| lioba | Gedanken in den Raum geworfen, bevor sie mich erdrücken. Gestern ein Abend wie er schöner nicht hätte sein können. Trotz allem mit einem bitteren Beigeschmack. W. wird die nächsten Jahre wohl erstmal relativ unerreichbar sein. Norwegen. Für ihn natürlich toll. Berufliche Chancen und so. Ich freue mich auch für ihn, dass er diesen Schritt wagt. Aber bin ich egoistisch, und heimlich für mich bin ich das, dann denke ich nur daran wie furchtbar es sein wird ihn nicht mehr zu treffen. Ich gehe fort und der, auf den ich mich freue ist er.... Hier fängt der Cursor an, minutenlang an der selben Stelle zu stehen und zu blinken. Gedanken schweifen davon. Damals: Er, der mich aus der Unbeweglichkeit holte, mich mit seiner Stärke, inneren Ruhe und seiner festen Überzeugung beeindruckte. Er,der in mein Leben platze, mein Bruder wurde. Dunkle Augen, sanftes lachen und immer ist ihm ein Anflug von Schalk anzusehen. Seine Ernsthaftigkeit, mit der er mir in manchen Momenten alle Antworten auf alle Fragen geben konnte. Er, der mich ins Leben geführt hat. Ich bewundere ihn. Ich wünschte ich hätte so einen Vater. Er lebt. Gestern: Headbangen stundenlang, klatschnassgeschwitzt heimgegangen, gelebt, verabschiedet. Die komplette Palette an Emotionen. Ich habe mich bei dir rumgedrückt. Den ganzen Abend lang. Weil ich Zeit, die in den letzen Monaten verloren ging nachholen wollte. Seltsam aber es war so... Es gibt so viele Dinge, die ich dich noch fragen wollte, Dinge die ich dir sagen wollte. Aber sie passten nicht. Und nun sitze ich da und vermisse dich schon jetzt. Einfach weil ich weiß, dass eine kleine SMS nicht mehr reicht,damit ich weiß, wir sehen uns abends. Ich war meistens zu stolz diese Angebote anzunehmen. Nun wünschte ich, ich hätte es öfter getan. Ich benehme mich, als wärest du gestorben. Dabei bist du ja gar nicht aus der Welt. Aber mit dir geht das letzte bisschen Stabilität flöten... Heute: Still, leise, in mich gekehrt. Ich möchte eigentlich nur vor mich hinleiden. Gedanken kommen und gehen. Trotzdem gehe ich mit ins Kino, was tut man nicht für...Bekannte (Freunde? Nein, davon habe ich nur sehr,sehr wenige. Ich definiere Freunde wohl recht streng...). Der Film war genial, witzig und überhaupt sehr toll zum Kopf abschalten. Aber trotzdem bleibt ein Gefühl, dass ich am liebsten einfach aufhören würde zu atmen. Ich hasse es zu wissen,dass sie alle gehen. Die einen,weil sie auswandern, die anderen, weil sie sich seelisch entfernen und man nur noch belogen wird. Von Leuten, denen man sein Leben anvertraut hätte. Aber nein... "Alles oder alles" Aufgabe ist keine Option. Also weiterexistieren. Alles wegschieben, irgendwann wird es schon besser werden. Und trotzdem: Haltet die Welt kurz an, damit ich aussteigen und ein klein wenig Pause machen kann.Bitte. [SIZE=1]I believe it will be better... anytime.[/SIZE] |
| lioba | "Ganz ehrlich, dein Wochenende interessiert mich aber nicht..." Der Abschluss unserer großartigen Unterhaltung.... "Du kotzt mich nur noch an..." "Ach ja? Weißt du, warum ich dich nur noch anmaule, weil ich verdammt nochmal versuche dir bei allem zu helfen und ich würde einfach gerne hören sowas wie...wie war dein wochenende? Selbst wenn es geheuchelt wäre" Und dann dieser Satz... Nimm dir doch dein verdammtes Auto, mit deinem verdammten Führerschein, wozu ich dir zu beidem geholfen habe, dich fast dort hin getragen habe, und fahr verdammt nochmal gegen irgendeinen besch******* Baum. DU bringst mich nicht dorthin, wo DU mich damals rausgezogen hast. Dann mach doch was du immer vor dich hinheulst. Nimm dein blödes Auto und geh sterben. Dann kann ich auch nichts mehr machen... Verdammt ist es zu viel verlangt, dass du nach allem wenigstens dich minimal für mich interessierst, statt dich nur nur an diesen blöden PC zu setzten und danach zu pennen??? Ist es zu viel verlangt einen netten Blick zu wollen,dafür, dass ich immer da bin? Scheiße, dass es dir schlecht geht ist keine Ausrede! Lass mcih einfach in Ruhe.... Verschwinde aus meinen Gedanken, aus meinem Herzen, aus meiner Seele... Und wieder ist alles was mich jetzt noch aufrecht hält: "Alles oder alles" Aufgabe ist keine Option. Und daran klammere ich mich. Solange bis es besser wird... Irgendwann muss es das. |
| lioba | [URL=http://de.youtube.com/watch?v=CoUOrLe4vlY&feature=related]Amy Lee ft. Seether - Broken[/URL] Über diesen Song bin ich eben gestolpert. Dabei wollte ich etwas ganz anderes hören... Und immernoch könnte ich dieses Lied stundenlang hören und dabei in Erinnerungen ertrinken. Ich habe dein Foto weggeräumt. Du lächelst darauf so stolz, hattest eben die Prüfung gemacht zum Gabelstaplerfahrer. Fiel dir nicht schwer. Aber es war etwas,was DU geschafft hattest. Dieses Lächeln. So liebe ich dich, so vermisse ich dich. Doch dieser F. ist fort. Ich weiß nicht wohin. Ist er weg, ist er tot... Ich sehe ihn nicht mehr. Aber es zerreißt mich innerlich nicht mehr seine Stimme zu hören. Eigentlich war es [URL=http://de.youtube.com/watch?v=Km8xIs24UeY]Pantera - I´m broken[/URL] das ich gesucht hatte. Den ganzen Tag über Häärchen im Innenohr damit zerstört. Mich daran geklammert. Versucht eiskalt, wütend und egoistisch zu werden. Bis zu dem ersten Broken hat das auch wunderbar geklappt... Jetzt 2 Minuten Wehmut und Sehnsucht. Heimweh. Und dann gleich wieder: Cut! Es geht nicht anders. Ich schiele dorthin wo dein Foto jetzt liegt. Zu deinem Schwert,das dort in der Ecke steht. Deinem Hemd, das da üben auf dem Sofa liegt. Und du bist überall in meinem Leben. Nur nicht bei mir. Du hast damals gesagt du wärest beziehungsunfähig. Und doch hast du mir das Leben und den Himmel auf Erden gezeigt. Und warum kannst du alles akzeptieren, aber mich erträgst du nicht? Warum. Wenn du mir doch einfach diese Fragen beantworten würdest. ________________________________________________ So und nun musst du wieder verschwinden aus meinem Kopf. Sonst kommt die Lähmung zurück, die Unfähigkeit irgendetwas zu tun. Ich werde meine Hände beschäftigen, meine Gedanken auf anderes lenken. Krampfhaft. Aber es muss. Denn sonst ziehst du mich hinab. Oder ich mich. Die Grenzen sind da so fließend... |
| lioba | So I'm trying to teach you something But you turn away So I'm trying to show you the path But you'll walk astray I would cross the seven seas Just to get to you I wouldn't sleep a thousand nights To give what belongs to you Trust In Me The Way I Trusted You I Know We Could Have Done This Together If You Believed In Me Like I Believed In You My Heart Would Be Forever In Your Hands Wie gerne würde ich dir das aus tiefstem Herzen sagen können... |
| Adore | Ich weiß nicht, ob es von deiner Seite erwünscht ist, dass ich hier schreibe (sollte das nicht der Fall sein, kann diese Meldung einfach gelöscht werden) ... Auch wenn du wahrscheinlich in einem völlig anderen Umfeld, ja vielleicht sogar einer völlig anderen Welt lebst, so ist es doch faszinierend, dass dieser eine Gedanke nicht nur in deinem Kopf blüht. Es tut irgendwie gut, zu lesen, dass man nicht der/die Einzige ist, der/die, was auch immer gerade im Leben vor sich geht, einfach versucht weiter zu kämpfen - wogegen und wofür auch immer -, weiter zu leben und zu existieren. Die Devise, dass es nicht irgendwie gehen wird, sondern muss, bewahrt vor der Resignation, vor der Selbstaufgabe oder gar der Aufgabe all dessen, was noch sein könnte, wenn man nur noch länger durchhält. Vorfreude, oder nein, besser gesagt, die Aussicht auf eventuelle Freude oder Glück, erhalten einen irgendwie am Leben. |
| lioba | Oh nein, es macht nichts, dass du geschrieben hast. [QUOTE]Es tut irgendwie gut, zu lesen, dass man nicht der/die Einzige ist, der/die, was auch immer gerade im Leben vor sich geht, einfach versucht weiter zu kämpfen - wogegen und wofür auch immer -, weiter zu leben und zu existieren. [/QUOTE] Das trifft es exakt auf den Punkt. Vielleicht kann man das auf die Erfahrung schieben, was passiert,wenn man aufgibt. Wer weiß. Aber es wird bestimmt irgendwann besser. Einen wirklichen Hoffnungsschimmer sehe ich nicht. Vorfreude gibt es da auch nicht. Eher im Gegenteil. Aber es muss. Denn irgendwann ist auch die längste Nacht zu Ende. Wie ein Freund mir einmal schrieb: "Das Leben ist wie ein Gebirge. Egal wie tief unten im Tal du bist.Irgendwann geht es wieder nach oben." Vielleicht ist das gut so. Wäre das Leben sonst nicht zu langweilig? [SIZE=1]...allerdings sehne ich mich manchmal nach nichts mehr, als nach ein wenig Langeweile.[/SIZE] |
| lioba | Stell dir vor dein Leben wäre doch ein Wunschkonzert.... Liebe: Er ruft mich an.Morgen, übermorgen, überübermorgen. Ich drücke ihn weg oder lasse mein Handy absichtlich daheim,wenn ich weg gehe. Er fährt vorbei, klingelt, hat ein Gänseblümchen oder sowas in der Hand: "Scheiße, ich weiß nciht was ich machen soll. Ich liebe dich, das weiß ich. Mehr als jede andere zuvor... Vielleicht...*dackelblick* Ich möchte nur wieder zu dir gehören." Meine Antwort:"....Arschloch. Du bist ein gottverdammtes Arschloch, weißt du eigenltich wie sehr du mir dauernd weh getan hast???" Und dann ein langer, zärtlicher Kuss und Freudentränen. Freunde: Bitte alle zurück zu mir. Nicht jeder weg. Bitte lasst mich hier nicht alle sitzen. Sie sollen alle hier in der Nähe wohnen. In maximal einer Stunde erreichbar sein. Ich möchte ich micha uch mal bei meiner besten Freundin persönlich ausheulen können oder sie drücken können,wenn es ihr nicht gut geht. Mist. |
| lioba | [URL=http://de.youtube.com/watch?v=znGl-MHwAeI&feature=related]Es ist ein soooo schöner Tag....[/URL] *leicht hysterisch lach* |
| lioba | Erinnerungen,die aufkommen. Du verwirrst mich. Meine Gedanken kreisen schon fast zwanghaft um dich. Weißt du noch wie wir uns kennen gelernt haben? Irgendwann Januar 2006, ich auf eine Feier eingeladen,auf die ich so überhaupt keine Lust hatte. Aber T. war da. Er,denn ich fast vergötterte. Und natürlich J. Die Freundin,die mich dort hinschleifte. J. kannte dich und zog mich hinter sich her zu dir. Warum auch immer war irgendwann deine Vodka Flasche leer. Du warst noch recht nüchtern *lächel* Irgendwann J. die sich an T. ranschmiss und natürlich, wie es ihr bei jedem Mann gelang, bekam sie ihn rum. Ich war so sauer und warum auch immer stand ich irgendwann mitten im Raum und küsste dich. Aus Trotz? Ich weiß es nicht mehr. Aber ich weiß noch,dass ichdanach erst recht wütend war und heimging. Wütend auf dich, auf mich, auf sie, auf alle. Cut. Es ist Ende Februar. Die ganze Zeit hatte ich nichts mehr von dir gehört. Noch ein paar Bemerkungen der Klasse wegen uns"So kennen wir dich ja gar nicht *g*" oder "Was willst du denn mit dem?Der ist doch hässlich." Ich lachte mit, nahm es nicht wichtig, vergaß dich fast. Mit J. war inzwischen wieder alles in Ordnung. Nach der Schule wollten wir in die Stadt laufen. Als wir an der Bushaltestelle vorbeigingen warst du dort. J. bemerkte ihn gleich, rannte hin und begrüßte dich. Ich ging hinterher und hoffte, du würdest mich nicht wieder erkennen. Allerdings platze J. kurz darauf natürlich damit raus und ober er sich noch erinnern würde und und und... Von dir darauf ein kleines verwundertes Lächeln, dass dann zu einem wahnsinnig umwerfenden Grinsen wurde. Ich war wohl so rot, wie noch nie in meinem Leben. Hässlich? Nein,fand ich nicht... Die nächsten Tage schrieben wir viel miteinander. Ich saß stundenlang vor dem Pc, hoffte,dass du online kommst. Mein Herz raste und überschlug sich bei jedem einzelnen Wort von dir an mich. Kurz darauf unsere beiden Spaziergänge. Stundenlang und nie ging uns der Gesprächsstoff aus. Ich erinnere mich an eine Situation, als du stehen bliebst, mich in den Arm nahmst und mir einfach in die Augen gesehen hast. Hast du gemerkt, wie sehr meine Beine zitterten? Wie mein Herz klopfte? Ein paar Tage darauf. Wir waren Kaffee trinken. Ich habe mich bei dir so wohl gefühlt wie in meinem ganzen Leben bei noch niemandem. Immer hatten wir etwas zu reden, und wenn nicht dann war es ein wunderbares Schweigen. Ich habe jede einzelne Sekunde genossen. Irgendwann,als wir dann eigentlich bald gehen wollten kam eine Freundin mit ihrem Freund zufällig dazu. "Seid ihr denn jetzt zusammen?" Von mir kam ein sehr schnelles Nein, von dir ein Ja. Wir sahen uns an, lachten und ein Blick reichte um aus meinem Nein ein Ja zu machen. Als ich dann später heimging und wir uns verabschieden mussten... Ein Handkuss von dir. So zärtlich, so liebevoll. Ich hoffe du weißt,dass das eine der glücklichsten Sekunden meines Lebens waren... 29. März 2006 Ich weiß ich schreibe wirr. Aber beim Gedanken an dich überschlägt sich mein Gehirn. Ich liebe dich. Immernoch... Oder? |
| lioba | Nun sitzt man wieder da. Das Herz verschlossen,sodass kein gutes Gefühl tief dringt. Lieder,die mir sonst eine Gänsehaut über den Rücken jagten berühren mich nicht mehr. Nur ab und an abends.... Gestern kam Auf dem Weg nach Cold Mountain. Wie oft hat mich der Film an dich erinnert. Nicht so sehr die Geschichte. Aber der Ausdruck in den Augen, als er zu ihr zurück wollte. Als er gegen Ende auf seinem Pferd saß, den anderen erschoss, selbst tödlich getroffen wurde... Zuerst dachte ich das wäre... Trauer in den Augen und es wäre das was mich so sehr an dich denken lässt. Aber es war ein toter, sterbender Ausdruck. Und als ich das begriff, da brach die Mauer. Du bist meine Achillesferse. Und wie sollte man die aufgeben können, loslassen können. Wo ich dir doch mein Leben verdanke. Mehr als einmal. Du hast mir gezeigt wie man lacht, wie man liebt, wie man genießt. Dass es einen Weg abseits der Disziplin gibt. Mir gezeigt,dass ich mich bei dir einfach fallen lassen kann. Ich wusste immer, du bist da und fängst mich. Du bist der Grund warum ich hier sitze und schreibe. Und niemals werde ich das vergessen. Niemals. Es ist seltsam. Selbst jetzt,da ich eigentlich gut mit dir als "guten Freund" auskomme kann ich mir keinen anderen als dich in meiner fernen Zukunft vorstellen. Ich, ein wenig anverliebt. Mir dessen nicht sicher,weil mein Herz recht stumm ist in letzer Zeit. Aber trotzdem. Ich, jetzt. Ich kann mir nur dich denken. Und ich werde dieses Bild nicht los,dass ich von uns hatte. Das ich geträumt hatte. Vor Ewigkeiten. Ich sitze vor dem Haus. Ich bin schon alt, es ist Sommer. Ich sitze vor unserem Haus auf der Treppe und habe einen Strohhut auf. Du bist im Haus. Und zu dem kleinen Türchen zum Vorgarten, direkt auf mich zu, kommt meine Tochter. Unsere Tochter. Sie hat meine blonden Haare, aber deine Locken und deine glänzenden Augen. Meinen Mund. Neben ihr läuft ihr Mann. Ein großer, schlanker, braunhaariger Kerl. Und in den Armen trägt sie meine Enkelin. Blaue Augen, blonde Locken. Ein richtiges Engelchen... Habe ich dir das jemals erzählt? Ich glaube nicht. Aber es ist tief in meinem Herzen eingeschlossen. Und obwohl ein "wir" ziemlich ausgeschlossen ist fühlt es sich doch richtig an. Warum? Das wissen die Götter, ich weiß es nicht. [QUOTE]Ich sah noch einmal in Sallys Brunnen. Doch diesmal war dort nichts mehr,was mir Angst machte. Nur Wolken,Wolken,Wolken. Und dann.....Sonne....[/QUOTE] |
| lioba | Nur ganz kurz: Danke Nachtwelten. Dieses Forum,das mir vertraut wurde. Heimat wurde. Andere Foren kamen und gingen. Aber hier ist die Konstante. Und egal wie oft schon totgeredet, gibt es doch immer die Themen und Nieschen hier, wegen denen ich fast jeden Tag wenigstens kurz hier bin. Mehr lesend als schreibend. Aber doch anwesend. Danke. |
| lioba | ...und was machst du nun eigentlich in meinem Leben? Da geht in mir alles drunter und drüber und auf einmal stehst du mittendrin. Kribbeln im Bauch. Ungewollt. Es soll weg. Macht nur aufgeregt,nervös und sprachos. Warum kribbelt es da eigentlich?O.o Also physisch gefragt. Einbildung? Macht zu nervös, als dass es Einbildung wäre. Wass soll ich anziehen,wie mich verhalten, was reden? Das war genau das, was ich vermeiden wollte. Aber dieses Gefühl lässt sich nicht kaputt machen. Es ist ja nicht so, dass ich mich ähm.. verliebt hätte. Nein nein. Sooo schnell geht das nciht. Aber diese Aufregung ist da. "Lass einfach alles so geschehen wie es eben kommt." Netter Rat. Aber schwierig zu befolgen. Am liebsten würde ich absagen. Nein würde ich nicht. Ach... |
| lioba | Dieses Gefühl mich auf den Boden werfen zu wollen. Schreien zu wollen: Es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Aber ich lächle, helfe und bekomme dafür nichts als Gezetere. Wozu mache ich eigntlich noch irgendwas? Ich möchte einfach hier liegen,schlafen und wenn es möglich wäre möchte ich raus aus meinem Körper. Aber nciht einmal nur ruhig liegen und schlafen kann ich. In mir ist eine Unruhe, wie ich sie lange nciht mehr gespürt habe. Ich vermisse den Sommer, das Zwitschern der Vögel, die lauen Nächte. Ich vermisse es nachts barfuß umherzulaufen und stundenlang auf einem Feld zu stehen um die Sterne zu betrachten. Ich vermisse das Gefühl von Leben. Cut Du, der du gestern einen weiteren meiner Tiefpunkte miterleben durftest. Ich weiß, ich bin furchtbar und es tut mir unendlich Leid, dass ich es mir erlaube dein Angebot mich ein wenig auf dir abzustützen angenommen habe. Es war egoistisch,denn auch dir geht es nicht gut. Aber ich konnte nicht anders. Dieser Satz von dir:"Von den wenigen Menschen, die alles nur durch ihren Willen ändern können gehörst du zu den ersten fünf." Du wolltest mir damit helfen, ich weiß. Aber es erschreckt mich und lässt mich flüchten. Du hast eine zu hohe Meinung von mir. Du denkst von mir als wäre ich stark, mutig, ein Stehaufmännchen. Aber das bin ich nicht. Oder ich bin es momentan nicht. "Natürlich könntest du viel ändern. Aber dein Problem ist: Es würde Kraft kosten und davor hast du Angst" Auch das stimmt und ich finde keine Widerworte. Wie gut du mich kennst. Wer weiß, früher hätte ich begonnen dir wieder zu vertrauen. Heute möchte ich wegrennen. Habe Angst vor dieser Nähe. Ich fühle mich getrieben, ich möchte fort und weiß doch nicht wohin. [IMG]http://www.sts.tu-harburg.de/projects/WEL/0911/images/Der%20Schrei.jpg[/IMG] |
| lioba | [I]Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Arme gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir´s nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. [/I] Sie duldet alles. Früher hätte ich gerufen:"Das ist Blödsinn! Auch die Liebe duldet nicht alles, erträgt nicht alles, glaubt nicht alles." Auch als ich eben über diese Sätze stolperte dachte ich so. Aber bei genauerem Bedenken.... Ich denke doch, dass Liebe dies alles kann. Doch dazu muss es Liebe sein. Keine Schmetterlinge im Bauch bei jedem Gedanken an den Anderen. Das ist doch eher Verliebtheit. Aber diese... Vertrautheit. Das "Ich fühle mich wohl bei dir". Das überdauert so viel. Und ich frage mich, wenn diese Liebe tief in mir all das überstanden hat, was sie eben überstanden hat, was sollte dann noch im Stande sein sie zu töten? Die Zeit? Das wäre sogar ein berechtigter Einwand. Das muss sich erst noch zeigen. Aber nun ist es schon so lange. Und diese Liebe ist eine der wenigen Konstanten in meinem Leben. Nicht immer zartrosa, nicht immer angenehm. Manchmal eher zerstörerisch. Aber es ist gut,dass sie da ist. [SIZE=1]Manchmal frage ich mich: Weißt du wirklich wie ich von dir denke?[/SIZE] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=l06M-dsQf3Q]Gives you hell[/URL] Yeah ein Lied für denjenigen Menschen in seinem Leben,den man hasst. Für dich du olles Miststück. Ich würde mich gerne ein einziges Mal vor dich stellen und dir sagen was ich von dir denke. Die ganzen Male, die du mich vor allen Leuten mies gemacht hast. Tage an denen ich dachte ich kann keinen weiteren Schritt mehr tun,weil ich mich wie ein kleines Stück braune Hinterlassenschaft fühlte. Eben so, wie du es mir den ganzen Tag vorgebetet hast. Warum warst du so bissig? Weil der Chef nach einem Jahr meinte eigentlich könnte ich nun schon meinen Abschluss machen? Weil du dort dein ganzes Leben lang versauert bist und ich manches besser konnte als du? Nach einem Jahr? Damals hast du es geschafft mich nieder zu machen. Aber du hast mich nie dazu gebracht aufzugeben. Es mag für dich so aussehen, da ich ja nun weg bin und das tue was mir Spaß macht. Aber wäre diese einmalige Chance nicht gewesen: ich hätte dir weiter die Stirn geboten. Was uns nicht umbringt macht uns nur stärker. In diesem Falle traf der Spruch voll zu. Ich würde mich gerne vor dich stellen. Vor dich,die jeden Tag das macht,worin sie nur gerade mittelmäßig ist. Vor dich, die nichts von ihren Kindern weiß und total frustriert ist. Und dann würde ich, die das tut was ihr Spaß macht und ihr Leben genießt, mit einem süffisanten Grinsen sagen: "Neidisch?" Einfach nur dieses kleine Wort. Nein, natürlich würde das ncihts daran ändern,dass du mich vor allem und jedem schlecht machst, versuchst mich klein zu machen wann immer du mich triffst. Aber es täte gut. DU musst morgen wieder dort hin. DU musst mit deiner unterkühlten Familie leben. DU siehst keine Farben in deinem Leben. ICH [COLOR=crimson]LEBE[/COLOR] Ich gehe dorthin,wo es mir gefällt. Ich tue das was mir Spaß macht und ich habe Menschen in meinem Leben,die wichtig sind und tief gehen. Mein Leben ist knallbunt und vielschichtig. Und keine Sorge. Die kleinen grauen Flecken bekomme ich auch noch weg. |
| lioba | Achtung: Dieser Eintrag wird wirr, nicht gut ausformuliert und überhaupt sollte jeder, der Wert auf sein "Ich bin Gothic/Schwarz/sonstiges" legt nicht weiterlesen. Das ist einfach... *nach Worten such* Das ist etwas,was mich immer weider begeistert. Dieser Zusammenhalt. Dann die Musik, die Leute. Aber vorallem: Ein Rollstuhlfahrer kommt. Alles macht ihm Platz, damit er nach vorne kann und jeder feiert mit ihm. Jemand,der hinfällt. Alle bleiben stehen, helfen ihm hoch und schauen erstmal, ob alles in Ordnung ist. Jemand, der außen angemault wird und sofort stehen einfach 10 Leute hinter ihm, obwohl sie ihn gar nicht kennen. Das alles ist immer wie heimkommen. Ich gehe auf ein Reggae Festival. Jeder ist gut drauf aber eher für sich alleine. Ich gehe in eine normale Disko, jeder ist Egoist. Ich gehe zu einer Techno Veranstaltung: purer Egoismus. Ich gehe in eine schwarze Disse, Distanz und Eleganz um jeden Preis. Ich gehe dort hin und kann ich sein, wenn ich wollte hätte ich nach 10 Minuten jemanden,der mir bei allen Problemen helfen will. Da war eine Dame da, sehr hübsch. Schlank, Korsett, Rock, hohe Stiefel. Und so eine Art... Tüll um den Kopf. Sehr elegant, sehr chic. Aber was bringt mir das. Sie konnte den ganzen Abend nur dastehen und hübsch aussehen. Der Rest der Leute kam in alten TShirts und Bandpullis, bequeme Sachen, feste Schuhe. Nicht elegant und graziös, aber gut um einfach zu leben und sich selbst einfach machen zu lassen... Diese eine... Frau von F. war da. Also die mit der er dauernd zusammenhängt, die sich *knutscher* schreiben. Und meine Laune war soo (entschuldigt die Wortwahl) im Arsch -.- Aber dann kam ein wahnsinnig tolles Lied. Eines, dass leben lässt. Und der Kopf ging einfach aus und das Herz an. Nur noch Rhythmus fühlen und sich selbst machen lassen. Ich liebe es nach Hause zu kommen. |
| lioba | Hier bin ich nun wieder. Bald 48 Stunden wach und immernoch nicht müde. Ich kann nciht schlafen, bin zu unruhig. Nicht diese Unruhe, die einen umhertreibt, nicht stillsitzen lässt. Eine viel umfassendere Unruhe. Unterschwellig und aus der Seele kommend. Noch drängt sie sich nicht auf. Aber ich bemerke sie, so wie die Tiere ein Erdbeben vorraussehen. Das Leben schreit mir immer das gleiche ins Gesicht. Und man mag mich für verrückt halten, aber nachdem nun schon die ganze letzte Zeit ein und die selbe Botschaft auf mich einhämmert glaube ich nun auch an das, was mir die Karten sagen. Was soll ich nur tun mit mir. Ich weiß nicht vor und nicht zurück. Ich stehe im Nebel und weiß nicht wohin. Und gleichzeitig kenne ich meinen Weg doch zu genau. Ich sehne mich nach einem spießigen Leben. Ich sehne mich nach einem festen Job, einer Beziehung die das Herz erhellt und nach einer gleichbleibenden psychischen Verfassung. Oder nein. Eigentlich sehne ich mich nach einem Zuhause. "Home is where my heart is." Aber wo mein Herz ist, das weiß ich nicht. Es hängt an allem und doch an nichts. Ich weiß gar nicht mehr ob es überhaupt noch lebt, denn ich fühle nur noch mit dem Kopf. Wie lebt man? |
| lioba | Ich habe eben bei meiner Mutter angesprochen,dass sich Blacky gar nicht mehr bewegen will und es ihm wohl gar nicht gut geht und ob wir mal zum Tierarzt sollten. In letzter Konsequenz würde das heißen: einschläfern. Es ist ein bisschen grausam auf einmal der nackten, unumstößlichen Wahrheit gegenüber zu stehen. Sicher, es geht ihm nicht gut. Aber ich hatte noch nie einen alten Hund daheim. Was macht man da? Soll ich ihn aufscheuchen,damit er nicht nur rumliegt? Soll ich ihn lassen, denn er wird schon selbst wissen was besser für ihn ist? Natürlich, ich weiß leider, wenn seine Schmerzen zu schlimm werden, dann hilft wohl seine ganze Lebensfreude nicht mehr und es wäre egoistisch ihn um jeden Preis bei sich halten zu wollen. Aber dann gehe ich zu ihm, schmuse mit ihm, er gibt mir ein Bussi und sieht mich aus seinen wunderschönen, ehrlichen braunen Augen an. Und dann weiß ich: Ich könnte das nicht tun. Ich kann nicht darüber bestimmen. Lieber kaufe ich ihm einen Rollstuhl und er bekommt wöchentlich Spritzen gegen die Schmerzen. Ich wusste schon damals, als wir ihn aus dem Tierheim holten, dass er nicht ewig bei uns bleiben würde. Aber es war eben gegenseitige Liebe auf den ersten Blick... [IMG]http://img.2concert.de/org_bilder/user/295282.jpg[/IMG] [SIZE=1]Ich liebe dich mein Stinker. Du bist mein Grund hier zu sein.[/SIZE] |
| lioba | [COLOR=purple]Es heult der Wolf des Nachts im Wald Vor Hunger kann er nicht schlafen Und seine Höhl‘ ist bitterkalt er giert nach fetten Schafen. Du Wolf, du Wolf, komm nicht hierher Mein Kind bekommst du nimmer mehr Es heult der Wolf des nachts im Wald er heult vor Hunger und Klagen aber ich geb ihm `nen Schweineschwanz der passt in des Wolfens Magen Es heult der Wolf des nachts im Wald Und findet nicht zu beissen. Aber ich geb ihm nen Hahnenkamm Der soll ihm den Hals zerreissen. Schlaf, mein Kind, in Mutters Bett Laß nachts den Wolf ruhig heulen denn wenn sie kein andrer vor mir nahm geb ich ihn noch Hähnchenkeulen Hmmm... …mein Kind bekommst du nimmer mehr. [/COLOR] Oh ich vermisse den Frühling, den Sommer. Laue Abende, Zelte, ein Lagerfeuer, liebe Menschen und eine Gitarre. Ich vermisse es am knackenden Feuer zu singen, Met zu trinken und die Sterne zu beobachten. Ich vermisse es so sehr, dass es körperlich weh tut. [SIZE=1]Zitat:"Langhaarige, minderbemittelte, tatoowierte, drogenabhängige Assis." Ich könnte so lachen,wenn ich an diese Aussage denke und die von Personen kam, die niemals über ihren Tellerrand geblickt haben. Ich hätte jetzt am liebsten alle meine Assis um mich versammelt. Für mich ist das mein Lebenselixier.[/SIZE] |
| lioba | [URL=In your arms]http://www.youtube.com/watch?v=EvdULoOvbHk&feature=related[/URL] Was um aller Welt hast du mit mir gemacht? Was? Wie kann es sein, dass ich nciht von dir loskomme? Ich versuche zu leben, zu lachen, neue Menschen kennen zu lernen, versuche mein Herz abzulenken von dir und alles macht es nur noch schlimmer. Du sagst:"Du solltest doch langsam verstehen,dass es am Ende unserer Beziehung nicht mehr ging" Natürlich das weiß ich. Ich war daran nicht unschuldig. Doch du nimmst dieses Argument ohne zu sehen,dass ein Jahr vergangen ist. Wir haben uns beide verändert. Wir sind beide wieder ein wenig wir geworden. Wir wissen wieder was wir wollen. Bitte.... Ich weiß ich bin nicht die wunderschönste, schlankeste oder exotischste. Auch habe ich nicht überall Piercings und Tattoos und finde Schweißerbrillen und Plüschstulpen albern. Ich kann einfach nur ich sein. Aber das besondere ist, dass ich dich liebe. Nach wie vor. Egal wie du dich verhältst. Egal wie wenig tiefgründig und wie wenig emotional du sein möchtest. Ich liebe nicht deine Haare, nicht deine Zähne, deine Klamotten oder deinen Körper. Ich liebe dich. Dich als Person. Ich liebe es wie du lachst. Ich liebe den Ausdruck in deinen Augen. Deine Art dich zu bewegen. Deinen Drang nach Freiheit. Dein ewiges Suchen. Ich liebe deine Stimme und wie du atmest. Ich liebe es wenn du mich nervst, wenn ich dich hasse, wenn du mich tröstest, wenn ich dich vermisse, wenn mich alles an dich erinnert. Und es gibt nichts auf dieser Welt, was das ändern könnte. Du sagst ich solle erwachsen werden, es sei langsam Zeit. Aber weißt du: Ich bin so erwachsen wie ich nur sein kann. Ich möchte auch nicht zu erwachsen sein. Ich möchte dass du mich siehst. Und ich habe Angst davor zu bemerken, dass du durch mich hindurchsiehst. Ich habe Angst davor, dass du eine andere so ansiehst wie du mich angesehen hast. Es ist eine erbärmliche Tatsache: Ich kann nciht ohne dich. |
| lioba | Es ist interessant wie schwer es mir fällt in Gedanken unser Telefonat zu sortieren. 1 Stunde und 10 Minuten auf Handy. Und endlich ein Gespräch wie ich es seit Monaten ersehne. Du, der du mich so gut kennst und so viel schon erlebt hast. "Du musst lernen locker zu lassen." "Leb dein Leben doch einfach mal. Nach deiner Ausbildung wirst du nie wieder dazu kommen. Geh raus und hab einfach Spaß, mach Party." "Es wird verdammt schwer für irgendjemanden je an dich ran zu kommen. Verdammt schwer." "Hör auf Dinge für andere zu tun. Tu da was du tun willst für ich. Sonst bringt es dir nichts." "Und wenn es so wäre? Ja hatten wir..." "Ich hatte Angst um dich" Die wichtigsten Sätze, die mir nun im Kopf hängen. Eine Woche sehen wir uns nun nicht. Das klingt wenig. Zu wenig. Und gleichzeitig viel zu viel. Ich soll aufhören an dich zu denken. Ich vesuche es. Ich habe dir gestern Dinge erzählt über die nicht einmal ichmir wirklich im klaren war. ... Ich sollte aufhören zu schreiben. Bevor die Gedanken wieder beginnen zu kreisen. Um dich, um sie, um die Vorstellung... [SIZE=1]unfähiges ich. wer bist du nur.[/SIZE] |
| lioba | [COLOR=indigo]Momentaufnahme: Leise schleiche ich ich durch den Flur, ich will sie nicht wecken. Sie hat einen leichten Schlaf. Ganz leise die Haustür öffnen. Ich setze mich auf die Treppe vor dem Haus, die warme, weiche Decke um mich gelegt. Ich stelle überrascht fest,dass es gar nicht so kalt ist. Nur schnell eine rauchen... Doch dann bemerke ich dieses beruhigende Geräusch des Regens. Wie lange habe ich das nicht mehr bewusst gehört? Wie lange nicht mehr diesen feinen Nieselregen auf meiner Haut gespürt? Und so sitze ich dort. Die Minuten vergehen, Zigarette schon lange aus. Ich höre das leise rascheln der Blätter, die Katze die dort im Gebüsch läuft. Das Leben steht auf einmal vor mir und ich bin überrascht über die Erkenntnis wie lange ich das alles nicht beachtet habe. Vielleicht ist es das,was mir in meinem Leben gefehlt hat. Vielleicht ist das ein Teil von mir, den ich gerne wieder bei mir hätte. Ich kenne mich nicht mehr und schwimme haltlos durch die Tage. Doch hier habe ich etwas was mich hält, was beständig ist und mir Ruhe schenkt. Hallo Leben, ich würde gerne zurück kommen. Würdest du mich wieder in deine Arme schließen?[/COLOR] |
| lioba | [SIZE=1]Ich habe eben etwas in Adores Nebelpfad gelesen, was alles auf den Punkt bringt. [QUOTE]Scheiße, es ist nicht so, dass ich dich liebe, weil ich dich brauche, nein, ich bringe mein Leben auch alleine gut genug voran. Ich liebe dich. Punkt. Das ist alles. [/QUOTE] [/SIZE] |
| lioba | [COLOR=firebrick][URL=http://www.youtube.com/watch?v=Cu8UDOFn5U8]nevermind me[/URL] [QUOTE]Lass dich nicht von mir stören, lass dich nicht von mir stören Ich werde nur Schatten an deine Wand werfen Lass dich nicht von mir stören, lass dich nicht von mir stören Mein Gott ich fühl mich so klein [/QUOTE] Nevermind me. Und doch bin ich hier. Verzeih, ich weiß nicht, ob ich weichen möchte. Ich versuche das zu sein. Ein Schatten an deiner Wand. Nur ob ich das schaffen werde? Ich habe Angst vor unserem Treffen. Ich weiß, es wird mir schlecht gehen danach. Nicht,weil ich dich nicht treffen möchte, sondern weil dann die Sehnsucht wieder in voller Blütenpracht erwacht. Die Sehnsucht, die mich nicht schlafen lässt. Ich habe mich inzwischen wieder auf ca 4 Stunden Schlaf hochgearbeitet. Ich habe Angst, wieder komplett zurückzufallen. Und doch... Du meldest dich nicht. Bist nicht da, wenn ich dich am dringensten brauche. Eigentlich sollte ich dir das nicht zum Vorwurf machen. Ich wollte ja, dass du dich nicht meldest und woher hättest du wissen sollen, dass es mir so schlecht ging.Es geht um eine Woche. Eine einzige verdammte Woche. Aber... etwas in mir drin fühlt sich verraten und im Stich gelassen. Ich hätte doch nur eine Schulter gebraucht. Deine Stimme, deinen Geruch. Weißt du denn überhaupt was jeder einzelne deiner Blicke für mich bedeutet? Sie gehen tief. Bis in mein Innerstes. Und ich habe keine Möglichkeit mich davor zu schützen. Die Wunderwaffe gegen dich habe ich schon vor langer Zeit verloren. "Ich habe dich sagen hören, dass du niemals mehr jemanden lieben würdest. Also warum kämpfe ich immernoch um dich? Auch wenn es sinnlos erscheint, ich bin an deiner Seite." Ich sollte mich innerlich von dir lösen. Das wäre gut. Locker lassen. Aber das ist noch ein Level zu hoch für mich. Ich versuche erst einmal äußerlich locker zu lassen. Mein neues Mantra: Es interessiert mich nicht,was er mit ihr hat. "Es war ja auch eine verdammt geile Zeit..." Sei dir sicher, ich weiß wieviel ich kaputt gemacht habe. Ich werde es wieder gut machen. Irgendwie. Irgendwann. Vergiss mich nur nicht. Bitte.[/COLOR] |
| lioba | Willkommen zurück, großer. Habe dich schon ein wenig vermisst. Warst ja auch lange genug weg. Mein Magen überschlägt sich vor stiller Freude, ich glaube du weißt das. [IMG]http://www.formatplus.ch/store/images/TI-007_Seite_1.jpg[/IMG] |
| lioba | [COLOR=indigo]Ich brauche Nähe - Ich brauche Raum. Ich brauche Gefühl - Ich brauche emotionale Eiszeit. Ich brauche Ruhe - Ich brauche Chaos. Ich brauche Geborgenheit - Ich brauche Schmerz. Ich brauche jemanden, der mich lässt - Ich brauche jemanden, der mich drängt. Ich brauche jemanden,der mich kennt - Ich brauche es, dass mich niemand kennt. Ich brauche Beständigkeit - Ich brauche Veränderung. Ich brauche Kraft - Ich brauche Mut zur Schwäche. Ich brauche Licht - Ich brauche Dunkelheit. Ich brauche Liebe - Ich brauche Hass. Ich brauche Herausforderungen - Ich brauche langweiligen Alltag. Das alles ist es was ich brauche, was mich retten könnte. Und doch wird es nie geschehen, denn wie sollte all das nebeneinander existieren?[/COLOR] |
| lioba | Selbst nach all dieser Zeit bin ich im Grunde meines Wesens noch Optimist. Erstaunlich. Das ist eine Erkenntnis, die mich eben mit voller Wucht traf. Eigentlich finde ich es nicht schlecht. Ich weiß nicht, ob ich wie du sagtest "die Menschen immernoch liebe". Das möchte ich ungerne verallgemeinern. Aber im Grunde bin ich Optimist. Ich glaube, dass irgendwann auch mal alles in normalen Bahnen läuft. Ich hoffe immernoch auf das schöne Leben mit Mann und Haus und Baum und Kind und Schaukel am Baum. Etwas in mir weiß, dass das kommen wird. Ich weiß gar nicht, warum ich immer so eine Panik hab, dass ich das nicht mehr bekomme. Ich bin nun gerade einmal 19,5 Jahre alt. Das ist eigentlich nicht viel. Gut, das Erlebte liese sich auch gut und gerne auf 3 Leute aufteilen. Aber das ist okay, anderen geht es schlimmer, andere haben ihr Leben schlimmer erlebt. Denn egal wie gut oder schlecht ein Leben rational betrachtet ist: auf das subjective Empfinden kommt es doch an. Und meines war... Ja, es geht wirklich schlechter. Nun, das lässt mich an meinen Lehrer denken. Etwas loben. Oder gleich Abzüge zu machen. Also: Hey, es war nur ein wenig bescheidener als der Durchschnitt. Nein auch wieder falsch. Es gab durchaus richtig gute Passagen. ò.ó Na, ich lasse das mal so stehen. Auf jedenfall bin ich in der Lage kleine Dinge zu lieben. Der Wind, der mir eben übers Gesicht wehte. Die Sonnenstrahlen heute Mittag. Der Vogel, der auf dem Baum vor meinem Fenster sitzt. Diese meine Fähigkeit mir eine eigene Meinung bilden zu können. Letzteres ist ja nichteinmal mehr so selbstverständlich. Leider. [SIZE=1]Werte, du weißt?[/SIZE] Ja doch. Insbesondere momentan: die Welt ist schön, mein Leben läuft perfekt. Ich tue das, was ich will. Ich tue es so wie ich es will. Ich habe mehr Freiheiten als die meisten. Das ist geil. [SIZE=1]...wären da nicht ab und an diese fiesen Stiche. Dieses dumpfe Gefühl. Dieses Grau.[/SIZE] |
| lioba | ...alleine dieser dunkle Hintergrund. Das tut gut. Virtuelle Heimat in die man sich verkriechen kann. Was um alles in der Welt läuft in mir schief? Es war so ein genialer Tag. Ausschlafen, toller und interessanter Unterricht, Sonne tanken, gute Musik, nette Leute... Warum schaffe ich es nicht einen einzigen verdammten Tag glücklich zu sein? Warum kommen mir trotzdem diese Gedanken? Warum ist es für mich erleichternd zu wissen ich könnte jetzt gehen? Wieso gefällt mir dieser Gedanke sogar heute? Im Zwiegespräch mit mir und die letzte Antwort: "Es wäre nicht schlecht mit einem schönen Tag aufzuhören." Lachen, das bis tief drin geht. Warum nicht? Warum nur das Lachen, was nach ein paar Sekunden wieder Vergangenheit ist ohne ein gutes Gefühl zu hinterlassen? Fragen über Fragen. Es wäre so einfach. Ein paar Tage bei niemandem melden. Niemand von denen die mir wirklich wichtig sind würde es mitbekommen. Und meine Familie... Mein Vater würde eh wieder nur.. Naja das gehört nciht hier hin. Meine Mutter. Tja die würde daran kaputt gehen. Aber das wäre dann nicht mehr mein Problem. Und meine Schwester... Ach die ist stark. Mein Hund. Tja der... Ob Tiere das so mitbekommen? Er wahrscheinlich schon. Blöde Sache. Aber trotzdem: Würde mir jemand anbieten jetzt zu gehen, die Antwort wäre ein "Ja". Warum ist schönes nur so anstrengend? "I believe"? Naja.. langsam ist es mir egal. Mag sein, dass es besser wird, mag sein auch nicht. Leben, du kannst mich mal sonstwo. |
| lioba | [COLOR=darkblue]Ich hätte es nciht tun sollen. Ich weiß es ganz genau. Es sind diese Texte und Bilder die alles wieder nach oben bringen. Alle Gefühle, Gerüche, Gedanken. Und doch kann ich nicht wegsehen, lasse mich in den Strudel reißen. Wie dumm. [SIZE=1] Kinder müssen geschützt werden. Ihre Seelen zerbrechen so leicht.[/SIZE] [/COLOR] |
| lioba | Es sind diese kleinen wunderschönen Momente, die mir momentan bewusst machen was ich habe... Zusammen dort auf dem Parkplatz sitzen. Aus S. wunderschönem Manta kommt leise gute Musik, wir sitzen auf Decken, wir trinken Kaffee, rauchen zu viele Zigarretten und hören einfach der Nacht zu. Niemand braucht sich zu verstellen, denn jeder nimmt den anderen wie er ist und findet es gut so. Es ist nichteinmal die größte, längste Freundschaft zwischen uns. Aber es ist passt und ist gut. In diesen Momenten gibt es keine Sorgen. In diesen Momenten ist einfach alles gut. S. erzählt davon, dass er schon wieder seinen Corsa in den Graben gesetzt hat. Sowieso weiß niemand,wie es dieses Auto so lange geschafft hat zu überleben. Lachen. Kein gezwungenes, einfach nur Freude über diese Geschichten die er so wunderbar erzählen kann. Er, dieser völlig Prototypische Mantafahrer. Heute wieder in Cowboystiefeln ("Die Sainson hat ja begonnen"). _________________________________________ Ich fahre nach Hause, ich habe es ja nicht weit. Auf direktem Wege wären es 5 Minuten. Aber ich fahre einen Umweg. Weil ich diesen Moment liebe. Die kurze Zeit, die Heimfahrt nach so einem Abend, der nicht besonders, aber eben schön war. Die Musik, der Fahrtwind der durch die Haare weht, die letzte Zigarrette für heute. Und auf einmal möchte ich einfach die Augen schließen und diesen Moment genießen. Die Ruhe in mir, die ich so lange Jahre nicht gespürt hatte. Ein eins-sein mit allem um mich. Das ist meine Freiheit. Das ist meine Definition von Freiheit. Und das ist es, was mir mein Leben lebenswert macht. Nachts um viertel nach zwölf fahren zu können, in diesem Moment tun und lassen zu können was ich will. Vergangenheit, egal. Zukunft, egal. Gegenwart, genießen. [IMG]http://www.agenturmogul.de/traktor/img/hermit.gif[/IMG] |
| lioba | "I believe" ..nun, nachdem anscheinend doch immer wieder Wunder geschehen könnte ich damit sogar wieder beginnen. Glauben. Glauben daran, dass es weiter geht. Irgendwie. Ein Abend wie heute gehört zu der Kategorie "Magisch". Momentaufnahme: Es ist heiß, dunkel und stickig. Die vielen Leute heizen kräftig auf und es gibt keine Fenster. Die Menge ist kurz davor auszuraste ob der guten Musik. Das beste Lied, wie so oft zum Schluss. Man hat nicht sonderlich viel Platz, aber wird auch nicht eingeengt. Ich habe Kopfweh ohne Ende, aber es macht nichts. Der Bass vibriert. Alles vibriert. Der Boden, meine Füße, meine Hände, ja sogar mein Gesicht. Die Musik ist laut, schnell, hart. Ich habe sein Bier in der Hand, seinen ihm so wertvollen Pulli über den Schultern. Du bist ein paar Meter vor mir, im "Bauerngeschubbse". Du hast sichtlich Spaß. Ab und zu blickst du zu mir. Kommst zu mir, erzählst mir etwas, lachst, trinkst von deinem Bier und gehst wieder. Nicht ohne vorher zu sagen: "Ich bin ein assozialer Arsch, ich weiß." Du lachst und umarmst mcih als ich sage, dass das nicht stimmt. Und ich stehe da fühle die Musik und die Energie um mich herum. Ich sehe meine Schäfchen, all die Leute die ich seelisch adoptiert habe. Ich sehe dich. Ich spüre die Haare des Herren hinter mir an meinem Rücken. Und ich fühle mich zuhause. Alles ist perfekt in diesem Moment. Bis auf das Kopfweh, aber das ist so klitzeklein, es stört den Moment nicht. [SIZE=1]Nun hast du es also anscheinend geschafft mich aus meiner selbstgebauten Festung zu locken... Ich hoffe du bist es wert. Ich hoffe du bist das Risiko wert.[/SIZE] Ja... Ab und an, wenn man kurz davor ist wieder einmal hinzufallen und zu beschließen nicht mehr aufzustehen, kommt eben doch ein Grund daher wieder zu glauben. [IMG]http://farm4.static.flickr.com/3336/3413132492_3c85fc356b.jpg[/IMG] [SIZE=1]Zoltán Farkas - Ektomorf[/SIZE] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=aps2c8J6DAA&feature=channel].Gone.[/URL] Wirre Gedanken, Gedankenbrieffetzen... Ich weiß nicht was ich von dir halten soll. Bist du jemand, der zuviele Freunde und deswegen zu wenig Zeit für jemanden wie mich hat? Nerve ich dich, obwohl du das Gegenteil gesagt hast? Bist du so, weil es dir diese Woche alles andere als gut ging? Bist du so wie du zu mir warst zu jedem? Ich kann mir das nicht vorstellen, aber geben soll es ja alles. Ich sollte gar nicht soviel darüber nachdenken. Einfach das Leben so laufen lassen. Aber es wurmt mich. Ein klitzekleines bisschen Bitterkeit macht sich in mir breit. _______ "Ach denk nicht daran, mein Date war auch nicht so toll. Hake es ab." Lieb gemeint, falsch gedacht. Leider fandest du die kleine viel zu kindlich. Sie ging dir zu wenig unter die Oberfläche und du konntest nicht gut mit ihr reden. Da ist das okay. Aber du vergisst: ich finde ihn toll. Er ist ein sehr lieber Mensch, er hat ohne viel zu tun genau das getan, was ich... als gut empfand. Dabei hat er doch nicht viel getan. Himmel... Wie lange ist es her, dass mir jemand so schnell so sehr den Kopf verdreht hat? Ich weiß es nicht mehr. Lange. Trotz dem bisschen Bitterkeit kommt mir ein kleiner Gedanke. Vielleicht sollte es nicht sein. Vielleicht hatte unsere Begegnung nur den Sinn mir zu zeigen, dass es eben nicht sinnlos ist, und es nicht der richtige Weg ist die Hoffnung aufzugeben. Vielleicht sollte es mir einfach zeigen, dass es noch Geborgenheit und Zuneigung gibt und auch ich diese fühlen kann. Und ja, an einen "Sinn" dahinter glaube ich. Es war einfach zu... erschütternd. Ich ging nachts als ich dort war nach Hause. Ich setzte mich in mein Auto und ärgerte mich erst einmal, dass der MP3 Player noch lief, weil ich vergessen hatte ihn auszumachen. Aber egal. Ich drückte auf Play und was für ein Lied kam? [URL=http://www.youtube.com/watch?v=vZn6nfdcWh8]Dieses[/URL] . Man glaubt kaum wie tief das in diesem Moment ging. Das Lied war zuende und ich fuhr tiefgerührt durch die Nacht. Möchte jemand raten was als nächstes kam? Nein? Gut, ich verrate es. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=BQa4jXxV_os]Das[/URL] hier. _______ Kann man so etwas noch Zufall nennen? [SIZE=1]Mein Kopf ist so voll. Die Gedanken rasen hin und her. Ohne Unterlass. Sie drehen sich im Kreis und im Kreis und im Kreis und trotz hunderfacher Überlegung wie ich das, was ich denke in Worte fassen soll... trotzdem bekomme ich keinen normalen Satz aus mir. Gebt mir Musik. Laute Musik...[/SIZE] |
