| Nebeltaenzerin | Was soll das hier werden? Ja das frage ich mich auch, aber schließlich komme ich überein, dass ich mich ordnen muss. Ich muss niederschreiben um zu begreifen, schreiben um wieder zu leben. All das was ich die letzten Jahre meist erfolgreich verdrängte, bricht nun ungehindert hervor und diesem entgegenzustehen, diesen Schmerz zu besiegen möchte ich bereit sein. Die Liebe besiegen, wenn es denn irgendwie geht. Drei Jahre, kannst du dir das vorstellen? So lange schon... ich bin noch jung, für mich ist das 1/7 meiner Lebenszeit. Und obwohl ich so jung bin... ich bin in diesem einen Punkt leider nicht so wankelmütig wie ich es gerne wäre. Drei Jahre... Und was war während dessen? Ich weiß es nicht mehr, nur, dass es viel zu viele Tage, Wochen, Monate ohne dich waren. Ich kämpfe! Nein ich will nicht mehr lieben, ich will nicht mehr hoffnungslos hoffend sein. Verdammt kannst du nicht einfach glücklich sein?! Kannst du nicht deine Erfüllung in ihr finden? Versuch es doch jedenfalls... Dich glücklich zu sehen war das, was ich mir wünschte seid ich dich kennenlernen durfte. Dich wirklich glücklich zu sehen... Bisher vergebens. Und bei alle dem laufen die Filme in meinem Kopf. Immer in der Runde. Keine Pause, keine Ruhe. Sie sollen aufhören, ich will nicht mehr träumen, ich will nicht mehr hoffen. Wie kann es sein, dass ich plötzlich so viel Kraft dafür brauche, mich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren? Wie kann es sein, dass ich mich einsam fühle? Ich will es nicht, ich will es nicht. Funktionieren wäre toll. Das rechte zur rechten Zeit tun. Gut sein, abgehärtet, kalt, so wie du meinst, das du es wärest. Wie schön es wäre. Aber es ist nicht so, es ist vollkommen anders. Ich flüchte mich in Filme und Bücher, noch mehr in Arbeit um nicht denken zu müssen... vergebens. Gestern habe ich angefangen meine Mauer zu bauen. Stein um Stein.. draußen klappt es, daheim bricht es zusammen. Ich muss stabiler bauen und hinter dieser Mauer werde ich vergessen müssen. Will ich vergessen. Sei Glücklich, verliere den Mut nicht und ich werde den meinen nicht verlieren. Es wird nicht leicht werden ein Ende zu setzen. Ein Ende für das was nie existierte, was nur in mir entstand. Gibs auf, gibs auf.... Vielleicht ist das ein Weg |
| Nebeltaenzerin | Die Tage schreiten vorran und mein Vorhaben scheint zeitweise wirklich zu scheitern. Immer diese beschissene Hoffnung, diese Träume in der Nacht. Gibt es ein Mittel gegen Träume? Nicht einmal Alkohol hat geholfen, keiner hilft auch nicht. Aber die kontrolle wird besser, manchmal gibt es sogar sekunden in denen ich die Hoffnung einfach von mir werfe. wie gesagt... Sekunden. Alles wird gut? Wenn man diese Worte häufig genug sagt, hilft es dann? Manchmal wünschte ich, sie würden anderen helfen wenn ich sie sage. Warum kann ich keine Tränen wegzaubern, keine perfekten Leben zaubern, warum kann ich keinen Mut machen? Ich kann es nicht ertragen wenn Menschen leiden, Menschen die mir so wichtig sind. Und es sind zu viele traurig in dieser Zeit. Das erschwert das Mut haben. Das erschwert das Lachen.... denn was wäre ein Lachen ohne den, der mitlacht? Was wäre... Es wird werden, es wird schwer werden, es wird unmöglich werden, aber es wird werden. Das Leben ist schön! |
