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  Forum: Nebelpfade
    Thema: Des Narren Gedanken und Emotionen
JesterVor einiegn Momenten lief ich wieder einmal diesen Weg durch die abendliche Dunkelheit in richtung meines zu Hauses. Meine Hand in der Hosentasche, die Finger in die bunten Luftschlangen welche symbolisch für dieses ganze Wochenende stehen.
Es ist schon verwunderlich wieviel über etwas wie so kleine Papierschlangen transportiert werden kann, wie sie wie kleine Katalysatoren fungieren welche die Erinnerungen bildhaft und plastisch halten,.... und was für ein Wochenende es war,... es war noch vielmehr als es sich anzukündigen schien.

Es waren wieder einmal Tage unter diesen Menschen die mir soviel bedeuten und die mir soviel wärme schenken, und gleichsam war es auch wieder ein Wochenende an dem ich Menschen in die Arme schloss welche mir zuvor nie begegnet sind oder die ich noch nicht einmal im Ansatz kannte. Trotzdem ist es so, das mir der Abschied von diesen Menschen am Ende genauso das Herz zerissen hat wie der Abschied von jenen, die ich nun schon so lange meine Freunde nennen darf.
Wieder einmal sitze ich jetzt zu Hause und in meiner Brust kämpft eine unendliche Fülle gegen die Leere an, die ihr eigenes nicht mehr Vorhandnesein darstellt.

Es ist ein neues Jahr! Ein Jahr welches so beginnt wie das alte endete, in einer Umgebung in welcher ich mich heimisch und wohl fühle,... in der Geborgenheit derer, die mir am meisten bedeuten. Ich bin glücklich diese Menschen zu haben,... ich bin glücklich EUCH zu haben,....

Danke
JesterEs gibt sie immer, diese Abende an jenen man im Bett liegt und die Gedanken schweifen ein wenig. Manchmal sind diese Gedanken aber essentieller als sonst, grundlegender. Denn manchmal stellt man sich aufgrund von Ereignissen in seinem Umfeld und Gedankenanstößen von Menschen die einem Nahe sind Fragen welche einem sonst nie so wirklich bewusst in den Sinn gekommen wären... Gestern war so ein Abend...

Es ist fast schon erschreckend wie man auf so offensichtliches hingewiesen werden kann und einem Schlagartig bewusst wird das man nie einen Gedanken an diese Tatsache verschwendet hatte. Aber sie hatte eindeutig Recht, es ist ja eigentlich nicht von der Hand zu weisen wenn man es nur einmal für eine Minute nüchtern betrachtet. Die Frage die bleibt ist das Warum,... ob diese Frage nun wirklich eine bedeutsame Relevanz besitz ist natürlich wieder auf einem ganz anderen Blatt geschrieben, aber dennoch betrachtet man das nun vor sich stehende.

Es scheint wirklich so zu sein das der größte Teil der Menschen welche in mein Leben treten eines gemeinsam haben, ob es sich meiner nun gleich offenbart oder es erst mit der Zeit klar hervortritt. All jene Menschen haben meist eine schwere Bürde zu tragen, werden durch ihr Leben gebeutelt.
Man fühlt sich wie ein schwarzes Loch, das so viel tiefer liegt als die Höhe dieser Leid tragenden, so das ein Abstieg Ihrerseits einfach ist, das ihr Bürde einfach abfliesten kann, das es ihnen dadurch einfach fällt sich einem Menschen wie mir zu öffnen, und das sie das Leid das sich in ihnen staut auch einmal abladen können. Aber warum spreche ich dann von meiner Situation nicht von einem Tal, wie es die asiatische Weisheitslehre doch bei solch einem Bildnis so oft tut? Ganz einfach, weil ich mich nicht wie ein solches Tal fühle, es ist nicht das es mir so erscheint das sich dieses Leid in mir sammelt, was auch schrecklich wäre, für mich wie auch für jene welchen ich versuche Halt zu geben. Wäre ich ein solches Tal würde ich mich langsam mit den vergossen Tränen füllen, bis ich letztendlich nicht mehr das Tal, sondern ein See wäre, ein See welcher selbst von dem Kummer gefüllt ist und welcher nur noch einen Spiegel für die anderen darstellen würde, ein Spiegel welcher ihnen eben ihr vom Leid gebeuteltes Antlitz zeigen würde....
Vielmehr habe ich aber über lange Zeit für mich selbst erkannt, das dies bei mir nicht der Fall ist, das es sich nicht einfach anstaut, sondern das ich damit umzugehen gelernt habe,... vielleicht es auch aus dem natürlichen heraus einfach kann!? Vielleicht ist es gerade die Tatsache das ich selbst kein wirklich schreckliches Schicksal mein eigen zu nennen weiß, die es mir ermöglicht so viel andere Schwere auf meinen Schultern zu lagern. Vielleicht ist es der Sture Wille den Menschen die mir etwas bedeuten etwas von diesem Glück das ich habe abgeben zu wollen. Vielleicht ist es aber auch ein Schuldgefühl, das daraus erwächst das ich es ungerecht empfinde mit anzusehen das es so vielen Menschen schlecht geht, und mein eigenes Leben so ebenerdig verläuft.

Bin ich ein guter Mensch,... bin ich ein wunderbarer Mensch wie mir schon gesagt wurde? Ich muss ganz ehrlich sagen das ich es nicht weiß, ich es sogar oft genug ehrlich bezweifle. Es gibt nichts auf das ich mich aufrichtig stützen würde um diese Aussage zu halten,... vielleicht bin ich auch nur ein Wichtigtuer mit einem geringfügigen rhetorischem Talent, welches in der Lage ist großartige Illusionen zu erschaffen. Vielleicht sind diese Flügel welche mir manch einmal aufgesetzt werden gar nicht echt, doch vermag ich es ja noch nicht einmal selbst zu sagen. Und wie soll man den Mut aufbringen an ihnen zu zerren wenn man sowohl Angst hat das man sie danach einfach in den Händen halten könnte, wie auch das sie wirklich echt sein könnten.

Letztendlich ist es egal, wie ich schon eingangs erwähnte, aber es sind halt diese Gedanken die einem kommen. Die Zweifel an Worten die man hört und die unwiderlegbaren Tatsachen die sich aufzeigen. Vielleicht sind es auch einfach Gedanken die in einigen Tagen wieder verschwunden sind um zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftauchen, wie vereinzelte Wellen auf einem ansonsten ruhigen See...
Und das ist es doch was mich doch auch zu so einem glücklichen Menschen macht, das ich eben dieser Stille See für manch einen anderen Menschen sein kann und darf,...
JesterEs gibt manchmal Menschen welche einen auf eine so vollkommen triviale Art und Weise schaffen aufzumuntern. Ja, manch einmal sind es sogar Menschen die man an sich gar nicht kennt, auch wenn man sie des öfteren einmal sieht. Einen dieser Menschen habe ich gestern mal wieder gesehen, und auch diesmal war es vielleicht für nicht einmal eine Minute, und dennoch bin ich danach weitergegangen und fühlte mich ein wenig besser als bevor ich diesen kleinen Buchladen an der Ecke betreten hatte....

Seit ich hier in diesem Stadtteil arbeite gehe ab und an mal in diese kleine Buchhandlung, sie ist nichts erstaunliches, aber hat einen gewissen Charme, da sie doch noch wie eine wirkliche Buchhandlung im alten Stile wirkt. Alte Regale in denen sich die Bücher Eng aneinanderschieben, handgeschriebene Zettelchen welche die Regale unterteilen und kleine Ecken in welche man sich hineinzwängen muss um an die Bücher zu kommen.
Sicherlich gibt es viele Buchhäuser die besser sortiert sind, allerdings kauft man in einem so urigen Laden einfach viel lieber ein, stöbert ein wenig, genießt den Duft.
Und seit jeher steht auch diese Dame an der Kasse, mit ihrem kurzen schwarzen Haar, den leichten Krähenfüssen welche sich durch das stetige Lächeln an ihre Augen gelegt haben, und eben jenes freundliche Lächeln. Eine sympathische Person welche in einem solchen Laden doch mehr als gut aufgehoben ist da sie eine natürliche Freundlichkeit nach außen strahlt und somit der Kundschaft ein willkommenes Gefühl vermittelt.
Ja, dieses Lächeln dieser Dame ist aber mehr als das einfache sture Lächeln das so viele Menschen, und gerade Menschen die etwas verkaufen, auf den Lippen haben. Es hat etwas einfach ehrliches, eine Eigenschaft als Menschen die ich als äußerst angenehm empfinde, da ein solches Lächeln einem den Tag ein wenig versüßen kann während man mal wieder betäubt ist durch den Alltagstrott.

Irgendwann begegnete mir diese Dame einmal im Bus, und ich erkannte sie aufgrund der Strickmütze auch zuerst gar nicht so recht, doch grüsste sie herzlich bevor sie sich dann ein Stück weiter setze. Da ich Musik hörte lächelte ich nur kurz zurück und nickte freundlich. Die gleichen Geberden noch einmal beim Aussteigen...

Nunja, man grüsst sich also von nun auch jedes mal wenn man wieder in der Buchhandlung ist, immer dieses freundliche Lächeln, jedes mal wieder ein klein wenig Wärme im kalten Alltag hier in dieser so geschäftigen Ecke.

Gestern dann habe ich mir einmal wieder ein Buch gekauft, ging hinüber um zu zahlen, wie immer das gleiche Ritual. Sie fragt ob ich eine Tüte möchte, wie es die Vorschriften wohl auch vorschrieben und gleichzeitig sieht man schon wie sie sich darüber amüsiert die Antwort schon zu kennen, denn wie immer nehme ich keine, Stecke das Buch wie jedes mal gleich in die Jackentasche. Ich bezahle und wünsche noch eine schönen Tag noch, wie immer oder jede Anrede. Und als ich mich schon zur Tür umdrehe merke ich ein kurzes zögern vor der Antwort und höre dann hinter mir dann noch ihre Stimme: „ Ja, den wünsche ich dir auch“.

Und mit einem lächeln verlasse ich diese Buchhandlung.
JesterManch ums andere mal wird man überrascht, von den verschiedensten Dingen,...

Dieses Buch ist ein wenig verwunderlich, oder zumindest verwundert es mich. Ich sagte gestern noch, als ich es zur hälfte gelesen hatte, das ich nicht verstehen würde warum es so hoch gelobt ist. Abgesehen von der Tatsache das dieses Buch in größerem Maße religiöse Einflüsse hat als ich es gedacht hätte, und was mich gerade in den Thematiken due auch dieses Buch behandeln soll ein wenig abschreckt, war es auch im ganzen eher ein wenig,... schwer zugänglich für mich. So mörchenartig ist es aufgebaut, die Geschichte des Schafhirtens welcher alles hinter sich lässt um seinen Weg zu folgen.
Die Grundthematik ist eine sehr lobenswerte, doch kannte man sie aus den Erzählungen schon, genau wie man die Lobhymnen kannte welche sich um dieses Buch ranken, vielleicht ist es auch die so unglaublich hohe Erwartung die gescahffen wird, welche einen letztendlich ein wenig enttäuscht sein lässt.

Heute habe ich das Buch zu ende gelesen, und ich muss sagen,... es ist mir immer noch ein wenig zu religiös und der Erzählstil ist immer noch nicht der meinige,...
...und doch, als ich die letzten Zeilen las, da kam mmir so ein wohliger Schauer udn ic hhatte Gänsehaut, ein wahrlich seltener Moment wenn ich Bücher lese muss ich zugeben. Und irgendwie war ich einfach glücklich dieses Buch gelesen zu haben, obwohl es vom schreiberischen und auch vom stilistischen in meinen Augen nicht zu den besseren Büchern gehörte die ich gelesen hatte muss ich sagen das ich einfach glücklich war es gelesen habe.

Ich denke das macht ein wirklich gutes Buch aus,... ein Buch dessen "Seele" es zu einem guten Buch macht, nicht einfach die Art der Worte oder wie sie aneinandergereiht sind, sonder das innerste des Buches. Nich teinfach der Inhalt sondern das was noch dahinter steht, udn ich bin froh das ich vorher das "Handbuch des Kriegers des Lichts" gelesen habe,... eine wunderbare vorbereitung auf dieses Buch.

Paulo Coelho - Der Alchemist
PelloquinHi! :)

Auch ich kenne und schätze Menschen wie jene von Dir beschriebene Dame. Wie Leuchtfeuer inmitten stürmischer See stechen sie aus der Masse der Menschen heraus und spenden Kraft allein durch ihr Lächeln und das ein oder andere freundliche Wort.

Als ich vor zwei Jahren das mir nach über zwanzig Jahren sehr vertraut gewordene Viertel verließ, da bedauerte ich nicht nur den Verlust meines Hauses, das mir über die Zeit zu einem regelrechten Bollwerk gegen die stürmische Welt da draußen geworden war. Ich bedauerte auch, jene vertrauten Gesichter hinter mir lassen zu müssen, die mir den grauen Alltag allein durch ihr Dasein aufhellten.

Zu meiner Freude aber entdeckte ich, dass es jene Leuchtfeuer auch in meiner neuen Umgebung gibt. Und vermutlich gibt es sie überall, man muß nur die Augen aufmachen und ein provozierendes Lächeln aufsetzen, und bald ist man erstaunt, dass es garnicht so wenige dieser Leuchtfeuer gibt.

Den [i]"Alchemist"[/i] habe ich auch gelesen, und wie Du hatte ich Schwierigkeiten, mich auf den Stil einzulassen, aber bald stellte sich auch bei mir das Gefühl ein, das Du beschrieben hast, und als ich dann die Worte von dem römischen Hauptmann hörte, war ich erfüllt von Ehrfurcht.

Eigenartigerweise habe ich das Buch gerade verlegt, aber ich bin sicher, es wird wieder auftauchen, wenn ich es brauche. So wie alles beizeiten kommt.

Ein Werk, das mir - Deinen vorletzten Post vor Augen - nur zu passend erscheint und das dem Alchimisten und dem wahrlich großartigen [i]"Handbuch des Kriegers des Lichts"[/i] in seinem Reichtum gleichkommt, ist [i]"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran"[/i] von Eric-Emmanuel Schmitt. Um nicht zuviel zu verraten (das Buch ist gerade mal 101 großgeschrieben Seiten dick), empfehle ich Dir, einfach Deine Buchhändlerin danach zu fragen, und möglicherweise wird sie Dich dann wortlos anlächeln und Dir einfach den Weg zu jenem Buch weisen...


[font=times new roman][size=3][i]"Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, daß dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur 'der Araber an der Ecke' ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns."[/i][/size][/font]
JesterIch werde mir diesen Rat mal zu Herzen gehen, und werde die Tage mal die kleine Buchhandlung aufsuchen.

Und ja, diese Leuchtfeuer gibt es, und es gibt sie noch nichteinmal so selten wie man es vielleicht vermuten mag. Ich denke man muss sich nur öffnen, sich dafür öffnen diese Kleinigkeiten zu bemerken welche doch soviel werden können sobald man sie in sich kehren lässt.
Oft ist es nur ein Lächeln, eine unbewusste Bewegung eines Gegenübers, und manchmal auch nur ein anderes winziges Detail.
Es sind aber jene kleinen Momente die mich selbst lächeln lassen, das kleine Glück am Tage das einem alles schwere kurz von den Schultern zu nehmen weiss, auf das man danach wieder aufs neue die Last tragen kann. Diese kleinen Pausen sind es die einen den Weg überstehen lassen, wie kleine Oasen auf dem Wege durch die Wüste!

Sei hier immer willkommen werter Musikant,...
JesterEs gibt eigentlich nur noch Dich, nichts anderes wäre nennenswert in Anbetracht dessen was Du darstellst. Es ist nicht so das ich nichts anderes wertschätzden würde, bei Gott nicht, doch bist Du der Mittelpunkt, nein, sogar vielmehr meine Mitte.
Die Vergangenheit ist diffus, ich sehe tausend Dinge welche ungeordneter Weise vor sich hinexistierten, nebeneinander her existierten, sich überschnitten und doch nicht berührten. Die junge Vergangenheit begann sich zusammenzuziehen, die Linien lernten das Wort Einklang kennen und mühten sich dessen Ruf zu folgen,... Aus Vergangenheit wird Gegenwart, dieser kürzeste Abschnitt, unmessbar bevor es in die Zukunft geht. Und dort sehe ich nur eines, obwohl dort so viel ist.

Ich sehe Steine im Weg welche überwunden werden wollen,...
..., doch darüber liegt etwas größeres!
Ich sehe Hoffnungen, welcher Erfüllung ich mir nur erträumen kann,...
..., doch darüber liegt etwas größeres!
Ich sehe Ängste, welche mir in Mark und Bein fahren,...
..., doch darüber liegt etwas größeres!
Ich sehe den Nebel der alles verschleiert lässt,...
..., doch selbst darüber liegt etwas größeres!
Ich sehe mich nicht in dieser Zukunft,...
..., denn über mir liegt etwas größeres!
Ich sehe Dich nicht, dort in dieser Zukunft,...
..., denn über Dir liegt etwas größeres!

Nur dieses Große kann ich in diesem Moment erblicken, in jenen Moment den ich momentan erlebe, diesen Moment absoluter Klarheit,... diesem Moment in dem alles von meinem inneren Auge zu fallen scheint und nur eines bleibt, so präsent wie nichts zuvor!
Warum in diesem Moment fragte ich mich zuerst, doch dann wurde mir auch klar das jeder Moment so gut ist wie ein jeder anderer für solch einen Augenblick. Er bedarf keines Grundes, denn er kommt aus dem Innersten. Er kommt von nirgends und wird auch nirgends wieder hingehen. Er ist einfach da, und er erfüllt mich mit mehr Glück als alles andere es zu tun vermag!
Denn ich sah nach vorne, und alles weltliche verschwand vor meinem Auge und ich sah nur noch ein Gefühl,... nicht mit den Augen sondern mit meiner Seele, und was ich dort sah war es, was mich die Bedeutung eines Wortes neu lehrte, welches so schwach ist wenn es von Lippen gesrochen wird, ja welches sogar so unendlich schwach ist wenn es auf Papier steht. Es ist ein Wort das nur die Seele in all seiner Schönheit sprechen kann, und welches nur durch Dich in mir erwachsen ist, welches du genährt hast, welches du geschützt hast und immer noch behütest,... ein Wort, welches mir alles schenkt was ich mir je hätte wünschen können, und mir noch mehr aufzeigt als ich je zu wissen und fühlen hätte geglaubt.

Denn was ich dort sah in der Zukunft, das war das UNS, nicht mich und Dich zusammen, nicht jeden einzeln,... sonder ein UNS!

Und das Wort das meine Seele wisperte war das Wort der wahren Liebe!

[SIZE=1]Ich danke Dir das es dieses UNS gibt![/SIZE]
AnaxabiaLieber Jester,

vermutlich wird dir mein Nickname jetzt auf Anhieb nichts sagen, jedoch wirst du vielleicht im Laufe meines Beitrages merken, wer ich bin.

Ich beziehe mich mit meinen Beitrag nun erstmal nur auf deinen ersten Beitrag, mit dem du deinen Thread eröffnet hast.

Ich musste wirklich schmunzeln, als du die Luftschlangen erwähnt hast. Auch ich habe noch welche in meiner kleinen Tasche gefunden, die ich jeden morgen wieder sehe. Es erfreut mich jeden Tag auf`s Neue seit der lustigen Silvestertour, wenn ich diese gekräuselten, zerknickten, bunten Luftschlangen sehe und dann an diese kurze Zeit denken muss, in der ich so viele neue Menschen kennen gelernt habe.
Zuerst war ich sehr verunsichert, was mich in der Zeit um Silvester erwarten würde, doch nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht hatte. Denn auch wenn ich zunächst nur einen sehr lieben, mir unheimlich wichtigen Menschen an meiner Seite hatte (und später wenige, die ich seit kurzer Zeit kenne),dafür aber meine anderen Lieben leider nicht, hatte ich schnell neue tolle, liebe Menschen kennengelernt, mit denen ich eine wirlich feine Zeit hatte. Heute weiß ich sicher, dass ich Euch bald wieder sehen möchte, um wieder eine schöne Zeit mit Euch zu verbringen.
Auch muss ich zugeben, dass mit der Abschied nicht leicht fiel, auch wenn ich dich/Euch so wenig kannte wie du/ihr mich.

Nun ja... diese Zeilen wollte ich doch auf deinen Beitrag schreiben. Denn ich möchte, dass du weißt, dass ich froh bin dich(Euch) kennengelernt zu haben.

Danke für die schöne Zeit.
...und bis bald.
JesterEs freut mich zu hören das man es geschafft hat bis dato noch fremden Menschen das Gefühl gegeben haben zu können das sie sich "zu Hause" fühlen. Und es war auch sehr schön dich dabei zu wissen. Es finden sich manchmal aus den zuerst kuriost wirkenden Situationen heraus am Ende die Menschen, welche man letztendlich nicht mehr missen möchte.
Und auch wenn ich dich vor diesem Wochenende noch nicht kannte, so war es doch in kürzester Zeit so das du einfach dazu gehörtest, und nicht wie jemand fremdes schienst.
Meist ist es schwer unter neuen Menschen, doch muss ich auch sagen das diese unsere kleine Familie da schon immer eine Ausnahme gebildet hat, was mich immer wieder in das gutherzige und offene in den Menschen glauben lässt. Es ist heutzutage schon lange nicht mehr selbsterständlich das es so ist, und umso dankbarere bin ich dafür jeden einzelnen kennengelernt haben zu dürfen.

Es ist schön hier in meinem neuen kleinen "Wohnzimmer" von dir zu lesen, und lass dir gesagt sein das du jeder Zeit wilkommen seist,... und ich bin sicher das hier noch einige Worte zu finden sein werden, welche wiederrum etwas erzählen, das wir alle zusammen erlebt haben!

In diesem Sinne gebe ich deinen Dank zurück, in Gedenken an gemütliche fahrten!
NnordyLieber Paddy,

ermutigt durch meine Vorschreiberin (ich weiß wer Du bist - und ich finde die roten Wangen nach wie vor ganz unheimlich süß! :)) wollte ich Dir jetzt doch noch ein paar Zeilen da lassen - hauptsächlich deshalb, weil ich, obwohl es ein wunderschöner Abend war, sehr traurig bin, daß ich kaum Gelegenheit hatte, auch nur zwei Worte mit Dir zu wechseln.

Der ganze Abend ist irgendwie an mir vorbeigerauscht, wie es die Zeit so häufig tut, wenn die Gesellschaft angenehm und der Ton leicht ist und die Gelegenheit selten, und ich habe mich dabei ertappt, daß mich am nächsten Tag Schuldgefühle überwältigt haben, weil ich 'nicht die Hälfte von Euch so gut kenne wie sie es verdient hätte' um es frei nach B. Beutlin zu sagen. Irgendwo ist zwischen dem ganzen Organisieren dieses Abends und dem Kopf darüber, ob sich alle amüsieren und es allen gut geht, die Zeit durch die Hintertür entwischt, die ich gebraucht hätte, um mit Menschen wie Dir, die ich so gern mag, die ich aber leider viel zu selten sehe und denen ich in der Vergangenheit einiges zu verdanken habe (you know what...), zu reden, mich zu freuen und zu feiern. Wie gesagt - es war ein schöner Abend, dennoch fühle ich mich schuldig und frage mich selbst, wie es dazu kommen konnte. Verrückt, vielleicht, aber ich muß in letzter Zeit so vielen verpaßten Gelegenheiten ins Auge sehen, und das war eine, um die es mir besonders leid getan hat.

Momente sind so kostbar, und solche fast schon surreal anmutenden Inseln von Helligkeit und Leichtigkeit sind in diesem Leben so selten geworden, daß die Traurigkeit umso größer ist, wenn man weiß, daß sie unwiderbringlich vorbei sind. Dennoch danke ich Dir und der ganzen Rasselbande, daß Ihr da ward, auch wenn es viel zu kurz war und ich auch gedanklich viel zu weit weg war, um wirklich bei Euch zu sein. Ich hoffe aber, dennoch, daß sich nicht erst in der 2. Jahreshälfte ein Wiedersehen arrangieren läßt, und vielleicht schaffe ich und wir es ja diesmal nach Hamburg...