| lioba | ...und endlich das ersehnte Lebenszeichen. Heute Abend. Eine halbe Stunde, bevor ich weg gewesen wäre.Und dann: Ob ich mitwollen würde. Von euch könne aber keiner mehr fahren. Ich war natürlich hellaufbegeistert. Innerlich, versteht sich. Ein paar Minuten später warst du wieder relativ sauer. Deine Kumpels wollten nun doch nicht und überhaupt müsse ich nicht fahrem, dass passt schon, du könntest auch zuhause bleiben. Schließlich warst du doch recht schnell davon zu überzeugen,dass es mir nichts ausmacht. [SIZE=1]Oh wenn du wüsstest, wie wenig mir das ausmacht dich abzuholen..[/SIZE] Der ganze Abend war toll. Es war schön zu sehen, wie sich deine Laune bessert. Es war schön mit dir zu reden. Es war schön, dass du dich immer neben mich gesetzt hast. Es war schön dich so begeistert zu sehen darüber, dass da die Lieder gespielt wurden mit denen du aufgewachsen bist. Ach was soll ich groß drum herum reden. Möchtegernepoetische Worte entfleuchen mir um diese Uhrzeit nicht mehr. Ich fühle mich wohl bei dir. Es ist nichts gezwungen, nichts anstrengend. [SIZE=1]...am liebsten hätte ich dich umarmt und nie wieder losgelassen.[/SIZE] Dein Erstaunen darüber, dass es mir nichts ausmacht noch etwas essen zu gehen bevor wir heimfahren. Dieser erstaunte Seitenblick:"Sag mal, warum bist du eigentlich so lieb? Ich verstehe das überhaupt nicht. Warum bist du so lieb zu mir?" Und dein Kopfschütteln, als ich völlig perplex fragte was du meinst und wie du darauf kommst. [SIZE=1]...ich möchte ja nur, dass du lächelst und es dir gut geht.[/SIZE] Die Heimfahrt... Oh Himmel. Wie du da neben mir gesessen hast. Eingeschlafen. Und das Schweigen vorher. Miteinander schweigen. Angenehmes Schweigen. [SIZE=1]Deine Anwesenheit, dein Geruch macht mich wahnsinnig.[/SIZE] |
| ArrogantNick | Jetzt, wo ich Deinen letzten Eintrag lese, da ist mir etwas in den Kopf geschossen. Etwas, das eigentlich so simpel und offensichtlich ist, dass das klassische 'Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen', es eigentlich am Besten trifft. Okay, also ich erinnerte mich an die Zeiten, als ich selbst nicht viel von mir hielt, im Grunde genommen gar nichts und dass ich mir zu jenen Zeiten auch nie erklären oder vorstellen konnte, was irgendwer an/in mir finden könnte. Komplimente waren mir hochnotpeinlich und ich schwankte immer zwischen zaghafter Freude über ein solches und etwas, dass sich wie Angst (davor gerade verarscht zu werden) anfühlte. Und ja, ich habe mich vermutlich aufgeführt und angehört, wie Du es gerade beschreibst, bezüglich Deines Bekannten/Freundes. Wenn wir jetzt noch davon ausgehen, dass sich nicht selten gleich gelagerte Energien/Wesenseigenschaften/menschliche Entwicklungsprozesse anziehen, dann würde das vielleicht Eure Startschwierigkeiten erklären. Weder Du noch er, wagen an das zu glauben, was sie sich eigentlich wünschen, wenn sie es eigentlich schon haben. ;-) Liebe Grüße aus einem sonnendurchfluteten Kiel Mischa |
| lioba | ... also mit diesem Beitrag hast du mich völlig aus den Socken gehauen gehabt. So herum hätte ich nie über die Sache gedacht. Du hast Recht, es klingt im Grunde ziemlich offensichtlich. _____________________ [SIZE=1]...ich wollte jetzt schreiben wie dieses Wochenende war. Von dem Auf und Ab mit dir. Von dem einen Satz der soviel kaputt machen kann[/SIZE] Aber so wie ich das wollte bekomme ich das nicht hin. Nicht jetzt, nicht heute, nicht morgen. Oder doch... Ich weiß es nicht. Ich bin so erschöpft. Diese Gefühlssachen schaffen mich immer ein bisschen und dieses Wochenende war gleich eine zehnfache Dosis. Der Abend gestern war einfach klasse. Witzig, locker ungezwungen. Aber dann. Nein, die Worte stecken in mir fest. Ich halte diese Erinnerung tief in mir und weiß noch nicht was ich von all dem halten soll. Auf der einen Seite nimmst du im Auto meine Hand und hältst sie fest. Auf der anderen kommt so ein... dämlicher Satz von dir. Und ich weiß einfach nicht wie ich ihn auffassen soll. Es könnte sein, dass du mir damit etwas tollpatschig gezeigt hast, dass du der Übermann schlechthin bist. Oder du hast ihn so gemeint wie ich es zuerst aufgefasst hatte. In dem Fall: Schau dasd abhausd. Als ich dann schließlich beschließe eben letzteres anzunehmen,weil die andere Möglichkeit einfach.. unglaublich wäre kommst du daher und schmeißt meine Theorie wieder über den Haufen. Alle meine finsteren und verbitterten Gedanken. Nein, nicht verbittert. Ich fühlte mich nur bestätigt. Ich kann dich nicht deuten. Das macht mich völlig irre. Wie dein Freund gestern über dich sagte:"Der ist der Wahnsinn der Typ. So einen hab ich noch nie kennen gelernt." Ich kann dem nur zustimmen. Ob ich das für mich allerdings positiv oder negativ empfinde... Nun, da bin ich mir noch nicht ganz so sicher. _____________________ Es bleibt eh auf dieser Freundschaftsstufe hängen... [COLOR=firebrick]Blödsinn. So verhält man sich nicht, wenn es nur um Freundschaft geht.[/COLOR] Ach sicher? Vielleicht ist das bei dir so, aber wer sagt denn, dass der Rest der Welt genauso denkt? Schonmal daran gedacht, dass du nur ziemlich naiv bist? [COLOR=firebrick]Natürlich habe ich daran gedacht. Oft genug sogar. Aber sieh mal, jemanden der so zu einer guten Freundin ist, der wäre doch eh nichts für mich. Das würde mich wahnsinnig machen.[/COLOR] Aha, du gestehst dir also wenigstens ein, dass es so sein könnte. Du weißt ja, pass auf dich auf, häng dich nicht zu sehr rein. Ein gutes Ende nimmt das ja so oder so nicht. [COLOR=firebrick]...selbst wenn es das nicht nimmt. Ich nehme die Zweifel in Kauf und nehme es wie es kommt. Denn das was kommt ist gut.[/COLOR] Das hast du jetzt nicht gesagt oder? Alles was kommt ist gut? Darf ich dich mal daran erinnern wie sauer du über diesen blöden Kommentar zum Beispiel warst?. [COLOR=firebrick]Ach nun sei doch still! Wer will schon Perfektion...Glaube es doch einfach. Menschen finden sich. Und auch wenn du dir dessen oftmals nicht mehr so sicher bist: auch du gehörst da mit dazu. Ob du nun willst oder nicht. Du träumst nicht. Versteh das endlich..[/COLOR] |
| ArrogantNick | [size=1][COLOR=firebrick]Er wird sich einfach ähnlich ungeschickt in emotionalen Dingen anstellen, wie Du es auch tust.[/COLOR] Schließlich seid Ihr beide ungeübt. ;-)[/size] .... |
| lioba | [SIZE=1]...damit bist du der dritte Mensch,der das so sieht. Eventuell sollte ich auf die Mehrheit hören. [/SIZE] |
| ArrogantNick | [SIZE=1]Du solltest auf DICH hören. Aber wenn DU auf die Mehrheit hören willst, so geht das auch in Ordnung, denke ich. Schlaf gut. Du machst das schon, da bin ich zuversichtlich - ein Bisschen für Dich mit. :-)[/SIZE] .... |
| lioba | Es fehlt die Tiefe! In meinem Leben fehlt die Tiefe. Das schoss mir nun eben wieder einmal in den Sinn, während ich hier liege, zum Fenster hinaussehe und lächle, weil mein Baum die ersten schönen grünen Blätter bekommt. Der blaue Himmel mit den weißen Wolken dahinter lässt das alles wirken wie ein wunderschönes Gemälde. Ich sehe hinaus und spüre schon fast den Wind über mein Gesicht streifen und es trifft mich wie ein Schlag. Was ist eigenltich aus meinem Leben geworden? Wo ist die Ruhe? Die Nachmittage mitten in der Natur. Mein Lachen darüber wie schön die Vögel singen, wann war ich zuletzt Blumen pflücken und wann habe ich zuletzt sanft mit den Handen über hohes Gras gestrichen? Wann zum letzten Mal nachts auf einem großen Feld gestanden, die Luft und die Freiheit genossen und das Sternenlicht in mich aufgesogen? Wann bin ich zum letzten Mal an dem kleinen Bach entlang gelaufen und habe minutenlang die glitzernde Sonne darin betrachtet? ... Es scheint mir wie aus einem anderen Leben, von dem ich nicht weiß wo es hin ist. Sicher, ich habe ein... nettes Leben. Ich stehe auf, gehe in eine Schule in der ich die Ausbildung mache die mir gefällt, ich fahre nach Hause und lerne ein wenig. Danach mache ich den PC an und wenn ich Lust dazu habe auch den Fernseher. Ich lese hier und da und schreibe einer wunderbaren Freundin. Ich esse etwas oder auch nicht. Ich gehe nochmal online. Ich fahre zu Freunden, komme wieder heim. Unterhalte mich via Internet oder Telefon und gehe irgendwann schlafen. Meine Wochenenden sind auch nicht übel. Ich gehe fort, treffe Menschen, trinke vielleicht etwas. Ja wirklich. Es ist nicht schlecht. Aber es ist genau das wovor ich doch so sehr mich gefürchtet hatte. Es ist Routine. Alltag. Grau. Langeweile. Es ist nur Mittelmaß. Es ist wie ein technisch gut gemaltes Bild, das aber nichts besonderes aussagt. Aber ich will kein mittelmäßiges Bild. Ich möchte eines mit Glitzer. Eine Collage. Und ich möchte kein Grau, sondern alle Farben dieser Welt in allen erdenklichen Schattierungen. Ich möchte brennen, auskosten, genießen und ich will... Tiefe. Aber es ist ähnlich wie mein Wunsch perfekt zeichnen zu können. Ich weiß nicht, wie ich es bewerkstelligen soll, wie den Anfang machen. Ich könnte sagen, dass ich keine Zeit habe meinem Leben wieder das zu geben was fehlt. Aber das stimmt natürlich nicht und wäre nur eine Ausrede. Es wäre ein leichtes nun den PC herunterzufahren und raus zu gehen. Wege zu laufen, die ich lange nicht mehr gelaufen bin. Das Problem ist nur... Ich weiß nicht genau wo das Problem liegt. Ich schätze ein Teil von mir sieht das durch die Wiesen laufen als sinnlos an, weiß nichts mehr damit anzufangen. Aber der andere Teil starrt sehnsüchtig aus dem Fenster. Dieser eine Teil hat Angst vor der Nacht, vor der Dunkelheit. Er weiß nicht genau woher das kommt, aber er hat Angst. Wiederum ist es der andere, der nachts sehnsüchtig auf der Terasse sitzt und die Sterne für einen Moment betrachtet. Vielleicht habe ich Angst vor der Stille. Angst davor mit mir alleine zu sein und meine Gedanken schweifen zu lassen. Wiederum könnte ich mich nun fragen woher das kommt, wo ich die Stille früher doch so sehr geliebt habe. Aber ich habe keine Lust. Ich müsste mich mit mir selbst konfrontieren und Gedankengängen folgen, die ich gerne nie wieder betreten würde. Ich habe keine Kraft mehr weiter an mir zu arbeiten. Ich habe keine Kraft mehr mich kerzengerade aufrecht zu halten. Es ist genug um nicht umzufallen. Es ist genug um zu versuchen nicht alles schlecht zu denken. Es ist genug um... Nein ist es nicht. Heute ist mal wieder so ein Tag an dem ich spüre, dass ich über meine Verhältnisse lebe. Nicht im finanziellen Sinne. Aber in dem, was mir emotional möglich ist. Ich fühle mich immer ausgebrannter, müder. Ich fühle mich wie ein Kind, dass traurig und völlig geschafft ist und sich nur in die Arme einer liebevollen Mutter flüchten möchte um wenigstens für einen Moment lang sich geborgen und sicher zu fühlen. Mein Kopf gleicht einem wildgewordenen Bienennest. Ich hasse mich nichteinmal mehr. Vielmehr bin ich mir völlig egal. Oder auch nicht. Ich mache mir so meine Gedanken darüber. Aber etwas dagegen tun? Nun... wie gesagt. Nichts in mir hat Lust oder Kraft dazu. Ich bin mir egal. Zumindest mein Körper. Ob von dem Rest noch etwas zu retten ist... Ich weiß es nicht. Und ob ich das nun gut oder schlecht finden soll, auch das weiß ich nicht. Allgemein bin ich sehr unentschlossen [I]Ein Blick aus dem Fenster.[/I] Ich fürchte dich Natur. Denn ich fürchte mich vor mir selbst. Oh was würde ich nur alles für einen Sturm geben, der mir den Atem raubt und mich fast umwirft. Einen Sturm in mir, einen Sturm ausserhalb. Ich brauche... etwas. [IMG]http://www.bundesligamannschaften.de/wp-content/uploads/2008/02/sturm-uber-deutschland-drawings-of-light.jpg[/IMG] |
| lioba | [QUOTE][SIZE=1][COLOR=darkred]Wir laufen zu oft vor unseren Träumen davon, weil wir Angst haben zu versagen. Oder schlimmer: Angst davor sie zu verwirklichen..[/COLOR][/SIZE][/QUOTE] |
| lioba | Heute: unvollendete Gedankenspringereien [URL=http://www.youtube.com/watch?v=jUuHCrRwkVo&feature=PlayList&p=CF76F01CD2965A01&playnext=1&playnext_from=PL&index=19]Mutieren[/URL] Danke für dieses Lied gestern. Du hast es mir schon so oft angeboten, schon oft die Hand gereicht. Aber noch geht das nicht. Ich schaffe es nun endlich ein klein wenig Ruhe in mein Leben zu bringen. Sicher, da ist noch viel was mich stört und es gibt so einige Sachen, die mich sehr leicht aus der Bahn werfen können. Aber zum Großteil ist es ruhig. Das hatte ich lange nicht mehr. Ich bin dabei das zu tun, was ich möchte. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben. Ich bin dabei oft wie ein kleines Kind, das gerade erst lernt zu laufen und dadurch manchmal anstrengend. Gebt mir Zeit. * Ich sehe mir ein Foto von dir an. Sehe dich online kommen. Ich denke an deine Stimme und an diesen einen völlig bescheuerten Satz. Ich glaube ich habe keine Lust mehr mir Gedanken darüber zu machen. Solange ich nichts von dir höre kann ich da sehr ruhig darüber nachdenken. Und ich weiß, von dir kommt so oder so nichts. Who cares? Andere Mütter blablabla. Liebe. Den ganzen Tag schon stolpere ich über Texte zum Thema Liebe. Über die Liebe, die völlig zerstören kann aber auch über die Liebe die aufrecht hält. Ich kannte sie einmal sehr gut, diese Liebe. Aber inzwischen habe ich nicht mehr viel mit ihr zu tun. Zack, du bist wieder in meinem Kopf. Solltest du nicht verschwinden? Ich habe dich so gerne kennen gelernt. Und wirklich, ich fand dich so unglaublich super. Bis zu diesem einen vermaledeiten Satz. Und leider kann ich die positive Deutung dieses Satzes einfach nicht glauben. Denn dann wärest du der absolute Übermann. Und jemand, der sich nicht meldet ist das nicht. Obwohl... Doch, du hattest dich ja gestern gemeldet. Erwarte ich wirklich, dass du das jeden Tag tust? Ja, ich glaube schon. Denn so wie es momentan läuft sehe ich nicht, dass dir das alles auch nur ansatzweise wichtig wäre. Ich höre also mit diesen Zeile auf mir etwas vorzumachen. Das ist sehr schade. Aber ich habe ja noch Zeit das zu finden wonach ich mich so sehr sehne. Ein Jahr oder ein paar Monate mehr oder weniger werden auch noch zu verkraften sein. * Zufälle. Sie beschäftigen mich momentan sehr. Inzwischen bin ich mir sicher, dass vieles nicht einfach purer Zufall ist. Um das zu erklären muss ich erläutern, was heute geschah. Als ich heute morgen meine Augen aufschlug hatte ich das Gefüh eine Horde grässlicher kleiner Zwerge würde auf mich zustürmen und in völliger Exstase auf meinem Kopf herumhämmern. Also kroch ich ziemlich schnell zurück ins Bett um mich vor Sonne und Lärm zu verstecken. Der Tag heute wäre sowieso länger gewesen und (das ist wichtig für die weitere Erläuterung) ich wäre erst so gegen fünf Uhr an dem Dorf XY vorbeigefahren. Und als ich dann heute Nachmittag gegen halb sechs wieder aufwachte und den Radio anmachte lief gerade eine Meldung, dass genau dort um kurz nach fünf Uhr ein schwerer Unfall passiert ist. Ein Autofahrer fuhr direkt in einen LKW. Es gab einen Brand und mindestens zwei Tote. Ich bin dankbar für meine Migräne. Denn ich wäre mit einer großen Wahrscheinlichkeit genau da hinein geraten. Der Brand muss nicht ohne gewesen sein.. * Lieber Lieblingsmensch. Ich weiß, dass du das hier bald lesen wirst. Ich möchte die ganze Welt mit diesem einen Spruch bemalen: "Ich mache mir Sorgen um dich." Nicht diese Sorgen, die ein klein wenig zwicken. Nein, richtig schlimme drückende Sorgen. Ich würde mir so sehr Flügel wünschen mit denen ich so schnell wie möglich zu dir kommen kann um dir einfach die Hand hinzuhalten. Ich möchte dich stützen und dir helfen. Ich möchte dir zuhören, wenn deine Gedanken dich so laut anschreien, dass du nichts mehr verstehst. Ich möchte, dass du weißt, dass ich da bin. Ich will dich nicht verlieren, weißt du? Ich höre so gerne von dir und ich kenne wenige Menschen die so gut verstehen. Wir denken ähnlich und manchmal kennst du mich fast schon besser als ich mich selbst. Was wäre ich nur ohne mich mit dir austauschen zu können. Ich wäre nur ein kleines erbärmlicher Haufen Elend. Du bist es, die mir schon so oft gezeigt hat, dass meine Gedanken mich zerstören. Du hast so oft zugehört und Ratschläge gegeben. So unendlich geduldig. Und nun möchte ich dir all das zurückgeben. Und ich bin versucht zu sagen: "Ich verbiete dir mich alleine zu lassen." Das hört sich egoistisch an, einengend. Aber ich hoffe du weißt, wie ich es meine. [IMG]http://www.schilderwerk-kommunikation.de/bilder/img_right_vertrauen.jpg[/IMG] |
| lioba | Das war ein grässlicher Tag. Ein durch und durch grässlicher Tag, an dem ich keine Minute lang meine Gedanken dort lassen konnte wo sie doch eigentlich sein sollten. Ich konnte einfach weder an Syntax oder Morphologie noch an einen zu schmalen Oberkiefer denken. Es ging nicht. Dafür schwirrte mir unendlich viel anderes im Kopf herum. Ich sah mich um und erinnerte mich an ein Gespräch in der Klasse. Jeder erzählte von seinen Zukunftsplänen und alle hatten eine sehr genaue Vorstellung. Die eine wollte mit spätestens 25 Jahren heiraten. Sie wusste wie ihr Brautkleid aussehen würde und was für Musik gespielt werden würde. Die nächste hatte ähnliche Gedanken. Alle gemein hatten sie einen ziemlich strukturierten Plan, wie ihr Leben verlaufen sollte. Natürlich seien kleine Abweichungen zu akzeptieren, aber im großen und ganzen sollte es genau so laufen. Ich glaube ich bin die einzige, die das nciht hat. Ich weiß, dass ich diese Ausbildung erstmal fertig machen möchte. Ich weiß, dass ich danach erstmal arbeiten möchte. Aber wo ich das möchte, wie mein Partner sein sollte, wann ich Kinder haben oder heiraten möchte... das alles weiß ich nicht. Ich lebe so vor mich hin und nehme die Dinge wie sie kommen. Ich habe keinen wirklich genauen Plan davon, wie mein Leben verlaufen soll. Sicherlich möchte ich irgendwann Kinder und einen lieben Mann, einen tollen Job. Aber das möchte ja so ziemlich jeder. Ob das gut ist so wie ich es mache? Ich bin mir nicht sicher. Ich bin dadurch zwar nicht gebunden, habe aber gleichzeitig keine festen Ziele vor Augen. Ich hatte einmal Pläne. Aber die gingen dann recht zügig den Bach hinunter. Wahrscheinlich braucht es Zeit neue Wünsche und genaue Ziele zu finden. Ziele und Wünsche. Hier sprangen meine Gedanken weiter. Ich sah aus dem Fenster und beobachtete die hellgrünen, zarten Blätter im Wind. Ich spüre aus heiterem Himmel ein furchtbares Bauchkribbeln in mir. Ein Kribbeln, das sich anfühlte wie Verliebtheit. Aber woher? Warum? Ich sitze hier und höre mit halbem Ohr zu was für Missbildungen es im Mund- und Rachenraum gibt. Es gibt keinen wirklichen Grund für dieses Gefühl. Man hat mir einmal erzählt, wenn es ohne Grund so sehr kribbelt, dann denkt derjenige an dich, der dir zuerst in den Sinn kommt. Das wäre er. Allerdings würde er dann oft an mich denken, denn es kribbelt schon wieder. Ob das wohl stimmt? Ob es so eine Verbindung zwischen Menschen gibt? Ob man das wirklich spürt, wenn intensiv an die eigene Person gedacht wird? Aber jetzt für den Moment: Hau ab, nerv mich nicht, ich habe keinen Kopf für dich. Ich sollte mich konzentrieren, das hier ist wichtig. Schließlich die ersehnte Mittagspause. Ich hätte es kaum länger ausgehalten auf diesem Stuhl zu sitzen und einen rießigen Schwall aus Tönen, Gestik und Mimik zu ertragen. Es war alles nur noch ein rießen großes Geräusch. Mehr nicht. Also schnell nach außen, Gedanken loswerden, nassregnen lassen, Lunge teeren. Verdammt was ist nur mit mir los? Ich höre nciht,wenn man mich anspricht, ich sehe nicht wo ich hintrete und ich bin unglaublich gereizt. Ich wünschte mir, es würde mich jemand anmeckern, damit ich meinen ganzen Frust und meine schlechte Laune in einem großen Wutanfall tobend und schnaubend loswerden kann. Ich möchte jemanden, den ich an die Wand diskutieren kann, ich brauche einen Gegner. Natürlich gibt es so jemanden nicht in Reichweite. War auch klar. Und schon neigt sich die Mittagspause dem Ende zu. Man weiß nicht wie ich zu diesem Gedankengang kam. Auf jedenfall verfiel ich in eine stille Wut darüber, wie dämlich Anarchie doch wäre. Diese Kinder die sich die Hosen zerfetzen und nach dieser Anarchie krähen ohne überhaupt zu wissen WAS genau sie da fordern und welche Konsequenzen das hätte. Eine Gesellschaft ohne ein gewisses Maß an Regeln kann einfach nicht funktionieren. Sicherlich könnte man hier und da ein paar sinnlose abschaffen, aber völlige Anarchie ist unmöglich. Alles würde vor die Hunde gehen. Zitat Wikipedia: "Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung der Individuen und kollektive Selbstverwaltung." ...was in meinen Ohren erstmal nicht wirklich übel klingt. Aber wer glaubt denn bitte noch an das Märchen der Großteil der Menschen könnte es schaffen selbstbestimmt zu leben? Eigenverantwortlich? Verantwortung für andere übernehmen, Zivilcourage zeigen... Nein, das halte ich für ein Ammenmärchen. Oh Moment, der Unterricht scheint doch einen Moment lang interessant zu sein, aber von was redet die? Von Quallen? Wie zur Hölle kommt die nun von der Knochenleitung zu Quallen? Na auch egal eigenltich. Es wird schon im Skript stehen. Uh...Quallen. Ich mag diese Tiere überhaupt nicht. Ich möchte auch gar nicht wissen wie sich die anfühlen. Bestimmt total glitschig, schleimig, kalt. Nein, also ich kann diese Lebewesen wirklich nicht ausstehen und ich finde sie auch nicht im Geringsten hübsch oder anmutig. Für mich stehen sie auf einer Stufe mit Stechmücken. Was für unnütze und grässliche... Dinger das sind. Ich bin dafür, dass man sie ausrottet. Ja, wirklich. Man kann alles ausrotten. Viren, Bakterien, Pilze... Warum nicht Quallen und Stechmücken? Der Mensch macht doch sonst alles platt. Man könnte das endlich einmal nützlich anwenden und zumindest die Stechmücken von der Erde wegfegen. Das hätte noch einen entscheidenden, wunderbaren Vorteil: Spinnen wären überflüssig. Große persönliche Probleme wären aus der Welt geschaffen. Wenn es nicht möglich sein sollte sie loszuwerden -> Baut euch verdammt nochmal eigene Häuser!! Noch eine halbe Stunde... durchhalten. Das geht auch vorbei. Jeder Tag geht irgendwie vorbei. Wie könnte ich nur mein Zimmer umstellen.....? [IMG]http://images.easyart.com/i/prints/rw/lg/2/5/Salvador-Dali-La-persistance-de-la-m-moire-25227.jpg[/IMG] [SIZE=1] ...die Zeit fließt und fließt und fließt.[/SIZE] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=MLAoSNfaNHI&feature=related]..der Himmel kann warten.[/URL] Er kann warten. Ja, endlich kann er warten. Ich bin hier und ich glaube ich möchte hier bleiben. Ich fühle mich stärker. Jeden Tag. Ich betreibe intensive Selbsttherapie, ich setzte mich mit mir auseinander und tue das was ich längst hätte tun sollen: Ich finde mich und gebe mir die Kraft ich zu sein. Die Vergangenheit ist eine Erfahrung. Nicht mehr. Vielleicht sollte man ihr nicht zu viel Bedeutung zumessen und ihr dadurch an Schrecken nehmen. Ich lerne mich wertzuschätzen, mir Bedeutung beizumessen. Verdammt ich bin hier. Ich möchte die sein die überlebt hat. Ich möchte die sein, die stark ist und anderen aufhilft. Ich habe es geschafft hier zu stehen und ich beginne mich zu öffnen. Das hat mir zu Beginn sehr große Angst gemacht und ich war mir absolut nicht sicher ob ich das sein will. Ob ich die sein will, der es gut geht. Seltsamerweise beginnt man seine Qualen irgendwann als Freund anzusehen. Aber ich glaube ich habe mich entschieden. Ich fühle mich ruhig und stark... Gelassen. Das ist gut. [SIZE=1]Wiedereinmal kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt...[/SIZE] |
| lioba | [SIZE=1]gewagt...[/SIZE] [URL=http://www.youtube.com/watch?v=TrBY07xd-mM]Böhse Onkelz - Narben[/URL] Es ist unglaublich wie manche Lieder in ihrer innersten Bedeutung wechseln können. Ich habe dieses Lied vor ein paar Tagen das erste Mal gehört. Und ich kann seitdem nichts anderes mehr hören. Ich kann nichts anderes mehr ertragen. Es hatte mir Kraft gegeben und mich innerlich dazu gebracht kämpfen zu wollen. Leben zu wollen. "Ich kenne meine Wege und ich weiß, dass ich sie nicht mehr gehen will." Ich konnte aus tiefster Seele mitsingen und ja, ich war mir sicher, so unglaublich sicher, dass ich sie nicht mehr gehen will. "Hand aufs Herz, fühlst du den Schmerz?" Und wie ich ihn fühle. Immernoch und immer wieder. Aber es brannte nicht mehr so sehr. Es war nicht mehr allgegenwärtig und ich hatte das Gefühl eine neue innere Stärke in mir langsam zu entdecken. Dieses Lied sprach mir aus der Seele. Es half mir Mut zu haben die zu werden (zumindest damit zu beginnen), die ich sein will. Ich möchte stark sein. Ich möchte die sein, die da ist und an die sich andere anlehnen können. Wie ein Fels in der Brandung. Doch vor ein paar Stunden... Ich weiß nicht einmal genau, was passiert ist. Ich schätze es waren zu viele Menschen um mich herum. Zuviele, die mit mir reden und lachen. Ich ertrage das bisweilen nicht. Ich schätze ich brauche es wie die Luft zum atmen eine bestimmte Zeit lang mit mir alleine zu sein, niemand anderen zu sehen oder zu hören. Doch eben dazu kam ich nicht und es fühlte sich an, als würde plötzlich die Luft fehlen, als würde ich ersticken. Und so rette ich mich mit schlechten Ausreden und sehe zu,dass ich Land gewinne. Konkret heute Abend. Ich hatte Freunde um mich herum. Objectiv war alles gut. Aber es wurde immer unerträglicher. Also ging ich irgendwann nach Hause. Und auf dem Weg dorthin hörte ich wieder dieses Lied. Ich hätte schreien und weinen können. Es löste eine tiefe Verzweiflung aus und ich begann schon damit zu überlegen wo der nächstbeste Baum steht. Und wieder kam diese Stelle:"Ich kenne meine Wege und ich weiß, dass ich sie nicht mehr gehen will." Doch diesmal sang ich nicht. Ich schrie. Ja, ich kenne meine Wege. Ich weiß was hinter mir liegt. Ich sehe die Narben auf meinem Körper. Ja, ich weiß, dass ich dorthin nicht mehr zurück möchte. Ich weiß, dass ich gerne glücklich bin. Ich weiß es! ....aber es ist so unendlich schwer. Von Zeit zu Zeit ist das eine Aufgabe, die ich mir selbst gestellt habe, die zu schwer ist für mich. Es erdrückt mich, nimmt mir die Sicht. Alleine schon den Alltag zu bewältigen ist so anstrengend für mich. Ich habe diesen Alltag selbst gewählt und er ist gut. Aber es ist so anstrengend morgens auch nur die Augen zu öffnen. Ja, das liegt an der Müdigkeit. Aber nicht an der physischen. Es ist anstrengend zu duschen, Klamotten zu suchen, mich mit der Klasse zu unterhalten, in der Mittagspause zu lachen... Das alles ist so unglaublich anstrengend, aber ich weiß, dass ich mir nicht noch mehr Fehltage erlauben darf. Das setzt mich unter Druck es schaffen zu müssen. Und all das fühlt sich an, als hätte ich alles Gewicht dieses Universums auf meinen Schultern und lässt ein tiefes Gefühl von Hoffnungslosigkeit aufkommen. Ich tue es. Ich stehe auf, ich gehe in die Schule, ich lache und kommuniziere, ich erledige die Dinge, die zu tun sind. Ich tue es, aber ich fühle doch, wie in mir die Kraftreserven zu Ende gehen. Ich habe mich stark und unangreifbar gefühlt. Mir ging es gut. Aber inzwischen gehe ich auf dem Zahnfleisch, denn es wird zu viel und ich habe keine Möglichkeit es zu stoppen um wieder Reserven aufzuladen. [SIZE=1]Aber ich wüsste momentan auch gar nicht,wie ich sie wieder aufladen sollte. Es bringt alles keinen Frieden,keine innere Ruhe..[/SIZE] [IMG]http://3.bp.blogspot.com/_TJsRm2hMsOs/SBwXlurGayI/AAAAAAAAAF8/QnLW0xtfOIU/s320/481_Sisyphus-klein.jpg[/IMG] [SIZE=1]Sisyphus[/SIZE] |
| lioba | Kurze Gedanken, die ich für mich einfach eben mal abladen möchte: Lieber...Vater. Gestern konnte ich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit mit dir auf einer Ebene kommunizieren. Dich zum ersten Mal seit langem als ebenbürtig oder zumindest nicht als verachtenswert ansehen. Wenn man darüber nachdenkt ist es schade, dass das nur deshalb geschehen ist, weil ich sicher gehen wollte, dass ich im Akustikunterricht alles richtig verstanden hatte. Und du als Hörgeräteakustikermeister schienst mir da richtig zu sein. Ich hatte gar nicht erwartet wirklich mit dir reden zu können. Aber es ging. Und es ging erstaunlich gut. Ich konnte so richtig nett zu dir sein, einfach so, weil ich es wollte. Ich konnte dich ansehen ohne zu überlegen, wie jämmerlich du doch bist. Ich habe dich nicht als Vater gesehen, aber doch zumindest als einen interessanten Gesprächspartner. Und das ist sehr viel und ein größerer Sprung, als du wohl auch nur ansatzweise ahnen kannst. Nachts fuhr ich auf dem Heimweg wieder einen kleinen Umweg. Ich wollte die Nacht genießen, den Wind die Freiheit. Und ich dachte an dich und stellte fest, dass in mir keine Bitterkeit auftaucht. Vielleicht ist es das, was man erwachsen werden nennt. Ich beginne dir zu verzeihen Ja. Ich glaube langsam kann ich dir verzeihen. Du hast unendlich viel kaputt gemacht. Und rational gesehen verstehe ich dich schon lange. Trotzdem habe ich dich für deine Schwäche verachtet. Ich, dein Kind, bin zu stark für dich. Schon immer gewesen. Und nun... Ich werde dich wohl nie als "Papa" sehen können. Aber "Vater" das könnte sein. Vielleicht kommen wir dort noch irgendwann einmal hin. Ich bemühe mich. Ich hoffe du wirst das auch irgendwann tun. Ich erwarte von dir, dass du mich leben lässt wie ich eben will und bin. Ich werde versuchen dir das selbe zuzugestehen. |
| lioba | [COLOR=purple]"Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis." Woody Allen amerikanischer Filmregisseur und Schauspieler (geb.1935)[/COLOR] Mein Kopf und mein Herz. Das ist so eine Sache. Ich weiß nicht wie oft die zwei sich schon bis aufs Blut stritten. Beide sind sehr starke Charaktere. Und stur sind sie. Schon immer gewesen. Mein Herz, dieses zarte Ding. Vielleicht hätte es sich leichter leben lassen,wenn ich ihm öfter mein Gehör geschenkt hätte, ihm öfter seinen Willen gelassen hätte. Im Nachhinein denke ich manchmal, ich hätte es einfach machen lassen sollen. Aber da macht mir eben immer mein Kopf einen Strich durch die Rechnung. Kühl, zurückhaltend,alles abwägend. Er denkt und denkt und spinnt alle Gedanken weiter. Er sorgt dafür, dass nichts unüberlegt getan wird. Ich nicht zu sehr ausflippe (im positiven und negativen Sinne). Einen Punkt gab es allerdings, an dem sich beide einig waren. Mein Herz wollte zerbersten, aufhören zu schlagen. Es war am Ende und hatte schier unerträgliche Schmerzen. Mein Kopf sah sich das eine Weile lang nüchtern an und stimmte meinem Herzen schließlich zu. Vielleicht ist das der Unterschied zu den Menschen,die ihr Leben lieben. Bei ihnen sind sich Kopf und Herz dann einig, wenn es darum geht ein schönes Leben zu wollen. Überhaupt "Leben" auskosten zu wollen. Und bei mir sind sie sich eher bei gegenteiligem einig. Auch heute noch manchmal. Sie sind sich nicht mehr so einig wie damals. Aber einer von beiden hängt noch sehr oft an diesem Punkt fest. Entweder sehnt sich mein Herz nach meinem Ende und mein Kopf erklärt dies für völligen Schwachsinn. Oder aber mein Kopf erkennt rational, dass es intelligenter wäre zu gehen. Dann aber schreit mein Herz auf! Sie sind seltsam. Und ich möchte erst gar nicht damit beginnen zu überlegen wer von beiden "Ich" ist. |
| ArrogantNick | In aller Regel ist es Angst, die die Einigkeit verhindert, so zumindest meine Erfahrung. Vielleicht wäre es hilfreich, sich die Frage zu stellen, wovor man die größte Angst hat und darin dann einen Weg zur Kommunikation zu suchen, zwischen Herz (dem was man will) und Kopf (dem Werkzeug um es zu erreichen). Lieben Gruß Mischa |
| lioba | Die Reise ins Ich ...lange stand sie schon dort an der UBahnhaltestelle. Eine Bahn nach der anderen fuhr vorbei und sie stand nur dort und sah ihnen nach. Kühl war es und dreckig. Keine besonders schöne Gegend. Und die Menschen die dort rumlungerten sahen auch sehr zwielicht aus. Die rumgelungert hatten. Inzwischen war es spät und sie stand alleine dort in der Einsamkeit. Die Rolltreppen standen still, ab und zu wehte der Wind von oben hinein und wirbelte leere Papiertüten vom Boden auf. Sie stand nur dort und starrte die Wand an. Gedankenverloren. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sobald sie aufschreckte und daran dachte wo ihre Gedanken eben waren konnte sie es schon nicht mehr sagen. Wieder kam eine Bahn und endlich löste sie sich aus ihrer Starre und stieg ein. Das Abteil war leer. Sie überlegte noch ob sie sich hinsetzen, stehen bleiben oder doch wieder aussteigen sollte, da schlossen sich schon die Türen hinter ihr. Mit einem Gefühl irgendwo zwischen Resignation und der Panik davor eingeschlossen zu sein drehte sie sich nach links und setze sich auf den ersten Sitz. Natürlich ans Fenster. Warum eigentlich? Man konnte doch sowieso nichts sehen. Aber eigentlich war das egal. Es hätte draußen die schönste Landschaft vorbeiziehen können, sie sah eh nichts. Sie starrte vor sich hin.Saß stumm und allein auf ihrem Platz. Man roch noch den Schweiß der Menschen, die den ganzen Tag über hier mitgefahren waren. Aber das war wohl Stunden her. Kein normaler Mensch fuhr um diese Uhrzeit in der Gegend herum. Im Tunnel wurde es dunkel, hell,dunkel... Kleine Lichter hingen dort, zogen vorbei. Wo fuhr sie eigentlich hin? Sie war auf dem Weg zu sich. In ihr tiefstes Inneres, nach ganz unten. Was genau sie dort wollte wusste sie noch nicht genau, aber sie fühlte, dass es Zeit war sich auf den Weg zu machen. Die erste Haltestelle war erreicht. Sie blieb sitzen. Stumm und in sich gekehrt. Die zweite Haltestelle, die dritte,vierte... Auf einmal hielt die Bahn mit einem Ruck an. Verwirrt blickte sie nach oben, sah sich um und wunderte sich was nun los sei. "Endstation!" hieß es aus den Lautsprechern. "Wegen Baustellen kann nicht weitergefahren werden." Verwundert stand sie auf, leicht schwankend lief sie zur Tür um auszusteigen. Dort stand sie nun und blickte sich nach der Bahn um. Die Türen fielen eben wieder zu und die Bahn fuhr davon. Dorthin zurück wo sie herkam. Sie stolperte zwei Schritte zurück und blickte ihr hinterher. Minutenlang. Endlich drehte sie sich um um zu sehen wo sie nun gelandet war. Sie wusste,dass sie sich schon sehr nahe war. Aber das letzte Stück blieb ihr nun doch wieder verwehrt. Als sie den Kopf hob wurden ihre Augen groß. Sie war oberhalb. Sie konnte Sonne spüren. Diese Haltestelle hatte nichts mehr mit der zu tun an der sie so lange stand und die ihr dort nicht wirklich schlecht erschien. Gegen diese hier allerdings war sie schäbig, denn hier war alles schön, freundlich und einladend. Ein paar Glasscherben lagen hier und da. Aber sonst war alles wunderschön und sie fühlte sich, als hätte sie noch nie in ihrem Leben wirklich sehen können. Nicht mit so vielen Farben, nicht mit solcher Intensität und Tiefe. Sie roch frische Luft. Es würde wohl bald regnen. Regen,der den Staub davonspült. Wie wiederbelebt fühlte sie sich. Sie straffte die Schultern, hob den Kopf und ging vorsichtig, aber immer sicherer werdend los. Wer weiß wohin sie ihr Weg nun führt? |
| lioba | [COLOR=darkred][SIZE=1]Nur ein kleines Lebenszeichen und ein minimales Gedankenabladen..[/SIZE] [/COLOR] 20 Tage Zwanzig Tage. Neunzehn Tage und 12 Stunden. Ungefähr zwei oder drei Uhr Nachts. Du spukst durch meinen Kopf. Die letzten Tage schon. Warum? Jahrelang habe ich nicht mehr an dich gedacht. Ich hatte schon fast deinen Nachnamen vergessen, den Klang deiner Stimme. Und nun, da du fast fünf Jahre tot bist denke ich wieder an dich. Ich war in all der Zeit kein einziges Mal auf dem Friedhof. Nie. Ich bin bis jetzt einmal dort vorbeigefahren,wo du deinen Unfall hattest. Nachher werde ich noch einmal dort hinfahren. Ich weiß nicht, was mir das bringen würde. Aber es zieht mich dort hin. "Die Toten sind nur wirklich tot, wenn sie vergessen sind." Du wirst noch lange, lange Zeit von vielen Leuten nciht vergessen werden... [URL=http://www.youtube.com/watch?v=wWjVWOIRaOE]Equilibrium - Unbesiegt[/URL] Es gibt Lieder, die halten mich aufrecht. Die geben ein klein wenig Stärke ab. Un dieses Lied ist mein Lied. [COLOR=darkred]Viele sah ich nieder gehn, Zuviele um je zu verstehen. Doch habe ich nicht einen Tag auf diesem Pfad bereut. Solln sie auf mich runtersehen, Es schert mich nicht, ich bleibe stehen! Auch du, mein Freund,ich bin dein Zeug, sei blutend, aber ungebeugt![/COLOR] |
| lioba | [COLOR=seagreen]"Ich halte mich für ein intelligentes, menschliches Individuum, mit der Seele eines Clowns, welche mich immer wieder dazu zwingt in den wichtigsten Momenten alles zu zerstören!" [/COLOR] Dieser Spruch passt wohl wie die Faust aufs Auge zu mir. Ich bin auf dem Weg zu dem, was ich mir seit Wochen eigentlich ersehnt hatte. Aber es ist mir erschreckend unwichtig. Auf einmal. Wie immer, wenn ich kurz davor bin anzukommen taucht etwas in mir auf, das einfach wegrennen möchte. Etwas, dass das fast erreichte unglaublich gerne wieder vernichten möchte. Und es macht mir nicht einmal etwas aus. Beziehungsweise, es hat mir nichts aus gemacht. Ich werde heute versuchen einen Schritt weiter zu gehen. Ich werde versuchen es nicht kaputt zu machen, sondern weiter zu machen. Vor einiger Zeit tauchte ja hier die Frage auf, wovor ich am meisten Angst hätte. Ich habe glaube ich keinen Ton darüber verloren. Darüber nachgedacht habe ich aber sehr wohl. Ich habe Angst vor Einsamkeit. Das begründet alle anderen Ängste. Ich habe Angst davor irgendwann einsam zu sein. Nicht alleine, nein. Alleine sein ist schön. Meistens. Aber Einsamkeit ist fürchterlich. Der Gedanke daran ist wie ein schwarzes Loch.Es zieht alle Freude von mir weg. Und das paradoxe ist nun eben,dass ich immer wieder genau so handle, wie ich es eben nicht sollte. Ich handle so, wie man einsam wird. Leider geht es oft nicht anders. Nun kommen die Hobbytherapeuten an und sagen: Man muss sich aber überwinden. So schwer ist das alles nicht, stell dich nicht so an. Pustekuchen! Es IST so schwer. Es gibt Momente, da geht es eben nicht. Man kann einfach nicht anders handeln, auch wenn man nur all zu gerne möchte. Ich finde mich ätzend. Ich bin zu gerne unauffällig, denn ich hasse es mich zu zeigen. Ich bin still, denn ich hasse meine Stimme. Und genau das soll geändert werden und... Huch! Wo die Gedanken so landen können. Ich weiß kaum noch, was ich zu Beginn geschrieben habe und noch weniger weiß ich,wie ich nun hierher kam. Seltsame Wege, die mein Kopf geht. Wege, die ich nicht immer gut finde. Aber vielleicht schaffen wir es ja doch noch uns aneinander zu gewöhnen. Dazu würde es mir helfen das jetzt begonnene nicht wieder zu verwerfen. Ich werde es versuchen. Versprechen kann ich mir leider nichts. Oder will ich nicht. [SIZE=1]...eigentlich könnte ich doch stolz darauf sein, wer ich inzwischen bin. Nein. Stolz darauf,dass ich lebe. Und das sogar relativ gerne. Meistens.[/SIZE] |
| lioba | Manchmal kommt einem das einfachste und doch richtigste Gedanke bei einer Autofahrt. Und manchmal ist es dann nur ein einziger Satz, der einem zeigt wo man steht und woran man arbeiten sollte. Ich habe mich wieder daran gewöhnt alleine zu sein. Ja, ich habe mich daran gewöhnt und mich angepasst. Ich finde es eigentlich ganz schön, so wie es ist und meist vermisse ich dabei auch nichts. Ich mag es, mein Leben nach niemandem zu richten. Ich mag es, zu tun und zu lassen was ich will ohne mir zu überlegen, ob das jemand toll fände. Ich mag es, durch das Leben zu streifen. Und zwar mit so wenig Zwang wie möglich. Sobald ich auch nur den geringsten Hauch von Druck oder Zwang verspüre renne ich, breche alle Zelte ab und sehe zu,dass ich Land gewinne. Ich ertrage es nicht mehr zu müssen. Damit hatte ich schon immer Probleme. Schon als kleines Kind. Und nein, damit ist nicht gemeint, dass ich mein Zimmer aufräumen musste. Also Zwänge und ich, das ging nie gut. Und im Laufe meines Lebens und besonders nach den letzten 3 Jahren ertrage ich es absolut nicht mehr etwas zu müssen. Und wenn man alleine ist hat man wesentlich mehr Freiräume. Allerdings eben auch weniger Zuneigung. Doch das meinte ich mit angepasst. Mir fehlt keine Zuneigung. Mir kommt das gerade recht. So wenig Emotionen wie möglich. So wenig Chaos in mir wie möglich. Das ist meine neue Überlebensstrategie. Und es ist nicht die schlechteste. Sie funktioniert. Warum also sollte ich sie nun ändern. Warum sollte ich mich zähmen lassen? Aus dem kleinen Prinzen: [I]„Was heißt „zähmen“?“ „Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache“ sagte der Fuchs. „Es bedeutet „sich vertraut machen“.“ „Vertraut machen?“ „Gewiss“, sagte der Fuchs.“Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt...“ ... „Mein Leben ist eintönig. Ich langweile mich ein wenig. Aber wenn du mich zähmst wird mein Leben voller Sonne sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen,der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus meinem Bau locken.“ ... „Man kennt nur die Dinge, die man zähmt.“ ,sagte der Fuchs.“Die Menschen haben keine Zeit mehr irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“[/I] Also nocheinmal die Frage an mich selbst: will ich mich zähmen lassen? Will ich mich dem Chaos in mir stellen, dass jegliche Emotion auslösen wird? Will ich Risiken eingehen? Will ich mich an den Rand des Abgrunds begeben? Am Rande steht man sicher. Aber es fällt sich so leicht. So furchtbar leicht. Bin ich so weit mich zähmen zu lassen? Oder muss man dafür gar nicht bereit sein? Passiert es einfach so und macht vielleicht genau dieses "einfach so" eben das Zähmen aus? Fuchs, Wildkatze... doch recht ähnlich. [IMG]http://fsinfo.cs.uni-sb.de/~lynx/images/pfox.jpg[/IMG] Der kleine Prinz und der Fuchs. |
| lioba | Eine kurze Aufmunterung für alle, die hier mal ab und an hineinsehen und vielleicht in letzter Zeit recht wenig zu lachen hatten. Meine Damen und Herren! Bitte begrüßen sie mit mir das fette, weiße Kaninchen *Vorhang aufzieh* [IMG]http://www.ariva.de/kaninchen_a223551[/IMG] |
| Töggelie | [SIZE=1]Ich möchte das gerne mal anfassen. :) Also bei dieser Frisur...DAS ist ein Fusselball.[/SIZE] |
| lioba | Ich hasse diese Löcher in die man fällt. Vorzugsweise,wenn ich sowieso schon angeschlagen bin. Körperlich. Heute Abend ist so ein Lochabend. Ich fühle mich als könnte ich mich nie wieder bewegen. Nie wieder auch nur den Kopf heben geschweige denn aufzustehen. Und ich muss das hier loswerden. Hier in meiner persönlichen Müllablade- und Verarbeitungsstation. Die Schritte vorhin durch die Menschenmenge - unerträglich. Die Schritte bis zum Auto - die reinste Qual. Ich hasse dieses Gefühl mich zu jedem Schritt zwingen zu müssen. Ich hasse es zu gehen und zu gehen obwohl ich doch nur auf den Boden sinken und verzweifeln möchte. Die Fahrt zu ihm und die Verabschiedung - schwierig. Wahnsinnige Angst davor wieder mehr für dich zu fühlen. Alle Gedanken die mir dazu einfallen sind: wir sind ein perfekt eingespieltes Team. Immernoch. Oder ist es die Sehnsucht nach Geborgenheit die mich in Gedanken wieder in deine Arme treibt? Oder beides? Ja, es wird wohl eher eine Mischung aus beidem sein. Gegen das letzte könnte man etwas tun. Wenn ich mich denn dazu aufraffen könnte Vertrauen zu schenken und einen gewissen Jemand in mein Leben zu lassen. Die Fahrt nach Hause und der Weg vor den PC - verschwommen. Ich weiß ncihts mehr davon. Zu viele Gedanken, die mir durch den Kopf schwirrten. Und gleichzeitig gähnende Leere. Träge Gedanken,die sich wie Gummi ziehen lassen. Ich bin so müde. So unendlich müde und ich möchte nie wieder aufstehen müssen. Lasst mich hier liegen, ich bin in der Stimmung mein Leben den Bach runter zu schubsen. [IMG]http://sky-stars.de/Lyrics/Leere.jpg[/IMG] [SIZE=1]Leere[/SIZE] |
