| Das Dunkel | Es ist schon einige Zeit her, dass wir uns gesprochen haben. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, dass du unser Telefonat heute nicht vergessen hast. Irgendiwe war es seltsam. Am Anfang klangst du wie ein Fremder für mich, doch der Eindruck verflog schnell. Du erzähltest viel, ich hörte die meiste Zeit zu. Viel war geschehen. Deine Beziehung nach unserer war zerbrochen. Das tut mir wirklich leid für dich, denn du bist eine gute Seele! Schon seltsam, dass sie weggegangen ist. (Doch dazu sollte ich nichts sagen...) Dann die Krankheit deines Vaters... Ich bin so froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist und hoffe, er steckt alles gut weg! Es war eine schwere Zeit für euch alle, sagtest du. Das kann ich gut verstehen! Doch ihr solltet jetzt nach vorne sehen. Wie es den anderen geht, habe ich gefragt. Du hast mir von allen erzählt... Irgendwie scheint die Zeit bei euch schon ewig her zu sein - so kommt es mir manchmal vor. Man kann auch oft nur oberflächlich erzählen, weil dem anderen immer der Bezu dazu fehlt. Nächstes Jahr wollen wir uns mal wiedersehen, aber das sagen wir auch schon Jahr für Jahr. Wahrscheinlich bleibt es am Ende an mir hängen. Manchmal denke ich, du hast einfach Angst davor, auch wenn du sagst, du würdest dich sehr freuen. Aber ich denke, wir sind Freunde, trotz allem was zwischen uns war und es verbindet uns doch auch noch einiges. Ich bin gespannt, ob wir es tatsächlich auf die Reihe bekommen die Kilometer zwischen uns nächstes Jahr zu überwinden. Die Zeit vergeht so schnell und man hat so oft zu wenig davon...[FONT=arial] Es ist schon einige Zeit her, dass wir uns gesprochen haben. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, dass du unser Telefonat heute nicht vergessen hast. Irgendiwe war es seltsam. Am Anfang klangst du wie ein Fremder für mich, doch der Eindruck verflog schnell. Du erzähltest viel, ich hörte die meiste Zeit zu. Viel war geschehen. Deine Beziehung nach unserer war zerbrochen. Das tut mir wirklich leid für dich, denn du bist eine gute Seele! Schon seltsam, dass sie weggegangen ist. (Doch dazu sollte ich nichts sagen...) Dann die Krankheit deines Vaters... Ich bin so froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist und hoffe, er steckt alles gut weg! Es war eine schwere Zeit für euch alle, sagtest du. Das kann ich gut verstehen! Doch ihr solltet jetzt nach vorne sehen. Wie es den anderen geht, habe ich gefragt. Du hast mir von allen erzählt... Irgendwie scheint die Zeit bei euch schon ewig her zu sein - so kommt es mir manchmal vor. Man kann auch oft nur oberflächlich erzählen, weil dem anderen immer der Bezu dazu fehlt. Nächstes Jahr wollen wir uns mal wiedersehen, aber das sagen wir auch schon Jahr für Jahr. Wahrscheinlich bleibt es am Ende an mir hängen. Manchmal denke ich, du hast einfach Angst davor, auch wenn du sagst, du würdest dich sehr freuen. Aber ich denke, wir sind Freunde, trotz allem was zwischen uns war und es verbindet uns doch auch noch einiges. Ich bin gespannt, ob wir es tatsächlich auf die Reihe bekommen die Kilometer zwischen uns nächstes Jahr zu überwinden. Die Zeit vergeht so schnell und man hat so oft zu wenig davon... |
