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  Forum: Nebelpfade
    Thema: En Solitaire
psychochickenFeststellung: Ich hasse Menschen, weil sie mich nicht mögen, und ich mag Menschen, weil sie mich mögen.

Ich werde nie sagen "Lass mich einfach in Ruhe." Nein, das kann man mir sagen. Konnte man. Mir ist nicht mehr danach, irgendjemandem hinterherzulaufen.

Wer bin ich nur? Ich bin klein, unwichtig, aber ganz niedlich. Ein Spielzeug. Danke, nein.

Bonjour, je m'appelle Eloise, et mon hobby, c'est l'ascétisme.
Nebeltaenzerinirgendwann kann man nicht mehr hinterherlaufen.
ein klares "NEIN!"
und manchmal tut es auch einfach nur gut!
anaara[COLOR=teal]
welchen sinn mag so ein hinterdreien laufen auch machen? was macht es mit einem, wenn man seinen seelenzustand, seine stimmung von anderen begegnungen abhängig macht?

in meinem leben ist es unwichtig geworden, was andere über mich denken, ob sie mich mögen oder hassen oder mich lieben oder mir gegenüber gleichgültig sind.

die wesen sind mir brüder und schwestern. sie sind ich und ich bin sie. so begegne ich in ihnen immer nur mir selbst. bin ich nun gleichgültig mir gegenüber geworden?

die antwort muss ja lauten, wenn ich bewerte, was mir begegnet. und die antwort lautet nein, wenn ich einfach nur wahrnehme was da in meinem aussen auftaucht.

***so ham***
°anaara°[/COLOR]
psychochickenIch hasse mein Alter. Jahre des Sammelns von Erfahrungen. Wiederholungen entreißen dem Einzelnen jede Bedeutung. Es macht einen Narren aus mir, und ich habe keine Chance dem zu entgehen.

Novelty

This one who seems to have chosen me out of all the young fashionable idiots, is either fooling me or himself.

You bother my being alone.

The more I hear about love, the less I want to experience it.

Love is a catastrophe.
psychochickenIch habe Ohrenschmerzen.
Du hast es geschafft, ich warte verzweifelt auf deine e-mail. Die, die nie kommen wird. Dachte schon daran dir zu schreiben. Aber da blinkte ein rotes Lichtlein auf - mach nicht den selben Fehler zweimal! Nun gut, so warte ich weiter.

Verdammt! Jetzt bin ich dir in die Falle gegangen.
Und wie ich das leben kenne, ist das der Punkt an dem du es dir anders überlegst.

[COLOR=royalblue][I]What shall I say
I fear you will betray me
How many ways
Can you prolong this tragedy
Who told you that I would be back
You came here to seize my freedom
I will send you falling slowly
To the earth I see below me[/I][/COLOR]
[SIZE=1](New Order - Angel Dust)[/SIZE]
psychochickenLange nicht mehr so krank gewesen.
Und nein, denke nicht an ihn, denn es ist sinnlos. Wenn wir uns in drei Wochen sehen, wird er wieder glücklich sein, mit ihr.

Aber das kommt davon, wenn man sich mutwillig für dumm verkaufen lässt.

[I]Verdammte scheiße.[/I] Ich habe keine Lust mehr. Es ist furchtbar, "nein" sagen zu müssen. Aber ich weiß, was ein "ja" zur Folge hat.

Burn or freeze to death.
psychochickenMerde. Mein Kopf tut weh.

Vielleicht weil ich zuviel über gewisse Dinge nachdenke. La Folie. 1, 2 Freitag. Va savoir.

Wird schlecht ausgehen. Ich denke zuviel daran, sobald ich die Hand nach etwas ausstrecke wird es sich von mir wenden.

Ich glaube, ich werde so oder so verrückt.
psychochicken"Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es auch schiefgehen."

Wenigstens kann ich sagen: Ich wusste es!

Hätte es aber so scheiße laufen müssen? (Ja!)
Ich war zu schnell betrunken. Habe ein bisschen rumgeheult. Dann kamst du und ich wusste dass du mich zum Narren hälstst, aber ich konnte dir nicht sagen dass du gehen sollst, denn ich war ganz allein. Abiparty, und ich war ganz allein, denn alle meine Freunde hatten sich aus dem Staub gemacht. Ich rief I. an, mein Zeug zum Übernachten war schon bei ihr.
"Ich bin zuhause. Der J. ist hier. Alles klar bei dir?"

"Ja, alles super."

Gute Nacht. Was ist los, wolltest du wissen und ich hätte es dir lieber nicht gesagt, denn ich wusste wie du reagieren würdest, und in der Tat: "Ich muss weg."

Dein Bruder hat jetzt meine CD, oder irgendjemand anderes, denn ich habe sie nicht abgeholt, ich hechtete hinter dir her zum Ausgang und lief in den Stadtpark, wo es zu kalt zum Schlafen war. Ich frage mich was der Fahradfahrer auf diesem Hügel gesucht hat, den doch eigentlich nie jemand besteigt. Er starrte mich an, wie ich mich schlafend stellte, dann fuhr er weiter.
Es wurde kalt. Und dann, dann habe ich jemanden angerufen bei dem ich mich doch nie wieder melden wollte. Doch was sollte ich tun. Dann stand ich vor seiner Tür.
"Ich bezahl dir ein Taxi. Ich brauch echt meine Ruhe."
"Nein, das geht nicht. Ich werde laufen."
"Ich lass dich nicht laufen."
Ich bin aber gelaufen, habe einfach die Tür aufgemacht und bin gegangen. Ich weiß, diese Person denkt jetzt umso schlechter über mich, aber was soll's.
Ich habe meine letzte Zigarette alleine geraucht. Die, die ich mir "für einen besonderen Moment" aufgehoben hatte.
Ich hatte es mir verdient, wahrlich. Die letzte Viertelstunde habe ich mich mitnehmen lassen.

Heute habe ich beide Nummern gelöscht. Und in mir wird es Winter.
VivaMoz![QUOTE][i]Original geschrieben von psychochicken [/i]
[B]You bother my being alone.

The more I hear about love, the less I want to experience it.

Love is a catastrophe. [/B][/QUOTE]


Ein schönes Thema.

Is it wrong to want to live on your own?
No, it´s not wrong, but I must know:
how can someone so young
sing words so sad?
(The Smiths... mal wieder)

Mir stellt sich häufig die Frage, warum ich so viel lieber frei und ungebunden bin als in einer Liebesbeziehung.

-Bin ich einfach das, was manche den "geborenen Single" nennen, also jemand, der sein Glück in der Beziehungslosigkeit findet? Dies ist wohl die bequemste Erklärungsmöglichkeit.

-Oder bin ich im Hinblick auf die "Liebe" meinem favorisierten Philosophen, Jean-Paul Sartre, doch ähnlicher, als ich anzunehmen wagte?

[Sartre war nicht zur Monogamie berufen; er war gern in Gesellschaft von Frauen, die er weniger komisch fand als Männer. Er war nicht bereit, mit 23 Jahren für immer auf die Freuden der Abwechslung zu verzichten. "Bei uns beiden", erklärte er mir unter Anwendung seines Lieblingsvokabulars, "handelt es sich um eine notwendige Liebe: es ist unerläßlich, daß wir auch die Zufallsliebe kennenlernen." Wir waren von gleicher Art, und unser Bund würde so lange dauern wie wir selbst; er bot jedoch keinen Ersatz für den flüchtigen Reichtum der Begegnungen mit anderen Wesen. Warum sollten wir freiwillig auf die Skala der Überraschungen, der Enttäuschungen, der Sehnsüchte, der Freuden verzichten, die sich uns anboten?
[SIZE=1]Simone de Bauvoir, "In den besten Jahren"[/SIZE] ]

Diese Erklärungsoption bedrückt mich ein wenig, da ich befürchte, eine Partnerin, die in diesen wichtigen Punkten ähnlich denkt, ist schwer zu finden. Es besteht demnach die Gefahr, daß eine möglicherweise lebenslange Suche erfolglos bleibt und in die Verbitterung mündet.


-Oder sind es etwa die -mehr oder weniger- schlechten Erfahrungen mit Beziehungen, die ich bislang machte, welche mich in das selbstgewählte Allein-sein treiben?

Lauter Fragen, auf dich ich derzeit noch keine Antwort weiß. Möglicherweise birgt die Zeit eben diese Antworten...
psychochickenIch kann es nicht leiden, dieses Warten. Wobei, dieses Mal sind es nur zwei Wochen. Erträglich.

Ja ich gebe es zu. Ich warte voller Hoffnung. Und finde es geradezu ekelhaft, und dennoch ich kann nicht anders.

Ich weiß ja gar nicht was ich von einer "Liebesbeziehung" erwarten sollte. Ich glaube nicht, dass das auch nur im Entferntesten das ist worauf ich gerade zusteuere. Der Gedanke, der Wunsch ist da, sicher, aber ich halte nur ein Transparent mit schönen bunten Blumen vor einen dunklen Wald um dann darauf zuzulaufen, nach den Blumen zu haschen und mich zu wundern, wenn da nichts ist als kalter trockener Boden.

