| Nebeltaenzerin | mein Hals ist trocken, mein Körper ausgelaugt. ich habe Geige geübt, 2Stunden lang, versunken in der Musik. manchmal sogar... ganz selten, da vergaß ich die Schmerzen in meinen Gelenken. da war mein Körper wieder eins, ohne Schmerz ohne Einschränkung. ich war frei für den Moment, die Seele fliegt auf jedem einzelnen Ton der erklingt. die Welt sie ist weit weg, ich bin frei. doch irgendwann waren die Töne verklungen. ich schaue aus dem Fester des kleinen Fachwerkhauses. dicke Schneeflocken tanzen durch die Luft. ich will es nicht, es soll nicht schneien. irgendetwas lässt veranlasst mich schnee zu hassen. ich weis nicht einmal was es ist. behutsam lege ich die Geige wieder in ihren Kasten, lege das dunkelrote Samttuch über sie und schließe den Kasten. es ist ruhig im dem Haus, lange stehe ich da und schaue einfach hinaus. wo ist die Realität geblieben? seit wochen schon fühle ich mich losgelöst von jeder Zeit, das Winter ist, ist mir entgangen. der Schnee überrascht mich sogar. ist es denn wirklich schon wieder das Ende eines Jahres? ist es wirklich wieder so weit? kann die Zeit nicht einmal für einen Moment stehen bleiben? nur für mich? ich denke an die Gespräche mit ihm. lange saßen wir gestern da, bis halb 3 in der Nacht... die Zeit flog davon... es war wieder einmal wunderschön. Wie wird es wohl weiter gehen? er ist wundervoll, wie beide für uns Beobachter werden wir zusammen doch ganz anders. wir wissen was wir denken, können die sätze vervollständigen, manchmal sogar kannich ihm in die augen sehen, ganz kurz. so schön dass wir uns gefunden haben..vor 2 Jahren. bin nur ein Beobachter seines Lebens, außerhalb vielleicht von dem was wichtig ist, doch bin ich da ihm Halt zugeben, zu helfen. egal wann und wie... und eben so erkenne ich in ihm was Freundschaft ist. es war schon wieder morgen als ich zu Hause war. es hat sich gelohnt, dabei wollte ich doch den abend alleine verbringen. ich blicke wieder in dem kleinen Häuschen rum. Werde gleich wohl wieder hinaus müssen, durch den schnee. ich öffne die schwere Holztür und laufe hinaus, laufe zum anderen Haus hinüber, die Schneeflocken tanzen um mich, fliegen in mein Gesicht, bleiben auf meinen Haaren sitzen. Weiß auf Schwarz. es ist kalt, ich habe nur ein Spagettitop an, doch es tut gut, auf eigendeine weise. wieder hinein in die Welt dieser Familie, Schuldgefühle überkommen mich, was habe ich getan an diesem Tage. viel zu wenig, war nicht beim Reiten. meine Freundin wird sauer sein. wieder habe ich Menschen entäuscht. doch schaffe ich es nicht mehr. so fit und stark wirke ich und doch sind die Schmerzen zu groß als das ich häufiger als 2Mal in der Woche dort hin könnte. sie glauben es mir nicht. aber es ist immer so gewesen. sie sollen enttäuscht sein, sich im Stich gelassen fühlen,mich verfluchen weil meine Arbeitskraft fehlt, ich kann nichts dagegen tun. es geht einfach nicht. doch das schlechte Gewissen bleibt. ich sehe wieder hinaus... das Schneien hat aufgehört, endlich. die Welt um mich ist eine andere als noch vor Wochen. Altes ist fremd geworden. Das, was mein Leben bestimmte, noch vor kurzem, ist nun weit fort. ich weis nicht was meine neue Welt ist,ich weis nur was sie nicht mehr ist. ein wenig wundervoller ist die neue Welt, jeden Tag entdecke ich neues... vorher nie gesehenes. ich entdecke in diesen Tagen, dass ich eine Mutter habe. meine Worte an sie, sie scheinen gewirkt zuhaben, meine Ehrlichkeit, meine Beschuldigungen. ich schrieb doch alles auf, was ich dachte.. nur geliebt werden will ich, so wie ich bin..ich bin nicht so stark wie sie denkt.. nicht stärker als sie, so wie sie es sagt, nein ich bin schwach, doch sie sehen nur die Mauer die ich um mich gebaut habe, aus Ansgt vor dem was mir hier begegnet. vielleihct hat sie verstanden, vielleicht hat es gewirkt. Vielleihct auch nicht, vielleicht belügen sie mich, wie sooft. vielleicht spielen sie mit mir, wollen mich in Sicherheit wägen um mich dann fallen zu lassen. in dem Fall könnte mich keiner auffangen, könnte auch ich mich nicht fangen, kann ich es doch sonst bei jedem anderen... Sekunde um Sekunde, Minute um Minute verstreicht, kann die Zeit nicht anhalten, nur einmal für einen Moment? der Schmerz wird nicht mehr weniger, jede Bewegung von mir, jeder Buchstabe den ich tippe, er schmerzt. ich lebe damit... länger schon als die meisten Menschen wissen, weil ich es nie sagte. doch fehlt es mir frei und ungebunden laufen zu können, durch den Wald, über die Wiesen. es fehlt mir ... vielleicht kann ich es mal wieder. irgendwann... eigendlich wollte ich tanzen heute abend. wenn die Musik erklingt, dann kann ich es, weil ich wieder vergesse, weil ich mich wieder frei fühle. |
