| mircca | jetzt ist es wirklich vorbei. ich sitz hier und blicke zurück. du hast monate gebraucht, um mich anzusprechen, warum? ich wollte dich das noch fragen, jetzt werd ich es nicht mehr tun. du hast wochenlang immer neben mir gesessen, hast den körperlichen kontakt gesucht, gebraucht? du hattest eine beziehung, in der du offenbar nicht glücklich warst. darüber gesprochen hast du nie, ich hab das gespürt. irgendwann hab ich gemerkt, dass du deine beziehung beendet hast. du warst plötzlich anders, aggressiver. damals hab ich dir gesagt, es hat sich was geändert, was mir nicht gefällt. du hast gesagt, mal nicht gleich schwarz. wir haben vorher viel geredet, gelacht, haben uns verstanden, das hat sich geändert. ich wusste damals, es würde irgendwann vorbei sein. ich habe versucht, mich nicht in dich zu verlieben, diese freundschaft war mir wichtig. ausserdem bist du 12 jahre jünger als ich, du hast mir erzählt, du willst irgendwann kinder. deshalb hab ich versucht, meine gefühle zu beherrschen, aber seit wann funktioniert sowas? dann wusstest du es, und hast 3 schritte zurück gemacht. ich wollte dich als freund nicht verlieren und hab dir gesagt, ich bin nicht mehr verliebt. vermutlich hab ich versucht, um etwas zu kämpfen, was es da schon nicht mehr gab. ich hab angefangen, mich für andere männer zu interessieren, prompt sind wir im bett gelandet. du sagtest, ob wir nicht weiter freunde sein können. damals hatte ich noch die hoffnung, es könnte funktionieren. plötzlich hast du dich so verhalten, als gehöre ich dir, als wolltest du mich festhalten. du hast mich mitten im dunklen keller geküsst. dann sagtest du, du willst keine beziehung. ich antwortete, ich will schon eine beziehung, aber nicht mit dir. mittlerweile weiss ich, dass ich mich selbst belogen habe, wie siehts mit dir aus? warst du ehrlich zu dir selbst? ich glaube, ich nutze deine verliebtheit ein bisschen aus, deine worte. ich bezweifle das, dein verhalten sprach eine andere sprache. es hat sich wieder etwas geändert, gespürt hab ich das schon länger. du bist anders. das, was wir miteinander reden, können wir auch lassen. jetzt, wo ich weiss, dass es vorbei ist, gestehe ich mir endlich ein, dass ich dich liebe. es nützt mir nicht viel, oder doch, ich weiss endlich, wie ich damit umgehen kann. nun sitz ich hier und bin traurig. am anfang hast du mich gebraucht, jetzt bist du weit von mir entfernt. ich trauere um diese freundschaft am anfang, obwohl ich wusste, dass sie vorbei gehen würde, so wie alles, nichts bleibt ewig. diese " beziehung", die danach war, war teilweise sehr schön, aber auch quälend. es tut weh, an dich zu denken, es tut weh, dich zu sehen. der schmerz wird schwächer werden, ich weiss das, das tröstet mich. |
| Lesther | Wie seltsam... als ich das gelesen habe, war es mir so völlig klar... alles... endlich! Vor erst ca. 2 Monaten hat mir ein Freund das Herz gebrochen, nachdem wir miteinander eine wunderschöne zeit hatten und wirklich verliebt, er hat mich geküsst - als er mir sagte, er will keine Beziehung. Aber er will eine Freundschaft... die jetzt nicht mehr existiert. Er spricht kaum mehr mit mir. Er sieht mich flüchtig an, mit seinen traurigen Augen, und sieht wieder weg... wir haben nichts mehr. Mittlerweile ist er neu verliebt, habe ich gehört, und sehnt sich nach einer Beziehung. Ich frage mich, warum er mich belogen hat, vielleicht um mich zu schonen, vielleicht aus Feigheit... nicht einmal jetzt, wo ich alles weiß, spricht er mit mir darüber... und wir werden es auch nie wieder tun. Ich habe ihn als Freund verloren, und das tut mir sehr weh, da er mir viel bedeutet hat. Aber so vergehen die Dinge - erst meint man, man hat alles, und plötzlich hat man nichts. Ich wünschte, ich könnte die Zeit wieder zurückdrehen, als ich vor glück noch den ganzen tag grinsen konnte... jetzt gehe ich gleichgültig durchs Leben und habe angst, mich zu verlieben, weil das eine weitere enttäuschung sein könnte. Sehe Pärchen zu, sehe Freundschaften zu, und versuche, nichts zu fühlen, aber ich fühle alles zugleich.. ich danke dir für deine zeilen, sie haben mir gerade irgendwie kraft gegeben.. ich verstehe das alles. [QUOTE]das, was wir miteinander reden, können wir auch lassen.[/QUOTE] und das wird niemals mehr so werden wie zuvor. [QUOTE]ich trauere um diese freundschaft am anfang, obwohl ich wusste, dass sie vorbei gehen würde, so wie alles, nichts bleibt ewig.[/QUOTE] :( [QUOTE]es tut weh, an dich zu denken, es tut weh, dich zu sehen.[/QUOTE] Immerzu. Dass die Schmerzen irgendwann aufhören, ist der einzige Trost... Zeit heilt alle wunden... aber das warten ist so schrecklich. Danke! gruß L. |