| Das Dunkel | Heute Morgen habe ich mich erst gegen 2 Uhr hingelegt, konnte allerdings trotzdem nicht gleich schlafen. Also habe ich mir noch einen Beitrag angesehen. Neuerdings schaue ich öfters zum Schlafen etwas, weil ich dann nicht so viel über andere Dinge nachdenken muss. Jedenfalls war es ein ganz interessanter Fall über den Mord an dem Manager der Kastelruter Spatzen in Magdeburg 1998. Obwohl der Mord inzwischen über zehn Jahre her ist, hat man ihn bisher nicht lösen können. Es muss ziemlich grausam gewesen sein. Zumindest schließe ich das aus den Verletzungen, die ihm laut Notarzt zugefügt worden waren. Einzelheiten spare ich lieber aus… Ich frage mich immer, wie Menschen zu so etwas fähig sein können? Was sie nur dazu treibt, über eine solche Grenze zu treten? Aber das mysteriöse ist ja, dass es laut Polizei kein Raubmord war und dass auch kaum jemand wusste, dass der Manager überhaupt noch in Magdeburg war. Jedenfalls fand ich den Fall ziemlich interessant. Vielleicht bleibe ich mal dran. *Gedankennotiz mach* Nach dem Beitrag bin ich dann irgendwann eingeschlafen. Sicherlich war es wieder gegen drei. Momentan ist das so meine Zeit… Aufgewacht bin ich dann beängstigt, weil sofort die Depri-Gedanken der vergangenen Tage da waren, die ich so schön zu verdrängen versuche. Allerdings eine Wucht stärker, gemischt mit Gedanken an ihn. Das war dann gleich der erste Schock am Morgen. Hat mich ziemlich beängstigt. – Blick auf den Wecker. Halb Zehn, verdammt so spät, ich wollte doch eher raus, um noch was zu tun. Korrekturblick. Halb Sieben. Geht ja. Also raus und etwas tun. Nur ablenken. Der Morgen zog sich zäh bis zum Mittag hin. Irgendwann klingelte der Postbote, aber ich hatte keine Lust raus zu gehen und das Päckchen entgegen zu nehmen. Ich würde es einfach später an entsprechender Abgabestelle abholen. Schlechte Nachrichten für Morgen. Die Präsi muss umdisponiert werden, weil inzwischen zwei Leute fehlen. Das heißt dann mehr Arbeit für die restlichen paar Leute. Nur nicht verrückt machen, aufregen bringt nichts, versuche ich mir klar zu machen. - Zwischendrin immer wieder Gedanken an ihn. Ich warte auf eine Antwort, auf ein Zeichen, aber ich glaube nicht daran. - Gefühle zwischen Verletzung, Verständnis, Beschwichtigung, Trauer. Was erwarte ich denn? Es wird nichts kommen, rede ich mir ein, um die Hoffnung zu stillen. (Aber ich decke sie nur zu, damit sie keiner sieht.) Ob es richtig war dir gestern so viel zu schreiben? Ich weiß es nicht, aber ich konnte einfach nicht anders. Der Drang war zu groß. Daneben stets die Frage: Was ist nur wieder los mit mir? Komm klar, komm klar, sag' ich zu mir selbst! Anderthalbe Stunde Ermüdungsshow. Ausreichend für den Montag und dennoch vollkommen sinnlos. Doch zum Ende hin schickt der Unterhalter mir noch ein paar anregende Gedanken für den Heimweg durch den Raum: Masse und Individualismus. Das alte Thema – und die Medien zwischendrin. Ich verschiebe den Gedanken jedoch bis nach Hause, denn T. begleitet meinen Weg zur Bahn. Wir plaudern über dies und das und landen bei Argentinien und Greenpeace und der Idee eines PR-Filmes. Netter Gedanke, aber es überzeugt mich nicht. Im Ernstfall nur eine Notlösung. Den Rest des Weges lasse ich Musik von meinen Ohren aus durch mich hindurch strömen. Es wirkt und ich fühle mich besser, fast heiter. Da habe ich heute wohl die richtige Wahl für den Weg getroffen. Erstauntes Aufhorchen: Irgendwo im Haus läuft Pitchfork! *muss ich auch mal wieder hören* Auf zum Paket, das es sich in der Dritten bequem gemacht hat. Bücher. Ich liebe es neue Bücher auszupacken. Das Papier, in das sie gewickelt waren roch verdammt gut. Mir schoss die Frage durch den Kopf, ob das wohl Zufall oder Absicht ist. Kundenmanipulation? Das Telefonat mit dir lief heute auch ganz gut, obwohl ich dich ja erst mal nicht erreicht habe, weil du geschlafen hast. Du hast genauso seltsame Schlafgewohnheiten