| Sternenstaub | [COLOR=orangered]"Denn die wahren Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt sind aufs Leben, verrückt aufs Reden, verrückt auf Erlösung, voll Gier auf alles zugleich, die Leute, die niemals gähnen oder alltägliche Dinge tun, sondern brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen und wie Feuerräder unter den Sternen explodieren und in der Mitte sieht man den blauen Lichtkern knallen und alle rufen "Aah!" Jack Kerouac - "on the road"[/COLOR] Mein neuer Ort. Für Gedanken über das Leben und den Weg. Ein Sammelsurium an glücklichen und unglücklichen Momenten auf der Suche nach persönlichem Glück. Über Beatniks und Sputniks, über Verrücktheiten und Idiotien, über das Atmen im Chaos meiner Existenz. Ich wäre gern ein Beatnik gewesen. Mit einer Schrottkarre durch die USA. Ich würde billige Zigaretten rauchen und über das Leben und die Beschaffenheit der Löffel nachsinnen. Die Haare würden im Wind wehen, ich würde lässig meinen Arm aus dem Fenster lehnen, den Kopf zurückwerfen und lachen. Ich bin kein Beatnik. Und ich rauche auch nicht mehr wirklich. Doch mein Leben soll trotzdem mitreißend sein. [I]Brenn mein Land...[/I] |
| feuerbringer | hab einen schönen neuen ort und einen mitreissenden neuen weg brennende freakgrüsse |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Walk the line...[/COLOR] Ich will brennen. Ich frage mich, ob ich in den nächsten Monaten brennen werde, oder alles um mich herum erlischt, gleich einer schlechten Kerze, rußschwarz und schwach. Dabei will ich doch. Kann ich auch in einer temporäreren Unfreiheit brennen? Ich möchte mich noch einmal glücklich fühlen, ohne Angst, ohne Kopfschmerzen und Zweifel jeglicher Art. Alle Brücken brechen weg. Werde ich sie neu erschaffen, werde ich den Atem finden? Vielleicht. Es wird Momente geben, Momente von Glück und Freude, Momente des Fallenlassens in den Augenblick. Am Samstag wird Ingo seine Arme nach mir ausbreiten, mich angrinsen wie immer, ich werde ein neues Kleid tragen, meine Haare hochgesteckt. Ich werde unter Freunden sein, lachen. Doch die Ernüchterung wird kommen mit der Nacht. In meinem alten Bett. Meinem alten Leben. Ich hätte gerne konstante Brennkapazität. Ich muss hinaus. Eindeutig. Doch reicht meine Geduld? Reicht mein Mut, wenn er überhaupt vorhanden ist? Ich tanze auf der Grenze. Der Punkt wird überschritten. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]odium puellae..[/COLOR] Der Hass, das was bleibt. Für dahingesagte Worte, herumgeworfene Kartons. Mit einem Schlag scheint die Schönheit zu vergehen, sich aufzulösen in Erziehungsmaßnahmen, ganz und gar. "Willkommen in der Zivilisation". Das wirst Du bereuen, Erzeugerin. Denn nein, ich habe nicht wie eine Unzivilisierte gehaust. Nein, ich bin weder primitiv noch mißlungen, wie Du sagst. Der Punkt ist überschritten. Das Herz brodelt, die Augen glänzen fiebrig, der letzte Zweifel ist ausgeräumt. Shall I thank you? Danke, dass ich nun ohne ein schlechtes Gewissen gehen kann, mit Sicherheit im Blick und Wut in der Seele. Ich will zurück zu mir. Der Countdown läuft. Wir werden sehen wer am Ende weint. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Before sunrise[/COLOR] [I]D'you see me, d'you see Do you like me? Do you like me standing there? D'you notice, d'you know Do you see me, do you see me Does anyone care?[/I] [SIZE=1]The Cranberries-"Ode to my family"[/SIZE] Fußballfans hetzten durch Siegen. Ich stand in gestreiften Kniestrümpfen am Bahnhof und wartete. Er kam auf mich zu, klein und lächelnd wie immer, umarmte mich so sehr, dass ich fast vom Bürgersteig kippte. Wir warteten auf unseren Dritten. Irgendwann kam auch er. Es war, als wäre ich nie weg gewesen. In der Videothek konnten wir uns nicht auf einen Film einigen und lachten über diverse Pornoabteilungen. Es gab Gespräche über seltsame und abartige Dinge, es gab Wodka mit Orangensaft und Lachanfälle. Die Nacht war lang. Irgendwann stürmten wir mein heißgeliebtes Meyers. Ich tanzte, hüpfte an Scherben und Pfützen vorbei und fühlte mich doch so verdammt gut. Einfach wieder ein wenig "zu Hause". Am Ende bekam ich seltsame Lachanfälle wegen Übermüdung. Wir gingen hinaus. Die Sonne ging fast auf. Ich lächelte sanft. Vielleicht wird ja doch alles gut. Ich kann einfach nicht ganz verzweifeln, wenn sie bei mir sind. Meine Familie. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]In your hands.[/COLOR] [I]In your hands I can feel your love surround me With a touch I am reborn Once again When your fingers wrap around me Then I know My heart belongs In your hands..[/I] [SIZE=1]Tobias Regner - "In your hands"[/SIZE] Es ist, als wären nie fünf Monate gewesen. Ich holte Dich am Bahnhof ab, wir fuhren zu mir. Feuer im Blick. Schweiß auf der Haut. Sonnenschein durch Jalousien, wir. Ich ging wieder auf in Deinen Händen, erblühte ein wenig, die Wangen rot. Es kann einfach nur besser werden ab jetzt, mit uns und meinem Leben. Gerade kamst du hoch um mich anzuschnuffeln und hast Deine Nase an die meinige gehalten. Es war einfach zu schön. Ich liebe Dich und habe Dich vermisst. |
| Manley | meine wunderkerze... du wirst dich nicht wieder kleinkriegen lassen, das weiß ich. du weißt jetzt, wie sich freiheit anfühlt, wie sie schmeckt, riecht. das wird dich nie wieder loslassen. und die freiheit wird wieder nach draußen kommen - aus ihrem versteck, aus deinem herzen. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Nostalgie. 93.5[/COLOR] [I]Je veux chanter pour ceux, qui sont loin de chez eux..[/I] [SIZE=1]Michel Berger[/SIZE] Ich bin genau eine Woche in Deutschland. Und nie habe ich mich so deplaziert gefühlt. Mir fehlt die Nuttenstadt, die Baustellen, die dreckigen Häuserfassaden und die Löcher in der Straße. Mir fehlt die Freiheit und mein dreckiges Zimmer. Alles fehlt, Natasha St Pier singt mir jeden Tag französische Lieder aus meiner Stereoanlage. Ich blättere in meinen Erinnerungen und kann immer noch nicht fassen dass alles vorbei ist. Ich hoffe bloß dass sich die Sehnsucht legt. Vielleicht ist sie auch nur durch den momentanen Schwebezustand bedingt. Es bleibt abzuwarten. Es hätte irgendwie nicht so kurz sein dürfen. Vielleicht. Ich bin sprachlos. Nicht einmal Buchstaben kommen heraus. |
| sonic.sacrifice | Liebes, ich verstehe ... ich hatte das gleiche nach Lloret und nach Bxl ... genau diese gefühle... deplaziert an dem Ort, wo man die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, entfernt, entfremdet, man vermsist das, wo die Seele ihr zuhause fand ... Heimweh ... nichts anderes. Alles liebe. Leni |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Sobriety.[/COLOR] [I]Cup of tea, take time to think, Time to risk a life, a life...[/I] [SIZE=1]Tanita Tikaram - "Twist in my sobriety"[/SIZE] Ein Königreich für mich. Es zu schaffen fällt schwer. Heute habe ich mir ein erstes Zimmer angesehen. Es war einfach zu schön. Perfekte Lage, günstig, alles. Jedoch klangen die Menschen nicht enchantés. Ich werde es wohl nicht bekommen. Ich hätte gerne unschnicksige Mitbewohner. Ist es ein Wunschtraum? Alternative Menschen mit langen Haaren und einer Vorliebe für seltsame Musik. Unordentlich wie ich. Ich warte auf Wohnheimvorschläge am Donnerstag, warte und hoffe, vielleicht doch auf den Berg zu ziehen, der unpraktisch und doch so schön ist. Ich könnte im Winter auf die verschneite Stadt blicken, mit Stulpen bekleidet hochrennen und Tee trinken. Wird es wahr? Ich bin so nüchtern geworden, die Träume sind verblasst wie alte Tagebuchschriften. Ich realisiere vielleicht einfach nicht dass ich mich fast am Ziel befinde. Die Zeit verrinnt weiterhin schnell. Neue Arbeitsstelle, Gespräche mit Freunden, alle sehen, alles tun. Ich bin wieder auf der Suche nach Leben bevor es verschwindet. Dabei vergesse ich einzuatmen. Der Magen tut seit Tagen weh, der Schlaf ist verzerrt. Ich bin so bemüht, nicht zu weinen und stark zu sein, dass ich Stacheln ausfahre. Dabei ist jedes Wort im Moment ein Angriff, jede Geste gegen mich. Ich hoffe bloß dass ich bald ankomme. Denn ich weiß nicht wie lange die Kraft noch reicht. Ich möchte schlafen können ohne Sorgen und Ruhe tanken von Zeit zu Zeit. Wann kommt der Moment? |
| Cyanide | Meine liebe V. Ich kenne dieses Gefühl, dass du beschreibst. Ich möchte dir mit diesen Zeilen ein paar liebe und mitfühlende Gedanken schicken; dir Kraft wünschen das du bis zum Ziel aushälst und nicht kurz davor aufgibst. Per aspera ad astra; ich glaube an dich, du hast schon so viel durchgestanden. Glaube an dich selbst und auch wenn du das Gefühl hast das deine Kräfte schwinden, gib nicht auf! Die Freiheit und das Leben liegen in dir selbst. Alles Liebe S. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Flash: back[/COLOR] [I]In sleep he sang to me, in dreams he came, that voice which calls to me, and speaks my name[/I] [SIZE=1]The phantom of the opera - main theme[/SIZE] Aix la Chapelle. Meine Stadt. Und manchmal mein Verderben. Eine Stunde am Bahnhof. Im Buchladen, wie immer und doch. Nach zwei wunderbaren Tagen stürzte ich wieder in Vergangenes. Ich sah Dich irgendwo, obwohl Du es nicht warst. Blickte mich panisch um, wartete. Fragte mich ob Du mich erkennen würdest, wenn. Was sind drei Jahre gegen eine Wunde? Dabei habe ich lange nicht an Dich gedacht. Eine signifikante Minute gab es schon in Valenciennes, als ich Brüderchen entgegenschmetterte, er wäre wie du. Es war das Gemeinste, was ich sagen konnte. Ich habe gemerkt, dass es noch etwas gibt, was ich nicht verarbeitet habe. Ich kann Dir einfach nicht verzeihen, dass Du mich für Dich selbst aufgegeben hast, ich war eine von Vielen. Mit dem Unterschied dass meine Freundschaft und sogar mein Herz in Deinen Händen lagen. Erinnerungen prasselten auf mich an diesem Abend. Aix im November, der Weihnachtsmarkt, die Licher, Hand in Hand. Wenn ich unsere Momente analysiere, merke ich, dass ich Deine Aufmerksamkeit genoss. Ich liebte es, wenn Du in meinen Bauchnabel pustetest und mich mit blauen Kulleraugen ansahst. Du warst einfach ein Magnet. Und inkonsequent. Insgesamt haben wir uns sieben magische Mal gesehen. Und jedes Mal wollte ich. Dich. Du hast mit mir gespielt. Hast mich angesehen, als begehrest Du mich, hast mir zugehört wenn ich ein Problem hatte. Als ich endlich frei war, Dich für ein Wochenende zu besitzen, machtest Du mir klar dass Du mich einfach nicht liebst. Ich fiel trotzdem in das weiche Weiß Deiner Armbeugen. Im Gewitter. Ich wollte doch. Wenn ich heute darüber nachdenke, was ich empfand, so war es Liebe. Vielleicht glorifiziere ich einfach meine eigenen Gefühle. Vielleicht war es einfach nur eine irrsinnige Begierde die mich an Dich band. Jedenfalls tat ich fast alles für Dich und wurde am Ende verlassen wegen mangelnder Relevanz. Dies ist nur eine Geschichte auf meinem Weg. Ich frage mich, warum gerade Du immer wieder an die Oberfläche kommst. Aix. Ich drehte mich noch einmal um. Der Zug kam. Erleichtert stieg ich ein. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Wasting the dawn.[/COLOR] [I]I still burn like the sun Raging fire in my blood..[/I] [SIZE=1]Tobias Regner[/SIZE] Es ist noch so früh. Die Vögel ergießen ihre Gesänge über das Dorf. Meine Augen klappen zu nach knapp vier Stunden Schlaf. Für Ruhe bin ich zu aufgeregt. Wenn mir das Schicksal wohlgesonnen ist, werde ich heute oder morgen meinen Mietvertrag unterzeichnen. Mein Zuhause auf dem Berg, es ist fast da, noch ganz clandestin, aber da. Die erste WG dort hat mich sofort "behalten". Nun muß ich es nur noch den Erzeugern beichten. Irgendwann. Noch nicht jetzt. Das Herz klopft, die Hände zittern, das Adrenalin steigt. Drei Wochen. Irgendwann waren es Jahre. Ich hätte nicht gedacht, dass es nun so schnell geht. Es wird nicht einfach. Anyway. Gleich werde ich mich zum Studentenwerk begeben. Danach in den Zug steigen, nach CCAA fahren mit einem guten Buch und am Ende ganz phoenixpuschelig sein. Endlich wieder. Am Rhein. |
