| deadsoul | ...okay, wer kennt sie nicht...die Weihnachtsgeschichte mit Maria und Josef und der Grippe und dem Balg. ...was haltet ihr davon mal die Geschichte ins wahre Licht zu rücken. Würde mal gerne die echte Version der Geschichte lesen...interpretationen sind natürlich offfen... Also, hat jmd. erstmal ein paar Fakten zum schreibseln?! Egal aus welcher Schrift auch immer...?! *g* |
| Curzon | Wußte gar nicht, daß Josef ne Grippe hatte :D |
| deadsoul | Also gut ihr habt es so gewollt... dann sammeln wir eben "wahre weihnachtsgeschichten": Die sache mit dem bier.. Es begab sich zu einer Zeit, als die Menschheit sich noch nicht so recht einig war, wonach sie ihre Jahre zählen sollten. Damals waren allerorten drei Freunde als die schlimmsten Trunkenbolde bekannt, die das Morgenland je gesehen hatte. Sie hießen Kaspar, Baltasar und Melchior und stammten alle aus adligen Familien. Je mehr Saufgelage sie hinter sich hatten, desto weiser wurden sie; zumindest wurden zu jener Zeit die wirren Sentenzen, die sie zum Besten gaben, allgemein als große Weisheiten angesehen, da die drei ja aus königlichem Hause waren. Heutzutage würde man von einsetzender Demenz aufgrund von Trunksucht sprechen, aber wer kann das schon auseinanderhalten. Irgendwann waren sie so weit, dass sie anfingen, am hellichten Tage Sterne zu sehen. Keiner traute sich, ihnen zu sagen, dass da gar keine Sterne waren, und so verbreitete sich die Kunde, im Land der drei Weisen sei ein Zeichen am Himmel erschienen. Zwar hätten Kaspar und Co. die Sache mit den Sternen spätestens beim nächsten Gelage wieder vergessen. Da es aber nun schon mal publik war, wurden sie von den führenden Sterndeutern gedrängt, sich auf die Reise zu machen, den Zeichen am Himmel zu folgen. Die Sterndeuter sagten das übrigens, weil sie ihrerseits von den umliegenden Kneipenbesitzern gedrängt wurden, ihnen endlich die drei Suffköppe mit ihren stets in Randale ausartenden Endlospartys vom Halse zu schaffen. Pfiffigerweise versprachen die Astrologen den drei Saufkönigen außerdem, am Ziel ihrer Reise ein Bierfass zu finden, das niemals leer wird, wie viel man auch daraus trinkt. "All righdo", sagten sich die drei, "das haben wir doch gesucht!" und machten sich auf den Weg. Nach langer und beschwerlicher Reise - Tankstellen waren ja noch vergleichsweise spärlich gesät - fanden sie in einem Bauernkaff namens Bethlehem tatsächlich das Fass mit dem nie enden wollenden Biervorrat. Wenigstens hatten sie es so in Erinnerung, bevor ihnen am nächsten Morgen unter nie enden wollenden Kopfschmerzen erzählt wurde, sie seien in einem stinkenden Stall gelandet, in dem ein Paar von Obdachlosen gerade Nachwuchs bekommen hatte, worüber sie so aus dem Häuschen gerieten, dass sie dem Balg alle Habseligkeiten hinwarfen, eine Tüte Weihrauch nach der anderen rauchten und bis spät in die Nacht um die Kinderkrippe tanzten. "Hoppla", dachten sich Kaspar, Baltasar und Melchior, und fingen an, nach einer plausibel klingenden Ausrede zu suchen, um sich aus der Affäre zu ziehen. Dass sie in Wahrheit das Kind mit der schwachen Blase für ein 5-Liter-Fass mit unaufhörlichem Bierausfluss gehalten hatten, konnten sie ja schlecht sagen. So behaupteten sie eben, der Racker sei was ganz Besonderes, da sie überhaupt erst ein wunderbares Himmelszeichen zu