wie ich. (Ich habe dafür nach unserem Telefonat eine Stunde geschlafen.) Du hast auch wieder eine Menge um die Ohren, aber deine Laune war heute besser. Nicht so sarkastisch. Du wolltest dann erst mal mit dem Hund raus. Vielleicht rufst du noch mal an – ja, vielleicht, denke ich und glaube nicht recht daran. Falls doch, wäre es eine Überraschung. Jetzt einen schönen Schluck Wein und dann endlich anfangen für morgen alles fertig zu machen. Das Essen steht noch halb unangetastet da und wartet auf jemand anderen. Es widert mich heute erneut an und ich kann mir nur wenig reinzwängen. Nicht so schlimm, denke ich und fühle mich gut bei dem Gedanken. Es kommen wieder andere Zeiten. Morgen geht es besser. Ich hoffe es und fühle mich dabei ziemlich leer. Nachtrag: Du hast doch noch angerufen! Wie schön! Es war ein richtig gutes Gespräch! Ich hoffe, wir kommen morgen beide raus und ich wünsche dir natürlich auch viel Glück für morgen! |
| Das Dunkel | Alles ist gut verlaufen. Obwohl, auf Grund des mittlerweile noch mehr angehäuften Schlafmangels durch eine sehr kurze vergangene Nacht, der Tag von einer ständigen Müdigkeitserschöpfung geprägt war. Dennoch ist er besser verlaufen, als am Morgen zu erwarten war. Auch so geht es besser. Es ist wieder ruhiger geworden in mir. Auf dem Heimweg besorgte ich mir neue Malerei-Utensilien, weil ich die alten nicht vor Ort habe. Ich glaube, es wird mir ganz gut tun, mich darin zu vertiefen. Dabei kann ich die Welt ringsum so herrlich vergessen. Eigentlich habe ich zu wenig Zeit dafür und werde sicher wieder andere Sachen dafür vernachlässigen, aber es ist es mir trotzdem wert. - Du hast mich auf den Gedanken gebracht, weil du ein Bild gefordert hast. Möglicherweise bekommst du es, auch wenn es etwas dauern wird, weil ich gleich noch ein weiteres begonnen habe. Heute hast du dich nicht gemeldet. Das stimmte mich etwas traurig und fragend. Ich beginne dann oftmals gleich alles in Frage zu stellen. Dafür gibt es jedoch, wenngleich nicht keinen, so doch nicht viel Grund. Auch an ihn musste ich heute wieder denken. Sonderbar, wie meine Gedanken immer wieder den Weg zu der Erinnerung an ihn finden. Ich vermisse ihn, zwinge mich allerdings realistisch zu bleiben. Er wird wohl nicht zurückkehren... |
| Das Dunkel | Die Arbeit gestern war furchtbar! Wäre ich nicht angewiesen auf das Geld, ich würde den Job nicht machen. – Wie das schon klingt! Gestern ging mir auch die ganze Zeit durch den Kopf, dass ich nur der Sklave des Kapitals bin und so ist es leider auch. Zwar könnte ich auch den Job wechseln, aber es gibt zu wenige, die mir die passenden Arbeitszeiten bieten. Also muss ich da erst einmal durch. Bis Januar oder so, dann werde ich kündigen. Gott, wie froh werde ich dann sein! Es verkrampft mir schon jedes Mal den Magen nur beim Gedanken an diese Arbeit… Heute und morgen muss ich wieder hin. Das ganze Wochenende ist verdorben… So lange haben wir uns jetzt nicht sehen können. Du fehlst mir. Wir können die Situation momentan aber nicht ändern. Unser Telefonat gestern war sehr schön, trotz Unterbrechung. Deswegen bin ich heute nicht raus gekommen, so dass ich die Veranstaltung sausen lassen musste. Aber ich bin lieber ausgeschlafen und heute Abend für den Job wieder fit, als dass ich den ganzen Tag wie Falschgeld nach drei Stunden Schlaf rumlaufe. Ich bin froh, wenn ich mal gut schlafen kann. Gestern konnte ich mal wieder bemerken, wie ähnlich wir in mancher Hinsicht ticken. Ich würde gerne mit dir irgendwann in unserer Lieblingsstadt leben… Lass uns auch die andere Sache für nächstes Jahr verfolgen, selbst wenn wir wenig Zeit haben. Das muss einfach passieren! Hoffentlich bin ich rechtzeitig von meinem Auslandstrip zurück! Es häufen sich die Aufgaben und ich weiß nicht, was ich zuerst machen soll… |