| lioba | Gespräche über dort und hier. [COLOR=royalblue] "Noch vor ein paar Wochen war das wirklich komplett anders. Aber ich fühle mich inzwischen sogar manchmal... mittig. So innerlich. Ruhiger auf jedenfall. Gelassener." "Extrem, oder? Wenn man so darüber nachdenkt...das ist gar nicht mehr der zentrale Dreh - und Angelpunkt unseres Lebens. Ich meine, wenn man auch mal so überlegt: ahm es gab Zeiten, da dachte man ständig über die sie nach und es war einfach etwas total Persönliches und so und jetzt...man sieht es gar nicht mehr. X hat sogar voll draufgepatscht, ohne sich was dabei zu denken und mir fiel das auch erst nachher auf. Früher war das echt so, dass keiner das anfassen und anschauen durfte. Okay, jeder darf das nicht, aber so allgemein ist die Lage doch entspannter." "Nein ist es nicht mehr. Früher hat sich das ganze Leben darum gedreht. Früher hat es festgehalten, zu Boden gezogen und vorallem gelähmt. Ich weiß auch nicht warum,aber inzwischen könnte ich wohl sogar recht offen darüber reden und ich achte auch nicht mehr peinlich genau darauf,dass niemand die Überreste sehen kann. Vielleicht ist das der innere Abstand, ganz einfach. Abstand, der Entspanntheit gebracht hat. Und das, ohne, dass ich das wirklich bewusst gemerkt hätte. Erst so im Nachhinein. Und das ist so wundervoll. Es gibt ganz selten, aber immer öfter, wirklich so Momente, da tue ich alltägliches. Kaufe ein oder so etwas in der Art. Aber auf einmal freue ich mich einfach hier zu sein, zu atmen und zu leben und könnte hüpfen und schreien vor Glück. Das ist wirklich wundervoll." "Richtig, man fühlte sich nackt, alleine und das Gefühl war allgegenwärtig...immer da, egal wann. Hm, ich schätze, ich auch. Eben weil man sich damit nicht mehr so sehr identifiziert...das ist nichts tiefgreifend Persönliches mehr. " [/COLOR] . ...ein kleines Stück Persönlichkeit und ein kleines Stück eines immer wieder wunderbaren Gespräches. Aber vorallem Hoffnung. Über Jahre waren wir beide wahnsinnig tief unten. Viel hätte zu einem totalen Absturz nicht mehr gefehlt. Diese Kinder aus den Sendungen mit den Streetworkern und Sozialarbeitern hätten wir sein können. Wenn wir all das in uns nach draußen gelassen hätten. Haben wir nie. Beziehungsweise nicht für andere sichtbar. Anfangs. Später dann sah man es hin und wieder. Dann war es irgendwann fast nicht mehr zu übersehen. Zumindest nicht für die, die hinsahen. Vertrauen zu anderen Menschen war völlig verschwunden, ganz zu schweigen vom Vertrauen in die eigene Person. Die Welt war grau, kalt, gemein und wir wollten nur raus. Verständlich,wenn jeglicher Halt fehlte und man nie lernte wie man lebt. Es ging aufwärts, abwärts, aufwärts und immer wieder abwärts. Bis zum großen Knall. Bis vor ein paar Monaten/Wochen. Als wir beide auf der Schwelle standen. Alles oder alles eben. Und nein, es ist nicht übertrieben. Wir standen dort, hielten uns und zogen uns erst einmal zurück. Wunden lecken und Kräfte sammeln. Langsames Erwachen, Stärke wachsen sehen. Und hier sind wir nun. Lebendig. Und anscheinend sogar froh darüber. Das ist eine sehr interessante und wahnsinnig schöne Entdeckung. Es macht mich stolz und lässt mich hoffen. Natürlich, ja, wir straucheln noch. Aber wir fallen nicht mehr. "Bin doch gestern erst geborn und seit kurzem kann ich gehn." Das Stichwort ist also: [COLOR=royalblue]Hoffnung.[/COLOR] [IMG]http://gallery.dralzheimer.stylesyndication.de/galleries/Lost%20Places/Tunnel/Licht-am-Ende-des-Tunnels.JPG[/IMG] [SIZE=1]Das Licht am Ende des Tunnels.[/SIZE] |
| lioba | Ich gehe die Treppe hinunter. Alles ist still und dunkel. Ich habe die Augen geschlossen,während ich weitergehe und stelle mir vor zu fallen. Die nächste Stufe verfehlen, fallen, Genick brechen. Und ich versuche herauszufinden, ob das eine gute Vorstellung ist. Allerdings stelle ich fest,dass da etwas ist, dass zwar nicht schreit: ich möchte nicht fallen! Aber zumindestens eine innere Kraft, die weiß, dass sie nicht fallen wird. Wie sanfte Hände hält es mich von hinten. Das ist interessant. |
| lioba | Sorgen. Ich mache mir Sorgen um dich. Ich mache mir Sorgen,wenn du abends um acht Uhr schlafen gehst. Ich sitze vor dem PC, starre auf den Bildschirm und denke darüber nach wie es dir geht, warum und wie ich das ändern könnte. Ich grüble und grüble, während ich für meine Tests ein Bildchen nach dem anderen in Klarsichtfolie hineinbastle, nachdem ich sie vorher zurechtgeschnitten habe. Gerade eben bin ich fertig geworden und nun muss dies alles aus mir hinaus. Ich würde dir gerne helfen, etwas an deiner Situation ändern und dir zeigen, wie schön das Leben sein kann um dir glaubhaft zu versichern,dass es besser wird. Ich möchte,dass sich ein kleines Lächeln auf deine Lippen und in dein Herz zaubert. Aber was soll ich dir sagen, außer,dass du viel zu wertvoll bist um dich auf diese kleinen Bosheiten hinabzulassen, dich darüber aufzuregen. Was soll ich dir sagen, außer, dass du ein sehr bezaubernder Mensch bist. Du hast einen unheimlich tollen Charakter und bist zudem von der Natur auch noch mit einem ziemlich hübschen Äußeren gesegnet worden. Ich weiß, dass du das liest, es nett findest aber mir nicht glaubst. Doch was soll ich sagen, außer, dass du einer der wundervollsten Menschen bist, die ich kenne? Wenn nicht sogar der wundervollste. Du schillerst, du schlägst Leute in deinen Bann,wenn du das möchtest. Du bist ruhig, sanft und doch nicht langweilig. Interessant ist das Stichwort. Die Frage ist nun aber: hilft es dir, wenn ich dir all dies sage? Wohl nicht,denn wie schon gesagt: du wirst mir tief in dir drin nicht glauben. Also bleibt mir nur zu sagen: pass auf dich auf. Pass auf dich und dein Herz auf, denn als es zuletzt brach hatte ich wirklich Angst um dich. Ich hoffe du weißt,dass du bei mir immer eine offene Tür, ein offenes Ohr und ein offenes Herz findest. Egal worum es geht und wie wichtig oder unwichtig es dir erscheint. Auch, wenn alles schief geht und nichts so läuft wie du es geplant hast: Ich bin hier, wenn du mich brauchst. [IMG]http://deedoftheday.files.wordpress.com/2008/02/help-me.jpg[/IMG] [SIZE=1].helping hand.[/SIZE] |
| Töggelie | [IMG]http://www.medion-fotoalbum.de/mediapool02_aldi_s/22/BA/F3/20/C8/14/11/DB/B3/B2/5B/7A/55/D8/0C/26/oma/10/6285E330629E11DEB73C66C74E2B31EB.jpg[/IMG] |
| lioba | Nimm mir jemand die Angst, bitte nimm sie mir irgendwer. Da ist jemand in mein Leben gepoltert, der toll ist. Ein wunderbarer Mensch. Und ein Mensch eben,dem ich nicht aus dem Kopf gehe. Ich dachte teilweise sogar,dass das genauso bei mir wäre. War es auch irgendwie. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Aber heute habe ich wieder Angst. Angst vor zu viel. Angst vor Unverständnis. Angst vor Erinnerungen, Angst vor sich-öffnen-müssen. Angst davor zu viel Hoffnung zu machen,wo bei mir doch so viel weniger ist. Wieder. Ich weiß nicht, was das soll, ich weiß nicht wo ich bin, ich weiß nicht wer ich bin, ich weiß nicht was ich will und ich weiß nicht was ich kann. Emotionen, oh das ist so unglaublich anstrengend. Ich bekomme von denen so oft Kopfschmerzen. Ich muss mir meine Abende immer so einteilen,dass ich nicht zu lange unterwegs bin. Ansonsten erlischt irgendwann mein Lachen und es existiert nur noch ein perfektes, aber unechtes Lächeln. Und nach einer Weile bekomme ich dann furchtbare Kopfschmerzen. Höchstwahrscheinlich durch die daraus resultierenden Verspannungen. Ich wollte etwas schreiben, ich hatte einen Plan davon was ich hier schreiben möchte. Und jetzt drehen sich meine Gedanken doch wieder nur um diese Angst. Ich kann das alles nicht mehr. Ich ertrage keine Angst mehr, keine Sorgen, keine "Bad Vibrations". Ich möchte in einer heilen Welt leben in der die Zuckerwatte an den Bäumen hängt, alle fröhlich sind und niemand Angst hat. Ich ertrage keine Dunkelheit mehr, keine Verzweiflung, keine Aussichtslosigkeit. Ich sehe soviel davon. Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Ich möchte,dass das alles von dieser Welt verschwindet. Ich möchte, dass es den Menschen gut geht, die ich liebe. Ich möchte,dass sie einfach leben können und gerne leben können. Ich möchte,dass ihnen niemand mehr Steine in den Weg schmeißt. Und ich möchte,dass ich keine Angst mehr habe.Auf Dauer macht die Angst vor Nähe einsam und genau das ist es wovor ich die meiste Angst habe. Ein Teufelskreis. Ich brauche Licht in allen Leben. Licht und Frieden. [IMG]http://2.bp.blogspot.com/_K8kL8dZuXck/Rcx0CNL30KI/AAAAAAAAAEg/UoqAgzwRJV0/s320/Sonnenwiese.jpg[/IMG] |
| lioba | Luft, Luft, bitte mehr Luft. Zu viel gerade, zu viel auf einmal. Ich drehe mich im Kreis, ich lache,weine, schreie, falle,fliege, sterbe, lebe. Was nur tun, die Gedanken rasen und mit ihnen kommen die Gedanken an das verbotene Kästchen mit den verbotenen "Leckereien". Nur kurz, nur ein wenig, nur... Aber ich habe ein Versprechen gegeben. Ich habe es verdammt oft gegeben und immer wieder gebrochen. Ich hatte vor es zu halten. Nein. Ich habe vor es zu halten. Warum ist keine, der vertrauten Seelen da, keiner der mein Innerstes kennt, wenn man sie so dringend braucht... |
| lioba | Ode an den Kindergarten oder "Super,dass du da warst, hat mich gefreut dich kennen zu lernen und du hast uns ja super tatkräftig unterstützt. Schau doch mal vorbei." Vorrausgreifend muss ich dazu sagen,dass ich die letzten drei Wochen in einem Kindergarten gearbeitet habe, da ich wegen meiner Ausbildung ein Praktikum dort machen musste. Und um die ganze Begeisterung meinerseits auch nur ansatzweise nachempfinden kann muss man auch wissen,dass es wenig auf der Welt gibt, was mir so gut tut wie der Kindergarten. Es herrscht eine Leichtigkeit dort, eine Ungezwungenheit und innere Fröhlichkeit. Für mich umgibt das ganze Gebäude und jeden Menschen dort drin ein sanfter, heller Lichtschimmer. Heute habe ich ganz bewusst zum ersten Mal die Augen der Leiterin gesehen. Es ist so wunderbar nicht nur den Körper, sondern auch die Seele lachen zu sehen. Diese ganze Frau ist innerlich strahlend. Und auch die Erzieherinnen meiner Gruppe: so gute Menschen. Sanftmütig, geduldig, noch Kind und gleichzeitig aber eben auch streng, wenn es sein muss. Dabei aber immer gerecht, so gut es eben geht. Es ist nicht starr. Man kann sagen,was nciht passt, man kann lachen und Scherze machen, man kann sagen "Boah mach du das heute mal bitte, ich bin total kaputt". Wahnsinn. Jeden Morgen, wenn mein Wecker klingelte stand ich so gerne auf, wie das eben für einen Langschläfer und Nachtmensch um 06:30 Uhr geht. Ich lief den kurzen Weg zum Kindergarten, der automatisierte Griff zum Türöffner, das Summen der Tür, der Weg in die Gruppe, dort erst einmal Sachen auspacken und schon schallen die ersten Rufe: "Guten Morgen, spielst du was mit mir?" Ich war Teil der Gruppe und vorallem lieb gewonnener und wertvoller Teil der Gruppe. Man kam zu mir, wenn es Sorgen oder Ärger gab, man kam bei Fragen zu mir, oder auch wenn etwas einfach schönes passiert war. Ich trieb zur Eile beim aufräumen an, ich machte meine Test, ich ging spazieren, schob die Schaukel an, ich brachte Essen, ich malte, bastelte, spielte, sang. Ich verarztete aufgeschrammte Knie, half beim Händewaschen und cremte mit Sonnencreme ein. Wie soll ich nur beschreiben,dass das in den Top Ten der bisherigen Erlebnisse meines Lebens landet? Wie nur beschreiben, wie gut mir das tat und wie schwer mir nun der Abschied fällt. Vorhin lief ich bestimmt eine viertel Stunde lang immer und immer wieder durch die Einrichtung, um über alles noch einmal drüber zu streichen und alles zu fotografieren. Und auch der Weg draußen am Zaun vorbei... traurig. |
| lioba | [COLOR=silver][SIZE=1]...und ich wünschte alles würde schweigen.[/SIZE] [/COLOR] Nun ist schon wieder Juli. Wir leben schon wieder in der zweiten Hälfte des Jahres. Noch nie sind die Monate so schnell vergangen wie in diesem Jahr. Die Zeit rast dahin und der Fahrtwind nimmt mir die Luft. Ich komme zu nichts mehr, denn es fällt mir schon schwer genug mit dieser Geschwindigkeit Schritt zu halten. Manchmal bin ich gestolpert, doch bis jetzt noch nicht gefallen. Zu gerne würde ich die Zeit anhalten und mich ein Stündchen ausruhen. Bald habe ich 20 Jahre hier in dieser Welt durchgehalten. Zwanzig Jahre. Eine ganz schön lange Zeit... Es ist noch nicht all zu lange her, da stand es auf der Kippe ob es überhaupt so viele werden. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich fiel. Wochen und Monate lang hatte ich mich damals durch die Zeit vom Erwachen bis zum Abend gekämpft. Ich kämpfte mich mit letzten Kraftreserven durch die Tage und erlaubte mir nicht zu fallen, zu straucheln, oder mich auch nur kurz zu setzen. Jemand wie ich gibt nicht so schnell auf. Ich hatte mir zum Ziel gemacht mich durch alles durchzubeißen, mich nie unterkriegen zu lassen. Ich versuchte meine Stärke bei mir zu halten, aber mit jedem Tag entglitt mir ein bisschen mehr davon. Poetisch ausgedrückt rann sie mir wie Sand durch die Hände. Bis irgendwann alle Kraft aufgebraucht war. Bis zu dieser Woche in der ich nicht aufstand, nicht aß, zu wenig trank, zu viel rauchte. Die Woche in der ich mich nicht einmal mehr täglich zur Dusche brachte und nur noch vor mich hinvegetierte. Offiziell war ich krank. Magen-Darm-Beschwerden. Und während ich abends wie die restlichen Tage auch in meinem Bett lag und die Wand anstarrte schlichen sich meine Gedanken zu der Flasche voll Alkohol, den Tabletten und den Klingen. Alles weitere kann man sich denken. Mir ging es hundeelend. Ich weiß heute nicht einmal mehr, was genau passiert ist. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann am nächsten Tag in einem Feld, ein paar Kilometer von zuhause entfernt aufwachte. Ich konnte es nciht fassen,dass ich dort lag, atmete und lebte. Das war genau das,was ich unter keinen Umständen mehr wollte und doch saß ich da und atmete. Vielleicht habe ich diesen Tiefpunkt gebraucht um daraus, so seltsam es klingt, wieder Kraft zu schöpfen. Ich wusste, da war die Möglichkeit zu gehen. Und das gab mir die Kraft täglich aufzustehen. Und heute... heute sehe ich aus meinem offenen Fenster, schließe die Augen, lausche den Bäumen und spüre den Wind, der ins Zimmer hineinweht. In gewisser Weise bin ich ruhiger geworden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich gerne atme. Es ist so unendlich anstrengend. Und theoretisch ist alles, wie es damals war. Nur mit dem Unterschied, dass ich mir vor mir selber ein klein wenig Schwäche eingestehe. Ich habe zumindest zwei Menschen in meinem Leben, die mir extrem wichtig sind. Kleine, schöne Dinge können mich zum schmunzeln bringen. Und all das hat in mir eine Barriere aufgebaut, die verhindert, dass Schlimmeres passiert. Ich harre aus. Und was ich mit all dem sagen will: Es wird alles wieder besser. Ich will es auch mir sagen: das wird schon wieder. Irgendwann geht es wieder bergauf. Vielleicht nicht heute, morgen oder in den nächsten Wochen. Aber irgendwann geht es wieder besser. Darauf kann man nur vertrauen. [COLOR=silver] [SIZE=1]...nur manchmal, wenn ich im Auto sitze...[/SIZE] [/COLOR] |
| Töggelie | [SIZE=1][COLOR=seagreen]Was denkst du, wenn du das siehst? ;-) [/COLOR][/SIZE] [IMG]http://www.geo.de/img/userinhalte/picture_contest/40/290/29013_disp.jpg[/IMG] |
| lioba | [COLOR=indigo][SIZE=1]....mission failed.[/SIZE] [/COLOR] Nahe an der Unfähigkeit zu schreiben. Ich kann nicht einmal sagen ich hasse dieses Gefühl. Das Gefühl völlig leer, kaputt und kraftlos zu sein. Wenigstens ist es ein Gefühl. [COLOR=indigo] [SIZE=1]Man sollte nie Versprechen geben,die man nicht halten kann. Nicht einmal sich selbst.[/SIZE] [/COLOR] |
| lioba | ...angenommen man würde eine Mutter kennen,die total überfordert ist und der man helfen könnte. Angenommen sie hat zwei Kinder, eines davon hat einen Sprachfehler gegen den man etwas machen könnte. Angenommen die Kinder haben in ihrem Leben schon viel Kacke, inklusive einem drogensüchtigen Vater der Haustüren einschlägt mitgemacht und man könnte etwas tun,weil man gut mit Kindern kann. Angenommen die Mutter käme nicht mit dem Haushalt zurecht und man selbst könnte das ganz gut. Angenommen sie hat kein Geld und man selbst hat noch ein wenig übrig. All das angenommen... bin ich egoistisch oder ein furchtbarer Mensch, weil ich lieber nichts (mehr) mit ihr zu tun haben möchte? Fragen über Fragen.. |
| lioba | "Man muss das Hässliche an sich ausblenden und sich auf das Schöne konzentrieren. Sonst würde man ja an sich zweifeln, das wäre ja schrecklich." Bäm, ein Schlag ins Gesicht. Schrecklich ist das? Sie hat es auch noch in so einem...entsetzen/erfürchtigen Ton gesagt. Nicht zu mir, aber angesprochen hat es mich trotzdem. Es lässt mcih nachdenken und macht mich irritiert. Sehen sich so die meisten Menschen? Blenden sie das Hässliche einfach aus? Haben sie deshalb so ein wahnsinniges Selbstbewusstsein? So viel Mut einfach sie selbst zu sein, ohne einen Gedanken an andere zu verschwenden? Ist es so normal?? Hm, Selbstbewusstsein... Was ist das überhaupt? Ein Bewusstsein für sich selbst. Eine möglichst objective Sicht auf die eigene Person. Sich selbst zu akzeptieren und zu lieben? Ein Gefühl dafür entwickeln, wie man ist und wer man ist? Es ist fast ein wenig erbärmlich, aber ich fürchte ich hatte sowas nie wirklich. Ich kann mich furchtbar schlecht einschätzen, ich weiß nicht, wie ich rüber komme, ich habe keine Ahnung davon, wer ich bin und Niederlagen beziehe ich auf mich. Auch Gekichere um mich herum beziehe ich darauf, dass vielleicht mein Oberteil nicht perfekt sitzt. Oder meine Haare seltsam aussehen. Oder ich mich zu männlich bewege, zu krumm sitze, zu anders herum denke... Ja, eigentlich ist das schrecklich,da hat sie schon Recht. Ein wenig erbärmlich. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=TII2YJU9ULU&feature=related]Der Mond, der Kühlschrank und ich.[/URL] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=8I95f0SQe8w&feature=related]Fallen[/URL] Ich weiß nicht einmal genau an wen ich zuerst denken musste,als ich dieses Lied hörte. Aber es drückt meine Hoffnung aus, dass da jemand ist, der mir die Hand entgegenstreckt,wenn ich falle. Mein Vater hat mir irgendwann mal erzählt,dass sein Vater immer sagte: "Ein Freund ist jemand,der dir links und rechts eine knallt,wenn du Mist gebaut hast und dir danach die Hand reicht und dir aufhilft." Ich denke,dass das meine Definition von Freundschaft recht gut trifft. Ich hoffe und ich bete,dass da jemand ist, dem ich wichtig bin. Ich versuche ein guter Freund zu sein für die Menschen, die mir wichtig sind. Ich fürchte,dass mir das nicht immer gelingt. Aber ich würde für jeden Einzelnen nachts um halb 5 aufstehen und egal wie weit fahren um mir dann jedes noch so kleine Problem anzuhören und eine Lösung zu finden. Verzeiht mir,dass fast niemand von euch mich völlig kennt. Das ist wohl eine meiner schlechtesten Eigenschaften. Aber seid euch sicher,dass ihr jeden Tag in meinen Gedanken seid. Mir fällt eben auf,dass ich den ganzen Abend weg war. Ich habe mich gebogen vor Lachen und nivealose (nein, ich habe mich nicht verschrieben) Witze gemacht. Und ich fühle mich nicht leer, ausgelaugt, kaputt. Vielleicht ein Lichtblick? Oder einfach ein Teil der Abgestumpftheit, die mich seit einiger Zeit ergriffen hat? Wenn das der Fall ist, so bin ich mir nicht sicher, ob ich das gut finden soll. Schätzungsweise ist es aber wohl der einzige Weg einigermaßen gut zu überleben. Der Weg zurück ist mir, momentan zumindest, jedenfalls verwehrt. Kein Schmerz, aber auch keine Freude reicht bis tief in mich hinein. Wieso? |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=Xx8HwFpxv54]Fear[/URL] Welcome back in life. Inklusive Gefühl, gehetzt sein, Angst, Panik und gleichzeitig Regungslosigkeit. Und ich muss sagen: lieber so, als dumpf. Lieber immer kurz davor aufzugeben als nichts zu sein. Dumpfheit ist kein Leben. Ich hoffe sie bleibt ein wenig weg. _______________________________ Vorhin wurde mir erzählt von einem Mann, der 70(!) Kinder missbraucht hat. Angeblich hat er dafür sieben Jahre bekommen mit anschliessender Sicherungsverwahrung. Was zur Hölle ist das für ein Land, in dem Kinder nichts mehr zählen?? Das wären pro Kind ca 36,5 Tage. 36,5 verdammte Tage für ein Leben, das zerstört ist für die nächsten,hoffentlich trotzdem vielen, Jahre. 36,5 Tage dafür, dass da eine Seele kaputt gemacht wurde. Und diese Sicherungsverwahrung... Man verzeihe mir, aber ich finde es ätzend, diesem Mann auch noch ein Leben zu finanzieren. Und dann überlegt man sich, was manche Leute für Steuerhinterziehung oder Raubkopien an Strafen bekommen. Das widert mich an. Und es macht mich so unendlich wütend, so hilflos. Edit: [URL=http://www.focus.de/panorama/vermischtes/nuernberg-sieben-jahre-haft-fuer-missbrauch-von-70-kindern_aid_415568.html]Artikel[/URL] EINGESCHRÄNKT SCHULDFÄHIG?????? Was soll die Scheiße?! |
| lioba | "Manche der Ärzte machen sich deshalb gar nciht mehr die Mühe Freundschaften zu schließen. Die anderen jedoch haben es sich zur Aufgabe gemacht den Tod so lange wie möglich hinauszuzögern." ...das Leben ist etwas wert. Es gibt Menschen, die hängen an ihrem Leben. Menschen,die um jede Sekunde mehr Leben kämpfen.Sie kämpfen verbissen darum noch einmal die Sonne zu sehen. Und ich? Ich schätze es nicht. Mir ist es recht wenig wert. Ist es fair, dass sie sterben müssen und leben wollen und es mir ziemlich gleich ist, aber gesund bin und lebe? Man solle vorsichtig sein mit solchen Aussagen: Mir liegt nichts an meinem Leben. Aber nein, besonders wichtig ist es mir nicht. Nicht meine Gesundheit, nicht mein "Seelenheil", nicht die Sonne noch einmal zu sehen. Bin ich es dann wert zu leben? Ich, die es nicht schätzt hier zu sein. Ich, die nicht die Sekunden jedes Tages genießt. Ich, die sie verabscheut, diese Sekunden. Mal mehr, mal weniger. Ich, die so aussieht, wie ich aussehe. In diesem fetten Körper und dem Geist und der Seele an denen nichts normal zu sein scheint. Ich, die nichts besonders gut kann, sich für nichts wirklich begeistert...bin ich es wert? Oder: Darf ich leben? |
| lioba | Oh tut das gut. Der Stress fällt langsam von mir ab. Ich realisiere noch nicht wirklich,dass das jetzt auch eine Zeit lang so bleibt. Es tut mir so gut diese Menschen zu sehen, die ich über Jahre lieb gewonnen habe. Es tut unendlich gut mit ihnen über Wiesen zu streunern und sich durchs Unterholz zu schlagen um herauszufinden, von wo aus man dieses Zeltlager am besten überfallen kann. Und es lässt mich lächeln, dass immer alles beim Alten bleibt. Ich habe wirklich Probleme damit länger unter Menschen zu sein beziehungweise mich mit Menschen zu treffen. Gedanklich dramatisiere ich das gerne bis ich kurz davor alles absage. Aber bei ihnen ist Ruhe und die Gewissheit einfach die Gedanken ungefiltert nach außen plappern zu können. Nein, es sind nicht die, die mich durch und durch kennen. Es sind nicht die, die denken, was ich denke. Aber es sind die, die die Konstante in meinem Leben bilden. Freunde, nicht seelenverwandte. Aber nicht weniger wichtig. |
| lioba | Dieses beschissene Geld! Wie kann schnödes Papier und definitiv nicht wertvolles Metall über so viel entscheiden? Warum kann es dafür sorgen, dass Menschen nicht mehr wissen wo vorne und hinten ist? Warum schürt einem der Gedanke an zu wenig Papier die Luft ab? Oder ein klitzekleiner Strich auf Kontoauszügen. Warum kann der alles in sich zusammenstürzen lassen? All diese im Endeffekt lächerlichen Dinge können das gesamte soziale Leben einschränken. Können krank vor Sorge machen. Und das nicht nur bildlich gesprochen. So kleine Dinge können richtig massive Existenzängste verursachen. Ist das nicht dämlich? |
| lioba | [URL=http://www.german-gothic-board.de/4images/details.php?image_id=21582]LECKER FANTASTISCH WAHNSINN NEU[/URL] |
| lioba | [SIZE=1][I]LKW-Fahrten lassen viel Zeit zum nachdenken...[/I] [/SIZE] "Ich habe so das Gefühl in zehn Jahren sind wir mit denen verheiratet." Jaa, das ist einer jender Sätze, die mir im Gedächtnis bleiben. Ich und du. Dreamteam immernoch. Wir provozieren Sätze wie: Na, wann ist denn eure Hochzeit? Oder: Flo, du hast doch schon eine Frau. Ich kann dazu immer nur lachend den Kopf schütteln und abwehrend die Hände hoch heben. Solange ich dich nur so bei mir habe. Auf einen Kaffee, oder auch mal zwei Tage am Stück, solange denke ich, dass daran durchaus etwas Wahres sein könnte. Wenn ich deine Wangenknochen betrachte,deine schönen Augen. Das erscheint mir dann alles so wunderschön und begehrenswert. [I]*ping* (Ich lasse an dieser Stelle mal die Seifenblase platzen)[/I] Allerdings auch nur,wenn ich dich eben nicht zu oft um mich habe. Nach dieser Woche mit dir auf engstem Raum leben, ohne die Chance wegzugehen... Oh, nicht nur einmal hätte ich dich am liebsten ermordet, dich aus dem LKW geschmissen oder dir einfach eine mitten ins Gesicht gedonnert. Klingt brutal? Ist es auch. Es IST brutal seine Phasen zu ertragen in denen er stundenlang mit ein und dem selben Thema nervt, von dem er ganz genau weiß,dass das für mich ein Reizpunkt ist. Es IST Brutal seine "Bildleserphase" zu ertragen und ich mutmaße, dass er eine multiple Persönlichkeit hat. Den intelligenten, netten,witzigen,zuvorkommenden und eben dieses... Etwas, das ich einfach nur weg haben will. Ich schwöre dir, manchmal hasse ich dich so sehr, dass ich dich leiden lassen möchte. (Was mich zu der Frage einer Freundin bringt, ob man bedingungslos gemocht werden kann. Nun,erstmal würde ich da unterscheiden zwischen einem Grundgefühl und dem aktuellen Gefühl. Ich mag Flo. Er steht eigentlich an erster Stelle in meinem Leben. Immer und grundsätzlich. Aber: manchmal könnte ich ihn eben einfach nur noch stundenlang folten und hassen. Wäre aber in der Zeit in der ich ihn so hasse etwas mit ihm oder hätte er ein Problem: ich wäre trotzdem immer da. Denn trotz allem ist er verdammt wichtig. Also ja. Ich denke, in gewisser Weise kann man bedingungslos gemocht werden.) Wie auch immer. Eine Ehe wäre eine seeehr nervenaufreibende Sache bei uns. Wir hätten uns sehr oft in den Haaren. Wobei. LKW-Fahrer und Logopädin sitzen wahrscheinlich eh nicht so oft aufeinander... Aber da sind immer noch diese grundverschiedenen Lebensansichten, die miteinander eigentlich absolut nicht kompatibel sind... Und ich denke an diesen Satz (der da ganz oben) , während ich seit vier Tagen neben dir im LKW sitze und die Landschaft betrachte. Diese ist nämlich wirklich grandios. Eine große, lange Brücke. Rechts und links davon nur satt-grüne Bäume auf herrlich sanften Hügeln. Mehr sieht man nicht. Nur grün. Nach dieser Brücke geht es ein paar Meter durch den Wald, nur um danach bei Sonnenuntergang auf einen See zu blicken. Blickt man nach links, so sieht man die Nacht. Alles ist bläulich und ruhig. Aber blickt man nach rechts, so sieht man die Sonne im See verschwinden. Alles in warmes Orange und Rot getaucht, die Wellen glitzern und funkeln, alles strahlt. Und das alles nach diesem abscheulich heißen Donnerstag. Laune rettend und ruhig stimmend. Es war so unglaublich heiß, teilweise im LKW bis zu 49°C. Und das mit mir und trotz Fahrtwind und Klima und und und.. Ich bin nicht geschaffen für solche Temperaturen. Ich bekam Kopfweh, der Nacken wurde steif, der Kreislauf war irgendwann so gut wie gar nicht mehr existent. Kurz: Ich habe es nur knapp überlebt -.- Und was habe ich auf meine Haut geflucht. Meine Füße sehen inzwischen besser aus, ich kann wieder richtig laufen, es ist nicht mehr alles voller Blasen und Risse, da ich ja im LKW keine Schuhe brauchte (Allergie gegen Stoffe in 90% der Schuhsohlen). Dafür sind nun der Hals, der Rücken, die Ellenbeugen, die Kniebeugen und und und offen und jucken wie die Hölle. Ich hasse es. Ich hasse die Natur wegen der Pollen. Ich hasse Schuhe, wegen der Sohlen. Ich hasse Hitze,wegen der Neurodermitis. Ich hasse Kälte, wegen der trockenen Haut. Ach und ich hasse meine Beine. Die sind offen, ganz unabhängig von allem -.- Eigentlich bin ich nicht lebensfähig. Und vermehren sollte ich mich wohl auch nicht. Und vorallem nicht mit oben genanntem Herren, der auch mit ein paar Dingen in diese Richtung gesegnet ist. Unser Kind wäre ein einziger Gendeffekt. O.o Ich glaube oben einleitender Satz hat sich erledigt. Wenn, dann sollte ich mir einen gesunden Mann suchen, um mich auszugleichen :D [IMG]http://www.texasmaedle.com/Images/schwarzwald.jpg[/IMG] |
| lioba | Kennt jemand dieses Gefühl? Schreiben zu müssen aber keinen Schimmer zu haben was? Ich habe das oft, wenn ich eine bestimmte Art von Liedern nacheinander gehört habe. Meist öffne ich dann dieses Fenster und schreibe vor mich hin was mir gerade durch den Kopf geht. Ob ich das dann abschicke ist dann die andere Frage. Erstmal zum Verständnis. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=1XzkQ7HAGnQ]Let down[/URL] Wer mich ein bisschen kennt weiß, es geht mir um die Texte. Und solche Texte machen mich nachdenklich, melancholisch und nach einer gewissen Weile lebensunlustig. Oder nein, es macht mich nicht lebensunlustig. Es offenbart nur vergrabene Gefühle. Alles hier langweilt mich. Ich weiß ganz genau was passiert,wenn ich dies und jenes tue. Und das was ich tuen sollte, oder was helfen würde ist nciht erreichbar für mich. Um auch das zu erklären würde man wohl wieder auf das altbekannte Thema Selbstwertgefühl eingehen. Aber dazu habe ich gerade absolut keine Lust. Ich wäre zu gerne besonders. Anders. Außergewöhnlich. Aber es ist eine Tatsache, und ich sage das ganz unverbittert, dass ich normal bin. Stinknormal und reichlich lädiert und gefühlsarm. Und als ich vor ein paar Tagen darüber nachdachte, was ich eigenltich wirklich gut kann wurde mir klar: ich kann nichts so wirklich. Ich habe keinerlei wirliche Begabung. Ich habe kein Talent bzw. keine Ausdauer für ein Instrument. Ich habe keine besondere geistliche oder handwerkliche Begabung. Keine Leidenschaft. Guten Tag, mein Name ist Ottonormalverbraucher. Oh wie sehr ich mich doch langweile. Langeweile erzeugt Melancholie. Melancholie verleitet zu Dummheit. Dummheit macht Depressionen. Depressionen machen Dummheit. Was gibt es denn in diesem Leben, was mich wirklich reizt? [IMG]http://steffen030.files.wordpress.com/2008/06/monster7-_die-innere-leere.jpg[/IMG] |
| lioba | Nun lag ich über 2 Stunden wach im Bett und wartete darauf müde zu werden. Immerhin muss ich ihn um 4:15 zu seiner Arbeit fahren. Ich habs versprochen, obwohl ich hoffte mal wieder ausschlafen zu können. Aber nun vorhin wurde es mir definitiv zu viel. Ein Schnak, der alle halbe Stunde einmal versucht mich zu zerfleischen, irgendwas, weswegen ich ständig niesen musste und mal war es zu warm, mal zu kalt... Nicht, dass ich nicht müde wäre. Doch, das schon. Aber ich kann nciht schlafen. Es geht einfach nicht. Mein Kopf weigert sich wehement abzuschalten. Und das seit Tagen. Ich sehe langsam aus wie ein richtig truer Grufti. Frisch aus dem Grab gekrochen. Yeah -.- Ich unterhielt mich gestern Abend ziemlich gut mit jemandem in einer Disko (bzw einem Nightclub. Wir wollen ja korrekt sein) in der ich ab und an mal aushelfe,wenn mir langweilig ist. Am Ende des Abends hiess es ich solle unbedingt und auf jeden Fall den kommenden Samstag auch kommen, da da ja Kunst und Sünde sei und das wäre soooo toll. (Wen es interessiert [url]www.der-cult.de[/url] -> Partydates) Nein, ich werde nicht hingehen. Das ist nicht so mein Fall. Aber es brachte mich auf einen Gedankengang. Einen sehr kurzen, aber trotzdem hängt er mir im Kopf herum. SM ist eine Suche nach Grenzerfahrungen. Für Dom wie Sub gleichermaßen. Und ich bin Grenzerfahrungen leid. Ich habe sie tierisch satt. Sie kommen mir überall raus, wo nur etwas rauskommen kann. Vermutlich ist das also der Grund, weshalb ich damit inzwischen für mich persönlich nicht nur wenig anfangen kann, sondern einfach nur rennen möchte. Ansatzweise natürlich sehr schöne Sache. Aber danke - ich will meine Grenzen gar nicht immer kennen. So long... [URL=http://www.youtube.com/watch?v=PKgjnnoU6HQ]Irgendwo in meinem Geiste...[/URL] |
| lioba | Situationsschilderung: Ich habe dich noch ein Stündchen besucht. Du und dein Arbeitskollege haben Bier getrunken und blöde Sprüche gerissen. Mir war hauptsächlich langweilig. Also sagte ich irgendwann,dass ich jetzt gehen würde. Ich gab deinem Kollegen die Hand und umarmte dich. Der Kollege daraufhin:"Oh, gar kein Küsschen?" Ich erwiderte:"Ex. Nicht derzeitiger." Und du meintest nur:"Ich werde dich bei Gelegenheit dran erinnern." Nun, was soll ich mir bei dem Satz bitte denken? Ich könnte ihn ignorieren. Aber rekapitulieren wir doch mal unsere Situation. Ich schlafe gerne an deiner Seite ein. Manchmal zumindest. Und du kansnt ohne mich fast nicht mehr schlafen. Du meldest dich so gut wie jeden Tag bei mir. Du machst blöde Scherze auf meine Kosten und foppst mich. Du erzählst mir als einzigem, wie es dir wirklich geht und schleppst mich alle paar Tage mit zu deinen Eltern oder Großeltern. Wenn du raus gehst zum rauchen,dann soll ich mit. Alleine möchtest du nicht. Du wirst zickig,wenn ich mit anderen lieber etwas machen möchte, anstatt mit dir. Du sagst immer öfter:"Ich hab dich sehr lieb". Du nennst mich des öfteren mal,wenn du in Gedanken bist "Spatz" oder "SChatzi". So... ist das nun in einer Freundschaft normal oder denke ich mir mehr zu deinem Satz? Ich beschliesse: es ist so in einer Freundschaft und blöde Sprüche werden ignoriert. ________________________________________ "mein potenzieller Partner": Sicher? Und sicher,dass du das wollen würdest? Sicher, dass es so läuft? Sicher,dass das nciht eher kontraproduktive Annahmen und Wünsche sind? |
| lioba | Ich bin müde und rutsche herab. Es ist ein ziemlich schlammiger Hügel, der Regen hat ihn aufgeweicht. Weit und breit ist ncihts zu finden, woran man sich festhalten könnte. Bis auf die restlichen paar Grashalme, die noch nicht unter dem Schlamm begraben sind. Aber mir macht das nichts. Ich sehe zu, wie ich nach unten rutsche und ab und an,wenn mir danach ist, gebe ich mir noch einen Schubbser,damit ich schneller rutsche. Ich sehe nciht, wie weit nach unten dieser Berg geht, immerhin war ich fast oben. Es wird wohl noch ein Stück sein. Aber bis ich herausgefunden hab,wie tief er ist werde ich sitzen,rutschen und schweigen. Eine Art Lethargie hat mich in den letzten Tagen erwischt. Sie breitet sich über mir aus, wie ein dunkles, kaltes Tuch, das die Sonne verdunkelt. Ich bin so unendlich müde und kaputt und möchte nur noch meine Ruhe. Ich brauche Liebe in meinem Leben. Irgendwo. Irgendwie. |
| lioba | Krank. Kaputt. Müde. Fertig mit der Welt. Das sind aktuell passende Schlagworte, nachdem es mich schon vor ein paar Tage etwas heftiger auf das Schnäuzchen gelegt hat. Hochgekommen bin ich immernoch nicht. Ich bin inzwischen soweit zu sehen, dass ich dir wichtig bin, dich aber immer wieder wegstoße. Das tut mir so unendlich Leid und deswegen... sollte ich vielleicht endlich einsehen,dass ich hier alleine nicht endgültig aufstehen und vorallem stehen bleiben kann. Es kann nicht weiter so gehen, aber ich kann auch nicht einfach sagen: Es ist ja nichts. Wie du es für richtig hältst. "Hör auf dich reinzusteigern und lass es doch einfach" Ja, wenn das so einfach wäre, dann würde ich es tun mein Lieber. Nichteinmal nur für dich. "Du willst doch gar nichts ändern." Stimmt. Leider. Momentan. Denn außer der Panik, der Verzweiflung und dem wandeln an der Grenze kann ich nichts empfinden. Keine Freude, eine Überraschung, kein wirklich tiefes Mitleid, nichts. Und ich lebe lieber, als nur zu existieren. Ich wünschte so du würdest mich ein klein wenig verstehen. Ich möchte mich doch nur in meiner kuscheligen Höhle verkriechen. Ich will niemanden sehen, hören oder lesen. Ich bin es leid mich zu erklären, oder den Clown zu spielen. Ich bin es so leid... |
| lioba | Kleine Dinge. Ich sollte mich wirklich an die kleinen Dinge halten und diesen Beitrag immer wieder editieren um schöne Dinge festzuhalten. ~ Ich habe mir Granita gemacht. Gut. Es ist ein wenig improvisiert, indem ich ein Getränk gefroren und dann mit dem Nudelholz zerklopft habe. Aber ich habe Granita! [IMG]http://elegantsufficiency.typepad.com/photos/uncategorized/2007/04/01/granita.jpg[/IMG] ~ "kein quark - du bist anscheinend echt ein sehr lieber mensch!" Das ist Balsam. ~ [URL=http://www.liveleak.com/view?i=6fd_1226505738]Bird is the word![/URL] ~ Ich habe einen Stift geschenkt bekommen *jubel* Einen Spongebobstift. Genauer gesagt ist es nciht nur ein Stift. Man kann auch Seifenblasen damit machen und einen Spongebob stempeln :D ~ "schad, jetzt hab ich dich hier doch nicht mehr "getroffen" wünsch dir ne gute nacht! vielleicht "sehn" wir uns ja morgen..." ~ to be continued |
| lioba | Abgerutscht, abgerutscht, abgerutscht. Und ichkann es nur völlig nüchtern betrachten. Ich mache mir keine Gedanken darum,was ich anderen damit antue. Es ist mir inzwischen egal. Es ist so, so bin ich und basta. Ich liebe es so, denn es...entlastet. Immer abwärts,weiter abwärts. Dort unten imTal ist SChatten, kein Licht gelangt dort hin. Dort muss ich sein, denn das Licht verbrennt mich. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=gMKVeYE1TU0]Ich bin wirklich krank.[/URL] |
| Demon17 | Hallo Lioba, ich habe gerade die letzten Einträge gelesen und musste die ganze Zeit daran denken, dass ich nun schon seit 30 Jahren zugrunde gehe. Es nimmt einfach keine Ende. Ich hoffe es ist nichts Physisches. Das Psychische wirst Du sicher verarbeiten. Was Dich nicht umbringt mach Dich stark. Hast Du begonnen das Leid zu genießen, oder wehrst Du Dich dagegen? Auf jeden Fall findest Du ja alles im Schwarz, was Du brauchst um fast alles ertragen zu können. Ich wünsche Dir kein Glück, weil ich nicht weiß ob Du es suchst, aber ich wünsche Dir viel Gefühle und spirituelle Erfahrungen. Liebe Grüße demon17 [SIZE=1]Ich weiß gar nicht, ob Du überhaupt Kommentare in Deinem Nebelpfad wünscht. Falls nicht sag einfach bescheid und ich lösche den Beitrag wieder.[/SIZE] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=P0ym2Tpbtoo]Changes[/URL] "...dann geh doch. Kindergarten da." In diesem Moment, als du das gesagt hattest, da hat es mir nichts ausgemacht. Ich war weder verletzt, noch erleichtert. Nichts davon. Ich bin aufgestanden und gegangen. Ich dachte ich könnte mich frei fühlen, oder würde alternativ in der Ecke sitzen und vor lauter heulen gar nichts mehr denken können. Aber nichts davon ist passiert. Ich bin einfach gegangen, habe mich in mein Auto gesetzt, eine geraucht, bin heimgefahren und habe ganz normal weitergelebt. Vielleicht,weil du mich so oft verletzt hast,dass ich im Grunde wusste,dass ich dir egal bin. Ich war mir im Grunde sehr sicher,dass ich dir nicht wirklich wichtig war. Natürlich war es gut. Es hat gut getan ab und an liebe Sachen von dir gesagt zu bekommen. Aber ist es das wert meine Freiheit dafür herzugeben? Ich denke nicht, denn du hast gegen alles auf unterstem Niveau gemeckert. Gegen alles,was mir etwas bedeutet. Es gibt da einen Spruch, der geht in etwa so: "Es gibt nichts schlimmeres, als mit einer recht großen Freude im Herzen zu einem desinteressierten Menschen zu kommen." (Achtung. Nur so in etwa. Der Sinn bleibt der Gleiche) Und so ging es mir mit dir immer. Ich war begeistert,völlig außer Rand und Band und erzählte dir lachend und fröhlich etwas und alles was von dir kam war: "Hm, ja. Sag mal hab ich dir erzählt,dass ich gestern...bla." Ich habe mir nie etwas anmerken lassen. Aber das hat mir jedesmal einen kleinen Hieb in den Magen versetzt. Genauso, wie deine Art mich ständig zu bevormunden. Ich bin nicht dein Kind. Ich bin erwachsen. Ich habe Ansichten, Gedanken, Gefühle, Meinungen. Und ich will nicht, dass meine Gefühle wertest. Dass man meine Interessen wertet. Das bin ich und das bleibe ich. Ich kann mich nicht noch einmal für dich aufgeben. Das geht nicht. Und du... du kannst nicht einmal sachlich mit mir reden. Alles was du kannst ist mich zu beleidigen. Mich und meine Freunde, die du nicht einmal kennst. Du bist nicht das Maß aller Dinge, seh das endlich ein. Nicht einmal in meinem Leben. Ich schiebe dich von mir weg, denn ich ertrage die ständigen Anschuldigungen nicht länger. Ich bin nicht jemand, der kuscht und pariert. War ich noch nie. Es tut mir Leid,wenn du das bisher nie gesehen hast. Es tut mir so Leid, wenn du mich nur so akzeptieren kannst. Das alles erinnert mich an ein Gespräch mit einem Freund vor langer Zeit. Bevor wir sterben, werden wir jeden von uns schieben, dem wir damit weh tun könnten. Wie zynisch, dass mir dieser Gedanke kam. Aber wen wundert es. Ich habe dir mehr anvertraut als jedem anderen Menschen. Ich habe vor dir mein Innerstes nach außen gekehrt, bin für dich über alle meine Schatten gesprungen. Und du behandelst mich wie Dreck. Ich kann dich dafür nciht einmal hassen. Ich frage mich nur, ob du irgendwann einmal dir selbst über dich klar werden kannst. Kannst du irgendwann einmal für dich erkennen was ich dir bedeute und was du (von mir) willst? Ich hoffe es für dich. Denn Leute, die ihr Fähnchen immer in den Wind hängen fahren zwar einfacher im Leben, aber das Leben ist dadurch so... flach und leidenschaftslos. Du könntest mehr sein. Aber für dich ist ja jeder, der nicht exakt so denkt wie du Abschaum, ich vergaß. Ich hoffe die Götter halten schützend ihre Hände über dich,damit du dich nicht vollends in die Scheiße reitest und endlich einmal lernst,wer du bist. Allerdings sollte man da vielleicht nicht zu sehr hoffen. Du verstehst ja nicht einmal, worum es mir geht,wenn ich dir sage was mich unglaublich stört. Glaube nicht,dass ich in zwei Tagen wieder bei dir ankomme. Glaube das nicht, denn ich bin mehr, als du erkannt hast. [IMG]http://www.winterspells.com/wp-content/uploads/2009/06/dark-night.jpg[/IMG] [SIZE=1] [I]"Sie sagte: "Schön, mal wieder bei dir zu sein." und begann ein Selbstgespräch."[/I] [/SIZE] |