Ja und wenn es so etwas wie eine "Liebesbeziehung" für mich geben würde... Dann müsste es ja eine Person geben die mich... "attraktiv" findet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese Person auf die gleiche Weise mag ist gleich null.

Ich lag heute so herum und dachte mir dass ich es mir nicht vorstellen kann, irgendetwas mit einer Person zu haben, für die ich nicht wirklich etwas empfinde oder zumindest zu empfinden glaube. Ja, ich könnte noch nichtmal jemanden küssen, den ich nur nett oder hübsch finde. Ich glaube ich bin nicht normal. Es liegt gar keine Moralvorstellung dahinter, ich kann es mir einfach nicht vorstellen.

Männer, die ich attraktiv finde, sind extrem selten gesät, Männer die mich attraktiv finden ebenso und wie könnte jemals auf einen beides zutreffen.
Darum habe ich nur die Wahl allein zu sein oder mein Herz sinnlos zu verschenken und jemandem hinterherzurennen. Beides tut weh, aber ersteres ist ehrenvoller.

Und dann kommt jemand und macht sich einen Spaß daraus mich für dumm zu verkaufen. Ich bilde mir bisweilen ein, wenn ich nur lange genug darüber nachdenke, dann werde ich verstehen, warum er das tut. Aber dem ist nicht so.

Ich habe mir ganz genau überlegt was ich sagen werde, in zwei Wochen. Die Frage ist nur, ob ich es auch tatsächlich sage, denn wenn ich es tue, dann ist er weg.
[I]Auch halte ich mein Herzchen wie ein krankes Kind; jeder Wille wird ihm gestattet.[/I]
Der Traum hat eine große Macht über mich. Nein, es ist schwächlich, doch ich kann ihn nicht aufgeben.
psychochickenDas Leben steckt voller bitterer Ironie; kaum dass ich behauptet habe, ich sei zu etwas Bedeutungslosen nicht fähig, musste ich mir das Gegenteil beweisen. Ich weiß nicht wieso es dazu kam, plötzlich.

Schuld war wohl der Lungenfisch.
Der Mann mit den lindgrünen Augen wollte wissen ob ich Fische mögen würde.
"Ja" sagte ich. Die meisten Leute täten das nicht. Dann sagte ich ich fände diesen riesigen Urfisch aus dem Vivarium besonders toll.
"Den Lungenfisch??"
Ja, den Lungenfisch.
Da musste es ja so enden.
Ich kann noch nichtmal sagen, ob es falsch oder richtig war. Einmal die Erfahrung zu machen, war vielleicht irgendwie nötig...
Möglicherweise könnte es auch weitergehen, wenn ich es wolle, aber es liegt mir ja nichts daran.

Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Ein bloßer Händedruck von einer Person, die einem wirklich etwas bedeutet ist tausendmal mehr wert als alles was jemand anderes einem geben könnte.

Es ist schlecht zu wissen, dass man enttäuscht werden wird und dass man irgendwo ein wenig Trost finden könnte. Wie bitter ist der Nebengeschmack der Bedeutungslosigkeit? Ich hoffe, ich lerne nicht mehr daüber.
psychochickenSo, raus aus der "hoffungsvollen Phase". Schätze das war's.

Mit Mühe und Not habe ich mein Sprüchlein aufgesagt. Ich habe versucht deine Augenfarbe zu erkennen, aber es war zu dunkel. Und ich konnte dir nicht in mehr als eine Sekunde lang die Augen sehen.
Du hast so schlecht gekontert, dass ich nicht mehr wusste was auch sagen sollte.
Ein paar Runden um den heißen Brei, dann meinte ich "Es ist ja auch egal.". Der magische Satz der dich zum Gehen bewirkte, nachdem wir momentelang stumm gestanden hatten und ich fühlte wie das Unglück unaufhaltsam kommt. Wir fahren beide dieselbe Tour und darum fahren wir aneinander vorbei.

Ich verstehe dich nicht. Du verstehst mich wohl auch nicht, du weißt ja nicht was ich von dir will.

Und trotzdem ist es diese ätzende bizarr Art, völlig unverständlich zu sein, die meine Knie auf angenehme Weise zum Schlottern bringt. In süßem Schmerz winden sich meine Gehirnwindungen auf der Suche nach Sinn.

[COLOR=indigo]Was ich haben will das krieg' ich nicht,
und was ich kriegen kann, das gefällt mir nicht.
Ich will nicht was ich seh,
ich will was ich erträume![/COLOR]

Aber weil ich eben doch meinen weichen Kern habe, konnte ich es nicht so stehen lassen, habe die Hand nocheinmal ausgestreckt, sodahastdues, aber lange gewartet habe ich nicht bevor mir völlig klar war, dass du sie nicht nehmen würdest.
psychochicken"En Solitaire" ist vielleicht ein schlechter Titel.

Ja, ich war noch fest überzeugt ich würde es nicht tun, lachte meine Freundin aus die mir das Gegenteil prophezeite (und spürte schon die Angst, sie könnte recht haben). Wären nur nicht alle gegangen. Und hätte man mich nicht zuvor noch ermuntert.
"Warum denn nicht?"
DARUM nicht! Aber das Darum schien so fern. Irgendwann war es nur noch ein kleiner störender Gedanke, dem ich gerade erst recht weh tun wollte, weil er mir weh tut!

Das letzte Lied. So lange habe ich keine Zeichen gesehen. Und nun wusste ich - die ist eines. Tu es nicht! Und ich wusste es war nicht recht und tanzte den Verrat.

Und immer noch plagt es mich, immer weiter zu warten, auf Rettung. Einsamkeit mag mir gut zu Gesicht stehen und du könntest mich darin belassen, doch mir graut vor diesen heimtückischen Pfaden.
psychochickenUnd nocheinmal. Doch das Kapitel ist zuende. Ich kann damit leben. Ja, vielleicht war es gar nötig.

Dennoch fühle ich mich nicht weniger leer als vorher.

Heute Nacht habe ich von dir geträumt. War an einem fremden, bizarren Ort, dann kamst du; ich hakte mich bei dir ein, du gabst mir Sicherheit.

Aber du bist nicht da, wirst es nie sein - mein kindisches Gemüt kann's nicht ertragen!

Délivre-moi de la soiltude, elle me détruit! Non, je me détruis moi-même... Manque de persévérance.

Ich höre die Musik von damals und fühle mich wie damals, allein, ohne Aussichten, immer weiter durch die Nacht vor einem ungewissen Morgen. Wird er je kommen...

[SIZE=1]Like a child who feels afraid,
Of the dark at night,
Hoping to hear a gentle touch,
Turning on a welcome light,
As long as I hear your footsteps,
In the dark,
That's all I need.
[/SIZE]
psychochickenLes histoires deviennent meilleures, leurs fins sont toujours de la meme sorte.

Maybe I coud have said it so much better by saying nothing at all. I told you everything you don't want to know. I was wishing I could shut up, but I was afraid of the silence. You wouldn't end it either. I've never talked to someone like you before, I never know what you mean.
My words thaht once enthralled you were falling like rusty waterdrops.
Then I had a choice, a chance. But my pathetic mind could not conceive your validity. Those other things, too.

Ich würde diese Barriere gerne brechen, mit dir reden ohne Angst zu haben, ich würde gerne deine Gedankengänge kenne. Aber willst du mich kennen?
psychochickenCollapse the light into earth

I lied to myself, I knew all the time, but I'm crying anyway.

Collapse the light into earth

I wish I could sleep for a hundred years.

Collapse the light into earth

But I wake up for nothing.
psychochickenEgoismus; Egoist, der: Person, die nur ihre eigene Interessen verfolgt, oftmals auf Kosten anderer.

Es stimmt, ich setzt mir zeil die ich nicht alleine erreichen will. Ich rufe Freunde an und frage ob sie sich beteiligen wollen. Und oft rufe ich dich an. Ich weiß, dass du oft ja gesagt hast, weil du mir eine gefallen tun wolltest. Aber ich wusste nicht dass es immer so war. Ich dachte, dass dir ein paar der Dinge auch Spaß gemacht hätten. Ich habe dich nur bei Dingen gefargt, von denen ich dachte, dass sie dich vielleicht interessieren. Und ich habe dich gefragt weil wir Freunde sind.
Ich habe dich nicht gefragt, ob du mit mir ins Theater gehen willst, weil ich irgendjemanden zum Mitgehen brauchte.
Ich weiß, dass es beim Tanzkurs so war. Aber du hättest doch nein sagen können. Ich weiß, dass es scheiße war, dass ich dann kurz vor Ende einfach ausgestiegen bin. Aber ich hatte niemanden auf meiner Tanzkarte, niemanden! Und tanzen konnte ich auch nicht. Es tut mir dennoch leid, richtig war es nicht und auch dieser Abend letztens war ein Opfer von dir an mich und ich würde mich gerne revanchieren.

