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  Forum: Nebelpfade
    Thema: Ein Studium, das es in sich hat
VardaNachdem das erste Semester nun vorbei ist und das zweite schon unmittelbar vor der Tür steht, ist es Zeit für einen kleinen Rückblick - auf schwere Entscheidungen und Hürden, die einem im Weg stehen und auch auf solche Ereignisse, die einen wieder daran erinnern, warum man ganz bedingungslos genau das studieren will.

Die erste schwierige Entscheidung kam bereits nach den ersten vier Wochen im Semester. Eigentlich hatte es sich schon bei der Wahl der Stadt abgezeichnet, nun hatte ich es durchgezogen. Ich wechselte meinen Studiengang. Vom Lehramt zur evangelischen Volltheologie. Vom sicheren Beamtenjob und dem absehbaren Beruf in ein ungewisses Abenteuer. Als Pfarrer in einer kleinen Dorfgemeinde zu versauern wollte ich noch nie. Nichts gegen kleine Dorfgemeinden, die können manchmal richtig toll sein. Aber Pfarrer konnte ich mir noch nie so recht vorstellen: Bei Beerdigungen würde ich vermutlich selbst in Tränen ausbrechen, mein Privatleben möchte ich nicht in der ganzen Gemeinde ausgrebreitet wissen und ob ich meine Kinder taufe oder kirchlich heirate geht nur mich und meinen Mann etwas an. Zudem hatte mich meine ultrakonservative Mainzer Gemeinde dermaßen abgeschreckt, dass ich mit Kirche eine ganze Zeit lang gar nichts mehr am Hut haben wollte (ich habe mir an meinem neuen Wohnort bis zum heutigen Tag noch keine Gemeinde gesucht).
Also was um alles in der Welt macht man als Theologe, wenn man nicht Pfarrer wird? Zum Glück gibt es da Auswege: Christliche Publizistik zum Beispiel, hochbezahlte Positionen im Management und natürlich könnte ich ja auch ganz einfach Professor werden und an der Uni meine Studenten mit der Frage langweilen, ob Jesus nun seine special Fähigkeiten nach seiner Geburt erhalten hat oder ob er bereits so special gezeugt worden war.
Es ist also alles nicht so einfach, aber Arbeitslos werde ich schon nicht und ich bin wild entschlossen zu studieren was ich studiere.

Neben der Berufsfrage gibt es für die seltene Spezies der Theologiestudierenden noch einige andere seltsame Begebenheiten des Alltags. Zum Beispiel muss man sich immer erklären und rechtfertigen. Die meisten haben bei Theologiestudenten sofort das Bild eines frommen Kirchengängers im Sinn, der seine religiösen Gefühle verletzt sieht, wenn man Kritik am Christentum ergreift. Es ist geradezu fürchterlich. Am schlimmsten sind die fragenden Blicke auf 'schwarzen' Feiern, wenn man mit seiner Corsage und dem Stufenrock so gar nicht fromm und heilig wirkt. Schwierig sind auch die ständigen Vorurteile: von 'dann darfst du doch nicht heiraten' über 'Und du glaubst echt an die Jungfrauengeburt' bis hin zu 'der Papst ist doch für beide Kirchen zuständig' wird einem dann mal eben alles an den Kopf geworfen, was das Gegenüber sich über die Jahre so alles über diese Religion zusammengereimt hat.
Und man muss auf alles Antworten haben: Wieso gibt es denn jetzt das böse wenn Gott so toll ist und wie erkläre ich mir denn jetzt die ganzen Ungereimteheiten die es um Jesus gibt.
Nachdem ich mich dann über all diese kleinen Begebenheiten gewundert und aufgeregt habe, weiß ich allerdings jedesmal wieder genau, warum ich studiere, was ich studiere....

Alles Schwierige hatte bisher zum Glück immer sein Schönes. Am besten kann man das an Altgriechisch erkennen - es ist eigentlich eine ganz ätzende Sprache die unheimlich schwer zum Übersetzen ist und mich auch nicht gerade fröhlich stimmt. Allerdings ist es auch immer wieder schön zu sehen, wie sich all unsere Wörter aus ihr zusammensetzen: Melas heißt schwarz und daher kommt unsere Melancholie genauso wie das simple Wort Ball vom Griechischen 'ballo' abstammt - Der Diabolo ist einer, der alles durcheinanderwirft...

Ich freue mich auf ein zweites Semester. Ich freue mich auf alle Fragen und auf alle Ungereimtheiten, freue mich auf Griechisch und Hebräisch und Latein und freue mich, mehr und mehr Inhalte zu verstehen um danach immer noch nicht auf alle Fragen Antwort zu haben.
Tapio BearkingHut ab,

Theologie ist sicherlich ein interessantes Thema (wenn auch sicher nicht das richtige für mich). Wenn es dich interessiert und es dir gefällt, pfeif drauf was andere sagen oder dir an den Kopf werfen und zieh dein Ding durch.
Ein Freund (okay, ist vllt eher hoch gegriffen, aber egal) studiert ebenfalls Theologie und er ist, besonders auf diesem Gebiet, ein erstklassiger Diskussionspartner, im Gegensatz zu den meisten Möchtegern-Christen und Möchtegern Atheisten.
Und Blöd angeschaut wirst du schätz ich mal nur von den Teeniegrufties (oder VIVA Satanisten, wie mein guter Freund irishangel mal sagte).

Lass dich nicht unterkriegen, sind nur noch sieben (oder neun?!) Semester ;)

LG

Tapio B.
VardaAch ja, diese schöne Feier mit dieser netten 'Diskussion'. Danke nochmal für den Beistand, denn das war wirklich nicht mehr schön.
Für die, die nicht dabei waren: ich mag nicht mehr viel dazu sagen, aber was mir am meisten reingehauen hat war der abschließende Satz meines Gegenübers: 'Ok, wenn du das so siehst, dann kann ich deinen Glauebn akzeptieren'. Zufrieden hatte sie sich zurückgelehnt und ich war eigentlich nur noch froh, dass sie ihre total hohlen Ansichten über Paulus endlich ad Akta gelegt hatte. Aber im Nachhinein fand ich es ganz schön dreist. Wow, Madame kann meine Religion akzeptieren. Na da bin ich aber froh und kann nun weiter Christ sein, gerade nochmal gut gegangen. *grummel* Aber es ist immer so: Jemand, der sagt, er ist Atheist - der kann das sagen ohne angegriffen zu werden. Denn wenn ich ihn angreife, denken gleich alle ich will ihn missionieren. ;)

Wie viele Semester es noch sind weiß ich gar nicht genau (vielleicht will ich es nicht wissen ;) ). Interessant ist es aber auf jeden Fall.

Vielen Dank für den Zuspruch, das tut richtig gut.
instantonhallo varda,

ich bin auch theologiestudentin. aber der katholischen theologie, in österreich... ich muss sagen, ich kenne diese gescihten nur allzu genau. aber man lernt gefestigt an die kritik ranzugehen, auch wenn man oft bei O anfangen muss. nunja, lass dich keineswegs entmutigen. ich musste das auch über mich ergehen lassen und habe mihc oft gefraft, ob ich da auf dem richtigen weg bin und bin immer wieder aufs neue davon überzeugt. ich hab jetz 2 semester hinter mir:-)... jaja, hinterfragen ist eins der wichtigsten dinge, und unsere professoren sind ziemlich gut-fordern viel aber haben ein wirklich hohes niveau,... die innsbrucker theologie dürfte dir vielleicht sogar was sagen.


jaja, was machst du egtl grad für fächer?

liebe grüße instantonia (ich sollte mich wohl eher so nennen:-)
VardaHeute war kein guter Tag. Wirklich überhaupt kein guter Tag. Zum einen werde ich gerade krank, zum anderen war das Proseminar in systematischer Theologie heute sowas von zum Kotzen, dass ich ziemlich entschlossen bin, es zu kicken. Eigentlich war es mir eh zu viel, mein sonstiger Stundenplan reicht bis Oberkante (immerhin muss ich bis zum Ende des Semesters das gesamte Alte Testament für Bibelkunde zusammenfassen, meine Griechisch-Prüfung ablegen und und und...).
Was mich aber am meisten aufregt, war, wie unfair es heute zuging. Wir hatten eine Hausaufgabe auf, in der ziemlich viele Passagen auf Latein waren. latein ist für mich Chinesisch, weil ich es eben noch nicht hatte - kommt erst in den nächsten zwei Semestern. In der neuen Hausaufgabe war es nicht viel besser: Lateinische Texte sollten übersetzt werden. Wie man das nun machen solle, wenn man keine Lateinkenntnisse hat, frage ich Herrn B. - zumal im Vorlesungsverzeichnis nichts von vorausgesetzten Kenntnissen stand. Das sei doch nicht möglich, dass man als Theologe noch kein Latein könne. Ich sei aber erst im zweiten Semester, sage ich, und als ich mich damals in der 7. Klasse zwischen Latein und Französisch entscheiden musste, wusste ich nun wirklich noch nichts von meinem späteren Theologiestudium. Nun, entgegnet er, es wäre nun kein wirklich er Beinbruch, aber vollkommen unvermeidlich, dass man in der systematischen Theologie auch etwas auf Latein lesen und übersetzen kann.
Arschloch, habe ich mir nur gedacht und war für den rest der Stunde erstmal ruhig, denn mit so einem Oberlehrer will ich gar nicht reden. Die anderen fanden das ganze genauso seltsam und Leute aus älteren Semestern konnten sich nicht erinnern, in ihren damaligen Seminaren auch nur einen Satz übersetzt zu haben. Es ist nunmal ein PROseminar, da kann ich sowas nicht als selbstverstädnlich voraussetzen. und wenn doch, muss ich das vorher sagen und nicht, wenn man schon Zeit in eine 5seitige hausaufgabe investiert hat.

Wenigstens hat die Uni auch ihre schönen Seiten, wie das demnächst anfangende Mentoratstreffen, das heute Abend noch ist.
Un seit mir in der letzten Woche gleich zweimal irgenwelche Deppen 'Satan ich komme' hinterhergebrüllt haben, bin ich nur noch viel entschlossener geworden...
WasserlilieBoah, lass dich nicht unterkriegen.
Ich hab' auch mit Lehramt angefangen und nun doch entschieden, erst den kirchlichen Abschluss (der mir immer mehr am Herzen lag) und danach ggf. das Staatsexamen in Deutsch und Religion zu machen.
Nun ist es bald soweit und ich durfte auch schon schöne wie unschöne Erfahrungen inner- und außerhalb der Uni machen.
Dass man für Systematik zwangsläufig Latein braucht, ist ja wohl der Witz des Jahrhunderts, der Kerl sollte sich mal mit unseren Systematikern unterhalten.
Aber jede fakultät hat wohl ihre A....löcher, bei uns sind's die ATler. Zum Reinschlagen, Nächstenliebe hin oder her!

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles erdenklich Gute und verkneife mir ein Bibelzitat als Segenswunsch. ;)
instantonHallo, ich hatte heute eine AT prüfung. er verlangte schon einiges, ich war krank, machte er trotzdem und mal sehen was rauskommt.

Nicht unterkriegen lassen! Uni ist eben so dass man gewisse hürden überwinden muss, und wenn’s latein ist. Ich muss auch für ein referat, das zugegebenermaßen egtl für fortgeschrittenere gemeint ist, einen text lesen wo viele passagen auf griechisch geschrieben sind... woher?? Ich kann kein griechisch, ich schaffs noch gerade manche wörter zu lesen aber der zusammehnag...
Das studium soll dich doch erfüllen und solange du mit eigenen fragen an die sache rangehst, kanns nicht schief gehen:-)
Wie findest du systematik egtl?was macht ihr so in dem PS?
VardaAlso das Proseminar kicke ich.