| sonic.sacrifice | Was habe ich da gehört? Mietvertrag? Uiui! Das freut mich so sehr für dich (: Wünsch dir Sonnenstrahlen! |
| Nebeltaenzerin | Ich freu mich für dich. Das mit deinen Eltern schaffst du.. Und dann steht deinem Leben nichts mehr im weg. fühl dich ganz lieb umarmt. |
| Sternenstaub | [SIZE=1]danke meine Süße. [/SIZE] [COLOR=orangered]Kindernutten[/COLOR] [I]Think of me just long enough to make a memory..[/I] [SIZE=1]Nightwish[/SIZE] Es ist wieder Sommer. Wieder stand ich am Bahnhof und wartete auf Dich. Wie letztes Jahr, im Juni, als wir nach Büchern geschaut haben und Du meinen Namen hineinschriebst. Als ich Dir die Bank gezeigt habe und meine Orte am Rhein. Damals war Vieles anders für uns. Es sollte besser werden. Es wurde. Ich wartete auf Dich, Du kamst auf mich zu. Ich schaute Dich mit großen Augen an. Du sahst einfach so verdammt gut aus. Du strahltest. Ich vermisse Dich jetzt schon. Vermisse Eiscafé am Rhein (unverschimmelt..), Gewitter und Platzregen (naß..) und gemeine Witze über Nutten. Ich hoffe, wir sehen uns bald. Zum allgemeinen Swingertreffen oder so. Und noch ein blöder Witz. Ich zwinkere. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Euphoria[/COLOR] [I]Let your voice speak for the revolution, all your forces with all the powers that you feel..[/I] [SIZE=1]Hammerfall - "Templars of Steel"[/SIZE] Es ist hinaus. Ich habe es herausgeweint beim Essen. Einfach so. Als hätte man mir an die Schläfe gefasst und gesagt: "Jetzt oder nie". Worte flossen mit Tränen, Hände zitterten. Die Angst aller schlaflosen Nächte entlud sich in einem einzigen Augenblick. Die Reaktion war "froide" aber freundlich. Er hat mich weder umgebracht noch hat er die Stimme erhoben. Sagte nur, ich sei "alt genug". Außerdem bekomme ich einen Fernseher. Ich sitze. Die Finger zittern immer noch. Der Magen tut weh. Trotzdem war ich noch nie so erleichtert. Gleich werde ich eine Runde drehen. Eine gute Zigarette rauchen und sicher sein dass mein Traum nun wahr wird. Im türkisen Haus auf dem Berg. |
| Cyanide | Süße, wie bereits am Telefon gesagt, freue ich mich sehr für dich das dein Traum von Freiheit in Erfüllung geht. Ich bin stolz auf dich wie du das durchgezogen hast! Es gibt also mehrere Gründe, die wir feiern bei unserem Treffen! Hab dich lieb |
| Nebeltaenzerin | meine liebe, ich freue mich so sehr mit dir. das kann ich garnicht oftgenug sagen. Ich kenne diese Angst, bevor man es sagt. und die erleichterung. manchmal sind sie nicht so schlimm wie wir denken ... Du bist endlich frei! |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Wirbel-Winde[/COLOR] [I]Give a girl the right shoes and she will conquer the world...[/I] [SIZE=1]Marilyn Monroe[/SIZE] Mit Dir habe ich definitiv die richtigen Schuhe. Jedes Mal, wenn ich Dich sehe gehört die Welt mir. Ich möchte mehr solcher Abende haben mit Combichrist und Alkohol, mit guten Gesprächen und "Pearl Harbor" im berauschten Zustand. Du bist für mich immer noch so wunderschön, wie damals, als ich Dich zum ersten Mal an der Bushaltestelle traf und Dich fragte, wie Du das Seminar fandest. Es ist nun bald zwei Jahre her. Nun kommt der Sommer. Ich werde Dich öfter besuchen, oben auf dem anderen Berg. Wir werden uns betrinken und grüne Strähnen in mein Haar machen. Lachen bis es nicht mehr geht. Ein wenig die Welt erobern. |
| feuerbringer | ich möchte mich nicht einmischen und dazwischen drängen aber ich lasse hier ein virtuelles tröstendes taschentuch für ein herz das gerade schreit [COLOR=darkblue][SIZE=1]hab ich recht?[/SIZE][/COLOR] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]I could be so lucky...[/COLOR] Could. Be. Not without. Der Umzug ist nah. Erste Listen werden geschrieben, Anrufe getätigt. Das türkise Haus auf dem Berg rückt in meine unmittelbare Nähe. Mein Traum, ich kann ihn fassen. Und doch. Ein Schatten legt sich. Konsequenz des Handelns. Könnte es nicht doch noch anders werden? Finger auf Glas. Spuren in der Hitze. Ein Warten. Ein Atmen, ein neuer Weg vielleicht? |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Partir...[/COLOR] [I]...c'est mourir un peu...[/I] Morgen ist Deine Abschiedsparty. Ich werde meine neue Bluse anziehen. Dich anlächeln, über unser Projekt sprechen, immer wieder lächeln, während das Herz schwerer wird. Die ganzen Wochen nun haben wir gar nicht richtig genutzt. Ich frage mich, ob wir vielleicht anfangen, uns etwas zu verlieren. Wir wollten noch so viel erleben, viel reden. Du bist in so einer merkwürdigen Stimmung im Moment. Nun ist der Monat fast vergangen. Für uns beide fängt ein neues Leben an. Nach Deinem Auslandsaufenthalt kommst Du nicht nach Siegen. Ich werde hier sein. Nun sind wirklich drei Jahre vergangen. Es war eine wundervolle Zeit. Trotz Wut und Emotionalität. Wir hatten exzellente Gespräche, wunderbare Diskussionen in Deinem Auto und ganz viele Tassen Kaffee montags. Die Depeche Mode - Parties werden mir nun öde vorkommen ohne Dich. Rückblickend warst Du für mich da, so gut Du konntest. Ich habe versucht, Dir Selbiges entgegenzubringen, selbst wenn Du mich oft zur Weißglut getrieben hast. Du hast mir Vertrauen in meine Kunst geschenkt. Ohne Dich wäre ich in diesem Punkt nicht so selbstbewußt geworden. Ich werde nie vergessen, wie Du mich bei dem "Poetry Slam" eingeschleust hast. Dann hieltest Du meine zittrige schweißnasse Hand, bis ich auftrat. Es hat mir gezeigt, dass ich Dir trotz all Deiner Schwankungen wichtig bin. Im Grunde weiß ich es. Weißt Du noch, wie wir bei Schnee und Hagel zu "Die Happy" gefahren sind? Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Irgendwann starrte ich an Wände. Du hast den Arm um mich gelegt und mir gesagt, dass ich noch glücklich werde. Damals habe ich Dir nicht geglaubt. Und doch. Nun bin ich glücklich. Doch unendlich traurig, dass Du gehst. Ich habe Dich zu dem Schritt ermutigt, weil es anders nicht geht. Du mußt hinaus, mußt Deinen Weg gehen. Manchmal wäre mir lieber, Du bliebst. Es wird leer. Nun haben wir es beide geschafft. Bald in Uppsala. Bald in Siegen, hinaus. Eigentlich sind wir am Ziel. Trotz der Entfernung wird es irgendwie halten. Ich bin sicher. Bis morgen, mein kleiner Kleist. |
| RubyFay | Liebes Sternchen, eine wundervolle warme Umarmung für Deine wundervolle Entscheidung und die Kraft, sie durchzubringen!! Den Mut hast Du Dir erkämpft und erzittert, und nun hat er Dir ermöglicht, endlich für Dich das Richtige zu tun. Und zweifle nicht - manchmal ist es mit einem gewissen Abstand leichter, ein neues, oder zumindest 'renoviertes' Verhältnis zu Eltern aufzubauen. Erstmal bis DU wichtig. Und der Rest wird sich mit der Zeit vielleicht ergeben... (ich hatte erst vor kurzem, also fast sieben Jahre nach meinem Auszug, eines der wichtigsten (und guten!) Gespräche überhaupt mit meiner Mutter) Ganz viel Kraft, und Spaß beim Umzugskartons-Packen, und noch eine liebe Umarmung! S. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Night.Wish.[/COLOR] [I]and then a hero comes along, with the strengh to carry on..[/I] Vielleicht ist es unangemessen. Ein paar Worte, die mir eigentlich jedes Mal fehlen, wenn ich Dich sehe. Und weil sie mir fehlen, weil alles, was ich spräche zu banal klingen mag, möchte ich Dir hier einen Wunsch hinterlassen. Vielleicht liest Du ihn. Ganz sicher liest Du. Du mußt mir nicht antworten. Ich wünsche Dir..Du weißt. [SIZE=1]Ich danke Dir für jedes Wort, da Du mich wahnsinnig bereichert hast. Heute. Immer. Überhaupt.[/SIZE] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Orangenkisten[/COLOR] [I]Tscheburaschka wird in einer Orangenkiste gefunden, er stammt vermutlich aus den Tropen. Er ist ein bisher der Wissenschaft völlig unbekanntes Tier, vermutlich ist er nach dem Verzehr von Orangen in der Kiste eingeschlafen und wurde so nach Russland transportiert. Er hat braunes Fell und sehr große Ohren. [/I] [SIZE=1]www.wikipedia.de[/SIZE] Ich schliefe im Moment auch gern in einer Orangenkiste. Irgendwann würde ich aufwachen und feststellen, dass ich schon angekommen bin im türkisen Häuschen auf dem Berg. Die Tage ziehen sich, der Schlaf ist minimal. Es ist ein Gefühl, wir vor einem Kindergeburtstag. Herzklopfen. Ich male mir aus, wie alles sein wird. Nur ohne Geschenke. Heute werden Kisten gepackt. Gestern blätterte ich ein letztes Mal in alten Tagebüchern, Tagebüchern mit kleinen linierten Seiten, geschrieben mit zitternder Hand. Wieviel sich verändert hat. Es ist Wahnsinn, wenn ich realisiere dass drei Jahre gar nicht so lang sind. Und doch. Ich dachte, ich könnte nie wieder atmen. Nun bin ich wieder da. Die Kisten warten. In eine neue Welt. |
| Cyanide | V., ich freu mich auf das türkise Haus auf dem Berg, auf dem ich mich so oft verlaufe. Und ich würde mich freuen über eine Einladung irgendwann nach deinem Einzug. Darauf das du aus deiner Kiste aussteigst, ganz verzückt deine Augen reibst und feststellst das du deinen Traum nicht länger träumst sondern lebst! Dir nur das beste, hdl. |