| Das Dunkel | Noch genau einen Monat und es wird so weit sein: Wir werden uns endlich gegenüber stehen! Ein schwarzes Fest wird es werden - ein Fest der Sinne! Wir werden die gleiche Luft atmen. Deine Stimme wird den Raum erfüllen und ich werde wissen, was es ist, wenn dein Zauber mich umfängt. Ich werde mich fallenlassen in diese Woge. Meine Augen werden die Deinen suchen und der ganze Raum wird pure Magie sein. Ich kann es kaum erwarten… Ich zähle die Tage, bis es so weit ist und wir dieses Fest gemeinsam begehen! Kein Geschenk könnte schöner sein als es dieser Abend sein wird! |
| Das Dunkel | An einen Engel... Ich weiß, es macht wenig Sinn Dir weiter hinterherzulaufen. Was nicht sein soll, wird nicht sein und ich kann und will Dich auch nicht zu etwas drängen, das du selbst nicht möchtest und ich vielleicht einfach zu sehr. Du warst vom Tag an, als du in mein Leben getreten bist, ein besonderer Mensch für mich und ich habe niemals für jemanden etwas ähnliches empfunden wie für Dich. Es ist sehr schön für jemanden so fühlen zu können, aber ich kann keine Erwiderung erwarten. Ich werde meine Gefühle nicht ändern, denn das wäre unserer Zeit nicht gerecht und sie sind viel zu kostbar, um sie zu verleumden. Du hast mich für immer! Ich bin Deine Unsterblichkeit… Falls Du jemals zurückkehren möchtest, dann wirst Du mich finden können. Es wird immer einen Weg geben, doch ich warte nicht auf Dich! Ich kann nicht, verstehst Du? Ich bin ein Träumer, aber ich bin auch Realist. Es wird Zeit für mich, wieder nach vorne zu blicken. Auch wenn ich noch oft, sehr oft, an Dich denken werde, so wirst nur Du allein den Schritt tun können, um uns wieder zu einander zu führen. Da ist so viel Glück um mich herum, ich schmiede neue Pläne, möchte mich und meine Träume verwirklichen und Neues entdecken. Ich werde versuchen zu leben, was ich möchte und wie ich es möchte, bis ich eines Tages die Seiten meines Buches zuschlage. Ich werde immer frei und unabhängig sein. Deswegen kann und muss ich loslassen, was ich sowieso nicht halten kann. Ich lasse Dich los. Ich lasse Dich frei. Ich lasse Dich gehen. Aber ich wünsche Dir absolut aufrichtig, dass Du glücklich wirst auf Deinem Weg, wohin auch immer er Dich führen wird! Bitte behalte das Gute unserer Jahre in Deiner Erinnerung und denke daran, ich bin für Dich da, wenn Du es möchtest! Du kannst immer zu mir zurück und Du musst keine Furcht vor irgendwas haben, denn ich bin im Reinen mit allem was war! Pass auf Dich auf, denn Du bist kostbar...! |
| Das Dunkel | So oft kommt es mir so vor, als wenn ich immer genau dann ins Fettnäpfchen trete oder das Falsche tue, wenn alle Augen auf mich gerichtet sind. Das lässt mich dann natürlich für die Anderen immer schlechter aussehen, als ich es vielleicht bin. Dabei gebe ich mir doch wirklich Mühe! Ich kämpfe so sehr gegen meine eigenen Unzulänglichkeiten, die mir selbst zuwider sind, die ich jedoch so schwer bekämpfen kann. Heute tat es mir fast leid, dass ich vor einer Woche den Schlussstrich mit dieser lästigen Arbeit gezogen habe. Jetzt ist es nur noch dieses Wochenende, das ich überstehen muss, überstehen kann. Für mich ist es eine Erleichterung, weil so viel liegen geblieben ist, das ich vor meinem Weggang (wohin auch immer) noch fertig stellen muss. Es geht nicht anders. Um den Platz für