Das Seminar ging über 'Grundprobleme der systematischen Theologie' und bisher war es eher trocken. Ich muss mal sehen, dass ich das in den nächsten Semestern bei einem anderen prof belege, der ist wesentlich besser.

[QUOTE]Dass man für Systematik zwangsläufig Latein braucht, ist ja wohl der Witz des Jahrhunderts[/QUOTE]
Das hab ich mir auch gedacht... So ein Blödsinn, ehrlich.

In Einführung NT kommt zwar z.B. viel Griechisch vor, aber unser Prof übersetzt gleich alles, was er schreibt oder vorliest und schreibt die Wörter auch in deutschen Buchstaben daneben.

Aber gut, soweit passt ja zum Glück alles, ohne dieses dämliche Seminar geht es mir gleich viel besser.
Und jetzt setze ich mich raus und mache meine Griechisch-Hausaufgaben... ;)
VardaAlso im Moment könnte ich wieder.... kotzen.
Sorry.
Aber es nervt mich. Es regt mich auf. Es ist einfach zum Verrücktwerden. Wieso nur gibt es so viele Leute, die so viele falsche Sachen sagen und wieso nur werden diese Leute viel eher gehört als diejenigen, die es wirklich wissen?

Vielleicht kann ich mal verdeutlichen, was ich meine.
In mehreren Galileo-Specials ist auf ProSieben in letzter Zeit über das Sakrileg/Da Vinci Code 'berichtet' worden. Und zwar so falsch, wie man nur berichten kann. Es waren historische und theologische Fehler darin, die wirklich schon grob fahrlässig sind und auch nicht umstritten sind und sein können. Alle möglichen Leute wurden interviewt - nur keine Theologen. Wieso denn nicht? Versucht man doch die Frage, ob jesus nun verheiratet war oder nicht als theologisches Drama aufzureißen. Dabei ist es alles andere als ein Drama. Es ist den Theologen nämlich völlig egal, weil es überhaupt nicht die geringste Rolle spielt. Die meisten halten es sogar für absolut wahrscheinlich, dass er verheiratet war. Oh, welche Dramatik!! Ich habe noch keinen Theologen getroffen, der sich ernsthaft darüber aufregt, nicht einmal in der katholischen Kirche. Und es ist theologisch unbedeutend.
Aber anstatt das zu sagen, wird das ganze im Fernsehen zerrissen und die wirklich zentralen Themen, die die Welt wirklich bräuchte, werden nie erwähnt. Wenn ich mir anschaue, was heute alles an Grausamkeiten in der Welt passiert, seien es Kriege, Vergewaltigungen, Morde oder sonstiges, dann frage ich mich: Wieso kann man nicht einmal die Botschaft der Nächstenliebe groß aufziehen? Wieso kann man nicht über eine Botschaft berichten, die für alle Menschen gilt, egal welcher Religion? Wieso nicht?
Nein, das ist ja viel zu unspektakulär. Die Qouten müssen stimmen, deswegen holen wir uns jedes noch so dumme Thema und berichten, wo es nichts zu berichten gibt.
Haben Journalisten nicht die Aufgabe, Wahrheiten zu verbreiten? Wieso kommt dann ständig so viel Müll in der Presse vor?

Und was mich am meisten nervt ist, dass man eigentlich gar nichts dagegen machen kann. Selbst wenn ich die Möglichkeite hätte, in Zeitung oder Fernsehen aufzuklären, würden es sich doch nur die Menschen ansehen/durchlesen, die sich gern mit der Marterie beschäftigen oder so wie so schon wissen, was ich zu sagen hätte.

Es stört mich vor allem, dass katholische und evangelische Kirche immer in einen Topf geworfen werden. Da heißt es dann, dass der Kanon der Bibel auf einem Konzil festgelegt wurde. Was für ein Kanon? Nicht der der evangelischen Kirche zumindest! Luther hat die Apokryphen aus der Bibel genommen, unser Kanon wurde also erst von ihm festgelegt. Wir haben nicht die gleichen Bücher in der Bibel, Bibel ist nicht gleich Bibel! Und trotzdem reden alle davon, dass Christen die Bibel ja angeblich wörtlich nehmen würden und alles glauben.

Wer weiß denn, dass eine ganze Reihe von unechten Paulusbriefen in der Bibel sind? Sie stammen nicht von Paulus, definitiv nicht! Und wer weiß, dass es so viele Widersprüche in der Bibel gibt und dass jeder Christ weiß, dass die Bibel nicht das Wort Gottes ist sondern eine Sammlung von Schriften, die von Menschen stammen? Die meisten wissen es nicht aber meinen ein gefundenes Fressen in Christen gefunden zu haben. Die sind so naiv. Die glauben das alles. Die hinterfragen nichts, das macht ihr Gott für sie.
Ich möchte denen, die diese Vorurteile verbreiten, ins Gesicht schreien. Hört endlich auf, eure Halbwahrheiten zu verbreiten. Man informiert sich, bevor man Dinge einfach so in die Welt hinausplärrt. Man schreit nicht ganz laut 5+5=9, so etwa sist peinlich.
Ihr seid peinlich, ihr, die ihr so etwas sagt. Fragt doch lieber. Niemand fragt. Wieso fragt keiner? Ich würde gern den ganzen Tag lang gefragt werden, wenn ich dadurch vermeiden könnte, dass so viele Leute so viele Unwahrheiten einfach so behaupten, ohne vorher auch nur eine Sekunde lang nachzudenken.

Mein Traum ist, eimal reinen Tisch zu machen. Die Vorurteile und Missverständnisse zu bereinigen. Zu zeigen, dass Christentum nicht Naivität und Dummheit heißt.

Es wird wohl ein Traum bleiben.
WasserlilieIch kann dir nur voll und ganz zustimmen. Ständig werde ich angelabert, weil ich nicht wie die Massen bei Dan Browns Bücher "Hurra" schreie, sondern das Kotzen kriege. Dabei wären sie mir völlig egal, ja wahrscheinlich würde ich sie sogar gut finden, wenn dieser verblendete Geschichtsverdreher endlich mal zugeben würde, dass er nur Fiktion schreibt und sein Roman eben nicht "auf absolut historischen Fakten und Tatsachen beruht". Sakrielg ist da ja nur der Anfang, in einem anderen Buch behauptet er, wir würden die Rollen vom Toten Meer (Qumran) vor der Welt geheimhalten. Oh wir bösen Theologen, nur weil wir uns auch erst durch die halbzerstörten, schwierigen Schriften wühlen müssen und nicht durch Verbalinspiration mal eben den Gesamtinhalt runterschreiben können. Ich hätte nicht übel Lust, dem Typen und allen, die das behaupten, eine unübersetzte Seite unserer Qumran-Ausgabe in der Bibliothek zu schicken. "Bitte, hier. Lies und übersetz' das mal sinnvoll. Viel Spass!"

Und wo ist es auch mal wieder besonders schlimm mit dem Halbwissen? Wo wimmelt es von selbsternannten Kirchenkritikern und -experten? Wo darf dir jeder ins Gesicht sagen, dass du ja nur ein dummer Mitläufer (Gemeindemitglied) oder sogar ein bösartiger, ungläubiger und habgieriger Lügner (Priester) bist, nur weil du dich erdreistest, anderer Meinung als sie zu sein?

Genau HIER im FORUM! Zwei threads (gerade zur Zeit besonders aktuell), zweimal geballtes Halbwissen, das jedem Theologen die Haare zu Berge stehen lässt. Und zweimal das Wissen, dass diese armseligen Würste ja doch nicht von ihren propagandistischen polemischen und absolut haltlosen Parolen und Thesen ablassen.

Denn wenn ihnen gar nichts mehr einfällt, sind wir ja doch schuld an der Judenverfolgung (im Mittelalter- bis zum Holocaust), den Kreuzzügen, der Hexenverbrennung und dem 3. Reich im Allgemeinen.
Und Leute, ehrlich gesagt, ich bin jetzt schon müde. Bin es leid, mir die Finger wund zu tippen. Es sind ja doch immer wieder die gleichen Leute mit den gleichen Argumenten.

/auskotzmode ende

Nur falls ihr mal echt geschockt werden wollt. Die threads lauten "Die christliche Gefahr" (eine Satire von Beowulf, die inzwischen völlig pervertiert wurde) und "Religion und Verbissenheit" (da geht es direkt um den Da Vinci Code)

Ich such nochmal die links und poste sie hier rein.
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=57176]Christliche Gefahr[/URL]
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=59959]Religion und Verbissenheit[/URL]
WasserlilieWollte das eigentlich reineditieren, aber irgendwie funzt es nicht:

Oh ich habe grade noch ein "Meisterwerk" gefunden. ;)
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=11121]An der Haustür bekehrt?[/URL]
VardaHallo Wasserlilie,
ja, die Threads habe ich auch schon angelesen und nach den ersten Seiten, drei herzinfarkten und millionen von Heul- und Wutanfällen gleich wieder weggeklickt....

Die Spitzentheorie, die mir neulich an den Kopf geworfen wurde:
Jesus war in Stone Henge, hat dort Astrologie gelernt, konnte deshalb berechnen, wann eine Sonnenfinsternis stattfindet und hat sich genau zu diesem Zeitpunkt kreuzigen lassen (zuvor hat er natürlich Judas selbst beauftragt ihn zu küssen, damit das Timing auch stimmt...).

Für heute wieder genug. Schön, dass wir heute morgen in NT wenigstens über wirklich brisantes reden konnten: Darüber nämlich, dass der Kolosserbrief wohl nicht von Paulus ist und der Epheserbrief folglich auch nicht. Ohne diesen Austausch über geistig höherwertige Brisanz wäre ich wohl längst verkümmert. ;)
WasserlilieHallo Varda,

mich hat bei der ganzen "Da Vinci Code" und apokryphe Evangelien´Diskussion auch nur noch mein relativ einsichtiger und vernünftig diskutierender Freundes- und Familienkreis hochgehalten. Die sammeln wenigstens die Bericht, um die es geht und stellen dann ihre Fragen, aber wenn du ihnen sagst: "Nein, das ist aber falsch. Wenn das so gewesen wäre, dann X und außerdem Y und wahrscheinlich noch Z, aber ich prüfe das nach." Dann hören sie auch zu und brüllen dich nicht mit dummen Killerphrasen in Grund und Boden.
Vorallem zeigen die threads mal wieder, dass die dümmsten Menschen immer am lautesten schreien. Eine Erkenntnis, die mich jedes Mal schaudern lässt. Es gibt so viele verblendete Menschen auf der Welt.
Und bei unseren Kandidaten frage ich mich immer (was ich auch schon bei D&D schrieb): "Wenn die krank sind, gehen sie dann auch nicht zum Arzt, weil sie es sowieso besser wissen, Dr. Mengele ja ein ganz böser Nazi => ergo alle Ärzte Nazis sind und die sowieso im Studium nix lernen, außer Menschen Krankheiten einzureden, die sie nicht haben, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen?" Und was noch schlimmer ist, wollen sie dann auch zwanghaft andere Menschen davon abhalten, zum Arzt zu gehen, obwohl diese Menschen den Arzt bräuchten und ihn auch wollen?
(Aufgrund ihres Diskussionsverhaltens lässt diese Überlegung nur die Antwort "JA" zu. Diese armen, kranken Menschen! :eek: )
Varda*lol*
Ja, schaudern ist das richtige Wort...

