| shining night | ich stehe auf einem kleinem stück rasen und schaue mir die leute an. Die ungehaltenen wilden direkt vor der Bühne, unter mir meine Freundinnen am scherzen und spass haben, andere Leute,die wild durcheinander auf dem Boden liegen und die Menschen weiter hinten, reden lachen trinken und spass haben. dann sehe ich mich und denke, was tu ich hier eigentlich. ich kann nicht lachen, bin geistig ganz woanders und kaum ansprechbar. Meine Freundin tickt mich an und sagt, ich soll runterkommen und mich zu ihnen setzen, sie wären einsam ohne mich. ich antworte ich möchte nciht, und wir fangen an zu diskutieren, und hören erst auf, als sie beleidigt den kopf wegdreht, weil ich einen scharfen unterton bekommen hab. Ich möchte mich nicht hinsetzen. Ich weiß nicht warum, aber ich weiß,dass ich es nciht möchte. ich schaue mir wieder die leute an, und ende wieder bei der Frage, meines da seins. ich weiß nicht warum ich hier stehe. ich hatte mich so darauf gefreut, hier hin zu können und dann steh ich rum, und bin total abwesend. ich wollte spass haben, neue leute kennen lernen und dann so etwas, ich verfluche mich dafür und weiß es wird immer wieder so sein. dieses Gefühl des nicht erwünschtseins taucht bei mir in gedanken auf und setzt sich immer fester, und verbeisst sich in meine Gedanken.endlich meine freundinnen wollen gehen, und ich geh mit ihnen. Kein Grund zum betrübtsein, kein grund zum verkriechen, kein grund zum ausgeschlossen fühlen und doch sind es meine gedanken. ich freue mihc nach hause zu komme und trotzdem trauere ich dem verschwendeten abend nach, der so schön hätte sein können, wenn ich nicht rumgestanden hätte.... |
| Gr. Gaulichter | da ist ein konjunktiv, weil: da sind grenzen, weil: da ist was? wissen? gefühl? unordnung? unwissen? gg |
| shining night | ich versteh leider nicht ganz, was du meinst. |
| Gr. Gaulichter | ich manchmal auch nicht. das ist dann furchtbar peinlich ;) aufhänger war mir nun dein letzter satz, dort speziell das wörtchen "hat" in konjunktivierter form. und ich habe mich gefragt "warum hast du gestanden?" dann hab ich überlegt, wie so oft rückwärts, weil ich nicht sicher war - auch aus eigener erfahrung -, was dich hinderte ... und mein erster gedanke waren grenzen. denn immer wieder sind es grenzen (was auch sonst), die festlegen, was wir eben tun und was nicht. und ich hab mich weiter gefragt, was das für grenzen sind und woher sie bei dir kommen. ein gefühl der angst bei der frage an sich "was wäre, wenn?" - wieder ein konjunktiv oder das wissen um die andersartigkeit - und wieder angst. vielleicht verlustangst? oder ganz einfach unsicherheit, unwissen? ich weiß es nicht. dann habe ich über mich gegrübelt "was machst du, wenn du unter leuten bist?" und stellte eben auch diese teils defensive, teils passive beteiligung fest. aber nicht immer komme ich darauf, warum. dann nehme ich es hin und warte auf den nächsten tag. im vergangenen grübeln zieht unsicherheit in die länge ... grüße dunkel gg |
| shining night | es war so ein gefühl der inneren grenzen, ich konnte nciht heraus aus mir, konnte keinen spass haben, ich wollte bzw. konnte einfach nicht diesen platz verlassen, weil ich irgendetwas davon abhängig machte. ich habe immer öfter in letzter zeit das gefühl der unsicherheit wenn ich unter vielen leuten bin, andrerseits überkommt mich manchmal so ein gefühl der totalen sicherheit, es ist als stände ich neben mir und würde mir zuwinken und sagen, du bist toll und du kannst es schaffen. bekomme ich aber ein kompliment, dann kann ich das nicht akzeptieren und es ist als wenn ich es falsch interpretiere und es ins gegenteil abwandele. |