das nächste Jahr muss ich mich schließlich auch noch kümmern, auch wenn ich noch immer (und immer weniger) weiß, wo es hingehen soll/darf. Wie (un)absichtlich habe ich mich heute wieder verletzt. Tollpatsch oder möglicherweise doch ein wenig Absicht? Ich kann es nicht genau sagen. Nur dass es mich stört, weil es langsam nicht mehr nett aussieht… Dabei war der Tag heute relativ gut. Außer, dass Du mir heute Vormittag plötzlich wie ein Blitz in meine Gedanken geschlagen bist. Die Name, nur dein Name, der bei mir sofort wieder eine Flut von Gedanken auslöst. Jedes Mal habe ich dann zu tun, dass ich mich nicht zu sehr festdenke und dich wieder verdränge… Vielleicht denkst du ja auch an mich, wenn du mir so plötzlich in den Sinn kommst. Da war immer diese besondere Verbindung zwischen uns. Früher musste ich nur fest genug an dich denken und bekam eine Nachricht von dir. Das ist mittlerweile lange nicht mehr so, aber vielleicht komme ich dir dann auch so plötzlich in deine Gedanken wie du in meine? Wie auch immer. Ich vermisse dich, deine Worte, doch es ist alles verloren. Der Dezember ist beinahe angebrochen und die Erinnerung kommt zurück. An Sie, die Gute – Mutter. Für mich war sie ein Engel, auch wenn sie mich weniger liebte als ich sie (oder ist es nur eine falsche Erinnerung?). Sie verließ uns viel zu früh, aber es war in gewisser Weise ein Glück für sie aus dieser Hölle von damals heraus zu kommen. Ich hätte ihr dennoch lieber ein besseres und neues Leben gewünscht, als an dieser Krankheit zu sterben. Ich habe mich öfters gefragt, ob sie überhaupt jemals glücklich war. Ob sie anders glücklicher gewesen wäre als mit ihm, der uns Kinder nicht einmal wollte… Wenn ich an die Zeit von damals denke, die andere Kindheit nennen und als unbeschwert beschreiben, dann werde ich jedes Mal furchtbar traurig… Man muss lernen damit zu leben. Man kann es nicht ändern. Das weiß ich auch. Dennoch ist es nicht immer einfach. Besonders, wenn man von anderen hört: Du siehst aus wie sie, genau wie sie… Danke… aber das macht sie auch nicht lebendig und verbindet mich nur noch mehr mit ihr, so dass ich mich beständig frage, was an mir wohl ist wie sie. Ob ich fühle wie sie und ob ich ihre Geschichte noch einmal lebe, denn einiges scheint den Anschein davon zu haben. Ich möchte glücklich werden in meinem Leben, aber das Glück ist so schrecklich flüchtig… Ob ich mit ihm, der mir jetzt zur Seite steht, jemals das finden kann, was ich möchte, scheint mir oftmals ungewiss. Er hat zwar Seiten, die ich sehr zu schätzen weiß und die mir gut tun. Doch andererseits weiß ich nicht, ob wir jemals auf einen Grünen Zweig kommen mit all den Schwierigkeiten und Problemen die er hat. Ich kann nicht für ihn mitkämpfen. Das schaffe ich nicht. Ich stoße immer wieder an meine Grenzen, aber ich kann auch nicht aufgeben. So schwanke ich zwischen Mutlosigkeit und Mut – und trete damit zu sehr auf der Stelle. Ich drehe mich im Kreis… und die zwei Seiten in mir (zum Tod und zum Leben) bekämpfen sich gegenseitig. – Ist das nicht alles Schwachsinn? |
