| Nigthmare | Mal eine Frage, wie dehnt sich "Schönheit" eigentlich auf einen wahrnehmbaren Wert aus? So wie ich das sehe hat der Mensch nur fünf Sinne zu messen, wie hell und farblich, in welcher Frequenz, wie schmackhaft, geruchsvoll und mit welcher oberflächlichen Beschaffenheit seine Umwelt um ihn herum ist. Wenn ich jetzt eine purpurne Kugel und einen braunen Klotz vor mir aufstelle und mich nur auf meinen Seh- und Tastsinn konzentriere erkenne ich Unterschiede nur im Aussehen, in der Farbe und wie sie sich in den Händen halten. Selbst wenn ich dabei sehe dass die Kugel purpur und rund ist greife ich nicht automatisch nach ihr. Wenn ich einen Kasten bunter Bälle in einen Raum kleiner Kinder werfe könnte ich beobachten dass nicht jedes Kind die purpurnen runden Bälle mag, manch einer bevorzugt dann eher die gelben oder die blaue. Purpur ist und/oder enthält also nicht "Schönheit". Wenn ich eckige und runde Objekte auf einen Tisch voller Probanden ausbreite und die Bevorzugten anhand des Aussehens der Form erwählt werden soll kann, oder sollte man, auch erkennen können dass, dass die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen. Möglicherweise überwogen bei der Entscheidung so mancher Probanden Kriterien, die über das Maß der wahrgenommenen "Schönheit" hinausgingen. Wenn Schönheit also doch ein wahrnehmbarer Wert ist kann er auch vernachlässigt werden und für die subjektive Bevorzugung eines Objektes keine Rollen spielen, sogar unerwünscht sein, ungefähr wie Leute die die Farbe Purpur nicht mögen. Denkt man unter der Prämisse, Schönheit sei wahrnehmbar, weiter, müsste man dazu kommen dass Wahlen zu Titeln von Schönheitskönigen und Schönheitsköniginnen absurd sind, die sich mit der Bewunderung anderer Leute beweihräuchern, da deren Kür zur Schönheitskönig/inn also nicht automatisch einschließt, dass sie bevorzugt wird. Deren Kür kann im Grunde auch eine brilliante Inszenierung zur Ermittlung der unsympathischten Person der Welt sein. Das sie dabei schön ist, ist vollkommen zweitrangig. In der Ermittlung des purpursten Balles der Welt spielt es auch keine Rolle ob die Welt auf purpurne Bälle steht. Nichteinmal die Kritiker müssen purpurne Bälle mögen. Die Arbeit dazu lässt sich sogar auf robotische Vergleichsmechanismen runterbrechen: Definition: Farbwert Purpur Ermittlung Differenz: Farbwert von Kandidat zu Purpur Wenn Differenz kleiner als Differenz des momentanen potenziellen Champions: jetziger Ball ist potentieller Champion goto Ermittlung Differenz, bis keine Bälle mehr da Wir könnten also mindestens sagen dass Schönheit ein terziäres Attribut ist wenn es für die Tatsache, ob wir es mögen oder nicht, keine Rolle spielt. Abseits dieser Ausführungen fällt jedoch eine Konstante auf, die in den ersten Gedankenexperimenten stets gleich bleibt: Die Bevorzugung selbst. Innerhalb davon haben sich Probanden immer für das entschieden was ihnen lieber war, ungeachtet des Ergebnisses, einen Klotz oder einen Ball in gelb oder purpur in der Hand zu halten. Etwas vor den anderen zu ergreifen bedingt sich also nicht ob der Form oder der Farbe, denn Farbe bleibt Farbe und Form bleibt Form und motiviert zu nichts, sofern nicht eine neuronale Neuprogrammierung über Quantenmechanik ausgehend von der elektrischen Aufladung des Objektes für etwas anderes sorgt, aber das wäre eine neuronale Neuprogrammierung über Quantenmechanik ausgehend von der elektrischen Aufladung des Objektes und keine Schönheit. Die Motivation etwas vor den anderen zu bevorzugen entstammte aber stets der Person selbst die [i]anhand[/i] der ihm wahrnehmbaren Attribute entschieden hat. Wenn "Schönheit" also selbst kein wahrnehmbares Attribut ist welches sich für den Betrachter anhand der sonstigen wahrnehmbaren Attribute identifiziert könnte man also meinen dass "Schönheit" nur eine Mutmaßung ist die man anhand von anderen Erfahrungswerten wahrnehmbaren Attributen beimißt. Abwesenheit und Anwesenheit jenes angeblichen "Empfindens" würde der Betrachter dann gar nicht merken da er auf etwas vollkommen anderes Wert legt als ihm selbst bewusst ist. "Materie" und "Aussehen" wären dann vollkommen austauschbare Komponente. Ob jemanden dann etwas gefällt ergibt sich im Umgang mit diesem Objekt oder der Person und der Anwesenheit des in Wirklichkeit so begehrten "Wertes". Meine Definition für Schönheit: Grad der anhand der wahrnehmbaren Attribute durchgeführten Assoziation zu den im Umgang mit Personen oder Objekten mit ähnlich oder identisch wahrnehmbaren Attribute erlebten, positiven "Werten". MfG Nigthmare |