Einen sanften Gruß zum Wochenende und mit Gedanken an Dich und an EUCH,

Nnordy
JesterAch Angie,

warum plagen dich deswegen den Schuldgefühle,... das müssen sie nicht, denn es ist keine Schuld vorhanden. Es ist höchstens so das eine gewisse Möglichkeit für einige Worte von Angesicht zu Angesicht an uns vorübergezogen ist. Lass es schade sein, doch ist es nicht schlimm, es ist nichts was eine Schuld birgen würde.
Es war ein schöner Abend, und es waren viele liebe Menschen dort, es ist nur zu verständlich das man als Gastgeber da auch ein wenig den Überblick zu verlieren droht. Solche momente sind für die allgemeine Heiterkeit, für die Heiterkeit als Gruppe, da ist es mitunter nicht einfach auch die Zeit für ruhige Momente zu finden. Aber glaub mir meine Liebe, auch diese Zeit wird noch wieder kommen. Nur weil eine Chance vergeht heisst es noch lange nicht das es die letzte gewesen sei.

Ich habe endlich das eurige Reich einmal sehen können, und ihr hab mich, und ichdenke nicht nur mich, sehr erfreut mit dem was ihr dort ermöglicht habt, dafür mag ich an dieser Stelle auch noch einmal einen Dank aussprechen.

Aber auch ich muss dir recht geben wennn du aus dem Herrn der Ringe zitierst. Es scheitn einem wirklich so das man die hälfte der Menschen noch nicht einmal halb so gut kennt wie sie es verdient hätten und wie man es sich auch selbst wünschen würde. Manchmal beschleicht mich sogar das Gefühl das ich gar nicht genug Zeit in meinem Leben hätte um all das zu erfahren was denn dort ist. Ja, und manchmal macht mich dies sogar aufrichtig traurig,... doch letztendlich weiss ich auch wie glücklich ich mich schätzen darf! Das ich emotional gesehen ein sehr reicher Mensch bin, und das ihr alle das Sinnbild dieses Reichtums seit.
JesterManch einmal resumiert man ja ein wenig über sein eigenes Leben und reflektiert seinen gegenwertigen Punkt an dem man steht. Und manchmal lässt es mich schwerlich nachdenken wenn ich dies tue,... denn da ist irgendwie etwas das mir nicht zu passen scheint, etwas das nicht Rund aussieht,....


... Viele Menschen haben große Träume,... ja eigentlich hat fast jeder seine grossen Visionen und Pläne. Ja, und die meisten kämpfen auch für diese ihre Träume,...
... warum habe ich diese grossen Träume nicht? Es ist eigentlich so das ich mir zwar scon Hoffnungen für die Zukunft mache, das ich mir bestimmte Dinge wünsche,... aber verglichen zu so manchen Dingen die ich bei anderen betrachten darf scheinen sie mir manchmal so nichtig und klein. Man könnte es eine gewisse Genügsamkeit nennen, das ich nicht so viel fordern würde von meinem Leben, oder man könnte auch einfach sagen das ich schon soweit glücklich wäre...

Und es ist tatsächlich so,... ich wage es kaum an der Tatsache zu kratzen das ich wirklich recht glücklich bin. Ich habe fast alles was ich zum Leben brauche, eine intakte Familie, was heutzutage schon so unendlich viel Wert ist. Ich habe eine wundervolle Frau an meiner Seite und wahrlich wundervolle Freunde. Mein Job bringt mir Spass und ich bin on soweit gesund das ich keine alltäglcihen Leiden mit mir rumschleppe.
Und vor allem kann ich mir sagen das ich mit mir selbst auch komplett im reinen bin, ein Gefühl das in letzer Zeit präsenter ist als je zuvor. Ich kann mit Fug und Recht behaupten das ich für mich selbst keine Unreinheiten in meinem Gewissen trage, das ich nichts bereue was meine Natur ist.

Doch dann wiederrum beneide ich doch manchmal diese Menschen die solch grosse Träume haben und nach ihnen leben. Es ist ein Antrieb welcher einen zu soviel tragen kann was über das Alltägliche hinaus zu gehen vermag, ein Gefühl einben Weg zu beschreiten der einen selbst zu etwas grösseren bringt. Ein Mensch bräuchte Ziele sagt man ja, und ab und an denke ich mir dann doch, das eben diese grosse Ziele einem dann mehr zu geben vermögen als die kleinen, welche dochh von so vielen geträumt werden,...

Was mir bleibt sind die kleinen Träume, welche ich nicht in ihrer Schönheit und Wichtigkeit schmälern möchte, denn das wäre ein grosser Fehler. Es sind die Träume der nahen Zukunft, die Hoffnung das sich all das was momentan mein Glück ist weiterformen möge! Es ist die Hoffnung auf das gemeinsame Leben, das di Entfernung bald nicht mehr sei,... Es ist der Traum, das alles funktionieren möge, egal wie alltäglich und langweilig es erscheinen mag ist es doch momentan das was ich mir am meisten wünsche. Einen eigenen Hafen,... eine gewisse Geborgenheit welche immer zugegen sein kann.

Doch grosse Träume können auch mit einem grösseren Knall platzen,... und sie vermögen dann mehr Schaden anzurichten als ihre kleinen Vettern,... ja womöglich können sie die Hoffnung an sich verletzen. Alle Wunden heilen, doch manche vermögen Narben zu schlagen und zu desillusionieren wo die Illusion der Zukunft doch die Kraft ist die alles zu ermöglichen in der Lage ist. Eine Kraft die Notwendg ist um alles weiter zu führen und den grndlegenden Traum nicht entgültig sterben zu lassen. Wenn diese Kraft erlischt stirbt mit ihr der Traum,... und mit dem Traum stirbt ein Teil des Träumenden.

Es tut mir ein wenig um den gestrigen Abend leid,... um Worte die ich nicht fand,... und auch ein wenig um Worte welche als billiger Ersatz fungierten. Ich hätte gerne Kraft spenden können,...
Ich hätte gerne irgendwie sagen können das es mich für dich schmerzt, weil ich mit ansehen muss wie einer diesen grossen Träume stirbt,... das ich gerne in irgend einer Weise helfen würde die Saat dieses Traumes zu schützen auf das ihr Geschlecht nicht vergehen mag,.., statt dessen blieb mir gestern irgendwie das Gefühl das ich statt dessen einfach nur suchend über den Acker stapfte,... unwissend wo ich vielleicht hintrat... unbeholfen,... nicht mit böser absicht,.. aber trotz allem...
Es tut mir leid meine Liebe Freundin, wenn ich unvorsichtig war,.....




Und genauso soll man nicht Urteilen sagt man,.... aber man soll jenen den man nahe steht gegenüber wahrhaftig sein. Wo genau dir Grenze zwischen den beiden liegt, das mag für jeden Einzelnen anders geartet sein,... und gerade da mag auch eine Schwierigkeit liegen.
Ach liebe F., vielleicht habe ich ein wenig,... harte Worte benutzt,... um genau zu sein EIN wort welches mir im nachhinein ein wenig leid tut, da es wohl diese Grenze überschritten haben dürfe. Ich weiss noch nicht einmal ob du mir deswegen wirklich böse bist, aber es ist immer noch eine gewisse Unzulänglichkeit,... eine Unzulänglichkeit die ich an mir nicht schätze, da ich meine eigene Auffassung über die anderer Menschen stelle welche ohne weiteres gut damit leben können. Und wenn kein dritter Leid erfährt, so hat man doch nicht zu Urteilen über das Verhalten,...
JesterSelten hat mich ein Buch emotional so tief berührt und hat gleichzeitig, auf eine unglaublich sanfte und subtile Weise, grundphilosophisches behandelt.... Ja, momentan habe ich Glück mit den Büchern,... an dieser Stelle auch ein Dank an dich Pello für den lieben Tipp. Auch dies war ein sehr schönes Buch, welches in seiner Kürze eine wundervolle Geschichte erzählt, total unverkrampft und doch wichtiges in den Geist rufend.

Und danach nun dieses Buch, ein Buch über "Verrückte",... ein Buch, welches auf eine halbwegs unkonventionelle und doch wieder absolut stimmige Weise auf ein Thema eingeht welches mich auch schon seit jeher beschäftigte. Doch möchte ich hier nicht vorweggreifen, nicht die magie dieses Buch kaputt machen für jene die es vielleicht noch lesen mögen...

Paulo Coelho mal wieder, ich begine diesen Author zu mögen,... gerade für dieses buch auch, das mich bisher ma meisten berührte. " Veronika beschliesst zu sterben".



Und gestern hab ich dich auch mal wieder gesprochen,... besser gesagt geschrieben,... und es war mal wieder schön. Irgendwie fragt man sich manchmal warum der Kontakt so sporadisch ist, wo es doch keinen direkten Grund dafür gibt und das allgemeine Verständnis heutzutage davon ausgeht das man mit der Person die man jederzeit als seine beste Freundin bezeichnen würde doch eigentlich andauernd im Kontakt stehen müsste. Irgendwie schleichen sich diese Gedanken meist auch nach jedem Gespräch kurzzeitig in meinen Geist, doch nicht aus dem Grunde der konventionellen Ansichten zu diesem Thema. Ich denke mir vielmehr das es doch schön wäre wieder öfter einfach die Gespräche zu halten,... so wie es noch zu Schulzeiten war.
Aber die Umstände und Zeiten ändern sich ja auch, es ist nicht mehr zwangsläufig das man sich jeden Tag sieht.

Doch letztendlich komme ich wieder zu dem gleichen Schluss wie jedes andere Mal auch wieder. Es ist nicht schlecht wie es ist, es könnte anders sein, doch es sit auch so nicht im geringsten belastet von der Situation. Es kann sein das man sich monatelang nicht hört, aber es hat keine negative Auswirkungen,... nicht wie es bei anderen meist der Fall ist. Es ist so wie an dem Tage an dem man sich das letze mal hörte, und man merkt das sich da nichts geändert hat,... ein schönes Gefühl.
Es kam mir ein wenig vor als würdest du denken das es mich ein wenig schockieren würde was du mir erzählt hast, und ich sagte dir ja auch das es mich verwunderte das du doch ein wenig distanziert darüber gesprochen hast,... ein wenig schien es das du ein wenig Angst hattest das ich handers reagieren könnte als ich es früher getan hätte,... aber warum sollte ich mich geändert haben,...?
Einen rationalen Menschen hast du mich genannt,... und ich muss zugeben das es mich lächeln ließ, das ich es fast ein wenig belustigend fand soclhe Worte über mich zu hören,... sie eigentlich auch recht oft zu hören. Es verwundert mich noch immer das ich nach außen so zu wirken scheine,... es wäre sicherlich einiges einfacher für mich wenn diese Aussage stimmen würde, aber das ist es nicht,... und ich bin dankbar das es so ist. Es mag sein das ich mir eine gewisse rationale Sicherheitsleine geschaffen habe,... aber leider vergesse ich diese in jedem Moment wieder, und komme erst wieder auf sie wenn ich schon abgestürzt bin,... weiss dann wie sie mir hätte helfen können, aber dann ist es eh nicht mehr wichtig. Aber sie kann im Vorwege helfen einen Fehler zu wiederholen,...

Mal wieder treffen, wenn die Uni wieder beginnt, eine wahrlich gute Idee, mal wieder von Angesicht zu Angesicht. Eine Sache auf die ich mich sehr freue.


[SIZE=1]Und ich gehe ohne einen Gedanken an gut oder schlecht zu verschwenden, denn groß ist mein Glauben trotz allem. Ich will einen jeden der Bäume in all seiner Pracht wachsen lassen, sei es auf wohl oder verderb,... solange sie still wachsen will ich mich ihrer erfreuen, und verharren auf den Tag, wenn ihr Knospen sich öffnen und ihre Frucht sich mir offenbart![/SIZE]
JesterWieder einmal hat mich ein Buch zu einigen Gedanken getrieben, einige Gedanken die ich auch schon lange mit mir herumtrage, welche mir aber nunmehr mal wieder durch dieses Buch von Außen zugetragen wurden.


Man genießt das Vertrauen vieler Menschen und im Gegenzug gibt es auch viele Menschen denn man ein gewisses Maß an Vertrauen entgegenbringt. Es mag da feine Abstufungen geben wie weit dieses Vertrauen gediegen ist, doch basiert letztendlich jegliche zwischenmenschliche Handlung auf dem Grad des Vertrauens.

Nun sollte sich jeder Mensch der mit mir zu tun hat überlegen in welchem Maße er mir zur trauen gedenkt... Aus meinen Handlungen ihm gegenüber, und auch sicherlich dem Verhalten meinerseits anderen gegenüber das er beobachten konnte macht sich ein jeder der mich kennt ein Urteil darüber in wie weit er mir vertrauen kann.
Doch wie sicher ist seine Entscheidung letzten Endes? Woher will er wissen das mein Handeln ihm gegenüber wahrhaftig ist,... woher will er wissen das es nicht eine Art Einlullung ist, welche darauf abzielt ein falsches Vertrauen aufzubauen, alleine um seine Vorteile daraus schöpfen zu können?
Eben in jener Frage die man sich zu stellen konfrontiert sieht liegt am Ende der Kern des Vertrauens,... denn Vertrauen ist die Gabe eines Blinden, denn das Auge vermag kein Urteil über sie zu fällen,... es ist ein Gefühl des Herzens und der Seele, und die Logik vermag nicht zu richten über ihre Wahrhaftigkeit.

Es kann so schnell geschehen das ich nur ein gewitzter Mensch ist der weiß wie er mit den Leuten umzugehen hat,... ein Mensch, welcher weiß welche Worte sein Gegenüber hören will, welche Gesten ihn zu beruhigen wissen.... Ein Mensch, welcher weiß wie er die Kuh zu melken hat, ohne auch nur ein Fünkchen des Misstrauens zu säen!


Doch wie findet man heraus ob man einem Menschen trauen kann,...? Man kann beginnen auf dem Wege den man sich von der vertrauten Person führen lässt, die Augen ab und an einmal zu öffnen um zu sehen ob derjenige einen immer noch auf dem sicheren Wege führe,... oder ob er einen in unbekanntes und ungewolltes Terrain geführt hat. Aber bringt dieser blick nicht so oder so ein gewisses Maß an Leid mit sich,...? Gibt es nicht nur zwei Möglichkeiten was sich uns offenbaren könnte?

Eine Möglichkeit ist die Tatsache das wir die Augen öffnen und merken das unser Vertrauen missbraucht wurde, das man sich unlängst weit ab von dem Pfade befindet über den man geführt werden sollte. In diesem Moment wird uns auf schmerzlichste Art bewusst werden das unser Vertrauen missbraucht wurde,... das wir uns geöffnet haben und es schamlos ausgenutzt wurde, das man sich offenbart hat vor einer Person die nur darüber spottet, sich heimlich darüber ein lacht.
Die andere Möglichkeit ist das wir die Augen öffnen und sehen das wir noch immer auf dem versprochenen Pfade wandeln,... das unser Vertrauen gerechtfertig war und wir uns glücklich schätzen können. Man wird sich zuerst unsagbar freuen, doch schnell wird die Reue kommen, das man gezweifelt hat an dieser so aufrichtigen Person, das man na jenem höchsten Gut das sie uns geschenkt hat gezweifelt hat,... man wird bitterlich merken das man dem Menschen nicht das Vertrauen entgegenbringt das er verdient hat,... das man ihm Zweifel entgegenbringt,.. eine Art der Undankbarkeit.


Doch was ist wenn wir die Augen geschlossen haben,... dann leben wir in der ständigen Ungewissheit was denn letztendlich sei. Dies kann in zwei Wegen geschehen die beide Gefahr bergen....

Der erste Weg ist der des Grenzenlosen Vertrauens,... das was zum einen unser höchstes Glück bedeuten kann,... denn ist nicht das absolute Vertrauen das höchste das es an Gefühl gibt, die absolute Sorglosigkeit gegenüber einer anderen Person, die fast eins zu sein scheint mit einem selbst? Dieser Weg mag soviel Glück zu verheißen, doch birgt er die Ge4fahr das die andere Person nicht wahrhaftig ist, und das der Tag kommt an dem sich das uns offenbart. Dieser Tag wird ein Tag des größten Schmerzes sein, an dem wir den Glauben an das Gute zu verlieren drohen.... Allerdings bedeutet es auch, wenn das Vertrauen nicht gebrochen werden sollte man das höchste in seinem Leben erlebt hat was möglich ist,... das endlose Vertrauen welches erwidert wird!

Der zweite Weg ist der das man das Vertrauen ständig hinterfragt..., dies soll nicht bedeuten das das eigene Vertrauen nicht wahrhaftig sei, aber es plagen einen die Dämonen, welche dort hinten wispern das es doch immer sein könnte, nur eine Eventualität, das das eigene Vertrauen doch gebrochen werden könnte.... Dies jedoch, so es letztendlich schützen mag wenn es wirklich dazu kommen sollte, verhindert es doch das man wirklich das absolute und unumstößliche an Vertrauen aufbauen kann. Es kann trotzdem wirklich schön sein, doch wird es nie in Vollendung existieren.

Die Frage die bleibt ist es wie viel Risiko man einzugehen bereit ist,... der Preis den es zu erlangen gibt wird immer höher, doch wird auch der Preis den man vielleicht zahlen muss immer höher. Ist man bereit für den wertvollsten Traum alles zu riskieren?



Nun stellt euch auch die Frage woran ihr an mir seit, ihr, die ihr mich kennt. Woher sollt ihr je wissen ob ich wahrhaftig bin,...? Ihr werdet es erst in dem Moment wissen in dem ich entweder euer Vertrauen missbrauche, oder aber in dem Moment in dem ihr euch friedlich auf dem Totenbette noch einmal sagen könnt: "Ja,... er war wahrhaftig ein Freund"
Solange bis das eintritt bleibt euch nur einen der Wege zu wählen und ihn entweder blind an meiner Hand im Vertrauen zu gehen, oder aber ab und zu die Augen zu öffnen, auf das ihr nicht fehlgeleitet werdet!
Stellt ihr euch manchmal die Frage wer ich bin,... oder glaubt ihr es zu wissen. Stellt ihr mich in Frage, oder ergebt ihr euch in Vertrauen mir Gegenüber? Könnt ihr ohne Zweifel Vertrauen, oder sind auch bei euch die Dämonen,... welche ja letztendlich auch nur Engel sein könnten welche euch warnen wollen?

Vertrauen kann die Wurzel der schönsten Frucht im Paradiese sein, und gleichzeitig die Wurzel eines Baumes, welcher Gift in sich trägt!


Welche Bäume stehen wohl in eurem Garten,... und welch ein Baum mag ich wohl sein? Ihr werdet es sehen,... genau wie ich durch meinen Garten streife,... und auch ich werde sehen!

[SIZE=1]Edit: Rechtschreibfehler berichtigt, keine inhaltlichen Änderungen[/SIZE]
AnaxabiaLieber Jester,

deinen Beitrag über das Vertrauen finde ich doch sehr interessant. Es war auch ein Thema mit dem ich mich selbst einmal sehr auseinander gesetzt habe bzw. auseinander setzen musste. Zu dieser Zeit hatte ich auch schon mal im Forum nach so einem Beitrag gesucht, aber keinen gefunden. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich jetzt etwas dazu lesen und kommentieren kann.

Vertrauen ist etwas so verdammt wichtiges. Das ist mir in den vergangenen Jahren sehr bewusst geworden. Denn mein Vertrauen wurde einmal sehr missbraucht. Das war ein tiefer Schlag und dies beschäftigte mich sehr sehr lange. Dieser Mensch, der mein Vertrauen missbrauchte, war mir so wichtig und ich hatte absolut keinen Moment damit gerechnet, dass er mich so enttäuscht. Mittlerweile hat sich alles anders gegeben, als ich je gedacht hätte. Ich habe diesem Menschen eine erneute "Chance" gegeben. Es war schwer, das Vertrauen wieder aufzubauen. Ich bin auch immer noch dabei, denn ich habe noch die Angst, wieder verletzt zu werden. Doch ich glaube, dass ich das Richtige gemacht habe,...nein, mittlerweile weiß ich, dass ich absolut das Richtige gemacht habe. Denn bisher versucht mir dieser Mensch sehr deutlich mitzuteilen, dass ich keine Angst haben muss und dass es ihm Leid tut, dass er mich vor einiger Zeit so enttäuscht hat.

Vertrauen. Es ist so eine feste Grundlage, eine Basis...ohne die es in jeglicher menschlicher Beziehung nicht gehen würde.
Sei es zu Eltern, Verwandten, Freunden, dem Partner...

Seitdem ich gewisse Vetrauensbrüche hinter mich bringen musste (gerade fallen mir zwei große ein, von einem habe ich zuvor berichtet), stelle ich das Vertrauen viel höher, als ich es je getan habe. Ich habe mir auch viel mehr bewusst gemacht, was Vertrauen bedeutet und wie wichtig es ist... und wie weh es tun kann, wenn es missbraucht wird.
Leider haben mich diese Erlebnisse auch sehr sehr skeptich gemacht in vielen Beziehungen.
Doch auch muss ich sagen, dass man das Risiko einfach eingehen muss. Wie wäre es, wenn man Angst hat, das Vertrauen anderen gegenüber zu geben? Man "muss" es ja tun. Ich bin hier in einer neuen Stadt , habe neue Menschen kennengelernt. Ich muss ihnen ja Vertrauen entgegen bringen, wenn ich hier Anschluss finden möchte (und es nicht bei Oberflächlichkeiten belassen möchte). Oder ? Aber dies sei nur als ein Beispiel unter vielen genannt.

Ach... ich schreibe hier so viel vor mich hin. Aber dieses Thema beschäftigt mich ja selbst sehr. Ich habe so viele Gedanken dazu und wollte ein paar einfach mal los werden. Ich hoffe auch, dass sie nicht zu verwirrt sind und du vielleicht einiges nachvollziehen kannst. Ich hoffe generell, dass es okay ist, dass ich einfach mal etwas dazu geschrieben habe.

Ich bin selbst noch so unsicher, ob ich das hier so stehen lasse... Es ist für mich gar nicht so einfach, hier etwas persönliches, was mich wirklich beschäftigt, zu schreiben.

...mit einem Kopf voller Gedanken über dieses Thema verabschiede ich mich erstmal wieder...

liebe grüße :)
JesterNatürlich ist es okay das du etwas dazu schreibst, und ja, ich verstehe dich auch sehr gut wenn du sagst das es dir schwer fällt etwas persöhnliches hier zu schreiben. Am Ende ist es doch so das die Anonymität doch beschränkt ist, das man ein wenig darüber nachdenkt was die Leute die einen kennen denn darüber denken mögen,... das es vielleicht irgendwer falsch auffassen könnte, oder aber sogar das es irgendwann mal jemand lesen könne der noch dazu stösse.

Ich weiss das meine Anonymität auf diesem Board mit der Zeit sehr geschrumpft ist,... so viele Menschen kennen mich hier schon flüchtig und einige kennen mich schon recht gut und ich habe zu ihenen eine recht enge Bindung.
Ich sehe dieses Board, trotz aller wenigen positiven Aspekte die ich auch sehe als meine Möglichkeit offen zu sein, einfach mal meine Gedanken klar offen zu legen. Ich habe keine Bedenken gegenüber meinen Gedanken, und genau aus diesem Grund finden solche Worte ihren Weg hierher,...
Viele werden sie missverstehen, vielleicht leider auch einige Menschen die mich kennen,... aber ich denke die meisten können sie auf mich anwenden, sehen deren Kern!

Ich freue mich das ich dich dazu bewegen konnte dich vielleicht auch mal ein wenig zu öffnen, immerhin ist es ja auch immer ein wenig eine Art sich selbst mit sich auseinanderzusetzen wie man es sonst nicht tut.



