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  Forum: Nebelpfade
    Thema: So spielt das Leben-Eine einmalige Sache
NopeSchüleraustausch mit einer tschechischen Partnerschule. Uff! Einerseits war da die Vorfreude: Ein neues Land, eine neue( und zwar komplett neue!) Sprache, neue Leute, neue Freunde?
Natürlich war da auch die Anspannung, die besonders kurz vor unserem Eintreffen überwiegte: „ Und was, wenn ich in sonner Bruchbude auf´m Boden pennen soll?“ Und und und....
Ich fand diese Zweifel waren totaler Blödsinn. Klar, es herrscht in Tschechien ein anderer Lebensstandart, aber längst nicht in der befürchteten Extremität! Ich hatte eher ein paar andere Bedenken: Die Gastfamilie, nett und gastfreundlich oder eine unsympathische Familie gar noch mit einem alten Nazi- Vorurteil? Kontakt zu anderen Deutschen weiterhin möglich oder von den anderen abgeschnitten etc.? Ihr glaubt ja nicht was man sich für Gedanken macht!
Jedenfalls bewiesen wir gleich zu Beginn einmal deutsche Pünktlichkeit. Und zwar war beim Start um 6 Uhr morgens geplant gewesen, um 16 Uhr in der tschechischen Kleinstadt einzutreffen. Genau um 15.58 Uhr standen wir auf dem Parkplatz, wofür der Busfahrer natürlich erst einmal was zu hören kriegte, von wegen Pünktlichkeit :-D

Das zuvor verbrachte Wochenende in Prag mit all den Kuriositäten, wie z.B. Brillen die aus dem 10. Stock fielen, jedoch völlig unversehrt wiedergefunden wurden, waren vergessen.
Der Bus enthielt, unmittelbar vor dem Öffnen der Türen, ein gefährliches Gasgemisch aus allen Deo-Flaschen, die nicht den Weg in die Reisetasche gefunden hatten. Ich hatte es also noch einen Schritt eiliger aus dem Bus zu steigen und wurde auch gleich meiner Familie zugeteilt.
Sofern ich das im gut beurteilen kann, war meine Familie sehr, sehr Gastfreundlich. An Verpflegung hatte ich überhaupt nicht zu denken, da ich stets mit Broten, Riegeln und Trinkflaschen ausgestattet wurde.
Langeweile kam die Woche über nicht einmal ansatzweise auf. Der abendliche Besuch in der „Rock Bar“ war das i- Tüpfelchen eines zumeist ereignisreichen Tages. Ob nun alte Burgen, ein Automuseum oder eine Glas Fabrik besichtigt wurde( bis auf Letzteres war auch alles sehr sehenswert ;-) Der Terminkalender wies nur selten Lücken auf. Diese nutzten wir stets für einen ausgiebigen Besuch in der Tee- Stube, um uns bei der ein oder anderen Wasserpfeife zu entspannen. Dort hatte ich auch ein unglaublich interessantes Gespräch mit einer anderen Schwarzen, mit der ich vorher noch keine Bekanntschaft schließen konnte.
Wir philosophierten und lachten, wunderschöne Nachmittage in einem traumhaften Laden, wie wir ihn in der Atmosphäre bestimmt nicht noch einmal besuchen werden.
In Erinnerung blieb mir auch der Samstag Abend, wo mein Gast- Mädel zusammen mit ihren Freundinnen und mir plus drei meiner Parallelklässler, u.a. das schw. Mädel aus der Teestube, in eine ziemlich versteckte Disco gingen, in der Trance Versionen von O-Zone und was weiß ich für einem Mist gespielt wurden. Ich war in sofern froh, dass ich mit meinem Musikgeschmack nicht ganz alleine dastand und mit F. auf einem Sofa am Rande der Tanzfläche sitzen und warten konnte, bis dieser schreckliche Abend mit schrecklicher Musik vorüber ging ;-)
Ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen, war nach einer interessanten Woche das Abenteuer auch wieder vorbei. Zitat eines Klassenkammeraden zu Beginn der Rückfahrt:
„ Im Nachhinein ein sicherlich gelungener Austausch...aber langsam reicht es dann auch!“ :-D
Abgesehen von einer bis dato dreizehnstündigen Busfahrt, wurden wir Zeuge eines...wirklich makaberen Ereignissen, dass wohl Niemand von uns je vergessen wird. Es begann noch ganz harmlos, indem wir an eine „Unfallstelle“ gelangten und uns mitgeteilt wurde, dass wir vielleicht eine halbe Stunde im Stau stehen würden. Als wir nun schon nach einer Viertelstunde kurz vor der Unfallstelle waren, schauten alle Augen neugierig auf den Tatort. Und war wir dort sahen, waren Gedärme und Fleischreste in einer 30m Spur verteilt von einer Kuh, wie wir zunächst vermuteten. Auf der nächsten Raststädte wurde uns mitgeteilt, dass es sich um einen Menschen gehalten hat, der von einer Autobahnbrücke sprang und vor einen LKW gekommen war. Wenn wir dies schon vor dem Passieren der Unfallstelle erfahren hätten, hätten sich wohl sämtliche Mägen ihres Inhaltes verabschiedet, denn wie gesagt, das Opfer war nicht identifizierbar und da die Polizei selbst gerade erst eintraf, war nichts abgedeckt etc.
Es tut mir leid um eine vielleicht etwas harte Darstellung, aber wie soll man ein derart schlimmes Ereignis schildern? Vielleicht überhaupt nicht, das wäre wohl besser gewesen.
Jedenfalls nahm die ach so erfreuliche Fahrt so ein schlimmes Ende, obwohl von uns natürlich niemand diese Person kannte. Verständlicherweise trotzdem schockierend....!