Aber ich glaube das willst du gar nicht mehr.

Aus deinem Subtext lese ich: Deine Freunde haben nur Mitleid mit dir. In Wirklichkeit hat keiner wirklich Lust auf all diese Unternehmungen.

Okay, du hattest keine Lust. Aber diese zwei andern Male, habe ich dich ausschließich deshalb gefragt weil ich dachte es täte dir vielleicht gut mal etwas anderes zu machen. Wenn es dir nicht gefallen hat, schade, aber okay.
Nein, nicht okay.
Ich habe jetzt das Gefühl es macht keinen Sinn mehr. Du hast gemeint es hat sich alles aufgestaut, weil du nie was gesagt hast. Ich glaube in Wirklichkeit bin ich in deinen Augen ziemlich schlimm.

Ich habe wirklich versucht, für dich da zu sein und dir zuzuhören, wahrscheinlich viel zu wenig. Und irgendwann habe ich immer auf mich selbst umgelenkt. Weil ich ein Egoist bin. Da hat die ganze Grundschule nichts gebracht, jahrelanges Unterscheiden zwischen "egoistisch" und "sozial". Der Egoist bricht immer durch.

Weißt du, mein ganzes Leben lang wünsche ich mir immer wieder, es gäbe ein Leben in dem ich keine so große Rolle spiele. In dem ich nicht ständig über mich nachdenken muss. Aber ich komme einfach nicht darum herum!
psychochickenLa solitaire et moi, on se répugne.

Ich schnitt mir die Haare ab, weil ich es satt hatte, ich wollte raus aus allen diesen Dingen, ohne es leben.

Und zunächst war ich glücklich, alles schien neu, anders, besser. Weg mit dem alten Ich.

Und nun vermisse ich es mehr denn je, all mein Unglück. Denn jedes Unglück ist mehr als diese Leere, und das Abstoßen überall, wie ein Ball ein einer Sackgasse.

Und die Angst, die dämliche Idee, dein Schicksal wartet nur darauf, dass du das Haus verlässt, versuchst etwas zu unternehmen, um es zu zerstören. Dir allenfalls eine Ahnung davon zu geben, was sein könnte um dich dann zurückzuholen sodass du umso mehr siehst was nicht ist.
So wie andere meinen, sie hätten einen Schutzengel, der sie auf die andere Straßenseite rettet, bevor plötzlich ein Auto heranrast, ist mir, als hätte ich einen Engel, der darauf harrt, mich im richtigen Moment auf die Straße zu stoßen.

Das Gefühl, dass ich habe, wenn ich beim Umziehen eine Pause machen, dass in mir hochschwappt wie eine Welle aus Unglück und Unmöglichkeit. Was vorher seltsam schien scheint nun unmöglich.
psychochickenI cried so much for love. Now I cry for the lack of it.

Der Zufall hat sie zu mir gebracht, die Lieder von damals, so lange verdrängt. Sicherlich ist heute alles besser, doch etwas fehlt, etwas das ich nicht suchen kann.

Jeglicher Optimimus ist Utopie.

Der Winter lauert in der Entfernung. Wieder keiner da, allein kommen und gehen.

No one to brighten my northern sky.
MacKönntest du es denn annehmen, wenn dir jemand dieses Licht schenken würde?
psychochickenWäre ich dann noch ich? Kann ich Teil eines Zweiergespanns sein? Es würde nicht zu mir passen.

Ich will nicht das mich jemand jeden Tag anruft. Ich will nicht dass mir jemand hilft meine Taschen zu tragen. Ich will nicht, dass sich jemand Sorgen macht wenn ich nachts mit dem Rad durch die Stadt fahre. Ich will ums Verrecken keine Kommentare über Schönheit oder derleichen. Ich will keine Geschenke, die ich verlieren könnte.
Lieber will ich in die Tiefen meiner Teetasse starren und ... nur mich sehen?

Verdammt, hinter all dem steckt Narzissmus...
NnordyLiebe L.,

alles, was ich von Dir höre oder lese, sind immerzu Verneinungen. Hast Du einmal versucht, Dir klarzuwerden, was Du wirklich willst? Was Du annehmen kannst? Oder - die eigentliche Krux: Warum Du es NICHT kannst?
Ich lese in Dir die Angst vor menschlichen Bindungen, die Angst, Freiheit zu verlieren, die Angst, sich verbiegen zu müssen. Woher kommen Deine Ängste? Alles in Dir schreit in die Welt hinaus: Nein, nein, abermals nein. Wäre es nicht schön, zur Abwechslung auch einmal 'Ja' sagen zu können, aus vollem Herzen? Es muß ja nicht laut sein... Und ein leises 'oui' tut es auch... :)
Du weißt nie, zu was Du fähig bist, oder was zu Dir paßt, bis Du es nicht versucht hast. Wenn der Versuch fehlschlägt, dann nenn es Schicksal, Karma, Pech, was immer. Aber das Leben ist so langweilig ohne Risiko - lerne akzeptieren. Lerne, anzunehmen. Lerne, daß auch JA sagen nicht bedeuten muß, Dich selbst aufzugeben, sondern vielmehr, Dich selbst zu erweitern. Eröffne Dir neue Horizonte. Das Leben ist viel zu kurz, um immer nur das Gleiche zu tun und zu leben.
Trau Dich...

Liebe Grüße, Nnordy
DarketIch habe quasi durch Zufall auf diesen Thread geklickt und mir jetzt ein paar mal die letzten drei Beiträge von Dir durchgelesen. Ich will nicht ins Detail gehen, das steht mir nicht zu und es geht mich auch nicht wirklich etwas an, mir fiel aber etwas auf. Vor einigen Wochen schriebst Du etwas über Deine Haare....da kann ich ja jetzt immerhin auch mitreden. Wenn ich Dich richtig verstehe, wolltest auch Du Veränderung und warst enttäuscht, dass keine kam, das nichts kam.
Wenn ich aber die letzten beiden Beiträge lese, glaube ich zu erkennen, dass eben diese Veränderung gerade an die Tür geklopft hat und immernoch klopft und Leere vertreiben möchte. Ob dadurch alles besser wird? ich habe keine Ahnung, aber sie wird mit Sicherheit für eine Zeit lang die Leere füllen, die Du so hasst.
Du sprichst von dingen, die Du nicht willst. warum willst Du sie nicht? Sie bedeuten Veränderung. Wenn Du aus Deinem mentalen Gefängnis ausbrechen willst, bringt es nichts den Zellenschlüssel durch die Gitter nach draußen zu werfen. Die Welt da draußen muss nicht besser sein als die innerhalb der Zelle, aber es könnte sein. Willst Du wirklich das Risiko eingehen es niemals herauszufinden?
psychochickenIch weiß nicht was ich noch sagen soll ohne Angst haben zu müssen, dass mich jemand falsch versteht.

Die Haare? Die Haare mussten gehen weil ich -sozusagen- kein Mädchen mehr sein wollte, niemandem als eines auffallen, mit all dem nichts am Hut haben.