Ja,... und du hast sehr recht mit dem was du sagts, über die Essenz des Vertrauens,... wieviel es doch bedeutet,... das es die absolute Grundlage ist. Das ist es auch was mich immer ein wenig beschäftigt, was mich selbst dazu veranlasst sehr sensibel mit dem Vertrauen umzugehen das mir entgegengebracht wird. Das Vertauen ist die Grundlage von allem,... ohne das Vertrauen ist weder Freundschaft,... arbeitliches Verhältniss und auch die Liebe ohne weiteres möglich. Ohne Vertrauen kann man ein nichts davon wirklich geniessen, und doch gefährdet man dabei sehr verletzt zu werden da man sich öffnet....
Genau darum ist es eine so wichtige Entscheidung wie man damit umzugehen gednekt,... ja, ich würde sogar sagen das dies darum einige der entscheidensten Entscheidungen ist die wir haben!

Liebe Güße auch an dich :)
JesterAus den tiefsten Schatten, welche der Blick kaum zu durchdringen zu vermag,... die Schatten welche schon seit einiger Zeit nicht mehr beobachtet werden,... von dort kam es heran. Es bewegt sich mit einer unglaublichen grazie, welche zu bewundern wäre wenn sie nicht von solch einem garstig Ding ausgehen würde. Lautlos und sich jedem Blicke entziehend bewegte es sich, mit Engelsgeduld,... schleichen,... lauernd.
Wie ein Jäger der sich seiner Beute nähert und sich noch an der Ruhe ergötzt in welcher es sich wiegt, wie es dort im Lichte taumelt, keine Gefahr und keine Angst mehr spürend.
... und dann ein Sprung, und der Jäger ist über seiner Beute, drückt sie auf die Erde, welche blank wird während die üble Präsenz des Dämons als die Vegetation verdorren lässt. Die Schatten wachsen wieder näher heran, als sie bestrebt sind ihren Herren und Meister zu schützen und so legen sie sie sich über den Hain welcher zuvor noch so viel Sicherheit zu symbolisieren vermochte. Die Ansgt des Opfers, der Zweifel welcher sich nun in ihm ausbreitet, dies ist das was den Dämon nährt,... es ist nicht das Fleisch welches er begehr, noch den Tod seines Opfers.
Das triefende Maul, die leuchtenden Augen,... einfach alles an ihm erfüllt nur einen Zweck, den Zweifel zu mehren welcher diese Haine aus den Gedanken seiner Opfer verebannt.


Die Schatten senken sich einmal mehr, doch ist der Jäger diesmal noch weitaus geschickter als sonst, denn er ist nirgens zu sehen. Doch trotzdem ranken sich Tentakel aus Schatten auf den Hain, bewegen sich auf das Opfer hinzu welches schnell uneins mit sich wird während es sich umblickt auf der Suche nach jenem Wesen das auch sonst immer die Schatten brachte.... Doch nichts...
Die Schatten scheinen diesmal alleine zu kommen, ohne einen Führer,... ohne einen Grund.

Der Himmel verfinstert sich, und der Horizont welcher immer soviel Freiheit und soviele Möglichkeiten aufzeigte wird überlagert von einer Wand aus Schatten, welche jede Reise zu unterbinden vermögen. Der Boden verliert seine Farben udn Konturen und wird zu einer einzigen wabernden Masse.... Das stehen fällt schwerer und die Wege sind nur noch unmerklich zu erkennen. Die Bäume, welche die Früchte trugen die das Opfer nährten vrblassen in diesem undurchsichtigem Nebel,... die Wärme weicht,... die Geräuschkulisse verscwimmt langsam, scheint zu ersticken.

Wie oft geschah dies schon, und so weiss auch das Opfer das all jenes nicht verschlungen, sondern nur überlagert ist. Und ein um das andere mal kehrte der Hain wieder als alles durchgestanden war, als der Dämon besigt wurde,... es war nie ein leichter Kampf gewesen und viele Narbe zieren den Körper des Opfers,... doch letztendluch hatte es den Kampf doch immer gewonnen. Zuletzt triumphierte er immer über den Jäger der die Schatten brachte...

Doch eins beunruhigt das Opfer dieses mal,... was sollte es bekämpfen,... dort war kein Jäger, sondern nur dieser dunkle Nebel,... nichts gegen das es sich zu verteidigen wüsste, nichst das es greifen könnte!
JesterManche Märchen haben auch unerwartete Wendungen welche objektiv betrachtet einen gewissen Humor beherbergen welcher aber im Grundgedanken wenig erheiterliches hat, besonders nicht für das arme Opfer der Geschichte, da es in den wenigsten Fällen die Ängste Abwenden kann. Im Nachinein dann allerdings vermag es doch zu einer gewissen Erheiterung, vor allem aber Erkenntnis führen:


... und so, sich wundernd ob der Abstinenz des Jägers, des eigentlichen Bringers jener Dunkelheit,... beginnen die Angsterfüllten Gedanken des armen Opfers sich zu überschlagen. Und während in seinem Kopfe sein geliebter Hain wieder und wieder von den Schatten verschlungen wird dreht er sich unaufhörlich im Kreise, auf der suche nach einem Lichtfunken am Horizonte.
Nach langer Zeit ist dort ein leichter Hauch an der Schulter,... und in Panik um sich schlagend um jenes Ding das dort sein möge abzuschütteln trifft das Opfer auch etwas,... etwas das erstaunlich leicht ist und im gleichen Moment verspürt es eienn leichten Zug an seinem Kopf,...

... langsam beginnt etwas zu keimen, und als am unteren Blickfeld des immer noch verängstigten ein wenig Farben zum vorschein kommen ist sie auf einal da,... eine Erkenntnis der Situation,... Die Farben die dort zum vorschein kommen,... es ist whrlich das Grün des Rasens, die leuchtenden Farben dere Blumen,...
Vorsichtig, aber ruhiger werdend, tastet der Hainbewohner auf seinen Kopf, und das Gefühl von weichem Stoff gleitet durch seine Hände, und nach einem kurzen Ruck hällt er ein Stück schwarzen Stoff in den Händen welcher sich schlichtweg über sein Gesicht gelegt hatte.

Seine alte Angst vor den Schatten der Vergangenheit hatten ihn übermässig sensibilisiert,... und seine Wahrnehmung beschränkt auf jenes was er sah,... er hinterfragte nicht seine Erstwahrnehmung nicht mehr,... liess sich schnell trügen. Dies wurde ihm nun schlagartig bewusst,... machte ihn nachdenklich auch wenn er glücklich war das es nicht die Schatten waren die wiedergekehrt waren.

So setzte er sich wieder unter seinen Leibelingsbaum, die Früchte leuchtend über ihm hängend. Er nahm eine der Früchte, biss herzhaft hinein und liess seine Gedanken kreisen....
JesterBuserlebnisse, wie ich sie lieben kann, besonders wenn sie so beschaffen sind wie am gestrigen Tage...

Der gleiche trott jeden Abend, man setzt sich in den Bus und fährt gen Heimat,... immer die selben Menschen von denen man sich schon ein oberflächiges Bild gemacht hat.
Und da ist diese Frau, mittleres Alter, immer gekleidet als ob sie sehr schüchtern und zurückgezogen sei. Und immer dieser doch sehr gestresste bis genervte Gesichtsausdruck wenn sie Abend auch im Bus sitzt.
Gestern regenete es stark, was dazu führte das die Scheiben beschlugen, was ich im übrigen liebe, da dadurch die Fahrt durch Hamburg zu einem verschwommen Farbenspiel wird,... nur noch Konturen sind zu erkennen und die einzelnen Farbkegel und Kugeln tanzen durch das Wahrnehmungsfeld. Irgendwann seh ich eine Hand in mein Blickfeld huschen,... es ist die Frau welche beginnt mit der Fingernagelspitze über die Scheibe des Busses zu ziehen, lange geschwungene Linien, hauchdünn mit dem Fingernagel gezogen. Ihr Finger zieht schnell aber nicht ungeschickt immer mehr Linien, wobei ein Baum zu enstehen beginnt,... dann daneben eine Figur, freundlich und mit weiten Rundungen wie in einem Kinderbuch.
Ich seh zu der Frau hinüber und es ist das erste mal das ich sie lächeln sehe, den Spass an ihrer Tätigkeit steht ihr wahrlich ins Gesicht geschrieben.
Sie malt weiter, einen kleinen Hund, aufgepluster wie ein geföntes Schaf und sie beginnt leicht zu lachen nur um darauf gleuch aufzuspringen, wie von der Tarantel gestochen da sie während ihrer Malerei fast vergass auszusteigen. Sie stürmt hinaus, aber das Bild bleibt dort,... der Baum, das lachende Mädchen und der "Wollhund",.....

... genau wie das Lächeln auf meinem Gesicht. Wieder eine schöne Busgeschichte, wieder ein Beweis das es das kleine Glück für einige Menschen zum Glück noch gibt!
JesterTräume,...

... ich zähle zu den Menschen die Träume eher selten zu besuchen scheinen. Man träumt immer, so sagt man, doch gibt es wahrlich wenige morgende an denen ich erwache und mich an die nächtlichen Gedankenreisen erinnern könnte. Und wenn sie dann doch mal einen Weg in meine Erinnerung finden, so sind es zumeist Träume welche man gemeinhin wohl als schlechte Träume benennen würde.

Doch frag ich mich, oder besser gesagt fragte ich mich eine ganze Zeit, was denn der Grund für so etwas sein könnte. Warum träume ich fast ausschliesslich schlechtes,... Warum besuchen mich nicht jene Gedankenkonstrukte welche mein persönliches kleines Utopia in all seiner Glorie darstellen? Warum ereilen mich im schlaf nicht die erfüllten Zukunftsvisionen oder die schillernden und bunten paralelluniversen von denen all die anderen immer so voller Freude berichten? Warum kommen zu mir nur die negativen Gedanken und die so unwirklich erscheinenden und eher dunklen Gedankenwelten?

Ich muss gestehen, es gab Zeiten in denen ich mich dadurch bestürzt fühlte. Die träume kamen und denen Menschen denen ich davon erzählte zeigten sich eher bestürzt. Es schien mir nicht richtig, dachte mir das wohl etwas nicht richtig sein konnte... Das es nicht richtig sein kann nur soviel negatives in sich tragen zu können.

Doch Zeit verstreift und man lernt sich auch besser kennen, man findet zu sich und auch weiter zu seinem inneren... Erkentnisse kommen und neue Betrachtungsweisen entstehen.... Ich weiss mitlerweile das sie für mich gelten und ich frage mich,... Nein, ich glaube sogar, das sie auch für andere zur Geltung kommen könnten.

Viele Menschen denken in schwarz und weiss, sie separieren diese beiden dabei dann soweit, das sie als absolut gegensätzlich erscheinen. Für mich allerdings sieht es anders aus, sehr wohl seh ich auch dunkel und hell, allerdings sehe ich auch das in jedem Ding, in jeder Handlung beides vereint ist, und das die Trennung der beiden Erscheinungen nicht ohne weiteres trennbar sind.

Schwarz und weiss sind für mich keine Gegensätze,... Es sind für mich zwei Liebende welche in ihrer Art zwar so verschieden sind doch letzendlich zusammengehören, sich ergänzen. Und diese Liebenden verschlingen sich in ihrem Verbund, bilden somit eine Einheit, welche zwar eigentlich trennbar scheint, doch letzendlich doch soviel aufeinander abbildet. Und sie wissen jeweils Geschichten über den anderen zu erzählen.
So mag das weisse dir einiges über das schwarze zu erzählen, und umgekehrt erzählt dir das schwarze auch viele Geschichten über das weisse.

Es ist ein Gedanke der sich in den letzen Jahren immer mehr in mir prägte, wurde zu meiner Einstellung. Alles aus mehren Seiten zu betrachten, mich auseinander zu setzen und zu verstehen als einfach hinzunehmen was sich mir zuerst darstellt.

Doch was sagt es über meine Träume welche mir immer als Stein im Magen lagen. Es sagt sehr viel, es half mir nicht einfach abzutun sondern meine Träume als etwas zu betrachten was nicht vom Grunde her schlechtes bedeutet. Ich lernte zu verstehen, das mir ein schlechtes gleichzeitig vom guten zu erzählen vermag. Und so sehr es nach blauäugigkeit und Optimismus klingen mag, so kann ich dies doch zerstreuen. Denn immer noch sehe ich auch die dunklen Seite, aber ist sie nicht allein, denn ich weiss, nichts gehört alleinig zu einer der beiden Seiten. Doch ein jeder Traum vermag mir zu erzählen und zu lehren. Ich sehe Träume nicht mehr als jene Nachtmare als die sie oft dargestellt werden, denn manch einmal lässt mich der schlimmste Traum erwachen und mich glücklich schätzen das es auch anders sein kann oder ist.


Und wie oft wünschte ich mir das mehr Menschen auch sehen würden das in allem jenes eng umschlungene Liebespaar innewohnt, und das man bei ihren sinnlichen umarmumgen und Liebkiosungen nur mal mehr on dem einen und mal mehr von dem anderen zu sehen vermag, und das über all jenem immer noch ihr Wispern liegt, welches uns Gechichten über die Beiden ezählt. Geschichten über einen jeden von ihnen und Geschichten über ihre Liebe. Und vor allem darüber das jeder auch den anderen in sich trägt.
Jester"Die Erinnerung sagt er, ist wie ein Hund der sich hinlegt wo er will"
-Janus-


Erinnerunen, man mag sie im allgemeinen einschätzen und bewerten wie es einem beliebt. Manche Menschen sagen sie seien wertvoll und müssen bewahrt werden, wieder andere sidn der Meinung das es verschenkte Zeit sei sich mit der Vergangenheit zu befassen. Doch ist das irrelevant für meine Gedanken die sich mir dank eines kleinen Gesprächs nun darlegen,... ich habe einfach nur einen Hang zu kleinen Einleitungssätzen,...



Man unterhält sich über eine alte gemeinsame Bekannte,... nein, das wäre einfach falsch ausgedrückt, es rückt die Situation in ein falsches Licht, lässt es zu lapidar erscheinen. Vielmehr geht es um eien Person welche für den einen über eine gewisse Zeit die Lebenspartnerin war und für den anderen mehr oder minder die engste Freundin. Es geht als onicht um eine gemeinsame bekannte, sondern vielmehr um eine in verschiedenen Aspekten einst sehr wertvolle Person für beide Gesprächspartner.
Nun könnte es von interesse sein das gesammte Vorwerk darnieder zu legen, doch würde es nicht nur im geringen Maße den hiesigen Rahmen sprengen, zu viel war es was in jeder seiner klein scheinenden Einzelheit zu all jenem beitrug wie es sich nun darstellt.
Aber belassen wir es dabei das es nunmla so ist, sehen wir es einfach nur als ein Beispiel für das was mir auffiel,...


Ein normales Gespräch, solange man meine Gespräche mit ihm als normal bezeichnen könnte, wahrscheinlich würde es die meisten Zuhörer mit den Ohren schlackern lassen, vielleicht auch verstören oder dazu führen das wir einfach als Spinner abgestempelt würden. Nennen wir es also einfach ein "normales" Gespräch und sei es nur dadurch das es nunmal nicht anders geartet war als jedes andere Gespräch zwischen uns beiden.
Irgendwann viel dann ihr Name, was durchaus mal bei uns vorkommen kann, doch verwunderte mich in diesem Falle die Art seiner Reaktion kurzfristig,... kurze knappe Sätze, zusammenhanglos hintereinander dahingetippt und dann mit knappen Worten wieder verworfen... Erinnerungen, kleine geistige Photographien die er schilderte, kurze Momente die er mit ihr hatte,... Momente welche in jedes glückselige Poesialbum passen könnten. Allerdings auch Erinnerungen die all jene anderen einfach ignorieren, das ganze was es eben nicht in dieses Album geschafft hatten, sondern,... wenn das Gesamtbild gewart werden sollte,... hätten im Reiswolf enden müssen. Aber das waren sie nicht, daher das Verwerfen der Aussagen, das Abwinken,....

Aber warum,...

... weil es richtig ist,... weil es dafür sorgt das die Realität bleibt und man sich nicht in ein Konstrukt aus falschem Glück verliert.

Aber trotzdem bleibt dieses Warum,... zumindest bleibt es für mich, besonders weil es mir immer mal wieder selber so geht, weil auch bei mir sich jener Hund manchmal dort niederlässt, wo ich ihn vielleicht ungern habe, er sich allerdings auch nur sein Recht geltend macht. Und genau diese Frau ist es auch die es geschaft hat einige Bilder in mein Geist zu brennen welche ich wohl kaum mehr verdrängen werden könne. Ich wertschätze diese Erinnerungen auch, führwahr sogar,... es war eine glückliche Zeit an sich, und auch wenn dieser Spiegel zertrümmert wurde während ich geradewegs hineinblickte, wenn fast nur noch scharf schneidende Scherben zurück geblieben sind, so sind doch auch grössere Stücke zurückgeblieben welche immer noch dieses Bild zurückzuwerfen in der Lage sind.

Und doch ist das gesammtbild auf ewig zerstört, und ich gehöre führwahr nicht zu den illusionierten die nun verzweifelt versuchen die Scherben wieder zusammenzufügen,.. denn wozu auch nachdem ich die modrige Wand erblcike die sich mir nun darstellt,... Schimmel der dadurch entstand das dieser Spiegel so eng vor dem eigentlichen tragendem Element stand,...

Und doch höre ich immer noch die Musik die damals immer im Hintergrund lief und die Bilder kommen zurück, und bei manchen wird mir auch immer noch warm, manchmal muss ich sogar innerlich lächeln. Es ist schön das ich diese erinnerungen habe, und es ist auch schön das ich sie zu seperieren weiss, das ich mir diese wunderschönen Momente nicht durch das Gesammte hab zerstören lassen. Doch würde es nie dazu führen das ich wieder einmal zurückfalle in die gleiche "naivität" die ich in dieser Zeit an den Tag gelegt hatte,....


Doch ich sehe wie Menschen das tun,.. und ich verstehe sie ja auch irgendwie,... udn ich wünsche mir das sie diese Erinnerungen zu zelebrieren vermögen. Doch sollte man sich nicht in ihnen verlieren.

Ich gehe auf in solchen Erinnerungen, aber so sehr mich zum Beispiel auch wundervolle Erinenrungen an schöne Zeiten mit jener Frau erinnern, daran das es eine Zeit gab in der ich ihr alles anvertraute und ihr auch im ganzen bedingungslos vertraute,... So sehr ich auch lächeln muss wenn ich an so manchen Abend zurückdenke,... so führt es doch nicht dazu das ich eine Frage anders beantworten könnte....

"Sollte man einem Menschen der einem immer nur gutes getan hat,... einem Menschen der nur einmal einen fatalen Fehelr begangen hat und die wehtat,... sollte man einem solchen Menschen nicht eine zweite Chance einräumen?"

NEIN,... das tat ich zu oft,... immer habe ich es bereut,... ich bewahre jene schöne Teile dieser Menschen tief in mir,... aber sie sind vergangen und ich könnt sie nie wieder erleben. Selbst wenn es wieder die gleichen Momente wären, wenn alles wie früher wäre,... selbst wenn ich in diesem Moment wieder aufrichtig glücklich wäre. Denn da wäre er, da wäre der Hund,... udn er würde unablässig an der Hintertür kratzen da er auf seinen angestammten Platz will. Und so sehr ich mich auch bemühen würde ihn zurechtzuweisen,... ich würde nicht nur dafür Kraft inverstieren müssen,... er würde auch bei meiner geringsten Unachtsamkeit an mir vorbeihuschen und sich darnieder legen... Und wenn er dort liegt, so kann ich nicht geniessen, und so da ich mit ihm Ringe das er weg bleibt, da kann ich auch nicht geniessen...



Ja, mein lieber Freund, ich sah wie er kurz nicht mehr auf den Hund achtetet, er hatte ihn einfach vergessen,... bis in dem Moment da er sich in der Gemütlichkeit seiner schönen Erinnerungen niedersetzen wollte,... aber da war auch schon wieder der Hund,... und der Hund war schneller,...

Doch ist der Hund dann in diesem Fall ein Ärgernis das uns nicht erlaubt unseren Willen zu haben, oder ist er vielmehr das als was er gemeinhin bezeichnet wird,...?

Der beste Freund des Menschen...
JesterGedanken die in einem fressen wie ein Parasit, wer kennt sie nicht? Ein jeder kennt wohl dieses Gefühl das dort ein Gedanekenkonstrukt in einem weilt welches sich erbarmungslos von einer bestimmten Emotion nährt und mit dem was es daraus enstehen lässt eben jene Emotion selbst wieder verstärkt.
Meistens fragt man sich wo dieser Parasit letzendlich hergekommen sein mag, und nur all zu oft bleibt diese rückführende Frage einfach unbeantwortet. Es wird auch zunehmend bedeutungsloser, denn wenn er sich erst einmal festgesaugt hat, wirft er seine Wurzeln ab an welchen man ihn noch hätte wirkungsvoll entfernen können ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Also bleibt einem nur die Möglichkeit den Parasiten veröden zu lassen, doch wie soll das geschehen wenn es doch so scheint als habe er sich ein autarkes Ökosystem angelegt. Immer größer wird er, und langsam beginnt er zu wispern, man vernimmt seine leise Stimme, erst unmerklich und ohne enthaltene Botschaft, doch formt sich langsam immer mehr eine in diesem stöhnen und wimmern. Und was anfänglich schwach und flehend klingt, wird zunehmend fester, gewinnt an Beherrschtheit während der Nährvorgang sich langsam und schleichend vollzieght. Irgendwann dann ist die Stimme recht klar und deutlich, und sie scheint ihr Mitspracherecht einräumen zu wollen,... Der Mieter beginnt Forderungen zu stelllen, und man merkt lansgam aber sicher das man diese mitlerweile nicht mehr einfach ignorieren kann. Man ist zwar in der Lage sie auszuschlagen, aber ist es so das es zunehmend Kraft kostet.
Und in diesem Moment beginnt man darüber nachzudenken ob man am Ende ausdauernder bleiben wird als der Parasit, welcher nun wohlgenährt und auf das "Gefecht" vorbereitet daliegt, dich schon selbst zur Quelle seiner Kraft gemacht hat,... und jegliche Kraft die er gewinnt, bedeutet Schwund an den eigenen Ressourcen. Ein ungleicher Kampf mag man meinen, und umso schwerer ist es sich auf ihn einzustellen...


Und es flüstert, unablässig flüstert es. Es flüstert keien Gründe, nur folgen, und so verwunderlich diese auch sein mögen, so sehr einem der eigene Verstand sagt das es keinen Grund gäbe... trotz alledem sind diese Gedanken da, Gedanken welche einen Zeitweise kurz vor die Schwelle zum handeln fühlen.
Es soll nicht wieder zu diesen Handlungen kommen, es ist wie einen weiteren Krieg auf eigenen Terrain ausfechten, wo doch eigentlich der letze schon genug Verwüstung angerichtet hatte. Und vor allem gibt es diesmal keinen Grund dafür, zumindest keinen der auch nur im geringsten diesen Kampf rechtfertigen würden.

Blender sind am Werk, und dieser Blender ist man in letzert Instanz selber. Warum auch immer man es so weit kommen lässt. Doch auch diesen Kampf werde ich überstehen, und wenn ich im Graben liege und hoffe das der Parasit sich an mir vorrüber schiebt, vielleicht einfach keine Nahrung mehr in mir findet und so langsam verendet.

Und wenn er mich trotzdem finden sollte, so bin ich diesmal bereit zu kämpfen wie ein i ndie Enge getriebenes Tier. Nicht noch einmal werde ich mich in dieses Schicksal ergeben. Denn der Parasit kann mich nicht wirklich verletzen, wer es nur kann bin ich wenn ich mich nicht im Griff zu haben weiss.
Doch er kratzt und ruft unerbittlich, und seine Stimme ist immer wieder dort, immer wenn alle anderen Geräusche entschwinden beginnt er zu flüstern,....
Jester"Es gab eine Zeit vor mir und es wird eine Zeit nach mir geben, doch die Zeit in der ich lebe gehört ganz alleine mir!"