| sonic.sacrifice | Ich denke, das Geschenk hast du dir selbst gemacht, in dem du den Mut hattest, deinen eigenen Weg zu gehen. Das finde ich sehr schön. Ich habe schon einmal eine gewisse Bewunderung dafür ausgesprochen, dass du wirklich bis ans Ende gegangen bist und ich bewundere eigentlich nie Menschen ... nun bist du am Ziel und ich freue mich sehr für dich, auf der anderen Seite zeigt es mir, wie weit ich noch von meinem eigenen entfernt bin. Genieß es ... du hast es mehr als verdient. Wie gesagt, ich komm dich besuchen und bei uns in Russland bringt man immer so eine Kleinigkeit mit, wenn jmd eine neue Wohnung hat ... ich weiß auch schon was ich dir mitbringen könnte ... Und zur Feier des Tages ein Rätsel: Was haben Tscheburaschka und der Cochon érotique namens V. gemeinsam? Weiter in der Russendisko ... und zwischendurch Voxer ... die Eilpost aus Bxl war reich ... Je t'a dorrrrre E. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Ego-Center.[/COLOR] [I]Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.[/I] [SIZE=1]Goethe, "Faust II"[/SIZE] Ich habe gelogen, weil ich schwieg. Du prasseltest Deine üblichen Vorwürfe. Ich hätte Euch gezwungen. Ich hätte den Kredit als Vorwand genommen, als Druckmittel. Vielleicht. Perfide finde ich es nicht. Nun bin ich stolz und morgen frei, mit brennenden Pupillen. Irgendwann mußte ich so handeln und ich sehe es einfach nicht ein, mich dafür schuldig zu fühlen. Ich habe das Beste getan. Zum ersten Mal in meinem Leben ist es wirklich das Beste für mich. Es muß so sein. Ich habe Dir Briefe geschrieben. Dead letters über Schlachten, karmesinrote Himmel, habe das Armageddon gemalt, pathetisch und mit Herzblut. Nun hat sich die Prophezeiung erfüllt. Deine Worte tangieren mich nicht mehr wirklich. Peripher, eventuell. Ich schenkte Dir ein stilles Lächeln während Du wutentbrannt das Haus verließest. Fick Dich. Denn ich habe gewonnen. |
| RubyFay | Wow! Ich gratuliere Dir!! Ruby ~mit einem süffisanten Lächeln~ |
| sonic.sacrifice | Sternchen, ich grinse mit dir. Glückwunsch zur Freiheit, genieß es (: Ich trinke heute Abend, nachher, mit meiner Familie einen Cognac auf dich & Hoffe die Brüsseler Post in Saint GIlles ist schnell und du bist bald im Besitz eines Kärtchens. [SIZE=1]Einen lieben Gruß von meiner Mutter, ich habe ihr ein bisschen erzählt und sie findet es toll, dass du so stark gewesen bist und jetzt die Freiheit gewonnen hast ... [/SIZE] E. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Vachement incroyable.[/COLOR] [I]Gold is at the end for each of us to find...[/I] [SIZE=1]Manowar - Master of the wind[/SIZE] Es ist einfach unglaublich, am Ziel zu sein. Nach alter Freiheitstradition läuft "A Question of Lust", Dave Gahan singt für mich. Diesmal ist das Zimmer nicht verschimmelt. Es ist wunderschön für ein Wohnheimzimmer, mit einer Sternchenborte. Sternchen für mich. Die letzten Wochen waren zuviel. Ich bin eindeutig erschöpft. Alle Knochen schmerzen, der Nacken verspannt. Auch im Gehirn stelle ich eine gewisse Leere fest. Ich bin völlig uninspiriert und zum ersten Mal in meinem Leben nicht in der Lage, zu lesen. Heute Nachmittag habe ich mir etwas Ruhe gegönnt und bin zu Sigur Ròs eingeschlimmert. Die meisten Kartons sind ausgepackt. Nach einem Chaostag mit kaputtem Auto darf ich nun das Zimmer auf dem Berg als mein Zuhause betrachten. Es ist immer noch unrealisierbar. |
| feuerbringer | eingeschlimmert onkel freud hätte sich gefreu(d/t) mögest du mit süssen träumen deinem neuen leben entgegen schlummern umgeben von sternen es ist real |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Never forget[/COLOR] [I]We've come so far, and we've reached so high And we've looked each day and night in the eye And we're still so young and we hope for more But remember this We're not invincible...[/I] [SIZE=1]Take That[/SIZE] Ich habe so lange nicht mehr an Dich gedacht. Heute kreuzte eine Frau meinen Weg. Sie schaute mich an und fragte, ob ich sie noch kenne. Es war Deine Mutter. Deine Mutter, die uns Tee gemacht hat und deren Lächeln ich so mochte. Es tat mir leid, sie nicht erkannt zu haben und es tat mir leid um uns beide. Es hätte schön werden können. Alles begann damals in einem Zug nach Hessen. Wir kamen ins Gespräch. Du fuhrst zu Deiner besten Freundin. Und wohntest in meiner Nähe. Irgendwann später hast Du in meinem Sessel gesessen und meinen Stoffaffen umarmt. Wir waren so unterschiedliche Menschen und verstanden uns doch so gut. Ich weiß nicht mehr, worüber wir redeten. Ich weiß nur, dass wir verdammt viel Spaß hatten. Mit Dir konnte ich Boygroups hören und kitschige Filme sehen, in Deinem kleinen Twingo herumfahren und Kaffee trinken. Es war wirklich wundervoll. Ich habe mich nie beklagt über die mangelnde Relevanz in Deinem Leben. Bis zu diesem einen Jahr. Es war nicht das Meinige. Ich rechne Dir hoch an, dass Du partiell für mich da warst, mit Schokolade und Umarmungen. Und trotzdem hast Du mit einem einzigen Satz alles zerstört. Es war in Schottland. Es war [I]unsere[/I] Reise. Irgendwann kam eine andere Person hinzu, die Dir wohl mehr zusagte. Und Du ließest mich einfach, ließest mich bis auf einen Abend. Heute hätte ich Dein Handeln eventuell anders betrachtet und bewertet. Doch damals habe ich Dich gebraucht. An diesem Punkt trennten sich unsere Wege. Ich habe versucht, Dir zu vermitteln, was mich verletzte, doch Du hast nicht gehört. Irgendwann gingst Du nach Irland. Es kam eine Karte. Ich antwortete nicht. Nun lebst Du also dort, in Deinem Land. In Deinem Traum. Du hast ihn erfüllt. Ich bin trotz allem stolz auf Dich. Vielleicht hätte ich anders handeln sollen, damals. Ich hatte zermalte Arme und Bedürfnisse, welchen Du nicht entgegenkommen konntest. Und nun ist zu viel Zeit vergangen, leider. Pass auf Dich auf, blonde Schönheit. Ich erinnere mich gern. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]melancholia[/COLOR] Morgen wird es losgehen. Ich werde in den Zug steigen, mit einem guten Buch bewaffnet. Zwischenhalte machen, irgendwann ankommen, mich auf gute Freunde freuen, und doch. An Dich denken. Vor zwei Jahren waren wir doch auf diesem besagten Konzert. Du hattest zwei Zöpfe und roten Lidschatten, den ich wunderbar fand. Du wirst mir fehlen dort, Dein Lachen wird mir fehlen, so wie unsere gemeinsamen Zigaretten. [I]Du[/I] wirst fehlen. Ich nehme Dich einfach in Gedanken mit und hoffe. Versprochen. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Truly living.[/COLOR] [I]It's truly living, deep inside me, deep inside my heart... [/I] [SIZE=1]Girls under Glass[/SIZE] Wahres Leben. Es fließt wieder durch meine Poren, schlängelt sich durch Hände, die Finger beflügelt, die Seele im Walzer, nein, im Mambo, heiß wie Feuer. Alles erfüllt sich. Am Wochenende stand ich in der vierten Reihe. Herr Kaschte sang mein Lied. Warf seine Haare zurück und verschwitzte Kleidungsstücke in die wild tobende Menge. Ich sah mit großen Augen, die Stimme überschlug sich, verlor sich in hunderten anderen, und doch. Es war mein Augenblick, mein Atemzug der Freiheit, der Beweis, dass es doch noch ein Leben jenseits der Bipolarität gibt. Es gibt nun etwas, wie Ruhe. Und Flammen im richtigsten Moment, dann, wenn die Seele wirbeln will. Und ich kehre immer wieder in meinen Raum mit dem Tüll an der Wand und den roten Decken, in den Raum, der nach Wäsche und Duftkerzen riecht. Es ist. Wahr. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Eté[/COLOR] [I]Je rêve du soleil, je rêve de ce jour, un jour d' été. [SIZE=1]Experiment Nnord[/SIZE][/I] Er war noch da, der Sommer. In seinen letzten Zügen legte er seinen Lufthauch über Körper und Geist, Haut und Haar, wirbelte uns umher, während die Blätter sich doch langsam verfärbten und der Regen einsetzte. Es waren wundervolle Tage. Wir haben uns diese Woche oft ausgemalt, mit großen Kulleraugen, und sie wurde schöner als erwartet. Bilderfluten. Freizeitpark, Achterbahn, fast am Meer, unser Café auf St Pauli, Lübeck im Wechselwetter, das Grass - Haus mit begnadeten Zeichnungen, undelikat chinesisch zubereitete Hühnerfüße und ein furchtbar schnulziger Film mit Keanu Reeves, der zum Wetter passte. Jedoch nicht November. Nie. Und der Sommer tanzte auf der Haut, in jedem Deiner Härchen, er lächelte mir zu und streute Funken in das Feld meines Blickes, Funken zwischen Dir und mir, zwischen uns und in uns, Atemzug um Atemzug, Schritt um Schritt. Ich bin immer noch verliebt, verliebt in Dich und in den Sommer. In Deine Brust auf der ich so wunderbar schlafen kann, in Deine Art, die Welt wahrzunehmen. Der Sommer streute seine Funken. Traumatmend und doch real. Du und ich, ich und Du, wir. Warmer Badeschaum und kalter Regen auf den Lippen, große Augen, Glück im Blick. Atem auf Wange. Ich weiß, dass. Ich. Dich. Liebe. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Rück: Schlag[/COLOR] [I]Verachtung dient nur dem Selbstschutz[/I] [SIZE=1]aus einem schwedischen Kitschbuch[/SIZE] Ich habe heute ein schlichtweg schlechtes Zeugnis in den wütenden Händen gehalten, mich gefragt, ob ich nun das deutsche oder französische Notensystem verachten soll. Schwarz auf weiß. In Frankreich waren meine Noten gut, gut für mich, im guten Bereich allgemein. Umgerechnet sind sie unzulänglich. Was nützen mir zwei Leistungsnachweise, wenn diese mit einer Vier benotet sind? Ich hasse Dinge, die mein mühevoll aufgebautes Selbstbewußtsein untergraben. Partiell erscheint es mir nichtig, dass ich in einem anderen Land studiert habe, wenn die Ergebnisse so schlecht sind. Andererseits fehlt mir die Motivation und die Kraft, neue Leistungsscheine zu machen. Französiche Hausarbeiten kosten einfach zu viel Kraft und Nerven. Eigentlich denke ich oft, ich sei definitiv nicht gut genug, nicht würdig, diese Sprache zu studieren. Sie entzieht sich mir, windet sich in der Luft, ich kann sie nicht greifen, alles fließt an mir vorbei. Ich erinnere mich an meine erste Hausarbeit, an den zweiten Versuch, Tränen und Wut. An die Vorabiturklausur, die eine Vier war. Es zeichnete sich schon damals ab, dass ich einfach nicht gut bin, die Schwierigkeiten lagen auf der Hand, und trotzdem. Ich wollte es eigentlich so. Ich wollte. Nun muß ich mit den Konsequenzen leben. Was kann mir passieren? Ich bin doch immer durchgekommen, habe für diese Sprache, meine Lieblingssprache gekämpft. Ich werde es auch weiterhin. Bis dahin verachte ich einfach beide Notensysteme ein bißchen, hebe die Scherben auf, die zu meinen Füßen liegen und lese ein Gedicht von Monsieur Houellebecq. |