Und jetzt? Was soll ich nur sagen?
Paul ist tot.
DarketHmmmm, es tut mir leid, sollte ich Dich falsch verstanden und das etwas unglücklich zum Ausdruck gebracht zu haben. Meine persönliche Menschenkenntnis hält sich generell in engen Grenzen und scheinbar habe ich da etwas falsch interpretiert, entschuldige bitte. Es ist meine manchmal etwas seltsame Art aus dem wahrgenommenen meines Gegenübers eine Analyse für meiner persönliche Nachvollziehbarkeit zu machen, womit ich bisweilen ganz schön viele Fettnäpfchen mitnehme, also vergib mir bitte, so ich etwas mißverstanden habe.
Allerdings sind Mißverständnisse etwas relativ alltägliches. Sie kommen vor wo kommuniziert wird, es lässt sich kaum vermeiden, man kann sie allenfalls im Nachhinein aufklären.
psychochickenDu musst dich nicht entschuldigen. Wirklich nicht.
DarketIch entschuldige mich dafür etwas scheinbar falsch gedeutet und Dir scheinbar ein Stückchen weit den Mut genommen zu haben, dich hier ein wenig zu öffnen. das lag nie in meiner Absicht, das wollte ich dich wissen lassen.
NnordyLiebe L., gleich Darket möchte auch ich mich entschuldigen, falls ich Dir zu nahe getreten bin. Wenn ich Deine Grenzen falsch eingeschätzt haben und sie daher überschritten haben sollte, tut es mir wirklich sehr leid.
Ich wollte Dich nur wissen lassen, daß es andere Menschen gibt, die vielleicht auch mal in einer ähnlichen Situation / Gefühlslage waren - wie ich z.B. auch. Und was man selbst daraus gemacht oder nicht gemacht hat, was man heute weiß und damals nicht wußte, und einfach die 'Lehre' aus der Erfahrung zu bedenken geben. Es war wirklich nicht meine Absicht, Dir zu nahe zu treten, und hoffe, daß Du weiterhin 'Ventile' für Dich finden wirst, über die Du jedem Tag erneut entgegentreten kannst.
Alles Gute!
psychochickenWie in einem meiner Tagträume war es, als wir uns kennerlernten. Ich wusste nicht was ich wollte, doch immerfort hörte ich diese Textzeile in meinem Kopf „I just can’t escape…“
Und wahrlich konnte ich das nicht und somit habe ich alle ursprünglichen Pläne über den Haufen geworfen für dich. Das war es wert. Wie sehr, dafür finde ich keine Worte.
Du hast angefangen eine Brücke zu mir zu bauen und schließlich habe ich auch von meiner Seite aus damit begonnen, bis wir in der Mitte zusammentrafen. Ich war auf deiner Seite, du auf meiner. Aber was war öfter… Und warum. Anfangs habe ich dich auf der Brücke rufen gehört. Nun stehe ich allein dort draußen und rufe und du sitzt auf deiner Seite und trinkst deinen Kaffee und rauchst deine Zigaretten und siehst mich vielleicht nicht einmal an. Und wieder weiß ich nicht was ich sagen soll. Ich kann niemals das sagen was ich fühle, denn ich fühle gänzlich pathetisch und übertrieben. Und so wickle ich mich in ein Netz aus Erinnerungen und Ängsten. Ja, ich weiß es noch zu gut. Wie es ist, immer diejenige zu sein, die anruft. Wie es ist, wenn aus „vielleicht“ „nein“ wird. Alles ballt sich zusammen und die Stimme in meinem Kopf fängt an zu schreien: „Leg auf bevor…! beende es bevor…!“
Doch auch du sagst nichts, woran es auch liegen mag. Und seien wir doch ehrlich: Vielleicht bin ich es an sich wert aber so einen hohen Preis, nicht wirklich.
Sicher kann ich meine Schuhe selbst ausziehen, die Türe selbst hinter mir zuziehen. Doch ich kann mir nicht selbst das Herz wärmen.

Gare à toi! L’hiver n’est pas loin. La solitaire viendra me chercher.
psychochickenJa ich weiß, all die Jahre, all das was war. Glaub mir, ich verstehe es. Und doch kann ich es nicht völlig nachvollziehen, bin eben doch zu jung.

Zum zweiten Mal dort wo wir uns kennenlernten. Ich wünschte ich könnte die Zeit zu jenem Abend zurückdrehen, an dem einfach alles passierte, ohne das ich es geahnt hätte. Ich hätte nie gedacht dass es sojemanden wie dich geben kann.

Ich verlasse meine Welt für dich um mich in deiner neu zu finden. Ich gebe mich nicht auf, ich finde mich wieder.
psychochickenDachte ich. Und muss feststellen, dass ich mich geirrt habe. Ich habe mich selbst verloren. Ich weiß kaum noch, wer ich eigentlich bin, noch wo ich hinwill.

Ich weiß nicht was ich sagen soll, sage irgendwas. Hört mich jemand?
Ich weiß nicht wohin ich gehen soll, gehe irgendwohin. Kein Ziel.

Und wieder der Wunsch, nur noch zu schlafen. Aber selbst im Traum sucht es mich heim. Doch Wachsein ist nur Leere.

Eines der schlimmsten Gefühle im Leben ist das der Ohnmacht. Das Wissen, nichts ändern zu können. So wie meine Hoffnung sich langsam auflöst, löse auch ich selbst mich auf. Noch schlimmer als die Ohnmacht ist das Gefühl, nicht mehr als man selbst zu existieren. Ich weiß nicht, wer das ist, der mir da aus dem Spiegel entgegenblickt.

Nichts ist sicher. Kein Halt, kein Angelpunkt.
psychochickenWeißt du noch, wie es war als wir 15 waren? Wir werden alt, sagst du. ja, wir werden alt. Wir sterben jeden Tag ein Stück mehr. Woher haben wir damals die Kraft genommen? Jeden Tag mit Erniedrigungen konfrontiert zu werden und sich trotzdem auf die Schule zu freuen. Du warst meine Kraft, meine Freundin! Du hast meinen Rucksack getragen, damit ich schneller laufen lernte. Du warst immer da, du wusstest was ich sagen wollte, ich wusste was du sagen wolltest und trotzdem haben wir Stunden telefoniert. Ohne dich wäre ich nicht die die ich heute bin. Du hast eine Tür geöffnet und mich begleitet. Der Weg führte zu mir.

Und du, du warst dann diejenige, die auf der Strecke blieb. Ich hätte niemals gedacht, dass es jemals so kommen würde. Du warst die Starke, die Fragen beantworten konnte und tröstete. Und nun, soll es andersherum sein? Ich kann dir noch nicht einmal helfen. Es trifft dich von Seiten, gegen die ich nichts tun kann. Ich kann dir nur vorsagen, so an dich zu glauben, wie du es mir damals beibrachtest. Aber du hörst nicht auf mich.

Heute wünschte ich mir, wir wären wieder 15. Wir würden wieder am Strand sitzen und Steine beschreiben, unter einem Himmel, der nichts verrät, aber 1000 Hoffungen in sich birgt.
psychochickenEin seltsames Gefühl trage ich seit Monaten mit mir herum. Es ließ sich bisweilen gut unterdrücken. Keine Frage wodurch. Doch ein Zerren am Teppich und mir wird klar, dass der Boden darunter verdammt noch mal nicht da ist.
„Ich hab das Gefühl du suchst nur einen Grund, um wütend auf mich zu sein.“ „Nein!“
[I]Aber doch.[/I]
Ja, es ist wahr.
Mein Leben lang habe ich mir Tagträume gemalt. An deren Ende nach vielem Leid alles gut wurde. Heute mache ich die Augen auf und werde mir darüber klar, dass ich mir ausgemalt habe, wie du mir ins Gesicht siehst und meine Befürchtungen mit „Ja“ beantwortest.
Ich habe so viele Albträume, doch dann wache ich auf und du bist noch da.
Und ich denke: Es darf doch nicht sein.

Funkstille, ausgerechnet jetzt. (Aber das würde ich immer sagen.) Ich blicke auf und sehe, dass niemand sonst mehr da ist. Zeitmangel tötet. Wie kann das einzig Gute in meinem Leben etwas sein, dass ich so verachtet habe. Der Rest meines Ichs von Selbstgefälligkeit aufgefressen. Ich spiele nur eine Rolle, eine schöne, doch nur eine Rolle. Und wie ich alle von mir stoßen will, kriecht das Alte in mir hoch. Ich blicke in den grauen Himmel, alles ungewiss, alles möglich, nur darf ihn nichts verdecken, damit es so bleibt.

Dann wiederum denke ich zurück an die vergangenen Monate. Tagtraumgleich - und ich kann es nicht wahrhaben wollen. Ja, ich habe mich verändert, denn ich war nie so glücklich und es steht mir nicht, es macht mich zu jemand, der ich nie sein wollte; ich widere mich an. Und so habe ich mich von mir abgewendet wie die Freunde.

Neulich stand ich vor deiner Tür und die Klingel ging nicht. Der Gedanke, wieder zu gehen, überallhin nur nie wieder zu dir. Nie wieder die Treppen, der Blick nach oben, dein Gesicht neben der Tür. Der Gedanke drückt mir die Kehle zu; wie einem weggelaufenen Kind, dass an seinen unterdrückten Schreien erstickt.


[I]Sharp and open
Leave me alone
And sleeping less every night
As the days become heavier and weighted
Waiting
In the cold light[/I]


[I][SIZE=1]Bitte, bitte, komm mich wiederholen![/SIZE] [/I]
psychochickenAnd everything hurts.
My head that can never comprehend. My limps that move against my reasoning.
Versuche diese Welt zu verstehen und gehe daran zugrunde.
Ich weiß nur was war.
Und nie wird es jemand verstehen. Nie werde ich es sagen können. Alles was ich kann ist Worte für niemanden schreiben, ausser für mich selbst und wieder sehe ich diese Tatsachen, verstehe mich, doch ich bin allein.
Mir ist schlecht. Könnte ich mein Herz und mein Hirn auskotzen.
Wozu? Wozu essen, zur Uni gehen? Es gibt keinen Grund.
Nein, nicht für mich selbst. Das nicht mehr. Das Leben ist kein Märchen, das gut ausgeht. Aber was wenn man das schlechte Ende nicht begreifen kann. Warum fing es überhaupt an?
Kein Wort kann mir helfen. Es ist alles nichts.
Ich ertrage die Erinnerung nicht mehr, jeden Tag, jede Nacht. Keine Bosheit hilft dagegen, sie bricht mich nur noch mehr bis ich nicht mehr aufstehen kann.
psychochickenSaint Ex

Je suis retournée.
Ich will, dass du glücklich bist und du bist es.
Ich gehe. Ich weiß nicht wohin, aber ich laufe weg.
Das Leben ist immer noch da wenn ich morgens aufwache. Und ich will die Erinnerungen loslassen - denn ich muss.
Es ist schiefgegangen, ich muss weiter, wissend was hätte anders sein müssen und vielleicht hätte können.

