| Xandrin | Also eigentlich lehne ich es ja ab, über gerade geschenede Dinge zu schreiben, aber in diesem Fall mach ich eine Ausnahme, denn die ganze Sache macht mich weder traurig, noch deprimiert sie mich sonderlich. Eigentlich macht sie mich nur wüttend und nachdenklich Also fange ich jetzt einfach mal an, hoffe es wird nicht zu verwirrend für euch. Ich habe vor ca. 6 Monaten eine Beziehung beendet. Was ich wahrscheinlich schon viel früher hätte tun sollen. Denn die Gründe dafür waren so ausschllaggebend, (wurde ständig mit seiner Ex-Freundin verglichen, únd mich versucht mich so zu "erziehen" wie er das gerne hätte. mir unangemessene Vorwürfe gemacht und mich mit denen aufs tiefste verletzt, und mich mit der oben genannten Person belogen und betrogen) Das hätte sich wahrscheinlich kein normaler Mensch gefallen lassen. Okay, Beziehung beendet...Ruhe!!!, dachte ich jedenfalls. Vonwegen: Jetzt ging der Stress erst richtig los: Der gute Mensch fing an, mir Per Telefon/SMS/Mail mizuteilen, das er sich umbringen wolle. Habe das ganze dann einfach versucht zu ignorieren, was aber nicht ganz so einfach war, denn ich hatte Angst, das er sich wirklich was antun könnte. Mit den Vorwürfen hätte ich nicht leben können, dachte ich jedenfalls... Irgendwann reagierte ich auf gar ncihts mehr was er schrieb, oder sagte. Aner die Angst war dennoch da. Irgendwann stand dann der gute Herr vor unser Tür (meiner, und der meines Mitbewohners) und hat rumgenervt. Auch das haben wir gekonnt einfach ignoriert. Das ganze ging so weit, das der Typ mir ein paar mal auflauerte. Er tat aber nichts. Er war einfach nur da. Wie immer: Ignoriert. Irgendwann irgendwann hat er mich dann festgehalten, und wollte reden. Aber ich nicht. Hab mich losgerissen, bin nach hause gelaufen, und habe meinen engsten Leuten davpn erzählt. Darauf sind wir dann gemeinsam zu Polize. Die meinten aber nur, so lange er nichts macht, könnten die auch nichts machen... Da aber keiner von uns den Typen noch einschätzen konnte, lief es bis vor kurzem eigentlich so ab, das ich nach Hause gebracht wurde/von der Bahn abgeholt wurde, jedenfalls dann wenn es dunkel war. (Ob ich wollte oder nicht) Gestern Abend klingelte dann das Telefon. Und die obengenannte Ex-Freundin/Freundin (Keine Ahnung) teielte mir mit, das dieser Mensch sich nun tatsächlich versucht hat, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Von der Angst, die ich hatte (von wegen Vorwürde) war nichts mehr da. Irgendwie ist es mir recht egal. Irgendwie ist es nicht mein Problem was er mit seinem Leben macht, ich meine, ich habe ihn nicht darum gebeten, an sich rumzuschnipseln. Und selbst wenn ich der Auslöser bin, bin ich ja wohl kaum die Ursache. Da muss vorher schon was nicht ganz richtig gewesen sein. Nun klingelt heute es Heute Morgen um 8 an der Tür. Wer steht da? Seine Mutter. Und fängt an mr zu erzählen, das mein Herr Ex-Freund glücklicher weise nichts ernsthaftes getan hat. Aber denn noch irgendwann im Laufe des heutigen Tages in eine Psychatrie käme. und ich doch jetzt mit ihr mitfahrfen sollte, weil das ja alles meine Schuld sei, und ich ja mit diesen Vorwürfen nicht leben könne. Ausserdem sollte ich bei ihm sein, und für ihn da sein. Nach dem ich ihr erklärte, das ich mir a) keine Vorwürfe machen würde umd b) nicht mit fahren würde, fing die Dame dann an laut zu werden und mich zu beschimpfen. Von