ihm geführt hätte, und wer das nicht glaube, kann gerne mal die Astrologen bei ihnen im Morgenland fragen. So weit dachten die Bauern aus Bethlehem jedoch gar nicht erst und glaubten die Geschichte sofort. Die drei Saufkönige verließen jenes Bauernkaff bald darauf, um weiter nach dem sagenhaften Bierfass zu forschen. Leider haben sie es nie gefunden. Einmal jedoch waren sie verdammt nah dran; dummerweise weigerte sich dann jedoch der Freak, der angeblich aus einer Packung Fischstäbchen fünftausend machen konnte, etwas Vergleichbares mit ihren Biervorräten anzustellen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte... [geklaut von irgendwo] |
| deadsoul | "Jossl" Und es begab sich zu der Zeit... aber diesen ganzen Salm kennt ja eh jeder und deshalb werde ich ihn weglassen, obwohl Herodes ein ganz, ganz schlimmer Finger war und eine Verfilmung seiner Kinder- massenmeuchelung sicher ein Kassenschlager wäre. Setzen wir also dort ein, wo ein Zimmermann, der so arm war, daß er nicht einmal einen Familiennamen hatte, sich mit seiner hochschwangeren Frau aufmachte, um nach Betlehem zu ziehen. Josef, den seine Kumpels kurz 'Jossl' nannten, grummelte den ganzen Weg lang. Erstens mußte er mit seinen windigen Sandalen laufen, während seine Frau bequem aus dem Esel ritt und zweitens gingen ihm andauernd die Worte seiner Kumpels durch den Kopf. "Jossle, bist Du denn völlig meschuggen? Wie will dei Frau noch Jungfrau sein, wenn se is schwanger?" oder "In der letzten Zeit is dei Frau immer verdächtig lang beim Ölhändler Cohn jewesen!" und Ähnliches mußte er sich tagein und tagaus von seinen Kumpels Mosche und Izak anhören. So kam ihm der Erlaß, daß jedermann in seinen Geburtsort gehen sollte, um sich zählen zu lassen, gerade recht. Er kam sich ja selbst wie ein Idiot vor, daß er seiner Frau diesen Blödsinn mit dem 'Heiligen Geist' glaubte, aber wenn er's nicht tat... uihhh! Maria war eine äußerst streitbare und zänkische Frau, wenn es nicht nach ihrem Willen ging und so akzeptierte er halt diese dumme Ausrede für ihr ehebrecherisches Treiben. 'Pah, heiliger Geist! Der berauschende WeinGEIST des Ölhändlers wird se jefügig gemacht haben!' und "Hab ich se nich zur Frau jemacht, am ersten Abend als wir waren allein im Olivenhain?!" ging es Josef durch den Kopf. Da seine Frau andauernd Pausen machen wollte und so das Tempo drosselte, kam es, wie es kommen mußte. Statt am Tage, kamen sie mitten in der Nacht in Betlehem an und alle Fremdenzimmer waren belegt. Selbst die Betten im RVJM - im Römischen Verein Junger Männer - waren alle belegt und so irrten sie ziellos durch den Ort. "Ich denk, Du hast hier so gute Beziehungen und dann findeste nich ma a Zimmer für uns!?" keifte Maria andauernd und Josef war kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Sie bogen gerade in die 'Wir gebbe nix'-Straße ein, als Maria einen offenstehenden Stall entdeckte. "Sag was Du willst, ich MUSS jetzt irgendwo rein und niederkommen. Also laß uns in den Stall dort gehen!". "Aber..." wollte Josef entgegnen, doch Maria war schon vom Esel gefallen und schleppte sich mühsam in den Stall. Josef zuckte mit den Achseln und folgte ihr gehorsam. Kaum hatte er den Esel vor dem Stall angebunden, hörte er seine Frau auch schon keuchen und schreien. Zum Glück war Josef vor Wochen beim