| cashisha | eine kleine geschichte, die ich einst schrieb...die auf einer art und weise des lebens besiert für deren lösung- sofern ich sie gefunden hab- mich jahre gekostet hat.. :)- da frag sogar ich mich selbst was da oben drin bei mir los ist... 22.03 Uhr Im Sinne von Sarah Jessica Parker, Teil und Identifikation der TV Serie Sex and the City, sitzt diese junge Frau allein und Nachts vor dem Computer, um diesen kalten Bestandteil der Zivilisation ihre innersten und heißesten Gedanken anzuvertrauen. Wie sähe es aus, würde sie beobachtet? Zwei Stränge ihrer Seele bilden sich aus dieser Szene. Sie stellt sich diese Frage immer,- wie sähe es aus,- wie sehen die anderen ihr Selbst. Durchgestylt und jeder Bewegung bewußt, steht oder sitzt sie. Wie sähe es aus? Würden die Menschen sie um sie herum sie so sehen wie sie ist, wie sie gesehen werden will oder gäbe es eine dritte Variante? Sie scheint der überzeugung, so wie sie sich gibt, wird sie gesehen - diese Person ist sie. Doch sitzt sie dennoch, starrt auf den blinkenden Strich des Schreibprogrammes, der sie aufzufordernd scheint: schreib weiter. Schreib was du denkst und achte darauf so auszusehen und dich so zu bewegen wie es die anderen erwarten. Würden sie es sehen, wie sie da jetzt sitzt? Sie ist allein im Raum. Nein. Was also treibt eine gesunde junge Frau der anfang 20iger dazu dort zu sein und zu schreiben? Ablenkung? Erfüllung eines,- ihres Versprechens? Hoffung? Ja. Alles. Sowohl als auch. Sie versucht Klarheit zu finden, versucht das Thema über welches sie schreiiben will im selben Moment zu vergessen, tut das, was sie immer vor hat, aber nie umsetzt. Wäre hinter ihr eine Kamera, würde diese nun einen Bildschirmauszug zeigen? Wie in dieser Serie? Vielleicht Vielleicht auch nicht Sie versucht verzweifelt sie selber und in der gleichen Sekunde jemand anders zu sein. Und dennoch, so steril und berechenbar sie sein möchte, so verletztlich fließen ihre Gedanken von Kopf zu Finger, noch bevor ihr Kopf einen Satz, fertig zum Aussprechen.... Sie löscht Worte, falschgewählt oder den Sinn nicht treffend, legt ihren Kopf schräg um von Sekunde zu Sekunde zu prüfen ob dieser Satz oder diese Bewegung Erscheinungwürdig sind. Und dennoch, so steril und berechenbar sie sein möchte, so verletztlich fließen ihre Gedanken von Kopf zu Finger, noch bevor ihr Kopf einen Satz, dienlich des Aussprechens bereitgelegt hat. Da existiert ein Mensch in ihrem Leben. Ein Mann. Sie hat in ihrem Geist eine Liste geformt. Eine Liste von dessen Eigenschaften, die es ihr leichter machen soll eine Entscheidung zu treffen. über ihn, über sie, über eine Freundschaft, eine Beziehung, zwischen zwei Menschen. Und sie führt einen Kampf. Denn diese Liste trägt nicht den Titel Positiv zu Negativ, Logisch zu Gefühl oder ähnlich definierte , durch den Volksmund geprägte Entscheidungsformen, welche eine schlüssige Beendigung der Liste erfordern oder begünstigen. Täte sie dieses, säße sie nicht hier. Sie denkt, es gibt keine überschrift. Denn die Liste ist vermischt.ähnlich ihrer Gedanken kann sie offentlich nicht mehr vollziehen, was sie danach tun müsste. Die Eigenschaften des jungen Mannes, welche ihr schaden nimmt sie wohl wahr. Das ist alles. Sie nimmt sie wahr. Und somit den überwiegenden Teil der Aufstellung. Sie machen ihre Seele kaputt. Haben sie bereits kaputt gemacht. Zerissen und strangoliert, in jeder Weise massakriert. Ist es so, wenn man süchtig ist? Man sieht durch einen Spalt in dieser Puppe der Dunkelheit das Licht, die Realität und die Chance auf Befreiung. Und dennoch greift man nicht hindurch. Fühlt sich realer und geborgen in der Puppe. Hofft darin auf Reifung, obwohl die Gewissheit wächst, das Reife das Hindurchgreifen ist. Nicht nur das erkennen. Matrix mit Riss? Das Mädchen, die Frau bohrt. Bohrt Löcher um mehr zu sehen. Vielleicht träumt sie auch nur wieder dass sie bohrt. Wach endlich auf, wach auf!!! 22.05 Uhr Nicht nur denken.Merkst du nicht dass es dich zerstört wenn du nur denkst? |