dem Gekeife wachten dann mein Mitbewohner, und ein guter Bekannter (der bei uns geschlafen hat) auf. Beide konnten haben die Situation sofort begriffen. (Wir haben das Thema gestern Abend bis zum erbrechen durchgekaut) Nach dem die Frau dann immer noch wie wild auf mich einredete, das ihrem Sohn doch gefälligst helfen sollte. Irgendwann fing sie dann an mir zu sagen, das ich eh eine Versagerin sei, weil ich mein Leben kaputt gemacht hab, und nichts richtig auf die Reihe kriege. (Leider kenne ich beide schon sehr, sehr lange) Irgendwann nach dem die doofe Kuh mich dann fast so weit hatte, das ich weine, schmiss mein Mitbewohner sie einfach raus... Mich ärgert das ganze so was von maßlos. Sicher brauch ihr Sohn Hilfe. Aber doch nicht von mir. Und von ihr wohl auch kaum. Der arme Kerl kann sich nur selber helfen. Vorallem ärgert mich, das seine Mutter sich das Recht rausnimt sich ein Urteil über mein Leben bzw. meine Vergangenheit zu machen. Nur weil sie zeitweise mit meinen Eltern befreundet war, und einiges hat mitbekommen. Dazu sei gesagt, das ich 6 Jahre lang magersüchtig war, und sich mein Lebensinhalt in der Zeit nur darin bestand abzunehmen. Darunter litt alles. Freunde hatte ich keine mehr, mit 15 waren meine schulischen Leistungen so schlecht, das ich vom Gymnasium auf die Hauptschule gewechselt bin. etc...Richtig auseinander gesetzt mit mir habe ich mich erst vor knapp 2 1/2 Jahren solche gesundheitliche Schäden hatte, und mein Gewicht so weit unten war (27Kg) das mein Herz aufhörte zu schlagen, und ich darauf hin 5 Wochen auf der Intensiv-Station eines Krankenhaus lag. Ab dem Zeitpunkt hab ich dann auch angefangen an mir zu arbeiten. Und habe es mit viel Schweiß und Tränen dann auch geschafft das war oft wirklich nicht leicht, aber es hat ja auch keiner gesagt, das es leicht wird. Heute habe ich wieder ein recht normales Verhältnis zum Essen, und auch zu mir. Und auch wenn es doof klingt, ich bin stolz auf mich, das ich mein kaputtes Leben wieder repariert habe. Da lasse ich mir doch nicht von einer Mutter eines Ex-Freundes, die nun auch mit meiner Mutter befreundet war, sagen ich sei eine Versagerin... Hoffe ihr seit beim Lesen nicht eingeschlafen.... Gruß@all |
| Ãðàô Ëÿãóø | Erstens hat mein ehemaliger Nachbar, bei dem ich noch Mietschulden hab, ein ähnliches Problem gehabt, seine Freundin wurde von ihrem Ex suizidandrohend gestresst, sie wirkte dadurch damals sehr verstört, wie es ausging weiß ich nicht, sie ist jedenfalls wieder ok. Und zweitens schlagen die Leute immer mit solchen primitiven Vorwürfen auf den Kopf, die argumentativ nicht ernstzunehmen sind, die Tante macht einfach Stress, haben wir schon hundert mal gehabt, in solchen Fällen haut man immer mit der selben Waffe zurück - wenn sie meint, dass du, obwohl du ne ganze Menge geleistet hast, eine "Versagerin" bist, was wohl ersichtlich nicht stimmt, dann sag doch einfach, sie wäre selber eine, da sie so einen bekloppten Sohn hat. Und dass du dich überwunden hast, als Mädchen, und er eine Tunte ist, die sich nicht zusammenreißen kann. Sowas ist peinlich, auch wenn man zwischen den Geschlechtern nicht unterscheiden sollte. Aber die Tante würde ein bißchen heulen, jedoch ziemlich bald nach hause gehen, weil sie will ja stressen und nicht gestresst werden. Respekt für den gesundheitlichen Sieg. Ich hoffe, dir kommt dieser Post zu Gute. |