| lioba | Was für ein überaus bescheidener Tag! Ich beginne jetzt mal von hinten. Sind Mütter anwesend? Ja, schon ein paar. Und schon mal am ersten Schultag Schulsachen kaufen müssen um halb sechs, weil sie schon am nächsten Tag gebraucht werden?(Nein, ich bin keine Mutter. Ich bin Schwester. Auch nciht besser) Es ist die Hölle! Einfach die absolute Hölle! Ikea am Samstagnachmittag ist ein WITZ dagegen. Es ist voll, es ist laut, der Sauerstoffgehalt der Luft hat sich irgendwo bei - 100% eingependelt (Klugscheißer können sich sparen anzumerken wie dämlich die -!00% sind) und man kann keinen verdammten Schritt an das Regal heran, an das man müsste, weil da lauter angeranzte vorlaute Bälger stehen. Wuah. Diese Prinzesschen "es muss alles von Hannah Montana und PINK sein!". Wie ich sie verabscheue. Genauso wie die Jungs, die sich vors Regal schmeißen und irgendwas von Panzern plärren. Und dann erst die Mütter! "Entschuldigung, dürfte ich mal kurz vorbei, ich brauche nur einen Radiergummi" "Ha, nein, ich war zuerst hier!!" Waaaaaaaaaaah!!!!! HASS!!!! Und dann auf dem Heimweg bekommt man noch so dämliche Aussagen von viel dämlicheren Politikern zu hören. "Wir versprechen jedem Jugendlichen nach der SChule einen Ausbildungsplatz." JA WIE DENN?! Es liegt doch nicht daran, dass niemand ausbilden WILL! "Gegen die Jugendkriminalität hilft nur eine höhere Polizeipräsenz." Wie dumm kann man sein?! Genau, lasst uns Milliarden für nichts und wieder nichts verschleudern, anstatt etwas an den Ursachen zu ändern. Hallo, hackts?! Ich bin 19 Jahre alt, habe keine Ahnung von Tuten und Blasen (naja :D ) und kapiere aber, wo der Fehler liegt. Das - kann - doch - wohl - nicht - deren - Ernst - sein!! Wo sind wir denn! Lioba goes Politik. Wählt mich. Und um es mit Horst Schlemmers Worten zu sagen: Schlimmer als die anderen bin ich auch nicht. So, kommen wir nun mal zu meiner über alles geliebten Ausbildung und den Intelligenzbestien, die diese leiten. Momentan wird verlangt: - Facharbeit schreiben - unmengen Referate schreiben - für Schulaufgaben lernen - für die ersten Therapien vorbereiten - Schulfeste vorbereiten - Stoffwiederholung vom letzten Jahr mit anschließender Prüfung darüber Dagegen steht aber: - ein permanenter Lehrer und Schulleiterwechsel - ein Umzug der SChule nächstes Jahr ( oh yeah, ich darf mal kurz 20 Minuten länger fahren. Geil, ich hab ja auch nen Geldscheißer! Außerdem sind extra einige dort hin gezogen, die jetzt dann auch sehen müssen wie sie zur Schule kommen) - wir werden über so Sachen wie Umzüge NICHT informiert - Lehrer, die zwar gute Logopäden sind, aber durchaus beschissene Lehrer - schwachsinnige Arbeiten - ungenügende Vorbereitung auf die Therapien Ich könnte kotzen. Was glauben die eigentlich wer wir sind? Roboter?! ICH werde mir DEFINITIV nicht, und ich betone das, NICHT die komplette Freizeit nehmen lassen. Aber sowas von nicht. Ich hab ja schließlich auch irgendwo noch ein Leben! Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken. Besonders nach diesem Tag heute. Zwei Stunden lang ein dämliches Spiel pinseln, ohne dass jemand kapiert hat warum und wofür. Und auf Nachfrage bekommt man auch keine wirkliche Antwort. Auf gar keine Frage bekommt man von diesem hirnlosen Logopädenzombie eine Antwort. Nie! Ich erinnere daran, wie eine Frage zur Abrechnung über die Krankenkassen aufkam und er ersteinmal den deutschen Staat erklärt hat, um dann die eigentliche Frage völlig ausser Acht zu lassen. LECKT MICH DOCH SONSTWO IHR AFFEN! (Nein, dieser Beitrag legt KEINEN Wert auf gewählte Ausdrucksweise oder sonstigen Firlefanz) |
| lioba | Warum kann es euch allen nciht einfach gut gehen, warum nicht?! Was soll ich denn tun?? Ich kann euch nur zusehen wie ihr zugrunde geht. Was soll ich mehr mache, als euch anzubieten für euch da zu sein? Was soll ich mehr tun, als eure Probleme in mich aufzusaugen und zu versuchen eine Lösung und tröstende Worte zu finden? WAS? Ich hasse es, ich hasse das alles so abgrundtief. Das geht doch so nicht mehr. Was denkst du dir eigentlich dabei? Ja, ich weiß dir geht es scheiße. Ja ja ja, ich weiß! Aber alles was los ist ist kein Grund jeden Abend Schlaftabletten zu nehmen und sich dazu Alkohol reinzupfeiffen. Das ist kein Grund die Leute, die dir den Rücken stärken so zu hintergehen. Kapierst du, was ich mir für Sorgen mache,wenn du so eine Laune hast, aber mit deinem Auto auf Kirchweih fährst? Wo ich dir doch momentan zutrauen kann,dass du dein Auto gegen den nächsten Baum setzt? Kapierst du nicht,dass wir ALLE für dich da sind? Natürlich sagen wir dir deutlich, wenn was schief läuft, wenn wir sehen, dass du nur ausgenutzt wirst. Und natürlich klingt es besser von diesen Tussen Honig ums Maul geschmiert zu bekommen. Aber es wird wieder so laufen,dass es dir danach noch schlechter geht. Wie jedes Mal. Es läuft jedes verdammte Mal so ab. Siehst du das denn gar nicht? Was soll ich denn anderes tun, als dir täglich zu sagen was für ein toller Kerl du bist? Ich würd mir für dich ein Bein ausreißen, wie für alle meine Freunde. Aber was willst du mit meinem Bein. Das wäre auch Schwachsinn. Ich möchte dir ein Stück meiner Seele geben. Aber was würde das denn helfen, die ist doch genauso kaputt. Und du genauso! Ich weiß, dass du viel zu viel trinkst. Ich sehe, wie du immer tiefer rutscht. Glaubst du ich merke das nicht, obwohl du sagst, dass nichts ist? Glaubst du ich bin so blöd nicht den Unterschied zu bemerken, alleine in der Art und Weise wie du mir schreibst? Schon an deiner Begrüßung weiß ich, wie es dir geht. Aber nochmal: was soll ich denn für euch alle tun?? Mir gehen die Lösungen aus, mir gehen die Gedanken dazu aus. Ich weiß nichts mehr. Ich stehe vor auch und kann nur schon hundert mal gesagte Phrasen wiederholen. Ich kann euch doch nur anbieten auch nachts um drei Uhr für euch da zu sein. Immer. Ihr seid alle miteinander alt genug, ich kann niemanden zwingen Hilfe anzunehmen. Und bald kann ich auch keine Hilfe mehr geben. Ich bin ausgebrannt. Es geht einfach nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich bin doch da. Aber ihr lasst mich zusehen. Ich helfe und bekomme das Messer in den Rücken, WEIL ich helfe. Schon mal daran gedacht,dass es anderen auch schlecht geht? Und Pardon, nciht nur, weil man keine Freundin abbekommt, oder man Stress mit den Eltern hat. Das klingt gemein, aber es ist so. Nein, natürlich würde ich euch das nie so sagen. Nie. Aber es ist verdammt nochmal so! Ich sitze doch selbst in der Kneipe und merke auf einmal,wie die Panik kommt. Wie mich die Unruhe packt und ich langsam nicht mehr weiß wo hinten und wo vorne ist. Ich sitze dann da und versuche einfach normal zu sein. Zu lachen, zu reden. Und dabei wird es immer schlimmer. Ich würde gerne raus gehen, aber das geht ja auch nicht, denn das würde auffallen. Also bleibt mir nur zu atmen. Einfach atmen. Gaaanz tief ein, laaangsam wieder aus. Und wieder ein und aus. Und ein. Und aus. Immer weiter. Einfach atmen, einfach ruhig werden. Ich zähle die Sekunden, bis ich in meinem Auto sitze, kurz zusammensacken und dann singen kann. Ich muss singen, um die Panik aus mir heraus zu bekommen. Das ist alles, was MIR bleibt. Autofahren, Musik laut und singen. Das ist meine Art auf der Linie zu balancieren und zu versuchen nicht einen Schritt in die falsche Richtung zu machen. Und dann einfach nach Hause und schreiben. Einfach versuchen alles aus mir rauszukotzen. Was soll ich auch sonst tun. Doch selbst,wenn alle diese Notfallpläne durchgespielt worden sind bleibt dieses ungute Gefühl im Bauch, der Kloß im Hals, ein Herz, dass zerbersten möchte, eine Seele, die fassungslos ist und ein Kopf, der rast. Ich möchte heulen. |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=_S5Z0LJLFSs]Three is an orgy, four is forever[/URL] Was bedeutet dir Musik? Ist sie dir Mittel zum Zweck, ist sie Lebenselixier, tangiert sie dich nur während du Radio hörst oder manipulierst du dich damit selbst? Wie hörst du Musik? Nebenbei während du dem Alltag nachgehst, als stimmungsgebende Untermalung bei tollen Gesprächen, hörst du aufmerksam zu und analysierst sie oder versinkst und verschmilzt du damit, hörst mit dem Herzen? Musik ist so viel und kann so viel. Sie war schon immer unser Begeleiter und wird es immer bleiben. Wer könnte sich denn ernsthaft ein Leben ohne sie vorstellen? Ohne sanfte Töne, lautes Kratzen? Ich denke niemand. So oft rettet sie Leben, verpasst einer romantischen Begegnung das i-Tüpfelchen oder lässt das Herz vor Freude und Übermut noch ein klein wenig schneller klopfen. [SIZE=1] "Sanfte Klänge woben ihr weiches Netz um sie herum, flüsterten ihr zu sich anzulehnen und das kleine Herzlein ruhig atmen zu lassen. Zärtlich schwang die Melodie an ihr vorbei, striff ihre Haut, wirbelte die tiefsten Sorgen davon und verschuf ihr den lange ersehnten Lichtstrahl in ihrem Leben."[/SIZE] Warum kann sie das alles? Was bringt uns dazu so abhängig von der Musik zu sein? Selbst, wenn wir nichts mit einem Lied verbinden, es vielleicht zum ersten Mal hören, kann es eine Gänsehaut verursachen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder die harte Schale um das Herz ein klein wenig auflockern. Sie macht uns einmal weich und verletzlich, das andere Mal stark und siegessicher. Ist es unser Körper, der auf die Wellen reagiert, auf die Vibration? Ist es der Kopf, der sich in fremde Welten tragen lässt? Oder ist es die Seele, die die Stimmung eines Liedes in sich aufsaugt wie ein trockener Schwamm? Vielleicht ist es von all dem ein bisschen, vielleicht gar nichts. Vielleicht sind das auch manchmal Gefühle aus einem früheren Leben, die mit einer bestimmten Art von Musik, oder einer bestimmten Melodie verbunden werden. Nun, dazu müsste man dann jedoch wieder annehmen, dass es so ist. Dass wir tatsächlich öfter als nur einmal leben. Aber wer weiß schon, was daran wahr ist und was pure Einbildung und Erfindung. Könnte es nicht doch möglich sein? Wie unlogisch wäre es nur einmal zu leben. Welch Verschwendung, denn wo wir es beobachten können in unserer kurzen Lebensspanne und unserer begrenzten Wahrnehmung, da müssen wir erkennen, dass uns die gesamte Natur diesen Wandel von Leben und Tod immer wieder vor Augen führt. Es wird gestorben und beginnt wieder zu leben. Nicht mehr ganz so, wie im Vorjahr und trotzdem gleich. [SIZE=1] Music was my first love And it will be my last Music of the future And music of the past To live without my music Would be impossible to do In this world of troubles My music pulls me through[/SIZE] [IMG]http://www.wien.gv.at/forschung/images/imagefueralle.jpg[/IMG] |
| lioba | Es ist Herbst... mir liegen tausende Worte auf der Seele, aber so gut wie keines auf der Zunge. Die Tage teilen sich in Stress und Melancholie auf. Hätte ich da nicht diese kleinen Nachrichten den Tag über verteilt, ich würde nur noch kotzend am Boden liegen. Ich gehe an meine Leistungsgrenze(und damit meine ich NICHT die Grenze, die man überschreiten kann) , ich wachse über mich hinaus ich arbeite und arbeite und es ist alles schlicht widernatürlich. Alles in mir spürt den Herbst, spürt das Jahresende nahen. Es sind ja nur noch wenige Tage. Und es wäre die Zeit zur Ruhe zu kommen, mich um mich zu kümmern und das Jahr vor meinem inneren Auge noch einmal vorbeiziehen zu lassen. Es ist die Zeit in der man sich zurückzieht und nicht über sich hinauswächst verdammt! Leider wird mir wohl jeder, dem ich das sage und der etwas ändern könnte, bei solchen Sätzen den Vogel zeigen. Andererseits, was beklage ich mich denn. Vielleicht ist es ganz gut so wenig Zeit zu haben, dass der Eintrag hier mich wieder eine halbe Stunde länger arbeiten lässt heute Nacht. Ich komme dadurch nicht ins Grübeln. Ich beginne nicht über mich nachzudenken und ignoriere alles außen herum. Vielliecht ist das keien schlechte Methode für diesen Herbst, um ihn zu überleben. |
| lioba | That´s it. So einfach und kurz könnte ich diesen Text belassen, der dennoch den ganzen letzten Abend beschreibt. Was will ich auch mehr. Friede zog ein klein wenig ins Herz ein. Und auch, wenn ich nun wieder Probleme habe meine selbstgezogene Mauer und meine Kopflastigkeit auszuschalten... irgendwie macht es mir keinen Stress. "Läuft" sagt da mein Kopf in einem ganz schlichten, bürokratischen Ton zu mir. Und ich vermute ich kann ihm da glauben. So gerne würde ich den Abend näher beschreiben. Aber er ist... so tief in mir eingegraben und so voller Zettel auf denen "Meins" steht, dass ich ihn schlicht nicht in Worte fassen kann. [IMG]http://data18.sevenload.com/slcom/ik/gg/hlsogcc/xxfvlcbggii.jpg~/Hoffnung.jpg[/IMG] [SIZE=1].lichtblick?.[/SIZE] |
| lioba | Ich bin sauer! Ich bin ungeduldig! Ich kann nicht ruhig sitzen! Ich ertrage das alles nicht, alles was ich sehe kotzt mich einfach nur noch an. Und das alles wegen Dingen, die vielleicht gar nicht so schlimm sind. Für mich sind sie aber summiert einfach ätzend. Dazu dieses Wetter. Es ist trüb, es ist dunkel, es ist ungemütlich und ich sitze hier alleine rum. Eben. Im Prinzip ist es das. Ich sitze hier alleine. Verdammt, so soll es nicht sein! Ich möchte jemanden, der mich ohne Worte versteht, oder einfach neben mir sitzt und liest oder den Fernseher anhat,während ich etwas für die Schule mache. Vermutlich habe ich meinem Herz doch zu sehr nachgegeben inzwischen. Fehlkalkulation. Verdammter Mist. Mir ist nach einer Hand, die kurz durch meine Haare streicht. Und nach einem kurzen lieben Blick. So ist das nämlich. Monatelang packt man Gefühl und Zuneigung weg, man bekommt sie ja auch nicht wirklich. Und da ich jemand bin, der davon zu viel herzugeben hat muss es einfach weggesperrt werden. Aber wenn dann eben verursacht wird, dass man Zuneigung erhält, dann bricht das Tor mit den 7 Schlössern doch ein klitzekleines Stück auf. So, wie es bei mir jetzt ist. Verflucht. Und niemand erreichbar, der mir zuhören könnte/wollte/dem ich das gerne erzähle würde alles. Gereizte und ein klein wenig sehnende Wildkatze läuft auf und ab und auf und ab. Sauer auf sich, auf die Welt und überhaupt auf alles. [IMG]http://www.pcpraxis.de/picbase/thumbnails/900/1180959765.jpg[/IMG] [SIZE=1].nein, ein kleineres bild war nicht passend.[/SIZE] |
| lioba | To you: " So, ich habe nun meine Sachen geholt und möchte dir nur noch dieses eine sagen: Selbst, wenn men Leben und mein ganzes Seelenheil von einer Person abhinge, ich lasse mich nicht mehr klein halten, bevormunden und erpressen. Das haben andere vor dir getan und auch in unserer Beziehung konnte ich nie tun, was ich will. Aber das war eben ein Grund, weshalb mir heute die Kraft zum Leben fehlt. Und wenn ich nun aber die Chance auf ein klein wenig Liebe vor Augen habe, dann versuche ich mein Glück. Denn wir haben zwar eine interessante Freundschaft, aber das ist eben keine Liebe. Und die ist es, nach der ich mich sehne. Wenn du nu rmit einer halb toten, bedürftigen, hörigen und unglücklichen Lioba zurecht kommst, dann habe ich mich wohl wahnsinnig in dir getäuscht. Und ganz nebenbei: Wie lächlerlich ist das hier denn? Es wird eh nichts, weil das viel zu schön wäre. Ich dachte, du könntest mir einfach gönnen glücklich zu sein. Unabhängig von allem, wie ich es mit dir auch tue. Ich bin nämlich da, wenns scheiße läuft. Aber vorher ist mir total egal, wen du dir aussuchst. Ist ja dein Leben. Solltest du das auch schaffen, weil du mich so gern hast: welcome back in my life.Mit Freude! Wenn nciht, lass mich mit deiner krankhaften Eifersucht und Herrschsucht in Ruhe. Komplett. Hoffentlich bis sehr bald, ansonsten... Hotelbar in 20 Jahren, du erinnerst dich? Ich hab dich sehr lieb.. Bruder." |
| lioba | Ich frage mich gerade in wiefern jetzt Schnüre neu gewebt und welche rausgeschnitten werden müssen... Ich weiß nicht, ob das irgendjemand verstehen kann, wie schwer es mir fällt eine der letzten wirklichen Zufluchten aufzugeben. Eigentlich die letzte. Eine Zuflucht, für die ich viel viel zurückstecke... Ich saß eben 10 Minuten in der Wohnung und habe... mich verabschiedet und wurde so dermaßen... ich weiß gar nicht... Traurig? Aber irgendwie... musste es doch sein oder? Das wäre doch das, was ein nicht seelisch abhängiger Mensch tun würde, oder? Irgendwie breche ich mir gerade selber alles weg und ich bin so verdammt unsicher, ob das so richtig ist. Andererseits... um endlich einmal ganz ich sein zu können muss das wohl sein. Muss da wohl Einsamkeit rein. Ich fühl mich allein. Und ich bräuchte so dringend Antworten. Ein wenig Sicherheit. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=KECk91-M-Ko&feature=related]Wenn du jetzt aufgibst...[/URL] |
| lioba | Gründe finden und Panzerwut Das sind die heutigen Schlagzeilen. Lieber erstmal auf sich wirken lassen. Und um sich in die richtige Stimmung zu versetzen: ALLES was ich anfasse geht schief. Ich kann mir nichts mehr merken. Ich sehe nur noch diese Augen in meinem Kopf. Ich hasse mich dafür abgrundtief. Ich sprudle innerlich über vor Emotion und Wut und Liebe und überhaupt allem und bekomme es nciht nach außen. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass ich rede und rede und nicht aufhören kann. Ich heule mich bei Freunden aus. Ich hasse mich auch dafür ziemlich. Verdammt nochmal ich will nicht der Jammerlappen sein, der allen auf den Ohren liegt. Ich hab bis jetzt das meiste komplett alleine geschafft, warum das jetzt nicht??? Ich schäume vor Wut und mir ist nur noch danach mich hoffnunglos zu betrinken. Moralapostel können sich hier ihr Gedöns sonst wohin packen, aber nicht zu mir. Danke. Ich rutsche nach unten und rutsche und rutsche und yeah, ich liebe Schlittenfahren. Schneller, abwärts, tiefer, scheiß drauf. Ich möchte alles hier zerschlagen, cih möchte toben, schreien, streiten... Und ich will doch nur wissen woran ich bin. Prost! >.< |
| lioba | "Es geht einfach nicht" Wie soll ich dir das beschreiben. Stell dir vor du freust dich deine Freunde zu treffen. Tagelang. Ein paar Stunden, bevor du wegkommst beginnt dein Kopf zu arbeiten. Du beginnst dir diverse Horrorszenarien auszumalen, beginnst damit dich immer und immer schlimmer zu finden,du bist in einem Gedankensog, der kein Ende nimmt, du bemerkst es nicht mal. Irgendwann bekommst du dich doch dazu aus dem Haus zu gehen mit vielen "Ich hab es versprochen.". Du triffst deine Freunde und bemühst dich dich nicht blöd zu benehmen. Irgendwann fällt dann doch mal die Spannung ein wenig von dir ab und du kannst über die Witze lachen. Nach ca. 2 Stunden beginnen stechende Kopfschmerzen. Du sitz da und lachst und würdest am liebsten den Kopf in den Kühlschrank halten. Dadurch sinkt die Laune, eigentlich ist dir nicht nach lachen zumute. Aber man will sich ja nichts anmerken lassen. Also lacht man mit Kopfweh und beschissener Laune. Das wird immer anstrengender, richtig körperlich anstrengend. Das Gesciht tut weh, der Kopf, das Herz. Man kann kaum mehr sitzen, so anstrengend ist das alles und man hat keine Möglichkeit dem zu entkommen. Man kann sich ja nicht einfach auf den Boden schmeißen, da liegen und versuchen Kraft zu schöpfen, nur noch so viel wie nötig zu atmen, da mehr zu viel Kraft raubt. Man fühlt sich langsam, als könnte man nie wieder auch nur eine Bewegung ausführen. Und gleichzeitig sitzt man gerade, denkt mit und lacht mit, macht vielleicht eine flappsige Bemerkung. Zu allem Unglück beginnt nun eine furchtbare Panik sich im Bauch zusammenzubrauen. Man weiß nicht mal genau wovor oder weswegen, aber man möchte schreien, heulen, rennen! In der vorher geschilderten Situation wohlgemerkt. Das geht dann eine Zeit lang so. Eine Stunde... Zwei Stunden... Bis man eben denkt man könne jetzt gehen, ohne ,d ass es auffällt. Noch ein einziges Mal lächlen, lachen, Witze machen, versuchen gerade zu laufen, bis man aus dem Blickfeld ist. Einfach Arme und Beine und Gesicht bewegen, obwohl man sie nicht mehr spürt. Und dann sollte man beten,dass man schnell daheim ist. Denn draußen sackt man zuerst einmal zusammen. Endlich an der kalten Luft, endlich Stille, endlich alleine. Man kommt gar nicht dazu das wirklich zu registrieren. Es fühlt sich lediglich so an, als wäre das energiefressende schwarze Loch fort. Man sitzt da dann.. zehn Minuten, eine halbe Stunde... Bis man es endlich schafft ins Auto zu steigen oder wahlweise heimzulaufen. Bis man dort im Bett zusammenbricht und erstmal eine Stunde lang NICHTS machen kann. Atmen fällt schwer, die Panik wächst immer weiter und weiter, man KANN sich nicht mehr rühren. Und dann sind wir an dem Punkt, über den wir eben sprachen. Dann liegen da die Klingen, nachdem man nach vielleicht zwei Stunden sich wieder rühren kann, dafür aber seelisch völlig am Boden ist. Man sieht keinen Ausweg, alles ist dumpf, sinnlos, leer. Und diese Angst, dieser Selbsthass, diese Verzweiflung. Der Mensch hat jetzt die Möglichkeit das über Tage langsam abzubauen, oder Hilfsmittel einzusetzen und dem ganzen für den Moment ein Ende zu bereiten. Frag mich nicht warum letzteres hilft, das würde gerade den Rahmen sprengen. Aber diese zwei Möglichkeiten bestehen. Also... ist es schwachsinnig zu verlangen er soll die erste Möglichkeit nehmen, das über Tage mit sich herumschleppen, kaputt sein, kraftlos sein. Ich kann hoffen, dass derjenige das Versprechen hält es nicht ausarten zu lassen. Aber das ist auch alles, was ich mir da realistisch betrachtet erhoffen kann. Mir ist nämlich ein gehaltenes kleines Versprechen um einiges lieber als ein großes, nur dahergesagtes. ...wundert es dich immernoch,dass demjenigen die Worte im Herz stecken bleiben? |
| lioba | Auch das wird vorbeigehen. Bisher ging dieses kleine hinterhältige Stechen im Herzen immer wieder weg. Was jammere ich auch, ich wusste ja vorher schon irgendwo, dass das zu schön gewesen wäre um wahr zu sein. Also werde ich mich fügen und weiterleben. Wie die ganzen letzten Jahre eben. Mit jedem Tag werde ich ein klein wenig verbitterter werden. Aber auch das sollte ja ignorierbar sein. Ich muss es nur schaffen jetzt rechtzeitig die Mauer um mein Herz wieder aufzubauen. Es wäre durchaus kritisch,wenn du da jetzt wieder dazwischen kommen würdest. Du mit deiner ganzen Art, deiner Weise zu denken, deiner schönen Stimme... Alles wegpacken, das interessiert nicht. Wie gesagt... ging bis jetzt immer wieder vorbei. Auch,wenn mir schon lange nichts mehr über den Weg lief, dass mich so intensiv mit "Perfektion" anschrie... [URL=http://www.youtube.com/watch?v=fuAGIWxQD8s&feature=channel]just how i feel...[/URL] |
| lioba | Wie um alles in der Welt sollte ich ohne dich hier leben. Es ist für mich inzwischen unvorstellbar. Du bist immer da. Du und deine süßen "kleinen" Pfoten, deine großen Ohren, die braunen Augen und die dunkle Nase. Wenn man bedenkt, du bist erst seit.. lass mich nachdenken... ca 5 Jahren bei uns. Und trotzdem bedeutest du mir so verdammt viel. Mehr als alles andere. Es war eben Seelenverwandschaft, Liebe auf den ersten Blick. Du bist eine olle Zicke, wenn man dich schiebt, dann machst du erst recht keinen Schritt vorwärts. Du weißt genau, dass deine Menschen deinen Bauch nicht so gerne kraulen, aber du willst das, also wird er immer hingehalten. Und wenn nur prophylaktisch. Du drückst dich ans Bein, versteckst dich zwischen meinen Armen, drückst deinen Kopf an mich als wolltest du sagen "*Seufz* Drück mich kurz, ich liebe dich." Und dann drücke ich dich und du dankst es mir mit einem kleinen Bussi auf die Wange. Manchmal, wenn wir raufen verpassen wir uns dabei aus versehen Kinnhaken und Kopfnüsse. Fehlende Koordination und so =) Du magst dein Trinken nicht,wenn altes Futter darin schwimmt. Und sei es noch so klein, du trinkst nichts mehr davon. Dafür liebst du das versiffte Wasser,das auf der Terasse steht. Erinnerst du dich noch,als wir dich ein halbes Jahr bei uns hatten und du diesen Nachmittag hattest, als dir wohl klar wurde, dass du bei uns bleibst? Du bist strahlend durch das Haus gerannt, hast gequiekt vor Freude und erst damit aufgehört, nachdem wir 3 Stunden spazieren waren. Ich glaube es war April oder Mai, so um den Dreh herum. Das war der schönste Spaziergang, den ich je mit dir gemacht habe. Wenn ich nicht mehr konnte und heulend zu dir kam, selbst meine Liebe damals mich nicht beruhigen konnte, dann hast du mich ruhig angebrummt, mir deine Pfote auf den Arm gelegt und mich dich einfach streicheln lassen. Du hast es bis jetzt immer geschafft mir ein Lächeln zu entlocken. Du liebst dein Leben, wie es nun läuft. Du liebst es, wie du uns im Griff hast. Du hast endlich verstanden,dass du in den Garten darfst, wenn du willst. Heute hast du in der Küche geschlafen, während wir gegessen haben. Wir haben dir eine Nudel vor die Nase gelegt, damit du sie fressen kannst, wenn du aufwachst. Als du dann endlich aufgewacht bist hast du sie nur beschnuppert, den Kopf weggedreht und sie liegen lassen. Du wusstest ja nicht, dass sie für dich ist. Und das obwohl du Nudeln so sehr liebst. Und auch, wenn es noch keiner weiß,dass ich bald zur Tür reinkomme: du rappelst dich schon mühsam hoch, um mich zu begrüßen. ...das ist der Punkt. Du rappelst dich mühsam hoch. Du trägst inzwischen nachts Windeln, damit man wenigstens nicht gleich am Morgen alles wischen muss. Du kommst nachts nicht auf um zu trinken. Inzwischen hast du gottseidank gelernt, dass ein Fiepen von dir reicht und wir sind zur Stelle um dir zu helfen. Ich habe so große Angst davor, dass wir dich leiden lassen. Dass es purer Egoismus ist dich bei uns zu haben. Aber du willst doch noch. Du frisst doch noch, du hast Tage, an denen du übermütig herumtollst.. so gut es eben geht. Sicher, du kannst keine 500 Meter mehr laufen am Stück, aber du willst es, du bestehst darauf. Ist es Egoismus, oder erkenne ich richtig, dass du dieses Leben genießt und gerne lebst? Wann ist es dann so weit? Es ist Herbst... Ich habe so Angst davor, dass ich dich gehen lassen muss. [IMG]http://c4.ac-images.myspacecdn.com/images01/103/l_e856d37b4ef72f6ca66472ce93653a83.jpg[/IMG] [SIZE=1].old but perfect.[/SIZE] |
| lioba | ...mein Internet geht an meinem PC nicht. Und ich habe die Befürchtung, sollte es weiter so gehen wie gehabt, dass dann eine Nebelpfad-Flut folgen wird, sobald ich wieder von meinem PC aus online gehen kann. I am pissed! Und kaum hat man das Herzelein soweit,dass es sich nur noch im Hinterstübchen ärgert und die Hoffnung schon lange wieder schläft, da passiert das, wovon man gehofft hat, dass es NICHT passiert. Entscheide dich um himmels Willen! Warum bekomme immer ich die ab, die sich auf die eine Weise verhalten und auf die ganz andere Weise reden. Meine Güte... soll ich nun etwa auf gut Glück die Leine lockern und der Sehnsucht sagen, sie soll mal sanft die Hoffnung wecken? Nein, das ist nicht meine Woche, nicht mein Monat, nicht mein Jahr. Was ich eigentlich will? Das, was alle wollen. Dass das Leben einfach so läuft, dass ich mit jemandem, der mich liebt und vorallem,den ich lieben kann, mich wie eine satte und zufriedene Katze vor die warme Heizung kuscheln kann, während wir uns Schauermärchen erzählen und uns die tiefsten Abgründe zeigen. |
| lioba | ...jetzt ist es so weit. Du bist fort. Und ich realisiere noch gar nichts. Dein Platz ist so furchtbar leer, aber ich kapiere es einfach nicht. Ich habe gestern Rotz und Wasser geheult, aber heute...verstehe ich nichts mehr. Ich verstehe nicht,dass ich nie mehr deine süße Nase streicheln werde. Ich könnte Stunden über gestern Abend streicheln, aber ich kann nichts darüber schreiben. Ich kann nicht. |
| lioba | [SIZE=1]...wieder mit Internet und nun bereit das Geschriebene in den Raum zu werfen.. 27.10[/SIZE] Three is an orgy, four is forever... Wie lange habe ich nicht mehr an dich gedacht. Monate, vielleicht ein Jahr, vielleicht auch zwei. Aber dieses Lied und all die Ereignisse, der Herbst, die Sehnsucht, der Nachthimmel, alles haben dich wieder zurück in meine Gedanken gebracht. Ich schäme mich fast zugeben zu müssen eine Sekunde lang deinen Namen nicht mehr gewusst zu haben. Dafür weiß ich alles andere. Sogar, wer DU bist. Ich erinnere mich an deine Augen, kein Mensch kann solche Augen haben wie du. Tief und strahlend blau, ein etwas dunklerer Blauton, aber doch hell und strahlend. Augen, wie das Meer. Genau so. Ich weiß nicht, ob ich zuerst das Meer, oder deine Augen geliebt habe. Nie wieder in meinem Leben habe ich solche Augen gesehen, werde nie wieder solche Augen sehen. In ihnen stand so viel geschrieben. Liebe, Leid, Wissen, Erfahrung, Jahre... mehr Jahre, als man es denken würde, wenn man dich so sieht. Deine Gestalt, groß, schlank, aber nicht schlacksig. Man konnte durchaus erkennen,dass du stark bist. Jede deiner Bewegungen strahlte Geschick aus, du hast wirklich jeden Muskel perfekt unter Kontrolle gehabt. Dein Gang, deine Gestik, einzigartig. Stark, bestimmt und gleichzeitig weich und elegant. Sanft und unnachgiebig. Dein Haar... dunkelblond, lang, gewellt, glänzend. Die perfekte Umrandung für dein so schön geschnittenes Gesicht. Die Konturen, scharf geschnitten, die Nase wunderschön. Aristokratisch. Ich muss gerade lächlen. Aristokratisch, ja das passt perfekt zu dir. In jeden noch so tiefen Abgrund bin ich mit dir gesprungen. Wir haben Anlauf genommen und sind jauchzend abgesprungen und haben uns im fallen noch lachend gehalten. Jede Hölle, durch die ich dich getragen habe hat uns in eine weitere gebracht. Jede deiner Ängste wurde zu meiner. Ich habe deine Gedanken geteilt, zu meinen eigenen gemacht. Und genau das gleiche hast du mit mir getan. Wir haben gelebt. Das wollte ich eben schreiben. Aber stimmt das? Ich glaube wir haben am Abgrund getanzt, wenn wir nicht gerade sprangen. Man kann sich zwei Durchgeknallte vorstellen, die rhythmusstarke und doch traurige Lieder vor sich hinsangen, eine Flasche Wein in der Hand hielten und dort auf dieser Grenzlinie tanzten. Oftmals mehr im Schatten, denn im Licht. Aber wir haben es auf unsere Art und Weise genossen. Nicht falsch verstehen, uns ging es oft, viel zu oft dreckig, wir waren am Ende. Und doch haben wir uns nicht von den Schatten fressen lassen, wir haben sie uns zu Eigen gemacht. Egal, wohin ich ging, du warst immer einen Schritt hinter mir. Bereit dich auf jeden zu stürzen, der mir etwas tun wollte. Und genau so habe ich das auch mit dir getan. Krank, wild, frei, tot. Ich weiß nicht einmal genau... vorhin, als ich mich in den Gedanken an deine Augen verlor, da dachte ich, wie sehr ich dich doch vermissen würde. So sehr, dass es körperlich weh tut. Inzwischen bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht vielleicht den Tanz, den Wein und den Gesang am Abgrund vermisse. |
| lioba | [SIZE=1]01.11. - ca 4 Uhr nachts[/SIZE] „Als erstes bist nur du für dich selbst verantwortlich. Für niemanden sonst. Hier, bei dir fängt alles an.“ „Man kann mich nicht mehr verletzen. Nicht wie früher, als ich das in mich reingefressen habe, sondern es macht mir nichts mehr aus. Es ist egal, was andere von mir denken.“ „Du musst lernen dich selbst zu lieben oder zumindest zu mögen. Wenn du dich nicht magst, wie soll es sonst jemand tun?“ „Bewusst wahrnehmen... Versuch das mal. In den Momenten, wo es dir schlecht geht kann das ein Rettungsseil sein. Just try it.“ „Lernen Hilfe anzunehmen. Das ist schwer. Und davor lernen zu akzeptieren,dass man sie braucht. Das ist genauso schwer“ „Glaub mir, es ist nicht einfach, man muss Scheiße fressen, richtig Scheiße fressen. Aber das Ziel lohnt sich. Du musst jetzt anfangen, denn in zwei Jahren, wenn du dann denn noch lebst, in zwei Jahren machst du nichts mehr, da gebe ich dir Brief und Siegel darauf. Denn dann denkst du dir: ging ja gut. Aber ich gebe dir noch 5 Jahre danach und es wird alles auf einmal kommen. Es braucht nichtmal einen Anlass, aber dann kommt alles. Und dann brauchst du Glück oder bist weg.“ „Es geht nicht gut, das schwöre ich dir. F. Macht sich Sorgen um dich.“ „Doch, natürlich würde man das mitbekommen. Wenn du dich wochenlang nicht melden würdest, das wäre natürlich Grund sich Sorgen zu machen.“ „Dieser Moment, als ich im Krankenhaus aufgewacht bin und meine Familie um mich herumstand, das war das allerschlimmste. Diese Scham, dieses Schuldgefühl. Wenn die dastehen, die man doch durch Schweigen schützen wollte. Da wollte ich erst recht sterben. Ich habe nie wieder so etwas gefühlt und ich will es nie wieder fühlen. Das war nach meinem 5. Suizidversuch und erst da habe ich begriffen: ich brauche Hilfe.“ Die Quintessenz aus unserem Gespräch, das bestimmt eineinhalb Stunden ging. Du sagst von dir, du bist inzwischen ein arrogantes Arschloch geworden und das sei gut so. Leute sehen dich als das, weil du dich so magst, wie du bist. Was kannst du schließlich dafür, dass sie sich selbst nicht mögen. Du denkst „vielleicht bin ich da zu aggressiv“, aber nein, nein und nochmals nein! Ich weiß nicht, ob du ansatzweise ahnst, wie wichtig dieses Gespräch für mich war. Du hast mit Leichtigkeit jedes meiner Argumente ausgehebelt. Jedes. Ohne Mühe und meist mit einem einzigen Satz. Ich kann dir gar nicht genug danken. Ich saß neben dir, habe meist nur zugehört. Ich hoffe du nimmst das nicht falsch auf. Aber ich habe versucht über das, was du sagtest nachzudenken. Und ich habe einfach keine Worte, die ich dazu sagen kann,weil ich so in mir gefangen bin. Aber ich habe jedes einzelne Wort gehört und aufgesogen. Du hast Recht. Mit allem, was du gesagt hast hast du Recht. Ich weiß das, sehr genau sogar. Ich weiß nur nicht... wo ansetzen, wie da ran gehen. Wie lernt man sich selbst zu mögen? Du hast zu allen,die etwas von dir wollten, während wir uns unterhielten, rigoros gesagt:“Nein, jetzt nicht. Du störst gerade.“ Das ist etwas besonderes, das war fantastisch. Du hast dir Zeit genommen. Für mich. Du hast so viel gesagt, was ich doch so gut kenne. Du hast mir erzählt, wie tief unten du warst. Du hast mich nicht angelogen, warst ehrlich und hast gesagt, dass es sehr lange gedauert hat, bis du da warst, wo du jetzt bist. Aber ich sehe dich und du bist mit dir im Reinen, du lebst gerne so, wie du es tust. Du hast immernoch Tage, und wirst sie wohl immer haben, an denen du richtig tief unten bist. Aber du hast (Zitat: ) gelernt damit umzugehen, es abzufangen. Damals warst du zwangseingewiesen in der Geschlossenen, heute bist du so, wie du bist. Das ist unendlich bewundernswert. Ich wusste wirklich oft nicht, was ich sagen soll. Aber nur, weil du Recht hattest und ich einen rießen Kloß im Hals hatte. Und dann, als wir uns etwas zu trinken holten, du deine Gitarre holen gegangen bist und ich mich wieder ans Feuer gesetzt habe kam A. daher. Er und ein Freund und meinten: „Hey, also es wurde da was an uns herangetragen. Ich will ihm nicht in den Rücken fallen, aber ich kenne ihn. Nicht,dass da etwas läuft, was am Ende dich runterzieht und völlig fertig macht und ihm nur sein Ego stärkt.“ „Du bist niemand, den man benutzt.“ Ihr lagt so völlig daneben, bei euren Befürchtungen, oder Vermutungen. So abgrundtief falsch. Alle miteinander. Aber ihr habt euch Gedanken gemacht. Um mich, wie ich verwundert feststelle. Obwohl ich über die Hälfte von euch nichtmal bei Namen kenne. Und dann die Aussage, ich wäre ja schließlich niemand, den man nur benutzt. Verwunderung. Tiefste Verwunderung auf meiner Seite. Es erscheint mir so unglaublich, aber obwohl ihr mich so wenig kennt habt ihr diese Meinung und macht euch Gedanken. Alles was ich denken konnte, als ich ging und euch noch hinter mir spielen hörte war: „Ich liebe euch. Alle miteinander.“ Es war richtig heute Abend doch hinzugehen. Alleine Denn so viel schwirrt mir im Kopf. Vorher, nachher auch. Aber nachher war es geordneter. Blacky, mein Engel,heute Nachmittag mussten wir dich gehen lassen. Es hätte keinen besseren Tag für ich gegeben. Heute Nacht wirst du es leicht haben dort hin zu kommen, wo man eben hinkommt. Die Grenzen sind so dünn. Was soll ich schreiben... Es tut weh, es tut so weh. Aber noch begreife ich gar nicht,dass du fort bist. Noch fühlt es sich so an, als würdest du jeden Moment zurück kommen. Auch dich: ich liebe dich. Immer. |
| lioba | Ich bin müde, ich möchte gehen, mein Kopf dreht sich und die Gedanken schwirren nur so hin und her. Nun bin ich also soweit gekommen zu erkennen: ich will mein Leben nicht verbessern, sondern es kaputt machen und dabei zusehen. Da man ja an manchen Abenden solche Dinge gerne hinterfragt kam ich anschließend noch zu der Erkenntnis: Emotionsjunkie braucht Zerstörung. Emotionsjunkie braucht die Extreme von tiefsten Tälern und der zaghaften Mitte. Die Höhen habe ich lange nicht gesehen und sie sind auch nicht erwähnenswert,da immer nur unglaublich kurz. Bringt es mir etwas das umzusetzen, was ich nun eigentlich vorhatte? 20 beschissene Jahre... Es wäre an der Zeit zu gehen. So langsam.. |
| lioba | Ich vermisse dich in so kleinen Dingen. Jeden Morgen möchte ich noch im Halbschlaf zu dir und dich ersteinmal kurz streicheln und drücken. Geht nicht. Jeden Nachmittag, wenn ich heimkomme ist da niemand, der sich mühsam hochrappelt um zu mir zu kommen und zu schmusen. Ich kann auch nicht zu dir gehen und dir kurz dein Fell zerzausen. Jeden Abend kann ich in aller Ruhe essen, solange ich will. Ich verliere mein Zeitgefühl jeden Abend und es ist ätzend und nichts schmeckt. Es fehlt mir, dich da liegen zu sehen. Dein forderndes Quietschen ab 19:25. Es fehlt mir, dass du an der Schwelle zwischen Wohnzimmer und Küche stehst, den Kopf etwas tiefer gehalten, aber mit aufmerksamen Ohren und einem fragenden Blick. So bist du manchmal minutenlang da gestanden. Bis man in die Knie ging und die Arme ausgebreitet hat. Ich hasse es meine Äpfel ganz aufessen zu müssen. Wir haben die uns ja immer geteilt. Auch noch ein paar Minuten vor deinem Tod. Ich habe mir einen Apfel geschnitten und es gab immer einen großen Happen für dich, einen kleinen für mich, einen großen für dich... Anschließend hast du noch einmal einen Napf voll Futter bekommen. Mit Apfelresten und Käse, also allem, was du liebst. Während ich das hier schreibe ist es das erste Mal seit Tagen, dass ich deswegen weinen kann. Es geht dir besser, du warst bereit, es war der richtige Zeitpunkt. Aber du fehlst hier so sehr... so sehr... |
| lioba | Ich bin reizüberflutet. Total. Die letzten Tage und Wochen waren definitiv zu viel. Ich bräuchte... ja, ich weiß gar nicht. Eine Woche komplette Stille. Dann eine Woche Stille mit Freunden und dann.. Ach was rede ich da überhaupt. Ich bin am Ende meiner Weisheit angekommen. Ich gehe alle meine tollen Ratschläge durch und ich finde keinen Weg. Ich bin kaputt, am Ende, gereizt. Vorallem gereizt. Ich möchte euch alle, ohne Ausnahme vierteilen, anbrüllen, es widert mich alles an. Von der ersten Stimme, die ich morgens höre, über Menschen, die es gut mit mir meinen, bis zu so simplen Dingen wie Ampeln. Nicht nur, dass es mich nervt. Kommt ja vor. Es macht mich gereizt und ich möchte wüten, sodass kein Gras mehr dort wächst, wo ich war. Hass. Hass und Reizüberflutung. |
| lioba | "...wie ein Geheimnis trage ich dich stumm in mir. Jede Faser meines Körpers sehnt sich einzig und alleine nur nach dir.." Ob jemand auch nur annähernd weiß wie es mir geht? Menschen, die irgendwo wichtig sind erzähle ich viel. Aber nicht alles. Nie. Nie das volle Ausmaß. Es fehlt soviel in meinem Leben. Elementarer Weise fehlt ein Grund. Ein Grund morgen aufzustehen. Wo ist er nur... Ist es so viel verlangt? Bin ich so grauenhaft, furchtbar, ätzend, hässlich? Ich stehe an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich mir überlege, wie es weitergehen soll. Ich bin für: gar nicht. Ich sehne mich... nach dir? Möglich.. vielleicht auch nur nach etwas. Woher soll ich das wissen. Es interessiert mich nicht das herauszufinden... [URL=Satt]http://www.youtube.com/watch?v=1pDALrsjVtc&feature=related[/URL] Ach ja... Kornblumen. Glaue ich. Nicht einfach, sondern besonders. Anders. Dämlich. Was auch immer. |
| lioba | Alle haben sie momentan etwas, was ihnen Frieden gibt. Etwas, das sie aufstehen lässt. Die ersehnte Hilfe, die neue Liebe, die schon länger dauernde Romanze... Eben etwas, was es hilft das ganze Chaos aussen herum zu ertragen, was hilft nicht einfach alle um sich herum abzuschlachte, was die Monster im eigenen Kopf zähmt. Es ist Herbst, bald Winter und sie alle bauen sich ihre schönen Höhlen, machen es sich kuschelig und warm darin und haben dort ihren Ausweg gefunden, wie sie überleben, wie es ihnen gut geht. Und ich sitze daneben, sehe ihnen zu, freue mich mit ihnen, lache mit ihnen und fühle mich dabei, als würde ich keine Luft mehr bekommen. Der Horror in mir brüllt lauter denn je, Angst nimmt mir die Luft und die Kälte in meinem Leben lässt mich erfrieren. Und ich finde nichts, was das alles mildern könnte. Ich finde ncihts, was das Leben ein klein wenig leichter machen würde. Nichts, was mir hilft die Welt um mich herum ein bisschen besser zu ertragen. Keine Hoffnung, kein Grund für irgendetwas. Also stehe ich vor ihren Höhlen und betrachte sie über Minuten und Stunden. Ich sehe ihnen zu, betrachte die Wärme, die kleinen Anzeichen von Glück in den Augen der geschundetsten Seelen und kann den Blick nicht abwenden, obwohl jeder Moment ein Stich ins Herz ist und mir immer mehr und mehr die Kälte hier bewusst wird. Ich habe nicht einmal einen Mantel, den ich enger um mich ziehen könnte. Kein Holz für ein Feuer... Ich fühle mich ausgeschlossen aus euren Leben. Und vergessen. Denn wo ihr glücklich seid, da ist kein Platz für mich. Ich möchte,dass mein Herz in Flammen steht und jemand, der mir jeden Tag neue Hoffnung einreden kann und weiß wovon ich spreche,wenn ich von den Monstern in mir rede. Ich möchte jemanden, der auf der Couch, hier rechts von mir, sitzt und liest, während ich am PC sitze. Ich möchte wichtig sein. Ich möchte nur so gerne das Gefühl haben wichtig zu sein, geliebt zu werden wie ich bin. Sicherheit. Ruhe. Vertrauen, soweit ich das eben hinbekomme. Aber das setzt alles so viel vorraus, dass es utopisch ist darauf zu hoffen. Also bleibe ich weiter dort stehen und versuche nicht mehr zu ihnen hinüberzusehen, um zu vergessen, was ich nicht habe. [IMG]http://lunile.mywoman.at/static/lunile/images/einsamkeit%20vii.jpg[/IMG] [SIZE=1].fast kitschig.bleibt trotzdem.[/SIZE] |
| Töggelie | [IMG]http://www.medion-fotoalbum.de/mediapool02_aldi_s/22/BA/F3/20/C8/14/11/DB/B3/B2/5B/7A/55/D8/0C/26/oma/10/CFB3A030D21711DE90C52E6B52D426D5.jpg[/IMG] [SIZE=1][COLOR=darkred]Für den Anfang wäre sowas doch schonmal was. Ich würde dir gerne ein bissel Nistmaterial abgeben.[/COLOR][/SIZE] |
| lioba | .kranke tage. Es gibt Tage, die sind von Grund auf verwirrend. Nicht so, dass sie einen im innersten aufwühlen, aber doch verwirrend. An Tagen, an denen man einfach mal gute Laune hat und Muse für alles mögliche hätte passiert schlichtweg nichts. Einfach so gar nichts. Der Alltag läuft ruhig vor sich hin und alles ist wie immer. Der gleiche Morgen wie immer, der gleiche Tag wie immer, der gleiche Abend wie immer. Man hat keine Möglichkeit alles was an diesen Tagen in einem steckt nach außen zu lassen. Aber! Sobald man mal einen Tag erwischt, an dem man schon mit dem falschen Fuß aufsteht passiert alles, was nur passieren kann. Positiv wie negativ. Meist beides und gleichzeitig. Man nehme meinen Tag heute. Ich habe verschlafen, konnte also nicht Haare waschen. Das ist etwas, was ich absolut nicht leiden kann. Gut, man sieht es nicht sooo sehr, es sieht also nicht fettig oder eklig aus. Aber ich fühle mich damit einfach nicht gut, um genauer zu sein richtig scheiße. Also gut, dann schnell ins Bad, schnell die erstbesten Klamotten aus dem Schrank zerren. Anschließend fiel mir siedend heiß ein, dass ich nichts gelernt habe für die Abfrage in der ersten Stunde. Die Laune bewegt sich mittlerweile ein ganzes Stück unter den Nullpunkt. Anschließend einmal viel zu schnell 25km fahren und gerade noch rechtzeitig ankommen. Erstmal alle anmaulen,die mir über den Weg laufen und gute Laune haben. "So, wer möchte sich denn nun als erstes abfragen lassen?" "Ich, damit ich das Drama hinter mir habe." In dem festen Vorsatz wenigstens eine vier hinzubekommen schleppe ich mich also nach vorne zur Lehrerin und beantworte eine Frage nach der anderen. Zu meiner Verwunderung übertrag ich meine Zielsetzung um zwei Noten nach oben. Danach sollten wir uns in Gruppen ein Fallbeispiel überlegen von einem Schicksalschlag, um uns dann in die emotionale Lage der Angehörigen zu versetzen. Das ganze endete damit, dass wir heulend im Computerraum saßen,weil wir feststellten, dass ich das Beispiel eines jungen Mannes wählte, der sich tot fuhr und zwei von dreien aus der Gruppe ihn kannten. Als dann dieser Vormittag überwunden war bin ich noch schnell im Supermarkt meines Vertrauens eingefallen, um eine Breze zu erwerben. Vor dem Supermarkt standen Menschen, die mir was verkaufen wollten. Ich weiß schon gar nicht mehr was. Auf jeden Fall kam einer von beiden Menschen auf mich zu mit den Worten... nein. Ich möchte einfach diesen Dialog einmal wiedergeben. "Hallo, hast du kurz Zeit?" "Nein, sorry. Ich bin eh schon spät dran." "Dauert auch nur eine Minute." "Ne ehrlich, ich habe keine Zeit." "Aber der Knuddelbär würde dir so gerne was erzählen." (???!!!!) "Äh.... ja... tut mir Leid, aber geht nicht." "Dabei würde ich mich sooo gerne mit dir unterhalten." "Mh.. nein. So, ich muss dann los." Sprachs, setzte mich in mein Auto und musste erst einmal fünf Minuten lang herzlich lachen. KNUDDELBÄR??? :D Irgendwie habe ich es dann doch geschafft zu der Praktikumsstelle zu fahren, ohne einen Unfall wegen der Lachtränen zu fabrizieren. Dort lief dann auch erstmal alles ohne besondere Vorkommnisse, also springe ich mal zum heutigen (oder gestrigen, je nach dem) Abend. Erst einmal mein Vater, der mich im Flur hört, ein Stockwerk unter mir stehen bleibt bis ich in der Küche bin, weil er wohl dachte ich bekomme dann nciht mit, wie er ins Bett wankt und stolpert. Mit einer gewissen grundgereizten Stimmund dann ab in die Kneipe meines Vertrauens um den Energydrink meines Vertrauens zu konsumieren. War wuuuunderbar. Tolles Gespräch mit dem befreundeten Wirt, wunderbare Wahlverwandschaft anwesend, wunderbare Bekannte, später noch gute Freunde von mir. Alles toll. Aber ich war eben ein klein wenig angepisst von der Welt und wollte einfach nur stur mein Getränk trinken und mich mit den bekannten Gesichtern unterhalten. Als ich dann an der Bar saß um mit dem Lieblingshutträger zu reden kam ein Bekannter meiner Wahlverwandschaft an und geselle sich dazu. Irgendwann fiel von ihm der Spruch: "Hey, also so vom ersten Eindruck bist du ja total süß. Ich hab schon lange kein Mädel mehr getroffen, das so süß ist wie du." Äh ja O.o Bubi, kein Beuteschema. Trotzdem lieb. Im Endeffekt kitzelte er dann auch noch meine Handynummer aus mir raus und verschwand mit meinen Lieblingen mit den Worten:"Hey, wir gehen nochmal n Haus weiter. Ich schau vielleicht später nochmal vorbei. Aber warte nciht auf mich." Ähä... hatte ich nicht vor ^^ So und nun sitze ich daheim und bin unendlich amüsiert über so einen Tag. Eigentlich bin ich gerade recht aufgekratzt. Und gleichzeitig angepisst. Seltsame Mischung. Wirklich seltsam. Solche Dinge sollen an guten Tagen passieren! |