| feuerbringer | nicht aufgeben was dir als schlecht und wertlos erscheint ist relativ jetzt durchhalten bedeutet an einem schicksalhaften tag die sprache nicht nur in dein herz zu schließen sondern auch aus deinem herzen kommen zu lassen vier ist ausreichend vermischt mit herz und geist ist es unwiderstehlich |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]lune du miel[/COLOR] [I]Ton regard, bien-aimée me portait dans l'espace...[/I] [SIZE=1]Michel Houellebecq[/SIZE] Ich bin etwas übermüdet. Obwohl die Knochen etwas wehtun, fließt Leben hindurch. Erinnerungen, noch so frisch und ein weiteres Stück Freundschaft. Es scheint, als sei nun Zeit für Pathos, Pathos und das Konstatieren der Tatsache, dass es eigentlich nicht war, als hätten wir uns zwei Jahre nicht gesehen. Es war wie gestern. Oder vorgestern. Vollkommen vertraut und einfach gut. Ich möchte Dir sagen, dass ich dankbar bin. Für die Jahre, den Tee heute und selbstverständlich den wunderbaren Sticker, der nun einen Ehrenplatz bekommt. Für die Erinnerung, die ich nun mehr mit Dir teilen darf, den Wind am See. Für Selbstauslöser-Photos und für Deinen Blick. Du weißt. Ich bin dankbar, weil wir uns trotz Mißverständnissen doch verdammt gut gehalten haben. Über die Zeit. Eigentlich könnte es sehr lange noch so sein. Es wird gewiß. Deine Freundin. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered][CENTER]~Vpetschatlenia~[/CENTER][/COLOR] I [COLOR=orangered]la patrie[/COLOR] [I]There is no need for sorrow, I am coming home[/I] [SIZE=1]Crüxshadows[/SIZE] Eine Woche her. Zeit vergeht schnell. Zwei Monate währte die Vorfreude, aber auch Zweifel, ob es wieder sein würde. So, wie früher, wie beim ersten, zweiten Mal. Zweifel. Als ich auf dem Parkplatz ankam, waren sie verschwunden, weggeweht von einem leichten Wind. Ich schloß Menschen in die Arme, die ich zu lange nicht gesehen hatte und ein fast dauerhaftes Lächeln klopfte an meine Zähne, huschte ins Gesicht. Stunden vergingen mit guten Gesprächen und Alkohol, sowie zu vielen Zigaretten. Am Samstag mochte ich den Flohmarkt, quengelte herum, wie es sich für eine ernannte Jammertante gehört und freute mich auf und später über "The Escape". Der Körper bewegte sich zur Musik, die Seele flog wieder. Irgendwohin, wo bunte Gärten blühen und die Luft immer zum Atmen reicht. Irgendwann fand ich mich am Lagerfeuer, blickte etwas nostalgisch in die Flammen, die mich wärmten, irgendwer hat an diesem Punkt ein wenig gefehlt. Erinnerungen. So lange her. Kurz-Geschichte. Dabei war es damals nicht die Zeit dafür. Meine Uhr ging rückwärts. Sie hat sich doch glücklicherweise entschieden, dem Leben eine Chance zu gewähren. Dieses Jahr habe ich Angies besagter Arie lauschen können. Es war ein wundervoller Moment. Fast perfekt. Glück legte sich um die zeltmüden Knochen. Riss mich mit. La patrie. Heimat. Wo das Herz ein Zuhause fand, als keines existiert hat. Es ist geblieben. Ohne Zweifel. II [COLOR=orangered]Objektophilie oder "Schleimiger Text in die Nachtwelten"[/COLOR] [I]And I want to thank you...[/I] Ich finde es exorbitant, dass Du da warst. Ich mag immer noch keinen wirklichen Black Metal, er ist mir einfach zu brachial. Was ich mag, ist die stabile Tatsache, dass wir uns nach all den Jahren immer noch gut verstehen, dass ich mit Dir ambulieren kann, zuhören und erzählen. Vielleicht schreibe ich Dir eine Geschichte über Deine Decke, die Du hier so fürchterlich ins Herz geschlossen hast. Oder über die Prinzessin auf dem Vibrator. Irgendetwas. Und dann schauen wir einen Film mit Blut und Zerstörung. Ich mache die Augen zu. Auf ganz bald. III [COLOR=orangered]Miracles[/COLOR] Ich betrete den Speisesaal, da Du nicht in Deinem Zimmer bist. Du siehst mich. Ein Flackern windet sich durch die braunen Augen, ein Moment des Erstaunens und Du lachst, streckst mir Deine faltigen Arme entgegen, um mich zu umarmen. Du sagst einzelne russische Wörter und ich muß vor Freude fast weinen, weil Du Dich doch wunderbar gehalten hast. Keiner hat geglaubt, dass es so gut wird. Du drückst mir zehn Küßchen auf die Wange und lachst, wie ein kleines Kind. Das Alter. Und doch schimmert wieder Leben in Deinem Gesicht. Mary. Mein kleines Wunder. Ich esse mit Dir Pfannkuchen und erzähle. Die Worte dringen nicht zu Dir durch. Trotzdem bin ich glücklich. Dass Du mich erkannt hast. Mich immer noch liebhast. Und [I]lebst.[/I] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Rendezvous mit Schiller[/COLOR] [I]De vita beata...[/I] Die Stadt riß ihren feingeschwungenen Mund auf und atmete mich an. Überall war Musik. Kultur genießen, durch Altsteingassen flanieren, Hand in Hand, Goya ansehen und Munch. Etwas Schwarzromantik,Kinder der Nacht. Ich sollte wieder Schiller lesen, jetzt, nachdem ich ihn besuchte. [I]Sei mir gegrüßt, Vaterlandserde...[/I] Ich gehöre in solch eine Stadt. Museen, Literatur, so viel zu sehen, lesen und erleben. Kaffee trinken mit einem Reclamheft. So sollte es immer sein. Vielleicht wird es irgendwann. Ich hatte recht, mein Herz an die Germanistik zu verschenken. Sie enttäuschte mich nie. Sie wird nicht. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]semper scrivi.[/COLOR] [I]Ich schreibe, um mich zu vergewissern, dass ich lebe[/I] [SIZE=1]Leander Suckfüll[/SIZE] Ich wurde wieder angenommen. Eigentlich ist es nur ein Literaturseminar, welches ich selbst zahlen muß. Doch für mich ist es die Welt. Seit den letzten Novembertagen in Dortmund habe ich zwei Veröffentlichungen verbuchen können, eine steht noch an. Vier Bewerbungen laufen. Ich möchte nicht reich werden, nicht berühmt. Ich möchte nur irgendwann ein Taschenbuch in einem glänzenden Einband in den Händen halten, mit schwarz-weißen Bahnschienen und meinem Namen darauf. Meinem Herzblut darin. Ohne das Schreiben wäre ich erfroren. Oder verglüht. Es hat mir oft meine semi-hergestellte emotionale Welt gerettet. Vielleicht sogar das Leben. Wenn ich schreibe, verschwinden alle Ängste, der Knoten löst sich und der Atem setzt ein. Dabei begann alles mit Gedichten in einem Forum, mit einem Freund, der meine Liebe zur Literatur bestärkt hat. Im Stillen danke ich ihm immer wieder. Ich bin nicht arrogant. Doch dieses Jahr war ich mir fast sicher, dass ich dabeisein werde. Die Fortschritte liegen auf der Hand. Nun werde ich frohen Mutes in die Dekansprechstunde tänzeln. Denn passieren kann mir nichts mehr. Ich wandere auf Wolken. Für die Literatur. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Bonheur[/COLOR] [COLOR=deeppink]Moi, je m' appelle Lolita..[/COLOR] Ich fühle mich unwiederstehlich. Es gibt Tage, da stimmt einfach alles. Eigentlich stimmt es im Großen schon, seitdem ich im türkisen Haus wohne. Ich habe meine Haare schneiden lassen. Nun wehen sie in voluminösen Löckchen um meinen Kopf. Gleich werde ich den Berg herunterschreiten, mit Sicherheit im Blick. Wenn ich wiederkomme, werde ich eine Kurzgeschichte schreiben. Frau Jelinek weiter analysieren, da es so gut klappt. Mein Leben endlich genießen, in der Stabilität. Ich habe es mir verdient. Und manchmal darf es auch ein wenig Arroganz sein. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]osennij list.[/COLOR] [I]Und soweit hast Du mich nun gebracht, ich bin nur noch ein Herbstblatt in den Winden.[/I] [SIZE=1]Illuminate - "Leuchtfeuer"[/SIZE] Tausend Mal gehört, gefühlt, wiedergefunden. Spiegelbild eines Mädchens, welches an einem Morgen wie diesem erwachte, mit Hoffnung auf ein neues Leben, ruhig und gelassen. Es sollte Jahre dauern, nicht Monate, und es kam ganz anders als gedacht. Ich stehe vor dem Spiegel, er ist so gerade, nach all der Zeit. Keine Zerrbilder, keine Löcher, keine Zacken. Und dennoch sammele ich im Herbst die Blätter meiner Erinnerungen, sehe sie an und ordne sie neu. Ich lese Buchstaben, rufe Bilder, schaue, und wundere mich, dass dennoch alles so gut geworden ist. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Septembergrau[/COLOR] [I]amo vitam, tamen, quare sum sola...? [/I][SIZE=1]Rosenstolz[/SIZE] Einsamkeit. Ich habe sie lange nicht mehr gekannt. Als Du noch da warst, zumindest, als wir oft weggegangen sind, mit Autonächten und Gesprächen, mit Meyers am Sonntag, Literaturabenden, irgendetwas. Es gab für mich keinen Freitag Abend in Siegen, ohne Action, nun hat er Einzug gehalten. Ich bin es nicht gewohnt, allein zu sein. Ich kann mich verschließen, mich in eine Traumwelt verkriechen, für mich sein und doch unter Menschen, doch ich kann nicht in einer leeren Freiheitswohnung sitzen, nach Tagen des Schreibens, des Analysierens, mir fällt irgendwann auch diese Decke auf den Kopf. Nun bist Du in Schweden. Ich mein eigenes Problem. Manchmal zeigt der Herbst mir seine Schattenseite, mit Erinnerungen, die doch nicht so anschaubar sind, mit Gedanken, die mir seit Monaten kaum ruhen lassen, mit der Gewissheit, dass ich mir jemanden zurückwünsche. Es bist nicht Du. Es bin wahrscheinlich nur ich. Phasenweise, wie immer. Ich werde mich etwas gedulden müssen. Phasen-Weise. Irgendwann wird alles gut, wieder und wieder. |
| Nebeltaenzerin | meine Liebe irgendwann wird es wieder gut. ich glaube dran und will dir nur sagen, dass du nie einsam bist. In gedanken bei dir eine betrunkene Tänzerin |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]away[/COLOR] [I]'Cause now again I've found myself so far down, away from the sun That shines into the darkest place...[/I] [SIZE=1]Three doors down[/SIZE] Weg von der Sonne. Die Strahlen werden immer unmerklicher, ich atme den Frühnebel, wenn ich meine Nase in den Wind halte, riecht dieser nach Oktober, Laub, nach braunen Ahornblättern., die unter den Füßen rascheln. Schritt für Schritt. Erinnerungen. Der Herbst macht mich traurig. Eines Herbstes habe ich mich verloren. Mich wiederzufinden fiel schwer. Noch immer spüre ich, dass damals etwas gestorben ist, was ich nicht wiederfinden kann. Ich grabe meine Fingerkuppen in die Erde, doch sie ist zu hart, verwehrt sich meinen Griffen. Ich denke an den letzten Oktober, an weit aufgerissene Augen, Angst und das drohende Armageddon über meinen Schultern, welches mit doch verwehrt blieb. Herbst. Lich(t)? Vielleicht bin ich so melancholisch, weil es so viele schöne Momente waren. Raschelndes Laub, mein erstes Mal, mein Nightwish-Lied. Ein Abend mit Ville Valo, vor langer, langer Zeit. Eine große Karte, die mir heute noch viel bedeutet. Ich grabe meine Finger in die Erde, sie wird weicher. Vielleicht sollte ich einfach darauf hoffen, dass dieser Herbst ruhiger wird. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]solus, a, um.[/COLOR] [I]Allein ist der Zustand, in dem sich jeder Nachdenkliche befindet.[/I] [SIZE=1]Hellmar Nahr[/SIZE] Ich habe kein Recht, mich einsam zu fühlen. Verwöhnt. Ungerecht. Ich habe Freunde, die mich auffangen, Menschen, an die ich mich wenden kann. Und doch. Es ist einsam geworden hier, ich war zu lange nicht mehr tanzen, es ergibt sich nicht. Ich prüfe meine Freunde, ziehe mich zurück. Zweifle an der Beständigkeit, zerdenke mich und alte Muster, erneut. Eigentlich habe ich kein Recht. In einer Sache drehen sich meine Fußspitzen im Kreis. Es steht nicht still, es hört nicht auf, meine Gedanken zu vereinnahmen, mich zu beschäftigen, nicht. Dabei ist es doch ein schöner Herbst. Goldgelb. Gelbgolden. Ich bin am Ziel. Warum bin ich traurig? Ich habe kein Recht. Die Hausarbeit ist geschrieben, Leben läuft nach Plan. Warum? Ich kann mir einfach. Nicht entkommen. |