| Nebeltaenzerin | Es hilft nichts... Das Zimmer ist dunkel, das Fenster schräg gestellt. Es ist zu warm. Alice in den Städten... eine Geschichte der Suche, eine Geschichte der Freundschaft. Irgendwann läuft nur noch die Menue- Musik und der PC ist die einzige Lichtquelle in der ganzen Wohnung. Schlechte Laune ... Nach- Urlaubs- Coller Ich will meine Mitte wieder finden und es klappt schon mal, hin und wieder. Aber dann kommt wieder ein kleiner Windhauch, ein Blick, ein Satz, egal von wem und ich stürze zusammen wie ein Jengaturm. Fehlersuche wieder missglückt. Schöner Tag in der Sonne. Ich konnte nichts finden was mich störte, suchte nähe und leider wurde ich nicht wirklich zurückgewiesen. Du wolltest bestimmt nur nett sein. Das sagte einer später. Und ich versuche alles um das zu glauben um endlich heraus zu kommen aus diesem Strudel. Wie kann es sein, dass ich so traurig bin wegen so etwas? Warum zum Teufel müssen die Frauen in unserer Familie sich innerlich immer so auf eine Person fixieren? Niemand sagt mir das das zu einem guten Ende führt und ich glaube auch nicht daran. Vielmehr versuche ich mich loszusagen. Gleichwohl vergeblich. Alles wird gut... Die Musik verstört mich, verschlägt mich in eine andere Welt... halbangezogen liege ich auf dem Bett, es ist zu warm, die Füße auf einem Hocker außerhalb abgelegt. Irgendwie unbequem, aber keine Lust zu bewegen. Meine Gedanken ziehen ins Nichts. Die Rauhfasertapete ist das das einzige was ich noch bemerke, sehe. Und selbst das hört irgendwann auf. In meinem Kopf herscht Stille. Keine Kraft mehr nach zu denken, zu träumen und zu verdrängen, zu kämpfen... einfach leer. Tut auch irgendwie gut, nur wird meine Laune dadurch auch nicht besser. Meine Hände jucken, meine Füße genauso. Die Krankheit kehrt mit dem Stress zurück. Unzähliche Bläschen unter der Haut. Nicht Ansteckend... wie beruhigend! Nicht Heilbar, stressbedingt... ich hasse meinen Körper. Nicht einmal er tut was ich will. Gab es nicht mal sowas wie Selbstbestimmung? Mist, das bezog sich auf was anderes. Die Buddhastatuen in meinem Zimmer schauen mich lächelnd an, ich wünschte ich hätte auch diese Ruhe. Es sind die Begehrlichkeiten die mich davon abhalten... ich sollte lernen, meinen Geist unter kontrolle zu halten. Schlafen, aufwachen, Kaffee, Unikram... es wird auch nicht wirklich besser, würde immer noch gerne die Tapete anstarren, stattdessen gehe ich auf Literatursuche. Kommt dem in etwa gleich. Sachen packen, Urlaub... schon wieder. Ich hab das Gefühl mir rennt die Zeit davon. Nehme Unikram mit. Vielleicht schaffe ich es ja, die Arbeit schon mal vorzuschreiben. Vielleicht ist das auch besser so, denn so bekommt mein Kopf etwas zu tun. Denken ist nicht gut für mich. Besser, wenn ich vorher weiß worüber ich denken darf. Zäune abstecken zu den Bösen gebieten. Verdrängung ist doch wieder mal ne feine Sache. Du wolltest nur nett sein, sagte einer. Warum tut es mir dann so weh? Dich zu umarmen macht mich vollständig, die Leere muss ich nun selber wieder füllen. Was ist schon Hoffnung wenn man um die Realität weiß, oder gar zu wissen glaubt. Gibs auf, gibs auf .... |