Schwangerschaftstraining gewesen und konnte seine Frau hilfreich unterstützen. "Atmen... tief atmen! Und jetzt pressen! P-R-E-S-S-E-N!!!" wies er sie an und Maria atmete und preßte und preßte... plötzlich machte es laut und vernehmlich -PLOPP- und das nackte, schleimige, unansehnliche Gör schoß aus ihr heraus, pralle von der nahe stehenden Krippe ab, klatschte dem im Stall stehenden Ochsen gegen die Seite und fiel neben Maria ins dreckige Stroh. Josef hob den Balg an der Nabenschnur hoch und ließ es wie einen Uhrpendel hin- und herschwingen. Als das keinen Erfolg zeigte, versetzte er dem Kind eine schallende Ohrfeige - "Wirste wohl atmen, Du Kind der Schande!?" "Buähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!" plärrte das Balg los und vorbei war's mit der beschaulichen Ruhe im weihnachtlichen Stall! "Wirste wohl still sein, Du außerehelicher Sohn eines lüsternen Ölhändlers! Du weckst ja noch die ganze Nachbarschaft!" herrschte Josef das Kind an und versetzte ihm erneut eine schallende Ohrfeige. "JOSEF!!!" vernahm er vom Boden, wo seine Frau noch immer mit ordinär gespreizten Schenkel lag. "Ich mein ja nur, wenn nu die Leit kommen und uns aus dem Stall werfen täten!" Achtlos schob Maria die schleimige, glibberige Nachgeburt zur Seite und raffte sich mühsam auf. "Das laß man ruhig meine Sorge sein!" sagte sie und biß gekonnt die Nabelschnur des kleinen Jesuskindes durch. "Und räum den ekeligen Dreck hier weg!" herrschte sie Josef an. Während Josef seinen Aufgaben nachging, herzte und küßte Maria das Kind, versetzte dem Ochsen einen Hieb und legte das Gör dann in die freigewordene Futterkrippe. Und so herrschte plötzlich ein besinnliches Bild der Eintracht, des Friedens und Glücks in diesem kleinen schnuddeligen Stall. Plötzlich wurde die Decke am Eingang zur Seite gerissen und drei finster dreinblickende Gesellen, gesellten sich zu Maria, dem Kind und dem Einfallspinsel Josef. "Machla me chuktu ib'n absa kal...ähhh... ich vergaß. Seit gegrüßt edle Mutter. Wir sind drei Magi... ähhh... Weise aus dem Morgenland und sind gekommen, daß Kindlein zu preisen!" grüßte einer von ihnen. Mißtrauisch beäugte Maria die drei Eindringlinge, von denen einer sogar schwarz war... SEHR bedenklich! Alle Drei waren in seltsame Lumpen gehüllt, rochen streng und hatten so einen gierigen Blick, wenn sie zur Krippe mit dem kleinen, unschuldigen, nackten, hilflosen Knaben schauten... Schützend stellte sich Maria zwischen die seltsamen Typen und ihrem Kind, griff zur Heugabel und hielt diese drohend in Richtung der Eindringlinge. "Aber ehrenwerte Frau, wir wollen dem Knaben nichts Böses! Wir folgtem dem Stern, um ihm zu preisen!" Maria machte zwei Schritte vorwärts und drängte die in Lumpen gehüllten Ausländer aus dem Stall. "Ich weiß genau, was ihr Ungläubigen von meinem Sohn wollt, ihr Pederasten! Laßt euch noch einmal hier sehen und ihr bekommt die Heuforke hinein bis zu den Zinken! Schleicht euch!" Mit angsterfüllten Blicken flohen die Weisen... während Maria noch die halbe Nacht lang hinter ihnen her fluchte. Und so endet meine kleine Weihnachtsgeschichte. Die allseits bekannte Form wurde von den Weisen verbreitet, die somit mit die ältesten Geschichtsfälscher der Geschichte sind. Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachtsfest! [geklaut von irgendwo] |