Aber dann lese ich was ich früher geschrieben habe. "Komm in meine Arme" ruft es.
In wessen Arme auch immer, nur weg.
Und Traurigkeit steht mir gut zu Gesicht. Lächeln sie nicht, Mademoiselle, es verzieht ihr Gesicht zu einer häßlichen Fratze.
Doch ich füge mich ein bisschen. Wenn nicht in mein Alter dann in die Einsicht, dass es sich wiederholt und wiederholt und nichts wirklich wichtig ist. Ausser dem Ego. Ich ernähre es mit Schlaflosigkeit, Zigaretten und Musik. Ich glaube es wächst.
Je regarde un photo et je peux dire: C'est moi!
psychochickenLüge macht alles einfacher. Lüge fordert Stolz heraus.

Und nun sieh mich an, ich kann wieder sagen "Ich bin ich." Kann mein Spiegelbild ansehen und es lieben. Doch niemanden sonst.

Sieh mich an. Mir ist alles egal. Wie habe ich die Nihilisten gehasst, und jetzt...
Minimale Gefühle. Etwas anderes als Elend.

Ich kann nicht die sein die ich hätte sein wollen. Ich gehe einen anderen Weg. Ich gehe.

[FONT=courier new]
Ach du und ich
Wo sind wir nur, wo sind wir nur geblieben?
Wir sind zwar hier, doch ganz woanders
Woanders als wir war’n
[/FONT]

Ein kleines Plastikherz, das nur für sich selbst schlägt.
psychochickenIch verliere mein Portemonnaie. Ich finde das erheiternd.

Ich bringe meinen Ruf in Gefahr. Ich finde das spannend.

Ich habe im Moment überhaupt kein Geld mehr. Ich finde das lustig.

Der Regen dringt durch meine Schuhe. Ich gehe durch die Pfützen.

Wenn das Leben mir nicht gibt was ich wollte, dann bekommt es von mir auch nicht das was es erwartet.
psychochickenDer Ernst des Lebens holt einen doch immer wieder ein.
Ich dachte mir, ich könnte einfach alles als gleichgültig ansehen. Vielleicht gar diejenige sein, die jemanden stehen lässt.

Aber das wird nicht passieren. Ich bin die die ich bin und Menschen ändern sich nicht.

Und wieder habe ich gedacht ich, es könnte schlimmer nicht kommen und es kam schlimmer. Aber ich kann es hinnehmen. Ich wusste ja, dass es nicht viel Sinn hat und wenn ich auch nicht sagen kann "Bitte, danke und auf Wiedersehen." (Das werde ich einfach nie können.) so kann ich doch zumindest sagen "Ohne mich."
So bin ich noch da und doch gegangen.
Ohnehin ist ein Teil von mir gegangen - der, der noch Hoffnung hatte. Es lebt sich ganz gut ohne sie, das merke ich jetzt wieder. Jede Hoffnung ist falsch. Aber ich will denen die Hoffnung lassen, die noch an sie glauben.

Es ist mein Schicksal, ich kann es nicht ändern. Immer wieder wird mir Ähnliches geschehen, immer wieder werde ich scheitern, weil ich etwas will, das nicht möglich ist.
Nein, ich kann es nicht ändern, denn ich gehöre nicht zu den meinen. Die anderen wollen mich nicht, aber sie nehmen mich hin.
Und ich nehme das Leben hin.

Denn Märchen werden wahr. Wenn auch nur die traurigen.
psychochicken... das Studium hier abbrechen und in England neu anfangen. Ein Gedanke an einem weiterem Morgen, der um 5 Uhr nachmittags beginnt. Aber da sind Menschen, die man vermissen würde. Warum nur. Und damals waren es ein paar Leute die mir das Gefühl gaben, jemand zu sein. Das bin ich ja auch. In gewisser Hinsicht sollte ich mich freuen, denn ich würde mich nicht anders haben wollen.
Aber! Ja, aber - der Haken an der Sache: Ich werde gemocht, mehr als ich es wahrhaben wollte, doch nicht wegen mir selbst. Ein schöner Schein, interessant. Sogar ein mittleres Desaster wert. Doch wenn es darauf ankommt, werde ich stehengelassen. Und ich habe nicht den Stolz zu sagen "Lass mich in Ruhe". Gut, ich versuche es nocheinmal.

Ich bin doch nur ein billiger Charakter in einem beschissenen Spiel, über das ich inzwischen nicht mehr lachen kann. Aber es gibt ja sonst nichts mehr im Leben.
psychochickenEs kommt immer so schlimm. Ich kann es nicht begreifen.
Als dürfe es kein Glück geben, gerade nicht für die die es verdienen.

Vor wenigen Monaten war noch alles anders. Und wenn es nur ein grauer Alltag war, es ist kein Vergleich zu diesem Schwarz.

Alle Menschen, die ein bess'res Leben wünschen sollen aufstehen ... auf dass sie so zugerichtet werden, dass sie nicht mehr aufstehen können.

[I]Nobody said it was easy
No one ever said it would be this hard
Take me back to the start [/I]
psychochickenIch kann nicht mehr. So schlecht ist es mir noch nie gegangen. Ich habe mich bemüht. Und jeden Tag mehr das Gefühl ich bin nicht erwünscht auf dieser Welt.

Und so oft versprochen und dann doch im Stich gelassen.
Ach, sollen alle glücklich sein bis auf mich aber das ist einfach zuviel.

Ich habe den verdammten Willen nicht aufzugeben bewiesen!
Ich kann nicht mehr.
psychochicken[FONT=arial][I]Heaven is closer now today[/I][/FONT]

"Ich könnte alle Kleidungsstücke, die ich nicht wirklich mag in einen Sack stecken und sie wegräumen."

Ich erinnere mich... mit 17, da war es so leicht, grünes Haar, pinke Schnürsenkel, Hauptsache auffallen. Es gefiel niemandem ausser mir, aber das war egal.

Und dieses Gefühl sich einfach wohl zu fühlen vermisse ich so.

Heute war ich (schon wieder) einkaufen, unter anderem ein schlichtes T-Shirt. Weil es so kalt war, zog ich es gleich an.

Ich war mit dem Gedanken "Du siehst scheiße aus." aus dem Haus gegangen und kam mit dem Gedanken "Du siehst gut aus." zurück.

Ja, und doch ist es ein Festhalten an alten Werten, die ich nicht ersetzten kann. Ich kann sie nicht von mir stoßen, ohne mich zu einem Nichts zu machen, ich kann sie nicht verleugnen.

Nun ist mehr Schrank im Platz. Keine Tage mehr, für die es "auch das alte Hemd tut" und kein erneutes Anprobieren von Kleidern, die doch nie gut aussehen werden.
Bei jedem Zwang, den ich aufgebe, denke ich, es sei der letzte. Holzauge, sei wachsam, es könnte noch nicht der letzte gewesen sein.
psychochickenDie beschissene Eigeenschaft des Lebens, eigentlich vor allem aus dem Warten aufs Wochenende zu bestehen. Wie schrecklich, an einem nicht auszugehen. Und dann wiedermal zu realisieren, wo man steht.
Es könnte alles schlimmer sein. Immerhin finde ich mich doch wieder. Ich muss nicht mehr bei jedem Schritt überlegen, ob das ich bin. Aber dann höre ich ein altes Lied und muss es ausmachen. Und es bleibt in meinem Kopf und tut mir weh. Als wäre mein Kind tot und jedes Kind das ich sehe schmerzte mich unendlich.
Wenn etwas stirbt, entsteht Platz für etwas neues. Aber der Boden ist ausgelaugt und alles verödet früher oder später. Erst sprießt es aus eigener Kraft empor für einen kurzen Rausch, doch dann welkt es auch schon und verendet. Besser so. Würde es erst größer werden, dann wäre sein Tod so gravierend schwer, so unerträglich.
Dass man es nicht mehr erträgt, allein zu sein, wenn man weiß, wie sich Zusammensein anfühlen kann. Sovieles habe ich belächelt, beschimpft und heute lebe ich genauso. Ich lache auch darüber, sage, dass ich ja nicht anders kann. Ich habe mich mit Kräften gewehrt und bin doch gescheitert - Letzen Endes ist alles besser als nichts.
Eine neue Wohnung, doch das Gefühl des Neuen, Aufregenden, stellt sich nicht mehr ein.
Dafür gibt es anderes, dafür gibt es Sterne, die fallen, bis die Himmelsdecke einreißt und man im Nichts steht.
Die Erinnerung an einen Tag, an dem wir alle zusammen waren und glücklich schienen und wohl niemand dachte, dass es mal so kommen würde. Als wir und die Zukunft so schön gedacht haben. Das ist alles nicht mehr.
Finde einen Grund, weiterzumachen. Denk dir einen aus. Scheitere mit Prunk und Gloria und tanz auf deinem eigenen Grab. Wenn deine Leben ein Film wäre, würden die Leute bis zum Ende des Abspanns bleiben. Als ob alles im Leben seinen Sinn hätte.
psychochickenDie falsche Nummer gewählt. Nach so langer Zeit, endlich, und völlig unabsichtlich. Ich sinke vor der Offenbarung - es ist alles sinnlos.
Draußen wartet ein Auto, ich steige ein, "Nein, es ist nichts." und ich fahre in Teil 2 des Verdrängungsprogrammes namens Wochenende. Viele Kilometer hin und her und hin und her für ein wenig seichtes Vergnügen und ein paar Gesichter die Interesse signalisieren und die man nicht hasst.
Und ich sage nein, wie ich es mir einst gewünscht habe, doch es tut nur weh, es tut mir für mich weh, es tut mir für ihn weh, es tut mir weh weil es so ein verdammt schlechter Witz ist.
Die Wirkung lässt nach, bald ist Sonntag, auf den fünf weitere Sonntage folgen, bis es wieder los geht. Die Sorgen anderer lenken nicht ab; ich habe sie lieb und es tut mir leid. Ich weiß nicht was ich sagen soll. "Gib es einfach auf."
Ich bilde mir ein, es aufgegeben zu haben. Dass eine warme Decke für diesen Winter ausreicht, und für den nächsten und für alle. Und wieder erinnere mich, will es nicht wahrhaben, weiß aber doch: es ist so. Es bleibt so. Ich bin alles andere als darüber hinweg.
psychochickenCome along, Alice! he said, offering to guide me. Alice in her party dress! But it seems I’m more of a Cinderella now. We all hate Cinderella, don’t we? We hate her when we see her in some one other than ourselves. Who does she think she is, dancing like this? Cinderella, you’re trying far too hard for something you will never get. Cinderella, you’re a bitch. And people know that.