| lioba | Nachtrag: [URL=http://www.orschlurch.de/2009/04/22/bagger-auf-der-flucht/]Bagger auf der Flucht[/URL] |
| lioba | Eingeschlafen mit deiner Stimme in meinem Ohr. Hast du den Hauch einer Ahnung, wie viel meiner Zeit ich damit verschwende an Gespräche zwischen uns und an Gesten deinerseits zu denken? Deine Mimik mir in mein Gedächtnis rufe.. Ich hatte Monate und Jahrelang ein Bild in meinem Kopf von jemandem, der es schaffen könnte mich mit einer Handbewegung, einem Lächeln unzurechnungsfähig zu machen. Und du... du bist aus diesem Bild herausgestiegen, tanzt in aller Seelenruhe in mein Leben, spazierst wieder hinaus, nur um dann doch wieder den Kopf zur Tür hineinzustecken. Meine Reaktionen darauf sind ja wohl klar, denn es ist, als würde man einem Kind die tollste Süßigkeit dieser Welt geben, es kurz daran knabbern lassen und sie dann wieder wegziehen. Und dieses Spiel wiederholt sich alle paar Wochen. Ich suche gerne Fehler bei Menschen. Wenn ich gravierende finde, dann kann ich denjenigen nur noch halb so ernst nehmen. Bei dir finde ich keine gravierenden. Auch keine kleineren. Schlichtweg: keine. Solange das aber noch so weitergeht werde ich auch weitersuchen. Und irgendwann welche finden. Vielleicht wäre es nicht einmal schlecht, würde ich gravierende Fehler finden. Eingeschlafen. Schlaf. Furchtbare Sachen, denn man kann sich währenddessen nicht kontrollieren. Seit langem kann ich mich mal wieder schemenhaft an einen Traum erinnern. Und zumindest sehr deutlich an die Gefühle darin. Und diese emotionale Achterbahn verfolgt mich selbst dort. Als ich aufwachte musste ich kurz überlegen, ob ich vielleicht tatsächlich laut gelacht habe. Und einige Minuten später geheult wie ein Schlosshund. Was waren die Gründe dafür? Ein toter Seelenverwandter im Körper eines Hundes und ein Goldstück von einem Tier, das ich nicht zu mir holen kann. So Leid mir das tut. Irgendwann im Laufe des Vormittags dachte ich über mein Leben und mich nach. Über Übermotivation und unnötige Dinge. Es sieht oftmals nicht danach aus, aber der Unterschied ist: ich habe mich damals für mein Leben entschieden. Ich selbst glaube oftmals nicht daran. Aber in den Momenten, an denen ich in aller Ruhe darüber nachdenken kann muss ich mir eingestehen, dass ich mich längst dafür entschieden habe. Frei nach dem Motto: Blutend, aber ungebeugt. Das trifft es wohl sehr gut. Sicher, Thanatos ist ein bildschöner Kerl. Er unterhält sich so oft mit mir, redet so zärtlich auf mich ein, dass ich ihn wohl nie ganz gehen lassen möchte. Er ist mein Vertrauter in all der Zeit gewesen. Eine Möglichkeit, eine Chance, die ich mir offenhalten kann. Aber im Grunde habe ich mich entschieden. Ich sitze über einem unglaublich scharfem Hühnchen in einer noch schärferen Soße und viel Gemüse darin. Und ich muss lächeln. Darüber, wie herzlich die zwei mich in der Kneipe begrüßt haben. Herzlichkeit, die auch wirklich von Herzen kommt und nicht nur geheuchelt ist. Ich muss darüber lächeln wer hinter mir stehen würde im Notfall. Ich muss lächeln, wegen der Menschen mit denen ich mich unglaublich gerne unterhalte, deren Gedanken mich interessieren und deren Meinung nicht unwichtig ist. Ich habe viel von dem erreicht, was ich wollte. Noch nicht alles, aber das was ich habe habe ich mir ja auch nicht über ein paar Tage hinweg erarbeitet. Ich will auch gar nicht daran denken, was fehlt. Ich möchte daran denken, was ich habe. Und gerade diese herzliche Umarmung tat meiner Seele gut. Es geht aufwärts. Nicht stetig, denn ich brauche öfters mal meine "3 Minuten" ;-) Trotzdem geht es aufwärts. Immer weiter und weiter. DU hattest gesagt du willst die Unendlichkeit, oder nichts. Genau das will ich auch. Alles oder alles. Immernoch und immer wieder. Die Welt ist ein dreckiger, stinkender Ort voll von grauem, zähflüssigem Nebel und furchtbarer Idioten. Aber in ihr gibt es ein paar Wenige, die den Kopf hochhalten und ein klein wenig Licht in diesen grauenhaften Ort bringen. Ich danke euch nicht, denn warum sollte ich für eure Existenz und für das was ihr seid danken. Aber ich bin unendlich froh zu wissen, dass es euch gibt. [IMG]http://remond.ch/images/Lebensweg.jpg[/IMG] [SIZE=1].lebensweg.die hoffnung stirbt zuletzt.[/SIZE] |
| lioba | .momentaufnahme. wieder einmal. Ich sitze in meiner kleinen, gemütlichen Kneipe in der ich immer die selben Leute treffe. Niveaulimbo vom feinsten, ein blöder Spruch nach dem anderen und ich mitten drin. Ich trinke ein Getränk und esse ein Geäst (^^) und genieße die Einfachheit und die Gedankenlosigkeit. Es ist warm, es ist verraucht und es kommt gute Musik. Ich verabschiede mich, bezahle und gehe nach außen. Und das erste, was ich empfinde ist... Erleichterung. Der Wind weht mir durch die Haare, drückt mir ins Gesicht und erzählt mir,dass es gleich regnen wird. Alles, was ich in diesem Moment empfinde ist stilles Glück. Was gibt es besseres? Frischen Wind in meinen Haaren, einen Hauch von Leben in der Luft, der dunkle Nachthimmel über mir. Das ist Leben. Wie könnte ich das aufgeben wollen? Wie könnte ich so etwas verpassen wollen? Warum auch immer habe ich dieses [URL=http://www.youtube.com/watch?v=vcWTTs8QVRc]Lied[/URL] im Kopf und habe es dort bis jetzt. Und auf eine skurrile Art und Weise passt es wunderbar. Ich schreibe all das hier auf und merke, dass ich nun wieder einmal denke ich hätte es geschafft. Denke, es würde endgültig aufwärts gehen. Und doch weiß ich, dass es in ein paar Tagen oder Wochen sich wieder ins Gegenteil wandeln wird. Ich weiß es und doch ist es nebensächlich, denn mir wurde klar: Ich falle. Ich falle tief. Ich falle bis kurz vors Aus. Aber dort bleibe ich liegen, egal wie schlimm es wird. Ich bleibe vorher liegen und stemme mich irgendwann wieder nach oben, damit das Spiel erneut beginnt. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=d_mcACc4zgM&feature=related]Der Wind...[/URL] früher, heute, immer wieder. Gibt es bezauberndere Momente? Momente, die mehr Leben beinhalten, als ein Sturm, der einem den Atem nimmt? Wind, der Geschichten zuflüstert von alten Zeiten? |
| lioba | .und noch eine. Und wieder ist es der Wind, der meine Gedanken bestimmt. Der Wind und du, mein Stinktier. Du fehlst hier. Jeden Tag. Du fehlst mir immernoch und ständig. Jeden Tag, wenn ich die Treppe hinunterlaufe und ins Wohnzimmer möchte, dann fehlt es mir dir wenigstens kurz dein Köpfchen zu kraulen und das weiche Fell an deinen Pfoten zu streicheln. Ich träume von dir, ich denke an dich. Und auch auf die Gefahr hin wegen solcher Aussagen für völlig gestört erklärt zu werden: Ich habe dich gefühlt in dem Wind, der um mich herum wehte. Vorhin. Sanft und ruhig, voller Liebe. Ich habe immer versucht nicht zu weinen beim Gedanken daran, dass du fort bist. Denn es war richtig. Und für dich der richtige Moment, ich weiß es. Ich weiß es wirklich. Aber in Momenten wie diesem stehen mir die Tränen in den Augen, wenn ich daran denke, was ich wenige Tage bevor du gegangen bist, hier geschrieben habe. Denn ich fühle es noch immer. Ich habe dieses Gefühl von so großer Liebe immernoch in meinem Herzen. "Du drückst dich ans Bein, versteckst dich zwischen meinen Armen, drückst deinen Kopf an mich als wolltest du sagen "*Seufz* Drück mich kurz, ich liebe dich." Und dann drücke ich dich und du dankst es mir mit einem kleinen Bussi auf die Wange." Wer weiß schon, was passiert mit den Seelen, die fort sind. Solltest du wissen was ich fühle und hören was ich sage, dann denke dir nun ein geflüstertes "Ich liebe dich" zusammen mit einem zarten Streicheln über deine Schnauze. Ich hätte so gerne einen Kinnhaken von dir, weil ich nach unten will um dir ein Bussi auf den Kopf zu drücken und du im selben Moment nach oben gehst mit dem Kopf. Ich fühle dich im Wind. [SIZE=1] Albern einem Tier so nachzutrauern? Nein. Nicht, wenn dieses Tier mehr wert ist/war als die ganzen Menschen um mich herum.[/SIZE] |
| lioba | ..besonders und bezaubernd. Verwirrend und unruhig machend. Tröstlich und aufwühlend. Unwirklich und greifbar. Beruhigend. Seltsam. Wie aus einem schönen alten Buch. Unwirklich momentan am meisten. Mein Leben läuft und läuft und dazwischen immer nur ganz unwirklich ein kleiner Lichtblitzer. Wie ein kurzes Aufleuchten,wenn eine Sternschnuppe über den Nachthimmel fliegt. Als ob es nichts ist. Und trotzdem allgegenwärtig. Nicht in Worte fassbar. [IMG]http://myreuteralmanac.files.wordpress.com/2007/02/odelot-im-still-alive.jpg[/IMG] [SIZE=1]still.alive[/SIZE] |
| lioba | Ich hasse es vor lauter Wut zu heulen. Ich hasse diesen Tag. Ich hasse dich. Und dich. Und überhaupt könnt ihr mich alle mal! Ich hasse dich, weil ich mich so gefreut hatte. Ich wusste ja im Hinterkopf, dass sowieso nicht das eintreten wird, was ich will. Trotzdem hatte ich doch diese Hoffnung im Kopf. Und, oh Wunder, natürlich kam es tatsächlich nicht so, wie von mir erhofft. Weißt du was? Langsam kannst du mir den Buckel runter rutschen. Monsterbändiger? Pah! Brauche ich nicht. Meine Monsterchen und ich, wir verstehen uns gut genug. Wir brauchen niemanden, der auf uns aufpasst. Man sollte doch auf die Männer um einen herum hören. Alle miteinander Idioten, aber anscheinend haben sie ja doch Recht. Ich hoffe für dich, dass du dich nicht mehr so schnell meldest, denn ICH habe genug. Ich habe wirklich genug. Ihr jammert, dass ihr alleine seid und alles ach so melancholisch und düster ist momentan. Und dabei lasst ihr mich hier alleine sitzen. [SIZE=1]Wobei ich hier wieder im Hinterkopf an einen Satz aus Narnia denken muss. "Lass ihm seine Freiheiten. Er ist ein Löwe und einen Löwen wird man niemals zähmen." Ist die Frage, denke ich dabei an dich, an mich, an beides?[/SIZE] Was mich zum nächsten Opfer meiner Wut bringt. Was fällt dir eigentlich ein, mich ständig so alleine hier sitzen zu lassen und dich keinen Cent darum zu kümmern, wie es mir geht?! Wenn es dir schlecht geht bin ich da. Wenn du Hilfe brauchst bin ich da. Wenn ich ein paar Tage nichts von dir gehört habe mache ich mir Sorgen. Wenn du völlig besoffen aus einer Kneipe wankst, ohne dich zu verabschieden von mir, dann erkundige ich mich nach dir. Aber dir geht das ja alles sonstwo vorbei. Du gehst jetzt noch deinen dämlichen Milchkaffe schlürfen bei DER Bedienung des Jahrhunderts (wegen geringem IQ, Magersucht und großer Oberweite) um dann auch bald in dein Bettchen zu fallen. Alleine, wie du dann wieder betonst. Schieb´s dir sonstwo hin! Und das nächste Mal, wenn du mich vollheulst, wie viele Sorgen du dir um mich machst, dann sei dir sicher: ich werd dir das alles um die Ohren hauen, dich als Heuchler beschimpfen und dir die Tür vor der Nase zuknallen. Am besten auf die Nase. Ihr lebt alle in eure schöne, tolle, besinnliche Weihnachtszeit. Bastelt, macht es euch heimlich, genießt eure Zweisamkeiten... Und ich sitze hier alleine und bin sauer auf die, die mich am meisten im Herzen berühren. Natürlich könnte ich jetzt auch zu irgendwelchen Leuten gehen. Aber mir ist nicht nach "irgendwem". Mir ist nach denen, die mich kennen. Mir ist nach denen, bei denen ich mich anlehnen kann und die mich einfach mal kurz drücken. So, wie gestern Abend. Momentan kristallisiert sich recht klar heraus, wer sich Gedanken macht und wer nicht. Ich sage nie viel dazu, aber es bleibt in meinem Herzen, wenn sich jemand um mich kümmert, besorgt ist und mich,während ich hin und her schwanke, nach Hause bringt. Oder zumindest fast. Jemand kümmert sich ein paar Sekunden darum, wie es mir geht. Ohne Hintergedanken. Das macht mich fast stumm. |
| lioba | [IMG]http://picture.yatego.com/images/44a519bc22e152.7/Ricordi14452.jpg[/IMG] [SIZE=1]Der Schrei-Edvard Munch Ein Bild, das mich von der ersten Sekunde an fasziniert hat und so oft mehr ausdrückt, als man sagen könnte.[/SIZE] Ich kann nicht schreien, meine Kehle ist wie ein Filter, der einen Schrei schon im Ansatz aussortieren würde. Ich bin mein eigenes Gefängnis, indem ich mich wieder einmal in mich selbst zurückziehe und niemanden ran lasse. Hallo, ich bin es. Mir geht es zwar nicht gut, aber ich lebe. Ein Augenzwinkern hinterher und man hat mich fast schon live und in Farbe. Ob einen das irgendwann nicht nur bildlich zerreißen kann? Diese Diskrepanz zwischen dem Augenzwinkern nach außen und der stummen Verzweiflung drinnen? Ich stelle mir das gerade vor, wie ich eines Tages mich in zwei Menschen teile. Schätzungsweise würde ich trotzdem bei der stummen Seite von mir bleiben, denn diese macht einen Großteil "Ich" aus. Der Rest ist perfektionierte Schauspielerei. Ich bin müde. Und stumm. "Ach ich bin von dieser Welt so müd´" [SIZE=1][I]*summend ab*[/I] [/SIZE] |
| lioba | Einer dieser Abende mal wieder. Ich gehe in die Kneipe mit weniger guter Laune und gehe auch wieder raus mit noch schlechterer Laune. Und alles, was ich mir auf dem Heimweg denken kann ist: Es ist nicht mein Tag, nicht mein Jahr, nicht mein Leben. Was um alles in der Welt mache ich hier, was mache ich hier bloß. Und ich finde keine Antwort. In letzter Konsequenz bedeutet dieser Gedankengang schlicht, dass ich zu feige bin. Und auch diese (schon oft erkannte) Tatsache hebt die Laune nun nicht unbedingt. Er fragt mich, was denn mit mir los ist, warum ich ihm so über den Mund fahre. Meine Mutter fragt mich, was eigentlich mit mir los ist. Meine Schwester schubbse ich von mir weg. Und alle Freunde wurden zu Bekannten degradiert. Es ist schlicht meine Unfähigkeit zu sagen, was denn los ist. Teilweise kann ich es nicht in Worte fassen, teilweise weiß ich es selbst nicht. Meine Gefühle zerren mich von hier nach dort und ich hänge hilflos hinten dran. Ich habe auch nicht die nötige Motivation sie auszubremsen. Ich bin genervt. Von den Leuten um mich herum, von meinem Leben, von mir, vom Fernsehprogramm, von sämtlicher Musik, von der einzigen Pflanze, die bei mir überlebt. Ich möchte meine Ruhe und doch wünsche ich mir nichts mehr, als jemanden, der zu mir durchkommt. Doch obwohl ich mir das wünsche würde ich jemanden, der es versucht mit aller Macht wegschubbsen. "Ich kann nicht mehr" hat ausgedient und völlig einem "ich will nicht mehr" Platz gemacht. Ideale Tage bestehen aus schlafen, an die Wand starren und vor allem in Ruhe gelassen werden. Nun ist es aber wiederum so, dass auch das mich nervt. Dass es mich unsagbar stört in Ruhe gelassen zu werden. Ich weiß ncihts mehr mit mir und der Welt um mich herum anzufangen. Ich bekomme das alles nicht mehr auf die Reihe. Nicht mich, nicht den Alltag, nicht den Kontakt mit Menschen um mich herum. "Today is a fine day to exit." Damit hast du wohl Recht. Heute wäre wirklich ein guter Tag. Aber da ich ein inkosequentes Ekelpaket bin werde ich morgen Mittag doch wieder die Augen öffnen und leider atmen, den ganzen verdammten Tag hindurch. |
| lioba | Richtig, falsch, richtig, falsch, was ist denn überhaupt richtig und falsch und was ist das, was ich gerade im Begriff bin zu tuen? Ich packe meinen Koffer und nehme Stifte mit. Ich packe meinen Koffer und nehme Stifte und Papier mit. Ich packe meinen Koffer und nehme Stifte, Papier und Bücher mit... So viel, so schnell. Ist das überhaupt angemessen? Ist das überhaupt sinnvoll? Gehör ich da überhaupt hin? Bin ich dafür nicht viel zu... normal? Fragen über Fragen und niemand kann sie mir beantworten. Eingesperrte Wildkatzen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie das mit sich machen lässt. Momentan ist sie sehr müde und hat keine Motivation sich aufzubäumen. Aber was ist morgen? Übermorgen? Und wie das mit dem Alltag regeln und wie die Tage rumbringen und und und... Panik steigt auf. Lass es Abend sein und die Waschmaschine fertig gewaschen und der Trockner fertig getrocknet haben. Dann kann ich fertig packen und dann ab zu denen, die ich heute Abend dringend um mich brauche.. |
| lioba | Alles überschlägt sich und ich habe so das Gefühl, dass mein Körper das nicht wirklich gut mitmacht. Ich kann nichts mehr essen, denn da wird mir schlecht davon.Allgemein ist mir latent übel. Ich kann absolut nicht schlafen und vorallem ist mein Kreislauf quasi nicht existent. Kurz: mir geht es körperlich dreckig und alles was nicht körperlich ist (Emotionen, Gedanken, so ein Gedöns eben) kugelt in den Ecken herum, rast von hier nach dort und dreht absolut hohl. Ich hatte wirklich Angst so viele würden mich vergessen und es wären nur noch wenige von denen da, die ich mag, wenn ich länger weg wäre. Aber schon am ersten Tag, als ich der Krankenschwester erzählte, dass ich Freunde habe, die sich nicht wegschubbsen lassen wurde ich verdammt stolz darauf, weil es die Wahrheit ist. Anscheinend liege ich mit meinem Gefühl, wer es wert ist sehr gemocht zu werden, doch öfters mal richtig. Gerade als ich gestern heimkam und einem Freund erzählte, dass ich das nicht aushalte alle nciht so lange zu sehen und er meinte:"Ich hab Zeit, ich komm dich besuchen". Da fiel mir ein sehr großer Stein vom Herzen. Später ging ich dann in die Kneipe und wer war da: Familie und tollste Menschen der Welt in einem. Es tat verdammt gut mit euch darüber zu reden (ich wusste schon, warum ich heim wollte) und es hat sich noch viel besser angefühlt, als J. mir angeboten hat mich hinzufahren, abzuholen und vorallem zu besuchen. Selbiges Angebot kam von A. Und euer Satz zum Abschied, als ihr schon ein paar Meter gelaufen seid und das nur so über die Schulter noch gesagt habt... das ließ mein Herz leuchten. Ich glaube ihr ahnt nicht, wieviel mir das bedeutet. "Uns wirst du eh nicht mehr los" Ich liege hier, denke über euch nach und habe Tränen in den Augen. Vielleicht seid ihr wirklich die ersten Menschen in meinem Leben, die mir zeigen, dass ich wichtig bin. Ich habe es schon mehr als einmal geschrieben, aber es macht mich immer wieder fassungslos das festzustellen. Es zaubert mir einen fantastischen Kloß im Hals und lässt mich sprachlos werden. Sprachlos. Ich. Sagt ja viel. [IMG]http://picture.yatego.com/images/456d72108cbfa4.4/Danke.jpg[/IMG] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=QuV2KyGT_D8&feature=related]confused[/URL] Bisher dachte ich immer ich hätte noch Optionen. Tatsächliche Optionen. Doch inzwischen kristallisiert sich heraus, dass ich keine wirklichen mehr habe. Natürlich gibt es da noch die eine aus der ganzen Sache raus zu kommen. Aber die ist genauso schlecht wie die andere. Ich habe also nur noch diesen einen Weg vor mir und es zerreist mich innerlich. Ich hätte dort bleiben sollen, denn nun weiß ich nicht, ob ich wieder da hinkomme, wo ich hinmuss, aber nicht möchte. Verrückt? Ja irgendwo schon. (In dem Sinne ein lustiger Wortwitz eigentlich.) Es macht mich wahnsinnig diesen Weg gehen zu müssen und ich merke, wie die Angst in mir steigt. Die Rastlosigkeit. Unvermögen etwas eigenmächtig an der Situation zu ändern hat mich schon immer gestört. Und zwar extrem. Aber... Es spricht so viel dagegen und so wenig dafür. Nun kommt es darauf an Pro und Contra zu gewichten. Ich muss sagen die Contra sind mir eigentlich um einiges wichtiger. Um wirklich viel eigentlich. Aber dieses Gefühl, das gerade wieder in mir aufsteigt... ich möchte das nicht mehr in mir haben. Ich möchte nicht mehr unter Menschen sitzen und die Augen schließen müssen, weil ich sonst einfach heule, schreie und mich auf den Boden schmeiße. Oder schlicht zusammenklappe. Ich möchte um Himmels willen einfach... ja... leben. Ich weiß, dass ich dazu einen Weg gehen muss, der mir nicht gefällt und auf dem ich Dinge tun muss, die mir extrem widerstreben. Aber es gibt nur diesen einen Weg. Es gibt nur ihn. Und warum auch immer bin ich an einem Punkt an dem ich sage: Ich will das nicht mehr. Emotionsjunkie hin oder her. Ich halte das so nicht aus. Es ist kein vernichtendes Gefühl da in mir. Aber es ist drückend, kreisend, niederschmetternd. Und es zieht immer nur hinab. Ich möchte einschlafen, ohne mich krampfhaft auf meinen Atem zu konzentrieren, weil sonst die Panik die Oberhand gewinnt. Ich habe keinen Lebenshunger in mir, aber ich möchte das los haben. Bitte. Im Nachhinein erkenne ich nun: ich möchte zurück in diese Geschütztheit, denn es tat mir gut. "Hat es dir nicht gut getan dort einfach mal zur Ruhe zu kommen?" Ich habe darauf mit Nein geantwortet, weil ich es in dem Moment nicht als angenehme Ruhe empfand. Aber je länger ich hier zuhause bin merke ich, dass es mir verdammt gut getan hat. Ich hatte so viel dabei, mit dem ich so viel tun wollte und hatte schlicht nicht das Bedürfnis danach. Und es spielt wohl auch eine Rolle, dass ich nie wieder auch nur einen Tag dort verbringen möchte. Ruhe ja, an mir arbeiten ja. Aber nicht mehr dort hin. Das ist purer Wahnsinn, in jeder Hinsicht. Breaking the habit. Das muss es wohl sein. Das ist das einzige Pro, das ich vorzuweisen habe. Aber ich muss... [SIZE=1]...und ich bin jederzeit erreichbar. Wenn gewünscht auch mit dummen Sprüchen.[/SIZE] |
| lioba | Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben... Nun, ich tue es hiermit trotzdem und verkünde, dass ich wohl wenigstens einmal in meinem Leben die absolut richtige Entscheidung getroffen habe. Ich ziehe es durch und es tut mir schon jetzt gut. Danke an alle, die mir durch das Jahr geholfen haben und mir schließlich auch halfen mich für diesen Schritt zu entscheiden. Er hat Klarheit und Offenheit gebracht. Es sind noch einige Schlachten auszustehen und sie werden nicht angenehm werden. Aber der Sieger steht jetzt schon fest, denn ich habe gesehen wie viele Leute hinter mir stehen, denen ich wichtig bin. Interessanterweise auch Leute, von denen ich nie gedacht hatte ihnen erzählen zu können, was ich im Begriff bin zu tun momentan und warum dies. Ja, ich sehe euch. Und ja, ich versuche anzunehmen, dass man mich mag. Ich könnte auch nicht stichhaltig begründen, warum ich euch alle mag. In diesem Sinne und in Gedanken an die gewählte Familie und die Freunde, die ich habe (die wohl allesamt .wirkliche. Freunde sind. Wer kann das schon behaupten.): Frohe Feiertage und wem es was bedeutet: ein besinnliches Weihnachtsfest! [IMG]http://www.quotesarcade.com/graphics/friendship/friendship_quotes_graphics_b5.gif[/IMG] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=-sF0m7kptBo&feature=related]Zeit. Ruhe?[/URL] Lebenszeichen mit einem ganzen Haufen Musik. So viel hat sich geändert die letzten Wochen. Ich mich. Ich mein Umfeld. Ich diverse zwischenmenschliche Beziehungen. Ihr euch. Ihr euer Umfeld. Unsere Gedanken. Unser Handeln. Wir uns. Und trotzdem sind wir gleich. Oder noch näher? Mehr denn je ist mir bewusst warum ich wie bin, dass Musik überlebenswichtig ist, dass Lebensfreude toll ist. Und Hass ausbremst. Manchmal ist in mir so eine wunderbare Ruhe. Manchmal ist alles voller Chaos. Aber auch das ist in Ordnung. Alles hat seine Daseinsberechtigung. Und solange die Ruhe und die Freude überwiegen bin ich zufrieden glaube ich. Ich habe so etwas wie Ideale. Werte blieben die selben. Ich versuche zu sein, was ich bin. Ich versuche die Mauer abzureißen um mich herum. Aber hey, das ist alles andere als leicht. Und doch habe ich es geschafft den Menschen um mich herum sagen zu können, wenn es mir nicht gut geht. Das ist doch herrlich. Irgendwas in mir ist gerade sehr zufrieden mit dem Lauf der Dinge. Und ich werde dieses Lied noch stundenlang anhören und dabei an den Film "Berlin Calling" denken. Vorbild. Irgendwo. "Ich erwarte ja nicht, dass er an Gott glaubt. Aber an IRGENDWAS muss er doch glauben!!" "Das tut er doch. Ich gebe zu, ich habe es anfangs auch unterschätzt. Aber er glaubt an seine Musik." |
| lioba | Das Leben läuft im Zeitraffer. Und erstaunlicherweise scheint ([B]fast[/B] ) alles gut zu werden. Es geht aufwärts. Und ich bin so unglaublich sicher, auch bei denen, wo ich weiß, dass es noch dauert, bis es tatsächlich messbar aufwärts geht: es wird wieder nach oben gehen! Ja, mir ist nach dramatischen Zuneigungsbekundungen. Ich liebe euch alle. Die Welt ist bunt und schön. Die Liebe ist toll und erst Recht der Mann, der sagt:"Ich habe mich nur deshalb so sehr zurückgehalten, weil ich wollte, dass du dich jetzt erstmal auf dich konzentrierst und ich wollte da nicht dazwischen funken." Das ist so unglaublich liebreizend :) Ich sehe in meine Zukunft. Ich erkenne den steinigen Weg mit seinen vielen, vielen Hindernissen. Und trotzdem bin ich wieder der Meinung: es wird alles gut. 9 Wochen. 9 Wochen, die für einen so sehr freiheitsliebenden Menschen wie mich gar nicht mal unbedingt so einfach waren. Aber mir so viel gebracht haben. Und nun... heißt es langsam Abschied nehmen. Von Leuten, die mir dort wichtig wurden. Von der Sicherheit. Aber ich glaube ich gebe das gerne auf. Ich werde mich wieder in MEIN Leben schmeißen und mal sehen was daraus wird. Einfach mal sehen. Alles kommt, wie es kommen muss. Das muss ich mir merken. Ganz dringend. Und ihr auch. |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=VxZByfLPdSQ]Stop breathing if i don´t see you anymore..[/URL] Liebe. Ein Einziges Chaos. Und du, der Mittelpunkt, von dem all dieses Chaos ausgeht. Was soll ich nur mit dir machen. Seit Sonntag überlege ich, was ich will, was ich kann und vorallem: was du kannst. Ich ging von dir zu meinem Auto, und im Auto lief dann dieses Lied. Und soll ich dir nochwas sagen? Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Wegen diesem kurzen Textausschnitt. Zwei, die sich unendlich lieben, aber sich nie haben können. Und wissen wir überhaupt, was dazwischen steht? Ich weiß es nicht. Zu gerne würde ich dir die "Schuld" geben. Und was soll ich sagen... Schätzungsweise trägst du sogar wirklich einen Großteil davon. Auch objectiv gesehen. Ich weiß, du hast viel Scheiße mit mir durchgemacht. Vieles davon hat dich sehr getroffen. Ja, ja. Aber wir haben genauso viel gelacht und geliebt. Und warum um alles in der Welt bist du im einen Moment mein Zuhause, alles, was ich will und haust mir im nächsten links und rechts eine runter? Bildlich gesprochen. Ich kann nicht länger mich aufreiben für dich. Nein, können schon. Ich will nicht. Denn sonst bin ich bald wieder dort, wo ich herkomme. Ich kann nicht länger Hilfe geben, die du zwar verlangst aber mit Händen und Füßen wegschlägst. Ich habe nicht 9 Wochen an mir gearbeitet, um nun wieder in alte Muster zu rutschen. Meine Güte. Ja, verdammt. Du bist der Mann mit dem ich mir vorstellen kann alt zu werden. Aber du bist auch der Mann, der versucht mich in Ketten zu legen. Und DAS geht nicht noch einmal. Ich will leben und frei sein. Ich will Liebe, Zärtlichkeit, Beständigkeit, Ruhe. Und davon werde ich nicht abweichen. Ich will so leben, wie ich will. Das ist mein Leben und du kannst dir zwar Sorgen machen und mir das sagen, aber was ich letztendlich tue musst du schon mir überlassen. Desweiteren sagst du immer du hättest Angst mich zu verlieren... Ja verdammt nochmal, du tust aber auch alles dafür, dass du mir langsam immer weniger und weniger bedeutest. Wer mich will darf mich nicht besitzen wollen. Glaubst du tatsächlich ich würde mir so viel von jemandem gefallen lassen, der mir NICHT WICHTIG ist? Bist du tatsächlich so dämlich? Das kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Hier mal klipp und klar: Du kannst hundert Mal sagen, dass du dich jetzt umbringen wirst ohne mich, dass ich dein Herz in Stücke reiße und überhaupt so ein Biest bin. Es zieht nicht mehr. Die Masche hast du zu lange gespielt. Du willst mich? Zeigs mir. Reiß dich zusammen. Arbeite an dir. Friss Scheiße und komm wieder, wenn du bereit bist für mich. Einfach bin ich nicht, oh nein. Und ja, ich erwarte viel. Aber hey: ich darf das, ich gebe nämlich mindestens genauso viel. Du bringst mich demnächst wirklich so weit, dass ich diesen Schlussstrich ziehe, obwohl ich es nicht will. Ja verdammt ich liebe dich. Aber auch Liebe hält nicht alles aus. Und du bist wirklich dabei diese kleine verbliebene Flamme endgültig zu löschen. Such nicht ständig die Fehler bei mir, sondern fang mal bei dir an. So. Mein Wort zum Mittwoch. Wenn von dir auf so etwas nur Anschuldigungen und bescheuerter Mist kommt, der nicht einmal auf Tatsachen aufbaut, dann muss ich meine Wut wenigstens hier auslassen. Gerade eben: KOTZT DU MICH AN! [IMG]http://clairephoenix.files.wordpress.com/2009/06/wut.jpg[/IMG] |
| lioba | Nun, wenn man so krank ist, dass der Schüttelfrost einen zu drei dicken Decken zwingt und man kaum 20 Schritte laufen kann ohne umzukippen, dann hat man relativ viel Zeit, um nachzudenken. Was mir dabei auffiel ist das veränderte Verhältnis zwischen mir und meinem Nebelpfad. Wie war es früher, wie ist es heute? Nun, also vor ein paar Wochen wäre ich gestorben, hätte ich zwei Wochen nicht in meinen Pfad schreiben können. Oh mein Gott, wäre das schrecklich gewesen. Ich saß oft mitten am Tag da und habe mir Notizen gemacht, was ich in den Pfad schreiben möchte. Manchmal konnte ich es gar nicht erwarten nach Hause zu kommen, um endlich alles hier hineinpacken zu können. Mein Wohnzimmer, Heim, Zufluchtsort. Inzwischen sitze ich eben hier, weil ich gerade nichts anderes zu tun habe und sich mir das Gefühl aufdrängt hier alles etwas zu vernachlässigen. Ich bin sozusagen hier und schreibe, um ein wenig Staub wegzupusten. Ich habe auch nicht wirklich dringend etwas zu leiden. Obwohl. Doch. Es fände sich schon einiges. Allerdings nichts so dringendes. Der tatsächliche Unterschied ist wohl, dass ich mein Heim und meinen Zufluchtsort hinaus verlagert habe. Zu mir, zu Freunden, ja sogar zur Familie. Was ich ja vorher nicht mal ansatzweise für möglich gehalten hätte. (In diesem Atemzug: Danke Mama, du bist einfach ein Schatz. Meistens.) Und wenn ich mir dann ansehe, wo mein Schwerpunkt inzwischen liegt, etwas abzuladen, was mir auf der Seele brennt und wo er früher lag... Nun, ich bin froh, dass es genau so ist. Ich mag meinen Pfad. Und ich werde ganz sicher weiterhin ab und an jammern *g*. Aber in erster Linie lasse ich meinen Schwerpunkt wirklich lieber in der nicht-virtuellen Welt. Das alles führt mich allerdings zu noch einem Gedanken. Denn wenn ich mir mache Nebelpfade hier durchlese, dann frage ich mich: Hat er oder sie das auch verlernt? Vielleicht wirklich ein Thema, das einen Tag Grübelei lohnt. Das war es wieder für heute. Haltet die Ohren steif und bis demnächst. Eure lioba :p |
| lioba | So geht das. Da wartet man eineinhalb Jahre darauf, dass sich ein Lebenstraum erfüllt und sich alles zum Guten wendet. Als man schon nicht mehr daran glaubt und sich eigentlich damit abgefunden hat, da wird dann doch alles gut. Mehr als gut. Perfekt. Man schwebt vor Freude, hat ein Ziel vor Augen und fühlt sich einfach sicher und gut. Und dann BÄM ist auf einmal wieder alles vorbei. Zunichte gemacht durch kurze, kleine Sätze. Sätze wie "Keine Ahnung". Meine Güte, wenn das nochmal jemand zu mir sagt, dann erzählt den Richtern bitte, das der Mord gerechtfertigt war. Wenn ich ihm dann erzähle warum, dann werde ich auf jedenfall frei gesprochen. Oder zumindest für unzurechnungsfähig erklärt. Wie ich es hasse! "Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Wenn ich es wüsste würde ich es dir sagen." Weißt du was?! Fuck you! Es gibt Dinge, da ist mir inzwischen klar, dass ich sie definitiv nicht verdient habe. Ich bin eine tolle Frau. Intelligent und bestimmt nicht das hässlichste, was eine Frau jemals geboren hat. Nä, echt nicht. Ich bin witzig, wortgewand und kann mich ausdrücken. Ich brauche viel Liebe und habe mindestens genauso viel Liebe zu geben. Ich verdiene es wirklich nicht, dass man mich so behandelt, ich habs satt. Sowas von. Was bildest du dir eigentlich ein?! Erzählst mir davon wie toll und perfekt diese und jene Dame ist und ich bekomme nur deine blöden assozialen Machosprüche zu hören. Junge, ich wusste shcon immer, dass wir intellektuell und auch auf jeder anderen Ebene definitiv in zwei verschiedenen Ligen spielen. Und ich bin mindestens zwei höher als du. Trotzdem habe ich dich geliebt ohne Ende. Liebe dich immernoch. Brauche dich. Aber das versuche ich nun endgültig aus meinem Hirn zu streichen. Einmal hast du mich jetzt rumbekommen. Hast mich dazu gebracht einen der tollsten Männer der Welt gehen zu lassen, weil ich wirklich dachte, dass jetzt alles gut werden würde. Du hast Zeit mich nocheinmal zu überzeugen, bis ich mich wieder verliebt habe. Ich kann nicht leugnen, dass ich zu schwach bin dir bis dahin zu widerstehen. Aber dann verdammt nochmal ist Schluss. Und bedenke, dass ich jemand bin, der sich schnell und Hals über Kopf verliebt. Du willst nicht über dich und deine Probleme und Gefühle nachdenken? Du denkst du kannst in deine alten Muster zurückfallen? Du denkst, es ist selbstverständlich, dass ich da bin? Du denkst, ich könnte kein Arschloch sein? Nun. Pech für dich und vorallem: schwerer Denkfehler. Ich saß gestern zwei verdammte Stunden in meiner Wohnung und habe gedacht ich bekomme keine Luft mehr vor lauter heulen. Aber ich werde nicht den gleichen Fehler machen wie damals. Ich werde mich jetzt nicht verkriechen und heulen und leiden und warten darauf, dass du irgendwann doch wieder kommst. Denn das wirst du. Ich weiß das. Ich kenne dich zu gut. Auswendig. Und doch wieder gar nicht. Egal jetzt. Ich werde das nicht tun. Ich war nicht umsonst 9 lange Wochen weg. Ich weiß, dass ich auch leben kann, ohne deine Stütze und deine Zärtlichkeit. Und selbst wenn du der einzige bist, der mir "Liebe" und "Zärtlichkeit" in meinem Leben gibt... Das ist das alles nicht wert. Das ist es nicht wert wieder diesen verdammten Schmerz zu fühlen und das Gefühl zu haben ewig zu fallen. Und nein, nein, nein. Diesmal werde ich an der Wegkreuzung nicht fallen und anfangen zu sterben, sondern einfach beide Wege ignorieren und gradeaus weiter über die Wiesen gehen. Scheiß auf Wege. So. Auf dass ich das nachlesen kann, um mich zu erinnern, was für ein absoluter Vollidiot bist. Und das ist noch viel zu milde für dich. Zitat eines Liedes, das ich mir, wenn ich Feierabend habe, in voller Lautstärke auf die Ohren knallen werden: "Schlampe, Drecksau! Ich hoffe es geht dir schlecht!!" Oder ich gehe eine Schiene härter. Je nach Laune. Inhalte der Songs werden die gleichen bleiben. [SIZE=1]...in der Mittagspause schnell hingeschmiert. Nicht korrigiert abgeschickt. Rechtschreibfehler und sonstiges gehören so. Ist alles gewollt natürlich -.-[/SIZE] |
| lioba | Hier sitze ich. Da sitzt du. Ich hasse dich. Ich bin auf Entzug. Das fühlt sich scheiße an. Richtig, richtig scheiße. Als würden die ganze verdammte Zeit Elektroschocks durch meinen Körper gejagt. Ein Entzug für nichts und wieder nichts und ich bin sogar selbst Schuld und kann niemanden anschreien dafür. Ich bin launisch, ich bin deprimiert, mein Selbstbewusstsein geht den Bach runter. Das nervt alles so. Ich will wieder arbeiten. Warum habe ich immer dann Urlaub, wenn ich ihn so überhaupt nicht gebrauchen kann? Ah! Ich möchte dir so einen Aufstand machen. Dich rausschmeißen (was ich dann nachher auch tun werde) und nie wieder was von dir hören (was ich niemals aushalten würde. Von wegen starke Frau, das ich nicht lache.). Du bist Schuld. Du. An allem. Oh wenn du nur die Klappe halten könntest. Sei ein Hund! Hunde sind toll. Ich denke ich werde einen Hund heiraten. Sind lieb, lassen sich knuddeln, gehen nicht fremd, sind loyial und vor allem widersprechen sie nicht. Meine lieben, eigentlich sollte das nur ein Lebenszeichen für euch sein. Ich hätte ja ab heute wieder Internet haben sollen. Leider haben die das verbockt. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis ich einfach mal wieder bis in die Nacht mit euch schreiben kann. Ich vermisse das. Eigentlich hatte ich mein ganzes Wochenende dafür eingeplant. Stattdessen habe ich vorhin Vergissmeinicht gepflanzt, mich mit der Spinne auf meiner Terrasse besprochen (mein Haus, dein Haus, du in mein Haus -> du tot) und nun sitze ich hier, habe kurz Internet für das allerwichtigste und könnte mich über alles nur noch ärgern. Ich bin mies gelaunt. Sowas von. Und niemand kann heute mit weggehen. F. muss bei seiner Dame... argh nein. Ich schreibs nichtmal. Ich versuche mich abzuregen. Hardignore und so. Tunnelblick. Alles andere ausblenden. Ich denke ich brauche einen Boxsack. Und verdammt nochmal, wann ist der 12., damit ich den Psycho anrufen kann, damit mal was wieder vorwärts statt rückwärts geht. Hu, ewig könnte ich so vor mich hin xanthippern. Ich werde es trotzdem mal lassen. Und vermutlich mich betrinken, damit die Schocks nicht mehr ganz so schlimm sind. Ist ja Wochenende. Da ist das ein nicht einmal so verwerfliches Vorhaben :D |
| lioba | Mein Herz tut nicht weh. Es ist versteinert. Fassungslos. Wie kann ein Mensch nur so sehr mit einem anderen spielen, wo er doch den anderen in- und auswendig kennt. Was bist du nur für ein... mir fehlen die Worte. Macht es dir Spaß, so mit den Gefühlen anderer Leute zu spielen? Verleiht es dir ein Gefühl von Macht, darüber bestimmen zu können, wie es mir geht? Oder ist das schlicht und ergreifend eiskalte Berechnung. Wieder und wieder habe ich im letzen Jahr versucht dich aus meinem Leben zu kicken, weil ich weiß, dass unterm Strich mehr Schmerz und Trauer entsteht als alles andere. Wieder und wieder bin ich zu dumm, zu schwach, zu inkonsequent. Ich sollte aus meinem Kopf bekommen, ich würde irgendjemand anderen brauche, um leben zu können. Ich glaube ich möchte anzweifeln, was Therapeuten sagten. Mich öffnen hat mir wirklich nciht so sonderlich viel gebracht. Ich sage nicht, dass es nichts gebracht hätte. Bestimmte Punkte konnten wirklich gut gelöst werden. Aber ich finde trotzdem, dass diese Punkte weniger wert sind, als das, was ich mir eigentlich wünsche. Aber tatatataaaaaaaa, ichhabe keinen Weg mehr zurück. Wahrscheinlich ganz gut so. Nach vorne sehen. Das ist es, was mir bleibt. Versuchen nicht in Lethargie zu verfallen. Versuchen zu leben, lebendig zu bleiben. Was hast du mir de facto gebracht? Umarmungen, trügerische Sicherheit, du kannst PCs und Autos reparieren. Du hast mir gezeigt, wie sich alles verzehrende Liebe anfühlt. Was hast du kaputt gemacht? Vertrauen. Selbstbewusstsein. Das wiegt definitv schwerer. Schätzungsweise sollte ich lernen, wie man sich von etwas löst. Ich weiß, das war schon immer und in allen Bereichen mein Problem. Also sollte ich mir an die Wand schreiben: "War 4 Jahre lang extrem intensiv. In jeder Hinsicht. Aber irgendwann geht jeder einmal. Irgendwann verlassen einen alle einmal." Ich sollte meinen Traum von jahrzehntealten Freundschaften und diesem typischen "lieben-zusammenziehen-streiten-lieben-heiraten-haus bauen- kinder kriegen- zusammen glücklich alt werden"- Traum verabschieden. Vielleicht bin ich ja doch zu naiv. Zu viel Träumer. Falsche Zeit, falsches Leben. Wo ist der Reset Knopf? |
| lioba | Achterbahn. Anders kann man das momentan nicht nennen. Gestern morgen, als mal wieder der Alltag mit aller Macht über mir zusammenstürzte und nicht nur mit kleinen, sondern ziemlich großen und realen Problemen ankam, da war ich mal wieder so weit, dass ich zwei Stunden im Schrank saß und mich einfach vor der Welt versteckt habe. Ich habe alle meine Sachen wieder in Kisten verpackt und war fest entschlossen zu handeln. Sprich entweder die Ausbildung ein Jahr auszusetzen und zurück in die offene zu gehen oder aber (was nach ein paar Stunden sich dann zum Favourit gemausert hatte) ich kaufe einem Freund sein schrottreifes Auto ab, tanke voll, fahre weit weg und dann mit viel, viel Geschwindikeit gegen irgendeine Mauer. Ich saß da also, habe alle Leute verrückt gemacht und dachte ich muss an mir und der Welt ersticken. Ich habe mich so sehr danach gesehnt einfach nicht mehr hier zu sein. Nicht zu denken, nicht handeln zu müssen, keine Konsequenzen tragen zu müssen. Ungefähr eineinhalb Stunden lang habe ich meinem Herzen vorgesagt, dass es doch jetzt bitte stehen bleiben soll. Anschließend war ich so kaputt, dass ich schon mit dem Messer in der Hand dastand und überlegte, wo geeignete Lücken in den vielen Knochen sind, um zum Herz durchzukommen. Dann rief meine Mama an. Bot mir an vorbeizukommen. Es ist so ein verdammt komisches Gefühl mich bei ihr auszuheulen. Von ihr getröstet zu werden. Sehr, sehr seltsam. Ich weiß noch nicht einmal, ob das gut oder schlecht ist. Aber ich tendiere zu gut, denn ich bin nicht halb so stark, wie mir immer jeder sagt, dass ich es wäre. In diesem... nennen wir es mal postsuizidalen Zustand lag ich dann weitere geschlagene dreieinhalb Stunden auf meinem Bett und habe heulend die Decke angestarrt. Bis dann Freunde anriefen und fragten, wann sie zum Grillen kommen können. Es war wirklich eine gute Entscheidung mich dazu durchzuringen es nicht abzusagen, denn diesen Abend lang habe ich vergessen, was mir alles im Nacken sitzt. Und heute... heute saß ich in der Sonne und habe ein Buch gelesen, habe Blumen gepflanzt, Wäsche gewaschen, aufgeräumt, gesaugt, Müll weggebracht, Flaschen abgegeben und denke mir: Hey, solang die Sonne so scheinen kann, kann alles gar nicht so schlimm sein. Dann gibt es noch einen Weg. Sonne ist besser als alle Antidepressiva dieser Welt zusammen. Sonne ist geil. Und so geht es Tag für Tag auf und ab. Immer weiter und weiter. Aber ich habe es mir ja eigentlich selbst so ausgesucht. Niemand hat gesagt, dass der Weg über die Wiese (Kreuzung, you remember?) einfach wäre. Ich habe wichtige Telefonate erledigt, ich gehe nächste Woche zum Arzt. Also... irgendwie geht es weiter. Irgendwie muss es weiter gehen. Auch, wenn mir momentan alles in die Fresse haut, so oft und so fest es geht. Ich werde versuchen mich daran zu erinnern, wenn ich mal wieder keine Luft mehr bekomme. I believe.... |