| Das Dunkel | Vergangene Woche ein paar Worte an einen Unbekannten. Inzwischen sind wir einander nicht mehr ganz so fremd. Erstaunlich, dass sich Dinge derart entwickeln können. In manchen sind wir einander ähnlich, doch nicht in allem, was dein Glück sein dürfte… Doch je vertrauter wir einander werden, umso vorsichtiger werde ich. Lieber einen Schritt zurück, nur nicht zu nah. Dennoch wäre es schön vielleicht einmal wieder einen neuen Freund zu gewinnen, auch wenn Jahre zwischen uns liegen. Dann wieder einmal aufgebrochen zur Reise. Aus der Dämmerung in die Nacht hinein. Der erste Zug recht leer und der zweite gefüllt mit interessanten Menschen. Ich dazwischen, fast unbemerkt. Vorbei durch eisige Kälte am Schein der industriellen Lichterstadt, deren immense Flammen in einem Violett-rosa in den frostigen Nachthimmel züngeln. So faszinierend, dass der eingesetzte Schmerz fast vergessen scheint. Die steinigen Stufen zu einem bekannten Ort. Ein roter Blutfleck ruht einsam und verlassen auf der untersten Stufe. Ich schaue auf, vor mich, um den Besitzer zu erkunden, doch niemand vor mir scheint der Besitzer zu sein. Auch ich lasse ihn zurück… Der nächste Abend führt uns ins Gewandhaus. Wir haben uns herausgeputzt wie damals in den goldenen Zwanzigern. Eine Zeitreise. Ein zauberhaftes und auch amüsantes Konzert, wenngleich wir beide vollkommen übermüdet sind. Am Sonntag ein Besuch im alten Gefängnis, dass mir inzwischen viel freier und neutraler erscheint. Fast könnte man es nett nennen, wüsste man nicht, welche Risse hinter der Fassade verlaufen. Sonntagnacht der beinahe Pflichtbesuch auf dem Weihnachtsmarkt in meiner Lieblingsstadt mit beinahe zu vielen warmen Prozenten. Die etwas gefürchtete Untersuchung am Montag, die bisher in Ordnung war. Eine wichtige Entscheidung heute, dass ich den Schnitt alleine übernehmen muss. Das bedeutet jede Menge Stress und Arbeit. Tage und Nächte im Schittraum. Zum Glück verbleibt noch etwas Zeit bis dahin. Ich bin sehr aufs Buch gespannt. Die letzte Zeit fordert nun ihre Opfer. Angeschlagenheit. Der wieder aufgeflammte Drang, Selbstzweifel/-hass und der Schmerz. Sehnsucht nach ein wenig Nähe und Wärme. Sehnsucht nach den Flügeln des Engels, den ich so vermisse. Durchdringt Stein irgendwann das Eis oder das Eis den Stein und werden Mond und Sonne dann unzertrennlich bei einander sein? Unsere Wege werden immer nur nebeneinander herführen. Komm mir nicht zu nahe Und berühr’ mich doch Halt mich schützend fest Am Rande vom schwarzen Loch Lass mich nicht warten Doch bedräng’ mich nicht Begleite mich durch Dunkelheit Bis Licht küsst mein Gesicht |
| Das Dunkel | Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Das ist eine – deine These – zu der jegliche Beweisführung fehlt. Das vorab. Ich würde der Aussage schon prinzipiell zustimmen, weil es einfach keinen anderen Sinn für das Leben als solches geben kann. Dennoch stellt sich die Frage, ob wir überhaupt einen Sinn brauchen, ob es uns hilft auf unserem Weg? Was brauchen wir einen Sinn, wenn wir einfach leben – leben, nicht existieren! Was nützt uns der Sinn, wenn wir voll mit Leben sind und es nicht ausleben können? Das Leben selbst als der Sinn ist auch nur ein Rahmen, den wir hier für unser Bewusstsein haben. Also ist unser Sinn ein bewusster, bewusstseinsgefüllter Rahmen, wahrgenommen durch uns selbst. Aber können wir unserer Wahrnehmung und unserem Bewusstsein wirklich objektiv vertrauen? Damit aber das eigene Leben Sinn macht, muss es durch andere sinnvoll gemacht werden, denn ein einsames Leben ist in der Regel kein schönes Leben. Du begrenzt deine eigene Aussage durch die Einschränkung „in der Regel“. Wir brauchen Andere nicht für unseren Sinn, sondern um unseren Weg zu bereichern. Sie dienen uns als Vergleich und als Spiegel, um uns selbst zu sehen. Sie sind Projektionsfläche und Buch für uns. Dennoch können sie nicht wir selbst sein und wir können nicht sie sein. So bleibt jeder er selbst und in sich selbst mehr oder weniger allein, weil wir nie gänzlich in allen Bereichern von anderen erfüllt werden