| Aza | starkes Stück mit der Mutter... Und -Hut ab, dass du so standhaft geblieben bist.. Ich finds unverantwortlich von ihr, dass sie dir solche Vorwürfe gemacht hat.. "kranke Leute gibts..." Viel Erfolg weiterhin... aber vielleicht lässt du dich ja erweichen und besuchst den Kerl einmal ?... |
| LadyKe | Hallo zusammen, ich denke, Du solltest ein wenig Nachsehen mit der Mutter haben. Natürlich ist das, was sie von sich gegeben hat völlig unhaltbar und falsch - allerdings hat ihr Sohn sich versucht das Leben zu nehmen und damit kommt sie eben nicht zurecht. Vermutlich stand sie auch noch unter einem schockähnlichen Zustand und musste ihre ganzen negativen Gefühle - vor allem auch ihre Hilflosigkeit - loswerden... leider eben an Dir. Ich denke, sie wusste im ersten Moment nicht, wohin mit diesen schlechten Gefühlen, und sie war in diesem Moment auch noch nicht bereit, über das was geschehen ist nachzudenken. Es macht das Leben für uns erträglicher, wenn wir die Schuld bei anderen suchen. Allerdings ist die Schuld für einen Suizidversuch nie bei anderen zu suchen. Niemand kann alles richtig machen, weder Eltern noch Freunde noch Partner. Aber man selbst hat immer die Wahl, wie man mit den Problemen umgehen möchte, ob man sie lösen möchte, ob man sie überhaupt zur Kenntnis nehmen möchte und ob man daran arbeiten möchte. Wer versucht hat sich umzubringen hat einfach ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst - meistens ist es doch die Ohnmacht, die man verspürt, die einen zu sowas anspornen mag, die Ausweglosigkeit und die Leere. Es gibt aber Wege, die da rausführen, man muss sie "nur" gehen - wenn man aber nicht möchte, dann ist da weder eine falsche Erziehung schuld, noch eine falsche Beziehung noch sonstwer. Ich bin ich, und mein Leben wird, was ich daraus mache. Die Mutter ist hilflos. Sie konnte den Schmerz in dem Moment wohl nur ertragen, indem sie ihren eigenen Schmerz gegen jemand anderen richten konnte. Das war falsch. Warte ab, ich denke, sie wird sich entschuldigen. Wenn nicht, dann ist sie eher zu bemitleiden als zu verurteilen, denn dann hat sie einiges im Leben noch nicht verstanden. Was ist Dein Ex-Freund überhaupt für ein Mensch, Dich mit Suizidgedanken zu "erpressen". Da stimmt wohl einiges nicht und ich denke, das gilt es für ihn jetzt aufzuarbeiten - denn der Suizid war bestimmt nur eine Folge einer bereits bestehenden psychischen Störung. In diesem Sinne, LadyKe. |
| Xandrin | Danke ihr beiden, für eure Antworten. @Aza: Ich werde ihn ganz bestimmt nicht besuchen. Ich meine warum auch? Damit er sein Ziel, das ich mich wieder mit ihm beschäftige erreicht? Nee. Vielleicht sehe das anders aus, wenn er sich nicht in der Beziehung/Nach der Beziehung so viel geleistet hätte... Mir ist es einfach zu blöd, meine Energie an jemanden zu verschwänden, der es in meinen Augen einfach nicht wehrt ist. Auch wenn es jetzt ganz furchtbar gemein klingt, aber momentan bin ich einfach nur froh, das er mir momentan nicht terrorisieren kann, und ich wieder meine Ruhe habe. Also von der Mutter mal ganz abgesehen. Aber was ihn betrifft: Er ist mir einfach nur gleichgültig. Alles was ihn betrifft interessiert mich einfach nicht mehr. Mag sein das das egoistisch von mir ist, aber ich WILL damit einfach nichts zu tun haben. Es würde mich dann whrscheinlich dann doch belasten. So kann ich damit recht gut umgehen...Was ich eigentlich gar nicht für möglich gehalten habe. ICh dachte, das mich das richtig fertig machen würde, und man mich auch gleich einweisen könnte...Aber so ist es schon ok! |