| mircca | es wird nicht besser. es tut immer noch weh. es ist zum verrücktwerden. ich möchte weinen. ich möchte, dass es aufhört. heute abend, warum tu ich mir das an? es ist wie ein grausames spiel. ich fahre in den dunklen keller, rede mir ein, dass ich rausmöchte, unter menschen gehen, musik hören. der wahre grund ist, ich möchte ihn sehen. (bin ich völlig bescheuert?) er kommt spät, ich denke schon, er kommt nicht mehr. er schaut öfter her. (bilde ich mir das ein? ich glaube nicht) ich seh nur ihn, alles andere ist unwirklich. ich bin verkrampft, zapplig, rauche zuviel, beschliesse irgendwann zu gehen. er dreht sich um, schaut mich an, bewegt sich in meine richtung. ich stehe auf, möchte zu ihm, wende mich ab, gehe, flüchte. vor ihm? vor mir? vor meinen gefühlen? mit wackligen beinen geh ich zum auto, setz mich erst mal hin. mein kopf sagt mir lauter vernünftige dinge. hör auf, dich selbst zu quälen, er will nichts von dir. vergiss das alles. daraus wird nichts. warum tust du dir das an? krieg dich wieder ein. grab ein loch, werf deine liebe hinein und buddel es wieder zu. (dummerweise finde ich keine schaufel.) mein bauch sagt etwas ganz anderes. vielleicht, vielleicht, vielleicht... zur zeit hab ich das gefühl, einen aussichtslosen kampf gegen mich selbst zu kämpfen. |
| mircca | heute abend war ich mal wieder im dunken keller. irgendwann kommt er, schaut, wo ich bin. guckt öfter her, so wie jedesmal. ich setz mich woanders hin, er sucht. meine beiden anwesenden bekannten haben den eindruck, von ihm böse angeschaut zu werden. so läuft das jedesmal. um halb drei hab ich endlich den mut, ihn anzusprechen, in diesem moment geht er natürlich. ich fasse den entschluss, bei ihm vorbeizufahren, meine beiden bekannten bestärken mich darin. schaff endlich klarheit, so geht das nicht weiter, du reibst dich auf mit diesem problem. ich wünsch dir glück, du kannst jederzeit anrufen, wenns dir nicht gut geht. darüber hab ich mich sehr gefreut. ich verlasse also den laden, fahre mit heftig klopfendem herzen zu ihm, läute. er macht auf, ich frage, stör ich dich? nicken. soll ich wieder gehen? nicken. prima. warum schaust du mich ständig an? ich hab nur hallo gesagt. aha. ich setze mich ins auto, rauche erst mal eine. ich möchte fünf minuten und ein paar antworten, mehr nicht. ich hab nicht vor, irgendwelche vorwürfe zu machen, wozu auch? zweiter anlauf, diesmal bekomm ich nicht mehr aufgemacht. mag sein, dass das nicht die richtigen worte waren, aber wer kriegt das schon geregelt, in so einer situation?? ich finde das feige, und zwar heftig. so etwas ist nicht in ordnung. vor was hat dieser mensch angst? sich dem ganzen zu stellen? vielleicht sind frauen mutiger als männer. das ist nicht das erste mal, dass ich keine antworten bekomme. es wäre hilfreich gewesen, zu hören, ich will nichts von dir, ich hab ne freundin, irgendwas. dass er verschlossen ist bis zum gehtnichtmehr weiss ich. vermutlich ist das der grund für diese verweigerung. vielleicht sollte ich dieses "gespräch" als antwort betrachten, unbefriedigend zwar, aber immerhin. ich wünschte, er würde aufhören mich anzuschauen, zu suchen, wo ich bin. vielleicht schmeichelt ihm einfach die aufmerksamkeit. irgendwie find ich das alles total idiotisch, ich komm mir vor wie im kindergarten. antworten wirds keine geben, damit muss ich wohl leben. ich bin weder sauer noch traurig, ich fühl mich innerlich erstarrt, kalt. |