Ich träume selten, oder besser gesagt erinnere ich mich seltenst das ich was geträumt haben könnte. Doch am heutigen Morgen wachte ich auf und diese Worte waren noch da. Es waren keine Bilder dazu vorhanden, wie es normalerweise bei Träumen ist, es waren lediglich die Worte und gewisse Empfindungen dazu, eine Hintergründige Stimmung, diffus und nicht direkt greifbar, aber trotz allem präsent und fühlbar.
Also begann ich den heutigen Tag mit diesem Echo der Nacht das sich immer noch in meinem Kopf fortkreiste. Auf dem Weg zur Arbeit, in der Stunde welche ich in den Bussen und Bahnen meiner Stadt verbrachte ging mir dann doch einiges zu diesen Worten durch den Kopf...


Sehr oft passiert es das Menschen sich als geringschätzig betrachten. So ist doch jedem die Metapher des nur kurz aufflackernden Sterns ein Begriff, welche uns zu verdeutlichen scheint das wir im Verhältnis zum Weltenlauf nur einen verschwinden kurzen Moment existieren. Und natürlich, es stimmt das dies der Fall ist, doch wieviele bauen aufgrund dieser Ansicht ein vielleicht fälschlichen Umgang mit ihrem Leben auf? "Was kann ich als einzelner schon bewegen, was kann ich in meiner kurzen Zeit schon bewirken?"
Eine Frage die sich wahrscheinlich sehr viele stellen, aber vielleicht eine Frage die sich gar nicht erst stellen sollte. Warum strebt der Mensch immer danach im großen tätig sein zu können, warum glaubt er daran das nur jenes Große etwas zu ändern vermögen könne? Wir sehen uns nur all zu gern als ein Statist im großen Spiel das wir unsere Realität nennen. Wir sehen alles als die große Geschichte, und wir kommen halt nur am Rande vor, sind nur einer der Bauern auf dem Felde, während andere den Glanz des Königs auf sich liegen haben.

Nun aber, was wäre wenn ich behaupten würde das diese "große Geschichte" nur eine Überlagerung von etwas anderem ist. Das sie nicht die Grundlage von allem darstellt, soner vielmehr nur die Summe etwas anderem ist?
Ich glaube das es einem das Leben unendlich erschwert wenn man die Auffassung vertritt das man nur ein kleiner Trabant ist welcher um etwas ungleich größeres kreist. man projeziert sich selbst auf etwas hinab, auf etwas das man letzendlich nicht wirklich ist. Man versteift sich auf eine Wirklichkeitswahrnehmung die einem von aussen gegebene wird und welche nicht als das natürlcihe angesehen werden dürfte.

"Ein jeder ist seines eigens Geschichte Protagonist" sagte ich, doch was meine ich eigentlich damit, was ist an dieser Auffassung meiner Meinung nach besser als andere Formen der Selbstbetrachtung?

Wenn man geboren wird beginnt eien neue Geschichte, eine Geschichte die sich nur um dich dreht. Dies gilt für jeden einzelnen, denn nunmehr gibt es ein neues Licht, und, obwohl dieses Licht in jeder anderen Geschichte nur eine Nebenrolle spielt, so ist es in seiner eigenen Geschichte der Dreh- und Angelpunkt. Und so vernetzen sich all diese "kleinen" Geschichten, welche für den einzelnen Protagonisten doch letztendlich immer das einfache "Alles" darstellt.
Und dies ist doch der Punkt an dem der Ansatz zu stehen scheint, das sich jeder in der Verwirklichung seiner Geschichte sehen sollte, das er bestrebt sein sollte sich dieser Geschichte zu widmen, und nicht dem Konstrukt das sich aus all den kleinen Geschichten erbaut, denn an diesem mag man wirklich nicht ohne weiteres rütteln können. Aber man sollte sich doch bewusst sein das man dadurch das man seine eigene Geschichte formt, das man an den Wurzeln des grossen kleinste Veränderungen vornimmt, und auch wenn man diese meist doch nicht zu erblicken vermag, so werden sie sich doch irgendwann zeigen, und wenn es erst lange nachdem unsere Geschichte endet passiert, und auch wenn es dann vielleicht nicht mehr auf uns zurück zu führen ist. Aber was sollte uns das auch interessieren, für uns ist das "Vorher" und das "Nachher" nur bedingt von belang, da wir darauf keinen direkten Einfluss mehr haben.
Das Vorher ist nur nährboden für uns, Erinnerung anderer die uns zur Verfügung steht und welche wir für unsere Geschichte nutzen können, es aber nicht mehr aabändern können. Das Danach wird von usn mit beeinflusst, aber wir werden es nicht mehr wahrnehmen. So ist das eine vielleicht unsere Wurzel, und das andere wird aus unserem Samen enstehen, aber es ist beides nicht Teil unserer Geshcihte, und sollte somit nicht zu sehr zu unserem "Bremsblock" werden.

Wir sollten uns an unserer Geschichte erfreuen, auch wenn sie manchmal einer Tragödie gleichen mag. Und man sollte sich ins gewissen rufen das, wenn alle nur darauf bedacht wären ihrer Geschichte einen schönen rahmen zu verleihen, das es doch letzendlich das wäre, was dem großen Konstrukt auch den gleichen Glantz verleihen würde. Denn ist es nicht so wenn der einzelne eine schöne Geschichte erzählt wissen will um sich, das er den direkten "Nebendarstellern" in diesen Geschichten auch gutes zukommen lassen will? Und sind nicht diese "Nebendarsteller" wiederrum die Hauptdarsteller einer weiteren Geschichte, und erhalte die somit nicht auch poositives Material für ihr eigene Geschichte?
Wenn alle solch eine heile Geschichte haben wollten, und nicht nur versuchen würden eine möglcihst "gute" Rolel in dem großen Konstrukt zu erkämpfen, dann wäre alels wahrscheinlich einfacher als es heute der Fall ist...

Doch nicht zuviiel meiner Gedanken einer Ideelen Welt,... wahrscheinlich wird sie so schnell nicht wahr werden. Doch werde ich mein Leben nach diesem Prinzip weiter Leben. Nach dem Prinzip das glücklcihe und zufriedene Menschen im meinem Umfeld auch mein Glück bedeuten.


Nun ist der Tag schon fortgeschritten ,und immer noch ist dieser Satz in meinem Kopf, und immer noch erfüll er mich mi soviel. Denn auch wenn ich das hier vielelicht nur blass darstellen kann, so bedeutet er mir doch sehr viel, woher er sich auch geformt haben mag, so stellt er für mich momentan eine grundlegende Einstellung aus,... eien Einstellung welche vielelicht manche teilen können, andere wiederrum nicht. Ich lebe für mich, ich weiss das ich der Mittelpunkt von allem bin,.... und ich weiss das es jeder andere auch ist. Und ich weiss aus all dem das ensteht was die letze Große Geschichte ist, und das diese nicht die Wurzel ist, sondern der gesammte Baum den ein Betrachter von aussen nur sieht. Doch wenn er ganz genau hinsieht, dann sieht er all die kleinen Geschichten...

... vielleicht sollten auch viele religiöse Menschen davon ausgehen das ihre Götter so die Gesamtheit der Dinge sehen, das jeder ein Unviersum für sich ist, und das nicht jeder nur ein Bruchteil darstellt!
JesterDer Drang von Menschen ihren Artgenossen ihren Glauben oder ihre Überzeugung aufzuzwingen habe ich noch nie recht verstanden. Umso weniger verstehe ich in den meisten Fällen auch ihr Hartnäckigkeit nicht, welche sie dabei an den Tag legen. Und ich rede nicht nur von den großen Glaubens- oder "Überzeugungs"-Kriegen, ich rede auch nicht unbedingt von weltlich gewaltsamen Maßnahmen, sondern vielmehr verwundert es mich auch im kleinen immer wieder, und vor allem auch immer wieder die Widersprüchlichkeit in der sich dann schnell verlaufen wird.

Man sagt das ein "in sich gefestigt sein" ein positives Attribut eines Menschen darstellt. Doch sollte man in meinen Augen vorsichtig mit solch einer Aussage sein, da es so in den Raum gestellt, ohne jedes weitere Wort, zu ungenau ist.
Gefestigt sollte eine Grenze kennen, nämlich die Grenze zum Stursinn und jene Grenze die dazu führt, das man seine Fähigkeit zur Reflexion verliert. Man würde in diesem Moment ein wichtiges "Wahrnehmungsorgan" einfach über Bord werfen, und zwar jenes, welches wohl das wichtigste darstellt wenn es darum geht innerlich zu wachsen. Wie schnell baut ein Mensch aus "Überzeugung" heraus eine Mauer auf, welche ihn vor all dem "falschen" dort draußen bewahrt und ihm Augenscheinlich hilft sich nicht von diesen Unwahrheiten beeinflussen zu lassen?

Mauern schränken immer ein, das wissen wir aus dem alltäglichen Leben, und eine Mauer im Geist bildet da keine Ausnahme. Und so ist es doch das ihr fehlen auch keine Gefahr darstellt solange wir in uns selbst so gefestigt sind, das wir umsichtig handeln. Wenn die Mauern fehlen welche errichtet wurden um uns davon abzuhalten auf den "falschen" Pfad zu geraten, können wir immer noch aus eigener Entscheidung heraus trotzdem nicht über die Grenze schreiten welche die Mauer dargestellt hätte. Nun haben wir aber den Blick frei, können sehen was dort hinter dieser Grenze liegt, ja, können sogar sehen ob dort überhaupt etwas ist das für uns eine Gefahr bedeutet hätte. Denn kaum einer macht sich Gedanken darüber was hinter seinen Mauern sein könnte, warum auch wenn er doch "weiß" das es gut in ihren Wänden ist,... warum riskieren das es draußen anders sein könnte?

Vielleicht weil diese Mauern nicht nur das ausschließen was wir fürchten, (denn warum sollten wir Mauern aufbauen wenn es nichts gäbe vor dem wir uns fürchten würden) sondern auch so viel anderes. Aufgrund unseres eingeschränkten Sichtfeldes sind wir nicht mehr in der Lage das klopfen an diese Wände zu deuten, und unsere ureigene Paranoia die uns unsere Mauern hat hochziehen lassen sagt uns nun auch, das alle Geräusche dort draußen bedrohlich sein könnten, das es wohl besser sei es nicht darauf ankommen zu lassen.
Man vereinsamt in den Mauern die man sich errichtet hat schnell, doch auch da zieht man schnell wieder neue Mauern die diese Einsamkeit einschließen,... bis es uns in unserer neuen Räumlichkeit wieder so ergeht. Und so ziehen sich, leider unmerklich, die Mauern immer enger um einen. Und der Einfältige wird dies sogar als positiv erachten, da er nunmehr seine gesamte Welt überblicken kann und dort nichts mehr ist was er nicht kennt oder erschließen kann. Mit der gesteigerten Zeit brennt sich dieses Bild dann auch ein, und die Mauern werden immer noch enger. Irgendwann ist man wahrlich einzementiert in diese Mauern,.... man ist im wahrsten Sinne des Wortes gefestigt in seinen Vorstellungen, allerdings unbeweglich geworden, er kann sich nicht mehr umblicken, was eine unglaubliche Paranoia gegenüber allem anderen was da noch ist erzeugt.
Man mag dann nach Außen hin gefestigt wirken, doch innerlich brodelt es.


Man sollte dies nicht herbeisehnen, man sollte lieber schauen das man sich einen Kern bildet, dieser darf auch gerne gefestigt sein, doch sollte er nur den Grundbaustein darstellen. Nunmehr sollte das eigene Bewusstsein flexibel und fließend wie das Wasser sein. Offen in alle Richtungen bis zum Horizont und nur in der Mitte der Kern als Insel von welcher man alles zu Überblicken weiß. Und man sollte auch nicht vergessen das dieses Wasser umher immer in der Lage sein wird diesen Kern langsam über die Zeit zurecht zu schleifen, und das dies der Gang der Natur ist.

Die Augen weit geöffnet, die Ohren lauschend zu den leichten Geräuschen der Wellen welche auf den eigenen Kern fließen, diesen benetzen,... Und das meiste Wasser wird wieder zurückfließen, doch einiges sinkt auch in die Erde dieser kleinen Insel und nährt die Vegetation selbigen, lässt sie erblühen. Manch einmal mag auch verseuchtes Wasser aufgespült werden, vielleicht gehen auch einige Pflanzen dadurch ein. Aber die anderen Pflanzen, und die neuen die entstehen werden dadurch widerstandsfähiger werden.
Das Herz geöffnet, auf das es die Schönheit des Ganzen erblicken kann, auch wenn es dazu auch die Kehrseite kennen lernen muss.


Dies steht der Gefestigkeit gegenüber, und das Feste und solide wird immer danach streben alles andere verdrängen zu wollen, es mit der reinen Masse zu erdrücken. Doch dieses gewaltsame system wird auf lange sicht nicht beständig sein können, denn wie das Wasser umfließt das offene Meer diese Blöcke, fließt dahinter wieder zusammen, und im vorbeifließen schleift es langsam aber bedächtig die Oberfläche, und wenn diese bei einem Festen Objekt in Ungereimtheiten gerät dann beginnt das gesamte Objekt zu bröckeln. Bei einem Flexibeln Objekt hingegen beginnt eine Wechselwirkung mit der Umwelt, es wird nichts zerstört, sondern neue Formen werden geschaffen, welche die alte zu Grunde haben.


Ein gefestigter Mensch kann schneller gebrochen werden, vielleicht nicht nach Außen, da er einfach neue Außenmauern hochzieht. Doch das innere Konstrukt beginnt zu faulen, und somit zerbricht irgendwann alles in sich, dann allerdings nicht ohne Schaden anzurichten.

Vielleicht sind es eben diese Überlegungen die es mich immer wieder mit gemischten Gefühlen betrachten lässt wenn jemand sagt das er es bewundernswert wäre wie gefestigt ich doch in meinen Ansichten sei,....
Seelenfunke{Wie klingt Einsamkeit?}

[IMG]http://galerie-herrmann.com/arts/guiraud/Einsamkeit/05.jpg[/IMG] (c) Hermann Peter
JesterBetrachtungsweisen, sie zeichnen sich dadurch aus, daß sie gänzlich verschiedenartige Ausprägungen anzunehmen in der Lage sind. Und genauso sind es die Betrachtungsweisen, und ich meine dies in diesem Zusammenhang einmal sehr wörtlich, nämlich in der Bezeichnung einer optischen Wahrnehmung und deren weiteren Verarbeitung unserer gräulichen Masse, die doch viel an unserem täglichen Befinden zu zerren vermögen. Manch einer mag seine Umwelt als faktische Tatsache von Seinszuständen seiner einzelenn Bestandteile sehen, wiederrum andere sind in dieser Hinsicht emotionaler, sie lassen sich schnell von ihren Wahrnehmungen tiefer berühren,... Diese Menschen schlussfolgern nicht einfach nur logisch anhand ihrer Umwelt, sondern sie verlieren gerne ihre Gedanken in ihrer Wahrnehmungswelt, sie assoziieren weiter und lassen sich auf diesem Meer von Eindrücken einfach treiben. Und so ich mir die Worte, welche ich gerade eine Sekunde zuvor erst in die Tastatur hämmerte, noch einmal vor Augen führe, so wird mir doch auch sehr schnell bewusst, daß es sich als ein Hohn darstellt diese Empfindsamkeit in dieser Weise in Worte zu fassen. Und im ganzen erscheint es mir letzendlich, das ich weit an dem vorbeischramme was ich eigentlich zu schreiben beabsichtigte, das ich ihm sogar seine Farbtragende Schicht schon durch dieses Schaben abgetragen habe,...
Belassen wir es also hiermit oberflächlich dabei das es ganz unterschiedliche Umweltsbetrachtungsweisen gibt, denn darauf wollte ich gar nicht vertieft eingehen, aber Gedanken treiben so schnell ab, gerade in einem so zugigem Kopf wie meinem.
In diesem Sinne also zurückgespult und neu begonnen...


Auf einer Bank sitzend und auf eine Wiese schauend, an einem grauverhangenem Tag...
... das Gras wurde schon lange nicht mehr gemäht, aber in mir regte sich sowieso der verdacht das man hier immer erst wieder mäht wenn eine ältere Dame sich bei der Stadtverwaltung beschwert das ihr Taschenhund auch nach mehrfachem durchqueren des grünen Meeres, nicht auffinden könne, nachdem selbiger sich fröhlich tollend in die wogenden Halme warf.
Nun, an diesem grauen und vor allem sehr windigem Tag gewinnt diese Wiese, wenn man das Gestrüpp denn noch als solche bezeichnen mag, ein faszinierendes Eigenleben, welche die Assoziation eines Meeres sehr naheliegend macht. Langsam wiegend bewegt sich das gesammte Grün von links nach rechts und wieder zurück und erzeugt dabei eine beständigen Geräuschteppich, ein Rascheln und Streicheln welches sich mit dem Rauschen der naheligenden Baumwipfel vermischt. Ja der Wind,... man spürt ihn gleichsam über das Gesicht ziiehen und wenn man die Augen einfach schliesst, so sieht man vor dem geistigen Auge weiterhin das Grasmeer seine Wellen schlagen und anhand des Windes auf den Wangen bilden sich die Wogen im Geiste. Es riecht nach Gras und nach kommendem Regen, nur unterbrochen von dieser feinen Note welche aus der Plastiktüte steigt welche neben mir liegt, der feine Geruch nach,... achja, das Essen welches ich zuvor bei meinem Lieblingchinesen geholt hatte, das hatte ich beinahe vergessen. Es würde kalt werden, also geh erhebe ich mich und gehe weiter, den Blick immer nach rechts gerichtet auf das grüne Meer,... welches von den meisten hier einfach nur als wucherndes Unkraut bezeichnet wird.
Doch was vermag einem schon eine ach so schön geschnittende Wiese nun an dieser Stelle zeigen? Sie würde weder wogen, noch würde sie dem Wind dieses wunderbare Rauschen entlocken. Sie würde wohl geradezu leblos wirken....


...und auch das war es eigentlich nicht wirklch was ich schreiben wollte,... irgendwie fällt das ordnen heute morgen wieder schwer,... doch will ich es auch nicht einfach wieder verwerfen, also findet dieser kleine Pfeil doch den weg zum "Antworten"-Button.
Jester[I]Du hast gearbeitet wie ein Tier
Und es hat keinen interessiert
Hattest dein Ziel stets im Visier
Doch nur dein Spiegelbild hat applaudiert Irgendetwas

Und es war trotzdem nicht umsonst
Im Zweifel war es für die Kunst Bleibt
Allein darauf lässt du's nicht beruhn

Denn wenn du ehrlich zu dir bist
Weißt du, wenns noch mal so weit ist
Du würdest alles ganz genauso tun... denn

Irgendetwas bleibt, irgendetwas bleibt - ganz sicher zurück
Als Zeugnis für - eine Hoffnung, ein zu früh versprochenes Glück
Der Traum ist aus - er blieb nur für einen kurzen Augenblick
Doch es bleibt, etwas bleibt immer bleibt etwas zurück

Jetzt ist sie vorbei
Die Liebe, die ein Leben hält
So lange gab es nur euch zwei, jetzt bist du...
Der einsamste Mensch der Welt Alle

Gelähmt vom allertiefsten Schmerz
Verfluchst du dein verletztes Herz und
Die Erinnerung lässt dich nicht ruhn

Das zu verkraften fällt dir schwer Irgendetwas
Doch wenns noch einmal so weit wär
Würdest du's wieder ganz genauso tun... denn Bleibt

Irgendetwas bleibt...[/I]

[B]Bela B. - Irgendetwas bleibt[/B]


Ein Lied welches meiner Meinung nach eine Warheit beinhaltet welche leider so selten wahrgenommen wird. Alle Menschen denken nur in Bereichen von gut und schlecht, von positiv und negativ. Viel zu selten fällt der Blick einfach mal auf die Dinge die durch vergangenes in uns Eintritt gefunden haben und was somit zu einem Teil unserer Selbst geworden sind. Es prägt uns doch alles was wir erleben, und von alledem bleiben immer Kleinigkeiten zurück, setzen sich in unseren Gedanken und unserer Persönlichkeit fest. Dieses Lied hat diese Sicht in mir, welche zwar schon immer da war aber halt nur mehr am Rande, wieder neue Kraft verleihen,... längst vergessenen Blicke wieder erneut wachgerufen.

Nur ein kleiner Anstoss, keine großen Worte,...
JesterEs ist fast schon verwundersam welche emotionalen Ausmaße eine Situation annehmen kann. Natürlich, es ist ein großer Schritt, ein bedeutsamer, aber das es komplett meine gesammte Wahrnehmung, meine gesamte Gefühlsage mit einem Ton zu erfüllen vermag verwundert mich fast ein wenig. Es ist nicht einfach ein Freudengefühl, sondern eine Umstülpung meiner emotionalen Wahrnehmung.

Es fühlt sich an als ob man größer wäre,... nicht im körperlichen Sinne, sondern vielmehr als ob die eigene Ausdehnung im Universum zugenommen hätte, das man gewichtsamer für das das gesamte geworden wäre. Es fühlt sich an als ob etwas ganz langsam in deine nicht gänzlich ausgefüllte Hülle hineinfloss, fast unmerklich aber dich immer mehr ausfüllend bis es letzendlich, so wie es sich nun darstellt. Man merkt nicht wie sich ein Glas langsam füllt wenn es einen minimalen Zufluss hat, wenn man allerdings nach einger Zeit wieder darauf blickt, sieht man das es sich doch gefüllt hat.
Es bahnt sich einfach etwas an auf das man schon lange wartet, etwas, daß schon lange im Kopf umherschwirrte wenn auch nur als Träumerei. Diese Träumerei löst sich nun doch endlich aus ihrem Gefängnis im Geiste und bahnt sich ihren Weg in die Realität, schleicht sich langsam an, um dann mit einem Sprung einfach vor mir zu stehen. So kommt es mir zumindest vor so schnell wie jetzt alles mit einem mal geht.
Es ehebt einen, macht einen Aufgewühlt was ja kaum verwunderlich ist wenn man so viel vor sich hat, doch ist es keine belastende Aufgewühltheit sondern vielmehr eine ausfüllende. Sie gibt eine Aufgaben welche einer Berufung gleich kommen, es sind Dinge die man auch unbedingt tun will, keine Verpflichtungen. Es sickert einfach in dein Leben hinein, füllt die Winkel aus welche zuvor leer waren und somit trostlosogkeit an das innere Auge vermittelten.

Nun ist sie hier, es klappte alles wunderbar, schon zwei Wochen später ist eine Wohnung in Aussicht und heute werden zwei Unterschriften auch dies besiegeln.
NnordyDas freut mich für Euch! Ich hoffe, es klappt alles weiterhin so, wie Ihr es Euch erwünscht und erträumt habt, und wünsche alles Gute für Eure nun auch räumliche gemeinsame Zukunft!
Alles Liebe,

Nnordy
JesterIch danke dir liebe Nnordy, es bedeutet auch sehr viel für mich, denn ich merke auch jetzt schon wie gut mir diese Nähe tut. Auch wenn es bisher nicht länger ist als es auch einer unseren vorigen längeren gemeinsamen Phasen sein könnte,... aber es ist halt doch etwas anderes da man sich doch bewusst ist das sie nicht wieder fährt. Man ist zwar noch bei den Eltern, aber man weiß das es sich nur noch um eine kurze Zeit handelt.
Es ist befreiend all die Mauern die uns noch einschränkten langsam in sich zusammensinken zu sehen während sich der Blick auf das ausweitet was man vorher nur aus dem "Photoalbum" Zukunftshoffnungen kannte.

Man hat für kurze Zeit das Gefühl das einfach nichts mehr scheif gehen kann, das eine Blase um einen entstanden ist die alle Schwierigkeiten und Unwegsamkeiten einfach beiseite drängt und das sogar so geschickt das man sie einfach nicht wahrzunehmen vermag.
JesterDraussen scheint die Sonne und ergiesst sich nun auch über unser ansonsten doch eher bescheiden von ihr besuchtem Hamburg. Und auch wenn die Zahl auf dem Thermometer für mich eigentlich schon wieder einen kleinen Tick zu hoch ist, so geniesse ich doch die rein optischen Vorzüge die mir dieses Wetter beschert.
Alle Farben kommen herrlich kräftig und lebendig rüber, der Himmel erstrahlt in einem herrlichem blau welches nur selten von leichten watteartigen Wolkenfetzen unterbrochen wird. Und all die Menschen wirken um einiges entspanter und sind bei weitem umgänglicherm, auch im alltäglichem merkt man es, auf der Strasse und wo man ihnen noch so über den Weg läuft. Vor allem in den letzen Tagen, wobei es dabei fast schon wieder schade ist das dies nur aufgrund der Fußballweltmeisterschaft zu diesem Zenith der guten Stimmung kommt,... doch warum schade?