Und noch ein kurzer Nachtrag über die dramatische "Verheimlichung" der Qumram-Schriftrollen: Eben lief ich hier durchs TSG und stolperte über ein Plakat über eine Ausstellung. Und was wird ausgestellt? Die Schriftrollen. Sehr heimlich... ;)
VardaSo, jetzt gehts in den Endspurt....
Was Griechisch betrifft jedenfalls. So langsam fange ich an hier am Rad zu drehen. Bibelkunde wird derzeit sträflichst vernachlässigt, was eigentlich gar nicht gut ist, aber es ist einfach alles so wahnsinnig aufwändig. Und am 22. Juli um 9 Uhr hat dann mein Stündlein geschlagen, dann sitze ich nämlich vor meiner Griechisch-Klausur. Und dass ich durchfalle, ist nicht mal unwahrscheinlich, denn ich finde, dass es fast eine Glückssache ist. Wir bekommen derzeit immer alte Klausuren zum Übersetzen - manchmal lässt sich alles mit kleineren Schwierigkeiten recht gut lösen und manchmal sitzt man davor und kapiert gar nichts mehr. Interessanterweise geht das nicht nur mir so, sondern wenn dann hat der ganze Kurs geschlossen an bestimmten Stellen einfach keine Ahnung mehr.
Dieses Altgriechisch ist wirklich manchmal zum Verrücktwerden.

Aber gut, Augen zu und durch, es muss jetzt einfach klappen. Denn im nächsten Semester wird Neugriechisch angeboten (nur 2 SWS) und das würde ich eigentlich ganz gern machen, zumal es nicht mehr allzu schwer sein soll, wenn man Altgriechisch schon hatte. Außerdem ist die nächst Altgriechisch-Prüfung erst wieder im februar und so müsste ich 7 Monate lang versuchen, meinen Wissensstand aufrecht zu erhalten.

Also, eine Krise folgt der nächsten und so stürze ich mich mit Vernügen in die interessanteren Vorlesungen, die ich noch so habe.
VardaSo, heute haben wir unsere Hausaufgabe (einen Prüfungstext von 1981) zurückbekommen: Durch die Bank weg 5,0! Für die, die es nicht wissen: Es gibt keine 6 und wenn man einen schlechteren Schnitt als 5,3 hat, ist man durchgefallen.
Das sei aber auch ein schwerer text gewesen, meinte unser Lehrer. Heute haben wir einen leichteren aufbekommen - aber es sind trotzdem alles Prüfungstexte. Jeder könnte drankommen. Und wenn wir pech haben, bekommen wir halt den schwereren.....
:(
WasserlilieDas wird schon alles mit Griechisch. Ich hab die alten Sprachen ja auch geschafft. In die Bibelkunde müsste ich mich auch nochmal ein bißchen reinknien. Außerdem muss ich noch eine Systematik- und eine AT-Hausarbeit in den Ferien abfassen. Dazu kommen noch private Probleme... naja, wird schon hoffentlich alles wieder. Aber zur Zeit stehe ich irgendwie auch ständig unter Strom und Stress.
VardaIn 15 Minuten ist die erste Probeklausur.....

@Wasserlilie
Das hört sich ja nicht sehr gut an. :( Hoffe, dass das alles wieder wird. Für die Ferien hast du dir ja eine ganze Menge vorgenommen! Viel Glück damit auf jeden Fall.
SternenstaubHallo Süße,
irgendwie erinnert mich das alles an mein Latinum an der Uni. Ich hatte auch lauter Fünfen in den Klausuren und bin am Ende mit vielen Tränen durchgekommen. Ich habe mal einen Satz gehört: "Jedes Studium hat eine eingebaute Hürde.." Und ich bin mir sicher dass Du die Deinige gut meistern wirst - nur nicht découragieren lassen.

Alles Liebe,
Vicky
VardaHallo ihr,
@Sterni und Kami-Katzchen: Danke für den Zuspuch. Die erste Probeklausur habe ich jetzt raus: 4,7. Damit wäre ich zwar durchgefallen, aber es ist keine 5,0 wie ich es erwartet hatte.

@decadence_noir: Da kann ich dir nur zustimmen. Was das Griechische betrifft, ist es tatsächlich so mit den 'neuen Welten'. Interessanterweise hast du mit Kosmos auch gleich ein Griechisches Wort benutzt. Und was bedeutet Kosmos? Schmuck, All, Weltordnung, Ordnung und noch vieles, vieles mehr. Man sieht es: Es lohnt sich tatsächlich, das stimmt schon. Ich bin nur froh, wenn diese Klausur vorüber ist.
Theologie ist in der Tat nicht gleich Glaube. Ich würde jetzt auch nicht anfangen, mit 'Laien' (ohne das abwertend zu meinen) darüber zu diskutieren, ob man jetzt den Korintherbrief teilen soll oder ob der XY-Brief nun im Jahr 54 oder ein Jahr davor oder danach geschrieben wurde. Ein paar Dinge allerdings wären schon wissenswert - welche Briefe zum Beispiel nicht von Paulus, sondern von seinen sogenannten Schülern stammen.

Man darf weiter hoffen, vielleicht kommt ja irgendwann eine ganz wissbegierige Generation, die mehr will, als sich von Dan Brown &CO 'bilden' zu lassen.
Wasserlilie@Kami:
*pssssssssst* Du versaust uns noch das große Geld. Hat Jan also schon wieder getratscht. DAS ist wirklich ein Problem der Theologen, die klatschen schlimmer als jeder andere. DA bleibt nix geheim. ;)

@Varda: Ich fürchte, da bleibt uns nur hoffen und beten. Aber ich würde nicht mit zuviel rechnen. Zumal Herr Braun ja so schön pseudointelektuell rüberkommt. :rolleyes:
Varda[QUOTE] Theologen sind furchtbare Saeufer, Tratscher, Laesterer Was ist da noch Gutes an Euch [/QUOTE]

Verdammt... Wer hat das ausgepladert, hä??? Unser ganzes Image vom frommen Schäfchen ist jetzt dahin. Jetzt kennen alle die Wahrheit!!!!!!!

Das Ende der Theologen. Und wer schreibt da jetzt ein Buch drüber? *zu Dan Brown rüberschielt*
WasserlilieNee, Danny ist Kunsthistoriker und seine Frau auch.
Schön übrigens, dass du noch lebst, hatten uns schon Sorgen gemacht, dass du stürbst. Du machst schon Sachen!
Angeblich haben sie beide das Schwergebiet Renaissancekunst (da Vinci etc.) und sich auch bei einer "Das letzte Abendmahl"Veranstaltung an der Uni kennengelernt.
Woher sein Komplex kommt, weiß ich auch nicht. :D
VardaSo das war's dann - mit Griechisch.
Morgen wäre eigentlich Prüfung gewesen und ich war auch schon angemeldet - bis mir dann nach der letzten Probeklausur unser Lehre doch recht deutlich, aber sehr freundlich nahelegte, die Prüfung doch lieber im nächsten Semester mit Bravour zu bestehen als jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit durchzufallen...

Nagut, dann eben so und nicht anders. Wirklich böse drum bin ich nicht, dann werde ich jetzt eben zum Experten.

Jetzt konzentriere ich mich dann auch wieder auf die Frage, wo es im nächsten Semester hingeht - vermutlich nämlich nach Heidelberg, wie mir Prof. Pilhofer vor einigen Minuten empfahl. Man darf gespannt sein!
PiusMmh, schade. Aber das Griechisch-Problem ist mir hinlänglich bekannt (nächstes Semester dritter Anlauf...).

Wenn ich Dir eine Ortsempfehlung geben darf: komm nach Kiel! Ist ganz toll hier und unsere Systematiker werden Dir wohl besser gefallen. Ist sogar ein Härle -Schüler bei...

@kami-kaetzchen:
Ich finde dieser Jan ist ein äusserst zuverlässiger Zuhörer und kann schweigen wie ein Grab. Niemals würde ich es wagen, die Autorität dieses meines großen Vorbildes auch nur in Frage zu stellen.

Spaß bei Seite,
habt n´schönen Nachmittag,

Pius
Varda@Pius
In den hohen Norden würde ich gern - aber das kann ich nicht allein entscheiden, ich wechsle den Ort ja mit Anhang und er will nicht so weit weg von hier. Kann ich auch irgendwie verstehen.
Dafür werde ich wohl, wie es im Moment aussieht, nach Heidelberg wechseln - zu Härle selbst. ;) Und Theißen, Lampe und wer da noch alles kreucht und fleucht...

Und das Griechisch schaffst du schon, genau wie ich auch. Irgendwann muss es ja klappen!!!

LG derzeit aus Dillingen(Donau)
WasserlilieJa, Pius. Ist klar, wir beten den Boden an, auf dem der werte, holde, unvergleichliche Jan sich bewegt. :p
Auch nett, dass du mir meinen evtl. einzigen Kontakt, falls ich doch nach heidelberg gehe, ausspannen willst. :rolleyes:
Trotzdem Hallo und willkommen hier im ersten Kreis der Vorhölle. ;)

~ Eine Lilie, die JETZT wo sie böse ist, keine Ruhe mehr vor A&P hat. Die wissen auch ned, was sie wollen. Aber ich lese ihren Kram nicht. Hab Wichtigeres zu tun und das passt grad nicht in meinen Zeitplan. :D
Wasserlilie@kami: Äh...Pius hat Photos von uns...oh jetzt ist er geoutet, dabei war der Username SO unauffällig. ;)
Das Bibel"lesen" ohne lesen zu können war schon sehr seltsam.
Wird einem vieleicht wirklich angerechnet, aber wohl nicht SO sehr. Dafür, nicht in eine Kirche zu gehen, gibts aber eigentlich keinen Grund, es sei denn, du bist schwerstverkrüppelt und schaffst es nicht hinein. :eek: Aber wenn du in einem Land, wo du die Sprache nicht kannst, in die Kirche gehst, dann denke ich gilt das so, wie Bibellesen ohne lesen zu können als positiver Versuch. :)
PiusOkay, ich geb zu, gegen Heidelberg stinken wir ab -auch wenn wir den gottgleichen Jan haben...

@Sumpfgewächs:
Naja, ich dürfte ca. 2 Photos (ja, ich schreibe das immernoch mit PH!!!) von Euch haben, und dort werdet Ihr von einem riesigen Horn verdeckt...

Was Deine Kontakte angeht, hat das doch wohl noch bis nach der Prüfung Zeit **hoff**, oder?! Dann wollte ich hier meine Zelte auch abbrechen und Euch vielleicht begleiten: wo meine Gruppe ist, da will auch ich sein. (Alternativ gehts auf Heilers Spuren nach Greifswald oder -in den Staub!- Marburg.)

Was ist los mit A&P? Immernoch ungeschmeidig unser kleines multiples Duo?

Schönen Abend,

Pius
Wasserlilie@ Pius: Ja, nach der Zwischenprüfung geht es frühestens los. Komm mit uns, das ist SUPI! :)
Und ja Mann, die sind sowas von ungeschmeidig, das geht gar nicht mehr, aber Mittwoch 15 Uhr Mensa 1 kommts zum Showdown. Alsoo packt die Kinder weg, rollt die Büsche auf die Straße, die Prärie wird stauben und nur das Blut der Verlierer wird den Dreck binden. ;)
(Ernsthaft: s geht mir natürlich nicht um gewinnen oder verlieren, sondern nur um einen halbwegs angemessenen Umgang miteinander)
PiusMh, klingt nicht gut. Wissen die von ihrem Glück oder werden sie hinterrücks beim Essen überfallen?

Sei froh, dass Du den "echten" Psalm machst -das Hannalied ist echt das letzte!

Bis spätestens Sonntag und viele liebe Grüsse,
Pius
WasserlilieNatürlich wissen sie das. War ja ihr Terminvorschlag. Und auch das war mal wieder eine schwere Geburt. So was unflexibles hab ich selten gesehen.
Der echte Psalm ist in der tat okay, aber so richtig voran komme ich grad trotzdem nicht. Bis dann, wer ist denn So. dran?
PiusBei uns sind tausend unverständliche und nirgendwo verzeichnete Zeichen (was´n Wortspiel) in der Masora! Echt ätzend. Ich wünsche für Mittwoch schon mal alles gute.