| feuerbringer | das ist nur das berühmte loch am ziel alles ist getan alles ist mehr oder weniger gut gegangen und trotzdem plumpst man hinein das ist nur kurz so es ändert sich mit einer neuen herausforderung kopf hoch |
| Sternenstaub | [SIZE=1]Immer doch. We are going to see each other. By the way. Thanks a lot and so..[/SIZE] [COLOR=orangered]scented candle[/COLOR] [I]Come into these arms again and lay your body down the rhythm of this trembling heart is beating like a drum it beats for you it bleeds for you it knows not how it sounds For it is the drum of drums It is the song of songs.[/I] [SIZE=1]Annie Lennox - "Lovesong for a vampire"[/SIZE] Morgen kommst Du. Nach zwei Wochen spärlichen Kontakt, da Du durch einen unglücklichen Zufall kein Telefon mehr hattest. Wartezeiten. Ich habe das Gefühl, etwas verpasst zu haben, weil ich nicht mit Dir kommunizieren konnte, Du hast mir nicht erzählt was Du gekocht hast, oder was Dir im Alltag durch den Kopf gegangen ist, Du hast nicht in den Hörer geschnuffelt. Es hat mir gefehlt. Ich habe mir jeden Tag gewünscht, Dich in meiner Nähe zu haben, damit Du Dir Passagen meiner Arbeit durchliest, oder ich Passagen der Deinigen. Damit Du mich einfach nur umarmst und wir abends im Duftkerzenschein kitschig Küsse sammeln können, wie damals im Februar. Ein anderer Text hat den Februar erweckt. Ich weiß noch genau, wie ich am Göttinger Bahnhof stand und Du mir entgegenkamst. Es hat furchtbar geregnet, in meinem Inneren machte sich ständig ein Zittern breit. Du hast mich geküßt, irgendwann, in deinem blauen Zimmer, in dem ich später zu viele Tränen weinen sollte. Damals hat Dein Kuß mich beruhigt, fortgeweht zu Seelenozeanen, fort. Irgendwann erwachte ich mit drei Worten auf meinen Lippen, drei Worten, die auf der Zunge lagen, wie kleine unreife Früchte, sie machten die Zunge schwer, und doch wartete ich. Wir gingen aus, durch die Stadt, die ich nun so liebe, tanzten ein wenig, redeten auf dem Heimweg und tranken Wein. Irgendwann bin ich in einem Mantel aus Surrealität geglitten, um ruhig einzuschlafen. Neben Dir. Ich konnte noch ganz lange nicht realisieren, dass Du nun an meiner Seite schreitest. Nicht glauben, dass jemand meine spiegelverkehrten Abgründe lieben konnte, mich lieben konnte, mit all dem, was ich im Laufe der Jahre vergrub, nur um irgendwann festzustellen, dass es mit einem Schlag an die Oberfläche gedrungen war. Rückblickend hat es doch sehr lange gedauert, die verursachten Zerrbilder zu glätten. Du warst immer bei mir, mit Wort und Haut, mit jedem Augenblick in dem ich meine Fingernägel in Deine Handgelenke graben konnte, in Momenten der Lust. Du hast zu mir gesprochen und Dein Bestes gegeben, auch, wenn es leider zu oft an Deine Substanz ging. Irgendwie schienst Du, im Gegensatz zu mir, gewußt zu haben, dass die Wogen sich glätten, Du hast mir geduldig Leben eingehaucht. Nun ist die Apokalypse Vergangenheit, das Armageddon abgewendet, der karmesinrote Seelenhimmel verfärbt sich zunehmend und tendiert zu Blau. Es ist Oktober, es ist Herbst, morgen kommst Du. Wir werden essen gehen, Hand in Hand, uns lange anschauen, in Freude über Kommunikationsmöglichkeiten. Vielleicht werden wir Pläne schmieden, lächeln. Ich denke, wir sollten doch planen. Du und ich, eine Wohnung, ein großes Bondagebett mit edlen Gittern, eine Großbestellung bei Caleidolex, irgendwann. Nur mit Dir. Ich gehöre zu Dir. Nur. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]l'amitié[/COLOR] [I]We're in this together, you and me...[/I] Wir trafen uns im Foyer, um gemeinsam zu speisen. Du umarmtest mich, wie früher, wie damals und nun, wie jetzt. Ein Lächeln. In der Mensa gab es Tofu. Du sagtest, es sähe aus, wie Schaumstoffbezug und schmecke ebenfalls so, ich grinste. Wie damals, wie immer. Hätte es nicht immer so sein können? Wir redeten über alles Mögliche und Unmögliche. Die Wellenlänge, noch da, das Gefühl, als hätte es nie diese Aversionen gegeben, die Wut und meine Tränen. Alles begann in Berlin. Nein, eigentlich früher. Irgendwo in Klasse sechs. Du kamst zu mir, schenktest mir ein strahlendes Zahnspangenlächeln und sagtest, ich solle mich vor den Jungs aus der letzten Reihe hüten. Schon damals warst Du so groß, dass ich etwas eingeschüchtert war. Eigentlich begann es doch in Berlin, in diesem Jugendherbergszimmer auf dem Boden, als wir stundenlang gesprochen haben, Du und ich, und die Anderen. Seitdem habe ich Dich in mein Herz geschlossen. Eigentlich haben wir verdammt viel unternommen, viele Videos gesehen, viele Abende genossen. Bis Du mich irgendwann nicht mehr verstanden hast. Zumindest besagt es meine Wahrnehmung. Eigentlich hättest Du eventuell, aber ich war so damit beschäftigt, meine neuen Ideale zu verteidigen, dass ich Dir jede Chance genommen habe. Irgendwann folgte Schweigen. Versöhnung. Wieder Streit. Wut. Ein Kreislauf. Die letzten Jahre waren ein unterschwelliges Meiden meinerseits. Alte Wunden ließen mich einfach nicht zu Dir. Bis jetzt. Und jetzt ist es eigentlich fast spät, oder? Nein, eigentlich ist es nie zu spät für uns. Du kennst mich immer noch. Du bist hier, real. Du bist immer noch [I]proche[/I] und es ist ein exorbitantes Gefühl. Bis Mittwoch. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]where i dwell forever.[/COLOR] [I]Et c'est le temps qui court, qui nous rend serieux..[/I] [SIZE=1]Les Enfoirés[/SIZE] Meine Stadt, für immer. Herz-Blut, Herz schlägt schneller, überschlägt sich fast, lauscht den Geräuschen und Gerüchen, hält inne vor bestimmten Plätzen am Rhein, lebt. Ein Versuch, die Erinnerungen woanders zu lassen, realisierbar. Es bleibt immer noch Cologne, ob mit oder ohne Souvenirs, es bleibt der Geruch des Bahnhofs, der so heimatlich über mir schwebt, es bleibt die Rheinpromenade, und sogar die Cafés mit dem schlechten Kellnern. Es bleibt die Zukunft. Du bleibst, ich will wiederkommen, auch wenn wir nun nicht mehr kichernd am Rhein knutschen können. Ich will Erinnerungen sammeln, in meiner Stadt, mit Dir, mit Euch, solange es noch geht. Am Liebsten wäre ich eigentlich nie weggezogen. Wer weiß. Leben eingehaucht. Vorbei die Lethargie einiger Tage, vorbei die Zweifel, hinaus. Gelassen in meiner Stadt. Egal, wo ich bin, es wird immer mein Ort sein. Ernst. Geworden. Ich werde ernster, zynischer. Doch wenn ich am Rhein stehe, tanze ich, breite meine Arme aus und atme ein. Wie in der Kindheit. Dort. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]RTL deux à Valenciennes, sur quatre vingt neuf un.[/COLOR] [I]Please be gentle, I'm still learning[/I] [SIZE=1]Robbie Williams - "Advertising Space"[/SIZE] Morgen werden wir Radio hören, dank Deiner erstklassigen Satellitenschüssel. Irgendwann. Ich werde morgens losfahren und ganze neun Stunden in Zügen sein. Ankommen mit müden Knochen und halbverrenktem Hals, wie immer nach langen Zugfahrten. Meine Tasche ist wieder so schwer, dass ich sie kaum heben kann. Ich habe warme Sachen, damit wir bei der München-Rundfahrt im Doppeldecker oben sitzen können. Der Wind wird um die Ohren wehen. Fast wie in Paris. [I]Fast.[/I] Nun sind drei Monate vergangen, seitdem Du mir eine langfingrige Pfote entgegenstrecktest. Wie immer "Sayonara" sagtest. Und gingst. Der Moment ist in meiner Erinnerung verschwommen und tränennass. Nun wird es wieder sein. Du wirst mich am Hauptbahnhof abholen, etwas Fieses sagen. Ich werde bemängeln dass Du Opa - Pullover trägst. Eigentlich ist es egal, dass ich in Siegen bin, und Du in München. Immerhin wirft nun keiner Coladosen und ich habe keine blauen Flecken. Es ist doch alles ganz friedlich geworden, und es ist gut so. Bis morgen, mein "enfoiré preferé". |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Proche[/COLOR] [I]Là ou je t' emmenerai..[/I] Aucun doute. Du bist immer noch da, obwohl wir oft aneinander verzweifelten und uns zum Teufel sandten. In Deutschland kehrte der Frieden ein. Es war, wie gedacht. Du strecktest mir eine Hand entgegen, wie immer, wir fuhren Zug und lauschten den Klängen von Radio Nostalgie. Du begleitetest mich nach München, zu einem wunderbaren Treffen mit der Nixe, wir plauderten und stritten uns um das Essen, verliefen uns in der Fußgängerzone und saßen oben im Bus, Wind um die Ohren, Sonne, Deine Krücken unter meinen Füßen, ab und zu in meinen Fersen, wenn ich zu langsam ging. Es war wirklich schön. Dank Dir glaube ich an die Freundschaft. Du würdest mich niemals umarmen, oder etwas Nettes sagen, höchstens eine Kopfnuss verpassen oder mich kichernd ärgern. Doch ich weiß, dass Du da bist. Dass Du hilfst, oder mir einfach Dein Ohr leihst, so, wie ich es jederzeit erwiedere. Weiterhin. Du bist unendlich anstrengend, wenn Du mich in Buchläden zerrst, um mir ein Taschenbuch zu schenken, oder mich an die Wand diskutierst, obwohl ich im Recht bin. Andererseits versucht niemand außer Dir, mit mir "Laskovij Maj" nachzusingen, ohne mich auszulachen und keiner erträgt meine Hypochondrieanfälle so verständnisvoll wie Du. Dies ist wiederum schlecht, da wir uns beide unglaublich hineinsteigern. Seitenstechen führt zu... Dankeschön, mein Brüdi. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Meine.