Schade deshalb weil man weiß das es auch genauso schnell wieder ein Ende finden wird. Doch während dieser Zeit vermag diese Weltmeisterschaft in Deutschland die Grundstimmung der meisten Menschen so fulminant zu verbessern. Und dies wiederrum steckt auch jene Menschen an die sich eigentlich gar nicht mit dem Thema befassen.
Man geht über die Strasse und die Menschen lächeln mehr als sonst. Es sind kleine Fähnchen an den Autos und in den Fenstern die zu Gesprächen führen die ansonsten niemals zugetragen hätten. Es grüßen sich Menschen voller Freude die sich nicht im geringsten kennen und die sich an einem anderen Tage auch gegenseitig niemals beachtet hätten. Es ist eine Brücke entstanden welche diese Welt im Alltag so viel heiler erscheinen lässt als sie es doch sonst immer ist. Ja, es geht soweit das einen eine Euphorie packt die einen mitunter sogar wieder zu ihrer eigenen Quelle führt und so ertappe sogar ich mich wie ich dann dochein Fußballspiel verfolge.

Der Fußball ist in diesem Fall der Auslöser, doch weckt er einfach Dinge im Menschen die auch so schon vorhanden wären, welche allerdings viel zu selten zu Tage treten. Schade eigentlich wenn man die letzen Tage einmal auf die Strassen blickt und vor allem auch auf die Plätze wo sich die Menschen aus aller Welt treffen,... in Eintracht und in überschwenglicher Zuneigung zueinander. Es braucht nur einen Katalysator und schon wandelt sich einiges was man sich so gern als Usus wünschen würde...

... vielleicht bräuchten wir öfter Weltmeisterschaften könnte man jetzt raunen, aber leider ist es doch so das wir einfach nur lernen müssten jenes in uns wach zu halten was sich nun aus seinem Schlaf erhoben hat und es nicht einfach wieder einschlafen lassen,....

...naja, wirre Gedanken an einem WM-Morgen
JesterEs ist Freitag, ich sitze in der Agentur und,.... und mir ist endlos langwelig.

Naja, es war die ganze Woche schon nicht wirklich viel zu tun, aber heute gipfelt das ganze dann doch in der Abschlußphase dieser Woche. Nunja, was macht man dann den ganzen Morgen und Mittag über?
Ich für meinen Teil versuche mir die Zeit auf verschiedenen Foren zu vertreiben auf das mir der Zähe Zeitenfluß nicht so auffallen möge, allerdings nur mit mäßigem Erfolg da heute auch auf den Foren eine gewisse Gemächlichkeit eingefunden hat. Immer wieder tackert man mal wieder auf den Aktualisierungsbutton und hoft doch das irgendwo etwas interessantes seinen Weg auf den virtuelle Grund gefunden habe, doch das bleibt zum größten Teil aus.
Suche ich halt aus langer Weile für andere User Werbesongs raus,... hab ich wenigstens einen gewissen praktischen Nutzwert.

Ansonsten lässt man also Gedanken kreisen, mal hier und mal dort von einem gelesen Wort in irgend eine Richtung gestupst. Man macht sich gedanken über die Organisation von diesem und jenem, man überlegt in sein Blog zu schreiben, wobei man dann wider merkt das man eigentlich zu träge ist um irgendwas zu tipseln was man dort auch sehen wollte. Ja, und selbst das hier ensteht gerade mehr aus der Ruhelosigkeit als aus dem bestreben der Menscheit etwas mitzuteilen.
Aber manch einmal mag ich es auch einfach nur belanglos dahinzuschreiben, vielleicht auch einfach das was gerade durch mein Hirn rauscht auf die Umleitung zu meinen Fingern zu schicken auf das es sich mal in etwas weitere Ferne begibt. Warum soll der ganze Kram auch immer nur dazu verdammt sein dort oben seine Kreise zu ziehen, letzendlich geht ihm dort doch auch nur irgendwann der Sprit aus und keiner wird ihn vermissen, denn er ist ja nie irgendwo gesehen worden der liebe Gedanke.

Die Gedanken schweifen ein bisschen in dem Jetzt, ein ganz klein wenig in der Vergangenheit und vor allem in der Zukunft,... um genau zu sein in der nahen Zukunft. Ersteinmal das Wochenende in Kiel, endlich eine liebe Person wieder sehen und mit ihr und meiner Holden dann die Zerstreuung der Kieler Wochen geniessen. Einfach mal ein bisschen abschalten und unter Menschen sein,.. was mich auch eigentlich wieder an einen kleinen Gedankengang von vorhin erinnert, einen den ich allerdings sehr bedeutsam finde,... bedeutsam und schön...

... ich schrieb vor einiger Zeit in meinem Blog das mich eine gewisse Antriebslosigkeit, das ich es schwer habe mich aufzuraffen um ein wenig unter Menschen zu gehen, auch wenn ich jedes mal wieder merke das es mir doch sehr gut tut, mir Spaß bringt.
Seit meine Freundin nun bei mir hier oben in Hamburg ist und ich mir bewusst bin das sie diesmal auch entgültig hier bleiben wird hat sich in mir diesbezüglich ein gewisser Wandel vollzogen. Und gerade als ein Freund von mir meinte das man mich seit sie jetzt hier oben sei endlich mal wieder öfter sehen würde begann ich auch selbst darüber nachzudenken. Und es stimmt sogar,... seit langem war ich nicht mehr so viel unterwegs. Es ist eine gewisse Unbeschwertheit zurückgekehrt welche mich wieder unternehmungsfreudiger macht. Ich bin wieder öfter draussen, sehe meine Freunde wieder öfter,... Ich würde fast wagen zu behaupten das ich einfach wieder lebensfroher bin, daß mir ein Stein vom Herzen viel welcher mich an ein bestimmtes Areal zu Ketten schien.
Es ist schade das sie aufgrund der Arbeitszeiten bisher recht wenig daran teil haben konnte, das sozusagen der Grund dafür nicht dabei sein kann. Aber dafür haben wir jetzt dieses Wochenende in Kiel. Ein Ausflug den ich alleine wahrscheinlich wieder einmal nicht angetreten hätte.

Es ist verwunderlich,... ja, für mich noch nichteinmal wirklich verständlich. Ich könnte auch nicht sagen das ich vorher unglücklich gewesen wäre, denn das wäre eine Lüge. Es war einfach so das ich mich sehr schnell zufrieden gegeben habe und ich eine gewisse Trägheit mein eigen nannte welche nun von einem Unternehmungsdrang abgelöst wurde. Eine schöne Entwicklung, eine Entwicklung die ich mit ihr teilen kann. Und ja, es ist schön den Wandel der sich vollzieht auf solch eine Weise bemerken zu können, denn immerhin zeigt es einem das etwas wirklich wundervolles passiert. Ich denke es würde mich erschrecken wenn es jetzt alles genauso gebleiben wäre wie vorher, wahrscheinlich hätte ich mich dann irgendwann gefragt ob es mir überhaupt etwas bedeuten würde das sie nun bei mir ist, nach 3 langen Jahren. Aber es ist nicht so, es treibt unsichtbar un langsam aber dennoch eindeutig spürbar seine Armee in alle Winkel des eigenen Lebens und der eigenen Seele.

Es ist ein schönes Gefühl, wie ich schon sagte. Es ist das Gefühl das einem sagt das alles richtig ist wie es ist, das es gar keinen Zweifel geben daran geben kann das alles in naher Zukunft gelingen wird.

Hachja,.... ein langweiliger Freitag, aber dennoch ein schöner!
JesterManchmal wird man müde, sehr müde sogar. Meistens ist es einfach nur der Schlafmangel der einen plagt, sei es selbst herbeigeführt oder aber auch durch äußere Einflüße.
Doch andernmal kann man auch einfach wieder beginnen mehr zu schlafen und leider ändert sich nichts am eigenen Zustand und man muss sich eingestehen das es eben nicht der reine Mangel an Schlaf ist...
Die Sonne,... natürlich, die Sonne mit dieser wieder aufkeimenden Hitze hat sicherlich auch damit zu tun. Doch zweifel ich ein wenig daran das sie alleine diese körperliche Trägheit zu Tage zu fördern.
Man fühlt sich schlapp, ziemlich schlapp sogar, ein Umstand der an sich nicht wirklich schlimm ist, auch wenn es die täglichen Verrichtungen sicherlich nicht einfacher macht. Besonders nicht wenn man sich so sehr in dieser Mattheit verliert, das auch auf den Geist auswirkt. Es fällt zwar nicht schwerer zu denken, aber es geht alles ein klein weniger langsam von statten und besonders die Aufnahmefähigkeit nimmt ab. Man reagiert schwerfällig oder überhört schnell einmal was. Ich würde manch einmal abwesend wirken sagte eine Mitauszubildene mal,... oder besser gesagt nicht abwesend in dem Sinne sondern sehr fokussiert. Es sei schwer meine Aufmerksamkeit zu erregen wenn ich gerade etwa anderes am machen sei. Und es wäre sonst ja nie so gewsesen,... Nunja, wahrscheinlich stimmt das so auch, es ist eine Entwicklung der letzen Zeit.

Träge, müde,... hinzu kommt das mir häufiger Körperteile einschlafen als sonst und vor allem auch wenn ich normal Sitze oder stehe. Es fühlt sich ein wenig an als ob der gesamte Körper unter der zeitweisen Ermüdung leidet. Das Gefühl dieser einschlafenden Gliedmaßen weschselt dann immer das ansonsten recht dumpfe Gefühl ab welches ich momentan von meinem Körper habe.

Jetzt sitze ich hier in der Schule, kämpfe mehr oder minder dagegen an nicht in einen halbdämmerschlaf zu verfallen, mein linkes Bein kribbelt leicht während es selbst gerade aus selbigen wieder erwacht.
Ich fühle mich ein wenig ausgelaugt,... ausgelaugt von der Unbeschäftigtkeit welche bei mir in der Agentur herrscht und welche dazu führt das man den ganzen Tag nur an sich vorbeiziehen lassen kann. Ich freue mich auf den Urlaub welcher mit Arbeit gefüllt ist. Die zwei Wochen in denen ich unsere gemeinsame Wohnung herrichten werde damit wir sie dann beziehen könne. Freue mich schon auf die Abende wenn du nach der Arbeit dazukommst, wir noch ein wenig was machen und dann erschöpft vom Tagwerk zu unserem jetzigen Heim fahren. Es wird endlich wieder etwas zu tun sein das meinen Körper und damit auch Geist wieder
anschuppst.
JesterManchmal schweige ich einfach einige Tage, mitunter sogar ein paar mehr. Es scheint mir immer selbst ob ich nur fähig bin in Etappen zu schreiben, mich ein wenig zu sammeln bevor ich mich wieder dazu hinreissen lasse die Finger über die Tasten tanzen zu lassen, ein Abbild meiner Gedanken in den digitalen Äther hinterlassend.

Michaela, keine Angst, dein hier Hinterlassenes ist sicher nicht untergegangen, wenn auch ein schweigen zu solcherlei doch meist als solches aufgefasst wird. Der Dom er steht, und er hat auch einen Betrachter gefunden.

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Schreiberlich regt sich in letzer Zeit auch wieder was, ein Etwas um genauer zu sein. Lange war es geradezu eingeschlafen, nie verschwunden, aber dennoch in den hinteren Windungen meiner Selbst in einer Zuflucht verschwunden, sich ausruhend für seine Wiederkehr. Jetzt ist es soweit, langsam rührt es sich wieder, nachdem ein alles was an Es erinnerte vor Jahren schon vernichtet wurde, somit nicht mehr zugänglich war für die Aussenwelt, dennoch in mir weiter existierend.

Warum Es so lange schlief, das wäre wohl die interressante Frage die man zu stellen vermag, und diese Frage habe ich mir selbst lange genug gestellt, bin aber auf die einfachste der Lösungen selbst nie gekommen, wo sie am Ende doch so naheliegend ist. Es fehlte diesem Ding einfach an einer gewissen Grundlage, eine Grundlage welche ich selbst, da muß ich ganz ehrlich zu mir sein, nicht ohne weiteres selbst in der Lage bin zu geben. Des öfteren wollte ich Es schon wieder hervorziehen aus dieser dunklen Ecke in welche es sich zurückgezogen hatte, sogar schrieb ich zwischenzeitlich schon wieder hernieder über Es, doch es wollte nie mehr sein als nur ein Bild dessen und nicht Es selbst. Diese schriften wirkten wfür mich tot, also verschwanden sie schneller als sie erschaffen wurden.
Ja, man hatte sich lange Zeit angestrengt und hin und wieder einmal Kraft investiert um die Rückkehr herbeizuführen, doch letzen Endes am Es nun ganz von alleine wieder,... lugte zuerst nur kurz hervor, um dann doch wieder stolz hervorzutreten, ganz so als sei Es nie weg gewesen. Es betritt seine Bühne wieder als sei der Vorhang nur kurz herabgefallen um einen Wechsel der Akte zu signalisieren.
Doch sehe ich die Gegenwart noch als fragil an, ja, es ist sogar so das es mir so vorkommt als ob ich Ihm nicht zu viel zumuten dürfte in der ersten Zeit, das Es ansonsten vielleicht doch seine Meinung ändert und wieder in dem Raum hinter meinem Geist zurückkehrt.
Und doch, Es scheint einen gewissen Raum gefunden zu haben welcher ihn anzieht und auch hier wieder bindet.

Ja, Es ist wieder hier, vervollständigt mich wieder ein klein wenig mehr, sieht sogar alte wenn auch flüchtige Bekannte wieder...

Jester -> Der Narr -> ("Herr Narr")
Jester>--- Auf die Frage "Warum eigentlich Jester, der Narr"---<

"Eine Lange Geschichte mein Freund, sogar eine sehr lange, welche wiederrum, verglichen zu vielen anderen Dingen, gar nicht so lange zurückliegt,.... gerade einmal eine dieser Dekaden welche die Menschen nutzen um ein Jahrzehnt nach unglaublich langer Zeit klingen zu lassen."

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Es ist ein Name welcher mir gegeben wurde, und das nicht in den weiten des Internets, wo doch all zu schnell die doch abstrusesten Namen erdacht und zugordnet werden. Doch diesen Spitznamen trage ich selbst schon recht lange, und aus einer für mich damals recht einschneidenden Lebenssituatuion. Gerade in dieser Zeit eriegnete das mir zwei unabhängige Personen, welche sich gegenseitig nicht kannten, innerhalb einer Woche beide diesen Spiztnamen gaben, mit absolut unterschiedlichen Begründungen.

Kapitel I
Jester und der Linke

Die erste Peron die mich so betitelte war ein Schulkamerad von mir, welcher sich durch eine recht stark ausgeprägte linke Ader auswies. Aus irgend einem Grund heraus, welcher mir auch um ganz ehrlich zu sein entfallen ist, eines Tages sagte das ich ihn an einen Narren erinnern würde. Ja, er meinte er sieht mich ab und an, vor seinem geistigen Auge, in einem Narrenkostüm durch die Welt schlendern, sagte mir aber auch das es kein buntes wäre, dafür wäre ich eh immer zu farblos gekleidet, vielmehr stelle er sich eines vor welches dem der Harlequine ähnelt, gänzlich in schwarz und weiss.
Als ich ihn, zugegebener Weise lachend, danach fragte wie er denn darauf komme, begründete er mir es auf eine, wie fast schon zu erwarten, politischen Weise...
... Narren, waren es, welche im Mittelalter ja bekanntlich eine gewisse "Narrenfreiheit" besassen, so waren es auch so ziemlich die einzigen Personen welche, in ihrem Klamauk, die Dreistigkeit besitzen konnten auch einmal den einen oder anderen bitteren Scherz über das Königshaus und das Regime zu reissen (ja, er liebte das Wort Regime), auch wenn es letzendlich auch für die Narren kein schönes Ende bedeutete.
Allerdings meinte er in mir eben ein Abbild dieses Prinzips zu sehen, er meinte ich hätte eine so freundlcihe und gutgelaunte Art, das es mir immer möglich gewesen sei öffentlich zu kritisieren und doch dabei ungeschoren davonzukommen. Ich sei einfach in der Lage gewesen fast alles so zu verpacken das es immer einen Adressaten fand, ohne das ich mit den gleichen Konsequenzen zu rechnen hätte wie jemand der sie einfach plump hervorgebracht hätte und sich nicht durch seine Art gewissermaßen in die Herzen gelächelt hätte.

Kapitel II
Jester und der große dunkle Mann

Die andere Person war jene, mit welcher ich mit jugendlichen 14 Jahren sehr viel verkehrte, zehn Jahre älter als ich und von meinen Eltern aufgrund seines Auftretens zwar ein wenig beäugt, da es aber ein Bekannter meiner Cousine war doch geduldet als mein "Aufpasser". Jener meinte, als wir uns auch schon eine Weile kannten, und gleichzeitig ein Paar Tage nach "dem Linken", auf einer Autofahrt das ich auf ihn wie ein Narr wirken würde.
Dieses mal musste ich sogleich schmunzeln ob des Zufalls den ich darin zu sehen glaubte, fragte dann aber auch wie er denn ausgerechnet dazu käme.
Zu sagen hierbei sei, das es nicht gerade die einfachste Zeit für mich war, allerdings ich eigentlich immer recht leicht mit sowas umzugehen gedachte, vor allem nach Außen hin.
Er sagte, er stelle sich mir ein wenig wie ein Narr vor, welcher sich am Ende doch viel bewusster sei als der gesamte Hofstaat, welcher diesen einfach nur belacht.
Er war es auch der das Bild in mir prägte welches später den Weg auf meinen Arm fand, als er sagte das er der Meinung wäre, selbst wenn mich ins größte Unglück stürze, so würde ich doch auf eine wundersame Weise über dem ganzen stehen, es von mehr Seiten betrachten als der einen die doch alle zu sehen in der Lage seien. Selbst vom Kreuze würe ich wahrscheinlich noch hinuntergrinsen.

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Dies ist leider nur sehr grob umrissen, doch es war eine sehr interessante Woche, welche mich dazu bewegte mir diesen Spitznamen anzueignen und welche doch anfing in mir auch ein wenig was zu regen. Ich habe mich sehr schnell mit dem Narren dem "Jester" zu identifizieren begonnen, es hat sich einfach so entwickelt, und immer mehr gefestigt. Mitlerweile gibt es viele das dieser Spitzname mehr als passend für mich sei, das es das wiederspiegeln würde was ich darstelle, wie ich bin. Vielleicht war es wirklich nur ein kleiner Wink, letzendlich doch nur eine Namensgebung für etwas das sowieso schon war.

Und irgendwann, vor einigen Jahren entsand aus Es aus der ganzen Sache heraus, wo Es anfangs nur eine Figur kleiner Geschichten werden sollte, so ist Es doch am Ende mehr geworden, einfach eine andere Art mich auszudrücken,... eine Art die mehr Freiheiten erlaubt.

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Ich hoffe es beantwortet ein wenig die Frage, wenn auch alles ausführliche den Rahmen hier leider sprengen würde.
Jester"Die Menschen, sie sind solch merkwürdige Wesen, sind wir doch mal ganz ehrlich, die meiste Zeit sind sie einfach unausstehlich. Und wer mir mit solchen fadenscheinigen Ausreden wie "Aber das sind doch nicht alle" kommen möchte, der möge mir verzeihen wenn ich ihn davonjage. Menschen verstehen sich alle gegenseitig nicht, tun es wirklich nur in den seltensten Fällen, wodurch ich doch zu glauben wage das diese Übreinstimmungen nur zufällige Überlappungen ihrer egomanischem Grundtenors sind.
Sollte es nicht anders herum sein, wäre das nicht viel schöner? Bestimmt wäre es das, in der Theorie zumindest, die praktische Überprüfung wird aber sicherlich noch eine geraume Weile ausbleiben, wenn sie denn überhaupt jemals eintreffen sollte. Also bleibt vorrerst der Beweis aus das es angeblich viel besser sei wenn alle gut zueinander sind und alle anfangen alles und jedem tolerant gegenüber zu stehen, wobei ich dies doch stark bezweifel. Es spricht einfach gegen die Natur des Menschen, er organisiert sich lieber in gewisse Rudel welche, heute noch nichteinmal mehr teritorial gebunden, gegenseitig die "Nahrung" abluchsen will, auf das ihre Sippe fortbestand habe.
Sicherlich, bei den Menschen hat eine Sippe immer seltener etwas mit der Familie oder den ortsumgebenden Artgenossen zu tun, die Interessengleichheit hat den familiären Gedanken weitestgehenst abgelöst und die Medialisierung das Rudelteritorium zum Patchwork werden lassen. Eigentlich unterscheidet sich ab hier der Mensch dann nur noch maginal von anderen Rudeltieren, auch wenn seine Intentionen im großen und ganzen weniger Natürlichkeiten aufzeigen. Der größte Unterschied ist wohl der Geist welchen die Menschen immer so hervorheben, und sicherlich, er wäre auch bestimmt fähig zu genau dem zu werden als was die Menschen ihn bezeichnen, wenn sie selbigen einmal in einer Art nutzen würden welche das zuliesse.
Aber lieber beschwert sich der Mensch über all jenes, spricht es tagtäglich aus, benutzt nur andere Rudel in seinen Ausführungen als "die Schuldigen" und denkt damit seinen Teil geleistet zu haben, immerhin wäre jedes eigene Eingeständnis eine Niederlage im ewig tobendem Krieg des Alltags. Man streitet also munter, und das sicherlich nicht in dem romatischem Sinne welches dieses Wort doch einmal innehatte, sondern vielmehr mit einer gewissen Agressivität. Und da man ja einen überlegenen Geist besitzt kann man auch alles "diplomatisch" oder sogar im Deckmantel der Freundlichkeit ablaufen lassen, auf das man sich der Retoukutsche und vor allem dem Gesichtsverlust entzieht, welcher ein öffentlicher Angriff nun einmal mit sich bringt. Wobei ich mich natürlich frage warum er das tut, bei all der Betrügerei, Verhetzung und Übervorteilung müsste doch zumindest der Großteil der Menschen solch ein gekonntes Verhalten bestaunen, immerhin verhalten sie selbst es nicht anders, ja haben es geradezu zur Kunst des Lebens erhoben. Aber Künstler untereinander scheinen doch auch wieder vom Neid zerfressen, Neid über eine Kunst welche aus dem Dreck der Menschlichen Seele gewonnen wird.
Wohin sind die Zeiten als Kontrahenten zwar mit einem unverschleiertem Hass gegenübergetreten wurden, welchem allerdings eine Bewunderung für all jenes beigemischt war, welches einem aufgrund des Verhaltens des Gegners auch keimte. Es gab eine Aufrichtigkeit welche in heutigen Zeiten so gut wie ausgestorben ist, und auch wenn in jenen Zeiten die Menschen auch schon Kriege führten, so waren sie doch aufrichtig zueinander, was ich zumindest als einen Anflug von Menschlichkeit bezeichenen würde.

Doch was ist Menschlichkeit heutzutage? Wenn mir jemand sagen würde, es wäre sich wie ein Mensch zu verhalten, ich würde ihm den Fedehandschuh vor die Füsse werfen, doch genauso wird es doch meistens dargestellt.

Ich blicke auf das, was die Welt der Menschen ist, und ich frage mich weshalb diese Kinder so böswillig sind. Was wurde ihnen angetan das sie nunmehr solch ein Verhalten an den Tag legen. Es wirkt wie destruktive Auflehnung gegenüber den Eltern, wobei doch jedes Kind sich als einzelnes noch einmal gegenüber seinen Geschwistern benachteiligt fühlt, auf das es natürlich mit diesen in den direkten Wettstereit treten muss. Und in kindlicher uUnwissenheit, ja ich nenne es an dieser Stelle vielleicht einfach mal emotionaler Unreife (oder auch Dummheit in manchen Fällen), nimmt dieser Wettstreit abstruse und unschöne Formen an!

