| Furunkel | Britische Ärzte planen Gesichts-Transplantation Britische Ärzte wollen im nächsten Jahr erstmals das Gesicht eines Toten auf einen entstellten Patienten übertragen. Peter Butler, ein plastischer Chirurg in London, will sich um eine Genehmigung dafür bemühen. Mich würde mal interressieren was ihr von sowas haltet..... ist sowas vertretbar Moralisch....Ethisch...!? |
| deadsoul | ...ein völlig entstellter Mensch, der von allen nur angegafft wird und dadurch Höllen-Qualen durchleidet. ...ein Mensch, der jedes mal wenn er in den spiegel schaut nur selbsthass empfinden kann... Ich wüsste nichts, was dagegen spricht! man sollte nur drauf achten, dass die bekannten des toten nicht in der Nähe wohnen. Also rücksicht nehmen. Davon abgesehn, ist die plastische Chirugie soweit, dass der "Entstellte" sich sein neues Gesicht auch anpassen lassen kann..bzw sieht das transplantierte Gesicht, auf dem anderen kopf überhaupt ganz anders aus. also: es spricht nichts dagegen, wenn man auf die trauernden achtet. |
| Curzon | Wie fühlt man sich im eigenen Körper, wenn man im Spiegel jemand völlig anderen sieht? Ist dieses Gefühl besser, als das Gefühl sein zwar entstelltes, aber immer noch eigenes Gesicht zu sehen? |
| deadsoul | Gut, kommt wohl auf den Grad drauf an.. Ich pers. sehe Menschen erst als "entstellt" an, wenn die menschlichen Proportionen sehr stark gestört sind. Das ist einfach mein pers. Empfinden. Ich denke da zb. an Menschen, die Noma überlebt haben und nur noch ein halbes Gesicht haben. (googled: [url]http://www.prosieben.de/wissen/taff/themen/2002-05-06_01/[/url]) ...für alle anderen Fälle, bietet die plastische Chirugie ja bereits Lösungen an und arbeitet auch weiter daran. ...Viele der "Entstellten" haben sich vielleicht damit abgefunden, andere sind womöglich dem selbsthass verfallen oder haben gar kein "gesichts"-empfinden mehr. das heisst, sie sehen sich sowieso nicht mehr im Spiegel, sondern nur eine grässliche Fratze. Ich würde wohl mein verkrüppeltes Bein (hab ich nich) hergeben, wenn ich dafür ein Neues bekommen würde, was funktioniert. Beim Gesicht ist es etwas natürlich etwas anders... ...Aber es funktioniert auch, im sinn von "zwischenmenschliches Funktionieren" |
| Queenie | hmm... ich dneke mal, dass es bei dieser transplantation hauptsächlcih um die gesunde haut, nerven, häärchen und weiteres geht. ich denke da besonders an starke verbrennungen, bei der auch nasenknorpel, wimpern, augenbrauen, und, vor allem! die haut zerstört wurden. die form, bzw das aussehen des gesichts wird wohl dem früherem aussehen des patienten angepasst werden. was ja für die heutige chirurgie kein grosses problem mehr darstellt. also wird quasi kein "neues" gesicht aufgesetzt, sondern das alte wird mittels eines neuen wieder hergestellt. |
| tenebres | soetwas zeigt einmal wieder wie Oberflächlich die Gesellschaft ist. Anstatt endlich das Schönheitsproblem das durch die ganzen Medien entstand zu lösen, fangen sie mit Gesichtstransplantationen an... Ok, es kommt wirklich auf die Größe der Entstellung an. Eigentlich wäre es den entstellten Leuten doch egal, wie sie aussähen, wenn sie dabei keine Schmerzen hätten oder Ablehnung bekommen würden. Ich weiß, wie es ist tagtäglich angemacht zu werden, wegen meines aussehens. Aber ich habe nicht vor eine OP machen zu lassen bloß um dieser intoleranten, oberflächlichen Gesellschaft genugtuung zu geben. Stattdessen bin ich auch noch Schwarz, aufmüpfig und rebellisch :D und das bin ich gerne. Ich schockiere mit meinem Aussehen, dann noch mit den Klamotten... bin halt extrem und erschrecke gern die Leute. Man lernt auch mit der Zeit damit umzugehen und gekonnt anmachen zu ignorieren. Sicher ist es nicht schön, aber was soll man machen... Freunde mögen einen auch ohne auf das aussehen zu achten. Oki, der Text kann mal wieder ein wenig verwirrend sein.. aber, wer Fragen hat.. kann Fragen stellen... dark greetinx, Tene |
| deadsoul | tenebres... genrell hast du was gesellchaft usw. betrifft natürlich recht...wurde hier auch schon oft totdiskutiert. nehmen wir diese sache mal als gegeben an "gesellschaft ist oberflächlich" ...der unterschied liegt jetzt für mich darin, ob man etwas freiwillig tut oder nicht, denn darin liegt ja erst der sinn der provokation. Etwas verrücktes freiwillig zu tun, was andere nicht tun würden und damit eine gegenreaktion erzwingen. Ein pfarrer, der ein schwarzes gewand trägt wird wohl nicht provozieren. Trägt er hingegen ein nonnen-kostüm, wird er es tun. ...diese Menschen hatten nie die Wahl und wenn die Chirugie auf die Art, wie Queeni beschrieb, ihnen a) einen 2. gesellschaftliche Chance geben kann b)eine neue chance für sich selbst, dann gibt es für mich keinen moralischen/ethischen Grund, der dagegen spricht. nachtrag: hab grad erst :"ok es kommt auf den grad an" gelesen... aber trotzdem passt es noch... - freiwillig oder unfreiwillig |