| Sanna I.S.P. | "heute mache ich alles falsch, ich mache alles falsch!" ... mit diesen worten umarmt sie mich, fällt mir um den hals; tränen quellen aus ihren augen, rinnen über ihr gesicht, und tropfen schließlich gleich perlen auf meine schulter. sie schluchzt und flüstert nur leise "danke" - zwei, drei mal. jede(n) andere(n) würde ich von mir weisen, sacht, aber bestimmt - überhaupt würde niemand, der einen gewissen umgang mit mir hegt, auch nur auf den gedanken kommen, mich zu umarmen. seltsam genug, doch ich kann sie sehr gut leiden, also erwidere ich die geste. ihre anfängliche unruhe und aufregung legt sich rasch, trotzdem verbleiben wir so, wie wir da stehen. in kurzem erklärt sie mir den grund für ihr verhalten, ihre probleme. ich sage nichts - manchmal ist es besser, stumm zu bleiben. schließlich lösen wir uns, ich sehe in ihr hübsches gesicht, wische ihr die tränen weg, und lächle sie an, auch in mich, doch aus anderer ursache. und da war es wieder ... später grinse ich in mich hinein. ich kann es nicht freude nennen, aber es ist doch eine gewisse genugtuung. es häuft sich wieder einmal, menschen kommen mit ihren problemen und gefühlen, erzählen und wollen angehört werden, wollen verstanden werden. und ich begrüße es, die gleichgültigkeit, mich einfach umzudrehen, und all das abzuschütteln, und ob meiner unantastbarkeit in den himmel zu lachen; auf all die schwäche rund um mich hinabzusehen, wie sie sich durch labyrinthe schlagen, und probleme vor sich sehen, die keine sein müssten. ja, ich freue mich! ich freue mich, ob meines wesens, vielleicht auch ob meiner arroganz ... wie lange habe ich das schon vermisst. |
| LaChatte | [COLOR=skyblue]ja, ich freue mich! ich freue mich, ob meines wesens, vielleicht auch ob meiner arroganz ... wie lange habe ich das schon vermisst.[/COLOR] So etwas habe ich mir immer wieder gewünscht, aber nie bekommen. Du kannst dir mental lange sagen "das ist eigentlich gar kein Problem", wenn du das Gefühl hast, ein Messer drehe sich im Herzen herum. Andererseits bin ich in der Lage, manchmal zu strahlen, das ist auch schön... |
| neptunia | sanna, arroganz ist keine kardinalstugend ... [SIZE=1]*smile*[/SIZE] ... warum nehme ich dir deine unantastbarkeit nicht ab? in einem augenblick scheinst du dich deiner gleichgültigkeit zu erfreuen, aber was ist im nächsten augenblick? |
| herbstliebe | neptunia, dann vermisst Sanna sie. [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]ja, ich freue mich! ich freue mich, ob meines wesens, vielleicht auch ob meiner arroganz ... wie lange habe ich das schon vermisst. [/B][/QUOTE] liegt es daran, dass dein wesen doch nicht so ist, wie du es darstellst oder kommen die leute nicht oft genug zu dir? lieben gruss herbstliebe |
| Sanna I.S.P. | neptunia, im nächsten, und dem darauffolgenden augenblick habe ich genug damit zu tun, überheblich, arrogant und selbstherrlich zu sein. ;) aber nun einmal ernst - nichts ändert sich dahingehend in augenblicken, und ich hoffe, dass es auch so bleibt. soll mir doch auch einmal zum vorteil gereichen. [QUOTE]sanna, arroganz ist keine kardinalstugend [/QUOTE] weiß ich selbst, aber ich sehe einige dinge ein klein bisschen anders, und kann vielem, was andere recht einfach mit einem handstreich als falsch und schlecht abtun, gutes abgewinnen. in vielem mache ich nicht diesen einschneidenden unterschied zwischen gut und böse - er ist oft nicht nötig, und zumeist behindert er nur (obwohl diese schwarz-weiß malerei schon recht verführerisch ist ;)). und es ist gar nicht nötig, dass du mir diese "unantastbarkeit" abnimmst. ich bin nicht unantastbar, weder physisch, noch psychisch. allerdings wüsste ich nichts und niemanden, das/der mir wirklich nahegehen würde. das heißt nicht, dass ich völlig anteilnahmslos wäre, aber ich wüsste um nichts, das mich tiefer berühren könnte, als das es flüchtigen ärger oder spass auslösen könnte. herbstliebe, das ... [QUOTE]liegt es daran, dass dein wesen doch nicht so ist, wie du es darstellst oder kommen die leute nicht oft genug zu dir?[/QUOTE] ... bedarf einer kleinen erläuterung. ich kann diesen satz nur mehrdeutig auffassen, und darauf werde ich nicht eingehen, also bitte ich um eine kurze erklärung, was du damit meinst. |