Aber worüber mache ich mir schon wieder Gedanken, warum sollten gerade meine Worte Gehör finden, wo doch all die direkten Bilder einfach missachtet werden. Gerade in einer Zeit wo die meisten Menschen bunte Bilder bei weitem mehr interessieren als einige Worte irgend eines Narren?

Und doch, und sei es ein Monolog, ab und an muss man sprechen, und es hört sicherlich jemand zu, und wenn es nur ich bin,... oder derjenige der mich beherbergt, so ist es doch gehört."
Jester[QUOTE][i]Original geschrieben von if=s:on:ic [/i]
[SIZE=1]...ich denke, dass das Virtuelle ein Zerrspiegel ist. Einer, der bisweilen, alles noch viel schimmer erscheinen lässt, als es tatsächlich ist. Manchmal hilft da eine gute Dosis ganz realer Sorgen, um den Alltag generell wieder etwas zu relativieren.[/SIZE][/QUOTE]

Und manch einmal lässt er wiederrum etwas, welches wahrlich schrecklich, wenn auch nur für einzelne, ist, viel zu lapidar wirken. Und man muss sich auch eingestehen das die hälfte der Brechungen der Wirklichkeit, welche doch gerne der virtuellen Übertragung zugeschrieben wird, von dem eigenen Ich ausgeht! Der einzelne selbst ist es auch, der die Wertigkeit von virtuellen Worten kategoriesiert. Natürlich tut er das auch mit real erlebten, doch hier spielt dann die leichte Verzerrung, vor allem auf emotionaler Ebene, ein welche die Distanz hervorbringt. Doch die stärke der Verzerrung bestimmt das innere Auge, vor allem aber auch wohl die Empathie.

Empathie,... schlimm genug das manche Menschen im schulischem Sinne nicht wissen was dieses Wort bedeutet, obwohl es gleichsam noch viel erschreckender ist das noch viel mehr Menschen überhaupt nicht wissen was dieses Gefühl bedeutet.

E ine
m aginal
p hasisch
a uftretene
t räumerei
h öchster
i maginärer
e xistenz
?
JesterE ine
m asochistische
p osition
a ufgrund
t treudoofer
h hilffsbereitschaft
i nkonsequent
e innehmen
?


Die Empathie ist doch ein so oft missverstandenes etwas, geradezu bedauerlich wenn man es doch recht bedingt, ein Mensch würde so missverstanden sicherlich in eine Sinnkriese gedrängt werden. Eine gewisse Empathie zu besitzen zwingt einen Menschen sicherlich nicht in einer gewissen Weise zu handeln, denn Empathie ist doch nichts anderes als eine besondere Art der Wahrnehmung, eine Art, welche tiefer greift als die physischen Arten der Wahrnehmung.
Sicherlich, es entbehrt sich nicht das man aufgrund dieser neuen Einblicke auch eine gewisse Änderung der Gesamtwahrnehmung erhält, und ein anderes Wahrnehmungsumfeld ändert auch in einer gewissen Weise das Verhalten, allerdings nicht in grundlegender Weise, wie fälschlicherweise schnell angenommen wird, sondern vielmehr nur auf die zusätzlichen Informationen angepasst.
Der Mensch ändert sich nicht dadurch das er empathisch wird, es verhält sich eher so als ob eine Strasse mit mehr Informationsschildern ausgestattet wird. Das FAhrverhalten direkt ändert sich nicht in seiner ureigenen Struktur, man wendet diese nur auf die neuen Informationen an. Dies endet natürlich am Ende in einer, von Außen betrachtet, Änderung im (Fahr-)Verhalten und nur all zu oft wird es auch einfach als Änderung als soclhe wahrgenommen.

Hier beginnt allerdings wieder einmal die ignorante, und meist recht unüberlegte, Art der Menschen. Man betrachtet nur das Endergebnis und schert sich nicht um die Gründe, man betrachtet nur das Blätterkleid und ist Blind dafür das der Stamm der selbe wie eh und jeh ist.

Die Problematik ist es also nicht empathisch zu sein, sondern wie man damit umzugehen pflegt. Und wo die Menschen doch so gut darin sind Dinge einfach zu übersehen, warum sollte ihnen nicht auch mit minimalen Aufwand auf der empathischen Ebene gelingen? Vielleicht weil sie, sobald sie nur einen Funken Empathie zulassen das Bewußtsein dafür entwickeln wie kalt diese Welt doch sein kann? Weil sie Bilder zu sehen beginnen welche in ihre kleine heile Welt nicht hineinpassen? Weil sie selbst realisieren was sie mit ihrer bisherigen art, so lapidar es ihnen auch immer erschienen ist, angerichtet haben könnten?
Wahrscheinlich von allem ein wenig, und das resultiert einzig und allein wieder daraus, das sie ihre eigenen Handlungen nicht verstehen, das sie mit sich selbst nicht wirklich eins sind. Nun gibt es, wenn man an diesen Punkt kommt in welchem man sich aufgrund der Empathie auch auf sich selbst besinnen muß, nur zwei Möglichkeiten. Man verliert sich in selbiger, oder aber man kann sich damit abfinden, es sich vielleicht sogar für sich selbst verstehen.

Gestern rief mich jemand an, sagte mir das meine letzen Postings aufgebracht klingen würde, ja vielleicht sogar richtiggehend wütend. Doch das ist nicht der Fall, es sind eigentlich nur reltativ nüchternde Betrachtungen der Themen. Es sind Dinge die mir auffallen, welche ich in ihrer Sache allerdings nachvollziehen kann wenn ich mich ein wenig am Herkunftsfaden entlanghabgele. Dies bedeutet sicherlich nicht das ich es gutheißen oder auch nur im geringsten als richtig erachten würde, doch es ergibt im Kontext einen Sinn warum es so ist. Was mir dann bleibt ist mein Leben nicht so zu leben, dadurch im kleinen auf die Situation einzuwirken. Ich bin kein Mensch der dann panisch wird, oder der mit aggressiven Worten die Welt bekehren will, immerhin kenne ich die Reaktionen die dies eigentlich nur hervorbringen kann, und alle Möglichkeiten sind mitnichten Optionen welche ich in Erwägung ziehen würde.

Empathie ist Interpretation sagst du und das stimmt natürlich, denn wissen von anderen Personen können wir nicht haben, nur Ahnungen, welche mal näher und mal weniger nah an der Wirklichkeit liegen. Genau das ist auch der Grund warum man sich nicht von der Empathie übermannen lassen sollte, sondern sie vielmehr einfach als zusätzliches Sinnesorgan sehen sollte. Dies beeinhaltet das man genauso der Tatsache zugänglich sien muss, das man Täuschungen unterliegen kann, genuso wie unser Auge oder unser Ohr uns bisweilen zu täuschen vermag. Es sind Informationen die dich nicht steuern dürfen, sondern welche vielmehr nur einen weiteren Teil darstellen welcher dir aufzeigt in welchem Rahmen du dich doch bewegst.

Es sind nur Strassenschilder, kein Autopilot welcher dich nur auf festen Wegen fahren lässt. Du hast immer noch die Wahl anders abzubiegen, den verträumten Waldweg zu fahrne, vielleicht um später anzukommen, aber dennoch mit weniger Belastung für dich und alles um dich herrum. Du kannst verharren,... wirst nicht mitgerissen.
Wenn man sich dessen wirklich bewußt ist, dann verliert die Empathie jene negativen Aspekte, welche doch wieder nicht ihre eigenen sind, sondern Aspekte unserer selbst. Auch die Empathie ist nur ein Werkzeug, ungefährlich bis wir sie falsch handhaben!

Auch dir einen schönen Tag Mischa,
und geh auch du lieber die Seitenwege, dort kann man sowiso viel mehr schönes erblicken ;)
JesterResigniert? Nein, noch nicht einmal das, resignieren würde heissen das ich den Glauben in die Menschen verloren hätte, das ich die Menscheit als partout degenrativ halte. Das ist nicht der Fall, ganz im Gegenteil zeigen sich mir sogar oft genug die Gegenbeweise, und umso länger ich selbst mich durch diese Welt schlängele, umso mehr dieser Ausnahmen finde ich unterwegs auch. Irgendwann bezeichnet man es dann auch nicht mehr als Ausnahmen, sondern schon als Minderheit, und langsam werden die Größenzuweisungen Schritt für Schritt größer.

Desweiteren denke ich in dieser Hinsicht auch nicht in ganzen Menschen, dafür ist der Mensch in sich zu facettenreich, auch wenn man vielleicht für diese Erkenntnis, in ihrer Gesamtheit, unter Umständen lange brauchen mag, so ist es später doch eine sehr wichtige.

Wenn ich manch einmal wütend, resigniert oder sonstwie negative eingestellt erscheine, so kann ich versichern das dies nicht der Fall ist. Mir geht es besser als je zuvor, ich bin glücklich und im reinen mit mir und meiner Umwelt, sei es nun eine Phase oder etwas noch lange beständiges... darüber denke ich auch gar nicht da, wozu auch. Ich bin zeitweise Enttäuscht von Menschen, mancheinmal sogar von der Menschheit an sich, genau wie ich manch einmal enttäuscht von mir selbst bin. Aber auch das sind nur temporäre Gefühle, wie ein jedes andere doch auch. Die Summe aus alledem ist positiv, zumindest für mich und meine Dinge an sich, für das was mich umgibt und zu dem meistem anderen habe ich einen solchen Abstaband, dass ich ohne Probleme weitschweifend davon denken kann, was einem direkt involviertem nicht ersichtlich sein kann sehe ich somit, kann es anders betrachten. Was dann schnell als kalt oder berechnent gilt ist für mich nicht viel mehr als ein Verstehen der Umstände, kein Gutheißen unbedingt, aber ein Verstehen.

Und es gibt noch sehr viel da draußen was verstanden werden will, und genau aus diesem Grunde wandle auch ich auf diesen Feldwegen, ja, wandere manch einal sogar durchs Dickkicht. Und wenn ich mich dort einmal vertreten sollte, so sehe ich selbst das nur als eine weitere Erfahrung.

Ja, ich würde auch behaupten das alles Gut ist,... so gut wie es nur sein muss!
JesterMenschen ergeben sich in illusionären, ja manch einmal auch paranoid angehauchte, Wahnvorstellungen. Sie glauben an jeder Ecke etwas zu sehen, haben allerdings die Augen geschlossen,... und wenn ich von geschlossenen Augen reden dann meine ich alle zur Verfügung stehenden, nicht nur die physischen. Die Augen der Vernunft, die Augen der Logik, die Augen der Wahrscheinlichkeiten,.... naja, halt alle Auge welche man so besitzt, ob man sie selbst so nennen mag oder nicht.

Menschen leben auch in einem ständigen Komkurrenzkampf zu jenen anderen Menschen welche sie sich als Konkurrenten vorstellen. Meistens sind dies aber auch wieder nur Wahnvorstellungen, zumeist bestünde kein Grund das man eine Komkurrenzsituation sehen müsste, ja manchmal entstehen diese erst durch die Gedankenkonstrukte aller beteiligten, welche sogar durchaus sich gegenseitig stützen und irgendwann zu einem Bauwerk werden.
Man gebiert in seinem Kopf Waisenkinder, eins nach dem anderen,... sie haben keine wirklichen Väter und Mütter, oder meist nur eines von beiden,... man fragt sich also wie sie gezeugt haben werden können? Von einer unbefleckten Empfängins im romatsichen Sinne des Christentums wage ich in diesem Kontext nicht zu sprechen, vielmehr ist es von der Intention (welche selbst sicherlich nicht wirklich existiert) her fast gegenteilg.

Ich bin sauer momentan, ja, so würde ich es ausdrücken,... sauer und gleichzeitig enttäuscht.... Von einer Sache welche sich verknäult und welche mir so sehr die Kurzsichtigkeiten von Menschen und vor allem auch die zerstörerische Kraft von Worten aufzeigt. Oft sage ich das es mich nicht wirklich berührt, oder das ich es mit genügend Abstad betrachten könne, was auch in den meisten Fällen stimmt. Allerdings betrifft es diesmal etwas das mir sehr wichtig ist,... um ehrlich zu sein macht mir der ganze Trubel sogar erst wirklich bewußt wie wichtig mir diese Sache ist. Nun droht sich vielleicht etwas zu zersetzen, von mehreren Seiten von welcher sich wahrscheinlich nicht eine wirklich bewußt ist wie sie mit das Fundament zertrümmert,... und doch stehen sie eigentlich in großer Zahl im Kreis und lassen die Hämmer niedersausen.
Es erfüllt mich mit Wut weil es sich für mich anfühlt als ob eine Gruppe mein eigen Kind treten würde während dieses auf dem Boden liegt, zusammengekrümmt und wehrlos. Gleichzeitig shcaut nicht einer hin was er da tut, ist sich wahrscheinlich sogar sicher etwas gutes für dieses Kind zu tun, aber dennoch, selbst Dinge die weit weg von der eigentlichen Sache scheinen lösen das Fundament mit auf.
Ich sagte als ob es mein Kind wäre, dabei ist es das nicht, noch nicht mal im entferntesten,.. ein Patenonkel, viel mehr könnte man mir nicht zugestehen,... so wie einem jedem anderen auch der mit der Sache zu tun hat,.. Aber worüber zerbreche ich mir eigentlich den Kopf,... ändern kann ich es nicht. Jedes Wort meinerseits das laut gesprochen würde nur dazu führen das noch abwesender nach dem Kinde getreten wird. Mir bleibt nichts anderes als dazusitzen und zu schauen ob alle Beteiligten doch noch zur Ruhe kommen, oder das sie in ihrer Gedankenversunkenheit vielleicht doch irgendwann sich wieder etwas anderes suchen,... einen anderen Ring in welchem weiter gerauft wird!

Armes Kind,...
JesterMenschen lügen, Menschen betrügen und versuchen an jeglicher Stelle zu steuern. Manche tun es aus einer Überlegung heraus, andere tun es unbewusst, irrelevant bleibt es für die Konsequenzen, denn was interessiert das kausale Verhältnis Absicht oder Zufall?

Manche Menschen sind einfach nicht komplett zurechnungsfähig in manchen Belangen, nein, sie leben einfach dahin und denken dass sie es in einem gewissen Maße nach bestem Wissen und Gewissen tun. Einzig die kleinen Ausnahmen welche doch ein Jeder mal eingeht um es sich etwas "gemütlicher" zu machen bilden die Ausnahme. Ein weltverbesserischer Psychologe würde eine solche Person vielleicht als krank bezeichnen, zumindest krank wenn er auf den gängigen medizinischne Bahnen denkt und nicht zu den revolutionären gehört, welche sich abgewöhnt haben in solchen Termen zu reden?

Doch das alles ist irrelevant! Was mehr Relevanz besitzt ist die Tatsache, dass es solche Menschen überhaupt gibt, sogar in einer Konzentration welche man nicht als reine Minimalanomalie ansehen könnte. Vielmehr treten sie immer mal wieder auf, in der Form des absichtlichen Handelns, wie auch in der Form des Menschen welcher die Welle nur "zufällig" schlägt. Manche erzeugen von sich aus diese diffusen Wellen, die anderen, jene welche sie konstruieren, gehen einen ungleich längeren Weg für ihr Ziel. Manchmal gerade zu belustigend das jene welche durch Zufall jene Störungen oder Lenkungen produzieren so viel "einfacher" an ihr Ziel kommen, sozusagen den geraden Weg wählen welchem dem "Konstrukteur" verborgen bleibt.

Das Umfeld um diese Menschen ändert sich, manchmal nur leicht merklich, manchmal auch recht brachial. Es gibt viele Formen in denen sich diese, ausser für den "Erzeuger", recht destruktive Dynamik entwicklelt, doch alle fallen sie in ihrer Wirkweise auf das schwerste Element zurück. Das Element, welches den Raum um sich krümmt, so das alles sich in einem Trichter befindent gleicht und zu dessen Ursprung herabrollt. Dort beginnt sich nun also Masse zu sammeln, im Falle des Beispiels wird meist versucht Menschenmasse anzusammeln oder aber Einfluß/Aufmerksamkeit. Letzendlich ist es aber egal was dort ankommt, da es alles nur einem dient,... auch wenn es durchaus für das Umfeld von Interesse sein kann, besonders wenn man selbst zu der "Masse" gehört. Dies alles dient dazu das eigene Ich zu mehren und vergrössern, es gilt das Ego in jeglicher Form aufzuplustern, es zu mästen wie ein Schlachtschwein. Ironischerweise wird das Ego dies auch mit der Weile häufig,... nicht anderes als ein Mastschwein welches aufgrund der unsachgemäßen Fütterungen körperliche und psychische Probleme bekommt. Diese werden allerdings aufgrund verzerrter Wirklichkeitwahrnehmung, verkrümmt mit dem Brennpunkt auf sich selbst, nicht wahrgenommen.

Hier ist sich der Konstrukteur aber wenigstend noch in der Lage sein Umfeld trotz der Brennweite noch realistisch wahrzunehmen, er hat sich selbst soweit geschliffen, besonders auch euf der empathischen Ebene, dass er die Verwüstung um sich herum betrachten kann ohne das es ihn stört. immerhin war es von vornherein sein Plan die "Rohmasse" um sich herum für seinen eigenen Tempel zu nutzen. Der Akzident allerdings hat sich keine Brille der Klarheit angefertigt, wie auch da er doch nie mit der Situation geplant hat? Er sieht um sich herum nur noch verschwommen, ja nimmt mitlerweile teilweise nur noch den Glanz, welchen er sich selbst gegeben ha,t auch im Augenwinkel wahr. Ja, der akzident glaubt zu Zeiten sogar das die Trümmer um ihn herum auch glänzend sein, überstrahlt von der eigenen Illusion seiner selbst.

Desweiteren ist das Konstrukt des Konstrukteurs auch stabiler, er hat Vorsichtsmaßnahmen errichtet und sich abgesichert. Das Konstrukt des Akzidenten allerdings steckt voller Ödungsbrüche und nur die Tatsache das er die "Rohmasse" in einem gewißem Maße zu kontrollieren weiß hält das Konstrukt zusammen. Diese Masse ist aber noch nicht ausgehärtet wie die des Konstrukteurs, also weiterhin formbar.

Wenn das Konstrukt, der einen oder anderen Seite, nun zerstört werden sollte so wird dass des Konstrukteurs, welches starr errichtet wurde, zerbersten und viel in Mitleidenschaft ziehen während das Konstrukt des Akzidenten in sich zusammensackt und weniger unter sich begräbt. Die Verluste unterscheiden sich also, doch sind sie in beiden Fällen nicht zu unterschätzen.



Ja, es gibt Menschen die wie schwarze Löcher agieren, welche in sich eine Entropie aufbauen welche sie als Konstruktionismus tarnen. Und es wundert mich immer wieder wie oft man sie doch beobachten kann!


Der Herr Narr,... beobachtend in dieser Welt
JesterDieses eine Wochenende ist wieder einmal vorbei, wieder einmal viel zu schnell vorbei!

Es ist immer merkwürdig wie man sich nach einem solchen Wochenende fühlt, es dauert immer einen Moment bis es einen einholt, aber dann ist es da. Gestern auf der Abreise hatte einfach die Müdigkeit die Oberhand gewonnen gehabt, da war die Abschiedstrauer irgendwie machtlos. Und auch wenn die körperliche Müdigkeit noch nicht gewichen ist, ja sich sogar in mancher Form sehr stark zeigt, so ist die geistige doch soweit gewichen das man beginnt zu realisieren.

Heute morgen stand ich an einer Bushaltestelle und habe mir meine neu erworbende Cd zu gemüte geführt als der Track wechselte,... der nächste war "The End of Days", ein Song welcher nunmehr wahrscheinlich ähnlich starke emotionale Werte erlangen wird wie auch die "Schneekugel". Es ist der Song welcher in gewisser weise für mich die musikalische Flagge dieses Treffens geworden ist, ein kraftvoller Song welcher sich festsetzt, in diesem Falle sogar zusammen mit den Bildern des Wochenendes. So stand ich an der Bushaltestelle und eien Gänsehaut breitete sich aus während der Song gleichzeitig das Tor zu dem vergangenem Wochenende öffnete und mein Geist begann dieses zum ersten mal in Ruhe zu überblicken. Es ist jedes Jahr ein solcher Moment in dem ich wirklich den Tränen nahe bin. Nicht aus übertriebender Trauer, das ist es gar nicht, denn ich weiß das ich die meisten wiedersehen werde, und viele auch nicht erst in einem Jahr,... es ist vielmehr das so viel emotionales in einem solchem Moment den Dom der Anstrengung durchbricht und auf einen Schlag über mir zusammenbricht wie ein Platzregen. Es sind so viele Emotionen, die meisten sehr freudig, gepart mit dem Abschiedsschmerz.

Dieses Treffen ist mir so unendlich wichtig geworden, wie so viele der Menschen auch als einzelne welche ich dort immer treffen darf. Manche davon kann ich sogar zumeist nur an diesem einen Wochenende sehen, wodurch mir die gemeinesamen Momente, mögen sie auch noch so kurz sein, so unendlich wertvoll machen.
Ich bin so dankbar für diese Menschen, so dankbar für die Tage mit ihnen...
JesterEs hielt mich schon immer gefangen den Menschen bei ihrem täglichem Reigen zuzuschauen, es hat man einmal etwas geradezu meditatives, und in anderer Momenten, da gibt es einem Futter für Gedankengänge, welche man sich selber hätte nie in der Form ersinnen können.
Die Menschen sind mannigfaltig, doch ihre Arten und scheinbaren Beweggründe sind noch weitaus zahlreicher. Zumeist ist ja noch nicht einmal der Einzelne in der Lage seine eigenen Antriebe zu verstehen, da erklärt es sich ja fast von selbst dass die Betrachtung selbiger durch einem Außenstehenden noch viel faszinierender Aufgenommen werden müssen ,wo ihm doch zusätzlich noch das Fundament unbekannt ist.

Man taucht ein in eine Fremde Welt, wobei diese doch gar nicht selten so fremd einem gar nicht ist. Immerhin sind die Welten welche man aufsucht manch einmal von einer Person geschaffen sind, welche man als solche kennt. Doch was bedeutet kennen frage ich euch, ist es doch ein schwaches Wort der Menschen, welches selbst nur ein Konstrukt der Sprache ist, welche wiederum selbst erst einmal verstanden werden will. Versteht man also das Wort „verstehen“ an sich nicht, so hat die Misere doch schon begonnen, denn wie kann man dann etwas anderes überhaupt noch richtig verstehen, wenn man sich noch nicht einmal sicher sein kann was verstehen an sich bedeutet? Wie kann man also jemanden kennen, ohne zu verstehen was kennen bedeutet?
Und warum sollte man eigentlich verstehen wollen? Aus der Wissbegierigkeit heraus, dem Verlangen Wissen zu erlangen? Will man nicht viel zu viel verstehen, verläuft man sich dabei nicht in den falschen Ecken seiner Gedankengänge?
Man einmal glaube ich einfach, dass der Mensch an sich einfach zu viele Worte erfunden hat, dass die gesamte Menschheit seinem Mund und seinen Ohren zu viel Gewichtung schenkt und dabei seine Seele und sein Geist vergisst.

Wissen bedeutet Macht, also will man das Wissen über die Gedanken und Handlungen eines anderen. Ja, das mag ein Beweggrund sein, wenn auch ein sehr armseliger, wenn man doch bedenkt das es doch um etwas ganz anderes gehen sollte, zumindest wenn man jemanden betrachtet den man zu kennen meint.