| Nebeltaenzerin | Novembergrau... Mehr nicht und nicht weniger. Oh dort ist so viel mehr, so viel von dem ich sagen will, es wäre was mich glücklich macht. Manchmal ist dort einfach nichts... Wie lange habe ich nicht mehr geschrieben? wie lange habe ich nicht mal mehr meine kleinen Gedankenbruchstück-zettel zwischen meinen Arbeitsblättern geschrieben und versteckt. Lange. Es wäre so einfach zu sagen es sei das Wetter, der Himmel der hier nur 10 Meter über meinem Kopf hängt.. es wäre so einfach zu sagen, dass ich mir zu viel aufhalse, dass ich zu viel studiere, arbeite. Es wäre so einfach... Doch es ist mehr. Es ist eine latente Einsamkeit die sich in mir eingenistet hat, die seit einiger Zeit nun in mir wächst und mich mit jedem Tag unfähiger macht von Herzen zu lachen, von meinem Herzen zu sprechen, ja überhaupt an es zu denken. Stolz und laut... das ist es wohl was die meisten von mir denken. Ehrlich und Direkt, Fleißig und Selbstsicher. Gut Organisiert, Bestimmend, eine Frau mit Überblick? Ja das wäre ich gern. Ich versuche mein Bestes... doch wozu führt das? Wie kann ich ihnen sagen, wie ich bin, wenn die Tür hinter mir zufällt und ich alleine bin? Wenn ich nichts mehr tun kann was mich ablenkt, wenn kein Buch mehr zu lesen ist und keine Planung mehr zu machen. Wie kann ich sagen, wie einsam ich mich fühle trotz all den wunderbaren Menschen um mich herum? Ich habe mich damit arrangiert alleine zu sein, abends alleine ins Bett zu gehen, alleine aufzustehen und meinem Tagewerk nachzugehen und einen Tag nach dem anderen abzuarbeiten. Nach 3 Jahren stört es nicht mehr... es macht mich zu einem eigenbrödler, zu einer die ihr Leben auch alleine leben kann. Und es lässt mich Angst bekommen. Kommt mir nicht zu nah, ich vertraue nicht. Aber... was sind schon drei Jahre? Ihr habt recht... Nichts! das Leben geht weiter, auch mit diesen Erinnerungen und auch ohne sie. Vielleicht wird alles wieder besser... Wenn irgendwann wieder etwas Licht in mein Zimmer scheint, wenn ich des Morgens die Augen öffne und mich vor der Welt verkriechen will. Wenn ich wieder einmal eigentlich nur vor mir selber fortlaufen will. Nein, Selbstbewusst bin ich nicht... aber es ist gut wenn ich auf euch so wirke, denn dann muss ich euch nichts erklären. Ihr lasst den Punkt in mir in Ruhe, den auch ich so gerne ignoriere... mein Herz... mich selbst. Die Hoffnung wird wieder zurückkehren. Es wird sich zeigen wann. "A Fragment from the Past I thought I had you buried But now you appear again This time I will kill you for real" Shiva |
| Nebeltaenzerin | Weihnachtsblues... Das Jahr geht zuende und ich wünsche mir nichts mehr, als dass ich einfach nicht mehr denken müsste. Und fliehen will ich... vor mir selbst und dem, was mich an mir immer wieder aufs neue verwirrt. Gefühle, Erinnerungen... Ahhhh ich hasse es, ich will rennen und vergessen. Ich will mich nicht mehr einsam fühlen, denn ich bin es nicht. Weihnachtsblues... du kannst mich mal.... |
| Nebeltaenzerin | Was bedeutet dieses in Dröhnen in meinem Kopf? Was heißt es, wenn ich orientierungslos durch einen Wust von Bekanntschaften und Freunden jage. Ohne Haltepunkt. Hört auf mich zu analysieren. Dafür bin ich nicht da! Ich weiß es selber nicht, warum glaubt ihr es heraus zu finden? Ich bin kein Forschungsobjekt, kein Versuchsobjekt für semiprofessionelle Psychologische Übungen. NEIN! Lasst mich in Ruhe! Ich will es gar nicht wissen. Lasst mich fliehen... wohin und wie viel ich will! Lasst mich bitte! Keine Stärke mehr.... will nur nach Hause kommen, will weinen können, will Schmerz fühlen können, will mir selbst wieder etwas wert sein. Will nach Hause kommen............. Wo ist mein Zuhause? Zu Hause liegt auf dem Weg von dem einen Ort zum Anderen. Zu Hause liegt immer in der Ferne. Zu Hause bin ich in der Sehnsucht nach jenem Ort. Und manchmal, ja manchmal bin ich zu Hause in dieser EINEN Stadt. Was ist Heimat? |
