| nönix | Wechselhaft. Das bin ich... Überfordert. Heute nachmittag noch schrieb ich von Distanz, die Distanz zu sich selbst und dem eigenen Verhalten. Und renne dann in diesen beschränkten Zustand von Unwohlsein und Aversion, Nichtwollen und Feindschaft. Dann eine halbe Stunde später, post-muffins, ist das alles egal - die Woche hat im Kopf schon wieder begonnen... Wenn ich ganz da bin, ganz bei mir, ganz im Hier und Jetzt - dann ist nichts so schwer wie in der Zukunft, der Zukunft in meinem Kopf. Die Welt will mir nichts Böses. Es ist egal, ob es klappt, wie es wird, wie es läuft. Ich werde es nicht ändern können, denn ich bleibe dieselbe. Solange wie ich die Feindschaft aufrechterhalte. Denn wenn ich mich konfrontiere mit dem, wovor ich Angst habe, dann wird das Scheitern nur äußerlich sein, dann habe ich für mich schon gewonnen. Auch wenn Andere darunter leiden. Dann werde ich mich nach und nach verändern, und die Zeit ist meine Freundin. So schnell rennt die Zeit in letzter Zeit... Komme gar nicht mehr mit. Werde alt. Schon anderthalb Jahre ist eine Hochzeit her, Kinder können sprechen, Wohnungen sind Geschichte... Ja, Wohnungen. Freundschaften auch. Gerade habe ich mich wieder gefragt, wofür das alles. Worauf ich wohl hinarbeite. Für uns, sagst Du immer wieder. Du bist einer, der aushalten kann. Der einsteckt, immer wieder, in einer Hoffnung auf bessere Zeiten. Ich fürchte, ich kann das nicht. Aber ich bin in einem Alter, wo ich keine Wahl mehr haben sollte. Ich habe mein Studium angefangen in der Gewissheit, dass ich entweder wachse oder krepiere. Bisher ist Letzteres nicht eingetreten, mal schaun. Und interessanterweise überlebt man ja auch die Phasen von absoluter... - ja, Was auch immer-losigkeit und geht weiter. Fragt sich nur, ob ein Leben von ständigem Weitergehen ohne Müßiggang funktioniert. Ob es das wert ist. Der Punkt ist, dass wenige sich das leisten können, diese Zeit für sich selber, die Selbstfindung, Rückenkurs und Chakrenmeditation. Der Weg ist das Ziel. Und zur Zeit bin ich, trotz meist nur sechs Stunden Schlaf und tagsüber zig fordernden Menschen um mich rum, noch innerlich recht stabil. Denn ich habe Dich, mein Lieber. Mein Gott, verrücktes Leben. |
| nönix | heute platt wie eine flunder. jede menge fehler gemacht. und offenbar in den letzten tagen drei kilo abgenommen oder so... schlafen und essen. und jetzt wochenende. diskussion um besuche und motivation. müsste noch spülen... was schlimm ist: dass ich ungeschickt bin. so viele menschen verfügen über emotionale intelligenz, ich nicht. vielleicht weil ich einzelkind bin *stempel*. dumm geboren, nix gelernt, und die hälfte wieder vergessen. bin gespannt, wann chef mich rauswirft. vermutlich nicht so schnell, denn er braucht zur zeit auch noch den dümmsten mitarbeiter. das leben besteht aus beschwerden. ameisen um den bauchnabel, zittern am kleinen finger. warum habe ich keine ameisen? dann könnt ich auch zum arzt gehen, die welt dürfte sich um meinen bauchnabel drehen. vegetativling. die welt um mich rum ist unzufrieden, ich bin unzufrieden, unfair und nach innen destruktiv. äußerlich lächelnd, denn das hilft gegen zittern. auch mir. es wird weitergehen. jeden monat vier- bis fünfmal. überlebe ich das? du sagst, wir planen doch etwas anderes. was planen wir? mal schaun. draußen im treppenhaus laute stimmen, unbekannte. lasst mich bloß in frieden... |
| nönix | Gerade frage ich mich wieder, was das Leben wert ist. So schnell kann es vorbei sein, verdammt schnell. Und dann auch wieder ein ständiges Von-der-Schippe-Springen, immer wieder, bis es dann soweit ist... Gerade noch dachte ich, vielleicht ist es das: Kinder in die Welt setzen, die auch mal am Glück nippen dürfen. Einen Happen davon genießen. Nicht alles ist gut. Nicht alles ist schlecht. Nicht in diesem Teil der Welt. Einen Blick darf man werfen auf all das, was sein könnte. Man hat einen kleinen Anteil am Ganzen, und dann ist man wieder weg. Was ist da mehr wert als anderes? Vielleicht ist es ja das Glück, in der Lage zu sein, pünktlich um 15.00 Uhr Sturm der Liebe gucken zu können. Oder was Leckeres zu essen, nicht jeden Tag grünes Gemüse. Mal durchschlafen können. Für manche ist es Glück, wenn sie einen Hund halten können oder autofahren...Ja, das WWW bietet schon einiges. Alles wird so groß, die Möglichkeiten sind riesig, für die, die es blicken. Und dann gibt es die, die alle Möglichkeiten haben, alle intellektuellen Möglichkeiten, die aber keinen Antrieb haben, oder erschlagen werden von der weiten Welt. Warum sich erschüttern lassen von alledem? Von den vielen Menschen da draußen, die es besser wissen als man selber? Wird es noch eine Bedeutung haben? Nur einen Maßstab gibt es. Warum alles relativ werden lassen? Warum nicht die Egozentrik und das eigene Wissen ausleben? Was gibt es denn sonst? In der eigenen Welt... Manchmal gibt es ja doch Schnittstellen, zu der Welt von anderen. Dann denkt man: Super, ich bin ein Teil, ich bin kein Alien, es gibt einen zweiten Menschen, alles ist normal, die Welt bröckelt nicht. Und dann die Momente, wo alles auseinander fällt. Zu allererst man selbst. Ich mag Wein, er lässt die Gedanken fließen... Frage mich gerade, ob das wohl alles ziemlich krank ist. Kranke Gedanken. Aber egal, was ist schon krank? Was ist das Leben wert? Wer entscheidet? |