Was mich am meisten fasziniert ist, dass die meisten Menschen der Meinung sind das sie jemanden kennen lernen in dem sie ihm möglichst viele Fragen stellen, woraufhin sie dann Antworten bekommen, oder manchmal auch nicht. Doch was bringt das frage ich euch! Es bringt euch wieder nur Worte, und Worte führen nicht zu Verständnis, sondern nur zu einem oberflächigem Wissen. Doch was hat Wissen mit Kennen zu tun? Herzlich wenig denke ich.
Also wähle ich einen anderen Weg, einen langwierigeren, aber einen der zu dem führt, was ich als kennen verstehe, und dieser Weg erfordert keine Fragen. Und selbst wenn auf ihm welche vorkommen, so sind die Antworten doch nebensächlich.
Ich schreite einfach neben der Person her, gehe ihren Weg mit ihr, beobachte sie dabei und lasse mich gleichzeitig von ihr beobachten. Ich lasse mich vor die gleichen Probleme stellen, auch wenn sie mich nur halb so sehr kümmern wie sie, und doch lerne ich dadurch viel mehr, als wenn ich eine Frage gestellt hätte. Ich sehe vor allen Dingen die Wahrheit, und nicht Worte welche selbige abbilden, dass heißt wenn diese überhaupt das getan hätten. Ich sehe mit meinen eigenen Augen, und allen anderen Sinnen dazu das Wesen dieser Person in seiner Ganzheit, in Zusammenhängen. Und ich muss mich nicht auf lose Worte verlassen, welche außer sich selbst keinen Bezug zu der Person haben. Ja, ich greife nicht Worte auf, welche durch eine andere Wahrnehmung als die meine geformt sind, und welche somit für mich gar nicht in ihrer Gänze verständlich sein können.

Sagt mir ihr lieben Menschen, wann habt ihr das letzte mal versucht einen Menschen wirklich kennen zu lernen, und nicht nur Informationen über ihn zusammenzutragen. Es ist eine Entfremdung einer Spezies unter sich, welche immer mehr fortschreitet, oder auch immer schon da war,... wer mag das schon zu sagen. Doch ist es eine Art, welche ich nicht zu verstehen mag, genauso wie ich nicht zu verstehen vermag wie diese Menschen dann gleichzeitig von einem gegenseitigem „Kennen“ sprechen können.

Doch das zeigt wiederum auch nur, dass ich diese Menschen, welche sich nur auf diese Informationen verlassen nicht wirklich kenne, sie damit auch nicht verstehen kann, wie die meisten von ihnen auch sicherlich mich nicht verstehen könnten. Doch welche Relevanz besitzt das auch? Keine sage ich euch, denn kommt die Relevanz erst mit der Nähe, welche sicherlich nicht räumlich aufzufassen wäre.

Doch es ist immer wieder erstaunlich was man zu sehen in der Lage ist, wenn man die weltlichen Augen schließt und einfach ein wenig neben jemandem einher zu gehen. Was man wahrzunehmen in der Lage ist, wenn man sich nicht auf das stützt, was man als Fakten bezeichnet. Denn es gibt Dinge, welche dich die Rationalität zwar beschreiben kann, welche man durch sie aber nie kennen lernen wird.

Doch sind auch das nur meine Worte, nur die Worte eines Narrens. Und wer denkt schon das die Worte eines Narrens Sinn ergeben könnten, immerhin hat man ja oft genug die Antwort auf die Frage der Glaubwürdigkeit eines Narren bekommen, dass man meint seine Natur zu kennen.


Der Herr Narr
NnordyLieber Herr Narr,

nun hast Du es einmal mehr geschafft, mich zum Lächeln zu bringen - ja, auch dies liegt in der Natur des Narren, doch als durchaus positiver Aspekt. Lächeln, weil die Worte etwas in einem berühren, einem eine Wahrheit aufzeigen, die man selbst gar nicht realisiert hatte - Narren sind oft sehr sehr hellsichtig.

Die Frage des Verstehens ist in der Tat äußerst komplex und mitunter auch kompliziert. Ich für meinen Teil bin ebenfalls der Überzeugung, daß man aus reinen Informationswerten nicht wirklich zu einem 'Kennen' eines Menschen gelangen kann. 'Fakten, Fakten, Fakten' - sind nur Ergebnisse. Viel wichtiger und interessanter sind doch aber die Beweggründe dahinter, die Inspiration, die Träume und Wünsche, die Verhaltens- und Denkmuster... und so viele andere Dinge mehr, die uns zu dem machen, was wir sind. Ich glaube, das 'Kennenlernen' eines Menschen passiert auf einer viel intuitiveren und emotionaleren Ebene - manche sprechen hier auch mitunter von 'Empathie', was allerdings wohl nur ein kleiner Teil davon ist, da er die Fähigkeit beschreibt, sich überhaupt auf jemanden einlassen, in ihn einfühlen zu können. Und weiterhin denke ich, daß, um jemanden wahrhaft 'kennenlernen' zu können, in seinem Wesen, dazu auch eine Beidseitigkeit gehört - also auch die Bereitschaft, kennengelernt zu werden, Masken fallenzulassen, oder, bei einem zaghaften Anklopfen, auch die Tür zu öffnen - und sei es nur ein Stückweit.

Deshalb plagen mich so häufig Selbstzweifel - und deshalb frage ich mich häufig, ob ich Menschen, denen ich mich emotional verbunden fühle, überhaupt wahrhaft kenne - oft deshalb, weil mir die faktische Ebene fehlt. Dabei kommt es darauf so wenig an. Nähe zulassen - nur so kann ein 'Kennenlernen' stattfinden...

In diesem Sinne glaube ich, daß Du mich bereits ein wenig kennengelernt hast. Und ich würde mich freuen, wenn das auf Gegenseitigkeit beruhen würde - ich erinnere mich an unser kurzes Treffen in Hamburg im letzten Jahr, das ich, obgleich es nur wenige Minuten dauerte, als sehr vertraut und angenehm empfunden habe. Dennoch: "Ich kenne nicht die Hälfte von Euch halb so gut, wie sie es verdient hätte" - um es mit Bilbo zu sagen. Die Wahrheit tut manchmal weh.

"Wir sehen nun durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin." (1 Kor. 13, 12f.) Worte sind nur die Tür - hineingehen muß jeder für sich. Ich wünsche Dir für die Zukunft noch viele Türen und viele Schwellen...
JesterJa, diese Kathedralen kenn ich meine liebe, manch einmal darf ich auch in ihnen verweilen, wofür ich ihren Erbauern sehr zu dank verpflichtet bin. Es sind mystische Plätze, welche ihre Ruhe nicht aus der Abstinenz von tönen gewinnen, nein, das wäre falsch gedacht, denn genug töne gibt es an diesen Orten. Sie erzeugen eine Ruhe ganz Tief in dir,... obwohl selbst das Wort erzeugen in diesem Sinne absolut unangebracht ist, den nerzeugen tun sie gar nichts, eher wecken. Sie holen etwas in dir hervor, was du selbst unter verschluß gehalten hast.

Es ist als ob dir ein Schlüssel abhanden gekommen wäre, und ich weiß das eine Person die hier anwesend ist ganz genau weiß wovon die Rede ist, hat sie doch selbst gesagt das ihr ein eben solcher verlustig gegangen wäre. Und eben diesen verlorenen Schlüssel hilft dir dieser Dom der Seelenruhe wiederzufinden, und das ohne dich auf eine Reise zu schicken, ohne das du jeden Stein in deiner Umgebung umdreghen müsstest. Vielmehr wird dein Blick nur umgelenkt, er richtet sich nicht mehr nach Außen, sondern nach Innen. Man lernt durch diese Pracht sich selbst zu betrachten, und das ist die Kunst wahrer Schönheit. Während man erwartet das der Betrachter nur noch Augen für das Kunstwerk hat, schafft dieses es den Blick zurückzukehren und dem Betrachter darin einen Teil seiner selbst zu offenbaren. Und mehr braucht es auch nicht, als diesen flüchtigen Blick, denn dieser ist es der einen schon dazu bewegt selbst noch ein wenig weiter zu blicken.
Dadurch das die Erbauer dieser Kathedrahlen sich selbst öffnen, geben sie einem selbst die Möglichkeit das selbe zu tun. Während sie einem erlauben sie kennezulernen, lernt man sich auch selbst kennen, da man unweigerlich auch bereit ist sich solchen Menschen gegenüber auch selbst ein Stück weit zu öffnen. Ja, und mannch einmal öffnet man dabei eine Tür, welche man selbst einfach übersehen hat, und so mag es sein das man selbst auch an der Kathedrahle des anderen mitbaut. Mit der kraft und der Freude die man dieser Person schenkt.

Denn kein Mensch kann alleine eine ganze Kathedrahle errichten, aber mit der hilfe von anderen, kann wundersmes geschaffen werden. Und genau das sollte der Erbauer auch immer wissen, obwohl er die meiste Zeit ja noch nicht einmal wahrnimmt in was für einer Pracht er sitzt, da es für ihn das normalste der Welt ist. Und während andere in ihren kleinen Hütten keinen Gast dulden, aus den mannigfaltigsten Gründen, ist er es, der das Tor für einen jeden geöffnet hält.

Ich bin froh nicht nur eine dieser Kathedrahlen zu kennen,...
JesterDas Leben ist so einfach, oder es meint es einfach nur gut mit mir, obwohl ich mich nicht entsinnen könnte irgend etwas getan zu haben, was einer solchen Belohnung wert wäre. Doch was soll man auch darüber nachdenken, es würde die Süsse der Sache an sich nur trüben, da man doch unentwegt in seinen Gedanken zu viele Konstrukte aufbaut welche am Ende doch nicht mehr sind als eben dies.

Das Leben meint es gut mit mir, was es auch umso einfacher macht einfach nur glücklich zu sein. Man findet seine eigene Mitte nunmal auch einfacher wenn man auf einem soliden Grund steht, und nicht unentwegt hin und her geschleudert wird. Ja, manchmal glaube ich das ich auf dem Grund welcher zu meinen Füßen liegt ohne weiteres ein Heim aus Reispapier erbauen könnte, ohne auch nur einen Moment Angst haben zu müssen, das eine der Seidendünnen Wände reissen könnte.

Dankbarkeit ist ein ehrhebenes Gefühl, da man seinen Ursprung doch so einfach zurückverfolgen kann, und weil es einem nicht unbedingt nach einem weiteren Warum zu dürsten, wie es doch oft bei anderen, gerade negativen, Gefühlen der Fall ist. Dankbarkeit befreit den Geist ein Stück weit und lässt einem somit mehr Gedankenraum für die Sinnenswahrnehmung. Wenn man dankbar ist, so nimmt man auch seine Umwelt wieder anders war, und so sehe ich in dem grauen Himmel, dem kalt beissendem Wind und der scheinbaren Trostlosigkeit die damit einhergeht nur die wundervollen Boten des Herbst. Und wie ich mich auf die jetzige Herbstzeit freue, welche so deutlich die Grenze zwischen Behaglichkeit und Naturgewalt darstellt, und welche mir auf eine schöne Weise den Stand von uns Menschen darstellt,... Wir, die wir zu fragil geworden sind um das dort draussen unbeschadet zu bestehen. Und doch haben wir es geschaft diese Jahreszeit zu einem Inbegriff der Gemütlichkeit zu machen, indem wir uns in einer Decke in unseren Behausungen einwickeln, einen Tee in der Hand und Kerzen am brennen.
Und wiederrum werde ich dann dankbar das ich diese Errungenschaft auch nutzen kann, was nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit darstellt. Und ich gräme mich nicht, denke nicht darüber nach ob es falsch ist das es mir so gut geht, und anderen nicht. Nicht das ich es ignorieren würde, so eine Ignoranz bin ich mir gar nicht in der Lage zu leisten, allerdings gehöre ich nicht in den Menschen welche sich mit Schuldgefühlen füllen, denn diese gilt es nicht zu haben,.... nicht für Menschen wie mich.

Meine Gedanken weilen des öfteren in den Sphären welche diese unschönen Warheiten beheimaten, solch ein Realismus ist mir schon seit jeher eigen. Ich sehe auch jetzt schon wieder, wenn ich teilweise ein wenig fröstel die Menschen, welche tagtäglich auf der Strasse verweilen, und tausende von Gedanken schiessen mir durch den Kopf. Es sidn positive und negative Gedanken, deren Aufzählung hier wahrscheinlich unmöglich wäre, denn gehöre ich nicht zu den Menschen, welche einen Gedankengang nicht zu ende führen, und die meisten Themen verzweigen sich leider zu oft. Man verliert sich nur, und doch kommt man nicht dazu jenes zu sagen, was einem eigentlich das wichtige ist.

Aber ich schweife auch jetzt schon wieder ab, da ich eigentlich nur von meiner Dankbarkeit berichten wollte, von diesem innig warmen Gefühl, dass mich als glücklichen Menschen auszeichnet.

Seit dankbar meine Freunde, auch für all die kleinen Dinge. Relativitert sie nicht mit anderen Dingen, sondern seit einfach nur Dankbar und ihr werdet sehen, auch ihr seit manchmal glücklicher als ihr euch eigentlich eingestehen wollt.
JesterHier sitze ich, hoch droben über den Ebenen welche dieses dunkle Land darstellen, auf welchem sich, mit der Zeit die seinen Bewohnern blieb, vieles errichtete. Kleine Dörfer, genauso wie einzelne Hütten von Einsiedlern, welche man nur noch selten zu Gesicht bekommt. Kathedrahlen wurden errichtet und Wälder gepglanzt, Mauern errichtet und fruchtbare Gärten angelegt, Bündnisse geschlossen und Kriege geschlagen.

Immer wieder wundere ich mich über dieses Land und seine Bewohner, mal im poitiven, mal im negativen. Eigentlich mehr im negativen wenn ich ehrlich bin, was allerdings nicht an dem Land an sich liegt, auch nicht an seinen speziellen Bewohnern. Es liegt an der Sache an sich, hier ist es genauso wie überall anders auch, ja im Großen und Ganzen ist es hier sogar besse beschieden, als in so manch anderem Reich.
Lange Schatten überall, und gerade in diesen Tagen scheint es, als sei es so, als ob aus den Löchern dieses Landes jene gekrochen kommen, die kurz vor den Feierlichkeiten der Geburt Jesu noch einmal in Erscheinung treten wollen, ihr Mittel dabei sehr willkürlich wählend.
Liegt es an der Zeit? Oder ist es doch nur ein Zufall,... und ist letzen Endes diese Frage überhaupt in irgend einer Weise von Belang. Immerhin wissen wir doch zur genüge, das sich auch diese kleine Woge wieder von alleine glätten wird, ohne das die Wächter dieses Landes wirklich stark eingreifen müssten. Das Land ist zum großen Teil selbstregulierend, erwährt sich sozusagen gegen sich selbst,... denn immerhin ist es ja streng genommen auch ein Teil seiner selbst der diese geringfügigen Störprozesse darstellt.

Es gab einige die kürzlich den Glauben an diese Lande verloren hatten,... ja es gibt sie eigentlich immer, aber kürlich waren es einige, die doch bestandvoll waren. Und doch, hatte sich eigentlich irgend was verändert gehabt? Nein, hatte es nicht, es war nur ein wenig näher an sie herangerückt, präsentierte sich dadurch leichter fassbar. Erst wenn man selbst mit irgend was in Berührung kommt, wenn man direkt konfrontiert wird, beginnt man es wirklich zu betrachten. Es erhält dadurch eine andere Wertigkeit.
Worte wurden gesprochen, welche zum Teil wahr, zum anderen Teil irrsinnig waren. Verblendete Ansichten und schon staub ansetzende Wahrheiten. Aber was bedeutet es letzendlich. Suchen die kleinen Fackelträger dort unten wirklich nach einer besseren Zukunft für ihr kleines Reich, oder hoffen sie einfach nur das eine kleine Blase um sie herum zumindest für sie diese Illusion aufrecht erhält,... so wie es Millionen von Menschen tagtäglich tun?

Ich denke letzeres ist der Fall, und das nicht einmal aus böser Absicht, sondern einfach aus der "normalen" kurzsichtigkeit der Menschen heraus. Manche sind weiter von diesem geblendeten Dasein entfernt als andere, und doch, es ist gar nicht möglich komplett daraus auszubrechen. Es ist den Menschen nicht gegeben diese Weitsicht zu besitzen, denn sie würden darin vergehen. Das blendende Licht ist nicht anders, als das Sonnenlicht für die Pflanzen. Ist zu wenig vorhanden, gehen sie ein, doch wird es zu viel, dann verbrennen sie oder dörren aus.

Die Sonne über diesem Land ist zu jeder Zeit in eine Finsternis gehüllt, nur eine Korona am ewig schwarzen Himmel. Es sollte ein Symbol für dieses Land sein, auf das die meisten seiner Bewohner wenig verblendet sein mögen. Das sie kkalr sehen, da die Sonne nicht beständig ihren Blick unwirklich machen würde.
Und ja, ich habe viele hier getroffen, denen dies beschieden zu sein scheint, die auch Dankbarkeit empfinden für diese Klarsicht. Und es erfüllt mich mit aufrichtiger Freude.

Nein, dieser Ort ist kein guter, wenn man das Wort hart definieren will. Aber dieser Ort ist auf einem guten Weg, und sein Großteil liegt über dem Durchschnitt!

Auf das es so bleibt!
JesterEs begibt sich, das Narren Bücher lesen, und gerade dieser eine Narr ist dem Lesen doch sehr angetan. Es sind viele Bücher, welche in letzer Zeit durch die Hände des Narren gegangen sind, manche einfach nur unterhaltsam, andere substantieller in ihrem Inhalt,.... doch dieses Buch war in gewisser Weise anders.

Diese Stelle innerhalb deses Buches war es schon, welche ihn lächeln liess, aufgrund ihrer heiteren und unschuldigen Art. Ein Mädchen betrachtet die Landschaft auf welcher sie steht, grüne Weiden die von Schafen bevökert werden, während am Himmel Wolken entlangziehen, welche den Trubel auf Erden reflektieren, allerdings nur auf einem blauen Grund. Weiss auf grün, gegen weiss auf blau. Das Mädchen betrachtet die Szenerie und die Art und Weise wie das Sonennlicht alles einfach heil und idyllisch wirken lässt. Und dann denkt dieses Mädchen wie wundervoll das Mittagslicht doch ist. Und im gleichem Moment sinniert dieses Mädchen, welches das gesamte Wörterbuch gelesen hatte, da sie als Schäferin nur wenig zu lesen in die Hände bekam, dass es dieses Wort eigentlich gar nicht gäbe. Doch im gleichen Moment ist sie sich ganz sicher, auch wenn da Wort ja irgendwie "falsch" war, es doch viel wirklicher war als so manch andere Wörter, da es einfach alles ausdrückte, was es über dieses Licht zu sagen gäbe. Sie sagte sich das dieses Wort "gut" sei, einfach aus dem Grunde heraus, da es ein in ihr geborenes Wort war, ein Wort das aus sich selbst heraus entstannt und nicht weil man es krampfhaft gesucht hätte. Ja, in diesem Moment beschloss das Mädchen, dass dieses Wort gar nicht falsch sein kann!

Diese Stelle des Buches zeigte dem Narren einfach eine Liebe zur Sprache welche sich nicht um vorgegebene Grenzen schert. Es ist eine aufrichtige und unschldige Liebe die dargestellt wird, welche Grenzen brechen kann, ohne dadurch unangemessen zu erscheinen, vielmehr erscheint sich als natürlich und unausweichlich.

Der Narr las das Buch zu ende, die ganze wundervolle Geschichte, welche ein Märchen darstellte, welches tief griff, und doch einfach wundervolle Bilder zeichnete, welche für sich schon eine Berechtigung hätten,... und gleichsam steckten in den wunderschönen und fantasievollen umschreibungen kantige und scharfe Wahrheiten, welche durch ihren Mantel aber jegliche Gefahr verloren. Und das Buch endete, udn es war schön, doch als der Narr weiterblätterte entdeckte er ein Nachwort, nur zwei kleine Seiten des Authors, welcher noch einige Worte für den Leser daliess.
Ein einzelner Satz in diesem Nachwort war es, der letze Satz des Buches sozusagen, welcher den Narren sehr tief berührte, da er undendich viel Liebe für eine Sache mit so wenigen Worten ausdrückte, indem er noch einmal auf diese "Nebensächlichkeit" im Buch einging. Und diese Worte waren es, die Tränen in die Augen des Narren schiessen liessen, Tränen welche er vergoss, da ihn diese Liebe rührte, ihn glücklich machte.

Die Worte waren:
"Das Wort "Mittagslicht" gibt es eigentlich nicht, aber es wäre schön, wenn es solche Wörter gäbe."

[SIZE=1]Das genannte Buch ist "Kleine freie Männer" von Terry Pratchett[/SIZE]
JesterEin neuer Ort.
Nachdem drei Jahre meines Lebens einer Ausbildung im Herzen Hamburgs angedeihten, sind nun die Früchte dessen zum tragen gekommen, und ich bin in ein anderes Herz Hamburgs umgezogen. Ein Herz im historischem Sinne, denn die neue Betriebsamkeit in meinem Leben findet in der Hamburger Speicherstadt statt. Ein modernisierter Speicher im innerern, welcher einen Medienbetrieb beherbergt, draussen immer noch die alten Fassaden, Balkone und Zugkräne aus der alten Zeit.

Es sind weisse Räume, welche eine unglaubliche Ruhe ausstrahlen, mit hohen Decken und riesigen Fenstern, welche nicht mit modernisiert wurden, sondern im alten Stil immer noch die Schönheit des Bauwerks erhalten. Ja, durch diese Fenster ist der Blick auch auf die anderen Speicher frei, welche immer noch ihrer alten Bestimmung folgen. Moderne Branche verbunden mit Historie welche trotz allem aus den Wänden zu triefen scheint.

Und dann die Geräuschkulisse. Immer wieder dringen die Motorengeräusche der kleinen Fleetbarkassen, wenn ein Hamburger Urgestein die Geschichte der Speicher erzählt, an das Ohr. Was aber noch viel tiefer geht sind die Geräusche die in regelmässigen Abständen durch die geöffneten Fenster dringen. Das schwere Geräusch gewaltiger stählerner Mechanismen, das hämmern von Metall auf Metall wenn eine alte Schleuse, welche sich nur unweit entfernt befindet öffnet und schliesst. Geräusche, die das Herzen Hamburgs bedeuten, wie Herzkammern die den Blutstrom dieses Organismusses regeln. Es ist ein wundervoller Ort um zu arbeiten, ein Geschenk welches mir gemacht wurde und welches ich nun mit noch mehr Demut als vorher schon betrachte.

Hinzu kommen sehr zuvorkommende und liebe Menschen, die einem schon am ersten Tag das Gefühl geben willkommen zu sein, die einem jegliche Nervosität noch im Keim entreissen und durch ein wohliges Gefühl der zugehörigkeit ersetzen.

Es war nur ein Tag, der erste Tag,... doch es werden noch einige Folgen und ich freue mich schon auf sie!
Jester[I]Der Narr sitz an einem Strand, seine Beine angewinkelt, die Arme drumherum geschlungen und das Kinn auf diese Gestütz. Der feine Sand des Strandes bedeckt die gesamte Bucht, welche nur über eine kleine Mündung zum Meer hinaus geöffnet ist.
Sein blick fällt auf ein Boot welches unten in dieser Bucht liegt, es sieht ein wenig mitgenommen aus und Moos überwuchert es an einigen Stellen. Irgendwo am Heck des Bootes ist ein junger Mann zu gange und schrubbt das Moos von der Wandung.
Der Narr lächelt, er weiss das er eigentlich helfen sollte wenn er fair wäre, immerhin wird er mit diesem Boot hinausfahren und er ist sich noch nicht einmal sicher ob er den jungen Mann mitnehmen wird. Naja, wahrscheinlich wird er es tun, wahrscheinlich bleibt ihm gar keine andere Wahl. Er hatte immer gedacht das er ihn einfach zurücklassen können würde, aber er hatte sich in ihm getäuscht, im gewissen Sinne hatte er ihn sogar unterschätzt.

Der Junge Mann dort unten war sein Sklave und gleichzeitig sein Gott, der Nichtswissende Schöpfer sozusagen.
Man sagt man kann einen Gott töten indem man einfach aufhörte an ihn zu denken, doch hier bestand das Problem das dieser Gott dann auch aufhören würde an den Narren zu denken,... und was wäre dann!?
Der Narr musste leise lachen bei dem Gedanken. Es war wie mit der Henne und dem Ei, nur ein wenig vertrackter da es um komplexere Formen ging. Aber es lief auf das Selbe hinaus. Wenn sie einander bedingten, wer war dann zuerst da? Und wenn einer geht, was wird aus dem anderen?