| lioba | Schöne Dinge, die keine größere Emotion hervorrufen, aber doch ein Lächeln hervorzaubern - ein Tisch, den ich für meine Terrasse gefunden habe - immernoch dieser strahlende Sonnenschein - eine klitzekleine Biene, die auf meinem Arm landete um sich zu putzen und dann weiterflog - Genugtuung über erledigten Alltagskram - Zeit hier zu schreiben - meine zwei Bäume, die in so kurzer Zeit so viele Blätter bekommen haben - die gepflanzten Vergissmeinicht, die so aussehen, als hätten sie sich gut eingelebt - Vogelgezwitscher zum aufwachen - eine Pflanze, die sich langsam durch meine Küche rankt - sanfter, Warmer Wind - Leute, die sich vor meiner Wohnung verfahren haben und lustig diskutieren - Ruhe - eine Kugel Zitroneneis - selbstgemachte Suppe ohne Fertigzeug - das Gefühl einer Hundetatze auf meinem Fuß - Erde beim Unkraut entfernen spüren [IMG]http://www.heustube-bautzen.de/mediac/450_0/media/VB-SommerwieseMarx.jpg[/IMG] [SIZE=1]...und bald wieder soooo viele Blumen![/SIZE] |
| lioba | [SIZE=1]Liebste Wesen. Morgen geht die Sonne wieder auf. Morgen atmen wir immernoch weiter. Und überhaupt kann alles nur noch besser werden.[/SIZE] |
| lioba | ...eigentlich möchte ich mich heulend, tobend und schreiend herumwüten, um dann nur noch heulend in einer Ecke dahinzuvegetieren. Aber ich darf nicht. Ich muss bei meinem Mantra bleiben. "Ich liebe meinen Job, ich liebe mein Leben, ich bin stark." Ich muss dabei bleiben und die immer weiter wachsende Leere, in deren Kern eine ganze Menge Wut und Trauer verborgen ist, von mir wegschieben. Ich muss rational bleiben. Kaltschnäuzig. Ein Arschloch. Analytiker. Ich muss, sonst bricht alles zusammen. Und das kann ich mir nicht leisten. Auf keinen Fall. Ich war immer ein starker Mensch, eine starke Frau. Wo ist die hin? Irgendwo in mir muss sie doch sein. Muss sie sein, denn wäre da nicht etwas in mir, was mich aufrecht hält, egal wie gebeugt ich bin, dann wäre doch alles noch viel schlimmer. Oder einfach gar nicht mehr. Es muss also noch da sein. .change. Warum finde ich diesen verfi... Mittelweg nicht? Warum torkle ich immer vom rechten zum linken Pfad und kann nicht in der Mitte laufen? Ich bin wieder (endlich) an dem Punkt, dass mich der SChmerz in mir ankotzt. Ich will, will, will. Ich will ja! Aber wie bleibe ich in der Mitte? Wo kann ich Seile und Geländer befestigen? Was ist das, woran ich nicht rankomme? Warum handle ich so, wie ich es tue? Warum fühle ich so? .change. "Entweder das ist dein erstes, oder dein letztes Leben." Grübelsatz. |
| lioba | ...und wiedermal eine Verlängerung der Frist bist zum 11. 05. Letzte Chance. Ansonsten stornier ich den Auftrag und gehe woanders hin. Bitte jetzt nicht sagen ich würde fehlen, oder ähnliches. Sonst explodiere ich wirklich, weil ich alles so vermisse. Kein Geld, kein Hirn, kein Internet. Ich bin schon zu bemitleiden eigentlich ;) |
| lioba | Kopfkino bitte an. So. Und nun stellt euch das, was ich euch jetzt beschreibe mal mit allen euch zur Verfügung stehenden Sinnen vor: Es geht um ein kleines Mädchen von etwa 4 Jahren. Es gibt ein Foto von ihr. Sie sitzt in Frankreich auf einer Mauer, hat ein pinkes Oberteil an und trägt eine ebenso pinke Hose mit bunten Blümchen darauf. Die fette Sonnenbrille ist weiß umrandet und die Mütze, die sie auf den hellblonden, leicht gewellten, Haaren trägt ist (wie sollte es anders sein) pink. Trotzdem wirkt sie nicht wie eines jener kleinen Prinzesschen. Sie hat das Meer im Rücken, lacht entspannt und hält die rechte Hand wie zum Gruß an die Stirn. Das Foto strahlt extrem viel Lebensfreude aus. Es ist mein Lieblingsfoto von diesem Mädchen. Sie ist ziemlich daran interessiert, warum diese kleinen Spinnen mit dem Kreuz auf dem Rücken (ihr Vater nennt sie "Hüpfundsigstminet") denn nun springen können. Sie findet diese kleinen Tierchen ziemlich faszinierend. Überhaupt liebt sie es barfuß durchs nasse Gras zu laufen, Vögel zu beobachten, Hunde zu beziercen und Katzen zu jagen. Die Kleine ist wirklich ein richtiger Sonnenschein. Den ganzen Tag lang springt sie herum und findet immer neue Beschäftigungen. Ihre Fantasie kennt keine Grenzen. Man sieht sie nur singend und pfeiffend durch das Haus laufen. Tut sie das nicht, dann weiß sofort jeder, dass etwas absolut nicht stimmt. Sie liebt es sich zu verkleiden, trägt gerne schöne Kleider, zu große, hochhackige SChuhe und Tücher! Tücher sind sowieso das allergrößte. Man kann so viel mit ihnen machen und sie flattern so herrlich edel hinter einem her, wenn man sie sich um die Schulter bindet. Ja, das ist dieses kleine süße Mädchen, dem man ganz genau ansieht, dass es mit beiden Beinen am Boden steht und es hinter dem süßen Gesichtchen faustdick hinter den Ohren hat. Und ihr ehrliches, warmes Lachen verzaubert jeden sofort. So... kann sich nun jeder dieses kleine Ding vorstellen? In etwa nachvollziehen, wie sie ist, was für eine Art kleiner Mensch? Hat jemand eine Idee wie ihr Leben weiter verlaufen könnte, was für eine Person sie einmal werden wird? ....und kann sich irgendjemand, der mich kennt, sich vorstellen, dass dieses Mädchen irgendwann einmal ich wird? Könntet ihr das? Könnt ihr glaube, dass ihr Leben so verlaufen könnte, wie meines verlief? |
| lioba | [QUOTE] Drehst dich um Und siehst sie wieder. Drehst dich um Und siehst in deinem Kopf die alten Bilder. Spuerst du noch immer nichts? Siehst das Licht, Irgendwo am Ende. Der Augenblick ist jetzt Und fliesst wie Sand durch deine Haende. Doch du haelst dich... Doch du haelst dich an ihm fest. ... Sie haben gesagt, Es wuerde Regen geben. Wir sitzen hier seit Stunden, Trinken Wein und sind einfach nur am Leben Bis unsre Welt zerbricht, es dunkel ist. Tage wie dieser, Kommen nie wieder. Tage wie dieser, Sollten nie vergessen geh'n. [SIZE=1]Juli - Tage wie dieser[/SIZE] [/QUOTE] Alle Augenblicke, mein ganzes Leben, jeder Tag fließt momentan wie Sand durch deine Hände. Es ist in etwa so, als würde man in einem Kajak durch viel zu schnelles Gewässer fahren und sollte dabei noch die intraglottale Kehlkopfmuskulatur und sämtliche Nerven aufzählen. Diese Tage momentan, an denen ich eine Stunde lang nach einem Schlüssel suche und dann bemerke, dass er in meiner Tasche ist. Tage, an denen ich nicht mehr weiß, was ich vor 2 Minuten getan habe, geschweige denn, was ich gestern gegessen hätte. Es ist die Zeit, in der Menschen an mir zerren, Aufgaben zu viel werden und ich gegen Resignation und Apathie kämpfe. Diese latente Verwirrtheit habe ich mir selbst zuzuschreiben. Ich sollte wohl wirklich morgen meinen Arsch zum Onkel Doc bewegen. Ja, ja. Ich weiß. Der Rest. Puh. Stress, kein Ende absehbar. Aber irgendwie... ich glaube ich muss mein Leben so haben. Was sollte ich denn tun ohne Stress und Arbeit? Keine Ahnung. Wirklich nicht. Ich denke, dann hätte die Resignation schon lange wieder gewonnen. So aber weigere ich mich einen Schritt zurück zu machen und beiße mich durch Tage und vorallem durch die Nächte. Ich war mal eine echt starke Frau. Mir egal, ob sie existieren will, sie wird wieder auferstehen müssen. Punkt. Und um mir das alles selber zu beweisen...äh lege ich mich ein bisserl aufs Sofa und geb mir den Rest Simpsons. Danach kann ich ja, vielleicht, etwas aufräumen. Ich kann mich bald selbst nicht mehr hören. |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=URLurYbqfGc&feature=related]there will be no white flag...[/URL] Wildkatze. Frau. Mensch. Lebendig. Zwielicht. Anspruchsvoll. Das sind Schlagworte zu meiner Person. So bin ich. Die Wildkatze, die aufmerksam und mit offenen Augen durch die Wälder streift. Im Einklang mit dem grün um sich herum, vorsichtig eine Tatze vor die andere setzend. Manchmal schnurrend, manchmal auch fauchend. Je nach Situation kann sie alles geben oder alles nehmen. Kann man sie einfangen? Nein. Nicht mehr, denn inzwischen ist sie groß und würde denjenigen zerreissen, der das versucht. Kann man sie zähmen? Ja. Unter bestimmten Umständen. Allerdings auch nur, wenn sie das zulässt und man sich keinen Fehler erlaubt. Die allerdings, die es geschafft haben sie zu zähmen haben einen Freund fürs Leben. Ich halte zu den Menschen, die mein Vertrauen gewonnen haben. Ich würde mit ihnen durch dick und dünn gehen. Aber auch für die gilt immernoch: Wildkatzen sind Wildkatzen und werden nie zahme Hauskatzen werden. Deshalb sind die Wildkatzen, die gerne ab und an mit mir streunern die liebsten unter all denen, für die ich so viel tun würde. Die Frau und der Mensch... Etwas erleben, die Welt spüren und wie eine Frau behandelt werden. Nein, ich will keinen Himmel zu meinen Füßen. Zumindest nicht den klassischen. Ich will nicht, dass man mir alle Wünsche von den Augen abliest. Ich will jemanden, der mir ebenbürtig ist und doch Frau und Mensch dazu bringt zu erkennen, dass da jemand ist, der es wert ist ihm zu folgen. Weil er eine bunte Welt zu bieten hat. Liebe ohne Kitsch. Verehrung ohne viele Worte oder zu viele Gesten. Jemand, der mich mitreißt in seine Welt und dessen Welt sich anfühlt wie meine Welt. Das alles schließt dieses Lebendig ein. Fühlen und erleben mit allen mir zur Verfügung stehenden Sinnen. Tanzen im Regen und Lachen in der Sonne. Chaos, Verzweiflung, Freude, Liebe, alles zusammen. Einatmen und das Leben spüren. Das ist es.. Zwielicht... In jedem Moment in dem ich lebendig bin ist da eine Art Zwielicht. Ich bin Zwielicht. Für die, die mich nicht kennen sollen undurchschaubar, für die, die zu viel zu verbergen haben unangenehm. Was soll Zwielicht nun mit hellster Sonne oder tiefster Nacht? Es würde verschluckt werden. Deshalb suche ich einen Menschen, der ebenfalls Zwielicht ist. Seine tiefsten Abgründe kennt und genauso seine größten Höhen schätzt. Ein auf und ab. Schleichen durch den Herbstnebel, im Sommer leise zwischen dichtem Blätterwerk tappen. Wie soll man dieses Gefühl in Worte umsetzen. Und warum sollte ich mir noch mehr Mühe geben. Die, die wissen was ich meine brauchen nicht mehr. Und die, die es nicht wissen sind keine Menschen, die so wichtig sind, dass ich wollte sie wüssten es. Anhand des bisher geschriebenen sollte "anspruchsvoll" nun eigentlich keiner weiteren Worte benötigen, oder? Es gibt in meinem Leben so wenige "bassd scho"-Lösungen wie möglich. Entweder, oder. Alles oder alles. ....und darauf prallst DU. Du zähmst nicht. Du musst nicht gezähmt werden. Du bist nicht wild. Du bist nicht lebendig. Du bist nicht anspruchsvoll. Du bist kein Zwielicht. Aber ich bin dir wichtig. Leider zu wichtig. Ich warte ab. Aber ich warte nicht lange. Ich beobachte die, die mich wollen sehr genau. (Es stimmt durchaus, dieser Satz von dir ""ich habs nich anders verdient". Das streite ich auf keinen Fall ab. Aber in diesem speziellen Fall fürchte ich blockiert mich nichtmal so sehr mein Problem mit zu viel Nähe. Eher... Naja. Siehe oben.) |
| lioba | [COLOR=darkred]Echte Freunde geben einem nicht das, was man will. Sie geben einem das, was man braucht.[/COLOR] Was habe ich geflucht, dass ich jemanden will, den ich lieben kann. Warum da jemand kommt, der so viel von mir möchte, aber ich nichts von ihm wollen kann. Und wieder einmal hat mir diese Lektion gezeigt, dass ich mich in Geduld üben muss. Dass ich nicht so offenherzig und vertrauensselig bin, wie ich es gerne sein möchte. Und, dass doch meine Angst vor Nähe der Grund war, warum ich gerannt bin. Ich habe die letzten Tage so über dich geschimpft. Habe gefeiert, ja gefeiert, als Schluss war. Nach der wahnsinnig langen Zeit von vier Tagen, was ja im Grunde nicht einmal wirklich zählt. Und dann... dann läufst du mir über den Weg, nachdem ich so über dich geschimpft habe, und mein Herz macht einen Satz, sodass ich nicht mehr denken kann. Du hast mir geschrieben, ich habe dir geantwortet, du hast mich angerufen. Und oh man... Du nimmst mir nichts übel. Du verstehst mich. Willst mir alle Zeit der Welt und alle Freiheit geben, die ich brauche. Und ich glaube, ich habe bekommen, was ich brauche. Anstatt dem, was ich wollte. Chaos hatte ich in meinen vorherigen Beziehungen weiß der Himmel genug. Also... vielleicht wurde mir hier die Chance auf Ruhe und Beständigkeit gegeben. Wer weiß, was das alles bringen wird. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=jCSe66pWNmc&feature=related](...momentan schönster Fund des Internets)[/URL] |
| lioba | Hell yeah! Das nenne ich einmal einen persönlichen Erfolg. Ich danke niemandem dafür, denn es war mein Verdienst. Ich habe etwas geschafft, mich persönlich nach vorne gebracht und weiter entwickelt. Als ich damals in A. aus Ton modellieren sollte, mit wem ich ein Problem habe und wie ich uns sehe, da habe ich mich und F. gemacht. Er saß vor mir, ich stand hinter ihm. An ihn gelehnt. Was nach einem längeren Gespräch rauskam war, wie sehr ich doch von ihm abhängig war. Ich hatte das nie so sehr gesehen, aber es war richtig. Ich hatte Angst ihn zu verlieren und habe mich von ihm abhängig gemacht, weil ich mir selbst nicht zugetraut hatte zu stehen. Ich sollte dann daran arbeiten Abstand zu nehmen. Innerlich. Denn trotz, oder gerade durch so einen Abstand könne man sich viel besser verstehen. Und auch mein Wunsch von ihm als auf gleicher Ebene gesehen zu werden würde dadurch erfüllt werden können. Solange ich dort war habe ich mich dagegen gesträubt. Willentlich. Gegen Ende und auch danach habe ich es dann immer wieder versucht. Ich wollte selbst stehen. Aber zugetraut hatte ich es mir immernoch nicht. Er ist einer der allerallerwichtigsten Menschen in meinem Leben. Aber ich habe daran gearbeitet, dass ich ihm nicht ewig dankbar sein muss. Dass auch ich mit ihm viel durchgemacht habe. Dass ich an keiner seiner Macken Schuld bin. Es hat sehr lange gedauert. Und als er nun meinte ich müsse endlich seine Freundin kennen lernen war ich skeptisch und hatte Angst, wie ich reagieren würde. Die letzten Male verliefen ja eher desaströs. Aber... sie ist unglaublich nett, intelligent, hübsch. Sie lässt sich von ihm nicht unterbuttern und ja. Eine sehr nette Frau, die mir auf Anhieb sympatisch war. Mit wirklich tollen Augen. Was soll ich sagen. Er hielt ihre Hand, er strich ihr übers Haar, er hat sie geküsst und ich saß daneben. Alles, was sich in mir regte war der Wunsch auch verliebt zu sein. Aber keine Eifersucht, sondern nur... kleine, leise und stille Freude ihn glücklich zu sehen. Bester Freund und Bruder. Ich habe es geschafft. Ich bin nicht mehr von dir abhängig. Ich stehe auf eigenen Beinen. In meinem Leben. Abhängig von niemandem. Zumindest emotional und das ist es, was für mich zählt. Und das alles habe ICH geschafft. Langsam, aber stetig. Nicht einmal merklich für mich. Aber nun weiß ich, dass ich mehr kann und stärker bin, als ich dachte. Das ist ein gutes Gefühl. Ich habs geschafft. Und ich freue mcih für ihn, bin zufrieden ihn mal wieder etwas ausgeglichener zu sehen. Zu sehen, dass das für ihn keine Zweckbeziehung ist, sondern er sich wirklich verliebt hat. Schön. Wunder- wunderschön. |
| lioba | Nur nicht liegen bleiben. Das ist die Devise. Wenn man völlig am Ende mit seiner Kraft ist, mit allem und das Gefühl hat man kann nicht atmen und man legt sich dann auf den Boden, weil sich alles dreht: nur nicht liegen bleiben. Aufstehen, weitermachen. Und das mache ich nun. Ich muss hier sitzen und schreiben. Ich muss einfach weitermachen. Ich muss ausruhen, den Tag genießen und nicht grübeln wer, was, wann. Einfach ausblenden, abschalten. Etwas anderes bleibt doch so oft im Leben nicht übrig. Ich denke ich befinde mich in einem kleinen Tief. Aber ich erinnere mich an J. und D., die schon immer sagten: es geht mal abwärts und man fühlt sich nciht so gut. Aber es geht auch immer wieder aufwärts. Daran klammere ich mich. Ich klammere nicht. Nein, eigentlich glaube und hoffe ich. Das ist gut. Kämpfernatur reborn. Ich sollte weniger oft [URL=http://www.youtube.com/watch?v=pu-8wGbWMro&feature=PlayList&p=EE367EE0A60FE607&playnext_from=PL&playnext=1&index=32]Illusion[/URL] anhören. Eventuell tut das nciht so gut. Es hat nur einen extremen Suchtfaktor. Wie so vieles im Leben. Zusammenreißen. Weitermachen. Jeden Tag. |
| lioba | Ja, ich bin ein Mensch, bei dem sich viel psychosomatisch bemerkbar macht. Gerade sticht mein Herz wie blöd. Die Freundin von F., für mich mein Bruder, ist eifersüchtig. Man kann also nicht mehr mit mir schreiben oder sonstiges. Derjenige, der in meinem Rücken stand und mir beigebracht hat, was Familie bedeutet, derjenige lässt sich nun einsperren. Jemand, dem seine Freiheit einmal heilig war. Dem seine Freunde heilig waren und seine Familie sein Weg. Derjenige, der.... ...mein Herz sticht. Ich bin sauer. Gerade eben einfach nur sauer. Dein Geburtstag am Samstag? Feier ihn mal schön alleine. Dein "Lieblingslesterschwein" kommt nicht. Fuck you. |
| lioba | Beziehungsmenschen. Es gibt zwei Arten von Menschen, die in einer Beziehung sind. Die einen freuen sich einen Wolf über die (neu-)gefundene Liebe, vergessen darüber aber die alten Freunde nicht. Sie gehen am Wochenende mit, wenn irgendwo gefeiert wird, man kann weiterhin mit ihnen über ernsthafte Sachen diskutieren und braucht sich auch in Gegenwart der Freundin nicht verstellen. Mit denen lebt es sich sehr gut. Und es gibt diese zweite Art. Die heben ihren Partner auf einen Podest, himmeln ihn an und vergessen dabei alles andere. Man kann sich nicht mehr stundenlang mit ihnen unterhalten, sie melden sich nicht mehr und wenn man sie mal an der Strippe hat, dann klingen sie so, als würde man stören. Sie halten ihre Welt an und lassen sie um die Partnerin/den Partner kreisen, alles richten sie nach ihnen aus. Und das sind die, von denen man sich anhören darf, dass man sich nun nicht mehr treffen könnte. Die Dame ihres Herzens wird dann nämlich eifersüchtig. (Nein, ich habe noch nicht verziehen. Nein, da kam kein Ton mehr..) Und ich muss sagen: ich HASSE diese zweite Art. Ich finde es zum kotzen, wenn Menschen, die zu den wichtigsten zählten dann plötzlich keine Zeit mehr haben wollen/können. Menschen, die einem so viel versprochen haben und so viel Hoffnung geschürt haben, dass es tatsächlich in Ordnung ist zu vertrauen und auf den anderen zu bauen. ...und nun bist du also vergeben. Ich bin ja gespannt. |
| lioba | Diese dämlichen Filme. Diese furchtbar dämlichen Filme in die ich, noch viel furchtbar dämlicher, auch jedesmal wieder reingehe. Und nicht genug damit: Ich kaufe sie mir auch noch auf DVD, damit es auch ja immer wieder stechen und weh tun kann. Immer, wenn ich einen Teil dieser Reihe sehe, muss ich an dich denken. Immer und immer wieder. "Ich habe mich entscheiden müssen zwischen dem,was ich sein soll und dem, was ich bin." Mein erster Gedanke war: Ich habe mich dafür entschieden, was ich sein sollte. Der zweite: Blödsinn.. Ich bin nur nicht das, was ich sein wollte. Ich wollte neben dir und mit dir zugrunde gehen. Tanzend am Abgrund, you know? Das ist schon so lange her. Und trotzdem spüre ich immernoch diesen... Sog, der von dir ausgeht. Der mich willenlos macht. Ich weiß, ich dürfte dir nie wieder begegnen. Und doch sehne ich es nach manchen Filmen mehr herbei, als alles andere. Ich kann mir dich vorstellen. Auch jetzt, hier, in dieser Wohnung, die du nie gesehen hast. Ich kann mir vorstellen, wie du auf der Terrasse vor mir stehst mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Wie du mir über die Wange streichst und mir versicherst, dass es gut ist, wie es ist und wir noch so viele andere Leben für uns haben. Dass es in Ordnung ist, dass ich in diesem Leben diesen Weg gegangen bin. Ohne dich. Das alles würdest du sagen. So sanft, so geduldig. Und es ist kein Fehler in der Vorstellung. Du passt, nach wie vor. In mein Leben, meine Umgebung. Ich fühle dich um mich. Und das, obwohl ich nicht einmal wirklich weiß, ob du noch lebst. Ich vermisse dieses Gefühl von Leben, dass ich mit dir immer hatte. Sog, Strudel, Wasserfall. Wasser. Du. Denke nicht ich würde etwas vergessen. ...aber ich muss dieses Leben leben. So, wie es ein Mensch eben tun sollte. Die Vorstellung, wie du gerade jetzt hinter mir stehst, deine Arme um meine Schulter gelegt, aufmerksam lesend,was ich schreibe. Du hast jedes meiner Worte verstanden. In jeder seiner Bedeutungen. Wir. Ich sehne mich danach deine Hand zu nehmen und diesen rauschenden Wasserfall hinunterzuspringen. Nichts fürchtend, weil ich dich habe. So viel haben wir miteinander erlebt, durchgemacht. Warum hat uns gerade diese eine Sache auseinander gebracht und mich zurück in die Realität geschleudert? Ich mag sie nicht besonders, diese Realität. Dieses Aufblitzen in mir. Das war ich mit dir. So, wie du mich erlebt, gefühlt und... zum Teil auch geformt hast. Leichtigkeit in der Seele trotz dem Chaos und dem Untergang um uns. Hell is where the heart is. |
| lioba | Alte Briefe gefunden, nie abgeschickt... "Ich dachte, ich sollte dir mal einen Brief schreiben. In letzter Zeit ist viel zu viel passiert, als dass ich das in eine oder zwei SMS packen könnte. Schon seltsam, wie sich das Leben manchmal von einem Tag auf den anderen ändern kann. Die ganzen letzten Wochen habe ich nur so vor mich hin gelebt, habe mich gefühlt, wie ein Fisch im trüben Wasser. Es fehlte zwar nichts essentielles, aber es ist tagein tagaus das Gleiche. Die ganze Welt war zu grau, zu alltäglich, zu leer. Infolgedessen ging es mir langsam immer beschissener. Ich habe nichts mehr gegessen, mal wieder angefangen zu schneiden und so weiter. Dann, vor ungefähr eineinhalb Wochen habe ich F. kennen gelernt. Kannte ihn zwar vom sehen, aber nicht näher. Das war vermutlich das Beste, was mir hätte passieren können. Vor ihm konnte ich einfach nichts verbergen. Er hat immer sofort gemerkt, wenn es mir schlecht ging. Er ist der einzige Mensch hier, vor dem ich mich nicht verstellen muss, vor dem ich sein kann, wie ich bin. Und er hat nicht logelassen, bis ich ihm erzählt hatte, dass ich vor ein paar Tagen wieder knapp am Krankenhaus vorbeigekommen bin. Sein Kommentar dazu war nur:"Lass den Scheiß, ich brauch dich doch.", sprachs und hat mich erst einmal fest gedrückt. Ich hoffe ich kann mein Versprechen halten und hier bleiben." Ein Brief von 2006. Über vier Jahre alt, bald fünf. Und er drückt interessanterweise am Besten aus, warum du in meinem Leben bleiben musst. Warum ich nie von dir lassen konnte. Sei es als Freund, oder als Geliebter. Du hast das Leid verscheucht, du hast das Leid gebracht. In gleichem Maße. Ich war dir dankbar, aber auch Dankbarkeit nimmt irgendwann ein Ende. Mit dir habe ich extreme Höhen und extreme Tiefen erlebt. Mehr, als so mancher Durchschnittsmensch. Du warst da. Du hast mich geweckt. Mit dir kam so vieles ins Rollen. Ob nun dadurch, dass du mich gehalten hast, mir versprochen hattest mich durch die Hölle zu tragen, oder ob du das Leid verursacht hast und mich dazu brachtest mich deshalb mit mir auseinander zu setzen. Du bist der ausschlaggebende Punkt. Für so manches. Ein fester Punkt in meinem Leben. Ein Fixstern an meinem ganz persönlcihen Himmel. Dass ich dich vergötterte ist schon lange Geschichte. Und doch. Du bist da. In meinem Leben. Und ich will dich nicht verlieren. Du bist ein Idiot, du bist nicht übermäßig intelligent, du bist eine emotionale Null: ich liebe dich für alles davon. Freundschaft, ohne Zwänge, ohne zu viel von irgendwas. Auch, wenn ich mcih wohl bald wieder über eine deiner Dummheiten aufregen werde: bleib! Du bist wichtig. |
| lioba | "Und, ich hab gestern unser erstes Gespräch durchgelesen. *g* Du hast mich gefragt, ob ich glaube, dass Schmetterlinge träumen. Und dir ausgemalt, wie sie sich wohl über eine riesige Tulpe freuen, dass sie mit dem Rüsselchen wackeln und piepen würden. Und von Sternen, die du gerne anguckst." Das musste hier rein. Einfach, damit ich mich daran erinnern kann. Vermutlich ist das etwas, was mich mit am besten beschreibt. Man kann die wage Verrücktheit doch gut erkennen ;) |
| lioba | Einfachheit vs. Ich Wir sind nicht füreinander geschaffen. Ich finde dich nicht oft in meinem Leben. Wie auch jetzt wieder. Man muss dazu ausholen: Ich habe ihn schon vor Monaten kennengelernt. Besser gesagt ich traf ihn. Im Dezember. Einmal bei der Besichtigung, einmal, als ich dort war und er mir zugeteilt wurde. Für ganze drei Tage, oder waren es vier? Auf jedenfall nicht lange. Und ich hatte ihn auch mehr oder weniger vergessen, bis ich ihn dann vor ein paar Wochen wieder getroffen habe. K. hat ihn zu einem Treffen mitgebracht. Er hatte seinen Sohn dabei. Genial der Junge. Er hat mir ein Bild für 20 Cent verkauft. Wir gingen danach zu K. und betranken uns gepflegt. Und den ganzen Abend über fielen Sätze wie "Ich steh auf Frauen, die Whiskey pur trinken" oder "Tja, E. steht eben mehr auf so Frauen wie dich". Interessant, aber unwichtig. Ich sah ihn an K.s Seite. Und überhaupt war er viel zu toll, als dass er sich für mich interessieren könnte. Die nächsten zwei Treffen haben wir uns verdammt gut unterhalten, festgestellt, dass wir den selben Geschmack haben und ähnliche Interessen und... ich habe mich nicht getraut dich zu umarmen. Ich weiß nciht genau warum. Vermutlich hatte ich Angst, dass du mein Herz schlagen hörst. Das hätte verraten, dass du dich in meinen Kopf geschlichen hattest. Und dann dieser Abend, als K. und du sich gestritten hatten und du mit mir zu L. gefahren bist. Ich dachte die ganze Fahrt über ich sterbe. Herz dazu bringen langsamer zu schlagen, Bauch einziehen, die besten Lieder abspielen, mich von dir nicht ablenken lassen und dann auch noch Auto fahren. Wahnsinn. Aber wir hatten unendlich viel Spaß an diesem Abend alle zusammen. Und auch die Heimfahrt war weniger schlimm geworden. Als du ausgestiegen bist meintest du, dass du mich ja umarmen würdest, aber dazu viel zu verschwitzt bist. Ich fürchte ab da ging es bergab mit dem Vorsatz sich nicht zu verlieben oder zu öffnen. Dann, ein paar Tage später bist du zu mir gekommen. Alleine. Ich hatte mir vorgenommen, dass wir die Filme ansehen, uns unterhalten und dann du im Wohnzimmer und ich im Schlafzimmer höchstanständig schlafen gehen würden. Das stundenlange Gespräch, dein Versuch mich an den Schreibtisch zu tapen und unser Kuss haben diesen Vorsatz in Nichts aufgelöst. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemals ein Kuss dazu gebracht hat fast umzukippen, oder dass mein Herz so heftig geschlagen hätte, nur weil jemand neben mir steht. Du bist auch den nächsten Tag und die nächste Nacht noch geblieben. Und so ging es ab da weiter. Küsse zur Begrüßung, zärtliche Blicke, nüchterne Unterhaltungen und einschlafen Arm in Arm. Bis dahin schön. Einfach. Man muss nun aber wissen, dass er psychisch nicht wirklich gesund ist. Und nun gestern meinte er in Selbsthass versinken zu müssen. Und ich? Ich fiel in alte Muster. Und ich versuche mich zu distanzieren. Versuche. Nein, es gelingt mir nicht. Meine schöne kleine Illusion bekam Kratzer. Die heile Welt schüttelte ihren Glitzervorhang ab. Ich möchte trotzdem bei dir sein. Ich habe Angst vor Mittwoch. Ich baue darauf, dass du dich erinnerst. Ich hoffe. Ich will es ja nicht anders, als kompliziert. Da ich jemanden will, der versteht, wie es ist, wenn ich sage "Ich kann nichtmehr" muss ich eben in Kauf nehmen, dass auch er ab und an so empfindet. Ich muss mir das klar machen. Merkt man, dass ich keine Lust habe mich mit diesen schlechten Dingen zu beschäftigen? [IMG]http://leo.wwsnet.net/img/lrg/durcheinander1.jpg[/IMG] [URL=http://www.youtube.com/watch?v=ZiAYdIafwi0&feature=player_embedded]...my mind is chaotic[/URL] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=XreJ61dge1k&feature=related]desperate times[/URL] Das ist es, was in meinen Ohren klingt. Zu gerne würde ich sagen: Das ist es, was in meinem Herzen klingt. Aber dort klingt nichts. Es ist still, kalt, abgeriegelt von allem, was seelisch in Bewegung versetzen könnte. Ich bin abgeklärt, berechnend, kaltschnäuzig. Ich muss über Leichen gehen? Kein Ding. Und das ist es, was mich stört. Ich fühle mich nicht mehr. Ich falle nicht mehr. Aber ich möchte fallen, anstatt nichts zu spüren, was mich merken lässt, dass ich lebe. Aber ich finde keinen Weg zu fallen. Es bleibt nur noch einer übrig, den ich bisher nur ansatzweise getestet habe. Aber auch da hat er nicht geholfen. Nur vielleicht, würde man das in größerem Ausmaß wieder betreiben, vielleicht würde es helfen. Ich kann nicht mehr glauben, ich kann nicht mehr hoffen. Es bedeutet einfach ncihts mehr. Aber es muss doch. Wie um alles in der Welt komme ich wieder zu mir? Ich habe mich auf meiner Expedition abseits der Wege verlaufen. |
| lioba | ...ich bin wieder soweit. Ich kann nicht mehr. Und ich sehe keinen Sinn mehr weiter zu machen. Ich habe mich in eine Sackgasse gefahren und bei dem Versuch auszubrechen habe ich mich nur immer und immer mehr in den Schlamm gewühlt. Tatsache ist, dass ich ständig mit der Tatsache leben muss mich kaputt zu machen (sinnlos), oder vor dem absoluten Nichts zu stehen. Verflucht, wo sind die guten Nachrichten? Alles läuft überall nur abwärts. Ich will nciht mehr. |
| lioba | Dreckiger Tag, komischer Tag, wütende Ohnmacht. Wie wir ja alles wissen, gibt es nichts besseres gegen "Kurz vorm durchdrehen", als in den virtuellen Welten sich auszukotzen. Einfach alles rauszulassen. Wo soll ich anfangen, am besten heute. Dazu braucht man erst einmal Hintergrund Info. Mein Freund wohnt 50km weit weg, hat einen Sohn, mein Tank ist nur noch viertelst voll, mein Konto ist leer. Nun ist es so, dass dieser Sohn seinen Vater alle zwei Wochen (oder auch öfter) besuchen kommt. Die beiden lieben sich und alles ist toll. Irgendwann kam dann nun eben ich dazu, fühle mich als Störfaktor und habe Angst davor in eine Rolle gedrängt zu werden, die ich nicht will. Nun sagte jener Sohn, dass es doof gewesen sei, dass ich an Silvester nicht da war. Ich war feiern, die beiden daheim. Hm, schon süß. Ich würde nun heute zu meinem Freund fahren. Mit einem Tank, den ich nicht nachfüllen kann, weil das Konto leer ist. Ich muss also beten, dass ich auch wieder zurück komme. Jaaa und nun hat mein Freund auch kein Auto. Kann seinen Sohn nicht holen. Seine Frau hat tagsüber heute kein Auto und will nachts nicht fahren. Der Vorschlag: Ich soll den Sohn alleine holen, um den Sprit zum Freund und mit ihm zum Sohn zu sparen. Ich... fühle mich komisch dabei. Ich will das nicht. Das ist mir zu fest, zu viel, zu Alltag. Bah, nein! Es überfordert mich! Ich will gar nicht irgendwie Bezugsperson oder sonstwas sein. Ich bin 21! Und seit meinem letzten Praktikum kann ich keine Kinder mehr sehen. Eigentlich. Ich tu mir auch schwer damit, dass das Kind mault, wenn ich meinen Freund auch nur zu lange umarme. Ich tu mir auch schwer damit, dass das Kind ständig Aufmerksamkeit braucht und ichalleine auf den Sofa schlafen muss. Weil Vater und Kind zusammen im Bett schlafen. Aber, was tue ich? Nehme das hin, akzeptiere es. Ich mache das alles, ich finde meinen Freund nämlich toll. Aber das... das geht zu weit. Eigentlich möchte ichheute überhaupt nicht mehr hin. Ich habe keine Lust auf ein Kind, ich habe keine Lust um den Sprit zu bangen, ich habe keine Lust auf Eigenkontrolle. Ich werde trotzdem hinfahren. Wir werden das Kind zusammen holen. Wir werden sehr spät mit ihm daheim ankommen und es wird sehr lange quäkend und fordernd wach sein. E. wird sehr bald danach schlafen gehen. Ich werde alleine im Wohnzimmer sitzen, eine rauchen gehen und mich gnadenlos besaufen! Dann, ein paar Stunden später, werde ich geweckt, dadurch, dass Kindchen ja im Wohnzimmer spielt, während Papa noch schläft. FUCK YOU!!!!! Es KOTZT mich an! Heute kotzt es mich wirklich an und ich will, will, will verdammt nochmal feiern, saufen, rauchen, unvernünftig handeln und Ausdrücke sagen, wie es mir passt. Ich will Abends nicht leise sein! Weißt du, was es kostet jedes Wochenende zu ihm zu fahren?! Viel! Nein, nein, ich beende das nicht, denn der Mensch tut mir gut und ich bin vernarrt in ihn. Aber HEUTE fühle ich mich nach: leck mich sonstwo! Scheiße, eigentlich bin ich stinkwütend! Eigentlich will ich hier bleiben! Aber wenn ich hierbleibe, dann kann er seinen Sohn n icht sehen und! ist pissig. Natüüüürlich nicht auf mich, sondern auf sich, Gott und die Welt. Und was passiert dann? Dann bin ich sauer auf ihn, auf mich, auf Gott und die Welt. Haaaaaaa, geil! Ich habe die Wahl zwischen sauer sein und sauer sein. ...manchmal können sich Katzen nicht beherrschen, wenn man sie in die Ecke drängt. Ich hoffe ich kann es. Scheiße. |
| lioba | Manchmal kann man es nicht vermeiden nachzudenken. Manchmal bröckelt die Mauer... wie gerade eben. Endlich habe ich dich gefunden. Endlich habe ich dich, der mich nur zu umarmen braucht, um meine Welt wieder in Ordnung zu bringen. Ich liebe deine Stimme, dein Lachen, deine Augen. Und manchmal sitze ich da, sehe dich an und... kann es nicht glauben, dass du tatsächlich MICH willst. Und dann sticht es. Wie gerade eben. Irgendwann wirst du aufwachen und feststellen, dass ich gar nicht so toll bin. Dass ich nicht so intelligent bin, fett bin, nicht wirklich hübsch und schon gleich gar nicht gesund oder liebreizend. Abgesehen von "sexy" oder "verführerisch". Nichts davon bin ich. Ich weiß, dass wir eine Beziehung mit Ablaufdatum haben, denn irgendwann wirst du das erkennen. Aber ich bete so sehr, dass es nicht zu bald ist. Ich brauche dich noch eine Weile. Es dauert noch ein wenig, bis ich wieder einigermaßen heile bin. Bis ich Menschen wieder trauen kann. Männern wieder trauen kann. Das ist noch eine rießige, tiefe Wunde... Bitte, bleib noch so lange, bis sie wenigstens nicht mehr so oft aufreißt. Bitte blieb, bis ich es aushalte, dass du gehst. Allein schon, dass ich dich nicht sehen kann dieses Wochenende macht mich wahnsinnig. Nur wegen diesem scheiß Geld. Was mich zum nächsten Punkt bringt, der mir wortwörtlich Bauchschmerzen macht. Geld. Ich brauche ein Gesundheitszeugnis, ein polizeiliches Führungszeugnis, Bewerbungsmappen, Bewerbungsbilder, Hosen, Socken, warme Schuhe, eine Jacke. Und das alles DRINGEND. Und es geht nicht! Und ich kann nicht einmal zu dir fahren, weil ich zu wenig Geld habe! Ich kann mich nichtmal so betrinken, dass das Wochenende in einem Alkoholnebel verschwindet. Ich hab ja kein Geld um Alkohol zu kaufen! Ich habe auch kein Geld überhaupt wegzugehen und mich abzulenken. SCHEISSE!!!!! Ich weiß eigenltich nicht mehr, wo hinten und wo vorne ist. An meine Ausbildung darf ich gar nicht denken, sonst ist für heute endgültig Schluss mit meiner Fassung... Und du... Darling, ich mache mir Sorgen. Ich weiß, ich hätte mich in letzter Zeit öfter melden sollen. Ich weiß. Aber der Alltag hält mich in seinen Klauen. Und ich dachte, du würdest wissen,dass ich jederzeit für dich da bin. Ich bin hier! Ich habe zwei offene Ohren für dich. Zwei offene Augen. Egal, was sonst ist. Die Welt kann untergehen. Wenn dir etwas auf der Seele liegt, dann werde ich dir zuhören. Vielleicht kann ich dir nicht helfen. Vermutlich. Aber zuhören kann ich dir. Und ich kann dich verstehen. Ich vermisse dich. Ich hoffe du liest das und verstehst auch mich. Verstehst, dass ich dir deswegen niemals böse wäre. Ich mache mir schlicht und ergreifend Sorgen um dich! |
| lioba | In den meisten Freundschaften, die zwischen mehreren Leuten bestehen, wird irgendwann einer von ihnen in jungen Jahren sterben. Früher wäre ich bei uns diese Kandidat gewesen. Ich glaube inzwischen bin ich es nicht mehr. Und das, obwohl meine Liste der Dinge, die mich momentan wirklich nach Strich und Faden fertig machen 15 Punkte umfasst. Bis morgen, oder Montag. Dann weiß ich, ob ich weiterkämpfe, oder verzweifeln werde, weil der wichtigste Punkt auf der Liste dann weitere 100 Punkte zählen wird. Nein, ich soll mich ja an die Macht der Gedanken erinnern. Ich muss positiv bleiben. Irgendwie... Ich hoffe es so sehr... so sehr. Du weißt gar nciht, wie wichtig du mir geworden bist! Wie egal all deine "Argumente" sind. Wie nichtig. Bitte... bleib bei mir. |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=oaGSzypgPUw]Just how i feel..[/URL] |
| lioba | Ich glaube es kaum. Nennt man diesen Zustand "gesund" ? Es ging so viel schief die letzten Wochen. Und trotzdem war ich nichtmal ansatzweise an der Grenze meiner Kräfte angekommen. Sicher, ich war kurzzeitig traurig, verzweifelt. Aber nicht so, wie ich es auch kenne. Nicht dieses Gefühl von absoluter Ohnmacht. Kein Gefühl zu fallen, ohne einen Boden in Sichtweite zu haben. Nach dem , was ich von mir kenne... Danach müsste ich heulend und völlig fertig mit einem Messer in der Hand in irgendeiner Ecke sitzen. Aber ich tue es nicht. Es geht mir gut. Es geht mir wirklich gut. Ich bin nicht überfordert. Ich bin nicht verzweifelt. Ich lebe mein Leben, so gut ich eben kann. Ich werfe mich nicht tagelang in mein Bett und starre die Decke an, sondern gehe stattdessen feiern. Ich werfe mich in die Menge, treffe alte Bekannte und fühle mich gut und sicher. Allerdings.. Traue ich dem Frieden nicht. Ich bin nicht mehr so sensibel wie noch vor einigen Wochen. Ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist. Ob ich so sein will. Ob ich dann noch ich bin. Sicher, ich habe die Aussage eines sehr guten Psychologen, der meint ich wäre auf einem guten Weg. Aber der kennt mich nun auch noch nicht lange. Was ist, wenn da etwas noch in mir schlummert, das nur darauf wartet sich mein Leben zu krallen. Die Klauen hineinzuschlagen und geifernd und knurrend seine Zähne immer tiefer zu schlagen. Was, wenn ich alles nur verdränge? Tief, tief in mir begrabe. Mir dessen nichteinmal selbst bewusst. Was ist dann? Dann würde ich mit wehenden Fahnen auf die Schlucht zureiten. Lachend, aber völlig unbewusst. Ist dies aber nicht der Fall, dann wäre ich so gut wie am Ziel angekommen. Und das ist ein Gedanke, der mir die Tränen in die Augen treibt. Das wäre unfassbar. Es ist unfassbar zu glauben, dass das wirklich Vergangenheit wäre. Innerhalb von ca. einem Jahr von ganz, ganz tief unten auf ein normales Level zu kommen. Ist das überhaupt möglich? Kann das sein? Bin das ich? Ist das gut? Und wie gehe ich mit all diesen Gefühlen nun gesund um? Was ist der richtige Umgang mit mir und ihnen? Fragen über Fragen. Vielleicht ist das nun der letzte Schritt. Das alles herauszufinden. Mich wirklich zu finden bzw. zu festigen. Das wäre eine Fantasie, von der ich träume, seit ich... im Grunde seit ich denken kann. Unglaublich. |
| lioba | Ich möchte mich weinend verstecken. Ich möchte, dass jemand meine Wunden versorgt mit lieben Worten und mir sanft über den Kopf streicht. Ich hielt mich für besser, intelligenter und stärker als der Durchschnittsmensch. Mein Verdrängungsmechanismus funktioniert momentan vielleicht etwas zu gut. Aber seit vorgestern... sehe ich mein Ziel wieder etwas weiter in die Ferne rücken. Ich bin ein ganzes Stück weit gefallen. Ziemlich unsanft bin ich von ganz oben nach ganz unten, nach ganz oben, ganz unten und schließlich... nach mittig unten geschleudert worden. Durch dein Lachen, deine Küsse, deine Umarmung, wie du mich an der Hand genommen hast. Ich überlege nun, ob das überhaupt mein Ziel sein kann? Ob ich mich von Utopien lösen sollte... Irgendwann sollten wir alle damit beginnen realistisch zu werden. Auch ich. Und ich kann in dieser momentanen Phase der Umstellung und des stetigen Wandels nur entscheiden, ob ich untergehen möchte, oder meine Ziele anpasse. Sturer Idealist, oder gebrochener Träumer? Nachtrag: Allerdings fühle ich mich wieder an, wie ich. Nicht wie eine andere Lioba, an die ich mich gewöhnen muss. An die ich mein Weltbild anpassen muss. Ich weiß, dass das nicht wirklich gut ist, mich darin versinken zu lassen. Aber für den Moment ist es so tröstlich. Und danach giere ich: Nach ruhigen Momenten, ohne Wandel, ohne Anpassung. Ruhe. Pause. Stille. |
| lioba | Du ahnst gar nicht, wieviel Liebe in mir ist für dich. Wieviel Ruhe, Zärtlichkeit, Sanftheit. Ich möchte dich halten, beide Hände auf deinem Rücken liegend. Deinen Duft einatmen. Ganz tief. Meinen Kopf an deinem Hals verstecken. Mit meinen Händen durch deine Haare fahren, fühlen wie weich sie sind. Genauso weich, wie du. Du fühlst dich gut an. Ich möchte dir vorsichtig über die Wange streichen, dich sanft küssen und dabei fühlen, wie du mich festhältst. Nicht zu fest, aber so, dass du mehr als präsent bist. Du kannst mich einfangen, ohne mich zu fangen, weißt du? Ich möchte das alles, die Augen schließen und diesen Moment genießen. Mir wünschen er würde ewig dauern. Und dann möchte ich dir sagen, dass ich für dich da bin. Dass ich dich halte, auffange und wir zusammen dein Leben wieder aufbauen. Nichts, was du erlebt hast, keine Entscheidung war umsonst. Niemals. Jede Erinnerung ist wertvoll. Ob sie uns nun gut tut, oder ob sie schmerzt. Aber wir haben sie. Und wir haben doch immer die Wahl, wie wir mit etwas umgehen. Bitte... Maybe? Ich vermisse dich so sehr. Gerade jetzt. So sehr, dass es mir den Atem nimmt. So wie es mir den Atem verschlagen hat, als du mich das erste Mal geküsst hast. Und ich hatte so Angst, dass du merkst, dass ich nicht mehr atmen kann. Hatte Angst, dass du mein Herz schlagen hörst, so laut war es. Ich wünschte du würdest unser "wir" wieder zulassen. Bitte... |
| lioba | Ich dachte mir würde es gut gehen. Sicher, mein Körper hat etwas anderes gesagt. Ab und an. Aber... im Prinzip ging es mir gut. Und dann kann ein einziger kleiner Satz einen ins Nichts werfen. Es ist so wenig, was ich in Worte fassen kann, weil alles in mir leer und taub ist. Mir ist das meiste um mich herum egal. Ich kralle mich an meinem Job fest und bringe es doch nciht fertig zu lernen, was doch so dringend notwendig wäre. Ich kann nicht schreiben, nicht reden, nicht denken. Alles in mir ist stumm und ich nehme doch wahr, dass tief in mir drin, sehr gut verborgen, sich ein rießiger Krater auftut. Einen Krater, in den ich mich doch zu gerne werfen würde. Es war schonmal einfacher. Es gab Zeiten, da habe ich nur auf solche Gefühle gewartet, um mich hineinzuwerfen. Zu dieser Zeit hatte ich den Vorsatz niemals dagegen anzukämpfen zu fallen. Endlösung. Und jetzt... Jetzt kann ich das nicht mehr. Jetzt kann ich es nu r noch aushalten. Hin- und hergerissen zwischen diesem Wunsch danach endlich wirklich zu fallen. Endgültig. Und dem Gedanken daran, dass es auch gute Tage gibt. Ich sitze zwischen allen Stühlen. Ich weiß wie ich mich zu verhaltne habe. Aber ich weiß nicht, wie ich mich verhalten WILL. Dieses hin und her ist fast schlimmer, als tiefe depressive Phasen. Ich weiß nicht, wer ich bin, wer ich sein will, wohin mich mein Weg führt, wohin er mich überhaupt führen soll. Kämpfen, aufgeben, kämpfen, aufgeben...?? Ich kann nicht mehr aufgeben. Das ist das Problem. Ich kann aber auch nicht wirklich kämpfen. Ich bin gefangen in diesem furchtbaren Zwischending. Und ich ertrage auch niemanden um mich herum wirklich gut. Ich kann und will mit niemandem reden, außer der Frau die leider zu weit weg wohnt. Ich wünschte so sehr du wärst hier. Ich wünschte... Ich weiß auch nicht. Ich bin verwirrt und kaputt. Verdammt, wie konntest du mir das antun? Wie kann man nur so sein? Wie?! Ich habe dir mein Herz offen und schutzlos dargelegt. Dir erzählt wie schwer es mir fällt Menschen zu vertrauen, mich sicher zu fühlen. Und du lächelst mich an, nimmst mich in den Arm, tröstest mich und stößt mir gleichzeitig ein vergiftetes Messer in den Rücken. Ich wünsche mir doch nur Liebe. Und Ruhe. Stabilität. Die Gewissheit, dass ich nicht aufpassen muss. Ich möchte bitte, bitte einfach mal zuhause sein. [SIZE=1]Hilfe...?[/SIZE] |