Sonntag ist der mit nichts und niemandem zu vergleichende, unverwechselbar coole Dr. Wünsche dran!!! Da müsst Ihr unbedingt kommen!

Bis denn gehabt Euch wohl!
PiusNaja, so ist es ja nun nicht. Ich versuche Dir immer zu antworten -nur gestern hatte mein Handy keinen Saft mehr und ich musste es AUS MACHEN:eek: !!!!!!!!

Wie auch immer, ich dachte wir würden uns sehen! Anscheinend nicht. Ich als fast unbeteiligter Kriegsberichterstatter kann Dir aber versichern, dass die Feindseligkeiten eigestellt worden sind und sich die Theologen über das geeinigt haben, was sie am meisten mit einander verbindet - Rollenspiel.

Schleiermacher worke ich wohl heute Nachmittag (vielleicht aber auch nicht). Heute Vormitag sitze ich erst einmal mit der gottähnlichen Sabine in der Cafete. Vielleicht sieht man sich ja.

@keineAhnungwieDuindiesemForumheisstaberDuweisstdassichDichmeinewennDuweiterliest:

Ich habe heute Nacht wie prophezeit noch einmal über den Hyperquader nachgedacht (und sogar eine äusserst peinliche Skizze angefertigt), bin allerdings zu kaum einem befriedigenden Ergebnis gelangt; in meiner Vorstellung wird das Ding immer leicht kugelig-organisch, was ich als billigen Täuschungsversuch meines Gehirrrrns interprätiere, mit der Absicht, mir diesen Zugang zu den höheren Weihen zu verwehren. Kannst Du mir ein paar Links zu diesem Thema schicken?

@Lilie:

Heute Abend Zeit für Erstellung?
Varda*Mal wieder ein wenig zum Thema zurücklenkt*
Ihr könnt euch ja PNs schreiben. ;)

Da im Moment Semesterferien sind, werde ich hier wohl nicht allzu viel posten, weil keine dramatischen Wendungen zu erwarten sind (falls es diese jemals gab).
Das einzige Problem, das es derzeit gibt, sind die verschiedenen Zwischenprüfungsordnungen der einzelnen Unis, was einen Wechsel vor der ZWP quasi unmöglich macht - zumindest, wenn die Uni Heidelberg heißt und eine solch besch**** Ordnung hat...

Aber das soll niemanden weiter stören!

Ich wünsche - allen die welche haben - schöne Ferien.
PiusHabe mich offen gestanden auch schon gefragt, wann jemand bemängelt, dass wir vom Thema abgleiten...

Tschuldigung! Also zurrück...

Der ganze ZW-Wuuust ist echt Mist. Ich bleibe deshalb vorerst, wo ich bin; wir müssen nur drei PS-Arbeiten (davon eine Exeges und eine Sechs-Wochen-Arbeit) und den ganzen Kleinkram (Sprachen, BK, UE-V) vorlegen. Und Ihr? Schreibst Du irgendwelche Arbeiten? Ich schon, aber die ist, wie bereits erwähnt, grenzwertig was den Fun- **pardon** Trueness-Faktor angeht. Ich will zurrück in die Systematik! Ich will wieder Kierkegaard!
Wie auch immer, ich wünsche Euch soweit schöne Ferien mit allem Drum und Dran! Bei uns wird es schon wieder Herbst.

Bis denn,
Pius
VardaDas wäre eine sau, sau, geniale Idee!!!!!!!!!!!!!

Unsere ZWPO sieht übrigens genauso aus, aber die Heidelberger schießen den Vogel ab: Orientierungsprüfung nach dem 2. Semester und lauter so Sch***.

kami-kaetzchen, geh doch mal nen FK gründen. ;)
JesterEine sehr schöne Idee, und vielleicht haben alle beteiligten ja auch Lust ein wenig diese Nebelpfade zu "bereinigen", nur so als Idee!

Gruß,
Jester
Moderator Nebelpfade

Ps.: Ich hau das Posting hier auch morgen wieder raus, dann dürften es alle gelesen haben, allen ne PN zu schreiben habe ich gerade nicht die Zeit ;)
VardaPapa Ratze kommt nach Bayern.

Juhuuuu, jetzt beginnt für uns evangelische Theologen wieder die Zeit des Aushaltens, des Gedulig-Seins, des Ertragens und des Sich-Beruhigens.

Warum? Weil mal wieder alles verdreht wird zu solchen Zeiten. Da freut sich plötzlich die Christenheit, dass er zu Besuch kommt. Dabei tut die Christenheit das gar nicht, es freuen sich nur die Katholiken. Es freut sich die katholische Kirche, die ja immer noch für sich beansprucht, die einzige Kirche zu sein. Eben, richtig gelesen, die evangelische Kirche ist aus sicht der katholischen Kirche keine Kirche, sondern eine Glaubensgemeinschaft. Ja, ganz genau: Wir sind in deren Augen nicht wirklich anerkannt.
Und da sollen wir uns auf den Papst freuen? Auf einen, der die Heiligenverehrung gut findet? Der Homosexuellen mit 'Mitleid' begegnen will? Auf jemanden, der Ökumene im Abendmahl verhindert?
Sicher, das ist nicht er allein, das ist ein ganzer Apparat der dahinter steht, aber er vertritt ihn mit Leib und Seele, wird fast schon angebetetvon den Massen, die kommen, um ihren heiligen Vater zu sehen.

Ich finde es beleidigend, wenn gesagt wird, dass sich die Christenheit freut. Ich freue mich gar nicht. Ich finde es heuchlerisch, ich finde es ketzerisch was dort geschieht. Geht doch und vergöttert euren heiligen Vater, ich halte mich lieber an Jesus selbst. Geht doch und bittet eure Heiligen. Wozu? Habt ihr Ansgt vor Gott? Wollt ihr nicht vor sein Angesicht treten? Glaubt ihr, eure Gebete werden eher erhört, wenn ihr Pilgerreisen unternehmt und eure Heiligenverehrung immer größere Ausmaße annimmt? Denkt ihr, ihr könntet damit irgendwas bewirken? Indem ihr hingeht und den Papst trefft, ihnt seht, ihn vielleicht berührt?

Das könnt ihr nicht. Nur Gott selbst kann etwas ausrichten. Nicht aber eure falschen Idole.

[IMG]http://www.wdr.de/themen/kultur/religion/weltjugendtag_2005/hintergrund/wjt_politik/_img/papst_rhein_400q.jpg[/IMG]
VardaSo, nun hat endlich das neue Semester begonnen! Es ist ziemlich arbeitsreich, aber irgendwie macht mir das gerade total spaß und ich bin nur noch am powern!
Heute hatte ich mein erstes Proseminar (Systematik) und es ist echt super. Der Dozent redet zwar, als würde er eine sehr emotionale Predigt halten, was bei mr regelmäßig für Grinsanfälle gesorgt hat (auch jetzt wieder... ;) ). Aber das macht gar nichts, dess es ist so echt ziemlich gut. Besser als letztes Semester - von Latein ist schon mal keine Rede.
Bibelkunde ist recht fragwürdig, ich glaub da geh ich gar nicht hin und mede mich am Ende trotzdem zur Prüfung. Der Mensch, der da smacht ist zwar ganz frisch selbst von der Uni und es tut mir ein bißchen leid, ihn einfach hängen zu lassen, aber es ist einfach Blödsinn, was er da macht. Vielleicht gebe ich ihm ja ein nettes, aber bestimmtes Feedback, mal sehen.

Ansonsten bin ich Mitglied der Fachschaft geworden, was zusätzlich Spaß macht, weil man auf allen möglichen Vernstaltungen herumturnt und lauter neue Leute kennenlernt, vornehmlich Erstis, die man dann erstmal beruhigt, dass alles eigentlich ganz locker ist (wenn ich nur an mein erstes Semester denke....).

Griechisch zu wiederholen war die richtige Entscheidung. Zusammen mit einer Kommilitonin, die leider auch druchgefallen ist, bin ich jetzt das absolute As. ;)

Also kurz: Studium läuft super!! Aber nachdem ich von Lehrmt auf kirchliches Examen gewechselt bin, überlege ich jetzt, doch nur meinen Diplom-Abschluss zu machen. Aber das muss ich erstmal gründlich erörtern, es ist ja keine so leichte Entscheidung. Es ist aber schon witzig, denn als ich das erste mal den Wunsch hatte, Theologie zu studieren, wollte ich das auf Diplom machen und nun hat dieser Wunsch den Umweg über das Lehramt und das Pfarramt genommen! Es bleibt also spannend (jedenfalls für mich...).
VardaEs ist 'Halloween', kurz vor acht abends. Als ich mit meinem schwarzen Rock und ein wenig zurechtgemacht in der Straßenbahn stehe, komme ich mir verkleidet vor. Ein paar Kinder hatten Böller gezündet auf dem Platz, der mich zur Haltestelle führt. In der Ubahn sind ein paar Mädchen mit bunten Haaren und schwarz-weißer Theaterschminke.
Ich bin mir sicher, dass jeder, der mich sieht, niemals vermuten würde, wohin ich auf dem Weg bin. Ein bißchen schmunzeln muss ich schon darüber, obgleich es eine Bagatelle ist, was ich vorhabe.
Am Ziel angekommen warte ich noch fünf Minuten, dann sehe ich Michi durch die Fußgängerzone auf mich zukommen. Ich grüße ihn und wir sind uns einig, dass es sicher ein super Abend wird. Jetzt gehen wir hinein. Die Lorenzkirche ist sehr voll an diesem Abend, hauptsächlich haben Senioren den Weg hierher gefunden.
Wir finden einen Platz in der unbequemen Holzbank. Witzigerweise sitzt Michis alte Lateinlehrerin in derselben Reihe, sie unterhalten sich kurz. Jetzt geht es los. Die Orgel ertönt, es wird gesungen, der Gottesdienst fängt an. Es ist ziemlich kalt in der Kirche und mein Rücken tut mir jetzt schon weh. Das Vokalensemble stimmt ein Lied an und dann kommt endlich der Höhepunkt des Abends, der Hauptgrund, aus dem wir und die meisten Leute anwesend sind.
Prof. Dr. Wilfried Härle, Professor für systematische Theologie in Heidelberg, betritt die Kanzel. Ein bißchen klein sieht er aus, ich hatte ihn mir eigentlich anders vorgestellt. "Jeder Christenmensch ein Bischof" ist das Thema seiner Rede. Mit Leidenschaft und Humor erzählt er, dass jeder Christ ein Bischof, Papst, Kardinal ist. Dass sich niemand das Recht herausnehmen darf, sich über die Gemeinde zu erheben und sich für klüger, gebildeter, christlicher zu halten. Auch evangelische Pfarrer sind das nicht, sie stehen keineswegs über der Gemeinde. Einige kleine Seitenhiebe gegen die Katholiken bringen mich in diesem ökumenischen Gottesdienst zum Grinsen. Er berichtet, dass einmal eine evangelische Pfarrerin von einem Reporter gefragt wurde: Deutschland ist Papst! Trifft das nun auch für Sie als evangelische Pfarrerin zu? Sie hat geantwortet: Ja, aber das wissen wir schon seit 500 Jahren. Fast ein bißchen schlitzohrig freut er sich über ihre schlagfertige Antwort.
Wenn man uns fragen würde, meint er, dann hätte der Papst nicht seine mächtige Stellung. "Aber uns fragt ja keiner", fügt er nicht ohne ironischen Unterton hinzu.
Trotzdem betont er immer wieder die Ökumene. Die sei sehr wichtig und bei allen Reibereien durchaus zu pfegen; im Kleinen funktioniere dies schließlich auch sehr gut.
Als er mit seinem Beitrag fertig ist (er setze sich bei Predigten übrigens immer den Maßstab, dass sie dann gut seien, wenn auch die Konfirmanden bis zum Ende zuhörten), ist ein katholischer Würdenträger an der Reihe: "Auch wir laden ein zum Jubiläum des Bistums Bamberg..."
Michi und ich können nur noch lächeln. Danach laufen wir durch die Stadt und hören uns an, wie sämtliche Kirchenglocken in ganz Nürnberg ein Festläuten beginnen.