| Herr Spiegelman | Hallo, das klingt alles nicht gerade erfreulich. Aber ich denke, da solltest Du Dich nicht fertigmachen mit. Wie schon vorher geschrieben wurde, sucht die Mutter auch "nur" ein Ventil, wo sie Ihre Verzweiflung auslassen kann. Das mag für die ich in dem Moment zwar megascheiße sein, aber das solltest Du versuchen, abzuhaken, auch wenn es schwer ist, solche Vorwürfe sind ja nicht ohne. Du hast es ja offensichtlich geschafft, Dich aus anderen Problemsituationen herauszubefreien, was für einen starken Willen spricht, und genau sowas würde ich nicht als "Versagerei" bezeichnen, sondern als Sieg. Und was Deinen Ex betrifft: Die meisten Suizidgefährdeten wollen eigentlich Leben (laut Statsitik liegt diese Quote bei 95%), solche Aktionen sind meistens ein Schrei nach Aufmerksamkeit. Die hat er jetzt und wenn er zu der oben genannten Gruppe gehört, denke ich, werden die Fachleute ihm die entsprechende Aufmerksamkeit geben und ihn hoffentlich heilen. Sie hierzu auch meine Signatur.... Auch hier bist Du "nur" ein Mittel für ihn gewesen. Er hat nach einem Grund gesucht, diesen Hilfeschrei senden zu können, wahrscheinlich ist er mit der Ex (also der anderen) ähnlich umgegangen. Das klingt jetzt alles so, als wäre das alles ganz einfach, nein, das ist es nicht, aber ich hoffe, Du verstehst, wie das gemeint ist. Also lass Dich nicht fertigmachen, sondern sei stark ! Ich glaube fest an Deine kraft ! |
| Xandrin | So, nun konnte ich noch mal eine Nacht über das ganze schlafen. Und bin zu dem Entschluss gekommen, das die Mutter wirklich nur ihrer Hilfslosigket und ihrer Trauer Luft machen wollte. Ich weiß das gerade Familienangehörige sich immer die Frage stellen: "Was hab ich falsch gemacht?" Da sie bei sich keine Antwort finden konnte (Verständlich, wahrscheinlich hat sie ja auch nichts falsch gemacht) sucht sie bei anderen. Die Antwort auf ihre Frage war dann wohl ich. Das ist ja auch irgendwo nachvollziehbar. Was meinen Ex-Freund betrifft, so hat sich an meiner Einstellung nichts geändert. Alles was ich empfinde ist Mitleid. Und aus Mitleid sich um jemanden kümmern? In einer Art und Weise, wo die Gefahr gegeben ist selber daran kaütt zu gehen. Nein! Ich werde mich jetzt in erster Linie um mich kümmern, und um die Dinge die mir wichtig sind: 1. Weiter lernen für meine zwischen Prüfungen im März (Bin ne furchtbar schlechte Schülerin, um so früher ich was tu, um so besser) 2. Aus dieser Chaos-WG ausziehen (wich hocken alle zu dicht aufeinander, und streiten uns nur) 3. Sport 4. (Für mich mit das Wichtigste) Schauspielerrei und Theater. (Hat in der Beziehung und auch danach sehr gelitten, da ich vor die Wahl gestellt wurde, entweder Beziehung oder Theater. Ich frage mich immer noch wieso ich mich da hab so einschränken lassen???) @HerrSpiegelman Danke, das du an meine Kraft glaubst :) Aber ich glaube, da brauch man nicht viel hoffen und glauben, die ist einfach so da die Kraft. Frage mich nur woher die wohl kommt??? Denn wie gesagt, ich habe damit gerechnet, das man mich nach Erhalt dieser Nachricht auch gleich einweisen könnte. |
| Herr Spiegelman | Das klingt ja schon wesentlich besser. Also erhole Dich gut und viel Glück bei der Wohnungssuche !!! |