[/COLOR] Eigentlich fehlen mir die Worte, weil Du so unendlich süß bist, wie Du aufwachst, mich siehst und lächelst, mich erkennst, während ich einen Kuß auf Deine Nase hauche. Du bist nicht mehr wie früher, nicht mehr bei Verstand, doch es ist, wie ein Wolkenhimmel. Manchmal zeigt die Sonne, sie streckt mir ihre warmen Finger entgegen und streicht über mein Haar, so wie Du, mit Deiner faltigen kleinen Hand. Du verstehst manchmal. Erinnerst Du Dich, wie wir in St Petersburg flanierten, Du mit Deinem Berét und ich ganz klein an Deiner Hand? Wie Du mir vorgelesen hast, jeden Tag. Wie wir auch in Deutschland spazierten und Du mich oft leise geschimpft hast? Bestimmt weißt Du noch. Es schlummert nur in Dir, in dem großen Kind, welches nun in Deinem Körper wohnt. Du weißt viel, ich sehe es in Deinen Augen. Es ist nun lediglich ein wenig in den Hintergrund gerückt. Heute flanierten wir durch den Flur des "Elternheims," Du mit Deinem Gehwägelchen, ich neben Dir. Irgendwann sind wir stehengeblieben, ich habe Dir in den Sessel geholfen, Du hast mich ganz fest umarmt und gelächelt. Es ist einfach so schön, dass Du noch da bist. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]disparaitre[/COLOR] [I]Success is measured by the obstacles you overcome[/I] [SIZE=1]Ethan Hawke[/SIZE] Ich muß mich für die Außenwelt ausschalten. Ein Zettel in meiner Hand, Literaturliste, grün und krakelig. Sechs Werke, Aufsätze. Der Rest kommt am Freitag. Für einen Monat wird mein Leben nun der Linguistik gehören. Jeden Tag. Es sind Unmengen zu lesen, Unmengen zu begreifen, mit der Angst im Hinterkopf, nicht gut genug zu sein und dem échec total ins Auge sehen zu können, wenn nicht genug Arbeit hineingesteckt wird. Ich möchte gerne weinen. Doch worüber? Ich bin alt genug, um mit den Konsequenzen der Studienwahl zu leben. Ich reiße meine Augen auf, atme tief durch, straffe meine HWS-geplagten Schultern. Zwischenmenschliches kann nun warten, zumindest hoffe ich darauf. Ab morgen ficke ich die Linguistik und ich werde sie so lange ficken, bis sie nicht mehr kann und ich den Sieg erringe. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Tomorrow.[/COLOR] Morgen werde ich den Berg herunterlaufen, am Parplatz entlang, zum Campus, Räume suchen, da es mir vorkommt, als hätte ich ewig nicht mehr studiert. Ewig und seit Juni. Es wird mein erstes Semester in der Freiheit und eventuell mein stressigstes, doch ich werde wieder mehr Menschen um mich haben, vielleicht Kontakte knüpfen, in intelligenten Vorlesungen sitzen und alles verstehen, da mir keiner mehr von Nerval und histoire moderne en francais erzählt. Ich werde mich ärgern über einen gewissen Dozenten und mich endlich wieder in die Puscheljacke meiner Freundin kuscheln, die nun wieder da ist. Ich werde Kaffee trinken, jedoch ohne Ingo, etwas traurig sein. doch im Moment überwiegt die Vorfreude. Auf den Geruch der Bibliothek, auf den Kiosk und eventuelle Referate, auf das Praktikum und den guten Gedanken, jeden Tag etwas Sinnvolles zu tun und nicht zuviel nachzudenken. Ich mag Siegen übrigens. Es kann beginnen. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]sauvage.[/COLOR] [I]Un diable frappe à ma porte, est-ce que je le laisse entrer?[/I] [SIZE=1]Natasha St Pier[/SIZE] Ich bin alles. Wild und lethargisch, motiviert und unmotiviert, depressiv und euphorisch. Wild mit pochendem Herzschlag und zitternden Knien, aufgerissenen Augen, Flattern im Blick. Manisch. Ich bin alles. Irgendwie subjektiv einsam, und doch verkriechend, mit Wünschen, die ich nicht artikulieren kann, die Laute finden keinen Weg hinaus, die Zunge ist gelähmt, und doch. Ich bin roter Mohn und schwarze Galle, gepunktete Sehnsucht und klares Ziel. Ich bin erschöpft und doch ruhelos, lernend und vergessend. Ich bin intelligent, und doch unzureichend, himmelhoch jauchzend, sowie zu Tode betrübt. Es wird doch gut, oder? |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered][Kwotidjen][/COLOR] Ich falle in einen Abgrund aus roten Decken, roten Socken. Ein weiterer Tag mit der Linguistik neigt sich dem Ende zu, ein weiterer Abschnitt einer Sprachkarte, ein paar Buchstaben auf altem Papier aus der Bibliothek. Nebenbei hatte ich drei Vorlesungen, eine kleine Hilfe bei Altfranzösisch und ein übersiedendes Gehirn. Ich falle in mein Bett, welches im Moment der einzige Ruheort zu sein scheint, mein Ruheort mit einem guten Buch oder einem Telefonhörer. Die Stunden sind begrenzt, denn die Sprachwissenschaft tritt immer wieder in den Alltag ein. Bestimmt trägt sie Stöckelschuhe und eine strenge Brille. Und doch ist sie so französisch und riecht bestimmt nach Sephora-Parfum. Sie nimmt mich an der Hand und zeigt mir ihre Herkunft. Langsam finde ich die Diphtongierungen nicht mehr so unverständlich und die Sprachgeographie war noch nie uninteressant. Immerhin ist es immer noch meine Sprache, mein Land und die Stadt mit den Nutten denkt an mich. Bestimmt fährt eine silberglänzende Tram am "Place d' Armes", bestimmt promenieren sich Menschen über die "Rue de Famars", in Ponchos und Mänteln, da le temps Valencennois sich mit Wind zu erkennen gibt. Ich sitze hier und lerne Linguistik, reihe französische Worte aneinander. Wenn ich schon nicht auswandern kann, so soll dies einfach weiter meine Sprache bleiben. Ich muß bestehen. Heute fragten mich französische Austauschstudenten nach einem Gebäudeteil in der Fakultät. Ich stand auf und sprach. Es flossen einfach Wörter heraus, ohne Scheu. Es ist wirklich meine Sprache geworden. Manchmal stehe ich im supermarché vor dem Gemüseregal und mir fallen nur französische Bezeichnungen ein. Ma langue. La mienne. Also muß ich einfach bestehen. Es kann nicht anders sein. Ich falle gleich in einen Abgrund aus roten Decken zu den Klängen von Indochine. Es ist mein tägliches Leben, die tägliche Herausforderung, und zum ersten Mal in meinem Leben macht es sogar [I]Freude.[/I] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Heute Nacht, Amsterdam[/COLOR] [I]Heute Nacht, Amsterdam, kommt das Fieber, das treibt, so ein Tanz, der sich reibt, ist das nächste Programm..[/I] [SIZE=1]Klaus Hoffmann[/SIZE] Die Welt ist wieder über den Zeiger gekippt, sie ist nicht mehr rosa, jedoch auch nicht schwarzweiß. Es war nicht Amsterdam, es war Dortmund, als die Literatur erschien und mich zum Tanz bat. Das Fieber stieg, die Wangen röteten sich im Lauf der Worte, der Stift verschüttete vor Enthousiasme Tinte auf kariertem Papier. Buchstaben reihten sich aneinander, wurden kritisiert und bemängelt, und doch. Ein Schritt weiter. In meinen Träumen führe ich oft die Literatur über das Parkett. Ich trage ein rotes Carmen-Kleid mit Rüschen, rauche eine billige Zigarette und lese vor. Literatur ist alles. Jedoch bin ich zu pragmatisch, um meinen Lebensunterhalt damit bestreiten zu wollen, zu bodenständig, um nur nebenbei zu arbeiten und zu schreiben, wie es einige Menschen auf dem Seminar tun. Ich bin zu faul zum Recherchieren und aus mir wird sicherlich keine Schriftstellerin im eigentlichen Sinn. Und doch liebe ich sie, meine Worte. Sie sind das Einzige, was mir Besonderheit verleiht, wenigstens imaginär. Sie sind meine Obsession und Expression. Meine beste und einzige Therapie. Mein Ventil. Ich kann mit Kritik umgehen und ich weiß, dass mein Ziel in weiter Ferne liegt. Ich bin ernüchtert und doch euphorisch, tanzend und wild. [I]Erde schwindet. Seele brennt.[/I] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Novembre[/COLOR] [I]Ich liebe dieses Leben, ich liebe diesen Tag, ich liebe diese Welt..[/I] [SIZE=1]Juli[/SIZE] Gestern haben wir Halloween gefeiert, Stefan und ich. Lieblingspizza gegessen, Robert Gerhardt rezitiert und Likör getrunken. Fast wäre der Backofen abgebrannt. Es war trotzdem einfach gut. Nun stehe ich hier. In dem Monat, der sonst Erinnerungen heraufbeschwor, der so dunkel war, dunkel und kalt. Wir haben Putztag in der WG. Danach fahre ich zu meinen Eltern. Irgendwann wird gelernt. Es ist ein Monat wie jeder andere. Das Leben hat sich etwas normalisiert. Ich lebe mit Stimmungsschwankungen. Mit all dem, was geschehen ist. Mit [I]mir.[/I] Ich liebe das Leben. Das Leben liebt mich ebenso. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]victoire[/COLOR] [I]Geht einem a ein pallataler Reibelaut voraus, wird es zu ie..[/I] [SIZE=1]Bartsches Gesetz[/SIZE] Auf dem Weg wollten mir meine Beine nicht gehorchen. Sie knickten einfach beizeiten um. Ich ging langsamer, stieg die Treppen hoch, klopfte an. Er lächelte mich an, nahm mir den Mantel ab, deutete auf einen Platz. Vor mir stand eine Schüssel mit Schokolade. Die Nervosität schwand. Irgendwann kam der Zweitprüfer. Es ging los. Sprachgeographie. Syntax. Altfranzösisch. Die Zunge löste sich etwas, die ersten beiden Teile waren "ordentlich." Irgendwie verfolg die Zeit. Beim dritten Teil kam erst eine Wissenslücke. Dann ein Blackout. Dann das Zittern. Dann die Angst. Und doch war es ein Sieg. Im guten Mittelbereich. Und doch. Am Ende sagten sie, das Französisch wäre "mit grausamen Fehlern." Ich lächelte verstehend, schluckte es herunter und ging, um hinter der Tür eine Träne zu vergießen. Das war er, mein Linguistikmonat. Ich kann nicht fassen, dass ich es geschafft habe, trotz schlafloser Stunden, ich habe sie besiegt, die Linguistik und vielleicht werde ich sie auch ein wenig vermissen. Immerhin war sie ein Teil meines Lebens. Meiner Sprache, die mich nie im Stich gelassen hat. Ich habe gewonnen. Nun wird das Leben entspannter, gelassener für einige Monate. Ich werde mich in unsere Literaturgruppe begeben, endlich ruhig schlafen und mit Freunden weggehen. Endlich. Ausatmen. [SIZE=1]FJ ist doch ein bißchen toll. Seine genervten Sprechstunden werden mir fehlen. [/SIZE] |
| John.Coffey | [size=1]Das Armageddon ist abgewendet, eine tolle Zeit naht. Gedanken und Daumen wurden zerdrückt für Dich. Herr John :) [/size] |