| ange gardien | Hallo Nebeltaenzerin, so oft schon wollte ich auf deine Beiträge in den Nebelpfaden etwas schreiben, aber mir fällt nie etwas ein... nichts was der Stimmung gerecht werden könnte die ich beim Lesen solcher Zeilen habe. Du schreibst wunderschön - und doch immer so traurig. In der Adventszeit sitze ich oft vor meinen brennenden Kerzen und denke nach, jede Kerze die ich anzünde brennt für einen Menschen... die vierte Kerze heute, am Sonntag vor Weihnachten, brennt für dich. Ich wünsch dir noch einen schönen Abend. Liebe Grüsse ange |
| Nebeltaenzerin | ein Licht, dass ich gestern abend fühle durfte. ich weinte.. doch ich sah licht... vielleicht war es das deine... es ist nicht wichtig was geschrieben wird, es ist nicht mal wichtig dass etwas geschrieben wird. doch wenn ich etwas lese, wie du es mir schreibst, spüre ich doch häufig Tränen in mir aufsteigen. ich danke dir, dafür dass meine worte dich berühren, deine wiederum mich.. |
| Sternenstaub | Alles Gute Dir, mein Liebes... Auf dass das Leben sich intensiv und bunter anfühlt! ~In Gedanken bei Dir~ V. |
| Nebeltaenzerin | es ist nicht mehr so kalt draußen... es ist windig. ich liebe diesen Wind. grade dieses Wetter ist es, dassich mehr liebe als alles andere. Wind... er bedeutet Freitheit, Kraft und so viel mehr. ich kämpfe gegen ihn, unbewusst und automatisch. das fahrrad steht fast, so stark ist der Wind. es wäre mir egal wenn ich jetzt umkippen würde. es wäre egal. vielleicht würde ich dann aufwachen. heute ist Heiligabend, doch ich begreife es nicht. ich versuche es mir klar zu machen, doch es geht einfach nicht. irgendwann sitze ich am Rand von der Reithalle. die anderen Reiten und ich beobachte. kenne jede einzene bewegung von ihnen, jede reaktion von Pferd und Reiter. ich habe sie schon so oft beobachtet, kenne sie alle schon so lange. doch bald, da wird es vorbei sein. da werde ich sie nicht merh beobachten können, weil dann die Zeit des Abschieds gekommen ist. 10 Jahre habe ich mit ihnen verbracht und es bleiben nur noch wenige Monate. es kommt mir vor als wären sie meilen weit weg, doch sind sioe ganz nah. nur in meinen Gedanken bin ich weit fort. ich denke an die Menschen um mich herum, auch sie werde ich nur noch ein paar monate um mich haben, mein Pferd.. all diese Wesen um mich herum. ein wenig traurig bin ich, doch ich merke wie die gleichgültigkeit mich beschleicht. vielleicht ist es mir egal was ist im nächsten Jahr. Es ist mir ebenso egal was für ein tag es heute ist. was passiert, das passiert. ich werde es ertragen, werde es überleben. und irgendwann , dann beginnt mein leben. mein eigenes leben. udn dann? ich weis es nicht.. gebe auf. es wird kalt draußen, langsam wird der Wind zu stark, zu hart. ich gehe zum Stall, versuche die Tür aufzu machen, schaffe es nicht, da der wind dagegen drückt. ich habe keine Kraft sie ganz zu öffnen, muss einen umweg gehen. als ich wieder fahren will, winken siemir zu, sie wünschenmir frohe weihnachten, lachen mich an. ich frage mich warum. was mögen diese menschen an mir? doch es tut gut sie lachen zu sehen. es tut gut diese Stimme der Frau zu hören wenn sie meinen Namen ruft. fröhlich udn immer so als frue sie sich mcih zu sehen. ich kenne sie doch erst seit ein paar wochen. lächelnd fahre ich vom Hof. nach hause... 3Tage zu überleben die ich nicht will. 3 Tage nur der wind ist stark, doch dieses Mal in meinem Rücken. ich fliege fast, die Felder an mir vorbei... freiheit, Kraft und so viel mehr, das bedeutet mit der Wind. ich will auch einmal so frei sein wie er. |