But in fact, our heroine had actually been invited. She appeared gratefully and she danced gratefully. She even danced when that one song was played, the one she did not really want to hear on a night like this. For there would hopefully be greater ones to come. So she tried to keep looking grateful, because she knew she didn’t look graceful, stumbling in her too big high heels.
He said her dress was beautiful. He shouldn’t have.
She had a good time, she wasn’t happy, but she told herself that she was happy (although she knew they were hating her) and she really had a good time. She slept peacefully that night. And she understood when there were no messages, because it was better that way. The more shocked she was when the truth came out, the sparkling memories of that night all bursting asunder. Having been seen doing something she would never think of. She would not have come if she had been told. She would have been sad, yes, but she would have accepted that there was a price to pay and if he didn’t, she would.
This is what the whole shit in life is about, not being told.

And I was so happy when I could not hold back the tears, when I came back to those days when you chose a record you wanted to cry to and just felt miserable. Unwanted. Incapable.
Something other to cry about. Something I can get over.
Two weeks later and I hate him already. L’opportuniste - Je retourne ma veste - Toujours du bon côté !
Ich wünschte nun tatsächlich, man hätte sich nie gekannt, allein damit ich dieses hässliche Verhalten nicht mit ansehen müsste. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll, dass es jemanden gibt, der mir mehr leid tut als ich.
psychochickenIch bräuchte dringend ein Erfolgserebnis, sagt meine Mutter und da hat sie recht.
Jedes Wochenende von A nach B. Und nicht der Liebe wegen. Der Einsamkeit wegen. Und es ist doch überall das selbe.
Ich weiß nicht was ich will. Aber es ist auch nicht mehr so, dass ich viel erwarte.
Ich brauche nur irgendetwas dass mich hält. Wieso kann ich nicht gehen?
Es ist doch alles nichts hier, es braucht mich doch keiner. Wie abhängig ich von ein paar Dingen bin, von denen man nicht abhängig sein sollte.
Ob andere Menschen auch an die Dinge denken, an die ich denke, bevor ich einschlafe? Wie schrecklich ist das, woran ich da denke, weil es so lächerlich ist. Früher, da habe ich daran gedacht, was war, was sein würde.

Ich hör's doch immer noch in meinem Kopf... Man soll es den Kindern nicht sagen.
Soll man sie dafür belügen?
Früher, es ist noch gar nicht lange her, da gab es noch eine andere Welt. Da klang etwas mit im Rauschen der Bäume.
Es weiß doch niemand was ich meine.

Ich habe es so satt. Darum wäre ich gerne ein Plastikmensch, der seine Arbeit tut, sich unterhält und abends im Bett einfach einschläft. Ein paar Emotionen muss man wohl haben, aber ich bitte doch darum, ich möchte von nichts wirklich betroffen sein.
psychochickenYou can always feel it coming. Meeting a friend, knowing how lonely you will be afterwards.
I’d rather have those big lumps of sadness again, that press against your eyes. You cry on your own…
There is perhaps no greater feeling than the solace after you have dried your tears. You hug yourself. You are your own mother that sings to your sadness. Then you pat your own shoulder, brew up some tea and laugh about it.
I quit, I broke it all up and am yet there. Sometimes I dearly wish I was the girl I used to be last year, the one that nobody knows, standing in a corner for herself.
I am very thankful for the way things turned out now, but then again, I feel like I just can’t take it. Then I hear people commenting on me, I am deeply convinced that they must hate me, I would like to withdraw to the toilet and cry my heart out, then renew my make-up, return and try to smile - although I will never be able to smile without a feeling of deceitfulness.
Yes, I confess, I am unable to provide a friendly smile, a thankful response or an honest compliment for anyone. I don’t know why, but it would always feel as if I was lying. So I rather shut up. All right, I’m an asshole. But I won’t change.

I was born out of a dream that had already become stale, years too late and under the wrong conditions. I was wanted in one way and hated in the other. Don’t expect me to smile, I shiver when you look at me. Keep your eyes elsewhere, maybe you’ll catch me laughing at the clouds.
psychochickenLetzte Nacht habe ich geträumt, wie ich zu einem sage: Bitte streich mir doch über’s Haar. Ich weiß, du willst nichts von mir wissen, keiner will ja was von mir wissen. Aber das würde mir viel bedeuten.
Er hat es nicht getan. Da war nur Verachtung in seinem Blick.
Mir hat so lange niemand mehr über das Haar gestrichen. Ich kann mich gar mehr erinnern, ob es überhaupt jemals einer getan hat.

Jedesmal wenn ich soweit weg fahre wird es besser. Das „damals“ wird langsam unwichtig. Neulich dachte ich: Du willst die Zeit gar nicht mehr zurückdrehen.

Aber ich bin immer noch das Häufchen Elend in der Ecke. Das einen Teil der Welt anschreien möchte, doch den Sinn daran nicht sieht und einen Teil umarmen möchte und sich nicht traut. So schreibe ich es hierhin, auch wenn es keiner liest: Es ist so schön, dass es euch gibt.
beautiful_chaos[QUOTE][i]Original geschrieben von psychochicken [/i]
[B]Jedesmal wenn ich soweit weg fahre wird es besser. Das „damals“ wird langsam unwichtig. Neulich dachte ich: Du willst die Zeit gar nicht mehr zurückdrehen.[/B][/QUOTE]

Ich bin nach dem Tod meiner Freundin ne ganze Zeit lang nachts Zug gefahren. Ich hab mich abends reingesetzt, bin quer durch die Gegend gefahren und morgens irgendwann wieder nach Hause und Tags geschlafen.
Das hat unglaublich abgelenkt. Weil ich mich mit so vielen Leuten dort unterhalten habe, soviele Schicksale kennengelernt habe. ich habe Menschen getroffen, die dabei waren, abzuhauen, ihr altes Leben einfach hinter sich zu lassen, das hat mich unglaublich beeindruckt. Einer hat mir angeboten mit ihm in die Karibik zu fliegen. Seine frau hätte ihn verlassen, er hätte 3000 Euro und müsse jetzt einfach für immer weg, möglichst weit weg von seiner Vergangenheit. Sonst würde er das nicht aushalten. Ich hab ihn bis zum Flughafen begleitet, hab gesehen wie er in den Flieger gestiegen ist. manchmal denk ich schon, ich hätte mitgehen sollen. einfach alles hinter mir lassen sollen. Es muss ein unglaubliches Gefühl der Freiheit sein irgendwo am Strand zu liegen, nichts zu verlieren zu haben, niemandem was schuldig zu sein und alles ist unwichtig. hauptsache man liegt da am Strand und weiß das. Aber dieser Mensch damals war gearde deshalb irgendwie der Auslöser mein leben hier halbwegs normal weiterleben zu können. naja, bis dann die nächste Enttäuschung kam...

[QUOTE]Mir hat so lange niemand mehr über das Haar gestrichen. Ich kann mich gar mehr erinnern, ob es überhaupt jemals einer getan hat.[/QUOTE]

Dir sollte auf jeden Fall mal wieder jemand übers Haar streichen!!!!