| Sternenstaub | [SIZE=1]monsieur, je vous remercie et j'espère de vous revoir bientôt dans notre boulangerie, sur la gare plein de travaux...[/SIZE] [COLOR=orangered]Kunstreflexion[/COLOR] [I]l'art pour l'art..[/I] Wenn schon Kunst um der Kunst willen, sollte sie verdammt gut sein. Mit ausgearbeiteten Figuren, die den Leser berühren, mit plastischen Metaphern, irgendwie wiedererkennbar und prägnant. Heute ist mir klargeworden, das die meinige diese Kriterien nicht erfüllt. Ich bin zu faul, um etwas auszuarbeiten, ich erzähle zu schnell, Punkt auf Punkt. Ich kann die Sätze mit pseudopsychologischen Retrospektiven füllen, mit hübschen Metaphern, von Glut und Asche, Flamme und Eis. Es reicht nicht für mehr. Ich hatte eine Romanheldin. Sie hieß Kira und hatte zahlreiche liebenswerte Eigenheiten. Ich wollte sie auf eine Deutschlandreise schicken. Irgendwann würde sie nachdenken, über einen Franzosen stolpern, weiterreisen, weiterdenken, irgendwo ankommen, Haare kauen, nervös sein. Ich mochte Kira. Sie sitzt immer noch auf meiner Festplatte, auf der ersten Seite eines Dokuments, sitzt, kaut Haare und sieht mich schelmisch an. Irgendwann wird sie die Geduld verlieren und nie wieder erwachen. Weil ich zu faul bin. Außerdem ist Kira nur ein Mädchen mit einem Bahnhoffetisch. Davon gab es bereits genug. Mädchen. Bahnhof. Zug. Ich war immer eine schlechte Malerin. Dabei wäre es einfacher gewesen. Ich hätte Kira gemalt, und der Betrachter hätte sich seine Geschichte dazu erdacht. Mit Metaphern zu malen ist mühsam. Außerdem bin ich zu egozentrisch, um jemanden zu zeichnen, ohne ihm meine Persönlichkeit aufzuzwängen. Ich bin auch nicht Sybille Berg, die die Flachheit ihrer Charaktere durch Humor ausgleicht. Ich weiß, dass ich gut bin, aber es reicht leider noch nicht. Nicht im Moment. Wir treten noch ein wenig auf der Stelle, meine Kunst und ich. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Warten auf Godot.[/COLOR] [I]Ich will hinein, ich muß hinein...[/I] [SIZE=1]Kleist[/SIZE] Murmeltest Du und gingst. Ich stand vor der Nachhilfeschule, sah zu Boden, Zähne aufeinander, Augen kneifend, Du drehtest Dich um, lächeltest kurz. Ich stieg die Treppen hoch und weinte ein bißchen. Um drei Jahre, um Autonächte und Depeche-Mode-Parties, um Deine Umarmung Montags um acht. Ich dachte, es ginge schlecht ohne Dich, ich würde allein bleiben und Dich ständig vermissen. Ich vermisse Dich auch, wenn ich im Kiosk sitze, denke ich, Du kämst vorbei. Ich drehe mich um nach kleinen Menschen nach Glatze, weil Du es sein könntest. Jedoch ist es nicht schlimm. Ich habe gelernt, dass ich mich auf mich verlassen kann, wenn es um Prüfungen geht. Außerdem bin ich jetzt im Schreibzirkel - weil Du es unterstützt hättest. Ich gehe immer noch aus, ich habe Menschen um mich. Natürlich wäre es mit Dir schöner. Aber ich schreibe Dir ganz oft. Ich konnte Dir nie sagen, was Du mir für ein guter Freund bist, nun schreibe ich es Dir. Nicht nur, wenn ich betrunken bin. Und heute in einem Monat, kommst Du kurz zu Besuch. Wir werden brunchen und über Thomas Bernhard reden, über Schweden und Siegen, über alles. Es wird sein wie früher, es wird sein, wie immer, mit dem Unterschied, dass nun alles besser ist. Ich werde Dir mein Zimmer zeigen und endlich ein anständiges Foto von uns knipsen, und dann zitiere ich mit Dir Monsieur Houellebecq. Ich warte auf Dich, denn im Gegensatz zu Godot kommst Du nun ganz bald vorbei, mit einem Lächeln auf den Lippen. Ein Monat. Ich halte die Luft an. [I]Right here...[/I] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Demontage[/COLOR] Ich finde engagierte Studenten bewundernswert. Sie sind so wundervoll bewandert, lasen griechische Mythen und Christa Wolf. Es gibt ein Frauenreferat. Gruppe hier, Gruppe da. Sie haben große Pläne, Visionen und Vorstellungen. Mir siind die meinigen abhanden gekommen. Ich kämpfe nicht für den Weltfrieden und war nur auf einem Poetry Slam. Meine Kurzgeschichten gehen selten über eine Seite hinaus. Ich bin völlig unpolitisch. Ich hasse Literaturmasturbationen, mich interessiert es nicht, ob Thomas Bernhard doch keine psychhoanalytischen Deutungen zulässt. Ich bin nicht hochintelligent, auch, wenn ich beizeiten so tue. Ich war nicht in Tours, sondern in einer uncoolen Industriestadt, die ich trotzdem liebe und ich will nicht promovieren, da mir diese geistige Onanie zuwider ist. Ich lese für mich, weil es Freude bereitet und Gefühle auslöst. Ich werde Gesamtschullehrerin. Nicht Prof. Nicht Dr. Und nun gute Nacht. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Decembre[/COLOR] [I]Das ganze Universum war verrückt und blöde und über die Maßen sonderbar..[/I] [SIZE=1]Jack Kerouac[/SIZE] Ich liebe Dezember. Ich liebe Weihnachtskitsch, Lichter und materielle hübsche Dinge. Ich liebe Weihnachtsmärkte, den Geruch von Spekulatius und Glühwein, der über den Dächern schwebt, weil er so intensiv ist. Ich liebe französische Schnulzenmusik und ruhige Momente mit Bratapfeltee. Ich liebe die leise Melancholie. Ich setze die Erinnerungen des Jahres zusammen, mit sanften Fingern, bis sie ein Ganzes ergeben, bis ich einen Sinn sehe und lächeln kann. Ich schwelge in Momenten. Über dieses Jahr kann ich lächeln. Ich liebe meine Erinnerungen, es gibt so viele Wundervolle unter ihnen, trotz allem. Das Leben ist verrückt. Ich stehe. Hier. Es kann nicht besser sein. Alles war richtig. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]saved[/COLOR] [I]Freiheit- ich will nicht leise sein..[/I] Aix la Chapelle. Ich gehe durch die Straßen. Hier und da ist es merkwürdig. Je me souviens. Es ist nie so schlimm wie früher. Kurzer Gedankenblitz. Und fort. Ich gehe durch die Straßen. Mit Menschen, die enge Freunde sind. Ich fühle mich aufgehoben, verstanden. Ich fühle mich gut. Geborgen. Ich bin froh, dass Ihr mit mir seid. Mit mir wart. Mit mir sein werdet. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]ville des putains[/COLOR] [I]I am coming home..[/I] [IMG]http://www.nordmag.fr/nord_pas_de_calais/valenciennes/hdv_valenciennes3.jpg[/IMG] [SIZE=1]www.nordmag.fr[/SIZE] [I]In Gedanken. Du fehlst mir, Nuttenstadt. Ich würde so gerne wiederkommen. Es ist alles so gut, doch an manchen Tagen, da bricht die Sehnsucht durch meine Pupillen, wie klirrendes Porzellan, breitet sich in Scherben vor meinen Füßen aus. Ich nehme sie, spreche in Gedanken, beruhige sie, wie ein kleines Kind. Es war keine schöne Stadt. Es war nur frei, das Gefühl. Die Luft, der Wind. Meine Stadt. Ich vermisse Dich.[/I] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]blackout[/COLOR] [I]And so you disappear.[/I] Ich bin einfach verschwunden. Es gab mich nicht, in diesem Moment im Bus. Es gab nur einen zitternden Körper, verkrampfte Hände und einen Atem, der fast aus der Brust sprang. Herzlichen Glückwunsch. Das hat mir gerade gefehlt, jetzt, wo alles gut geworden ist, kommt eine obsolete Psychosomatik, und zerstört meine Pläne. Drei Panikattacken in einer Woche. Gut gemacht, Geist. Wenn alles in Ordnung ist, machen wir uns eben ein Problem. Es wäre ja langweilig sonst, meinem Körper, meiner Psyche und mir. Ich stehe hier, ohne Einfluß, mit Zynismus und Humor, es ist alles, was ich in diesem Fall habe, und ich weiß nicht, ob es hilft. Meine eiskalten Angstfinger werden sich schon wärmen. Ohne therapeutische Wörter. Blabla. Schlechte Kindheit. Blabla. Ich muß versuchen, zu überleben. Vielleicht schreibe ich eine Mail an Sybille Berg. Nun bin ich auch ein Psycho. Ich darf das. Willkommen in der Realität. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]my lovely present[/COLOR] [I]ich will hinein, ich muß hinein II[/I] Nach einem wundervollen Treffen betrat ich heute das Haus meiner Eltern. Ferndorf im Winter, nichts Besonderes. Ein Geburtstag wie jeder Andere. Es würde Essen geben und Wein. Ich ahnte nicht. Ich zog meine Schuhe aus, hörte ein Flüstern, meine Mutter winkte aufgeregt. Ich betrat das Wohnzimmer. In einer versteckten Ecke standest Du. Du - so süß, wie immer, mit Deiner Mütze und Deinen kleinen Fingern und einem Schokomuffin. Ich blies die Kerze aus, Du sangst mir ein schwedisches Lied. Ich konnte es gar nicht fassen, dass Du schon da bist, nicht Samstag, heute schon. Ich fiel Dir einfach zitternd um den Hals. Am Bahnhof hattest Du mich gesucht, am Wohnheim, überall. In Ferndorf bist Du fündig geworden. Nun saßen wir. Am Ausgang der vielen durchgeredeten Nächte. Du und ich. Als hätten wir uns gestern gesehen. Manche Dinge bleiben, auch für Pessimisten wie mich. Du bleibst. [I]Mein Geschenk, Ingo, mein Berater und Freund.[/I] |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]novij god[/COLOR] Wenn das Jahr mit minutenlanger Panik beginnt, kann es nur besser werden. Eigentlich begann es ja gut. Wäran da nicht mein Körper, mein Unterbewußtsein und ich. Es war das erste Jahreswechselfest in Siegen, seit langer Zeit. Ein Abend mit Bekannten, Fremden und Freunden, Maracujalikör und Gesellschaftsspielen. Ich habe mit meiner Amalia eine gute Zigarette geraucht. In zwei Wochen fliegt Amalia nach New Delhi. Zwei Monate ohne Endlostelefonate und Tee. Siegen ist bei Nacht ganz wunderschön, wenn man auf einem Berg steht und das Kribbeln in den zitternden Fingern verebbt. Doch ein wenig Heimat. Nächstes Jahr werde ich mit dem Studium fertig. Danach heirate ich eventuell. Sehr passable Aussichten, zumal wir dann vielleicht einen Referendarplatz in der selben Stadt bekommen könnten. Es ware gut. Aber erst wartet das Jahr mit der Sieben. Sieben Monate, bis Harry Potter hoffentlich nicht stirbt. Sieben Monate bis zur Staatsarbeit, zweieinhalb bis zur Modulprüfung. Hoffentlich auch doch bis Samsas Traum. Ich möchte dieses Jahr ruhiger sein. Und wieder mehr lesen. Liber legendus est. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]change[/COLOR] [I] Strange, the angels fall from the sky, I don`t know why close my eyes, their spirits peaceful and shy, wondering why close my eyes in disguise, realize I`m looking for a change... [/I] [SIZE=1]Benjamin Boyce[/SIZE] Es wäre Zeit, Träume zu sortieren. Noch vor einem Monat, war dort Lille. Belgische Häuserfassaden. Mein Land. Meine Sprache. In den letzten Wochen ist mir klargeworden, dass es nicht möglich ist. Ich kann nicht wieder für sieben Monate verschwinden, Dich in Deutschland lassen und hoffen, dass wir zusammenziehen, wenn ich wiederkomme. Es wird schon kompliziert genug. Es ist kompliziert. Angst-Agieren. Ich bleibe hier, ich stelle mich. Wir können wirklich nicht ewig eine Fernbeziehung führen. Ich will Dich. Sei mit mir roter Mohn im Feuer, nimm meine Hand und wache morgens mit mir auf, während Worte auf den Lippen erblühen. Wird es Wirklichkeit? Referendariat in der selben Stadt? Ich kann nicht ganz frei sein, und doch mit Dir. Ich bleibe. Hier. Bald sind es schon drei Jahre, mit Dir an meiner Seite. Es wird wirklich Zeit, für Dich, für mich, für [I]uns.[/I] Ich stehe hier und in mir wird es ruhig. Denn Du bist da. Hoffentlich. Ganz bald. Jeden Tag. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]littérature[/COLOR] [I]dressed for success..