| herbstliebe | Sanna, die formilierung - [QUOTE]wie lange habe ich das schon vermisst. [/QUOTE] - lässt vermuten, du hättest einen solchen augenblick der genugtuung schon lang nicht mehr erlebt und deswegen vermisst. mir stellt sich die frage, ob dein wesen nicht immer so kühl ist oder ob einfach niemand da war, der dir solch einen augenblick schenken konnte. lieben gruss herbstliebe |
| neptunia | sanna, wir teilen die ansicht, daß es "schwarz und weiß" und "gut und böse" nicht gibt. drum sei dir die fehlende kardinalstugend geschenkt ... ;) aber ich habe die erfahrung gemacht, daß sich hinter arroganz ganz anderes verbirgt. und ich kenne leute, die sich so damit beschäftigen, "überheblich, arrogant und selbstherrlich zu sein", um ja nicht daran erinnert zu werden, daß es noch etwas anderes in ihnen gibt ... aber herbstliebe, vielleicht war es auch nur einfach einer zuviel, der da war. |
| Sanna I.S.P. | herbstliebe - ach so, darum ging es! es ist nicht der augenblick, der mir genugtuung verschafft, sondern diese sichtweise auf mich selbst, und dinge die mir abgehen. personen spielen da eine sehr untergeordnete rolle. und ja, heute ist mein wesen stets so "kühl". neptunia, jep, hinter der arroganz steckt sehr oft etwas anderes, aber was es ist, unterscheidet sich mitunter recht stark; das muss aber natürlich auch nicht zwingend der fall sein. |
| Sanna I.S.P. | lichtblicke sind trügerisch, denn es sind nichts als momentaufnahmen einer nach licht gierenden seele. das leben aber ist keine anhäufung von momenten, vielmehr eine aneinanderreihung von dingen, die uns für den moment verborgen bleiben, und erst nachträglich bewusst werden. „ironie des widerspruchs“ … wie viel taugt ein leben? eines ohne anstrich, ohne farbe – mit reklame, aber für die falsche zielgruppe? wie lebt sich ein leben, aus dem die lust verschwunden ist – und selbst die schmerzen zur bedeutungslosigkeit verkommen? wenn nur mehr eine stimme spricht – eine, die man nicht hören möchte. ein leben, dessen scheitelpunkte niemals nach oben ausschlagen, dennoch aber nach unten, tief nach unten – und was, wenn selbst diese keinen wert haben, ebenso nichtig sind, wie vergangen. die erfolge im konventionellem – nichts als schall und rauch, wenn der maßstab nicht nach anderen, sondern nach sich selbst gerichtet ist. der neid und der stolz anderer – es ist mir gleich; wenig sehen sie von mir, und wenig will ich davon wissen. ich lebe für mich, aber was ist ein leben, das nicht für jemand anders gelebt wird – es ist ebenso wert- und sinnlos wie man selbst. aber da ist auch kein platz, ich nehme den gesamten raum ein, fülle ihn mit leere, mit nichtigkeit, mit gedanken, mit schall und mit schatten; schatten der vergangenheit, der genauso kraftlos ist, wie ich selbst, den ich nicht überspringen kann. und wer hätte es je ertragen, meine jahre zu teilen, mich zu kennen, und mich mit der gleichen verabscheuung und anziehung zu sehen, ausser mir. der wert der gesellschaft – ablenkung. arroganz und überheblichkeit verleihen dem geist sprichwörtlich flügel; doch die einsamkeit, die stunden, tage, wochen die monate und die jahre allein werden nicht erträglicher. wenn niemand da ist, auf den man herablassend hinunterblicken könnte, ausser dem selbst, dass sich durch die eigenen attacken als trügerischer und gefährlicher erweist, als je angenommen. ich bin weit entfernt, zu wünschen, zu hoffen. es ist mir gleichgültig geworden – allein hierin liegt mein erfolg; weder verfluche ich mein leben, noch liebe ich es – es ist mir weder qual noch segen. stillstand und veränderung – ich mag keines der beiden leiden; die wechsel stören meine ruhe, während die stagnation meine gedanken in einen sich unaufhörlich schneller wirbelnden strudel reißt. ich bin frei, frei von so vielen zwängen; aber die freiheit ist erdrückend und belastend ohne sinn und ohne zweck. eine unfähigkeit, den eigenen zwängen nachzugehen. das spiel wird weitergehen; los! auf zum maskenball … |
| Sanna I.S.P. | Sister, schön, wenn du etwas darin findest. und danke für die wünsche :). |