können. Doch ein einsames Leben kann trotzdem ein sinnvolles Leben sein. Das schließt einander nicht aus. Ebenso kann Einsamkeit schön sein. Inwieweit es auf Dauer glücklich macht bleibt die Frage. Wie sehr brauchen wir andere zum Glücklichsein? Ich vermute, das es für jede Persönlichkeit unterschiedlich ist und dass es auch etwas eine Sache von Gewohnheit ist. Wenn ich nun außergewöhnliche Interessen habe und es nur sehr wenige Menschen [wie dich] gibt, die mein Leben letztendlich sinnvoll machen können, ich aber dafür anderen vielleicht mehr geben kann als sie mir, so liegt der Sinn nicht mehr wirklich in meinen eigenen Bedürfnissen, die zunehmend bedeutungslos werden, da ich sie leider ohnehin nicht verwirklichen kann. Zunächst vermute ich hier zu Beginn einen Gedankensprung. Außergewöhnliche Interessen stehen nicht in Verbindung damit, wie andere Menschen dein Leben sinnvoll machen können. Jeder Mensch vermag dein Leben auf eine sinnvolle Weise zu bereichern, egal welche Interessen du hegst. Zudem bist es du selbst, der anderen zugesteht, dein Leben sinnvoll zu machen, indem du ihnen einen Sinn in deinem Sein einräumst. Wenn der Sinn das Leben selbst ist, dann kann der Sinn nicht allein die Erfüllung deiner Bedürfnisse sein, denn sie allein sind nicht das Leben. Damit liegt der Sinn von vornherein nicht in deinen eigenen Bedürfnissen. Zu Geben kann uns Bereicherung sein, selbst wenn wir nicht Gleiches erhalten. Zu Geben ist Teil eines Lebens, somit Teil des Sinnes, Teil des Weges, Teil unseres Wesens. Deine eigenen Bedürfnisse treten im Augenblick des Gebens hinter die Anderer zurück. Sie dürfen dennoch nie bedeutungslos werden, weil sie dich und deine Persönlichkeit ausmachen. Ich spiele auch gelegentlich mit dem Gedanken, dass für Andere da zu sein, möglicherweise die einzige Tat sein könnte. Doch kann sie es? Sie kann es nicht, denn wir können uns selbst und unsere Bedürfnisse nicht dauerhaft ausblenden. Du merkst es ja selbst… Vielleicht kannst du anderen manchmal mehr geben als die anderen dir. Woran liegt das? An dem, was jeder zu Geben bereit ist. An dem, was du für dich erwartest zu erhalten und daran, welchen Wert du dem Gegebenen eines anderen an dich zumisst. Du solltest nicht behaupten, dass du deine Bedürfnisse ohnehin nicht verwirklichen kannst. Du kannst es nur jetzt nicht! Das sagte ich dir ja bereits. Du kannst nicht wissen, wann sie ihre Erfüllung finden. Du kannst nur warten, hoffen und alles dafür tun und solange die Zeit reichhaltig ausfüllen. Und wenn mein Leben zu einem Teil sinnlos ist, so kann der Sinn nur darin liegen, ihm einen Sinn zu geben. Hier bist es du allein, der seinem Leben einen Teil Sinnlosigkeit gibt, indem du den Sinn an der Erfüllung deiner eigenen Bedürfnisse im gegenwärtigen Augenblick misst. Wie willst du einen Sinn geben, wenn du ihn selbst nimmst? Brauchst du einen Sinn für dein Leben oder solltest du einfach leben und das Leben mit all seinen Seiten als deinen Haltepunkt begreifen? Und da ich mir meine Bedürfnisse nicht erfüllen kann, kann der Sinn nur darin liegen, zumindest ein wenig den Sinn anderer Leben zu begründen. Wichtig ist also nicht, wer ich bin, sondern wen ich darstelle und welche Funktion ich als solcher für andere übernehme. Ich weiß, das ist zu pauschal, aber ich versuche, es rational zu sehen, wobei das irgendwie eine trostlose Sicht der Dinge ist ... Wichtig ist nicht, wer ich bin, sondern was ich darstelle… Solltest du nicht sein, was du darstellst? Warum sollte es nicht wichtig sein, wer du bist? Es ist das, was dich ausmacht. Dein