| True Zombie | Da ich im Garten der Poeten nur kläglich versuche poetisch zu wirken und mein eigentliches Anliegen darin besteht Erfahrungen mitzuteilen und Erklärungen zu liefern, eröffne ich hier nen Thread. |
| True Zombie | Während ein Großteil der Bevölkerung sich vor den eigentlichen krassen Erfahrungen scheut, da sie den äußeren Schein gefährden, muss ich sagen daß ich in gewisser Art und Weise revolutionär bin, wennauch nicht der Erste. Denn wer hat schon Bock drauf, so tief ins Elend zu sinken, um die ungeschönte Seite zu erfahren, die nichts mehr groß mit künstlerischer, philosophischer, religiöser,... Tiefgründigkeit zu tun hat, sondern einfach nur extremes Leid verkörpert, wo man über diese ganze verpackte Tiefgründigkeit nur noch müde lächelt, mit Abscheu reagiert und es einen einfach nicht interessiert bzw. berührt. |
| True Zombie | Meine Reise begann mit extremster Oberflächlichkeit, führte in die extremsten Formen der Tiefgründigkeit und endete in echtem Elend, wo man nur schwer wieder rauskommt und man das Gefühl hat, daß einem nur Steine in den Weg gelegt werden und man es wirklich schwer hat. Aber die Tatsache daß es vor mir schon andere gab, die diesen Weg so gingen, macht es mir wiederum etwas einfacher, auch wenn ich nicht immer die Möglichkeiten habe, mit ihnen zusammen zu sein. |
| True Zombie | Je mehr mir bewußt wurde über mich selbst, die Menschen und die Welt, desto mehr spürte ich den Drang in mir, mein Bewußtsein zu verändern. Zum einen weil ich's nicht mehr ertragen konnte. Zum anderen weil es einfach an der Zeit war, neue Wege zu beschreiten. |
| True Zombie | Techno und der ganze andere Schund sorgt nur dafür daß mein Sprachzentrum insofern gestört wird, daß ich mich nicht mehr richtig mitteilen kann und auch nicht mehr besonders auffassungsfähig bin. Wenn jemand zum Beispiel "Kehrseite" sagt, dann denke ich an Kehrseide, wobei "Kehr" dann von Straße kehren kommt. Nicht nur daß es die begrifflichen Assoziationen durcheinander haut, nein, denn jene komischen Assoziationen wirken sich wiederum auf die Wahrnehmung aus. Wobei ich auch sagen muss, daß mein erster Trip mit Techno etc. in meiner Jugend meine Lebensqualität irgendwo einerseits verbesserte, aber andererseits ich im Anschluss um so größere Probleme bekam. Diese Art der Verbesserung und auch jene Probleme wollte ich eigentlich nicht mehr haben, aber es kam halt doch anders und ich machte nen zweiten Techno-Trip durch, wenn auch nicht so extrem wie der erste, da ich ja schon Erfahrungen hatte auf jenem Gebiet und es nicht nochmal so weit kommen lassen wollte. Dieser zweite Trip glich mehr einem Drahtseilakt, wohingegen der erste Trip wie ein Fahrstuhl wirkte, der mich aus dem Keller bis übers Dach hinaus brachte. Letzten Endes kann ich nur sagen, daß ich zu meinen Techno-Zeiten (egal ob die erste oder zweite) die meisten Probleme hatte und zu meinen Metal-Zeiten die wenigsten. Weshalb ich auch wieder zu Metal zurückkehren werde. |
| True Zombie | Musik bedeutete für mich immer entweder die Erschaffung von Atmosphären oder das Verbreiten irgendwelcher Botschaften. Ich hörte Musik beider Kategorien und kreierte auch selbst Musik beider Kategorien. Aber letztlich hab ich nur noch die Schnauze voll von Musik beider Kategorien. Deshalb nehm ich mir vor, keine Musik mehr anzuhören und auch keine mehr selbst zu machen. |
| True Zombie | Ich kann mir bis jetzt noch nicht erklären, was dafür verantwortlich ist, daß man inneres Licht wahrnimmt und innere Dunkelheit. Jedoch weiß ich daß ich unter musikalischem Einfluss erst jene Lichter und Dunkelheiten in mir wahrnehme. Weshalb ich auch davon ausgehe, daß dieses innere Licht/Dunkelheit-Dingens durch Musik entsteht. Zumindest bei mir. |
| True Zombie | Der einzige deutsche Dialekt, über den sich nicht lustig gemacht wird, ist wahrscheinlich die sogenannte "Berliner Schnauze". Ich gehe mal davon aus, daß das Hochdeutsch und Westdeutsch auch seinen Ursprung in der Hauptstadt hat. Mir als Saxxen sin da e biddl anners droff, gloobsch zumindest. Denn mir orientiern uns mehr an de Amis und wolln gut Englisch quatschen. Denn von Russsch ham mir de Schnauze full.... :)))) |
| True Zombie | Früher war ich mal so drauf, daß ich gierig war nach dem Angenehmen und strebte immer bessere Wohlfühl-Level an. Aber mittlerweile ist mein anzustrebender Idealzustand weder extrem angenehm noch extrem unangenehm. Wobei man zwar etwas dagegen tun kann, daß es nicht übertrieben angenehm ist, jedoch gegen übertrieben unangenehmes etwas zu tun wenn es einen erwischt ist da schon schwieriger. |
