir denn auch so, das gläubige Verwandte, Bekannte oder Freunde zu dir hinkamen und dir den Glauben wieder nahe bringen (oder vielleicht sogar aufzwingen) wollten? |
| Gruft | Nein, Ivalina bei mir hat niemand versucht mir den Glauben aufzuzwängen, ausser viellleicht meine Oma, aber sie hat den Krieg mitgemacht da brauchten sie etwas das Halt gibt. Ausserdem als ich dann 2 Std mit ihr diskutiert hatte, hat sie es verstanden, sie sieht das ähnlich, ber ist trotzdem jeden Sonntag in der Kirche. Wie sind deine Leute denn gestorben, wenn die Frage nicht zu persönlich ist? |
| Ivalina | Hab dir ne pn geschickt, mit der Antwort. Möchte das nicht im Board so öffentlich machen... |