Im Ernst, ich hätte wirklich nicht gedacht dass es noch jemanden gibt, der Cure und Genesis gleichermaßen vergöttert. Das scheint wirklich uns beiden vorbehalten zu sein. (Falls das jemand ließt, der einen Gegenbeweiß bringen kann, soll ers tun, solang glaub ichs nämlich nicht! :)

Lass dich mal wieder im it-Forum blicken oder geh mal ins icq. ich muss mich unbedingt ma mir dir unterhalten. oh, gott klingt das aufdringlich.. :rolleyes:
psychochickenEs gibt Dinge, die werde ich nie lernen. Zum Beispiel, dass es völlig übertrieben ist, über jemanden nachzudenken, mit dem man nur ein paar Worte gewechselt hat.
(„Nachzudenken“ steht an dieser Stelle für etwas anderes, aber ich drücke mich da lieber undeutlich aus.)
Ich begreife aber auch einfach nicht, wie man in solchen Situationen nicht derart nachdenken kann. Dazu müsste man ja gefühlskalt sein. Ich bin nicht gefühlskalt. Nicht wirklich.
Ich habe eine Mail verschickt, ich dachte mir ja gleich, dass es nichts bewirken würde, aber natürlich fühle ich mich jetzt trotzdem unendlich scheiße.
Dazu habe ich erstmal ein Glas Sekt trinken müssen. Um überhaupt schreiben zu können. Ich hab ja eigentlich nichts allzu schlimmes geschrieben. Trotzdem, ich hätte es einfach lassen sollen.
Denn ich kann es nicht begreifen. Warum dieses, warum jenes nicht, warum überhaupt und warum immer ich? Beziehungsweise: Warum nie ich? Warum muss ich immer auf Antworten warten, die nie kommen? (Weil du so blöd warst, überhaupt zu schreiben. Klar.)
Das Schlimmste ist das Gefühl… zu wollen und nicht zu können. Ich sollte wohl froh sein, mir geht es ja nun viel besser als letztes Jahr. Seit Silvester schmerzt der Gedanke nicht mehr. Es war schon fast lustig, wie ich ein paar Tage danach merkte: „Moment mal – Es tut ja gar nicht mehr weh!“
Seitdem hat sich ein gewisser Höhenflug eingestellt, sowie eine ständige Bereitschaft, mich zu betrinken.
Super Sache – ich fliege jetzt über dem Matsch, anstatt hindurch zulaufen.
Und ich würde ja vielleicht sogar gerne… Doch da ist wie immer niemand, nur hässliche, dumme Leute und ich kann weiterhin nicht nachvollziehen, warum die Menschen Beziehungen eingehen. Einer von beiden ist garantiert immer hässlich und dumm.
Nein, dann lieber gar nicht.
Wäre da nur nicht diese eine Sache. Was wenn es sich herumspricht. Ich schäme mich dafür, solche Gefühle zu haben, das scheint mir nicht zuzustehen, fast komme ich mir pervers und krank vor. Ich muss an einen älteren Mann mit Schminke im Gesicht denken, der einen Knaben liebt.
psychochicken„If you say he’s tall and slim then I probably know who it is. Some guy went to England and he got himself that Morrissey-DVD and he gave it to some one then, it must have been him then.“
“No, I dond’t know any of these people. He never introduced me to any of his friends. I wasn’t worth it. But he would never break it up – “I know how much you love me, I just couldn’t.” - Except for that other woman.”

I took me more than nine moths to figure out that it wouldn’t have worked. If I had said these things a month before today, I would have cried.
“Yeah, and you know, his name was J. And he left me for S.
And then, I met another J. And he left me for S., too. Isn’t that funny? That’s why I believe in destiny. That wasn’t coincidence. No, that wasn’t coincidence.”

Back then, when we hadn’t been a couple for so long, he called me “My Indie-Girl”. And even then I thought “What are you talking about? I am no Indie-Girl, nor will I ever be!” But I didn’t say a thing, rather tried to be it. Could not have ended good and did not.

Now I am back on track it seems, on my way into misery, which I love so much.
It is that way, you might meet some wone with whom you really get along. You go that concert and nobody understands why you didn’t like it. Except for him. And I knew he was going to say that. But it’s not enough for a realtionship. You’d have to find some one who makes you worry, with whom you’d have arguments or you just wouldn’t talk at all. That’s just the way it is.

“Maybe you should just take it easy and not put so much meaning into it.”

No, I couln’t do that. I am no person for the meaningless.
psychochickenIch wollte heute laufen gehen. Gestern auch schon. Ich sah einen Film und da fing es an, ein leises Seufzen. Es geht mir doch gut. Ja, ich gehe nachher laufen. Scheiße, es geht mir miserabel. Ich kann nicht. Ich gehe.
Dann wollte ich gehen. Nein, zu kalt, zu kalt. Ich schaffe das nicht. Warum macht der verdammte Park um fünf zu, ich schaffe es nicht zum Fluß.
Ich beschloss auf dem Friedhof spazieren zu gehen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Joy Division in den Ohren.

Ich verlaufe mich jedes Mal auf diesem Friedhof, jedes Mal, das Verlaufen ist mir schon vertraut auf diesem riesigen Friedhof. Man denkt er sei zu Ende und es kommen noch mehr und noch mehr Gräber.
Ich würde ja gern aufhören, an ihn zu denken, doch ich muss ja das scheiß Tape fertig bekommen, und so denke ich den ganzen Tag darüber nach, was er über das was ich denke denken könnte. Über solche Dinge grüble ich ohnehin immer zuviel nach.

Dann kam ich zu einer Kreuzung. Und mir wurde etwas klar. Warum ich nichts auf die Reihe bekomme, seit ich denken kann alles vor mir herschiebe, warum ich so wenig tue.
„Du hast doch einfach vor allem Angst.“
Und das war der Moment, in dem ich zu weinen begann. Ich schlug die Hände vors Gesicht, blieb auf der Kreuzung stehen und weinte.

Where have they been?
Where have they been?

Ich stand da, verzweifelt und allein im Dunkeln. Ich schämte mich. Du musst weitergehen, dachte ich und ging geradeaus. Doch keine zwei Minuten später stand ich wieder auf der Kreuzung. Im Kreis gegangen. Dieses Mal ging ich nach links.

Es ist wohl auch das Alleinsein.
Es ist die Art von Traurigkeit, die des Tröstens bedürfte. Doch es ist einfach keiner da.
psychochickenIch habe es wohl so halbwegs geschafft, die Kurve zu kriegen. Teilweise zumindest. Heute habe ich eine Extra-Runde geschafft, nachdem ich mich erstmal richtig warm gelaufen hatte.
Dann, zu Hause, vor dem Fernseher, hatte ich wieder das Gefühl zu erfrieren. Jules & Jim. Am Ende fuhr Catherine zu schnell und da wusste ich, dass ich diesen Film als kleines Kind mit meiner Mutter gesehen hatte und das Catherine das Auto in den See fahren würde, dass sie und Jim sterben würden. Ich habe ein gutes Gedächnis für Tod und Verderben.
Nun muss ich heute Abend wohl zum ersten Mal allein ins Kino gehen. Vielleicht fange ich auch wieder an zu zittern und sage mir, dass es viel zu kalt ist, um vor die Tür zu gehen. Oder ich gehe raus und verpasse die Straßenbahn. Oder ich bekomme die Straßenbahn und verlaufe mich dann.