| lioba | Seelenkotze und Liebe *klopf klopf* Ich gehe zur Tür, öffne sie. Da steht mein Onkel mit seiner Freundin. Ob sie sich die Taube ansehen dürfen, die nun zwei neue Eier gelegt hat. Sie betreten die Wohnung. P. läuft zum Fenster und betrachtet sich die Taube und ihr Eier. Mein Onkel bleibt erst einmal stehen, vor den Efeuranken, die ich an meine Wand gemalt habe. Er fasst darüber und schaut mich mti seinem unsagbar dummen Blick an. "Hast du die da hin gemalt??" "Ja? Ich überstreiche es ja, wenn ich hier ausziehe" "Äh... aber du überstreichst das, ja?" "Nein, bevor ich ausziehe male ich die Wohnung quietschbunt an", war meine Antwort. Und noch ein viel, viel dümmerer, beschissener Blick. Er tritt zu P. und zeigt auf den Schrank. "Das wäre der Schrank". Dreht sich zum Sofa um: "Und das wäre die Couch". Danach sind sie bald wieder gegangen. Ich bin sofort ins Bad gestürmt und dachte ich muss schreien und kann nie wieder aufhören. Leise, ohne Ton habe ich geschrien. Bestimmt drei Minuten lang. Diese unsagbare, brennende, alles verzehrende Wut in meinem Bauch. Bevor ich auch nur noch einen weiteren Gedanken denken konnte, oder sich mein Kopf überhaupt dazu schalten konnte war ich bereits wieder im Wohnzimmer, mit einer Klinge in der Hand. Ich MUSS schneiden, ich muss, muss, muss! Den Arm zerfetzen, aufreißen, zerstören, Wut rauslassen, durchdrehen, rasen, schreien, schreien, schlagen, töten, schneiden! Sofort und auf der Stelle! Unwiderruflich! Ich wollte ausrasten, vom feinsten. Auch jetzt, über drei STunden später fühle ich diese unsagbare Wut!!! Nicht mehr, mit diesem Schneidedrang, aber Wut!!! Unglaublich viel Wut, Hass! Ich möchte zerstören, schreien, ausrasten, schlagen!!! Ich habe nichts davon getan, denn meine Schwester hat geklopft. Sie ist gekommen. Und hat so viel gerettet. Sie hat meine unterschwellige Aggression natürlich mitbekommen. Meine Gereiztheit beim Auto fahren und einkaufen. Auch, als wir bei meinen Eltern waren. Ich war so.... Wut ist kein Ausdruck!!! Und... ich kann aber doch nie etwas tun! Es ging um so vieles. Meine Oma, die Wohnung, meine Position in diesem Spiel. Und ich sagte, dass ich nichts tun kann! Nie, denn ich bin darauf angewiesen in dieser Wohnung bleiben zu können. Sicher könnte ich zu meinen Eltern zurück. Aber das ginge auchnicht gut. Nie! Es ist keine Option! Und mein Vater sagte:"Das eine weißt du aber... Wenn sie dich rausschmeißt, dann ist Polen offen. Dann stehe ich nicht hinter dir, sondern vor dir!" Er war aufgebracht, hatte eine lautere Stimme. Und seit Jahren denke ich zum ersten Mal: "Papa" Papa... danke! Danke, danke, danke! Du bist mein Papa. Nicht mein Erzeuger, nicht schwach, nicht langsam, nicht... unfähig. Nein, du bist mein Vater und du würdest dich in einem Kampf vor mich werfen. Du bist da, das hast du mir heute versichert. Du hast es mir gesagt. Du weißt gar nicht, was das bedeutet! Du ahnst es sicher nicht. Meine Reaktion lies das auch nicht ahnen. ABer... Oh Himmel, ich sitze hier, habe Tränen in den Augen, einen Kloß im Hals und kann gar nicht so schnell schreiben, wie ich denke. Alle Gedanken rasen, meine Gefühle ein einziges Chaos. Du bist da, du passt auf, du beschützt mich. Mein Papa... Jahrhundertelang habe ich darauf gewartet, so fühlt es sich an. Nie war da mein Papa, oder meine Mama. Nicht so, dass ich dachte: Wenn ich Probleme habe, dann stehen sie nicht nur hinter mir. Nein, sie stehen vor mir. So, wie ich es für meine Kinder tun würde. Und so, wie ich es erwarte. Du bist da!!!! Du bist da... Und jetzt, da ich mir das alles von der Seele schreiben konnte ist auch der Hassl nicht mehr all zu schlimm. Der Kloß wird weniger, die Tränen versiegen wieder. Ich fühle mich nur geladen und... zu einem eiskalten Mord bereit. Zu allem bereit. Fähig. Gestärkt. Ich bin jemand und vorallem bin ich DIR wichtig. DIR!!!! Das Papakind, das sich ohne Papa durchs Leben zum erwachsen sein gekämpft hat, das so oft von ihm enttäuscht wurde hatte heute einen Papa. Einen richtigen. Der zeigt, was ich für ihn bin. Ich bekomme keine Luft, wenn ich daran denke. Ich bin fertig. Ich atme schwer, denn das ist... so überragend. Vermutlich können sich das nur sehr, sehr wenige ansatzweise vorstellen, wie es mir geht. Und von denen, die das Privileg haben das hier zu kennen und zu lesen und mich somit in und auswendig zu kennen: Nur eine. Ich muss dem Psycho diese extreme Reaktion erzählen. Ich will endlich wissen, was hinter Flashbacks steht. Warum dieser Hass, warum. Und ich habe heute einen Papa gehabt. Ich habe ihn. Er ist da und stellt sich vor mich um mcih mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Nicht an sich denkend, sondern in allerallererster Linie an mich. Danke, wer auch immer Gott, die Göttin, Allah oder sonstwer ist. DANKE. Ich danke allem um mich herum. Jedem einzelnen Regentropfen. Ich habe ein Netz vor meinem Abgrund. Ein hauchdünnes, noch sehr unsicheres. Noch besteht es aus Zucker. Aber ich kann es sehen. Ganz zart schimmert es da. Und ich wage nicht es anzurühren. Ich kann nur ehrwürdig erstarrt davorstehen. Fassunglos. Und voller Hass. |
| lioba | Zuerst dachte ich, dass ich dich nicht leiden kann. Ich hab dich auf den Fluren gesehn, du wurdest gerade rumgeführt. Und ich konnte nur denken "Oh, na toll, so ne Assihoppertusse. Priiiima. -.-" Dann kamst du zu mir aufs Zimmer und meintest gleich: "Oh, auch aus N.?" Und einen halben Tag später war das Eis gänzlich gebrochen. Was wir von da an für Mist verzapft haben. Ich hab mich vor dich geschmissen, wenn dich jemand angemault hat. Durch deine doch recht... deutliche Art und Weise konnte so manch einer sich schon dazu berufen fühlen dich etwas anzugreifen. Und du hast mich geöffnet, mich reflektiert. Einen Abend lang saßen wir wieder einmal auf dem Fensterbrett. Mit Alkohol - verboten. Mit Kippen - verboten. Mit lauter Musik - verboten. Und haben über die dunkle Stadt gesehen. Mit dir konnte ich über das reden, was am tiefsten in mir verborgen war. Über jede noch so dumme und törichte Sehnsucht. Wir haben mehr Deo verbraucht, um den Raum "rauchfrei" zu bekommen, als für uns selbst. In den Gruppen haben wir an einem Strang gezogen, oder aber dem Anderen mal einige sehr deutliche Sachen hingeschmissen. Wir waren zusammen rauchen. Dauernd. Und wir haben auch herausgefundne, wie man die Tür im oberen Stock öffnet. Von dort oben haben wir Schnee auf die Anderen geworfen. Wir haben Sofas verrückt, Bilder schief gehängt, mit Namensschildern "fuck you" und ähnliches geschrieben. Wir haben uns gegenseitig in Rollstühlen über die Gänge gefahren und Berlin Calling gesehen. Auch da hast du die Sehnsüchte, die in mir aufkamen verstanden. Verbotenerweise in die Stadt gefahren. Evi Pommes geholt zum Abschied. Und als sie dich dann rausgeworfen haben, da wurde ich so sauer! Es waren so nichtige Begründungen,d ie auch auf mich zugetroffen hätten. Ab dem Tag hat mir niemand mehr gesagt ich wäre zu nett, oder zu freundlich. Ich habe immer gesagt, dass ich auch anders kann. Aber bis zu dem Tag hat mir niemand geglaubt. Wir haben tiefste Seelenabgründe und den größten Spaß geteilt. Huhn 1, 2 und 4, you know? Ich bin so froh, dich in meinem Leben zu wissen. Du hast mich hochgezogen, wenn ich zu passiv war. Du hast mich mitgerissen mit deiner Impulsivität und Begeisterungsfähigkeit. Ich habe dich runtergeholt, wenn du zu sprunghaft und unüberlegt geworden bist. Wir haben zusammen geheult und du hast E. nichtmal mehr mit dem Arsch angesehen, geschweige denn zurückgeschrieben, nachdem er so scheiße zu mir war. Du hast zu mir gehalten. Du bist unstet, chaotisch, unzuverlässig. Wirklcih das personifizierte Chaos. Aber du bist eine wahre Freundin, du standest neben mir. Ohne wenn und aber waren wir beide bereit die Andere mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Und jetzt gehst du fort. Du bist nicht aus der Welt, aber es fühlt sich an, als würde ein großer, sehr großer Teil von mir gehen. Ich denke, dass dieser Weg für dich der richtige ist. Du warst hier nicht glücklich und es ist genau das, was du wolltest. Dich hat es immer fort gezogen. Und vielleicht wächst du so ein Stück über dich hinaus, reifst etwas. Und auch, wenn du selten ein Wort darüber verloren hast: ich hoffe, dass du auch den Tod deines Vaters verarbeiten kannst. Du wirst das schon machen. Ich glaube an dich! Aber bitte... verlieb dich nicht, mach keine Surfschule auf und mach keinen andern Mist. Ich will dich in einem Jahr wieder hier haben. Und zwar haargenau meine kleine Lea. Mein quirliges Chaoskind mit der Flugangst, das nun auch noch mit Malaysia Airline fliegt. Für eine lange Zeit habe ich ich dich nun zum letzen Mal gesehen. Komm gut an, und komm zurück! Ich brauche dich hier. Ich bin nicht so gut in sowas, aber ich hoffe dir wurde heute klar, wie sehr du mir ans Herz gewachsen bist. Olle Technoschrulle. [IMG]http://www.wetter24.de/uploads/pics/australien1_02.jpg[/IMG] [SIZE=1]4. Juli 2012!!!! Wehe.... [/SIZE] |
| lioba | ...es ist soweit. Ich erinnere mich an Dinge, die mit dem größten aller Seelenbrecher zusammenhängen. Und ich denke daran ohne Bitterkeit. Ich musste gerade sogar lachen, als ich die Katzenbilder angesehen habe. Und ich habe mich erinnert an die Tage, als wir sie geholt haben, die Kleinen. Da waren schöne Momente. Verdammt viele davon. Vielleicht ist das die größte Rache: ich verzeihe dir. Du tust mir Leid. [SIZE=1]Was noch lange nicht heißt ich würde dir irgendetwas Gutes wünschen.[/SIZE] |
| lioba | Halt dich fern von mir Kleiner. Glaub mir, sowas wie dich zerreiße ich innerhalb kürzester Zeit mit Klauen und Reißzähnen. Also versuch gar nicht erst das mit dem Abstand zu ändern. Der Unterschied zwischen uns ist wie der, zwischen Feuer und grüner Wiese. Du würdest untergehen. Und ich habe keine Lust aufzupassen. Wenn du dich jetzt immernoch nicht damit abgefunden hast, dass da nie etwas laufen wird zwischen uns, dann tut es mir Leid, aber zwingt mich zu keinerlei Konsequenz. Dein Problem. Nicht meines. Ich verachte dich. Für deine Unwissenheit. Dafür, dass du eine einzige Schwäche bist. Das ist nicht gerade nett von mir. Aber es ist so. Und so bin ich. Bei dir bringt man ein paar Mal nen etwas derberen Spruch und du liegst daheim und weinst. Boah. Es - nervt - mich. Und deine Scheißsmileys nerven mich ebenfalls. Und die Musik. So gut wie jedes Thema, dass du anbringst nervt. Ich kenne glücklicherweise nicht viele Menschen wie dich. Ich gehe solchen aus dem Weg. Die bringen nämlich mitunter die bösesten Seiten an mir zum Vorschein. Du kennst mich?! Entschuldige, dass ich nun laut lachen muss. Was weißt du denn von mir? Wo ich wohne. Wie ich heiße, dass ich mich für Kunst interessiere und einige deiner Bekannten kenne. Die im Übrigen ebenfalls teilweise sehr genervt von dir sind. Du weißt, dass ich ein Chaosmensch bin. Dass ich rauche, gerne Jacky trinke. Und dann? Wirds schon stiller was? Du kennst mich nicht ansatzweise. Du weißt nicht, was mich zu der gemacht hat, die ich heute bin. Du kennst nichts aus meinem Leben, keinen meiner Gedanken. Und du wirst sie auch nie, NIE kennen lernen! Du überschreitest Grenzen, du drängst dich auf. Wenn du drei verfickte Male anrufst, dann geh ich beim vierten Mal ganz sicher auch nicht hin! Und DU!!! Jahrelang nicht melden, aber dann kommen, wenn es dir grade wieder schlecht geht? Damit ich dein seelischer Mülleimer sein darf? Vergiss es. Auch du kennst mich nicht (mehr). Und ich will das auch nicht mehr. Das ist ein Kapitel, das abgeschlossen ist. Bring dein Leben selbst auf die Reihe. Wie, das habe ich dir bereits vor 2 Jahren gesagt. Setz es um und schaff es, oder eben nicht. Es ist DEIN Leben. Nicht meines. Es geht mich nichts an und genauso behandle ich das. Pech. Also lass mich. Ich bin hart geworden. Ich lerne meine dunklen Seiten zu akzeptieren. Gutmenschen sind kacke. [URL=http://www.youtube.com/watch?v=N4P8vcglmK8]...und wer hasst dich?[/URL] |
| lioba | Wer hätte das gedacht. Angefangen hat der Abend ja schonmal mit Life of Agony. Kam mir wieder in den Sinn. Dein Lied. Das Lied, das ich liebe. Die letzten Tage schon dachte ich an dich. Und jetzt stelle ich fest: du hast mich nicht mehr blockiert. Eine unbedeutende Tatsache. Aber... mir fährt es durch Mark und Bein. Scheiße!!!! Verdammt. Und rate, was mir nun alles wieder im Kopf rumspinnt. Heute erst habe ich wieder von dir gesprochen. Wie toll es ist, was ich erreicht habe im Gegensatz zu dir. Du... Das war einmal ein Wir. Das Beste. Scheiße. Vermisse ich Liebe, oder tatsächlich so ein unsagbarer Vollidiot wie du? Er, dessen Name nicht genannt werden darf? |
| Wüstenblume | Ganz schön hart Ich verachte dich. Für deine Unwissenheit. Dafür, dass du eine einzige Schwäche bist. Das ist nicht gerade nett von mir. Aber es ist so. Und so bin ich. Bei dir bringt man ein paar Mal nen etwas derberen Spruch und du liegst daheim und weinst. Boah. Es - nervt - mich. Und deine Scheißsmileys nerven mich ebenfalls. Und die Musik. So gut wie jedes Thema, dass du anbringst nervt. Ich bildete mir gerade ein so denkt auch jemand über mcih den ich kenne ,dachte schon er hat das geschrieben aber dann las ich dass du eine Frau bist. Oh-Puh zum Glück. Ich frage mich ob du einen Text darunter den selben meintest ,den du vorher so runtergemacht hattest. Das wäre ja krass denn so wie es sich davor anhörte hatte der doch keine chance mehr. Ich frage mich ob mein angebeteter-nagut jetzt ist er nicht mehr-auch seine Meinung ändern konnte,ich glaube es schon. Kann es sein dass wenn man jemanden aus angst verletzt zu werden sich so schlecht redet um das durchzuziehen also nicht Schwach zu werden? |
| lioba | Es handelt sich sich DEFINITIV nicht um den Gleichen. Sondern um zwei Männer, die soweit voneinander entfernt sind wie es nur geht. Den Einen kann ich respektieren, der war es (dachte ich zumindest) wert, ihm ein Stück weit zu folgen. Der Andere... siehe oben. Und ich muss von mir sagen: Der, der mir so auf den Senkel geht hätte niemals, nicht in hundert Jahren eine Chance bei mir. Ich brauche Menschen um mich herum, die ich respektieren kann. Und für eine Beziehung braucht es nochmal ein gaaanzes Stück mehr. Wie das bei dir ist musst du selber rausfinden. Wenn mehr Redebedarf besteht -> PN bitte :) |
| lioba | Und weiter geht das Drama: du schreibst mir. Du wagst es mir zu schreiben?! Du?! Mir?! Was hast du dir dabei gedacht? Hast du dir überlegt, wem du so in letzter Zeit das Herz herausgerissen hast, darauf herumgetrampelt bist und dann auch nochmal draufgespuckt hast? Ach ja, da war klar du könntest mich mal so einen Scheiß fragen. Ich meine... in was für einer Welt lebst du? Hast du nie auch nur ansatzweise in einem ganz kurzen klaren Moment begriffen, was du mit mir getan hast? Hast du nie kapiert, dass ich im Wohnzimmer zusammengesackt bin, als du mir am Telefon gesagt hast du hättest keine Gefühle mehr für mich? Und wie du mich wochenlang durch Himmel und Hölle gejagt hast? Mal die größten Hoffnungen, mal bittere Enttäuschung? Berechnend, ohne mir ganz die Hoffnung zu nehmen. Immer wieder. Und dann deine nette Nachricht. Und dann die Tatsache, dass ich tagelang ständig hätte heulen können. Wie geschockt ich war, nichts mehr gesehen und gehört habe. Nichts mehr verstanden. Ich habe vor mich hin vegetiert. Funktioniert, aber nicht gelebt. Weißt du, wie das ist, wenn der größte aller Träume und sämtliche Sicherheit, Liebe, Vertrauen und Konsorten auf einmal *bäm* weg sind? Gesehen hast du das ja schon öfter, aber ob du überhaupt verstehst, was du da tust... Ich glaube ja nicht. Armseliger... Ich versuche mich in meiner Wortwahl zu zügeln. Aber sprich mich nie wieder an. Jetzt weiß ich wieder, warum ich hier weg muss. Denn ich weiß, sobald du vor mir stehen würdest käme das kleine Naivchen wieder vor. Die, die sich so sehr nach Liebe und Zuneigung sehnt, dass sie alles andere stumm schaltet. Dumme Kuh. |
| lioba | Ich habe alles hier lieben gelernt. Eine Erkenntnis, die mich eben sanft getroffen hat. Ich wollte eigentlich nur Kartons aus der Wohnung über mir holen. Und dann stand ich da. Diese Wohnung hat mich schon immer verzaubert. Schon, als ich ganz klein war und Frau K. noch dort wohnte. Schon damals war ich gerne dort. Ich habe auch so gerne ihre Schildkröte besucht. Und jetzt, wo ich davon schreibe fällt mir auch ein, dass ich von ihr öfters mal einen Schokobon bekommen habe. Es ist eine wunderschöne Wohnung. Mit einem Holzpfeiler im Wohnzimmer. Ein Ort, wo ich mich wohl fühle. Als Frau K. auszog ist diese Wohnung zum Abstellplatz für Schaufensterdeko und allen anderen Kram geworden. Wie gerne habe ich dort herumgestöbert. Kisten durchwühlt, mir Tücher umgehangen. Eine kleine Abenteuerwelt. Sagenumwoben. Und... sanft. Ich stand bestimmt fünf Minuten einfach da. Habe den Holzpfeiler berührt, mich umgesehen, diese Atmosphäre in mir aufgenommen. Und mich verabschiedet. Glaube ich. Ich bin mir nicht sicher. Aber... es geht was zu Ende. Diese Wohnung dort oben ist Kindheit pur! In Schränken stöbern, Kisten durchwühlen und einfach spüren. Schön. Geheimnisvoll. Auch dieses ganze Haus, meine Familie, diese Wohnung... so viel, was mir gerade in den letzen Wochen erst wirklich ans Herz gewachsen ist. Und bald bin ich fort. Weg von allem, was Kindheit und Schutz ist. Sicherheitsnetze fallen weg. Ich hätte gerne L. hier. Oder dich, Tögg. Ich würde gerne einen Abend lang mit jemandem, den ich sehr mag dort oben sitzen. Eine Flasche Wein trinken, reden und mich verabschieden. Warum war ich so selten dort oben? Vielleicht, weil man nicht jeden Tag in das Kindheitsabenteuerland reist. Warum ich nie mit anderen dort war? Weil ich vermutlich niemandem richtig... nahe bringen kann, was diese kleine Wohnung dort oben für mich ist. Weil niemand weiß, wie es sich anfühlt mit vier oder fünf Jahren aus dem Kindergarten geholt zu werden. In das Geschäft der Eltern. Und während man darauf warten muss, dass es heimwärts geht, werden die Wohnungen durchstöbert. Wird in Fantasiewelten gereist. Erkundet. Ein Abenteuerland. MEIN Abenteuerland. Mein Narnia *schmunzel* Es macht sich gerade in meinem Bewusstsein breit, worauf ich mich eingelassen habe. Dass ich mich bald völlig aus dem Nest verziehe. Jetzt, wo ich gerade etwas Wärme darin gefunden hatte. Ja, es ist leichter Menschen nicht zu lieben. Um einiges. Man ist freier. Aber in diesem Fall ist die Freiheit weniger wert. Das wurde mir bewusst. Und in dem Moment, in dem ich alles habe lasse ich es wieder ziehen. Beginne von vorne. Lieben ist nicht einfach. Abschied ist seltsam. |
| lioba | .... einer meiner Bestern. Ich muss hier etwas archivieren, etwas das ich immer wieder nachlesen möchte. Weil es so sehr ausdrückt, warum wir immer gute Laune haben, wenn wir uns treffen. [SIZE=1]lioba: es is so schade, dass die geilen männer immer versagerassis sind *seufz* C 20:52 so assig bin ich netma! hält sich noch in grenzen lioba c... du forderst es immer raus, dass ich gemein werde halt die klappe C 20:53 und genau des gefällt dir ja so arg dass jemand deiner tyrannei widerstand leistet lioba 20:55 tyrannei? tsa, frechheit C 20:57 du versuchst scho viel zu lang mit deinem voodoo zeug unseren verstand wirre zu machen bei s und b klappt des vllt noch aber ich halte druch ich halte durch lioba 20:58 auch s und b haben keine langen haare. sind nicht über und über tattowiert und tragen nicht ausschließlich springerstiefel. MEINE VERFICKTEN KRÄFTE LASSEN NACH!!!!!!! jahrhundertelang... bin ich durch die welt gereist und JETZT versagen meine kräfte oh ich werde alt -.- C 20:59 des kömma ändern mit haaren außerdem..hatte s lange haare und auch zwischendruch springerstiefel lioba 20:59 hatte... sagte ja... haben nachgelassen Chris 20:59 aber etz is der sukkubus stärker [/SIZE] "Du bist völlig krank im Hirn! Total verquer! Was isn eigentlich kaputt bei dir? Egal was es ist: Find ich cool." :D |
| lioba | Das Sandmännchen hat mich wohl vergessen. Wieder einmal. Wie die ganzen letzten Tage, wenn ich nicht gerade völlig fertig in mein Bett sinke. Todmüde. Und nach lächerlichen fünf Stunden wieder aufwache. Der Körper immernoch müde, kaputt, fertig. Der Kopf hellwach. Rechnend, planend. Wahrscheinlich ist übermorgen wieder so ein Tag, wo ich einfach umfalle. Heute aber, bin ich zwar müde, die Augen sind schwer, aber der Schlaf will nicht kommen. Die lächerlichsten Phantasien gehen mir durch meinen Kopf. Und sie reichen von "mit einem Speer die Brust durchbohrt bekommen" bis hin zu "ich bin ein dermaßen beschissener, böser Mensch" und machen dann noch einen kleinen Umweg über "woher das ganze Geld nehmen" um bei "mein Leben wird sich innerhalb der nächsten fünf Wochen in ein grandioses Desaster verwandeln". Für jetzt habe ich aufgegeben. Licht wieder an, PC wieder an. Vielleicht hilft die Kombination von dem Johanniskraut-Schlaf-und-Nerventee-mit-Artemisia-Tee und das von der Seele schreiben. Ich kann darüber nicht reden. Ich will nicht hören, dass wir das alles hinbekommen,weil wir ja bis jetzt alles geschafft haben. Ich will nicht hören, dass man mir Geld leiht und ich mich dadurch dann noch beschissener fühle. Ich will nicht, dass man mir rationale Gründe aufzeigt, warum das alles nicht so schlecht ist. Und erst recht will ich nicht hören, dass das alles nicht so schlimm ist. Ist es nämlich. Für mich schon. "Jeder trägt sein Päckchen und jedem ist seines das Schwerste". So nämlich. Und für mich ist es verdammt nochmal schlimm. Nichteinmal tagsüber. Da schwanke ich zwischen dem aktiven und tatkräftigen Menschen zur völligen Apathie. Ich merke hauptsächlich an der Tatsache, dass ich nicht schlafen kann, wie es mir eigentlich geht. Wenn die Gedanken in meinem Hirn rasen und keine Ruhe geben. Wenn ich mich von links nach rechts drehe. Wenn es mal zu warm und mal zu kalt ist. Verdammt ich möchte mich in die Ecke schmeißen, mich betrinken und heulen. Aber das ist nicht drin. Warum? Weil! Es fühlt sich (allein wegen der Angst um das Geld) so an, als wäre ich wieder da, wo ich vor einem dreiviertel Jahr war. Und das will ich unter keinen Umständen. Das geht nicht. Das will ich nicht, auf keinen Fall. Ich hab mich doch nicht mit Zähnen und Klauen da durch gekämpft um jetzt wieder genau an den selben Punkt zu gelangen. Das ist keine Option! Alles was mir momentan bleibt ist abwarten. Und ich bin verdammt schlecht im Abwarten. Nächste Woche kann ich vielleicht mal ein oder zwei Tage aufatmen. Dann beginnt der nächste Stress. Der mich wieder nicht schlafen lässt. Natürlich fielen mir da Optionen ein mich zum schlafen zu bringen. Aber... die sind nicht gerade gut. Ums mal so zu sagen. Und dann heute diese Enttäuschung. Man denkt man hat die besten Freunde. Leute, die sofort zusagen, wenn das Stichwort Umzug fällt. "Nach dem 19. August habe ich immer Zeit. Jeden Tag." So hieß es vor vier Wochen. Und ich hatte schon überlegt, wem ich absage, weil es fast zu viele waren. Und heute, als ich dann sagte, das ich jetzt den Sprinter gemietet habe: "Oh, also genau an dem Tag habe ich einen Ausflug schon lange geplant und bezahlt.", "Oh, da muss ich arbeiten". Wisst ihr was? Ihr könnt mich mal. Ich habe mich verflucht nochmal auf euch verlassen. Weil ich dachte, dass man sich auf Freunde eben verlassen kann, wenn man ihre Hilfe braucht. So, wie ich es eben auch tun würde. Im Endeffekt stellt sich heraus von euch ist nur genau einer das, was ich als einen Freund bezeichne. Und ein anderer, den ich gar nicht auf dem Schirm hatte anscheinend auch. Ganz ehrlich: dein "Ja, wir können ja danach mal runter gefahren kommen, dann können wir was machen" kannst du dir sonst wo hin stecken. Ich brauche keine Leute zum saufen und weggehen. Ich brauche Leute, die das tun, was sie sagen. Im Klartext: Rutsch mir ´n Buckel runter. Erstmal. So und da nun diese latente Wut sich wieder ein bisschen weiter nach außen gewagt hat bin ich sogar körperlich wieder wacher. Menschen, ihr überfordert mich manchmal. Momentan wirklich ziemlich. Jeder zerrt an einem. Jeder will etwas. Und andere geben einem so viel, dass man es nie zurückgeben kann. Ich hab keine Lust mehr. Ich spiel nicht mehr mit. |
| lioba | Gedankenpfade von vor zwei Wochen: Eigentlich wollte ich sie nur aufräumen. Aber wer kann schon Fotos aufräumen, ohne sie durchzusehen. Alte Grußkarten. Karten, die mir Mama und Papa geschickt hatten, als ich gerade drei oder vier war und sie so oft weg waren. Ich bei Oma. Ich muss ziemlich schlucken und als ich mir Mamas Karten durchsehe muss ich weinen. „Heute Abend komme ich zu einem kurzen Zwischenstop nach Hause und kann dich ins Bett bringen. Freust du dich?“ Oder von Papa: „ Hier schreibt dein allergrößter Fan.“. Das gibt mir den Rest und ich fühle mich wieder wie ein kleines Kind. Ich weine und weine. So sehr, dass ich die Karten nicht mehr lesen kann. Und ich vermisse sie irgendwie nachträglich so sehr, dass es weh tut. Vielleicht ist es einfach das, was mir in meinem Leben so sehr gefehlt hat. Kuschelstunden mit Mama und Papa als ich noch klein war. Sie haben mich sicherlich geliebt. Aber oft waren sie nicht da. Ich war bei Oma oder der Tagesmutter, aber das ist ja kein Ersatz. Und später... haben wir uns gegenseitig das Leben schwer gemacht. Ich sehe mir Familienbilder an. Ausflüge. Erinnerungen. Und bei so vielen war ich nicht dabei. Die Familie bestand lange Zeit nur aus meinen Eltern und meiner Schwestern. Ohne mich. Ich habe mich selbst ins Ausseits bugsiert. Und inzwischen macht mich das traurig. Warum habe ich mir das entgehen lassen? Warum habe ich freiwillig die Familie aufgegeben? Ich habe sie immer irgendwo geliebt. Mehr als das. Sie sind mein Ein und Alles. Aber ich konnte es nicht zeigen, ja nichteinmal mir selbst zugestehen. Ich habe diese Gefühle tief begraben, ich kam irgendwann selbst nicht mehr an sie heran. Und dennoch habe ich mich immer nach ihnen gesehnt. Was für ein verrücktes Leben. Ich hätte all das haben können. Hätte ich manches einfach ein bisschen mehr ignoriert. |
| lioba | [I]"Ich habe nie gesagt, dass ich nicht auch gestört und vorbelastet wäre."[/I] Ist das nur ein Traum? Eine Spinnerei? Einen gestörten und vorbelasteten Mann, der trotzdem mit seinem Leben klar kommt? Ich möchte ja nicht eingebildet klingen. Aber ich hätte gerne sowas ähnliches wie mich. Nur männlich. Und selbstbewusster eben. Wer hätte das gedacht. Aber was läuft mir über den Weg? Gestört, vorbelastet und in Selbstmitleid ertrinkend. Und um dem ganzen noch so ein süßes kleines Partyhütchen aufzusetzen: muss derjenige das auch noch in der ganzen Welt rumposaunen. Sieh mich an! Sieh nur, wie schlecht es mir geht! Die ganze Welt ist schlecht! Jeder hasst mich! Ich bin scheiße! Aber an all dem sind nur andere Schuld! Meine Mutter hat mein Leben versaut! Woah... besorg dir mal wenigstens n bisschen Arsch in der Hose. Himmel hilf! So gute Vorraussetzungen, aber dann dieser Drang das alles kaputt zu machen. Wenn sie so nicht sind, dann sind sie psychopatisch. Und das meine ich genau in der medizinisch/psychiatrischen Definition. Ganz genau so. Neue Männer braucht das Land... *summ* __________________________________________ Der Alltag hat mich. Genau wie ich ihn mir wünschte. Stressig, ausfüllend. Gedanken an mystisches, zauberhaftes, sanftes Zeug sind momentan nicht drin. Es geht um Arbeit, Haushalt und Leben. Das Leben hier, das ich anfassen kann. Keine süßen Grashälmchen. Nein, ich brauche robuste Dinge. Handfeste Sachen. Und irgendwie vermisse ich es auch nicht. Ich habe so lange mich mit abstrusen und aber so schönen oder sanften Dingen beschäftigt. Ich habe gegrübelt, philosophiert, diskutiert. Ich habe die alberne Jugend übersprungen und bin direkt erwachsen geworden. Erwachsen und depressiv. Jetzt bin ich das so ganz allmählich los. Circa 8 Jahre später. Und trotzdem trinke ich Johanniskrauttee. Ich will nie, wirklich nie wieder so fühlen. Ich will leben. Ich will jeden Tag auskosten. Ich will mit beiden Beinen in der Welt stehen. Realist sein. Zum Teufel mit den Träumereien. Das ist nichts mehr für mich. Ehrlich gesagt macht es mir ein ganz klein wenig Angst. Also die Träumereien. Ich will nicht wieder versinken. Ich werde ganz popelig normal und bodenständig und überhaupt. Normal. Einfach ein normales Leben. Man ist das geil! Und es ist keineswegs langweilig, wie ich immer dachte. Leben ist geil. Auch müde, pleite und nach einem Tag mit Halsweh und der Tatsache 8 Therapien lang sprechen zu müssen. Ich mags. Ich möchte mir diese leichte Sympathie behalten. |
| lioba | Und manchmal wundert man sich einfach darüber, was man eben dachte. Als ich eben deine Fotos angesehen habe dachte ich plötzlich: "Ich liebe dich". Irreal, weil einfach... nach diesem kurzen Moment nicht mehr tatsächlich, nicht mehr existent. Aber in diesem kurzen Moment war das mein Gefühl. Ich dachte kurz an diesen einen Abend, der aus einer Freundschaft hätte mehr machen können. Ich wollte es nicht. Dabei hast du dich gut angefühlt. Es ist gut so. Du bist so fern, ich sehe dich so selten. Aber wenn, dann freue ich mich jedesmal wie ein Honigkuchenpferd. Es gibt niemanden, den ich lieber neben mir habe, um mit ihm zu singen. Gerade eben hätte ich dich gerne hier. Du bist besonders bezaubernd und einnehmend. |
| lioba | Nun schwanke ich seit Tagen in meinem Leben. Auf, ab, auf, Freude, Depression, alles vermischt sich. Es wird Herbst, es ist kurz vor meinem Geburtstag und es gibt einen Menschen, der mich dazu bringt zu sagen, wie es mir tatsächlich geht. Ganz schafft er das nicht. Wie auch. Aber er ist tatsächlich recht nah dran. Wenn du wüsstest, nach was für tiefen Schluchten du da gräbst. Meinen Arm hast du gesehen. Gehört hast du ein oder zwei Dinge aus meinem Leben, die hätten besser laufen können. Und du gräbst. Sanft und stetig, nichtmal durch Worte. Du warst davon schockiert? Was wirst du dann zu manch anderen Dingen sagen? Ich habe selbst vergessen wie tief es hinunter geht in mir. Die letzten Tage erhasche ich immer wieder mal einen Blick darauf. Jeden Tag Missmut, Aggression, Wut, Verzweiflung, Freude, Sehnsucht. Mein Leben war so schön gefühllos bis vor ein paar Tagen. Die Realität und der Alltag hatten mich mit eisiger Hand im Griff. Und ich hatte mich ergeben, mich angepasst. Ich dachte ich wäre am Ziel. Aber anscheinend meldet sich mal wieder eine etwas weniger schöne Phase zu Wort. Ausgelöst durch Konfrontation. Fuck. Der Preis ist zu hoch. Definitiv. Hätte ich die Wahl ich würde ihn nicht zahlen, nur um irgendwie zu sein. Dann lieber oberflächlich und verblödet, als dieses Ziehen im Herz. Diese allgegenwärtige Müdigkeit. Ich bin es so Leid. So furchtbar Leid. |
| lioba | "Wenn du reden willst, dann sag Bescheid" Eeeeh... Nein. Das willst du nicht. Und... ich mag dich ja schon sehr gern. Vielleicht schon sogar ziemlich gern. Trotzdem sind das keine Themen für Leute, die man erst seit ein paar Wochen wirklich kennt. Oder besser gesagt: kennen lernt. Das sind Themen, die ich bei bei der besten Bäckerin und Stulpenliebhaberin sofort anbringen würde. Und es auch tue. Weil ich sie kenne und ihr vertraue. Gänzlich. Weil sie mich kennt und ich mir nicht auch nur ein bisschen überlegen muss, was sie von mir denkt, wenn ich dieses oder jenes sage. Denn ja, heute Abend würde es ein Rundumschlag werden. Sobald ich beginnen würde ginge es von meiner Kindheit über meine Familie bis hin zu psychischen Makeln und unerfreulichen Begegnungen mit Menschen. Ja, mir ist heute nicht nach lachen. Mir ist gerade danach mein Leben schleifen zu lassen und alles, was in mir drin scheiße läuft ohne Umwege nach draußen zu lassen. Gut, das geht nicht ganz. Sonst hätte ich wohl ein Problem mehr in Zukunft, von dem ich nicht weiß wie sehr ich mich wieder davon abbringen könnte. Aber zumindest in kleinen Dosen. Immer etwas Mist rauslassen. Vielleicht würde ich es dir erzählen, wenn du hier wärst und mich fragen würdest. Aber so... nein. Und abgesehen von all dem war ich noch nie der große Held, wenn es darum geht von tieferen Dingen in mir zu erzählen. Das geht bei... ein oder maximal zwei Personen. Nicht mehr. Ich erzähle viel und gerne von mir. Aber eben erstmal nur wirklich sehr oberflächige Dinge. Manches macht mir weniger aus, meinen Arm habe ich dir ja gezeigt. Aber warum das so ist und wie es unter der Oberfläche immernoch ab und an brodelt... Nein, nein, nein. Erstmal nicht. Und es ging einmal bei einem, der es schamlos ausgenutzt hat. Das macht wieder etwas vorsichtiger. Der werte Leser merkt: meine Gedanken sind heute unsortiert und sprunghaft. Ich wünschte du oder meine Lieblingslady wären hier. Eher meine Hasenfrau. Mir liegt einiges auf dem Herzen. Und ich bin momentan etwas erschüttert in meinen Grundfesten. Und doch auch wieder nicht. "Sag mir Bescheid, wenn es zu viel wird. Die letzte Kollegin hat alle Termine so gelegt, dass sie Freitag immer frei hatte. Dabei hat die sich einen psychischen Knacks zugezogen" Ja... ich würde vermutlich eh nichs sagen, wenn es zu viel wäre. Selbes Spiel wie oben. Nur anders. Ich bin manchmal so, dass ich völlig verzweifelt nur noch den Kopf schüttel würde, ginge es nicht um mich, sondern jemand anderes. |
| lioba | Ich bin wie mein Vater. Und das ist interessanterweise gut so. Ich kam darauf, als ich gestern überlegt habe, wie ich mir eine kleine Bar in meiner Wohnung realisieren könnte. Selber bauen funktioniert nicht. Ich habe da zwei sehr linke Hände und würde mich hinterher nur ärgern. Wenn mich nicht auf halber Strecke das ganze so nerven würde, dass es nur noch in der Ecke läge. Schließlich habe ich meinen Schrank umgeräumt und probeweise alle Flaschen hineingestellt. Sah nicht überragend aus. Aufgrund von Ideenmangel bin ich dann raus gegangen, um eine zu rauchen und habe überlegt welche Farbe das Licht haben sollte, das zu meiner "Bar" dann passt. Ich habe kurzzeitig überlegt meinen Vater anzurufen, um mir Tips abzuholen. Er hatte ja früher auch eine ziemlich große und gut ausgestattete Bar im Keller. Und das war der Auslöser. Mein Vater fand sowas gut. Ich finde es gut. Mein Vater wurde auf Feiern immer so gegen Mitternacht müde, um dann später wieder aufzudrehen. Bei mir ist das so gegen 23 Uhr. Und nach dieser halben Stunde oder Stunde bin ich dann wieder völlig wach. Der Traum meines Vaters war es mit 50 Jahren in seinem Bürostuhl zu sitzen, mit Cigarre und Whiskeyglas, und hauptsächlich zu delegieren. Ich möchte auch mit 50 (allerdings auf meiner Terrasse mit Blick auf den Garten) dort sitzen. Auch mit Cigarre und Whiskeyglas. Wir haben eine doch recht ähnliche Weltansicht. Wir sind beide nicht gerade Helden, wenn es darum geht zu erzählen, dass es uns schlecht geht. Er hat früher ähnliche Musik gehört, wie ich jetzt. Und auch in kleinen Dingen wie etwa Bewegungen oder Reaktionen auf etwas Gesagtes sind wir uns ähnlich. Meine Mutter hat das schon vor Jahren gesagt. Ich hatte mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Dann habe ich aufgehört mich zu wehren. Und jetzt... bin ich sogar zufrieden damit. Es ist fast ein bisschen seltsam, dass ich mich inzwischen (meist, immer öfter, manchmal) grundsätzlich nicht übel finde. So, wie ich bin. Charakterlich auf jeden Fall. Und mit diesen allherbstlichen Niederschlägen komm ich schon auch irgendwann noch zurecht. Abgesehen davon wird der nächste Schlag im Leben interessant werden. Ich bin mir nicht sicher, wohin der mich werfen würde. |
| lioba | Interessant ist doch, dass man manchmal am stärksten um sein Leben kämpft wenn man ganz leise wird. |
| lioba | perfekt perfekt perfekt perfekt perfekt Das ist es. Ich bin perfekt. Niemand kann mir was. Das ist mein Problem. Und ich bin meistens zu stolz mir all das einzugestehen. Dir sage ich, es sei okay, wenn man es nicht ist. Andere mögen die Ecken und Kanten an einem. Und ich habe mir das letzte halbe Jahr eingeredet, dass ich das perfekt umsetze. Aber eben wurde mir klar, dass das Schwachsinn ist. Ich bin perfekt. Jeder Fehler, den man mir aufzeigt stürzt mich in eine mittlere Krise. Wie eitel und dämlich ist das denn?! Es ist nicht in Ordnung, dass man so auf Kritik reagiert. Gar nicht. Niemals. Ich zeige Fehler? Dass ich nicht lache. Ich zeige ausgewählte Schusseligkeiten. Ich streue zu böse oder zu sarkastische Kommentare ein, wenn ich weiß, dass es passt. Ich zeige die Schwächen, die keine Fehler sind, sondern liebenswert. Alles geplant. Meist unbewusst. Aber das ist es. Es ist geplant. Von vorne bis hinten. Ich habe mein Leben im Griff. Ich halte es fest. Ich bekomme alles hin. Ich halte es zu fest. Es entgleitet mir. Immer wieder. Aber das merkt niemand. Denn nach außen hin bin ich perfekt. Ich arbeite effizient und gut. Ich bin nett. Ich habe Leute um mich und kann sie unterhalten. Ich trinke nicht zu viel, nicht zu wenig. Perfekt. Lächelnd, manchmal etwas ironisch oder vergesslich. Ein wenig faul manchmal. Aber wichtiges wird sofort umgesetzt und für Freunde habe ich immer ein offenes Ohr. Ich bin ein kleiner Sonnenschein mit dem man aber auch über ernsthafte Themen reden kann. Perfektion. Besser als der Rest. Aber es entgleitet mir. Es ist zu viel. Nein, es ist nicht völlig okay einfach von heute auf morgen 140km weit weg zu ziehen. Dort hin, wo man NIEMANDEN kennt. Es ist nicht okay zwei Wochen nach Ende der Ausbildung für 1,5 Leute zu arbeiten und ein paar härtere Fälle dabei zu haben, die mich schier verzweifeln lassen. Es ist nicht okay um acht Uhr immernoch an die Arbeit zu denken. Es ist nicht okay, dass mein Blutdruck spinnt. Es ist nicht okay, dass ich meinem Vater nicht sagen kann, wie sehr ich ihn mag. Dass ich ihn überhaupt mag. Es ist nicht okay, dass jeder Mann anscheinend schreiend davon läuft, sobald er mich ein bisschen mehr kennt und so etwas wie Vertrauen von mir entgegengebracht bekommt. Es ist nicht okay, dass das Arschloch mich betrogen hat, mit seinen Psychospielen runter gezogen hat. Es ist nicht okay, dass mein ehemaliger bester Freund und Ex und Ex-Verlobter die ganzen Jahre verheimlichen konnte wer er tatsächlich ist. Und dass er immer so weiter macht, nun mit anderen Leuten. Es ist verflucht nochmal nicht okay!!! Scheiße! Ich will klein sein, ich will schwach sein, ich will jemanden, der mich auffängt. Und das, obwohl ich nie darum bitten würde. Ich kann nicht, ich kann einfach nicht. Ich möchte hier sitzen und weinen und weinen und schreien und mich beklagen. Und ich möchte keine guten Ratschläge. Kein rationales Denken. Ich will, dass jemand da ist. Emotional. Ich kann nicht noch länger stark sein. Perfekt sein. Ich will nicht, ich kann nicht und vor allem will ich nicht! Mir geht es NICHT gut verdammt! Und nein, es wird NICHT wieder. Aber sobald ich hier auf "antworten" geklickt habe werde ich ein paarmal blinzeln, das Näschen pudern, einkaufen gehen und weiterleben. Jeden verfickten einzelnen Tag weitermachen. Weil es ja sonst keine Alternative gibt. Nein, es gibt wirklich keine mehr. Aber bitte... heile Welt... nur ein bisschen Wärme. Ich habe das Gefühl, dass ich ohne bald eingehe. Untergehe, begraben von Perfektion. Ich habe Angst. [SIZE=1]Ich liebe meinen seelischen Abfalleimer hier. Ohne ihn würde ich noch schneller überlaufen.[/SIZE] |
| lioba | "Manchmal muss man Scheißgefühle eben aushalten" Mein Mantra. Immer und immer wieder sage ich es mir vor. Einfach aushalten. Und wenn nichts mehr geht, dann einfach ein paar Minuten liegen bleiben, die Augen schließen, die Gefühle kommen lassen und aushalten. Einfach aushalten, anstatt zu schreien. Anstatt mir das Herz aus der Brust zu schneiden (oder wie auch immer geartete Ersatzhandlungen zu finden) halte ich es aus. Ich halte es einfach aus. Ich stehe morgens auf und gehe abends schlafen. Und ich halte es eben aus. Geht schon. Irgendwie. Der Trick ist weiterzumachen. Immer weiter. Und im Nachhinein werde ich dann sehen, dass es gut was, wie es eben lief. Manchmal muss das Leben scheiße laufen, sich scheiße anfühlen. Das wird schon seinen Sinn haben. Einfach aushalten. Abwarten, bis es besser wird. |
| lioba | Ich hole tief Luft. Und ich brauche dich. Ich kenne dich nicht. Ich habe nur den Traum von dir. Aber ich brauche dich. Dringend. Bald. Kurz fallen. Ich möchte fallen. Ich muss Druck ablassen. Aber jemand muss mich fangen und mir so viel Wärme geben, dass ich danach wieder aufstehen kann. Ich bekomme das momentan selber nicht hin. Ich bin müde. Und ich hatte schon so lange nicht mehr Gedanken, die sich aufdrängen. Der Mensch braucht so ein bisschen Wärme im Leben. Wenn das noch länger so weiter geht, dann hole ich mir doch einen Hund. Gut, tue ich so oder so. Aber wenn es so weiter geht, dann wird mir die Vernunft egal und ich hole morgen früh einen Hund. Nein. Erst muss ich morgen Vormittag mindestens zwei Wochen Urlaub eintragen. Aber dann! Ich kann nicht mehr. Mir ist kalt und frage mich warum diese pickelige, strohdumme Miss Piggy genau das in Massen hat, von dem ich doch nur ein kleines bisschen etwas ab haben möchte. Warum ist das so?! Ich bin frustriert. Ich bin müde. Ich bin allein. Fuck. |
| lioba | Ich vermisse dich. Seltsam, weil ich doch nichts von dir weiß. Vermutlich werde ich dich nie wieder sehen. Aber solche Augen kann ich nicht vergessen. Und noch weniger das, was du ausgestrahlt hast. Wäre FFM näher, würde ich jeden Abend in dem Pub sitzen und hoffen, du würdest mal wieder vorbeikommen. Zauberhaft. Das trifft es. [I]Kurt Tucholsky, 1930, (1890 - 1935) Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen: da zeigt die Stadt dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider - Was war das? vielleicht dein Lebensglück... vorbei, verweht, nie wieder. Du gehst dein Leben lang auf tausend Straßen; du siehst auf deinem Gang, die dich vergaßen. Ein Auge winkt, die Seele klingt; du hast's gefunden, nur für Sekunden... Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider - Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück... Vorbei, verweht, nie wieder. Du mußt auf deinem Gang durch Städte wandern; siehst einen Pulsschlag lang den fremden Andern. Es kann ein Feind sein, es kann ein Freund sein, es kann im Kampfe dein Genosse sein. Er sieht hinüber und zieht vorüber ... Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider - Was war das? Von der großen Menschheit ein Stück! Vorbei, verweht, nie wieder.[/I] |
| lioba | Wie es wohl ist eine große Familie zu haben? Nein, ich meine keine Menschen, die einfach mit einem verwandt sind. Sondern wirklich Familie. Eine Freundin von mir hat so etwas. Sie treffen sich immer zu diversen Feiern, machen Ausflüge und jeder zieht seine ganze Kraft aus dem Rückhalt, den die Familie ihm gibt. Wie das wohl ist? Ob meine Großeltern überhaupt jemals an mich denken? Meine Uroma? Was denken sie überhaupt? Bin ich Thema in ihrem Leben? Meine andere Oma und mein Onkel denken sicher ab und an an mich. Allerdings gefällt das wiederum mir nicht. Diese Seite der Familie werde ich ignorieren. Tue ich schon. Seit ich weggezogen bin und zu nichts mehr gezwungen bin. Familie ist auch das nicht. Ich habe inzwischen meine Eltern und meine Schwester. Sonst niemanden. Ich frage mich, wie es wohl wäre so viel Rückhalt und Vertrauen als normal zu empfinden. |