Das war mein Schüleraustausch. Eine einmalige Sache.


Marco
Lan-an-Schiewarum ist eine zerfetzte menschenleiche ekliger als eine zerfetzte kuh?
wenn diese person von einer brücke gesprungen ist, wird das seinen grund gehabt haben, es ist vielleicht traurig, aber so etwas passiert andauernd. wer einmal in einer hochhaussiedlung gelebt hat, weiß das.
und was wolltest du uns mit der ganzen geschichte davor erzählen? ich meine, es war doch trotzdem ne tolle fahrt oder nciht? dieses ereignis hat ja wohl ncith alles wieder versaut. du hattest ja anscheinend spaß. hast du uns ja in vielen,vielen sätzen näher gebracht.
wo ist das problem?
Nopeder text sollte nicht undedingt einen zweck erfüllen. einfach eine schilderung eines erlebnisses.

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ich finde persöhnlich eine menschenleiche makaberer als die einer kuh, da ich letztere schon des öfteren gesehen habe und den anblick eines soeben gestorbenen menschens eben schrecklich fand.
für mich der solche bilder allerhöchstens aus dem fernsehen kennt.
Lan-an-Schiehmmm naja, ich versteh halt den unterschied nicht. ob es jetzt ein mensch oder eine kuh gewesen wäre. ich hätte beides gleich eklig gefunden.
Noctiferich verstehe nur nicht, warum sich manche erst geekelt haben, als sie erfuhren, dass es sich um eine menschenleiche und nicht um eine kuh handelt. das zeigt doch irgendwie, dass die leiche an sich für manche gar nicht so eklich ist, sondern dass der eklel viel mehr von dem bewusstsein herkommt, dass es ein mensch ist(oder eher war).
Nopedie leiche war natürlich so oder so ekelig.

[QUOTE]sondern dass der eklel viel mehr von dem bewusstsein herkommt, dass es ein mensch ist[/QUOTE]

ist das nicht natürlich? ich denke schon.
Noctiferja stimmt schon, ich mein ja nur......
ich glaub ich find das beides gleich eklig, egal, ob mir nun jemand erzählt, dass das mal eien kuh war oder ein mensch. (das heißt nicht, dass mir das egall ist, ob da ein mensch oder eine kuh gestorben ist, ich finde aber das das trotzdem beides nicht so lecker, falls jetz irgendjemand verstanden hat, wie ich das meine).
............na ja ist ja auch egal , trotzdem ein einmaliges erlebnis (hoffentlich).
Nopeok, jetzt habe ich dich [b]wirklich[/b] verstanden, danke :)

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