Ansonsten hat sich übrigens alles in Wohlgefallen aufgelöst. Die Katastrophe kam wie erwartet und war wieder überaus filmreif. Ich mache einen Strich auf einer Liste und bitte inständig, es möge der letzte sein.
psychochickenEs ist fast schon zum Totlachen. Gestern habe ich das Kino nicht finden können. Ich habe es mit einem anderen kleinen Kino verwechselt. Ich konnte also wieder nach Hause gehen.
Heute habe ich das Kino gefunden. Obwohl ich den Stadtplan vergessen hatte. Ich habe wohl oder übel jemand fragen müssen, der mir dann sagte, das Kino liege auf der anderen Seite des Gebäudes und somit in einer anderen Straße als auf der Internetseite angegeben.
Ich will schon jubilieren, als ich mich in einer Masse fettärschiger Rentner wiederfinde. Nach dreißig Sekunden erscheint ein Mann im Anzug, der die soeben Hinzugekommenen der Tür verweist: "Ich habe doch vor Kurzem schon gesagt: WER SICH JETZT ANSTELLT BEKOMMT KEINE KARTE MEHR!!! Vorraussichtlich wiederholen wir den Film im April, dann bestellen Sie die Karten bitte VOR!!"
Ich habe den starken Drang, dem Kerl in die Fresse zu hauen. Und genau wie gestern nehme ich die Bahn um 19.37 und gehe wieder nach Hause.
psychochickenHeidelberg. Ich habe immer noch dieses spezifische Gefühl, wenn ich dort bin. Ich habe meine Zeit in dieser Stadt immer als einen Alptraum bezeichnet, doch nun ergreift mich schon eine Art von Nostalgie, ein bizarres Nachhängen an dem was war. Es war furchtbar, aber es war mein Weg. Ohne ihn wäre ich nicht da wo ich jetzt bin. Und auch dieser Weg hatte seine guten Momente.
Räumungsverkäufe und leere Geschäfte. In den hinteren Gassen hat fast alles zu. Steht das Schloss noch?
Du bist so schön, wenn du leer bist. Ich bin schon einmal darauf hereingefallen. Heidelberg, ich wünschte es wäre wieder Sommer und wir könnten es noch mal miteinander versuchen. Möglicherweise passen wir doch zusammen. Ich würde leben wie ein Mensch und…
Es kommt nie zustande. Dinge aus Vergangenheit tauchen vielleicht plötzlich wieder auf, doch du kannst sie nicht festhalten.
Und immer wenn ich lache, wenn ich froh bin und denke, dass vielleicht alles anders werden könnte, dann werde ich dafür bestraft.
Gestern suchte ich unter meinem Bett nach Parisern und fand Plattenhüllen. Da hätte ich schon sehen müssen, was für ein Witz das alles ist.
psychochickenEr ist noch nicht da. „Wir gehen in ein Café und warten.“ Aber ich kann nicht mehr. 5 Meter von mir entfernt steht ein Taxi. Es tut mir leid, sie so stehen zu lassen. Schon am S-Bahnhof hatte ich sie angeschrieen, nein, ich hätte keine Ahnung welches das Wochenendticket sei, und sie schrie zurück und die Frauen von der Fahrgemeinschaft, die auch auf die S-Bahn warteten starrten mich an.
Über das Taxi war ich froh. Es sei nicht weit, sagte der Fahrer. Ich wollte nicht mehr nur noch schreien.
Es war auch alles nicht so schlimm, wie es hätte sein können. Das Gebäude war altmodisch, es war ruhig, die Schwester sprach berlinerisch. Ich bekam sofort ein Bett. Da musste ich dann doch weinen. Der Arzt kam schnell, er war jung. Ich solle gegen die Schmerzen kämpfen und Cure würden toll sein. Er kam noch ein paar Mal. Tee aus einem Plastebecher. Nicht weinen. Ich sah der Infusion beim Durchlaufen zu. Die anderen kauften jetzt Lebensmittel. Ich hatte gar nicht geweint, weil alles so schrecklich war. Da hätte ich nachher auf der Suche nach der Straßenbahnhaltestelle erst recht weinen müssen. Oder die Tage drauf, als ich zu hören bekam, dass ich dumm bin. Und wusste, dass man mich nicht mag, egal wie ich mich bemühe. Ich habe geweint, weil die Schwester berlinerisch sprach.
psychochicken[COLOR=skyblue]I feel fine and I feel good
I'm feeling like I never should
Whenever I get this way, I just don't know what to say
Why can't we be ourselves like we were yesterday?[/COLOR]

"Wie in einem Groschenroman."

Der erste Frühlingstag, Pommes und Spezi auf dem Flohmarkt.
Mensch, was wäre ich von sowas früher hingerissen gewesen. Aber wir werden alle früher oder später abgebrüht.
Dennoch sollte ich mich freuen. Ich ermahne mich zum Glücklichsein. Aber ich habe Angst. Ja, natürlich, ich denke wieder an früher. Soviel Pech kann ich gar nicht nochmal haben. Doch das sollte ich vielleicht lieber nicht zu laut sagen.

Es gibt Situationen, in denen ich fatalerweise nicht im Stande bin "Nein" zu sagen. Und es gibt Situationen, in denen ich glücklicherweise nich dazu in der Lage bin.
Ich setze meine Unterschrift unter "Leben wie ein Spießer - Anfängerkurs". Schließlich wollte ich schon immer einen Kleingarten.
psychochickenPommes frites. Hellgelbes Glück aus der Friteuse.

Eine dicke Imbissbudenfrau schüttet aus einer unscheinbar wirkenden Plastiktüte gefrorene Kartoffelstäbchen in bereits mehrfach verwendetes Fett. Ich stehe in einer Wolke aus Fastfoodgeruch, der sich in meinen Kleidern festsetzt. Neben mir ein überfüllter Mülleimer – Ich bin nicht die einzige.
Ihr wart immer Kult und werdet es immer sein. Ihr behauptet nichts von euch was ihr nicht seid.
Ein weißes Pappschälchen, Curryketchup. Und eine winzige Plastikgabel, mit der man nur vergeblich stochert. Ein Sinnbild des Lebens. Ich blicke hoch in die Sonne an diesem ersten Frühlingstag des Jahres.


„Ungesund.“ „Fettig.“ „Würdelos.“ sagen andere. Aber das ist mir egal - es prallt ab. Es prallt endlich ab. Nach 15 Jahren voller Schuldgefühle kann ich es sagen: Ich liebe euch, Pommes.



[IMG]http://img258.imageshack.us/img258/3856/800pxpommesfritesketschdv9.jpg[/IMG]
psychochickenBack home in a cold car. The feeling when somebody has just left. Loneliness becomes almost tangible. Once a part of something. Parted. I can't feel the break anymore but I remember it. Maybe I’d rather stare out in the sky. I made no request. But I didn’t complain, no, I didn’t and now it’s too late. I’ll be fooled. I might possibly want to be, though. We all want to be fooled. That’s what life is all about.
You want and want and get nothing. Then you get it when you don’t want it and as soon as you start wanting it, it’ll vanish. It's nice anyway. Nice to be alive and kicking.


[I][COLOR=skyblue]See, the luck I've had
Can make a good man
Turn bad

So please please please
Let me, let me, let me
Let me get what I want
This time

Haven't had a dream in a long time
See, the life I've had
Can make a good man bad

So for once in my life
Let me get what I want
Lord knows, it would be the first time
Lord knows, it would be the first time[/I][/COLOR]
psychochicken"Es wäre aber doch schlimm, wenn du alles wüsstest." In der Tat.
"Wir müssen ja nicht alles voneinander wissen." Sehr richtig.

Ich, die immer behauptet hat, dessen nicht fähig zu sein, werde nun einen anderen Weg einschneiden. Paradoxerweise fühlt er sich richtig an.

Wir müssen uns nur einmal darüber klar werden, dass es das Leben so, wie wir es uns einst ausgemalt haben, nicht gibt. Das Leben ist wie ein französischer Film, in dem wir scheinbar blind von einer Wand in die andere laufen und dabei abwechselnd lachen und weinen. Aber wenn wir lachen wissen wir, dass wir weinen werden und wenn wir weinen, wissen wir das wir wieder lachen werden.
Die Heldin trifft sich mit ausgerechnet dem Kerl, der sich damals so sehr daneben benommen hat und keiner versteht warum. Sie denken wohl, sie selbst wüsste noch am ehesten warum? Irrtum. Der Prinz auf dem weißen Pferd kam dann doch noch irgendwann, Jahre zu spät und sie hat nur milde gelächelt. Im Dunkeln sieht er aus wie ein Phantom aus früheren Zeiten. Zu spät, zu spät. Es ist doch alles vorbei. Und andererseits hat es gerade erst angefangen. Man muss das Leben nur an den richtigen Stellen mystifizieren und entmystifizieren. Man muss nur immer bereit sein, ein Ende zu setzten. Manchmal wünschte ich, es täte mir leid. Doch es ist zwecklos, dieser Teil ist tot und ich habe ihn begraben.
Selbst ich werde lernen zu schweigen, etwas das ich nie konnte. Und für ein kleines Stück Erinnerung leben.


[I]Das sind dann wir, nur ich und du, wir schauen uns im Fallen zu[/I]
psychochickenThe feeling when you leave the room, knowing you will not come back, like a piece of furniture which has never been remarkable enough to attract attention by it's absence now. Spring was a delusion, winter has returned and I lie under my covers and shiver, shiver and cannot fall asleep. Tears stain the picture I was fatuous enough to draw.

And so I've been fooled.
psychochickenLe blague qui nous fait rire le plus, c’est la réalité.

Genau das zu erleben was einen an jemand anderem einst so verstört hat. Die Traurigkeit im Blick, ein Herz das man nicht schlagen fühlt.
Plastikwelt um mich herum, die ich nicht mehr verlassen will. Draußen würde ich nicht überleben.
Ich wünschte ich wäre noch mal im Kino in der Diskothek in die ich damals gegangen bin und du legstet deinen Kopf auf meine Schulter.
Ich wünschte es käme ein Zug und ich führe wieder an einen Ort an dem ich noch niemanden kenne.
Ich wünschte es wäre jener Frühling, der Bus führe den Neckar entlang, während der Regen die Scheiben herunterrinnt. [I]We’re building a haven in a world insane[/I]

Doch der Film läuft weiter und wir sprechen in Codes.

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