| lioba | Folgendes möchte ich nie vergessen, deshalb muss ich es hier festhalten: Es war früher Nachmittag. Ich saß in meinem Zimmer, machte Hausaufgabe. Es war ein freundlicher, sonniger Frühlingstag. Ein ganz normaler Tag, der sich aber ganz gut anfühlt. So einer, an dem das Wetter den Tag gut macht. Gerade so warm, dass man nicht fror, aber auch noch nicht wirklich warm. Ich ging die Treppe hinunter in die Küche. Dort saßen meine Mutter und meine Schwester und kämpften mit deren Hausaufgaben. Und Blacky ist auf und ab gelaufen, er tänzelte um meine Beine herum, stupste uns mit seiner Nase an, wollte spielen und war doch zu aufgeregt dazu. Niemand wusste warum, weil eigentlich nichts besonderes vorgefallen war. Seinen Nachmittagsspaziergang hatte er auch schon. Aber mein alter Mann schien vor Energie zu explodieren. Er strahlte, fast schon greifbar Freude aus! Aber an ernsthaftes Lernen war mit so einem großen Hund, der gerade so glückstaumelnd rumhüpft nicht zu denken. Also habe ich ihn mir geschnappt, die Leine festgemacht und bin mit ihm nach draußen. Eigentlich wollte ich nur eine kleine Runde mit dir gehen. Aber dann liefen wir und du hast mich angesteckt mit deiner Freude. Also liefen wir und liefen und liefen. Nach über einer Stunde kamen wir an den Windrädern an. Ich bin dorthin noch nie zu Fuß gelaufen. Und als wir dort waren sind wir umgekehrt. Wir liefen durch das Dorf, strahlten einen gehetzten Mann an, der aus der Wirtschaft kam und ich fühlte mich gut und frei und lebendig. Wir giengen den ganzen langen Weg zurück. Dabei kamen wir an einem kleinen Brunnen vorbei, an dem ich dir aus meinen Händen etwas Wasser gab. Und mit der Zeit wurdest du ruhiger. Und auch ich wurde ruhiger. Und wir liefen, als wären wir eine Person, völlig aufeinander eingestellt. Nach rund drei Stunden waren wir wieder zurück. Du hast dir dein Spielzeug geschnappt, dich neben mich gesetzt und wolltest schmusen. Und... ich weiß heute nicht mehr genau warum ich das weiß. Aber ich weiß, dass dies der Tag war, an dem du bemerkt hast, dass du nun hier zuhause bist. Dass du hierher gehörst und nicht mehr weg musst. Du bist angekommen und hattest dich so unbändig darüber gefreut. Das war einer der schönsten Tage, die wir zusammen hatten. Nie wieder hast du es geschafft so weit zu laufen. Oder besser: so weit zu laufen und trotzdem nicht wirklich müde zu sein. Heute Nachmittag sah ich Fotos von dir. Und vorhin dachte ich an den Hund, den ich vor ein paar Wochen auf der Seite des Tierheims gesehen hatte. Ich wollte sehen, ob er noch dort ist. Und dann stieß ich auf folgenden Text: Es gibt einen Ort, der Regenbogenbrücke genannt wird. Dieser verbindet die Erde und den Himmel. Verlässt uns ein geliebtes Tier, geht es an diesen ganz besonderen, wunderschönen und friedlichen Ort. Dort gibt es grüne Wiesen und Hügel für all unsere geliebten Freunde. Dort spielen und toben sie zusammen. Es gibt reichlich zu essen und zu trinken. Die Sonne scheint, und es ist angenehm warm. All die kranken, verstümmelten, verletzten oder alten Tiere sind wieder jung, gesund und stark, gerade so, wie wir uns an sie in unseren Träumen von vergangen Tagen erinnern. Sie sind fröhlich und zufrieden, bis auf eine kleine Sache: Jedes vermisst jemanden ganz Besonderen, der nicht bei ihm ist. Alle rennen und spielen zusammen. Aber es kommt ein Tag, an dem eines plötzlich innehält und in die Ferne schaut. Sein Körper bebt. Es löst sich von der Gruppe. Es fängt an zu laufen. Seine Beine tragen es schneller und schneller. Dein Freund hat dich entdeckt, und wenn ihr euch endlich wiedertrefft, seid ihr glücklich vereint, um niemals wieder getrennt zu werden. Glückliche Küsse bedecken Dein Gesicht, deine Hände streichen über den geliebten Kopf deines Tieres. Du siehst wieder und wieder in die treuen Augen deines Freundes, der so lange aus deinem Leben, aber nie aus deinem Herzen, verschwunden war. Gemeinsam überquert ihr nun die Regenbogenbrücke... - Autor unbekannt - Ich habe mir vorgestellt wie du auf mich zugerannt kommst. Ich vermisse dich und halte gerade dein Lieblingsspielzeug in der Hand. Dein gelber Igel. Du in klein. Unvorstellbar. Mein alter, schöner Gentleman. Sanft und so voller Lust am Leben. So voller Glück einfach zu sein. Ich wünschte ich könnte dich noch einmal drücken. Noch einmal über deinen schönen Kopf streicheln. Dich an den Ohren kitzeln, woraufhin du mich dann vorwurfsvoll ansiehst. Vielleicht irgendwann. Ich hoffe, dass es so etwas gibt. Denn egal, wie viele Tiere noch kommen werden, dich werde ich nie vergessen können. Liebe auf den ersten Blick und ein so tiefgehendes Verständnis, das keinerlei Worte benötigte. Trotz aller Schwierigkeiten. Mit so besonderen Augen. Ich sitze hier und weine und möchte beten, dass es diesen Ort gibt. Wüsste ich es, wäre ich hier und heute versucht dich nicht mehr lange warten zu lassen. Denn mir fehlt die Liebe. Wenn ich nur irgendwie könnte. Wenn mir nur nicht das Geld für dieses Tier fehlen würde. Jacko, fünf Jahre alt, liebt Wasser. Scheiße! Dabei wüsste ich doch, wie viel mir das bringen würde. Emotional, aber auch in ganz alltäglichen Dingen. Herzenswunsch und Notwendigkeit in einem. Aber es geht nicht. Sobald ich hier fertig bin, spätestens Morgen muss wieder Vernunft walten. Aber vielleicht fahre ich dort hin und gehe mit dir spazieren. Wenigstens etwas. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. [SIZE=1]Diejenigen, die es lächerlich finden so für ein Tier zu empfinden, oder die jetzt innerlich aufschreien wie sehr ich diesen Hund vermenschliche oder oder oder: SCHNAUZE. Wer das nicht kennt hat kein Mitspracherecht.[/SIZE] |
| lioba | Best of Blacky - Teil xyz Ich habe damals in einer Praxis gearbeitet. Mittags hatte ich meist sehr lange Pause, allerdings konnte man in dem Kaff nicht viel mehr tun, als ungesunde Dinge zu essen und zu warten. Mittags wurden alle Bordsteine hochgeklappt. Manchmal ging Mama aber mit dem Hundi dort in der Gegend spazieren, lud mich schnell ein und wir gingen zusammen. Meist zog ich nur schnell eine andere Hose an. Das Praxisshirt lies ich an. Wir fuhren zu einem nahe gelegenen kleinen Wäldchen, in dem es auch eine wunderschöne Burgruine gibt. Dort läuft auch ein kleiner Bach entlang. Dieses wunderschöne Tier ist hinein, hinaus, wieder hinein, wieder hinaus. Bis irgendwann das Fell zu schwer wurde für seine morschen Knochen. Er ist die , doch recht steile, Böschung nicht mehr nach oben gekommen. Mama hatte zu der Zeit starke Probleme mit dem Rücken. Also bin ich in den Fluß gewatet und habe den schlammigen, nassen Hund ans Ufer gehoben. Natürlich war ich danach über und über dreckig und es war ein ziemlicher Aufwand noch ein zweites TShirt so kurzfristig aufzutreiben. Daran musste ich eben denken, als ich eben nach Bildern dieses Waldes suchte. Solche kleinen, schönen Tage muss man in Erinnerung behalten. Und noch mehr muss man versuchen das Gefühl, das man mit diesem Tag verbindet nicht zuverlieren. Es erinnert mich daran, wie sich das nasse Fell angefühlt hat. Wie es gerochen hat. Ich möchte mich so lange wie möglich daran erinnern. |
| lioba | Aus was nur besteht dieser Rest an tiefer, schwarzer Trauer in mir? Um was trauere ich, was ist es, womit mein Abgrund noch gefüllt ist? Was reisst mich immer und immer wieder mal ein ganzes Stück nach unten? Ich möchte glücklich sein, ohne vor mir selbst das Gefühl zu haben etwas zu verstecken. Ich bin sprachlos und quelle gleichzeitig über vor Worten. Ich brauche Liebe und Nähe. Und trotzdem ist es genau das, wovor ich mich so sehr fürchte. Willkommen Dunkelheit, alter Freund. Du hast mir gefehlt. Leider. |
| lioba | Es kommt in Wellen. Dieses Gefühl, dass mir die Tränen in die Augen treibt und mich vor lieben Menschen wegrennen lässt. Ein Gefühl, dass sich anfühlt, als hätte das Herz nicht genug Kraft, um zu schlagen. Und immer, wenn mich eine Welle trifft, dann muss ich hierher kommen. Dorthin, wo ich loswerden kann, was ich den Menschen um mich herum nicht erzählen will. Ich will nicht mehr die verdrehte, kaputte, dunkle lioba sein. Ich will leben und das Leben genießen. Aber ich hänge bis morgens in den Kneipen und lache, nur um nicht mit mir allein sein zu müssen. Mein ganzer Körper schreit nach einer Pause. Aber die darf es nicht geben. Anhalten und inne halten ist keine Option, weil mich dann eine Welle trifft. Ich weiß, dass ich nur ein paar Tage durchhalten muss. Wenn es blöd läuft vielleicht einen Monat. Aber dann ist wieder Ebbe. Und dann kann ich wieder diese ganzen schönen kleinen Dinge genießen. Dann weiß ich sicherlich wieder, warum mein Job schön ist. Warum ich die Menschen um mich herum mag. Warum es schön ist die Sonne auf der Haut zu spüren. Und solange muss ich eben meine Maske tragen. Muss? Will. "Schlechte Gefühle gibt es eben. Man muss lernen sie auszuhalten." Das tue ich. Jedesmal wieder von Neuem. Und ich will positiv über all das denken. Ich habe ja auch keinen Grund, dass es mir furchtbar schlecht gehen dürfte. Aber hier bin ich. Pur. Und hier werde ich nicht versuchen mir etwas vorzumachen. Ich bin so furchtbar müde. Egal, wie lange ich schlafe. Ich bin müde. Und es fühlt sich an, als würde... etwas auf Herzhöhe ganze Tonnen wiegen. Essen schmeckt nicht, rauchen nervt, ich vergesse genug zu trinken. Albträume, die so real sind, dass ich auch Stunden später Angst habe mich wieder schlafen zu legen. Ich möchte mich in jemandes Arm legen und heulen, bis ich hässlich, verrotzt und müde bin. Ich möchte jemanden, der mich dabei einfach hält. Und ich möchte aber auch jemanden, der das am nächsten Tag vergessen hat. Mich nicht mit Samthandschuhen anfässt, oder komisch ansieht. Niemanden, der für dieses Trösten eine Gegenleistung erwartet. Ich möchte, dass mich jemand ein paar Stunden lang kennt. Aber ich möchte ihn danach einige Zeit lang nicht wieder sehen. Krank. |
| lioba | Ich muss besser werden, ich muss besser werden, ich muss besser werden. Mein Mantra des Abends. Ich muss besser werden. Ein besserer Mensch, eine bessere Frau, eine bessere Tochter, eine bessere Hausfrau, eine bessere Logopädin, eine bessere Freundin. Mich überfällt heute so viel. So viel, was ich nicht hinbekomme. So viel, was fehlt. So wenig, was stolz machen könnte. Ich habe nichts vorzuweisen, worauf meine Eltern stolz sein könnten. Nur jede Menge Schwäche. Ich habe eben die Bilder meines toten Hundes angesehen und mir kam, dass mir (so dämlich es sich anhört) dieses Tier geholfen hatte ein besserer Mensch zu sein. Und jetzt bin ich es nicht mehr. Wenn ich mich hier umsehe, dann möchte ich mich ohrfeigen. Ich weiß nicht, wie es Menschen schaffen, dass es bei ihnen immer ordentlich ist. Dass sie gesund essen und gesund leben. Unkomplizierte Freundschaften und unkomplizierte Liebe haben. Ich komm nicht dahinter. Und es scheinen mir die Eigenschaften dafür zu fehlen. Also muss ich besser werden. Lernen, weiterkommen. Unbedingt. Wäre da nur nicht dieses Verlangen mich auf den Boden zu werfen und zu heulen. Die Frage meines Tages lautet: Wo will ich hin? Wohin muss ich gehen? Ich habe keine Ahnung wohin ich will. Wie findet man das heraus? Ich sehe keinen Weg für mich. Ich treibe von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und weiß jetzt schon nicht mehr, was letztes Wochenende war. Die Zeit rennt und rennt, so schnell, dass ich keine Luft mehr bekomme. Leben stürmt auf mich ein, lässt mir weder Zeit zu denken, noch zu atmen, noch zu träumen. Ich weiß nicht mehr wo ich bin, wo ich stehe. Was will ich und wer bin ich inzwischen geworden? Bin ich schlicht voller Selbstzweifel, oder bin ich wirklich so ein unfähiges Mitglied der menschlichen Rasse? Ich sehe mich nocheinmal um und komme zu dem Entschluss, dass letzteres richtig sein muss. Ich hasse diese Abende zuhause. Ich denke dann zu viel. Zu viel Zeit für Emotionen. Ich denke ich habe heute Nacht etwas beendet. Und ich dachte es wäre mir egal. Ich war fast erstaunt darüber wie leicht es mir fiel. Aber jetzt... Rennt, ihr Leute, die ihr denkt mich zu mögen. Ich fürchte ich bin ansteckend. |
| lioba | Es sind jetzt ein paar Tage. Ein paar Tage, an denen ich mein Leben verschwende und jeden Abend heulend in meinem Wohnzimmer sitze. Und interessanter Weise tun mir genau die Abende voller Heulerei um verschwendetes Leben und nicht existente Liebe am Besten. Vorhin, als ich Richtung Kühlschrank lief um ein Bier zu holen, dachte ich mir auf einmal: "Ich trauere. Das sollte langsam aufhören." Aber wie kann ich aufhören zu trauern, wenn ich doch gar nicht weiß um wen oder was? Das ist die große Frage. Und ich habe keine Antwort. Ich sollte etwas aus meinem Leben machen, es auskosten. Die Frage ist nur: wie macht man das? Wie beginnt man zu leben??? |
| lioba | Lang ist es her, dass ich hier war. Man sieht mich hier nicht mehr oft. Nicht lange. Mein Leben geht voran. Es geht so schnell voran, dass für diese kleine Oase hier keine Zeit mehr ist. Und ehrlich gesagt auch keine Muse. Vielleicht liegt es auch daran, in welcher Zeit meines Lebens die Nachtwelten mich begleitet haben. Keine schöne Zeit. Alles hier gab mir Halt. Ich habe hier die Person gefunden, die unter den Top 5 der wichtigsten Menschen in meinem Leben rangiert. Und das auch hoffentlich noch sehr, sehr lange tun wird. Es war vielleicht ein bisschen wie ein sehr langer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Ein bisschen Selbstfindung, Meinungsbildung, Charakterbildung und viel, viel Rückhalt. Mein kleiner sicherer Zufluchtsort. Aber diese Zeit liegt (so hoffe ich doch) hinter mir. Ich bin angekommen in meinem Leben. Es ist nicht immer das Beste und es könnte sein, dass mich demnächst ein oder zwei sehr große Rückschläge niederringen. Aber im Grunde bin ich raus. Ich möchte nicht einmal mehr sehr oft zurückblicken. Gestern habe ich die diversen Narben betrachtet. Und ich war schockiert und habe zum ersten Mal bemerkt, dass es nicht nur "ein bisschen" ist. Ein wenig war ich auch irritiert wie ich mir das antun konnte. Warum. Wahnsinn. Ich möchte es abhaken, als Jahre, die zwar verloren gingen, die ich aber nun einmal nicht mehr zurückholen kann. Und auch, wenn einige Dinge sich gerade wieder etwas schwierig gestalten: ich mag es so, wie es ist. Ja, ich habe Fernweh, Geldsorgen, Liebeskummer und bin genervt von der Alltagsroutine. Alles auf einmal. Aber ich bin auch dankbar um diese Sorgen. Sie sind weniger essentiell. Weniger lebensbedrohlich. Ich hoffe Murphy liest hier nicht mit. Ich danke dir Nachtwelten. Und einigen Leuten darin. Und ich danke dir dafür, dass ich dich heute nicht mehr zwingend brauche. Das ist ein Kompliment. [SIZE=1]I believe i found myself. Nicht, was ich dachte zu werden. Anders. Aber auch ganz in Ordnung hoffe ich.[/SIZE] |
| lioba | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=QB0ordd2nOI]Stimmungsbeschreibung[/URL] Gestern war ein vernichtender Abend. Schreien, tanzen, trinken, singen. Alles miteinander und lang. Heute daher etwas ruhiger gestimmt. Nachdem die Wildkatze sich gestern mal wieder austoben durfte. Er hatte gestern seinen MP3 Player hier vergessen, also kam er vorbei um ihn zu holen. Zur Begrüßung: "Hey Große, ich hab dich vermisst." Geflachse und schon war er wieder weg. Und dann traf es mich wie eine rießige Welle. Ich bin jemand, den man vermissen kann. Andere Menschen denken über mich nach, denken an mich, mögen mich und vermissen mich. Man kann meine Person, meinen Charakter vermissen. So viel bin ich wert. Ich bin vermissbar. Ich kann gemocht werden. Ich. Das habe ich versucht tief in mich aufzunehmen, zu verinnerlichen und meiner Persönlichkeit hinzuzufügen. "Man kann mich vermissen." Ein kleiner Satz, an dem so viel dran hängt. So viel Emotion, so viel... Selbstwert. Gerade eben sah ich zufällig aus meinem Fenster. Das Lied aus dem Link oben lief. The Cinematic Orchestra - To build a home. Und als ich nach aussen sah, war da der fantastischste Sonnenuntergang seit langer Zeit. Wunderschön. Knallorange, lila, rot, gestreift und mit Wolken dazwischen. Und ich konnte heute seit langem zum Ersten Mal wieder so etwas wirklich und tiefgehend genießen. Es lies mich weinen, diese Schönheit. Und zugleich die Vergänglichkeit. Ein paar Minuten später ist es Nacht. Aber morgen wird die Sonne wieder aufgehen und alles erhellen. Ich liebe die Nacht. Aber es ist tröstlich, dass die Sonne immer wieder aufgeht. Unbeeindruckt von all unseren kleinen Problemen und Wehwehchen. Auch unbeeindruckt von großen Problemen. Momentan droht mein Leben sehr tiefgreifend ins Wanken zu geraten. Finanzielle Not und eventuell andere unangenehme Dinge schweben über mir. Aber ich stehe an meinem Fenster, höre dieses Lied und spüre, dass ich mit meinem Leben im Reinen bin. Nicht zufrieden oder wahnsinnig glücklich. Sondern zutiefst in mir und meinem Leben verankert. Resilienz, das ist es, was ich mir die letzten Jahre über erkämpft habe. So viel Mist passiert. Aber ich stehe hier und... genieße dieses warme, tiefe, feste Gefühl. Ich könnte es noch auf so viele andere Arten und Weisen beschreiben, denn es rührt mich zutiefst. Ich glaube ich bin dort, wo ich sein soll. Wer kann das schon behaupten? Natürlich sind da Träume und Wünsche, wo ich gerne wäre. Aber für den Moment bin ich hier. In meiner kleinen Wohnung mit der roten Küche. Verkatert und mit roten Augen. Ich trinke genau hier und jetzt meinen Kaffee, werde nachher zocken und das ist alles gut so. Das ist in Ordnung, weil es richtig ist. Es ist gut, so wie es ist. Das ist fantastisch. Und es macht Lust auf mehr. |
| lioba | Du bist jemand, der sich in den Tiefen der menschlichen Psyche wohl fühlt. Du gräbst nicht nach den Dingen, die dich interessieren. Sie fallen dir zu. Du spürst es. Du fühlst den Menschen. Deine Augen sehen tiefer, deine Sinne merken mehr. Und doch nutzt du es nicht so, wie du könntest. Noch nicht, vielleicht. Du trägst eine riesige Mauer vor dir her. Und nur selten kann man einmal durch die Risse sehen. Ich habe einen dieser Risse zu fassen bekommen. Ich konnte kurz hindurchsehen. Und ich habe einiges gesehen. Glaube ich. Denn auch ich liebe die Abgründe der Menschen. Das, was sie wirklich sind. Ich ergründe sie gerne, das macht mir Spaß. Das dunkle, tiefe, das ist mein Bereich. Und auf dich bin ich getroffen. Nachts warst du noch hier. Bis neben mir gesessen, hast mit meinen Haaren gespielt. Wir haben uns unterhalten. Sonst nichts. Wenn du wüsstest, wie sehr ich mich habe beherrschen müssen. Wie schwierig es war mich nicht gegen deine Schulter zu lehnen, zu riechen, zu fühlen. Aber dann wärst du fort. Oder zu nah. Beides würde ich nicht wollen. Ich liebe es, wie es ist. Ich will nicht weitergehen. Aber Nähe ist nun einmal nicht so dein Bereich. Also agiere ich nicht, sondern reagiere. Und deshalb lehne ich mich dann eben nicht gegen deinen Arm, der so nah ist, dass er mein Gesicht fast berührt. Ich liebe halbe Dinge. Vorstufen zu allem. Nein, ich möchte hier bleiben. Ich muss mir eingestehen, du bist der Grund geworden, warum andere Männer nicht mithalten können. Nette Männer, wirklich gute Männer. Objektiv lohnender als du, allemal. Männer, die mich ganz wollen. Aber ich kann mich nicht lange auf sie konzentrieren. Ich beginne zu vergleichen. Das ist nicht gut. Denn um den einen zu behalten muss er verschwinden aus meinem Kopf. Paradox. Aber wunderbar. |
| lioba | Ruhe. Zwischen dem Chaos, dem Strudel und dem ganzen Alltag. Ruhe. Erschaffen von einem, der mir jedesmal erneut den Kopf verdreht. Mich wahnsinnig macht. Mich nächtelang grübelnd daliegen lässt. Von einem, der mich verwirrt. Zutiefst. Mich hinabschubbst und jedesmal wieder mit einem grandiosen Lächeln hochholt, bevor ich falle. Und das seit Wochen. Wer bist du, was machst du, was willst du. Ich weiß es nicht. Immer, wenn ich denke ich weiß es, dann tust du etwas, was ich nicht verstehe. Aber dann diese tiefgehende, freundliche, sanfte, warme Ruhe. Ich möchte dieses Gefühl für immer. Ich möchte noch viel öfter hören, dass du nun eigentlich nicht gehen willst. Droge. |
| lioba | Was für ein Scheiß. Viel ist nicht zu sagen. Nicht viel von der Seele zu schreiben. Nur wenig. Aber das ist so viel. Ich saß heute in der Arbeit, ich hatte gerade eine halbe Stunde Zeit und habe etwas vorbereitet für die danach anstehende Neuaufnahme. Ich sprach mit meiner Kollegin über einen Patienten und dessen Alkoholproblem. Und mit einem Mal brachen innerlich einige meiner aufgebauten Mauern. Nicht alle, zum Glück. Aber es fiel mir so unendlich schwer nicht hysterisch zu heulen. Mit aller Gewalt gelang es mir das zurück zu halten. Den neuen Patienten begrüßen, Anamnese, Diagnostik, freundlich, nett, lächelnd, gewinnend. Anschließend Feierabend und ab zu einem Freund. Kopfweh vom Mauern bauen und lachen. Heim. Und jetzt würde ich gerne hysterisch heulen. Mich auf den Boden werfen und weinen und schreien und schluchzen. Dämme brechen lassen, völlige Verzweiflung akzeptieren. Aber ich kann nicht. Die einen Mauern bekomme ich nicht weg, um Druck abzulassen. Die anderen... An die wage ich mich ran. Diese Mauern bleiben wo sie sind für meine gesamte restliche Lebenszeit. Ich schaffe es nicht mal meine kleinen Pelznasen zu bespaßen. Selbst sie sind zuviel. Aber ich schaffe es auch nicht alles nach draußen zu lassen. Ich bin hart geworden. Hart und kalt. Ich habe mich abgefunden mit meinem Leben. Den eher weniger glamourösen Aussichten. Ein stinknormales Leben. Alltag. Wie das Leben eben so ist. Keine wirklichen Ziele. Keine Herausforderungen. Ich bin absichtlich stehen geblieben. Ich scheitere in jeder Hinsicht an mir selbst. Ich habe solche Leute wie mich früher bemitleidet und verachtet. Ich bin müde. Ich bin wirr. Ich habe mich damit beschäftigt, warum ich mir damals diesen Freund herausgesucht hatte. Diesen Freund, der mir so überhaupt nicht gut tat. An dessen Taten ich heute noch zu knabbern habe. Der mich ausgenutzt, belogen, hintergangen, verarscht hat. Ich habe Fachliteratur dazu gelesen. Ich habe um Hilfe geschrien. Ich habe nach Liebe geschrien. Gebrüllt, so laut ich konnte. Es wurde nicht gehört. Ich kann nichts gegen meine Eltern sagen. Sie haben immer nur das Beste für mich gewollt. Mich gefördert, meinen Launen nachgegeben und dagegen gehalten. Sie sind gute Eltern. Gute Menschen. Wirklich. Meine Mutter ist eine warme, mitfühlende Frau. Nur. Groß. In ihren Erwartungen und Ansprüchen, in dem was sie kann. Was sie fertig bekommt. Und doch so klein. Und was ich brauchte war die absolute Gewissheit trotz allem bedingungslos von ihnen geliebt zu werden. Sicherheit. Geborgenheit. Schutz. Ich war sehr früh sehr erwachsen. Und dann auch wieder nicht. Vielleicht trifft es verschlossen besser als erwachsen. Liebe. Wärme. Geborgenheit. Die Suche danach zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Und das alles führt mich nicht gerade zu den besten Entscheidungen. Sie führen dazu, dass durch eine völliges ausgehungert sein eine Abhängigkeit entsteht, sobald man mir auch nur einen winzigen Krümel von einem dieser Dinge entgegen schmeißt. Ich bin perfekt. Ich war schon immer perfekt. Und das schaffe ich alleine. Nein. Ich bin ausgehungert, verzweifelt und ein Kind, das nur strauchelnd voran kommt. Wurde nun wohl doch etwas mehr. Papa. |
| lioba | Und schon wieder hier. Putzen gegen Depression, Zukunftsängste und Enttäuschung. Niemals hätte irgendjemand gedacht, dass ich mich einmal so entwickle. Aber ich muss sagen es ist eine effektive Art meine Hände zu beschäftigen und meinen Kopf abzulenken von allem anderen. Am liebsten putze ich das Bad. Das ist übersichtlich, die Reiniger stinken und schäumen und ich kann schrubben, was das Zeug hält. Es gibt schlechtere Strategien zur Kompensation. Ich meine, was tue ich in meinem Leben gerade? Außer mehr oder weniger zu funktionieren? Was tue ich denn, was mir wirklich Spaß macht? Nichts. Was würde mir Spaß machen? Keine Ahnung. Wohin will ich? Woher soll ich das wissen?! Warum stehe ich wie erstarrt auf einem Fleck? Weil ich mich nicht weiter traue. Warum traue ich mich nicht weiter? Weil ich einen Fehler machen könnte. Was ist so schlimm an einem Fehler? Er ist inakzeptabel. Ich bin perfekt. Ich habe perfekt zu sein. Und immer wieder ist es dieser Punkt an dem ich hänge. Was hat mich dazu gebracht so zu sein? Warum ist das in mir eine so unumstößliche Tatsache? Warum lähmt mich das so sehr. Ernüchternd wohin mich meine Gedankengänge so führen. Und das ist nur einer von vielen, die mir in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durch den Kopf rasen. Immer weiter, immer mehr, verfangen ineinander. Das ist der Bereich, der mich fast dazu gebracht hätte zu versinken. Der Kopf war schon unter Wasser. Dann habe ich mich an einem "Ich muss" hochgezogen. Ich muss. Das ist gut. Immer weiter, immer weiter. Jeden Tag weiter, bis es das dann war. Hoffentlich nicht erst mit 40. |
| lioba | "Und du, du bist auf eine Weise besonders, die... Naja. Es scheint, als wärst du immer glücklich." Das denkst du? Dabei habe ich dir schon öfter als anderen die andere Seite der Medaille gezeigt. Und trotzdem bleibt dieser Eindruck? Bin ich wirklich so glücklich? Oder bekommt ihr mich einfach nicht zu Gesicht an Tagen, an denen es schlecht läuft? Ich wünschte dich könnte dir blind vertrauen. Ich würde dir gerne alles zeigen, was hier geschrieben steht. Ich hätte gerne, dass du mich kennst. Glücklich. Wer hätte das gedacht. Wer hätte gedacht, dass ich überhaupt hier noch sitze. Ja, momentan bin ich auffällig häufig relativ glücklich. Wahnsinn. |
| lioba | "Have you ever been in love? Horrible isn't it? It makes you so vulnerable. It opens your chest and it opens up your heart and it means that someone can get inside you and mess you up." Ein wunderbarer Kommentar unter folgendem Lied: [URL=http://www.youtube.com/watch?v=hj50BVJ8p9Y]Jason Walker - What if i told you[/URL] Fantastisch, wie dieses Lied passt. Auch, wenn ich wünschte es wäre anders umgesetzt. Aber der Text ist herrlich. Der Kommentar hat mich daran erinnert, warum ich mich nicht verlieben wollte. Warum ich mich auch jetzt sträube. Ich will nicht. Es gelingt mir nicht besonders gut. Denn ich will. Gestern habe ich einer Kollegin noch erzählt was für einen fantastischen Arsch und was für schöne Hände jemand hat. Das ist grenzwertig. Das ist schon zu viel Einsatz. Zu viel, was mir zu gut gefällt. Sicher, die Geborgenheit und Liebe sind gut. Zärtlichkeit und Wärme. Wirklich nicht zu unterschätzen. Das sind Dinge, die lassen mich von innen heraus strahlen und leuchten, wie nichts anderes. Aber der Einsatz ist zu hoch. Es macht mir Angst. Angst, die mich frieren lässt. Die mich zurückschrecken lässt, wie eben Wildkatzen, die mit der Pfote aus Versehen ins Feuer kommen. Ich muss versuchen mich wieder zu verschließen. Am besten erstmal zurück ziehen. Nicht melden. Unsichtbar werden. |
| lioba | Der Selbsterhaltugstrieb ist wieder da. Ich weiß nicht genau, wann ich ihn verloren hatte. Aber hier sitze ich. Nach einer Flasche Wein und einigen Schnäpsen. Ich habe die Klinge in der Hand. Ich höre die Musik. Ich setze an und bemerke: das ist es nicht. Erstaunlich. Was ist es dann? Sollte ich es erzwingen, um meinen Vernichtungsabend voranzutreiben? Oder mich daran erfreue, dass es so ist? Verstehst du das? Würdest du das verstehen, was ich hier tue? Dass ich es austesten muss? Sicher, auf deine Weise bist du kaputt. Aber wenn dein Wahnsinn herausbricht, dann richtet er sich eher nach außen, als gegen dich selbst. Würdest du verstehen, was ich tue? Du hast gesagt es würde sicherlich niemanden geben,dessen innerer Teufel so sehr deinem ähnelt. Stimmt das? Weißt du, was es heißt, dass ich hier sitze? Das letzte Mal musste ich daran denken, wohin mit den Beweisstücken. Hier sitze ich aber in meiner eigenen Wohnung. Viele Kilometer weit weg von jeglicher Kontrollinstanz. Ich weiß nicht. Vermutlich würdest du es nicht verstehen. Es bringt mir nichts! Das frustriert mich! Denn es gibt keinen Plan B. Was nun? Ich bin zu gesund für den Teufel in mir. |
| lioba | Kontrollverlust. Wie leicht dir das gelingt. Mir die Zügel aus der Hand zu nehmen. Ohne Zögern, ohne zu fragen, ohne Zweifel. Du nimmst sie einfach. Und du lässt dabei keinen Zweifel aufkommen, dass das so in Ordnung ist und, dass ich gut bin. Und zwar ganz genau so wie ich bin. Nicht trotz, sondern wegen meiner Macken. Ich muss gestehen, dass ich mich seit Ewigkeiten nicht mehr so ruhig gefühlt habe. Ich möchte mich zähmen lassen. Einen guten Teil hast du schon geschafft. Und ansatzweise habe ich dir auch endlich einmal die unschönen Seiten meines bisherigen Lebens erzählt. Und du mir. Und beide Geschichten sind sich sehr ähnlich. Ich überlasse dir nur all zu gerne die Führung. Mir fehlt dafür momentan die Kraft. Und ich möchte eigentlich auch gar nicht. Mach nur. Ich vertraue dir da. Bitte, zähme mich. |
| lioba | Wie ein Schatten bist du immer in mir. Lauernd, stark, geduldig. Immer und immer wieder versuchst du frei zu kommen. Mein innerer Dämon. Es ist ein Gefühl, als würde er versuchen sich in mir auszubreiten. Es ist kein Kampf, es ist ein stetiges zurück drängen der Machtübernahme. Ich kann nicht einmal mehr völlig klar denken. Ich bin so müde. Ich bin kaputt. In mir ist so viel Stille, dass ich sie gar nicht mehr loswerden kann. Ich brauche niemanden, der bei mir ist. Ich brauche niemanden, der mir hilft. Ich muss warten, bis dieser schwarze Schatten sich wieder zurück zieht. Fürs Erste kapituliert. Aber ich weiß ja: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Selbst wenn du gehst, dann werde ich dich doch ganz gewiss wiedersehen. Das ist nicht besonders erstrebenswert. Optimismus. Er hilft mir immer mehr. Früher hättest du mich in solch einer Laune bereits auf den Boden gezwungen. Eingerollt. Nur flach atmend und darauf hoffend, dass es bald aufhört. Heute sitze ich hier. Müde, etwas geistig abwesend, etwas gekrümmt, aber ich sitze hier. Und in noch einmal drei Jahren werde ich stehen. Das wird schon wieder. Ich brauche nur ein wenig Geduld, denn es kommt in Wellen und diese hat erst begonnen. |
| lioba | Terry Pratchett oder Hass(-/)Liebe Nun, am Wochenende gab es nachts noch eine sehr philosophische und vor allem hitzige Diskussion darüber, ob man nun sagen kann: "Ich hasse die Menschheit. Aber einzelne Individuen finde ich in Ordnung, ja mag ich sogar." Ich finde nicht! Ich würde sagen, man kann einige Züge, die manche Menschen an den Tag legen hassen. Und auch manches, was jedem Menschen (tief verwurzelt und evolutionär bedingt) zu Eigen ist. Und einen Großteil derer, die leider die Macht in der Hand haben kann man auch hassen. Aber dies sind alles Individuen. Einzelne Teile einer gigantisch großen Masse. Es ist nicht die Masse selbst. Und... nun, ich fand (und finde immernoch), dass man so einfach nicht denken sollte. Das ist destruktiv, das bedeutet, dass man die Menschheit aufgegeben hat. Und im Prinzip doch auch sich selbst. Das KANN und will ich nicht damit vereinbaren, dass ich so wundervolle Menschen kenne. Menschen, die aufstehen und etwas tun gegen die Dinge, die ihnen nicht passen. Und ich kenne doch nur so einen winzigen Bruchteil der Menschheit! Wie viele andere solcher toller Leute es geben muss! Sicher, es gibt auch genug dumme Menschen, raffgierige Aasgeier, Arschlöcher und und und. Und auch von denen gibt es MASSEN! Und eventuell stellen sie sogar eine Mehrheit dar. Aber keine vollkommene Mehrheit. Und solange es keine vollkommene Mehrheit ist, kann man nicht behaupten die ganze Menschheit zu hassen! Nein. Nun war aber das Problem, dass ich es nicht wirklich in Worte kleiden konnte. Es nicht fassen konnte, dieses Gefühl . Und das Wissen darum, dass ich Recht habe. Und als ich eben einen Terry Pratchett Film sah (Schweinsgalopp), da gab es auf einmal diesen Dialog, der all das in Worte fasste, was ich nicht fassen konnte. "Du hast gesagt: die Menschen brauchen Fantasie, um das Leben überhaupt zu ertragen." "Nein. Die Menschen brauchen Fantasie, um menschlich zu sein.Um den Platz zu behaupten, an dem der fallende Engel dem aufstrebenden Affen begegnet." "Mit Zahnfeen... Und Schneevätern." "Ja, zur Übung. Man muss damit anfangen an die kleinen Lügen zu glauben." "Dann glauben wir auch an die Großen." "Ja. Gerechtigkeit, Gnade, Pflicht. Solche Sachen." "Das... ist was vollkommen anderes." "Meinst du? Dann nimm das Universum und zermahle es zu einem ganz feinen Pulver. Siebe es mit dem feinsten Sieb. Und dann zeige mir nur ein Atom Gerechtigkeit. Ein Molekül Gnade. Und doch... verhalten sich die Menschen so, als gäbe es eine ideale Ordnung in der Welt. Als gäbe es so etwas wie Rechtmäßigkeit im Universum, die als Maßstab aller Dinge gelten kann." "Wenn wir aber an sowas nicht mehr glauben, dann wäre das Leben sinnlos." "Man muss an Dinge glauben, auch wenn sie nicht wahr sind. Wie sollten sie sonst wahr werden?" |
| lioba | Es ist nicht viel. Auch kein langer Text über Gefühle oder sonstiges. Er ist heute Mittag kurz einkaufen gegangen. Nur Papers, eigentlich. Und zurück kam er mit zwei Überraschungseiern. Eines für sich und eines für mich. Und meines war ein rosa farbenes. Mit Blumen drauf und so. Ein Mädchen - Überraschungsei. Ich finde es unendlich lieb von dir, bei so etwas an mich zu denken. Ich liebe solche Kleinigkeiten weit mehr, als die großen Dinge. |
| lioba | Ich möchte in diesen kleinen Abrissen meines Lebens nicht mehr zurück gehen. Ich lese drei oder vier und dann... möchte ich nicht weiter zurück. Es ist bei weitem keine Stille in meinem Leben. Es ist laut, es ist schwierig, es ist... kompliziert. "Leben" ist nun einmal nicht nur Zuckerwatte und rosa Herzchen. Damit habe ich mich abgefunden. Ich habe Angst das zu sagen, denn Murphy ist ein totaler Vollarsch, der alles lies und hört. Aber momentan habe ich das Gefühl in meinem Leben etwas zu erreichen. Und ab und an denke ich mir: "Ich habe mir das verdient. Es war so viel schwierig und furchtbar und tat so sehr weh. Und nun... habe ich das, was passiert mir selbst verdient." Ich hoffe, dass dem so ist. Ich bin... fassungslos. Ich bin fassungslos, dass man mich wollen kann. Beruflich. Privat. Ich habe eine Ausstrahlung. Ich habe... nun, ich bin wer. Das klingt banal, aber für mich ist das eine Erkenntnis, die ganz langsam durchsickert. Und mich erstaunt. Ich kann Teile dessen, wie ich bin gezielt einsetzen. Ich kann eine Wirkung erzielen. Ich bin wer. Man kann mich hören. Man kann mich sehen. Nach 23 Jahren so eine Erkenntnis. Nun, nicht jetzt auf einen Schlag. Schon seit ein paar Wochen. Aber gerade wird mir bewusst, was sich verändert. Und du... ich vertraue dir. In mancher Hinsicht. Nicht total, das wäre ja utopisch. Aber ich kann mich vor dir fallen lassen. Ich finde dich schön. Ich mag deine Stimme. Dein Geruch ist mir vertraut. Du hast mich gezähmt. Pass bitte auf mich auf, ich möchte nicht wieder kaputt gehen. |
| lioba | Am Dienstag konnte ich nicht mehr. Ich schrieb dir, dass wir das mit uns lassen, endgültig. Denn, wenn du das als Freundschaft mit Vorzügen siehst, dann fühle ich viel mehr. Und das geht nicht. Kaum schrieb ich dir das, kam von dir die Antwort, dass wir es doch dann endlich mal eine Beziehung nennen könnten. Und, dass du dir da schon länger sicher bist, dass du das möchtest. Dass du auch andere Frauen schon seit einiger Zeit nicht mehr anflirtest, weil du sonst ein schlechtes Gewissen bekommst. Und nach all dem bist du hier gewesen, am Freitag. Und dann wolltest du von mir, aus meinem Mund hören, dass das nun eine Beziehung ist. Dass wir ein Paar sind. Schwierig. Denn... nun ja. Wir reden von mir und Gefühlen. Und schließlich kommst du zu mir, nimmst mich in den Arm und erzählst mir, dass du dir vorgenommen hattest mir das zu sagen, wenn du mich das nächste Mal siehst: "Ich liebe dich". Es fühlt sich seltsam an. Und... ich bin mir nicht mehr sicher, ob du das gesagt hast. Oder, ob ich geträumt habe. Ich konnte nur lächeln, dich küssen und umarmen. Ich konnte nichts sagen. Kein "Ich dich auch", kein "Ich liebe dich" von mir. Ich kann das nicht. Und nun sitze ich hier und würde es dir so gerne sagen. Oder lieber schreiben. Denn sagen... ich weiß gar nicht, wie. Aber auch dir das zu schreiben scheint fast unmöglich zu sein. Abgesehen davon, dass ich dir so viel hinterherlaufe gerade und dir heute schon schrieb: Ich bekomme es weder über die Lippen, noch schaffe ich es das zu schreiben. Ich habe Angst. Angst aufzuwachen und festzustellen: es ist alles wie vorher, das mit dir war nie. Oder festzustellen wie wenig ich dir bedeute. Oder, dass du blind warst und erst später bemerkst, dass ich nun wirklich nicht der beste Fang bin. Angst mein Innerstes zu zeigen. Ich habe es gerade erst einigermaßen stabil zusammengeklebt. Ich weiß nicht, ob ich es aushalte, wenn es wieder kaputt geht. Die vor dir haben ganze Arbeit geleistet. Ich habe Angst die Illusion von Perfektion aufzugeben. Ich habe Angst Fehler zu zeigen. Wirkliche Fehler. Ich habe Angst davor es falsch zu sagen. Nein, das geht einfach nicht. Aber ich vermisse dich gerade. Ich würde mich gerne trauen mich fallen zu lassen vor dir. Wirklich fallen zu lassen. Aber... ich sitze vorteilhaft, ich verhalte mich einigermaßen durchschnittlich. Solche Dinge. Ich würde nie, niemals vor dir weinen. Von meinem jetzigen Standpunkt aus. Ich würde mich niemals ganz gehen lassen. Aber danach sehe ich mich so sehr. Danach hungert alles in mir. Nach der Sicherheit nicht fallen gelassen zu werden. Aber dazu müsste ich mich öffnen. Ich war schon so froh, dass dein Vater schlief, als wir bei euch waren. So musste ich ihn nicht kennen lernen. Das ist alles zu viel. Und gleichzeitig zu wenig. Ich kann das nicht, das löst momentan fast schon eine kleine Panikattacke aus. Es war bisher nicht gut mich zu öffnen. Eine kurze Zeit lang. Aber dann... Vielleicht sollte ich das alles sofort beenden. Abbrechen, solange es noch nicht all zu viel Schaden anrichtet. Ich bin nicht gut für dich. Ich bin ja nicht einmal gut für mich. Wie kommst du überhaupt auf diese völlig bescheuerte Idee mich zu wollen? Mich? Es gibt zahllose andere Damen auf der Welt und in näherer Umgebung, die in so gut wie allen Bereichen besser sind, schöner sind, mehr können. Such doch dein Glück dort. Nicht bei so einem Wrack wie mir. Ich hätte gerne, dass du das weißt. Aber ich werde dir das sicherlich nicht erzählen. Ja, ich schüttel auch den Kopf über mich... |
| lioba | Aaaaaachtung: Schonungslose Direktheit! So ist es vermutlich auch mit Heroin oder ähnlichem. Es zu lassen fällt schwer. Auch noch Jahre später schleicht es sich in den Kopf und brüllt und heult, reißt an mir. "Tu es!!!" "Das heißt ich könnte ihn je nach Stelle und Intensität 4 bis 8 Wochen lang nicht sehen. Hmm.." "Scheiß doch drauf! Beende die Beziehung. Jetzt tut es noch nicht so weh. Und du hast doch mich." "Ich kann nicht, ich weiß, dass es mir nichts bringt." "Du weißt, dass es dir nicht hilft dir das Bein aufzuschneiden. Aber der Arm. Du weißt doch noch, dass sich das anders anfühlt?" "Ja, ich weiß. Aber... das ist es mir nicht wert. Es war nur ein scheiß Tag." "...erinnere dich ganz genau an das Gefühl. Überhaupt an damals. Erinnere dich an den Emotionsjunkie, der du warst. Sicher, das bringt schlechte Zeiten, aber vergiss nicht diese atemberaubende Achterbahnfahrt." "Ich... nein.... ja... Ich will es. Aber ich weiß, ich will es im Grunde nicht. Das bist nur du. Mein Monster, dass mir diese Dinge einflüstert. Schmackhaft macht. Geh schlafen. Lass deine Ketten Ketten sein. Träume noch ein wenig weiter. Lass mich noch etwas leben." |
| lioba | Ich wollte die sein, der es gut geht. Die, die glücklich ist mit ihrem Leben. Die bin ich nun für alle, die mich täglich erleben. Und das zermürbt mich. Wie kann ich meinem Freund zeigen, wer ich bin? Dass ich Abende lang hier sitze, immer ein und das selbe Lied singe, eine Klinge in der Hand, die Tränen laufen so vor sich hin. Ich zweifle an mir selbst. Immens sogar. Ich zweifel an allem, was ich tue. Ich verstehe nicht, wie man mich lieben kann. Wie man mir vertrauen kann. Sieht denn niemand, was für ein kaputter Bastard ich bin? Bin ich eine so gute Schauspielerin geworden? Ist die Maskerade so perfekt? Nüchtern, wie berauscht? Ich wünschte so sehr jemand würde hinter diese Maskerade sehen. Ich wünschte ich könnte mich fallen lassen. Aber mein Freund hat jetzt eine Freundin, die relativ selbstbewusst ist und meistens auch echt glücklich mit ihrem Leben. Ich weiß nicht, ob das ich bin. Ich weiß nicht, ob er mich halten könnte. Oder besser: halten wollte. Ich glaube nicht. Ich in Reinform bin nicht gut für andere Menschen. Also verstelle ich mich. Um nicht gar so einsam zu sein. Ich hätte es nie soweit kommen lassen sollen. Mich nie verlieben sollen. Niemals denken sollen, dass ich ankommen könnte. Es tut so weh wieder auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Er sagt er lässt sich einfach immer fallen und schaut, wer ihn auffängt. Das sei viel einfacher, als das ganze Gewicht immer selbst zu tragen. So ein Vertrauen. Ich glaube er ist noch nie wirklich tief gefallen. Ich dachte er würde hinter meine Maskerade sehen wollen. Aber... er scheint zufrieden mit dem, was da ist. Nicht nachfragen, nicht kümmern. Aber er hält mich einen Tag in der Woche beim einschlafen fest. Wenn er um mich herum ist, dann verziehen sich alle Wolken. Ich hätte es lassen sollen. |
| lioba | Nun, eventuell sollte ich ab und an anmerken, dass ich hier nur meinen Mist ablade. Von den schönen Seiten schreibe ich so wenig, ich lebe und genieße sie. Zum Beispiel von einem Wochenende voller Verständnis, Liebe, Zuneigung und Aussprachen. Von einer neuen Kollegin, die ich nach dem ersten Treffen schon sehr gerne mag. Davon, dass ich mich austoben darf in der Gestaltung meiner Arbeitsstelle. Dem Grillen am Donnerstag, der Nacht auf dem Berg mit einer Flasche Wein, Decken und tollen Leuten. Von einem neu entdeckten Lieblingsalkoholgetränk. Von meinen Ratten mit ihren wahnsinnig süßen Ohren, ihren goldigen Nasen und ihrem zum sterben weichen Fell. Nur so angemerkt. Dazwischen geht es mir fantastisch :D |
| lioba | Ich liebe diesen Mann! Ich liebe ihn so sehr, dass ich gerade platzen könnte deshalb! Allein der ganze Tag gestern mit ihm. Ich habe so viel gelacht und gekichert, wie ein kleines Mädchen. Ich bin eingeschlafen und er hat mich zugedeckt. Er tippt auf meine Pickel, findet irgendwelche Falten und rillen, zieht mich damit auf und sagt mir hinterher wie wunderschön ich bin. Ich war ja schon das ein oder andere Mal verliebt. Mal glücklich, häufiger eher unglücklich. Aber dieser Mann... Bei ihm habe ich das Gefühl, dass ich ihn wirklich behalten möchte. Einfach behalten. Mit ihm ist das Leben einfach. Er kann mich nerven, zickig sein, besserwisserisch. Aber ich will ihn behalten. Ich möchte ihn nicht mehr hergeben. Und dieses Mal habe ich es anders gemacht. Ein Therapeut sagte mir einmal, dass ich mich zu schnell in Beziehungen gestürzt habe, den Menschen ja gar nicht richtig kannte. Ihn kannte ich. Und ihn wollte ich, koste es was es wolle. Jetzt habe ich ihn. Meine Mama liebt ihn, meine Schwester hat ihn für sich als Bruder angenommen, mein Papa mag ihn. Nein. Ich gebe diesen Mann nicht mehr her. Und wenn dann von ihm Sätze kommen wie: "ich habe gerade einen gladiatorkampf angezettelt. habe alle 16 zitronenkerne in die erde gedrückt. mal schauen welche überleben. ihr schlimmster gegner ist mein grüner daumen!" Dann möchte ich ihn mir schnappen, drücken bis er fast keine Luft mehr bekommt und küssen bis zum Ende der Welt. Scheiße, womit hab ich das verdient? Egal, ich habs und es ist überragend gut! |
| lioba | Ein sehr stiller und kurzer Pfad. Und viel Wärme. Dieses stille Schmunzeln, dass mir auf den Lippen liegt, wenn ich an ihn denke. Das Gefühl seine Hand in meiner zu spüren. Seine innere Ruhe und Stärke. All die kleinen nervigen Dinge an ihm. Das Gefühl seiner Lippen, die mich küssen. Die Ruhe und Sicherheit, die seine Umarmung mit sich bringt. Der kleine Stich, wenn wir uns für die Woche verabschieden müssen, weil das Wochenende nur all zu schnell vorbei war. Die Welt könnte untergehen. Mein Leben zerspringen. Es würde mich nicht zerstören, weil er mich so sehr glücklich macht. Ich hatte so viele Idioten. Krank, drogenabhängig, verlogen, unentschlossen. Alle waren auf ihre Weise gut und gaben mir irgendetwas. Aber keiner hat mich je denken lassen: "Das war es. So passt das. Bei ihm bleibe ich." Er nimmt mir den Fahrtwind und gibt mir ein Zuhause. Jedesmal, wenn ich in seinen Armen liege weiß ich: hier gehöre ich hin. Wer hätte gedacht, dass meine Heimat bei dem kleinen, kurzhaarigen Russen liegt. |
| lioba | Ob ich es verdiene oder nicht. Ob ich nun heule und scheiße aussehe oder nicht. Ob ich nun lache oder nicht. Ob ich fett bin oder nicht. Das ist alles egal. Und ich bemerke jetzt im Moment erst, dass es das wirklich ist. Wie schafft das ein Mensch innerhalb von... ein paar Wochen, woran ich seit Jahren arbeite? Ist das nun gut oder schlecht? |
| lioba | Ich benötige meinen Abfalleimer nicht mehr. Denke ich. Ich bin angekommen in meinem Leben. Danke. |