| Nebeltaenzerin | Was ist es was uns treibt? Was lässt uns Tag für Tag von neuem Aufstehen, die Arbeit verrichten und die Konkte pflegen? Wo ist der Sinn? Liegt dieser Sinn nicht manchmal einfach in der Sache an sich? Tuen wir nicht viele Dinge einfach weil sie eben getan werden (müssen)? Da sagt mir einer, der Sinn läge vielleicht einfach nur in mir selbst und ich drehe mich suchend um, als müsse dieses Selbst irgendwie hinter mir stehen und abwarten, dass ich es endlich bemerke. Da steht kein "Selbst" und wartet auf mich... und für einen Moment überrasche ich mich dabei, wie ich ratlos dasitze und nicht weiß, was dieser Satz überhaupt für einen Sinn ergeben solle. In mir selbst? Für mich selbst? Wie viel einfacher ist es, den Sinn des Lebens außerhalb seiner Selbst zu suchen und auch von zeit zu zeit zu finden. Wie viel leichter ist es doch, das bestehen der nächsten Prüfung, des Studiums, der Anforderungen als Sinn zu akzeptieren. Doch was, wenn das bestanden ist? Und lege ich in dem Moment nicht meinen Sinn in die Hände anderer? Anders, lege meinen Sinn darin fest, anderen zu genügen. Viel zu lange schon strebe ich nicht mehr danach anderen zu gefallen. In der Art wie man das eben tut, wenn man Freunde haben will. Sind Freunde nicht fast schon als Randfiguren degradiert worden? Wichtig, oh ja.. aber kaum mehr Inhalt meines Realen Lebens. Was nehme ich noch auf mich um Kontakte zu halten? Kaum mehr etwas... Viel zu wenig! Es entgleitet mir. Es scheint mir, als könne ich mir daher nicht mehr wirklich in die Augen schauen, nicht mehr stolz sein. Weil ich all den Sinn, all die Kraft in etwas lege, von dem ich manchmal nicht mal mehr weiß, ob ich es psychisch verkraften kann. Mein ganzes Streben liegt darin die Anforderungen zu bestehen. Meine ganze Kraft, meine Zeit stecke ich in dieses Ziel. Doch verdränge ich, dass ich, wenn ich die eine Etape geschafft habe, die Anforderungen und Erwartungen doch nur steigen werden. Und eben dies erscheint mir in manchen Momenten als vollkommen Sinnlos. Denn was habe ich davon? Was gibt es mir, Tag für Tag zu kämpfen und am Abend nicht mehr tun zu können, als davon zu träumen irgendwann mal wieder Zuneigung zu erfahren, einen Halt zu haben oder vielleicht einfach mal wieder zu tanzen. Nein, grade weiß ich nicht mehr, was das soll. Grade wo das letzte, was mir noch geblieben war von den Dingen die ich einst so sehr geliebt habe, genommen wird. Weil mein Körper wieder einmal nicht mitspielt.... meine Geige. Nein, das macht keinen Sinn! Manche würden sagen, das Krankheiten einen Sinn hätten, manche, dass sie eine Art Strafe für Vergehen des vergangenen Lebens seien. Aber was nur habe ich falsch gemacht? Gebe ich mir denn nicht genug Mühe? Keine Antwort... Und es wird sich wohl trotzdem nichts ändern. Daran, dass ich keine Zeit habe, daran, dass ich immer weiter strebe, nur um mich selbst zu beweisen und meine größte Angst zu besiegen: Nicht gut genug zu sein. Nein, es wird sich nichts ändern. Auch weil ich die meiste Zeit liebe was ich da tue und manchmal.. nur manchmal sogar ein wenig stolz auf mich sein will. |