| mircca | jetzt hab ich eineinhalb stunden im bett gelegen und an die decke gestarrt. schlafen ist nicht. in fünf stunden muss ich aufstehen. meine mitbewohner hab ich zur ruhe verdonnert, jetzt ist es mir zu still. meine gedanken drehen sich im kreis, schon seit wochen. denk an was anderes, sagt meine mitbewohnerin. tu was, lenk dich ab. gute idee. ich beschliesse zu nähen und ertappe mich irgendwann dabei, dass ich vor der nähmaschiene sitze und löcher in die luft starre. ich machs mir abends gemütlich mit einem buch und einem glas rotwein und stelle nach zwei seiten fest, dass ich keine ahnung habe, was ich gerade gelesen habe. ich will mich in meinem zimmer verkriechen, und laufe rastlos durch die wohnung. ich bemühe mich, meine beiden mitbewohner nicht ständig mit dem thema zu belästigen, glücklicherweise sind die zwei sehr geduldig. zu einem guten freund sage ich, es wird langsam besser, um am nächsten tag festzustellen, dass dem nicht so ist. ein bekannter meint, verlieb dich in einen anderen. aber klar doch, nichts einfacher als das. männer, kommt her, damit ich mich in euch verlieben kann. ich hab nur eine bedingung, ihr müsst aussehen wie er. ähm ja. hab ich mittlerweile eigentlich nicht genug abfuhren kassiert, um ihn aus dem kopf zu bekommen? am sonntag bin ich drei stunden im wald herumgelaufen. das wetter war angenehm, ein bisschen sonne, ein bisschen regen. ich hab mich über ein hübsches rotes eichhörnchen gefreut, bei regen und gewitter ziemlich lange auf einer bank gesessen und ein bisschen ist es mir gelungen, einfach nichts zu denken. kaum fahre ich nach hause, geht das ganze von vorne los. wo ist bloß der schalter, um die gedanken abzustellen? am sonntag werd ich wieder in den wald fahren. |
| mircca | hi damit haben wir uns immer begrüsst. für mich war es wie eine art zauberformel, ein geheimer code, irgend sowas. ist lange her. nach vielen langen, intensiven gesprächen mit einem freund hab ich begriffen, dass es an der zeit ist, meinen kopf einzuschalten. ich hänge an etwas, was es nicht gibt, warte auf etwas, das nicht eintreffen wird. das ist emotional, also werd ich die gefühle wegschieben, verdrängen. dich in meinem kopf in den hintersten winkel verbannen und die tür fest verschliessen. die gedanken an dich, an die vergangenheit, sofort beenden, sobald sie auftauchen. meiner tochter zuliebe werd ich mir noch zwei wochen die nächte in dunklen kellern um die ohren schlagen, danach werd ich mich in meinem zimmer verkriechen, mich in die welt von büchern flüchten, von romanen, weg aus der realität. bücher tun mir nicht weh, die liebe dagegen schmerzt mich zu sehr. ich hab mal daran geglaubt, an die liebe, jetzt nicht mehr. irgendwo wird sie schon noch sein, für mich zur zeit nicht. ich will sie auch nicht haben. ich möchte meine innere ruhe wieder haben, das ist jetzt das wichtigste. du hast mal gesagt, ich sei eine starke frau. das muss ich schon sehr lange sein, schwach sein kann ich mir nicht leisten. aber meine tränen, die weine ich alleine, meine traurigkeit verberge ich hinter einem lächeln, meine gefühle verstecke ich hinter einer mauer. ich denke, das kommt dir bekannt vor, nicht wahr? deine mauer ist so hoch, du lässt niemanden an dich heran. das macht ganz schön einsam. ja, mein süßer, dies ist mein abschied von dir. ich muss weiter- gehen, kann nicht hier verweilen, ohne hoffnung. adieu, mein liebster schatz. ich wünsch dir ein schönes leben. |
| mircca | eine zeitlang hab ich es tatsächlich geschafft, dieses gefühl zu verdrängen. gestern war ich im wald und plötzlich hat es mich überfallen, wie ein heftiger schlag in den magen. ich bin weinend durch den wald gelaufen, hab lange weinend auf "meiner" bank gesessen, glücklicherweise ist mir niemand begegnet. endlich konnte ich mir diesen schrecklichen kummer von der seele heulen. auf eine bestimmte weise geht es mir jetzt besser, ich hab akzeptiert, dass meine gefühle für ihn immer noch da sind. ich mag nicht mehr dagegen ankämpfen, ich werds lassen, wie es ist. ist wohl einfacher so, ich fühle mich ruhiger. |
| Weltenbummler | Liebe mircca, zu versuchen diese Gefühle und Gedanken zu verdrängen, macht sie auf dauer nur heftiger, stärker. man dichtet sich in seiner Emotionaltiät Dinge hinzu, denkt es sich mit der Zeit schöner als es vielleilcht war. Du tust gut daran die Gefühle einfach zuzulassen, es hinzunehmen... und irgendwann wird der richtige kommen, und du wirst deinen Frieden finden... Alles,alles Liebe, bummlerin |
| mircca | es gibt missverständnisse, die man klären könnte. es gibt dinge, die man aus der welt schaffen könnte. wenn man(n) reden wollte. zurück bleibt ein trauriger mensch, der nur die hälfte des ganzen versteht, weil die andere hälfte totgeschwiegen wird. |