Es war in der Tat ein super Abend.
VardaAtempause.
Zwangspause.

Heute erstmal eine Zwangspause, da ich über Nacht krank geworden bin und nicht in die Uni konnte. Schade eigentlich, es wäre adventliches Treffen der Fakultät gewesen und die letzte Griechisch-Stunde vor den Ferien.
Griechisch... Mir graut es davor, im Februar ist Prüfung. Werde ich es wieder nicht schaffen? Werden wieder alle drei Probeklausuren eine satte 5,0 sein? Was passiert dann? Soll ich den gleichen Kurs zum dritten mal machen? Etwas anderes würde mir nicht übrig bleiben, aber das wäre ein ganz übler, heftiger Schlag.
Neulich Nacht habe ich geträumt, ich hätte mich, um meine Prüfung zu verbessern, freiwillig zum Abfragen der Infinitivendungen gemeldet. Geprüft wurde ich von einer Frau, die aussah wie meine Englischlehrerin aus der 5./6. Klasse. Nachdem ich zwei Endungen hervorgestammelt habe und nach Minuten des Überlegens die Partizipendung "on" als Infinitiv deklariere, schaut sie mich kopfschüttelnd an, packt ihre Sachen und verlässt den Raum.

Griechisch eben, es ist furchtbar, dabei ist es eigentlich eine sehr schöne Sprache, nur dann nicht, wenn man sie in so kurzer Zeit erlernen muss. Und dann nicht, wenn man den Kurs zum zweiten mal macht und alle anderen, die ihn zum ersten mal machen, in heller Aufregung totale Panik vor der Prüfung schieben. Ich fühle mich dann einfach dafür verantwortlich zu beruhigen, zu sagen, dass man einfach die Probeklausuren abwarten muss und irgendwie auch dafür, über die Dingen zu stehen.

Die Weihanchtsferien müssen sehr arbeitsintensiv werden, wenn ich es schaffen will.

Aber es wird schon werden, sage ich, so, wie ich es jeden Tag sage zu all den anderen: Wir machen das schon, ist doch kein Ding.
Frost_GeistIch wünsche dir einfach viel Glück bei deinem Studium.
Darf dich ja offiziell Frau Kollegin nennen, da ich ebenfalls Theologie auf Lehramt studiere.
Altgriechisch kann ich auch noch nicht so gut, aber dafür gehts mit hebräisch mittlerweile ganz gut. Für eine gute Exegese kommt man da nicht drumrum. Aber das packste schon......schließlich machen die Sprachen auch irgendwie Spaß, weil sie einen voranbringen.


Alles gute und viel Erfolg
Frosti


"Die Frage des Glaubens an Gott ist heutzutage nicht, ob wir an Gott glauben, die Frage ist wohl eher, ob Gott an uns glaubt."
WasserlilieDu schaffst es bestimmt, aber für den völlig unwahrscheinlichen Fall, dass es nicht so sein sollte, denk einfach an diesen Satz:
Pius hält immer noch den Sprachenwiederholungsrekord!
(Und den knackt so schnell auch keiner)
Ich hab Griechisch II übringens auch dreimal gemacht, bevor ich mich zur Prüfung getraut habe, aber dann hat's auch gleich beim ersten Mal geklappt. Das Graecum ist nie so schwer wie die Vorklausuren.
Kopf hoch und durch, du schaffst es! ;)
Edit:
Achja, natürlich auch gute Besserung!
Ich quäl' mich grad durch Bibelkunde AT und es nimmt einfach kein Ende, wie soll man das alles nur in einen Kopf reinbekommen? *seufz*
Also auch arbeitsintensive Weihnachtsferien. (Ist das bei Theologen nicht immer so ?)
VardaNein, das habe ich nicht gemacht.

Durchaus nicht.

Ich quäle mich nicht stundenlang mit Griechisch herum mit der Aussicht auf Erfolglosigkeit und auf zwei weitere "Tote Sprachen", die ich noch lernen darf, um das zu tun.

Nein, das ist nicht mein Ziel.

Ganz und gar nicht.

Ich werde mich nicht aufregen. Dafür studiere ich nicht.
Ich werde nicht die Nerven verlieren. Das ist es nicht wert.
Vielmehr weiß ich, was ich weiß. Ja, ich weiß, was ich gelernt habe, weiß, wie es ist.

Ihr werdet mich nie zu einem Chirurgen laufen sehen, um ihm zu erklären, wie sein Handwerk funktioniert. Dem Physiker werde ich nicht die Erdanziehungskraft erklären. Dem Biologen nicht das Nervensystem, der Putzfrau nicht den Bodenbelag, dem Fliesenleger nicht welchen Kleber er zu benutzen hat, dem Archäologen werde ich nicht das Alter der ausgegrabenen Münzen bestimmen.

Aber im Gegensatz dazu, ja, im großen Gegensatz dazu, hat jedes Individuum das Recht dem Theologen zu sagen, dass er lügt, dass alles Blödsinn ist, dass es doch so und so wäre und nicht anders. Jeder Mensch darf dem Theologen vorwerfen Dinge zu verheimlichen, nur, weil besagter Mensch bestimmte Kenntnisse erst jetzt verstanden hat, die dem Theologen längst bekannt waren.

Und dabei ist es doch ganz egal, ob man seine Aussagen stützen und belegen kann, Religion ist schließlich für alle, hier darf doch jeder was sagen, da darf man doch in einem Buch die Erkenntnis über eine sich widersprechende Geschichte in den Königebüchern als neu verkaufen, obwohl das schon vor X Jahren bekannt war. Nur, weil sich vorher keiner interessiert hat, weil es keiner wissen wollte. Aber seit Dan Brown, da sind plötzlich alle Dinge Skandale.
Kinder, wacht auf, das war doch alles schon vorher bekannt, ihr hättet ja auch selbst nachlesen können, hättet ja fragen können, hättet nur mal ein Buch lesen müssen! Aber es muss erst eine Reihe von PSeudewissenschaftlern aufkreuzen, die alles als spektakulär verkaufen, erst dann ist es auf einmal von interesse und jeder kann sich seine Meinung über Dinge bilden, von denen er keine Ahnung hat.

Soll ich auch so anfangen? Wie wäre es mit einem kleinen Rollentausch? Aber danke, das wäre mir dann doch zu kindisch.

Ich frage mich nur, wann das endlich aufhört: Wann die Menschen Theologie als Wissenschaft verstehen.
Eine ehemalige Schulkollegin fragte mich neulich, wie denn das Studium so wäre und ob wir vor den Vorlesungen singen oder beten, ob man überhaupt etwas anderes macht im Studium, immerhin studiert man ja nur für das Pfarramt, da ist ja nur Beten, Seelsorge und Liturgie wichtig.
Solange es solche Fragen noch gibt, wird mich das jeden Tag aufs neue zurückwerfen.

Manchmal fragt man sich dann schon, wofür man sich die ganze Quälerei überhaupt antut. Es weiß ja eh kaum einer, wie verdammt schwierig es ist, dieses Studium durchzuziehen.

Wenigstens merke [I]ich[/I] das jeden Tag... :rolleyes:
Und zum Glück studiere ich es nicht, damit die anderen sehen, wie schwierig und anspruchsvoll Theologie ist. Zum Glück.
Kampfsau[QUOTE]Ihr werdet mich nie zu einem Chirurgen laufen sehen, um ihm zu erklären, wie sein Handwerk funktioniert. Dem Physiker werde ich nicht die Erdanziehungskraft erklären. Dem Biologen nicht das Nervensystem, der Putzfrau nicht den Bodenbelag, dem Fliesenleger nicht welchen Kleber er zu benutzen hat, dem Archäologen werde ich nicht das Alter der ausgegrabenen Münzen bestimmen.

Aber im Gegensatz dazu, ja, im großen Gegensatz dazu, hat jedes Individuum das Recht dem Theologen zu sagen, dass er lügt, dass alles Blödsinn ist, dass es doch so und so wäre und nicht anders. Jeder Mensch darf dem Theologen vorwerfen Dinge zu verheimlichen, nur, weil besagter Mensch bestimmte Kenntnisse erst jetzt verstanden hat, die dem Theologen längst bekannt waren.[/QUOTE]


Also warum sollte man einem Arzt nicht sagen können,dass er Scheiße baut,wenn er denn Scheiße baut.Ein Theologe muss sich eben darauf einstellen,viele solcher Kritiken und Anzweiflungen zu hören.
VardaWenn ich sehe, dass der Chirurg einem das Herz statt die Niere rausoperiert - ja, dann kann man was sagen.

Aber wenn er seine Schnitte am Herzen macht, wie soll ich als Laie Kritik üben, wo ich doch gar nichts davon verstehe, was er tut?

Es gibt so viele Menschen, die einfach nur keine Ahnung von der Bibel und vom Christentum haben und trotzdem immer meinen, ihren Senf dazugeben zu müssen. Und das kann einen mit der Zeit sehr nerven, das ist wirklich anstrengend. Ich habe nichts gegen Kritik und Fragen - wenn sie denn sachlich und überlegt sind, aber das ist in den meisten Fällen nicht so.
DyspenthesIch schätze, dass das Problem darin liegt, dass nur wenige den Unterschied zwischen Theologie und Religion kennen. Aber wenn schon Grundschüler von ihren Eltern gesagt kriegen, dass sie in Religion ruhig eine 6 haben können, weil das nicht so wichtig ist, ist es schwer, den Schülern später beizubringen, was Theologie eigentlich ist. Ich bin heute noch sehr froh - und weiß, dass es Mitschüler auch waren -, dass wir mit unserem Schulpfarrer einen "richtigen" Theologen als Relilehrer in der Oberstufe hatten, weil wir so etwas über Theologie lernen konnten.

Allerdings muss ich an einer Stelle widersprechen: Es sind NICHT nur die Theologen, die mit so einem Kram zu kämpfen haben. Was von manchen Menschen über Geschichte erzählt wird, da bekommt man meiner Meinung nach auch das Grausen. Jeder verdreht alles so, wie er es gerne hätte, auf historische Fakten wird keinerlei Rücksicht genommen. Und so wie ich es mitkriege, finden die Philosophen in diesem Forum das, was hier an Philosophie betrieben wird, auch ziemlich daneben, weil es auch mit Philosophie nichts mehr zu tun hat. Die Liste ließe sich noch weiter fortführen, da ich glaube, dass sämtliche Geisteswissenschaften solche Probleme haben. Bei einem Mediziner weiß man, dass er die Funktionen des Körpers lernt, um Menschen zu heilen, bei einem Juristen weiß man, dass er die Funktionen des Gesetzes lernt, bei Geisteswissenschaftlern wissen es nur diejenigen, die gerade dieses Fach studieren/studiert haben bzw. sich tiefergehend mit der Materie beschäftigen.

Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn ein Theologe, der tatsächlich einen Fehler macht, darauf hingewiesen wird, aber es ist schon unglaublich, was teilweise passiert. Ich habe schon Geschichten gehört, dass einem studierten Theologen von Leuten aus dem Dorf vorgeschrieben wurde, was er zu predigen hätte (die Geschichten sind allerdings schon etwas älter), ein Theologe muss sich als Lügner bezeichnen lassen, weil jemand anderes nicht über das Wissen verfügt (und sich dieses auch nicht aneignen möchte), etc., und DAS ist völlig daneben. Wenn ein Chirurg eine Herzoperation macht, wenn der Blinddarm kaputt ist, darf man ihn kritisieren, aber darf ein Laie, der irgendwelche pseudowissenschaftlichen Bücher gelesen hat, sagen, wie er seine Herz-OP machen sollte? Kann jemand, der keinen Führerschein gemacht hat, jemandem, der 20 Jahre Auto fährt, tatsächlich irgendwas über das Fahren beibringen? Kann ein Schüler, der in Mathe seine Abiprüfung macht, einem studierten Mathematiker reinreden, wie er anders zu rechnen hat? Mit Sicherheit nicht, wenn der Autofahrer nicht gerade ein Stopschild überfährt oder der Mathematiker sich bei den binomischen Formeln verrechnet.

Allerdings möchte ich dir, Varda, trotzdem weiterhin das ans Herz legen, woran ich mich selbst zur Zeit übe: ruhig bleiben. Wenn einem Freund meiner Eltern, der Philosophieprofessor ist, dieses Forum unterkommen würde, würde er mit ziemlich großer Sicherheit über vieles schmunzeln oder kopfschütteln, egal für wie philosophisch die Leute sich halten. Meinem Vater, der ja Theologe ist, habe ich schon ein paar Sachen erzählt bzw. ihn bei manchen Themen nach seiner Meinung gefragt, da ist die Reaktion die gleiche. Eine leichte Verärgerung darüber, dass Menschen mit ihren "Skandalen", die Kirche und Christentum betreffen, mehr Menschen erreichen, als Theologen, die die Wahrheit sagen, dass die Esoterik und Gemeinden, die nicht theologisch, sondern charismatisch arbeiten, so einen extremen Zulauf haben, dass ein ziemliches Desinteresse an wirklicher Theologie besteht, aber das sind nunmal Tatsachen und daran wird man auch nicht viel ändern können. Aber im großen und ganzen ist das, was man tun kann, doch: Menschen, die tatsächlich interessiert sind, Wissen mitteilen, die anderen ignorieren. Es interessiert doch, jetzt mal von der Geschichtswissenschaft her betrachtet, anscheinend niemanden mehr, dass Hitler die Kirchen ausschalten wollte und das Neuheidentum einführen wollte und, weil das nicht klappte, die Kirchen zur Gleichschaltung gezwungen hat, stattdessen wird hier im Forum wie oft geschrieben, Hitler sei Christ gewesen und das, was er als Neuheidentum einführen wollte, sei die wahre Religion, die unsere Stammväter gehabt hätten, bevor die bösen Christen kamen, merken dabei aber nicht, dass sie dabei NS-Propaganda nachplappern. Besser nicht aufregen drüber, ist besser für Herz und Geist und Seele und überhaupt ;)
Kampfsau[QUOTE]Wenn ich sehe, dass der Chirurg einem das Herz statt die Niere rausoperiert - ja, dann kann man was sagen.

Aber wenn er seine Schnitte am Herzen macht, wie soll ich als Laie Kritik üben, wo ich doch gar nichts davon verstehe, was er tut?[/QUOTE]

Theologie ist nicht immer so etwas spezielles,wie eine Herzoperation.Zur Behandlung gehören auch andere Dinge und ich habe einfach viel zu oft erlebt,das Ärzte falsche Medikamentation verordnen oder falsche Diagnosen stellen.

Sicher weiß ein normaler Mensch nicht soviel wie der Fachmann,doch sollte man nicht aufhören mitzudenken oder behaupten,alle außer den Leuten die studiert oder ausgebildet sind,haben absolut keine Ahnung und jemand mit akademischen Titel hat immer recht.

Aber das betrifft auch nur eine kleinere Gruppe der Mediziner.Nämlich solche,die offensichtliche Fehler machen.

[QUOTE]Kann jemand, der keinen Führerschein gemacht hat, jemandem, der 20 Jahre Auto fährt, tatsächlich irgendwas über das Fahren beibringen? [/QUOTE]

Warum sollte man nach 20 Jahren automatisch ein wunderbarer Fahrer sein?Und das jemand,der vielleicht gerade seinen Führerschein macht,ein paar Dinge kritisiert,ist nicht immer absolut daneben.Vielleicht hat derjenige ein paar Dinge verlernt,der schon so lange fährt

[QUOTE]Kann ein Schüler, der in Mathe seine Abiprüfung macht, einem studierten Mathematiker reinreden, wie er anders zu rechnen hat? Mit Sicherheit nicht,[/QUOTE]

Kann doch sein,vielleicht ist es ein besonders guter Schüler und er macht sich Gedanken.Man sollte ihn jedoch nicht einfach überhören,nur weil er nicht dieses Fach studiert.

Ich will wohl sagen,mich regt dieses hochnäsige Getue von manchen Leuten auf,die denken du bist gehirnamputiert,weil du keinen Doktortitel hast oder nur Sie haben Ahnung davon und sind unfehlbar und du hast absolut kein Recht,nur irgendetwas zu sagen.

Ich rede jetzt nicht unbedingt von Herzoperationen oder komplexe technische oder mathematische Vorgänge.

Religion ist eine andere Sache,jeder ist gleich involviert,Für die Praktizierenden ist es wichtiger Bestandteil des lebens und wenn man nicht immer nur blind schluckt,was einem eingetrichtert wird,dann macht man sich schon sehr viele Gedanken.



[QUOTE]ber im großen und ganzen ist das, was man tun kann, doch: Menschen, die tatsächlich interessiert sind, Wissen mitteilen, die anderen ignorieren. Es interessiert doch, jetzt mal von der Geschichtswissenschaft her betrachtet, anscheinend niemanden mehr, dass Hitler die Kirchen ausschalten wollte und das Neuheidentum einführen wollte und, weil das nicht klappte, die Kirchen zur Gleichschaltung gezwungen hat, stattdessen wird hier im Forum wie oft geschrieben, Hitler sei Christ gewesen und das, was er als Neuheidentum einführen wollte, sei die wahre Religion, die unsere Stammväter gehabt hätten, bevor die bösen Christen kamen, merken dabei aber nicht, dass sie dabei NS-Propaganda nachplappern[/QUOTE]

Zu den Kirchen kann man einheitlich nichts sagen,es gab mehr als genug Querschläger,doch man kann auch nicht sagen,diese sprachen für die gesamten Glaubensgruppen.Es gab geistliche,die haben sich genug zu schulden kommen lassen,andere wurden verfolgt.

Sie waren wie viele andere Gruppen insgeheim gegen die Nazis, trauten sich aber nicht,geschlossen,offenen Widerstand auszuüben.

Das Thema ist eigentlich recht komplex aber sogut kommt die Kirche auch nicht unbedingt weg.

Wer würde schon den Fehler machen,Hitler als typischen Christen zu bezeichnen?Ich glaube keiner bei gesundem Menschenverstand,für mich ist er nichtmal ein richtiger Mensch.
Varda[QUOTE]Sicher weiß ein normaler Mensch nicht soviel wie der Fachmann,doch sollte man nicht aufhören mitzudenken oder behaupten,alle außer den Leuten die studiert oder ausgebildet sind,haben absolut keine Ahnung und jemand mit akademischen Titel hat immer recht.[/QUOTE]
Das habe ich [B]NIE[/B] geschrieben.
Hier geht es - und da wiederhole ich mich - NICHT darum, andere auszuschließen. Dysenthes studiert auch kein Theologie, nur so nebenbei. Hier geht es darum, dass Menschen, die WIRKLICH keinen blassen Schimmer haben, immer ihren Müll abladen.
Wenn jemand gegen Christen ist weil er meint, dass Christen glauben Adam und Eva seien die ersten Menschen auf der Welt gewesen - dann hat dieser Mensch rein gar nichts verstanden.
Wenn ich Sätze höre wie "Ich hab die Bibel mal angefangen zu lesen, aber das war echt bescheuert" - dann habe ich keine Lust mehr, mich mit so jemandem auszutauschen.
Wenn jemand meint, Gott werfe alle Menschen ins Fegefeuer und unterwirft sich den Mensch - dann hat sich diese Person auch an diesem Punkt disqualifiziert.
Wenn ich mir wie so oft anhören darf, dass die Kirche Kreuzzüge veranstaltet hat und alles auf diesen Aspekt reduziert wird - dann ist das ebenfalls keine sachliche DIskussion.

Verstehst du, was ich meine? Solange man mal sachlich bleiben würde und sich auch einmal etwas sagen lassen würde, wäre doch alles ok. Mehr will ich doch nicht. STattdessen wird beleidigt und platt dahergeredet. Es kann ja jemand denken, Adam und Eva seien nach unserem Glauben die ersten Menschen - aber dann hat er sich auch genauso eines besseren belehren zu lassen. Und das geschieht nicht. Die meisten beharren auf ihrem Standpunkt, auch dann, wenn er faktisch falsch ist und eben keine Glaubenssache mehr darstellt.

[QUOTE]weil du keinen Doktortitel hast oder nur Sie haben Ahnung davon und sind unfehlbar und du hast absolut kein Recht,nur irgendetwas zu sagen.[/QUOTE]
Ich glaube, ich habe eben genug dargelegt, dass es eben darum nicht geht. Und nur so: Ich studiere im 2. Semester Theologie - ich habe also keine Weisheiten gepachtet und bin von einem Doktortitel ziemlich weit entfernt. Also nochmal: Darum geht es nicht!!

[QUOTE]wenn man nicht immer nur blind schluckt,was einem eingetrichtert wird,dann macht man sich schon sehr viele Gedanken.[/QUOTE]
Und genau das ist Theologie: Eben nicht blind zu schlucken, was man serviert bekommt! Das bekommen wir jeden Tag aufs neue eingeschärft, das ist das Wichtigste, was dieses Studium ausmacht! Aber nicht blind zu schlucken heißt auch nicht automatisch alles zu verwerfen und als Lügen abzustempeln.

[QUOTE]Wer würde schon den Fehler machen,Hitler als typischen Christen zu bezeichnen?Ich glaube keiner bei gesundem Menschenverstand,für mich ist er nichtmal ein richtiger Mensch.[/QUOTE]
Dann kannst du nachempfinden, wie es mir geht, wenn einer mit dieser Adam-Eva-Sache kommt - das hat auch nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun.
Kampfsau[QUOTE]Dann kannst du nachempfinden, wie es mir geht, wenn einer mit dieser Adam-Eva-Sache kommt - das hat auch nichts mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun.[/QUOTE]

[QUOTE]Und genau das ist Theologie: Eben nicht blind zu schlucken, was man serviert bekommt! Das bekommen wir jeden Tag aufs neue eingeschärft, das ist das Wichtigste, was dieses Studium ausmacht! Aber nicht blind zu schlucken heißt auch nicht automatisch alles zu verwerfen und als Lügen abzustempeln.[/QUOTE]


Ich glaube das Problem ist,die ursprünglichen Schriften auf die sich ein Glaube bezieht,sind Jahrtausende oder deren Übersetzungen Jahrhunderte alt.Manche Menschen nehmen das aber als Grundlage,es wird niemals ein "neueres Testament geben",selbst wenn nochmal ein Mensch auftauchen würde,der damals als Jesus durchgekommen wäre,hege ich da Zweifel.

Die Bibel wurde für andere Menschen aus einer anderen Zeit geschrieben.Und man kann nunmal nicht leugnen,dass in der Bibel trotz allem auch mehr als genug Unsinn steht.

Und vieles ist nunmal Auslegungssache.Darum die Neuauslegungen der Bibel aber Korrekturen wird es wohl niemals geben.