Er sehnt sich nach der See, und er wird wieder hinausfahren, doch wird er das Land nicht vergessen können, der junge Mann ist ein Sammler, er sammelt Gedanken und Emotionen!

Und während der Narr noch so seine Gedanken schweifen lässt sieht er wie der junge Mann das Boot ins Wasser schiebt, hineinspringt und zu rudern beginnt. Er schaut dem junen Mann hinterher und lächelt während er sich erhebt und ein wenig streckt.


Langsam nähert sich der junge Mann der Mündung zur Bucht,... er durchfährt sie. Von aussen sieht man wie er aus der Bucht kommt, welche nur ein schwarzes Loch zu sein scheint, umgeben von Kreidefelsen welche bleich einen Kontrast bilden. Die Welt wird langsamer, als der Betrachtungspunkt der Szenerie sich entfernt, das schwarz des Wassers unetrscheidet sich nicht mehr von dem der Bucht und deren Vegetation und das weiss der Kreidefelsen verblasst wie eine Lichtspieglung auf dem Schwarz als sich das ganze als ein durchgehend schwarzes Auge entpuppt.

Ein Auge in dem Gesicht eines Narren welcher breit lächelt während er sich umdreht und davonschlendert. [/I]
Jester[I]Ein leises klirren ertönt als der Narr seinen Kopf zur Seite neigt um sich das Schauspiel auf der anderen Seite der Strasse anzusehen. Er hatte es sich hier auf einem Stein nahe der Strasse gemütlich gemacht, seine Beine ausgestreckt und auf einem Haolzscheit ruhend. Sie würden heute hier vorbeikommen, dass wusste er. Und nun waren sie da und bauten fleissig.

Sie waren gerade dabei einen Tempel zu errichten, einen Tempel im Geiste, doch das bedeute hier in seiner Welt nicht viel, hier waren Gedanken ganuso Baumaterial wie Lehm und Stein, mit der einzigen Ausnahme das Gedanken einfach zu verarbeiten waren und sich als bei weitem beständiger bewiesen.
Der Tempel war im wachsen begriffen und er betracht es mit wohlwollen, während er sich gleichzeitig bewusst ist das dieser Bauvorgang nichts weiter ist als der Zeitraffer des eigentlichen Konstruktionsprozesses, welchen er schon viel länger beobachtete. Dies hier heute war nur die symbolische Konstruktion, die Einweihung sozusagen.

Der Narr beobachtete sie schon eine ganze Weile, beide von ihnen doch eigentlich mehr auch Sie. Sie war eine der ersten Menschen die er wissentlich warnahm, Sie war sozusagen bei seiner Geburtsstunde dabei wenn man es so wil, war eine Art Hebamme in gewisser Weise, wenn vielleicht auch nicht so wissentlich zu dem Zeitpunkt.

Und so, wie er nun dasitzt und zusieht wie Räder an die vier Ecken des Tempels montiert werden, auf das er geschützt sei vor Stillstand. Er schaut zu während eine Kuppel gespannt wird, aus den Träumen für die Zukunft, welcher vor jeglichem Niederschlag der schützen soll welcher durch Tränen der Enttäuschugn aufkommen könnte. Er sieht zu wie die Herzen der beiden als Zugpferde vor den Tempel gespannt werden, auf das die Bewegung einsetzen kann. Und er sieht wie Sterne herbeischwirren, funkelnd aus allen Himmelsrichtungen, sich auf der Innenseite der Kuppel festsetzend auf das sie ein erhellendes Licht seien. Sterne welche die Wünsche jener sind, welche den beiden verbunden sind.

Der Narr lächelt warm und schaut auf seine Faust hinab welcher er langsam öffnet. Gleissende Strahlen treten zwischen seinen dürren Fingern hindurch als eine kleine Kugel sich strahledn erhebt, langsam anwächst und sich auf ein Pusten des Narren hin in Bewegung setzt Richtung Kuppel und sich dort niederlässt an die Position des Nordsterns.

Langsam schwingt er die Bein vom Holzscheit und richtet sich auf, die Hände in den Taschen verschwinden lassend und schlendert zu dem Paar hinüber, welches sich gerade bereit macht weiter zu ziehen. Kurz bleibt er vor Ihm stehen und verbeugt sich halb und geht dann zu Ihr um auch vor ihr stehen zu bleiben. Sein Blick fixiert sie und sein lächeln wird weicher, während er eine halbe Ewigkeit so zu verharren scheint, doch dann beugt er sich hinab und gibt ihr einen Kuss auf die Wange und wendet sich dann ab um zu gehen, verharrt noch einmal einige Sekunden geht dann aber weiter.

Hinter sich hört er wie der Tempel sich in Bewegung setzt [/I]
JesterSchon lange zu Boden gefallendes Laub, ausgetrocknet und in sich gekrümmt, gibt leise Geräusche von sich als der Narr über sie hinweg den Waldweg entlanggeht. Es ist eine Wald welher den Herbst wilkommen geheissen hat, mit kahlen Bäumen, welche ihr Blätterdach schon gen Mutter Erde gesand haben auf das sie wohlbehütet schlafen möge wenn der Gevatter Winter einzug hält.

Doch der Narr weiss schon das es nicht dazu kommen wird, er hat die Anzeichen gesehen das der Winter einfach ausbleiben wird in diesem Wald. Die ersten Vögel welche schon wieder zurückgekehrt sind nachdem sie ihre Reise aus dem Wald heraus abgebrochen haben, die ersten Knospen welche sich an den Sträuchern und Bäumen wieder zeigen. Die Blätter haben bekonnen ihren Zersetzungsprozeß zu beschleunigen, verwandeln sich langsam zu dem Dübger dessen, was sich langsam durch ihre Reihen an die Oberfläche dränt. Gräser und Farne welche Zeitrafferartig ihr Leben beginnen.

Der Narr schliesst die Augen und lauscht den Geräuschen des kommenden Frühlings, er saugt die Luft ein welche sich langsam durchsetzt mit dem Geruch von frischem Grass, Holz und ähnlichem. Er spürt wie sich das Gras um seine Füsse legt und ein Farn sanft an seiner Wade entlangwächst.
Als er die Augen wieder öffnet ist alles wieder wie vorher, nur an einigen Stellen zeigen sich schon Sprösslinge zwischen dem Laub und hier und da ist eine erste Knospe zu sehen.

[I]Ja, wir wollen nichts übereilen mein Freund, wir werden einfach wieder beginnen den Garten ein wenig zu pflegen. Und heute, da werden wir ihn ein wenig Düngen.[/I]

Er geht weiter durch den Wald, auf eine kleine Lichtung hinaus. Er schaut sich kurz um und setzt sich dann mit dem Rücken an ein alte Eiche welche schon wieder einge grüne Triebe richtung Sonne streckt. Vorsichtigt knickt er einen Grashalm ab welcher sich neben ihm aus der Erde bohrt und steckt ihn sich in den Mundwinkel und tätschelt dann die Ecieh über seinen Kopf hinweg.

[I]Ja altes Mädchen, der Frühling kommt.[/I]
katharonSolange die Sonne ihr Wunder vollbringt und den nächsten Tag kommt, solange der Regen sein Versprechen hält, solange brauchst Du nichts als Dich, um Deine Welt umzugraben.
JesterEs ist Dienstag, und damit sind es gerade mal wieder zwei Tage. Komischerweise reichen diese schon um mir Kopfschmerzen zu bescheren, welche mich an den Bau einer achtspurigen Autobahn erinnern und ein Müdigkeitsgefühl welches an die Einnahme von Betäubungsmitteln erinnern lässt.

Trotzdem reicht der Alltagstrott der Agentur nicht um das Glücksgefühl der letzen Wochen zu tilgen, auch wenn ich es jetzt durch einen gewissen Schleier betrachten muss, welcher der Schönheit allerdings keinen Abbruch tut. Immer noch kribbelt es ein wenig wenn man die Worte „meine Frau“ benutzt, nachdem gerade vorher noch das „meine Freundin“ heruntergeschluckt hat, welches einem fast noch aus Gewohnheit über die Lippen gekommen wäre.
Wenn man mich fragt ob sich irgendwas verändert hat seit der Hochzeit, so antworte ich stets mit nein, auch wenn das nicht ganz der Wahrheit entspricht. Aber da die Frage wohl hauptsächlich auf den Alltagsablauf abzielt, so kommt es der Sache doch schon recht nahe, denn an diesem hat sich wirklich nichts geändert, warum sollte es das auch groß wenn man mal ehrlich ist. Dafür haben sich kleine Nuancen im inneren abgelagert, sich einfach über das gelegt was vorher war und dieses im Detail geändert. Es sind solche Kleinigkeiten das man nun von seiner Frau denkt, anstatt von seiner Freundin. Und was eigentlich nur wie ein anderer Terminus erscheint ist doch ungleich mehr, da es doch die Verbundenheit noch ein wenig verstärkt. Aus dem neuen Wort wird ein verstärktes Gefühl, wird eine tiefe Verankerung des Gemeinschaftsgedanken. Eine Sache, welche ich vorher nicht so vermutet hätte, welche aber eine derartige Präsenz hat, dass sie absolut nicht abstreitbar ist. Wenn also eine Hochzeit doch nichts im alltäglichen ändert, so ändert sie doch das eigene Bewusstsein zur Beziehung. Es macht die Beziehung nicht inniger, doch ein paar kleine andere Worte erinnern einen immer wieder daran, lenken das innere Auge noch einmal mehr auf dieses Zentrum des eigenen (Gefühls)Lebens.

Mehr als je vorher würde ich jetzt aber verneinen das die Ehe ein Band zwischen zwei Personen schmiedet, ein in meiner Auffassung eh wenig erbauliches Sinnbild, trotz allem. Es beschreibt einfach eine starre Verkettung welche doch auch einschränkt. Es ist aber nunmehr gefühlt so das man sogar noch viel mehr befreit wird, da nur etwas ist das sanft den Blick auf etwas vereinfacht was eh schon immer so wie es jetzt auch ist da war. Keine Einschränkung, nur absolute Gewissheit dass alles so wie es ist richtig ist. Einfach einmal mehr der Blick auf das in einem, welches einem Glück bedeutet und Kraft schenkt. Eine Besinnung auf das Essentielle.

„Meine Frau“

Worte die Freude bedeuten, und das nicht wegen dem was sie Aussagen, sondern aufgrund dessen was sie für ein Gefühl beschreiben für das es keine Worte gibt die genug Kraft oder Darstellungsvermögen hätten um sie kurz und prägnant zu fassen. Zwei Worte die symbolisch für die vielen Wörter stehen welche man nutzen müsste um eben dieses Gefühl auch nur ansatzweise zu umschreiben. Ersatz für Folianten voller Worte, welche doch nur ein schwacher Widerschein wären.

Und auch jetzt merke ich dass ich so viele Worte verschwende, und doch nicht beschreiben könnte was dieses winzige Kribbeln ist. Noch weniger könnte ich damit beschreiben was dieses Kribbeln für mich bedeutet. Und einzig und allein jene werden es einem vielleicht nachempfinden können, welche es ebenfalls spüren.
JesterDie Sonne scheint durch die alten Fenster des Speichers, nur um danach noch einmal durch die moderne Verglasung im inneren gebrochen zu werden. Sie haben die alten Fenster noch drinne, da die Speicherstadt ihr äusseres wahren soll während sich ihr inneres in der Zeit drastisch und mit unbarmherziger Geschwindigkeit in die Gegenwart katapultiert hat. Eine Symbiose aus der Geschichte dieser Stadt, welche auch stolz nach aussen getragen wird und der modernen Gegenwart in ihrem Herzen.

Es erinnert mich bildlich ein wenig daran wie eine alte Frau sich schützend um ihr neugeborenes legt. Ihm eine Wärme und Sicherheit schenkt, wie es nur diese Mutter kann. Und in diesem geschütztem Leib sitze ich nun, das Licht durch altes wie durch neues Glas gefiltert. Gebrochen zu einem kleinen kaleidoskopischem Lichtspiel zu meinen Füssen. Ein kleiner "Regenbogen" nur für mich, bestehend aus Licht das sozusagen zwei Epochen dieser wunderschönen Stadt in sich trägt,... und noch soviel mehr.

Die Sonne scheint wieder, und man merkt es überall. Was ein wenig Licht doch ausmachen kann.
Jester[I]Gedankenversunken betritt der Narr die alten Katakomben welche er vor einer ganzen Weile hinter sich gelassen hat und betrachtet seine alten Fußspuren welche er unter dem Staub kaum noch sieht. Andere werden sie gar nicht wahrnehmen, es sei denn sie haben Kenntniss von ihrer Existenz. Aber auch das sind nicht mehr dermaßen viele Menschen, als das es wirklich bedeutsamen Einfluß hätte. Aber genau diese wenigen Geister sind es welche ihn am Ende doch wieder zurückgerufen haben, mit einem Gesangsecho welches sich unaufhörlich in den tiefsten Windungen von Geist und Seele, immerwährend überlagernd, zu eben jenem Rückruf aufadieren. Es ist Still hier, still in einem Crecendo aus neuen Tönen. Stimmengewirre, Lautgebilde von geradezu fremder Struktur, so dissonant mit den dem Narren innewohnenden Melodien, welche sich vergleichsweise Antik verhalten. Und doch ist hier unten, weit unter dem Trubel, in den Eingeweiden dieses Gemäuers, immer noch dieser Platz welcher Ruhe verspricht und dessen solide Wände von der Vergangenheit flüstern, sie in ihn einsickern lassen bis sie auf die fast vertrocknende Wurzel treffen welche immer noch in diesem Fundament hier verkrallt ist. Und diese sickernde temporale Geistreise ist es welche die Wurzel wieder nährt, welche ihn an sich selbst erinnert, an das was in ihm ist, an das was ihn doch ausmacht in der Reflektion jener hier. Ein Funke der er flackert. Das Streichen einer Hand über einen ins Gemäuer gemeisselten Stuhl welches den Staub beiseite schiebt und die Oberfläche wieder frei gibt.
Ein Narr der sich setzt während seine Mundwinkel sich langsam nach oben ziehen.

Der Herr Narr setzt sich, und auch wenn der Stuhl nach all der weile die Kälte des Gemäuers in sich aufgesogen hat und diese jetzt an ihn abgibt, so ist es doch immer noch ein unglaublich gemütlicher Platz. [/I]
JesterEs wundert mich immer wieder wieviele unnötige Worte, gesprochen, getippt oder andersweitig an die Umwelt abgegeben werden, ja sollte ich mich eigentlich fragen ob eben diese Worte die ich gerade hier hinuntertippe nicht sogar genau in die gleiche Kategorie fallen.
Die Interessenwahrnehmung vieler Menschen scheint einfach dermaßen in sich selbst gerichtet zu sein, das sie das trivialste oder zwangsläufig nur persönlich interessante zu einer Besonderheit erheben welche sie dann, völlig falscher Annahme, für Mitteilungswürdig erachten. Es begnet einem fast täglich, so man sich nicht hermetisch abriegelt, sei es in einer Unterhaltung, sei es beim Lesen in einem Internetforum oder auch anderswo.
Man beginnt sich zu fragen, oder stellt sich die Frage vielleicht auch schon seit Ewigkeiten, ob die immer größer werdende Menge an Mitteilungsmöglichkeiten nicht mehr Fluch als Segen ist, wärend sie die einseitige Kommunikation immer weiter über den Austausch stellt. Der Normalbürger als Chronist seiner eigenen, meistens für Aussenstehende recht uninteressanten Existenz, überall und an jedem Ort. Was treibt die Menschen dazu sich diesem menschlichem Striptease hinzugeben? Ist es das Vorleben des Privaten überall in den Medien, wo alltägliches zum Inhalt des Interesses geworden ist und so die eigene kleine Welt, welche ja meist nicht so weit davon entfernt ist, auf ein neues publizierbares Maß erhebt?

Weg von den Massenmedien als Träger für Informationen, Wissen, kulturellem, hin zur Abbildung dessen was uns eh Tag für Tag begegnet. Und mit Massenmedien welche von jedem gespeist werden können kommen wir auch an den Punkt wo uns das alles noch ungefilterter erreicht als über die Flimmerkiste oder das Radio wo wenistens noch eine Redaktion eine, wenn auch sehr fragwürdige, Auswahl trifft.

Es scheint einfach die neue Generation, und wenn sie glücklich damit ist, dann soll sie sich darin ergehen, sich gegenseitig mit Privatromanen überschütten, auch wenn das Leben des nächsten Kapitels für einen selbst doch so viel ertragreicher sein sollte, anstatt in der Zeit sofort in der Vergangenheit zu schwelgen welche für einen selbst vielleicht unglaublich bedeutsam erscheint, für dritte aber nichts anderes als ein wenig erbaulicher Tagesbericht ist der vom Unterhaltungsfaktor noch weit hinter Rosamunde Pilcher steht.

Doch meist ist es heutzutage wichtiger der uninteressierten Welt dort draussen auf Krampf zu beweisen das man existiert, anstatt einfach zu geniessen das man es tut.
Jester[I]"Die Welt dreht sich immer im Keise herum, kurzum bewegst du dich selbst wenn du still zu stehen glaubst. Du kannst nicht anhalten was sich deiner Macht entzieht, du wirst immerwehrend mitgerissen werden. Stillstand ist eine Illusion welche jeglicher Logik des menschlichen Empfinden spottet. Und doch bedient sich der Mensch in so vielen Wortschöpfungen dieser Illusion. Sei es das er davon spricht die Zeit anhalten zu können, oder aber dass er das Gefühl habe nicht mehr vorran zu kommen.
Doch die Zeit läuft weiter, ob er das will oder nicht. Und auch wenn das Gefühl des Stillstandes gerade zu übermächtig und bedrohlich über ihm schwebt, so geht es weiter vorran, nur blind anstatt sich auf das konzentrierend was noch da vor ihm liegt. Die Zeit, auch wenn sie in ihrer abstrahierten Form von Sekunden, Minuten und Stunden nicht mehr ist als eine Erfindung des menschlichen Geistes, verwurzelt in seinem Bedürfnis allem eine für seine Begriffe strukturierte Form zu geben, so ist sie doch so fassbar, so unaufhaltsam, für ihn dass die Angst vor selbiger ihn immer treibt.
Ganz zu schweigen von dem törichten Wunsch die Zeit zurückdrehen zu wollen, in gewissen Zeitabschnitten etwas anders zu machen als das letze mal. Doch sag mir, wo wärst du wen due diese Entscheidungen nicht getroffen hättst. Du wärest nicht die Person die du jetzt bist. Aus dem einfachen Grund heraus das ein Teil von dir fehlen würde, ein Teil den du dann überschreiben würdest. In jenem Moment, wo du die Vergangenheit ändern würdest, wäre die wissentliche Bildung deiner selbst revidiert, einfach ausgelöscht, da jegliche Konsequenz, sei es positiver oder negativer Natur, ihre Existenz verliert. Jener Mensch, der in der Zeit zurück gehen könnte würde jegliche Menschlichkeit und gefestigte Persönlichkeit verlieren während er alles ausprobiert und dann dahingehend ändert das er es, wie es ihm scheint, besser haben könnte. Aber welch absurder Vorgang wäre das dann, wo wäre die Grenze dessen was eben jener Mensch dann als optimal ansehen würde. Wohin würde ihn seine Neugier treiben? Was würde er alles ausprobieren, einfach nur um zu wissen wie es ist und es dann wieder ungeschehen machen und sich doch anders entscheiden? Soll ich dir sagen was passieren würde? Jegliche moralische Grenze würde fallen! Warum nicht ausprobieren wie es ist einen Menschen zu töten, nur um zu wissen wie es sich anfühlt. Danach einfach das Ganze ungeschehen machen, ein Schrit zurück im Strom der Zeit und es danach einfach nicht tun. In einem entscheidenen Moment alles ausprobieren, jede Antwort auf eine Frage um sich dann das liebste Ergebnis auszusuchen.
Zurück,... auf ein Neues,... zurück,... auf ein Neues,... zurück,... auf ein Neues,...
Irgendwan in einer Schleife gefangen in der kein Ausgang mehr gut genug ist.
Ist es das was du willst wenn du sagst das du gerne eine Entscheidung ungeschehen machen könntest? Zu einem Sklaven des Rückschritts werden, seelenlos, emotionslos, ungeniert und entfernt jeder Moral?[/I]

Der Narr sprach die letzen Worte zu dem Mann vor ihm, sein Mund direkt an der Ohrmuschel während er seinen Kopf über dessen Schulter reckte. Der mann drehte sich nicht um, er war der Meinung dass sollte er sich umdrehen dort eh niemand mehr wäre. Jetzt konnte er sich wenigstens sicher sein das dort jemand war, immerhin spürte er den Atem über sein Ohrläppchen streichen. Er sah auf seine Hand hinab, auf das darin liegende Papier. Er knüllte es noch einmal auseinander, las noch einmal die Worte darauf. Natürlich, er hatte sich gewünscht es nicht getan zu haben, aber dennoch war er der Meinung das der Narr die Sachen manchmal einfach etwas zu wörtlich nahm, das er in zu weiten Kreisen dachte. Ihm fehlte manchmal einfach die Relation eines Menschen.
Der Mann stand auf und ging in die Küche, ohne sich umzublicken, doch er fühlte das er ihm nicht folgte. In der Küche trat er auf das Pedal des Trittmülleimers und warf das Stück Papier hinein, der Name des Schokoriegels prangte in Werbeträchtigen Lettern darauf.
"Doch, ich wünschte ich hätte ihn nicht mehr gegessen, der war einfach zu viel!"
Seelenfunkean dich eben dachte
JesterEs gibt Musikstücke die für manche Menschen weit über ihr eigentliches Klangkonstrukt hinausgehen. Musik welche zu ihrer Tonstruktur noch mehr hinzufügt, ja welche geradezu ein Konstruktionsgerüst ist welches während man sie hört ein ganzes Gebäude von Eindrücken in sich erwachsen lässt. Jede einzelne Note wie ein fleißiger Werkmann der Stein auf Stein setzt.

Es läuft gerade wieder ein solches Lied, und während ich diese Zeilen schreibe wiederholt sich das gerade mal knapp über zwei Minuten andauernde Stück das eine oder andere Mal. Und während es sich so dahinwiegt und ich ihm lausche, inmitten des ganzen Stresses der um mich tobt glättet es die Wogen in meinem Geist. Abgeschirmt von dem ganzen Trubel und Lärm um mich herum baut es Klangbilder in meinem Kopf, erzeugt ein Kopfkino welches mich sanft wieder runter holt.
Immer wenn ich dieses Stück höre sehe ich alte Menschen vor mir, alte Pärchen in einer Pracht aus ihrem Alter. Krauses graues Haar und altmodische aber würdevolle Kleidung. Dicht beisammensitzend, in einen Hauch von Sepia getaucht den Betrachter anlächelnd. So sanft, voller Güte, Freundlichkeit und Glück. Die Hände einander haltend wie es verliebte am ersten Tag tun. So erhaben ohne über einem zu stehen, so beneidenswert für das was diese Augen schon gesehen haben, was erlebt haben durften.
Es ist dieses Bild das ich dann sehe was für mich mehr als alles andere vollkommenes Glück darstellt.

Und ich hoffe irgendwann auch Teil eines solchen Bildes sein zu dürfen. Genau wie ich meine Großeltern momentan als Teil eines solchen Bildes sehe. 60 Jahre Ehe. Und wann immer mein Opa aus seiner Vergangenheit mit meiner Oma spricht und sich dieser Glanz in seinen Augen ausbreiter, sein Gemüt aufblüht und er so voller Kraft wirkt, das sind Momente des Glücks für mich.

Aber es sind auch diese Momente in denen ich mich fühle als hätte ich viel zu wenig Zeit mit ihnen Verbracht!

Comptine D'un Autre ete : L'apres-midi – Yann Tiersen

Danke für diese wundervolle Musik

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