[/I] Es wird Zeit, zu siegen. Irgendwo zwischen inneren Zweifeln und Angst. Ich danke Ihnen, Monsieur, dass Sie versuchen, mir diese zu nehmen. Ich habe das Gefühl, dass ich meiner Sprache nicht gewachsen bin. Dass ich sie wegen Unzulänglichkeit aufgeben muß. Laisser tomber. Ich bin knapp an der Grenze, manchmal im Mittelbereich, nicht gut genug. Ich will sie nicht aufgeben, pas encore, doch ich fürchte mich vor diesem Tag im März. Sie haben mich angelächelt und beteuert, dass ich keine Angst zu haben brauche, ich verließ das Sprechzimmer, um zum Prüfungsamt zu gehen, Ihre Worte im Ohr. "Sie hatten bei mir immer gute Arbeiten, Frau L. Ich habe keine Zweifel". Mais moi. Wie dem auch sei, es gilt, zu siegen. Es wird mein Literaturmonat. Der Februar. Mit Mirbeau. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]printemps[/COLOR] [I]I still burn.[/I] Das Lied, es erinnert mich an Valenciennes. An Frühlingsluft und Häuserfassaden. Ich hörte es heute, es tat un peu mal. Es war eine Saite, die leicht gezupft wird, dieser zusätzliche Herzschlag, der manchmal kommt, wenn ein Zucken die Iris durchfährt, eine Erinnerung, schön und doch. Ich rieche den Frühling von Valenciennes. Ich rieche Birkenpollen, ich rieche "Place d' Armes". Ich rieche gekochtes Polenta am Nachmittag, ich rieche Dunkerque, das Meer, den Sand auf der Haut, Asphalt unter den wunden Füßen, ich sehe mich, wie ich den Rock hochherbe und barfuß über die Straße laufe, mit Sand im Gesicht. Ich rieche den orangen Himmel, der sich über der Résidence erstreckte und ich rieche Lakritzschnecken, die wir auf Deine Fensterscheibe klebten, um zu sehen, ob sie herunterfallen. Jetzt, wo es Dir so schlecht geht, wünsche ich mir, ich könnte Dich zu "Flunch" entführen und Dir ein Eis kaufen. Dich daran erinnern, dass Du nun schon ein Jahr in meinem Leben weilst. Du hast gut durchgehalten, selbst, als ich dabei war, an mir zu verzweifeln. Ich würde gerne etwas für Dich tun. Meinst Du, wir riechen Valenciennes, irgendwann? |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Tatjana und Foffi[/COLOR] ...sind getrennt, Nicole und Keith immer noch zusammen und Brangelina sind auch glücklich. Dafür fickt Justin nun Scarlett und nicht Cameron. Hier sehen wir Katie Holmes in einem Jogginganzug, sie geht mit Tom spazieren, Hand in Hand. Ich weiß alles, denn ich sitze in Wartezimmern und lese BUNTE. Bis mich endlich jemand aufruft. Ich habe ein neues Hobby: Gelenkschmerzen, Panikattacken, Herzrasen. Neue Einlagen. Krankengymnastik, Härtefallantrag. Und dazwischen ein Lächeln, wenn es nicht zum Weinen reicht. Ein Atemzug, wenn es mir vor dem Schlafen die Luft wegschnürt. Ein Meiden der früher so oft durchgehaltenen Busfahrten. S'arranger. Abends liege ich mit Körnersack im Bett und lese. Es hilft ein bißchen, manchmal, soweit. Immerhin ist das Gelenk wirklich überlastet. Ich bilde mir nicht alles ein. Ich spreche kaum ernsthaft darüber, da es das Los aller Hypochonder ist, nicht ernst genommen zu werden. Ich habe den Monat immerhin überlebt. Und ich werde weiterhin. Es hat sich kaum etwas verändert. Und es geht auch nicht schlecht, es geht nur anders. Tatjana wird weiterhin keine Prinzessin, Thomas Stein hat eine neue junge Freundin. Ich muß bald zur Szintographie. Ich habe lange nichts mehr über Dieter Bohlen gelesen. Vielleicht im Krankenhaus. Ich freu mich schon. |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]godovschina[/COLOR] [I]Hold me, until we're one, and sing me your beautiful song..[/I] Ich wäre doch gern in Marburg gewesen, heute. An diesem Gleis vor drei Jahren. Als ich dort stand und Du mich in die Arme nahmst. Stattdessen bin ich zur Gesamtschule gefahren, habe mir krasse Checka angesehen und Gruppenarbeiten, wie an einem normalen Mittwoch, als wäre es kein besonderer Tag. Doch es ist. Drei Jahre. Es ist der Beweis, dass wir immer noch perfekt zueinander passen, es ist die Gewißheit, dass wir trotz anfangs schlechter Voraussetzungen einfach gut harmonieren. Es ist das Glück, Dich gefunden zu haben. Es ist roter Mohn. Glut in den Augenblicken, die nur uns gehören, die Erinnerungen und vor allem die Zukunft, alles erstreckt sich vor unseren ineinander verschränkten Fingern. Wir werden alles schaffen. Ich möchte. Nie. von Deiner Seite weichen. Ich liebe. Dich. |
| Dr.Jackal | Mein liebstes Pünktchen-Schaf Ja ich wäre irgendwie auch da gewesen, aber es ist vielleicht auch eine Flucht vor dem Gedanken des alten Ehepaares. Nicht dass du mich falsch verstehst mein Engel: ich finde es wundervoll. Es macht mich glücklich wie gut ich dich kenne, wie noch keinen anderen Menschen vor dir, nicht einmal meine Familie geschweige denn eine andere Beziehung oder Freunde haben mir diese Nähe und Vertrautheit geschenkt und gegeben wie du es jeden Tag aufs Neue tust. Kleine Rituale wie unsere Kosenamen, unser Feiern selbst der Monatstage, das Frühstück bei Baguettkov oder im GroMo, die Zeit in Hamburg, der Besuch in der Marktstrasse und dass du mir nicht beim Kochen hilfst, weil ich viel zu lehrerhaft bin als das ich erträglich wäre, diese kleinen Dinge und Marotten sind es die mir in unserer Liebe Sicherheit und Kraft geben und eine Ruhe bei der ich nicht mehr umherlaufen muss um mich selbst zu beweisen ich sei der größte Stecher oder sowas. Ich will nur dich, dich ganz allein, dass wird mir an solchen besonderen Tagen immer wieder aufs Neue klar. P.S.: Heute hab ich ein Lied auf ViVa gesehen in dem Sido "Ich liebe dich" gesgat habe: ich möchte mich deswgen diesem Poeten anschliessen. Ich.Liebe.Dich. dein Pünktchen-Dinobaby |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Helsinki vampires[/COLOR] [I]Would you give me the key to the empire of bliss...?[/I] Ich bin wieder achtzehn. Auf meinem Tshirt steht "gothic girl". Ich stehe in der Menge und starre Jyrki an, während er an seinem Mikrophon lutscht. Hello Vampires. Sagt er. Ich grinse. Es ist alles so weit weg. Die Anfangszeit. Nun kommen die 69 Eyes wieder auf Tour. Und ein Teil von mir möchte dorthin. Obwohl ich genau weiß, dass es rien que nostalgie ist, dass ich mich nicht erinnern kann, wann ich das letzte Mal ein Lied dieser Band gehört habe. Nur der Traum von Helsinki ist geblieben. Ich bin kein Teil der Szene. Nicht mehr. Ich höre französische Popmusik und trage orange Pullover. Ich kann mich nicht mehr begeistern, ich hasse weiße Schminke und profilgeile Szenemitglieder. Ich fühle mich fast schon alt, wenn ich zurückdenke und konstatiere, dass ich "hinaus" bin. Aber ein wenig Nostalgie darf es auch sein. |
| Dr.Jackal | Ich will dir hiermit dagen wie sehr ich dich liebe und wie sehr ich mich über unsere lange (auch Nachtwelten-) Geschichte freue. Über das unglaubliche Kennenlernen, über unser Marbug-Treffen bis hin zum Schokimuseum und dem baldigem Zusammentreffen unser jeweiligen Schwiegereltern! Du bist mein Muffi und jeder Tag mit dir ist toll. Und das schreibe ich selbst nach langer Abstinenz in die Nebelpfade. ;) Dein Dinobaby! |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]reason[/COLOR] [I] You give me a reason to love you You make me believe that it's true You give me a reason to love you Now I wanna tell it to you... ~Mars~[/I] Ich mag das Lied, es begleitete mich ungefähr fünfzig Seifenoperfolgen und jedes Mal dachte ich an uns. Ich liebe Dich, auch, wenn ich manchmal Angst habe, Angst, meine komischen Träume aufzugeben, für ein Leben mit Dir. Ich habe Angst, dass es zu ernst wird, dass irgendetwas verloren geht, wenn Du mir zu nah bist. Und doch. Zieht mein Herz. Mich zu Dir. Es zieht mich in Deine Armen, wenn ich Sonntags heimkomme, es zieht mich in Deine Nähe, wenn ich Freitags zu Dir fahre, und die Vorfreude Schmetterlinge im Bauch malt. Sie flattern ein bißchen, wenn ich aus dem Zug in Deine Arme falle. Vielleicht wird unser Traum schon nächsten Herbst Realität. Dann werfe ich meine Ängste über Board und schaue nicht zurück. Dann höre ich auf, Handlungsmuster zu fürchten. Ich lasse mich einfach in Deine Arme fallen und es wird gut sein. Ich gebe die dreckigen Häuserfassaden auf, die nordfranzösische Provinz, die als Freiheitsbäumchen in meinem Kopf wächst. Ich habe sie jetzt schon aufgegeben. Ich gehe mit Dir. Schritt für Schritt. Es wird gut sein. je t'aime... [SIZE=1]Ich habe mir eigentlich vorgenommen, nicht mehr in dieses Board zu schreiben. Nun sitze ich doch hier und tippe altbeksnnterweise Buchstaben in das Fenster. Denn eigentlich bin ich immer noch eine Wunderkerze. Ich bin roter Mohn. Ich will sein. Mit Dir.[/SIZE] |
| Seelenfunke | warum möchtest du nicht mehr schreiben hier |
| Sternenstaub | [COLOR=orangered]Leaving Eden[/COLOR] [I]Put the thorns in my side, the coins in my eyes, I'm not awake, I'm leaving Eden..[/I] [SIZE=1]Antimatter[/SIZE] Ich konnte mich nicht verabschieden. Nun sind die Tage voller Tatendrang und Mut, die Abende jedoch mit bleierner Leere. Mir ist langweilig ohne Dich, mein Leben ist grau geworden. Du hast getan, was Du schon oft prophezeit hast. Ich habe gedacht, es ginge nicht ohne Dich. Es geht, doch es ist schwer. Ich verlasse Eden. Das Eden der ultimativen Freundschaft, durch die Nuttenstadt und darüber hinaus. Du warst der beste Freund, den ich je hatte und niemand wird Dir das Wasser reichen können. Ich gebe nichts auf, ich bin nicht wie früher, au contraire. Ich habe Sachen weggeworfen, Haare geschnitten, alle Symbole in Gang gesetzt, um ein neues Leben zu beginnen. Stark, stolz, ohne Dich. Es geht nur partiell auf. Ich vermisse Dich. Du fehlst. Wenn ich durch die Straßen gehe, fallen mir Zitate und Momente ein, der orange Himmel über der Nuttenstadt, der Blick aus Deinem Zimmer. Ich bin unruhig, esse viel, schlafe wenig. In einer Woche schreibe ich Examen. Ich bin nicht konzentriert. Keiner kann ermessen, was Du für mich getan hast. Du hast mich akzeptiert und verstanden, angehört und getröstet. Auf Deine eigene Weise. Die Crux war, dass Du mich geliebt hast. Es tut mir leid, wenn ich Deine Hoffnungen genährt haben sollte, weil ich Dich an meiner Welt teilnehmen ließ. Emotionale Nähe schafft Hoffnung. Doch was hätte ich tun sollen? Von einem Tag auf den anderen warst Du da, war die Wellenlänge vorhanden, ich habe nicht nachgedacht. Und als ich bemerkte, wollte ich kämpfen, beruhigt durch die Illusion, dass Gefühle vergehen. Illusion. Man sagte mir, ich hätte Dich ausgenutzt. Doch ich war auch für Dich da, wenn die Monster kamen, ich kochte für Dich, ich half Dir, wo ich nur konnte. Die Freundschaft war gegenseitig, die Liebe einseitig. Daran sind wir zerbrochen. Ich danke Dir für alles. Ich werde Dich noch sehr lange vermissen. |
| sonic.sacrifice | [SIZE=1]Tiefe Gefühle vergehen "nie" ... also sogut wie nie ... 2 bis 3 Jahre ... und das auch nicht ohne Hilfe. Es tut mir so leid für euch. Freunde findet man so selten. [/SIZE] |