Ich würde etwas derartig Schwammiges nicht studieren,vielleicht irgendwelche naturwissenschaftlich angehauchten Fächer oder Mathe, etwas mit Politik, Wirtschaft oder Recht.Theologie sollte man nicht studieren,wenn man nicht an den christlichen Gott glaubt oder sich nicht mit den Ansichten der Kirche vereinigen kann.

Ich würde sogar eher Philosophie studieren oder ein Fach, dass sich mit größerer Distanz mit Theismus und Religionen beschäftigt und mit den Menschen die es umfasst.Mit Islam, Judentum, Christentum, Buddhismus oder Hinduismus.Jemand der diesen Überblick über alle Religionen hat und über deren Regeln,Bräuche und Traditionen er bescheit weißt.Vielleicht diese Kenntnisse in Verbindung mit Politik und u.a. auch Wirtschaft.

Solche Personen scheinen mir besonders in der heutigen Zeit , in der es immer mehr religiöse Spannungen gibt, durchaus gebraucht zu sein.
FiraelHallo,

ich stimme Dyspenthes darin zu, dass es manchmal schwierig ist, aus heutiger Sicht und mit heutigem Verständnis über damalige religiöse Ansichten und andere Verhältnisse zu urteilen. Umso besser, dass es Leute gibt, die diese Begebenheiten rekonstruieren und wenn nötig hinterfragen.

Mir fiel dazu ein Spruch meines Großvaters ein, der einerseits zwar erschütternd ist, aber andererseits auch oft Tatsache in der Geschichte ist:

"Woher soll ich wissen, was richtig und was falsch ist?
Ich bin es zwar, der die Entscheidung vor seinem Gewissen vereinbaren muss,
aber über richtig und falsch entscheiden Zeit und Politik."
Jester[SIZE=1]Moderativer Hinweis, ich bitte die Diskussionsart hier wieder abzustellen, da sonst ein großer Unterschied zu anderen Religionsthreads bestünde und des weiteren der Sinn der Nebelpfade verfehlt ist. Also, bitte mit Rücksichtnahme auf den Threadersteller, da sonst die Schliessung des Threads erfolgen müsste[/SIZE]
Kampfsau[QUOTE]Daneben halte ich eigentlich keine Sache, die in der Bibel steht, für Unsinn, aber um zu verstehen, was die Aussage war, muss man sich in der Geschichte ein wenig auskennen.[/QUOTE]

Wer tut das schon? Soll das jeder machen, wer sagt wie man es deuten muss? Kann man es nicht deuten wie man will?Warum gibt es denn genaugenommen zig oder hunderte von Glaubensrichtungen?

Die Schöpfungsgeschichte,wenn man Sie wortwörtlich nimmt,so ist Sie für heutige Verständnis doch Unsinn und kann nicht ernst genommen werden.
Die Rolle der Frau, die Schöpfung. Das erschreckende, manche nehmen das ungeachtet von allem was in den letzen Jahrhunderten Menschheitsgeschichte passiert ist, immer noch für bare Münze

Man soll Religion als das sehen was es ist.Es sind versuche zu erklären,auch wenn man nicht wirklich weiß.Es sind Regeln des Zusammenseins.Religion ist für Menschen die Antworten suchen und seien es auch nur Antworten, die ihnen gefallen und sie glücklich machen

Und dass jetzt jeder Mensch die Geschichte und Lebensweise dieser ganzen Menschen erforschen soll, nur damit er in den Bibelstellen aus heutiger Sicht einen Sinn sieht,das ist doch viel verlangt


[QUOTE]Ich könnte das jetzt fortführen, aber das würde hier den Rahmen sprengen, auf jeden Fall merkt man, wenn man sich für die Thematiken interessiert, dass es Geschichten sind, die die Leute sich gegenseitig erzählten, mit denen sie sich gegenseitig aufbauten und in denen sie sich über die Menschen amüsierten, unter denen sie meistens ziemlich zu leiden hatten. Ist das jetzt Mist? Finde ich eigentlich nicht, es ist ein Zeugnis aus der Lebenswelt anderer Menschen und das, was sie damals niedergeschrieben haben, ist, auf heute übertragen, für Gläubige noch immer gültig.[/QUOTE]

Also ich finde das doch schon irgendwie ziemlich kleingeistig.Wahrscheinlich war diese ursprüngliche Sprache auch noch Hebräisch. Heute will der Mensch immer noch höher hinaus, Dekadenz ist nicht gut aber dies ist immer auch eine Ansichtssache.Andere sehen es als Dekadenz, wenn ich 5 Kilometer nicht mit dem Fahrrad sondern mit dem Auto fahre.

[QUOTE]Das war einfach so, man war gläubig, wenn man Häretiker verbrannte, tat man das, weil man glaubte, sie seien besessen, und wollte ihre Seele reinigen - aber ist das ein Problem der Kirche heute oder nicht vielmehr eine Weltanschauung einer bestimmten Zeit? Und haben Menschen unserer heutigen Zeit überhaupt das RECHT dazu, Bräuche einer anderen Lebenswelt zu kritisieren?[/QUOTE]

Das Problem ist, diese Menschen haben den Glauben zu persönlich genommen. Wer den Glauben kritisiert, stellt auch die Person hinter ihm in Frage. Andere nehmen das nicht so persönlich, sondern wissen, es ist eine persönliche Sache und der Glauben steht über solchen Dingen, kann daher auch nicht angegriffen werden,sondern nur man selber.Andererseits nimmt man auch den Glauben um persönliches durchzusetzen. Das ist auch der Grund, warum wegen einer Mohammed Karikatur etliche Leute auf die Barikaden gehen und wegen soetwas auch Menschen ums Leben kommen. So hat man früher auch im Christentum Leute die den Glauben nur irgendwie angriffen, als Ketzer grausam gefoltert und getötet



[QUOTE]Ich empfinde auch die Menschenopfer der Azteken als grausam, aber gleichzeitig steckt dahinter auch eine Logik, die auch etwas für sich hat. Aber warum ist sowas gut, während die Kirche schlecht ist? Weil es von den streng katholischen Spaniern im 16. Jahrhundert ausgerottet wurde?[/QUOTE]

Warum sollte das gut sein,natürlich ist gut und schlecht nur ein persönliches Empfinden und genau darauf wird in unserem Grundgesetz Rücksicht genommen.Zumindest auf dem Papier darf jeder soweit dem folgen,was er selber als gut und richtig empfindet, wie dies bei den anderen so noch gewährleistet ist.

Denn genau da schneiden sich interessen,warum sollte irgendwer für etwas sterben, weil ein anderer es für gut befindet? Gut und Schlecht sind keine fest definierten Werte.Und deswegen oder aus einfacher materieller Not,kommt es zu Kriegen und Mord

Vielleicht können nicht alle Leute sich voll entfalten und absolutes Glück erreichen, dafür muss niemand anderes darunter leiden. So eine arme Jungfrau oder ein Einwohner eines fremden Volkes wird sicher nicht zwangsweise dadurch glücklich, qualvoll für einen fremden Gott zu sterben.

Und wenn irgendwelche Spanier im Namen Gottes es für nötig befinden,irgendwelche Indianischen Völker fast auszurotten, dann kann das nicht gut sein, auch wenn man gegen die Menschenopfer ist, die Azteken vollzogen

[QUOTE]Ich habe ehrlich gesagt meistens den Eindruck, dass gegen irgendein Feindbild gewettert werden muss, ohne dass darüber reflektiert wird. Während die ganze Welt draußen über den bösen islamistischen Terrorismus schimpft, geschieht es hier gegen das Christentum, die wenigsten ach so reflektierten Menschen wissen überhaupt, wovon sie reden, bzw. sie wollen es überhaupt nicht wissen.[/QUOTE]

Ach, Pastoren werden gefoltert,getötet und gejagt,hier in der BRD oder machen Sie das selber auch mit anderen?

Das man sich immer wieder unqualifizierte Kritik anhören muss, dass Leute einen Anzweifeln, dass der Glaube relativ an Bedeutung verloren hat, das sind Dinge, mit denen muss man nunmal leben.
DyspenthesKampfsau, könntest du dich bitte daran halten, was Jester geschrieben hat? Ich möchte nicht, dass Vardas Thread geschlossen werden muss. Wenn du magst, kannst du ja einen neuen eröffnen in einem der passenden Foren!
VardaEs fällt mir zwar gerade wahnsinnig schwer, nichts zu deinem Beitrag zu sagen, denn es ist viel drin, bei dem mir wieder die Hutschnur hochgeht.

Trotzdem: Ich möchte den Thread gerne erhalten und nicht extra einen neuen starten.
Danke Dyspenthes!

Jester: Du kannst gern einzelne Beiträge löschen, falls das geht, aber ich mag gern meinen Thread behalten.
Sorry, dass es hier immer wieder Probleme gibt, das war nicht meine Absicht.
VardaWie an so vielen Abend ist auch dieser Abend ein Abend, an dem ich meinen - Hintern - nicht zum Lernen hochbekomme. Doch es ist höchste Zeit! Nachdem ich mich in den letzten zwei Wochen dem Luxus hingegeben habe es mir so schlechtgehen zu lassen, dass ich jeden Tag wie gelähmt im Bett lag und nur aufstand, weil Herr Samsa etwas zu Essen braucht und Auslauf, habe ich in der ersten Probeklausur eine satte 5,0 hingeknallt. Es geht also wieder los, genau wie letztes Semester. Das erfreut mich nun nicht gerade, denn eigentlich habe ich keine Lust den Kurs ein drittes mal zu belegen.
Nachdem Dominik jede Minute aufgewendet hatte um mich wieder aufzubauen, geht es nun langsam bergauf, viel zu langsam allerdings, so langsam, dass das drohende Graecum am 3. Februar und die mündliche Prüfung wenige Tage danach wieder den Zustand der letzten Zeit heraufbeschwören.
VardaJetzt raste ich vollkommen aus.

Nein, ich habe durchaus keinen hysterischen Wutanfall, auch, wenn das durchaus sein könnte. Nein, vielmehr raste ich völlig aus, weil ich mich dermaßen freue, dass ich sofort in die Luft springen könnte (da sollte ich eigentlich auch machen, immerhin habe ich 3m hohe Decken... aber jetzt schweife ich ab).

Es ist absolut unfassbar, aber ich habe in meiner zweiten Probeklausur eine

[COLOR=royalblue][SIZE=4]~~~~~~~~3,0~~~~~~~~~[/SIZE] [/COLOR]

geschrieben!!!!!

Eigentlich hätte ich am Freitag schreiben sollen, aber weil Kyrill das Nahverkehrsnetz der Bahn in Bayern durcheinandergewirbelt hatte und ich wegen des Besuchs des Heizungsablesers ohnehin gern zu Hause bleiben wollte blieb ich eben zu Hause. Ich schrieb meinem Griechischlehrer eine Mail und bot an, die Probeklausur am Montag in der Uni nachzuschreiben und sie ihm dann zur Korrektur zu geben.
Heute Morgen hat er alle anderen zurückgegeben und meine erst gar nicht gefunden. Dann hatte er sie doch. Erst habe ich nur eine 5 gesehen, dann etwas, was nicht zu entziffern war. Meine Banknachbarin las es zuerst: "3,0 das geht doch!" 15 Fehler, 3,0 steht unten in rot auf meinem Blatt. Ich stoße ein kurzes Quietschen aus und freue mich noch mehr, als ich höre, dass der Schnitt 3,3 war. Als eine der wenigen habe ich einen Satz richtig, der noch kurz diskutiert wird: Heißt es, dass er seine Mutter eine Gans nannte und sie dann tötete? Oder wurde seiner Mutter gesagt, dass er auf der Gänsejagd gestorben sei? :D Ich liebe Griechisch in diesen Fällen, es gibt einfach keine andere Sprache, in der so lustige Missverständnisse möglich sind.