| True Zombie | Gitarrenmusik weckt in mir goldgelbes Licht, welches ich mit der Hell-Guy-Attitude verbinde. Elektronische Musik hingegen weckt ne schwarze Dunkelheit, welche ich mit der Paradise-Guy-Attitude verbinde. Welche Musik jedoch das weiße Licht weckt, das ich mit der Heaven-Guy-Attitude verbinde, weiß ich auch noch nicht. Was würde denn noch übrigbleiben? Klassik? Ethno? Volksmusik? Keine Ahnung. Oder vielleicht keine Musik. Wie gesagt, ich weiß es nicht. |
| True Zombie | Es bedarf einer gewissen Zeit, wenn man musikbeeinflusst ist und somit auch die Welt anders wahrnimmt, bis man wieder in der Stille ankommt, dort Fuß fasst und sie genießen kann. Es verhält sich wahrscheinlich wie mit substantiellen Drogen: Rauf kommt man schnell und angenehm aber runterzukommen dauert länger und ist unangenehmer. |
| True Zombie | Traurigkeit, Angst und Agression bilden sowohl den Übergang vom Frieden der Musiklosigkeit zur Freude der Musik, als auch den Übergang zurück von der Freude der Musik wieder hin zum Frieden der Musiklosigkeit. |
| True Zombie | Wenn angenehmes übertrieben angenehm wirkt und unangenehmes übertrieben unangenehm, ist es letztlich nur beschissen. Als die Schere das erste Mal in jene Extreme auseindanderklaffte, erfuhr ich es eher so, daß das angenehme überwog und ich mich da hineinsteigerte, um es zu genießen. Beim zweiten mal als die Schere wieder auseinanderklaffte jedoch, überwog das unangenehme und ich steigerte ich mich da hinein, um mich abzuhärten. Beides ist gleichermaßen beschissen. Und somit ist es letztlich am Besten wenn man es wieder so gemäßigt erfährt, daß angenehmes nicht übertrieben angenehm und unangenehmes nicht übertrieben unangenehm wirkt. |
| True Zombie | Musik weckte extreme Emotionen, welche wiederum zu einer extremen Wahrnehmung führten. Jene extreme Wahrnehmung hatte wiederum extreme Gedanken zur Folge, die sich wiederum in extremem Verhalten ausdrückten. |
| True Zombie | Das was man eigentlich sucht, wenn man sein Glück sucht ist eher ein gewisser Bewußtseinszustand. Wer ihn noch nicht hatte, sucht ihn solange bis er ihn hat. Wer ihn mal hatte und wieder verloren hat, sucht ihn ebenso - solange bis er ihn wieder gefunden hat. Jedoch sind letztgenannte Suchende klar im Vorteil, da sie zumindest eine Vorstellung von dem haben, was sie suchen. Wohingegen erstere eher blind suchen, da sie es noch nicht kennen. |
| True Zombie | Was mir auffällt, ist daß ich unter musikalischem Einfluß immer einem sadomasochistischen Einfluss ausgeliefert bin, da es mir dann nur noch darum geht, mich gegenüber anderen Menschen zu erhöhen bzw. zu erniedrigen. Das hatte ich sowohl in meiner Jugend wo ich zum ersten Mal auf Mucke war, als auch in den letzten Jahren wo ich das zweite Mal auf Mucke war. Dazwischen hatte ich ne Ruhephase von der Musik und somit auch von diesem sadomasochistischem Erhöhen und Erniedrigen. Während jener Ruhephase jedoch lebte ich umso verstärkter meinen Fetisch aus. Kennt das noch irgendwer oder ist das eher ne Ausnahme-Erscheinung? Wenn ich mir so die Menschen angucke, die mir tagtäglich auf der Straße begegnen und ich checke die, dann gehe ich davon aus, daß das wohl anscheinend die Regel ist und keine Ausnahme. |
| dark_punky | hmm.. intressanter aspekt ich glaub das is alles ansichtssache bzw interpreationssache der musik gegen über weil du kannst iein lied hernehmen es 10 leuten vorpsielen und du wirst 10 verschiedene meinungen, gefühle, interpretationen usw haben... mir persönlich wärs noch nicht wirklich aufgefallen ^^ |
| True Zombie | Ich weiß nicht mehr Wie es weitergehen soll Also harre ich einfach aus In meiner Ratlosigkeit Ohne Ziele und ohne Pläne Ohne Sinn und ohne Zweck Wartend auf ne Inspiration Die mich irgendwo begeistert Doch ich warte wohl vergebens Meine Zeit ist wohl abgelaufen Schade eigentlich Oder vielleicht auch gottseidank Mal sehen, wie es sich entwickelt Wenn ich mir die Menschen anschau So finde ich unter tausend Menschen Maximal ein, zwei Leute Die mir eine mögliche Perspektive eröffnen Aber wozu eigentlich Denn ich bin ja eh schon mit einem Bein im Grab |
| True Zombie | Was Musik derzeit in mir auslöst: Ich werde überwach. Ich höre Stimmen aus der Ferne, die ich auf mich beziehe. Ich sehe das Innere von anderen Menschen wenn ich sie sehe. Ich sehe den Geist anderer Menschen in Gegenständen. Ich werde körperlich sensibel. Ich bekomm nen Haufen Gedanken und Gefühle. Ich seh mich selbst als unterschiedliche Personen. Ich krieg nen übelsten Laberflash. Ich werde aggressiv. .... |