Sein ist, was du bist und das stellst du dar – mehr oder weniger, je nachdem wie viel du davon nach außen trägst und das, was du nach außen trägst, bist du. Alles was du gibst, bist auch du selbst, also ist es bedeutsam was und wer du bist! Welche Funktion du für andere übernimmst bestimmst du durch dein Handeln gegenüber diesen Personen mit dem was du bist. Außerdem bestimmen die Anderen, welche Bedeutung sie dir und deinem Handeln ihnen gegenüber einräumen (wollen). Damit wird dein Handeln als solches abhängig von der Bewertung der Anderen, für die du handelst. Du selbst bist es nicht, denn du bestimmst dein Handeln – auch in Abhängigkeit von der Bewertung deines Handelns durch die Anderen. Eine rationale Sicht kann nie gänzlich trostlos sein. Ich hoffe, du denkst darüber nach und belehrst mich eines Besseren… Ich vermisse momentan Personen vergangener Zeiten und bin ihnen dankbar, dass sie in meinem Leben waren und ich wünsche mir, dass es ihnen gut geht. Aber ich bin auch im Hier und Jetzt und schätze und ergründe das, was mich umgibt. Nur der Weg vor mir liegt im Trüben, aber wir sind alle auf einer Reise… …durch das Leben… Manchmal möchte ich mit meinen Fingern Gesichter von anderen Menschen mit Berührungen nachzeichnen… ich kann es fast fühlen… Manchmal möchte ich die Welt mit all meinem Gefühl umarmen… Manchmal möchte ich einfach nur anhalten und aufhören zu sein… Alles ist relativ… Zeiten ändern sich… ...schau mich an und fühle… Sei reich in dir selbst und reich an der Welt – den Welten, die du durchwandelst… Lehn deinen Kopf an mich und genieß die Stille wärmender Nähe… Spüre die traurige Sehnsucht und schau sie an in ihrer Schönheit – engelsgleich durchleuchtet sie uns mit ihrem warmen Strom… Eine Berührung von ihr ist auch immer ein Lohn – dafür, zu fühlen… Ich umarme dich bis zum Morgengrauen und schenke dir neue Kraft für den Tag, dessen Schönheit du nur aus dir selbst heraus erkennen kannst. Lächle Engel und mach dich leicht… Meine Hand auf deiner Wange… |
| Das Dunkel | [COLOR=darkblue]Wie das Wasser beständig den Stein hölt, so schwemmen die Gedanken an dich beständig in meinen Geist. Ich ruhe, fühle, trinke die Wogen meiner Gedanken... doch wer hört die Steine sprechen? Wer sieht das lodernde Feuer im Innern des Steines? Komm zurück Meer und trag mich hinaus auf deinen Grund...[/COLOR] |
| Das Dunkel | [FONT=arial][COLOR=darkred]Gerade Du bist der Einzige, bei dem ich Nähe suche, bei dem ich etwas wie wirkliche emotionale Nähe zulassen kann… glaube, es zu können… Warum gerade Du? …Wahrscheinlich, weil gerade Du es nicht zulässt! - Dabei sehne ich mich so danach, mich bei dir fallen lassen zu können, mich einmal wirklich fallen lassen zu können, ohne stark sein zu müssen, ohne zu kämpfen… Es wird nie sein, denn es gibt keinen Weg für uns…[/COLOR] [/FONT] |
| Das Dunkel | [COLOR=indigo]Talfahrt. Es läuft nichts so richtig. All die Organisation läuft furchtbar schleppend und nebenbei all die anderen Aufgaben, die scheinbar nicht weniger werden. Dabei soll es doch in der nächsten Woche schon außer Landes gehen. In solchen Zeiten beschleicht mich das Gefühl, dass es manche leichter haben und andere beständig kämpfen. Ich kämpfe. In der letzten Zeit sind wieder zwei Menschen aus meinem Leben gegangen. Es bleibt nicht mehr viel. Ich frage mich, was ich falsch mache. Ein beständiges Gefühl nicht wertgeschätzt zu werden. Kein Anschluss irgendwo. Kein Gewollt-Fühlen irgendwo. Alle Bemühungen am Ende wertlos. Es ist so traurig, es muss sich etwas ändern… aber Was, aber Wie?[/COLOR] |