Aber das Ergebnis gibt auch genügend Grund zum Grübeln, denn mir dem Text, den wir für Donnerstag aufhaben, bin ich kein Stück zurechtgekommen. Am Freitag schreibe ich bestimmt wieder eine 5,0 was dann beweisen wird, dass das Graecum für mich ein reines Glücksspiel ist. Wer weiß, vielleicht ist das Glück ja dann auf meiner Seite...
DyspenthesHerzlichen Glückwunsch, ich freue mich für dich! Und drücke dir die Daumen, dass es bei dir klappt!

Ja, Griechisch ist ein Glücksspiel, da es keine wirklich leichte Sprache ist. Nach einigem hin und her hab ich mein Graecum dann vor 5 Jahren mit einer 2- gehabt - obwohl ich feste daran geglaubt habe, es nicht zu schaffen. Als mir damals von einem Mitschüler die letzte Klausur gegeben wurde mit den Worten: "Hier, du hast ne 6" habe ich es geglaubt, da es genauso möglich gewesen ist. Stattdessen war es eine 2,1.

Ich wünsche dir alles alles Gute, dass du nicht zu nervös sein wirst und dass du auch die Graecum-Klausur bestehst!!!
WasserlilieDa muss ich gleich mal mein Proverbien-Lieblingszitat raushauen:
"Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss." (Prov 24,26)

Und du wirst viele liebliche Küsse bekommen, wenn du dein Graecum schreibst, weil ich weiß, dass du es schaffst.
Eigentlich brauche ich dir die Daumen gar nicht zu drücken, weil ich mir sicher bin, aber damit ich mich ein bißchen beteiligt fühle, tue ich es trotzdem. :D
VardaAch manchmal ist es einfach nur noch zum Heulen. Zum Glück bin ich im Moment nicht wirklich zu igendwelchen Gefühlen fähig, aber wäre ich es, würde es wieder mal brennen vor Aufregung.

Es ist immer das gleiche durchgekaute Zeug und ich frage mich echt, wer nur diese ganzen Hirngespinste in diese ganzen Menschen hineingepflanzt hat. Wahrscheinlich war es Satan. :rolleyes:

Aber im Ernst, wie ist es möglich, dass immer wieder so unfassbar viel Mist erzählt wird? Woher kommt dieser ganze Müll und wieso um alles in der Welt hält er sich so hartnäckig? Ist das so geil oder wie? Müll ist geil. Ist das der neue Werbespruch?

Sind es die Eltern? Oder die Schule? Oder die Medien? Wo kommen die Armeen von Menschen her, die ein so dummes, so naives, so banales, so dermaßen falsches Bild haben von dieser Religion?

Eigentlich ist es das gleiche wie mit Eva und dem Apfel. Irgendwann hat es sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt, dass Eva in einen Apfel biss. Lag das an Schneewittchen? Oder waren Äpfel mal im Trend? Weder in den hebräischen Texten noch in einer mir bekannten Übersetzung steht Apfel, es steht immer nur Frucht da. Der arme Apfel.

Und wie dieser Apfel wurde über die Zeit viel Seltsames in die Köpfe der Menschen gepflanzt. Es ist doch immer das gleiche, tagein, tagaus, was man zu hören bekommt:
Es gibt zu viele Widersprüche, Christen wollen die Evolutionstheorie ausmerzen, die Kirche tötet Menschen, die Kreuzzüge waren schlimm deswegen ist es das Christentum auch, überhaupt gibt es das Christentum und die konfessionellen Unterschiede sind uns allen egal, ich habe keine Lust mich einem Gott zu unterwerfen, die 10 Gebote schränken mich ein, der Glaube schränkt mich ein, alles ist furchtbar und ich hab auch keine Lust mich mit irgendwas auseinanderzusetzen, weil die dummen Christen Kondome verbieten und Frauen verbrennen und Kinder missbrauchen und Religion für alles verantwortlich ist und weil es das Böse gibt und weil ich die Bibel aufschlug, 3 Seiten las und sie dann langweilig fand, die Bibel sagt mir nichts, aber trotzdem weiß ich alles, alles besser als der dumme Theologe da, denn die Theologen hängen alle mit dem Vatikan zusammen und dass der alles verheimlicht weiß ich ja schon lange.

[B]Wieso, bitte wieso konnte sich so viel Müll in so vielen Köpfen über so lange Zeit halten? Und wieso, wenn man mal ein Papier weggeräumt hat, fällt plötzlich ein ganzer Berg Müll genau vor die eigenen Füße?[/B]

Ich bin es langsam dermaßen leid, mir das alles anzhören. Es macht mich müde, es zermürbt mich und es klebt an mit wie eine Lastwagenladung Honig.

Ob man den Kampf gegen die Dummheit jemals gewinnen können wird?
DyspenthesMöchtest du eine ehrliche Antwort haben?

Der Apfel kommt von den Bildern über den Sündenfall von europäischen Malern. Die in Europa am meisten verbreitete Frucht war der Apfel, da man nicht weiß, wie die Frucht im Paradies ausgesehen hat, hat man der guten Eva einfach einen Apfel in die Hand gedrückt, fertig ist das Klischee.

Dann kannst du dich sicher noch daran erinnern, dass vor ein paar Jahren ein Aufschrei durch die Medien ging, weil katholische Priester Kinder oder Frauen, die zu ihnen beichten gegangen waren, vergewaltigt haben. Sowas setzt sich auch in den Köpfen fest.

Hinzu kommt noch der Geschichtsunterricht, über den mein Vater beklagt, dass die gesamte Kirchengeschichte bis auf wenige Facetten ausgeblendet wird, auch wenn die Kirchengeschichte und die Geschichte Europas eng verknüpft sind. Das heißt, bis auf ein paar wichtige Ereignisse - Kreuzzüge, Inquisition und Ablasshandel/Luther - wird die Geschichte des Christentums ausgeblendet. Da der Religionsunterricht in der Regel dafür da ist, christliche Werte zu vermitteln, bleibt die Geschichte auf der Strecke.

Von den 10 Geboten wird angenommen, dass es Gesetze sind, manche dieser Gesetze widersprechen dem, was man in Geschichte gelernt hat (du sollst nicht töten vs. Inquisition), irgendwie haben diese Leute nicht verstanden, was das mit Luther eigentlich war, übrig bleibt ein ziemliches Wirrwarr total verkehrter und falscher Thesen, auf denen sich ein ganzes Weltbild aufbaut.

Das Problem liegt meiner Meinung nach in einem ziemlich schlechten Unterricht in der Schule, und möglicherweise auch daran, wie der Stoff vermittelt bzw. aufgenommen wurde. Das meiste in der Hinsicht lernt man, wenn man mitten in der Pubertät ist, dementsprechend werden die Lerninhalte auch verarbeitet.

Was man dagegen machen kann? Diese Möchtegern-Intellektuellen Klugscheißer labern lassen. Aufhören, sich über das Gesagte aufzuregen, und versuchen, das ganze mit ein wenig Abstand zu betrachten. Von da aus sieht das ganze nämlich nur noch lächerlich aus. Ich meine, besonders viel weiß ein Mensch nicht, der so einen Schwachsinn daherplappert - und wenn so jemand sich als allwissend aufspielt, kann es auch sehr lächerlich wirken, wenn man die lächerliche Seite mal auf sich wirken lässt. Versuch es mal ;)
VardaBis auf die Sache mit den Künstlern (wenn ich mal einen von denen in die Finger kriege...) weiß ich das eigentlich auch.

Aber es stellt sich mir immer die Frage, wieso Menschen so pauschalisieren: Priester missbrauchen Kinder - alle Christen und Priester tun das.
Das gleiche könnte man so anstellen: Jemand spielt Killerspiele und läuft Amok - also machen das alle, die Killerspiele spielen.

Mir geht einfach nicht in den Kopf, wieso die menschen Unwahrheiten bereitwillig annehmen, Wahrheiten aber zurückweisen.

Und du hast Recht - man muss Ruhe bewahren. Das ist eben nicht immer so einfach. Aber ich liebe die Nebelpfade, denn sie sind ein schönes Ventil, wenn ich eins brauche und zwar für jede Gemütsbewegung.
DyspenthesBei den Künstlern musst du warten, bis du tot bist, oder vielleicht schmoren sie dafür schon in der Hölle, wer weiß :D

Pauschalisiert wird, weil das menschliche Gehirn nicht alles in allen Einzelheiten erfassen kann. Menschen, die Killerspiele nicht kennen und ein paar Auszüge davon in den Nachrichten sehen, zusammen mit den Bildern eines Menschen, der seine Klasse niedergeschossen hat, glauben eher an einen Zusammenhang, als Menschen, die diese Spiele kennen oder zumindest Menschen, die diese Spiele spielen. Oder anderes Beispiel, was dir vielleicht noch plausibler erscheint: Wenn man vom norwegischen Black Metal gehört hat und dass die dortige Black Metal-Szene dafür verantwortlich war, dass Kirchen angezündet wurden, und man dann noch einige Texte liest, denkt man schnell, Black Metal sei eben so. Dabei sind sämtliche Black Metal-Fans, die ich jemals kennengelernt habe, total friedlich und würden selbst keinem Tier was zu Leide tun, würden keine Kirchen anzünden, etc., und das trifft auf die meisten Black Metaller zu, auch die, die in Bands spielen und diese Texte schreiben. Oder noch ein Beispiel: Es gibt sicher ein paar Gruftis, die Gräber schänden, aber nicht alle Gruftis schänden Gräber. Es gibt Türken, die sämtliche deutsche Frauen als "Bitches" betrachten, aber nicht alle. Und so weiter.
In deinem Umfeld kannst du abschätzen, was wie stark vorhanden ist, in den von mir genannten Beispielen sind es immer Minderheiten, die die Meinung über die ganze Gruppe bilden, weil sie stärker im Bewusstsein haften bleiben. Das heißt, ein Mensch, der sich viel mit dem 3. Reich beschäftigt, wird viel mehr verstehen, als ein Mensch, der nur in der Schule "Holocaust und 2. Weltkrieg" gelernt hat, ersterer wird möglicherweise objektiv an die Sache herangehen, ohne zu pauschalisieren, letzterer wird Wertigkeiten mit hinein bringen.

Eigentlich ist das ganze eine ganz normale Sache, allerdings sollten manche Menschen einen Spruch beherzigen: "Wenn man nix weiß: Klappe halten". Denn schwierig wird es ja nicht, wenn man Black Metal mit Kirchenbränden in Verbindung bringt, sondern dann, wenn man dann so tut, als ob man über Black Metal Bescheid wüsste. Oder, wie in unserem Fall, über die Kirche. Aber kennst du einen Menschen, der nicht meint, über Themen, bei denen er keine Ahnung hat, mitreden zu müssen, mit der Grundlage, dass er ein bisschen Zeitung gelesen hat? Das fängt doch schon da an, dass jeder Deutsche meint, zu wissen, was die Politik falsch macht und wie sie es besser machen könnte, dass Fußballfans vor dem Fernseher sitzen und ganz genau aus der Vogelperspektive sagen können, was die Mannschaft gerade falsch macht, etc.

Wenn du magst, kannst du mich ja anrufen, dann können wir gemeinsam lästern ;)
rosenkind hat übrigens zu dem Thema einen Thread in D&D aufgemacht
Varda[COLOR=darkred]Das Graceum ist mein... Bestanden.[/COLOR]
SternenstaubHallo, Uli,
das freut mich für Dich. Ich weiß ja noch, wie hart das Latinum war...und wenn diese Hürde erstmal gepackt ist, macht das Studium auch viel mehr Spaß.

Ganz liebe Grüße,
genieß den Triumph!
WasserlilieAuch von mir die allerbesten Glückwünsche!
Dann können wir ja in Nürnberg zusammen einen draufmachen. :)

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