| Sanna I.S.P. | wenn unrecht recht wird, und gutes sich zum schlechten wandelt ... tja wo kommt man dann hin? in meine kleine welt - willkommen ... aus gegebenen anlaß zitiere ich mich mal wieder selbst ... [QUOTE]und ich begrüße es, die gleichgültigkeit, mich einfach umzudrehen, und all das abzuschütteln, und ob meiner unantastbarkeit in den himmel zu lachen; auf all die schwäche rund um mich hinabzusehen, wie sie sich durch labyrinthe schlagen, und probleme vor sich sehen, die keine sein müssten.[/QUOTE] jep ... alles läuft falsch, die menschen, die scheinbar "so gut" sind, können nun einmal nicht echt sein ... texte die nur so von güte und weisheit triefen - mir kommt bei sowas die galle hoch - und dann verwunderung, trauer, leid ... ich versteh' euch echt nicht (wie sonst eben auch). was ist echt, wer ist falsch? ich sags euch ... echt ist nur der, der an dem arm hängt, der das messer gerade wieder aus deiner brust zieht ... |
| neptunia | sanna, was aber, wenn das messer, das gerade aus deiner brust heraus gezogen wird, sich als schlichte salatgurke herausstellt? |
| Sanna I.S.P. | dann würd ich mich entweder beschweren, oder meinerseits böse werden ;) ... ach keine ahnung - aber reklamation wär ein anfang. |
| Sanna I.S.P. | lange ... es ist lange her, seitdem ich das letzte mal "wirklich" auf den nachtwelten war. aber es lockt wieder... mein letzter beitrag hier ist schon ein jahr her. es scheint mir, ich hatte zu viel zu tun, um da zu sein - habe mich zu viel bewegt, um hier zu sein und habe zu sehr gelebt, als den menschen hier so entgegentreten zu können, wie man es tun sollte und sie es vielleicht verdienen. und es war eigentlich das erste mal. ich bin heute anders. ich sage das nicht mit der scheinbaren weisheit unausgegorener sätze, die von anderen gedacht und von einem selbst gesagt werden, sondern mit dem gefühl von wahrheit im herzen. jetzt sitze ich hier - in ruhe. hinter mir liegt eine zeit, in der ich zu viel getrunken, gelacht, gelebt und verletzt habe. es war eine schöne zeit. dahinter lag eine zeit, in der ich viel geschwiegen, wenig geschlafen und hoffnung gegeben habe, während ich mir alle hoffnung raubte. ich kenne es wieder, das feuer. und ich kenne wieder das gefühl, wenn es mich verbrennt. aber es tut nicht mehr so weh, und heute ist mehr da, das brennen kann. leben ist nahrung für die flammen, und ich will sie nicht mehr ersticken - auf irgendeine weise muss man sich selbst verzehren, sonst hätte alles doch gar keinen sinn... wenn ich das jetzt lese klingt es sehr konfus, unpassend und sperrig. aber egal, neuanfänge sind so, denke ich. |
| herbstliebe | ist es wirklich schon so lang her? mir hat "der alte" sehr gelegen. mal sehen, was "der neue" mit sich bringt. willkommen zurück! |
| Sanna I.S.P. | danke herbstliebe, ist lieb von dir! es ist jetzt schon ein jahr her, dass ich jemanden kennengelernt habe, den ich auf keinen fall verlieren wollte. die gedanken, die ich nur zu gut kenne - von verlust und tod - drängten sich mir auf, mehr und mehr. anders war damals, dass es mir wirklich etwas bedeutete, dass es mir nahe ging. und gerade diese person war drauf und dran, aus meinem leben zu verschwinden, wo ich sie doch gerade erst gesehen hatte. noch ein unterschied war, dass es real war - ich malte mir den schrecken nicht nur aus; es war wirklichkeit - wie einige andere wußte auch ich das nur zu gut. wie wenige andere in meinem alter habe ich den ernstfall schon so oft erlebt; der tod war in meinen augen kein blasses trugbild, das angst einjagt, so sehen das nur menschen, die das sterben nicht kennen, oder die sich nie daran gewöhnen. der tod war greifbar, und er war nicht nur real, sondern auch gewiss und viel zu nahe. es gefiel mir nicht - nein, ich hasste es! die aussicht auf etwas, dass ich wollte und nach dem ich mich so sehnte. und gleichzeitig die sich hervordrängelnde gewißheit, dass stahl doch zu oft stärker war als leben ... |
| anaara | lichtblicke.... ein persönlicher lichtblick in diesen wochen ist, dass sich meine gesundheit wieder stabilisiert hat, so dass ich den status relativ gesund wieder"erworben" habe ;) *yeah* das freut mich deshalb, weil ich mich wieder freier bewegen kann :). °anaara° |