| Weltenbummler | die Tür des wintergartens, die ich nochnie abgeschlossen gefunden habe, selbst wenn niemand da ist schwingt auf; als ich den geschmackvollen hellen holz/glasbau betrete, begleitet mich eine eisige wolke schnees und kälte ins innere des Hauses. Herr und frau M. stehen Vor der grossen offenen wohnzimmertür, die das eigendliche wohnhaus mit dem großen vorbau verbindet. während sie mir lächelnd endgegensieht und ein fröhliches "hallo R" ruft, schaut er nur auf, um mit strahlendblauen, klaren augen suchendes blickes umherzuschweifen. ich komme näher "wer ist da?" "ich" andworte ich. es kommt mir komisch vor, ihm in die augen zu blicken. gesehen hat er nie gut, seit ich ihn kenne. aber jetzt ist er fast vollständig blind. es ging schnell. innerhalb von 4 tagen sah er nichts mer. auch eine not-op hat nichts geholfen. er begrüßt mich freudig, taste sich näher, streckt seine hand aus, die ich ergreife und freundschaftlich drücke. smaltalk folgt. wie gehts, gut, seine frau schüttelt den kopf, was macht das pony? alles ok. nachdem ich sein pferd bewegt habe, und mich die ganze zeit frage wielange ich dieses pony noch reiten werde bevor er auch dieses nichtmer zu versorgen schafft, komme ich zurück. seine frau öffnet die wohntzimmertür, Willy sei draussen unterwegs. es geht ihm nicht gut. er sieht nichts. ich nicke. es macht sie fertig. das merkt man. sie weint. ich tröste sie. sage ihr, daas wird schon, es war ja nicht plötzlich. villeicht wird es ja wieder etwas besser. sie nickt. er kommt zurück, wir trinken kaffé. als ich gehe, begleiten mich die beiden zur tür, er lächelt, nickt mir zu zwinkert mit seinen jetzt nutzlosen augen, wie immer. wir stehen noch kurz in der tür, wieder koversation, ich drehe mich um, durchquere den wintergarten zur aussentür, höre seine frau, freudig rufen, schau mal, willi, die blume blüht jetzt. ich stoppe unwillkürlich. erst dann wird mir klar was sie da ebend gesagt hat. auch sie begreift. ich drehe mich um. sie schaut endsetzt zu boden, die tränen schiessen wieder in ihre augen. ich will nicht zu dem alten mann schauen, will nicht sehen das er darunter leidet. dann blicke ich hoch. wein nicht, elfride, welche blume? sie sagt es ihm. welche farbe? während seine frau ihm die farbe beschreibt drehe ich mich um, und gehe hinaus. * |
| Gr. Gaulichter | hieße "rangieren" auf's abstellgleis gefahren zu werden, gäbe es nur vollkommenheit. vollkommenheit oder nichts. Graman |
| just_dark | Oft überraschen uns solche Menschen durch eine Lebensfreude die sich mit normalem Menschenverstand nicht beschreiben lässt. Ich kannte jemanden der ein Bein verlor. Doch statt sich selbst zu bedauern, verkaufte er sein Auto und besorgte sich ein Quad (motorrad mit vier Rädern) da dieses Gas, Bremse und Gangschaltung am Lenker hatte konnte er selbstständig überall hingelangen. Dieser Mensch war nach dem Verlust seines Beines viel aufgeschlossener und glücklicher als jemals zuvor. Bis zu seinem Tod was er mit einem unstürzbaren Lebenswillen versehen und konnte mit seinem Lachen jeden Menschen anstecken. Für ihn war der Verlust seines Beines kein einfacher Verlust, aber er hat es angenommen und versucht sein Leben zu meistern. Mit Erfolg! mit dunkelsten Grüßen just_dark |