| Brixa | Hallo! Ich habe keine Ahnung, wohin dieses Thema passt (für das Hospital ist es irgendwie nicht traurig genug... ;)), darum schreib ich es einfach mal hier hin - bei Bedarf bitte verschieben! Es geht darum, dass ich in meiner Therapie momentan darüber zu entscheiden habe, ob ich mich einer Selbsthilfegruppe anschließen soll. Mein Hauptproblem ist ja die Soziale Phobie, wobei ich momentan nicht so krass drauf bin, dass ich nicht mal rausgehen kann, sprich: für Selbsthilfegruppe mit Angst-Patienten halte ich mich - momentan!! - nicht "gestört" genug (was nicht abfällig gemeint ist!!!)... nun sagte mir meine Therapeutin etwas von "EA" (wobei ich nicht glaube, dass das das Richtige für mich ist, denn Probleme, Gefühle zu entwickeln bzw. mit ihnen umzugehen habe ich eigentlich nicht wirklich) - Emotions Anonymous oder so? - und "Coda" (Co-Abhängige und Menschen, die Schwierigkeiten haben, Beziehungen aufzubauen - das passt bei mir schon eher) sagte. Ich habe nun das Internet durchforstet, finde dazu (zu Coda) aber nicht wirklich was - kann mir jemand weiterhelfen? Ich wüsste auch gerne, ob hier jemand Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen gemacht hat (egal auf welchem Gebiet)?! Hat es Euch geholfen oder eher nicht? Wie laufen solche Treffen ab etc.? Brixa |
| Brixa | *räusper* Man sollte halt auch den RICHTIGEN Suchbegriff eingeben. Ich weiß nun mehr zu Coda. Trotzdem würden mich Eure Erfahrungen zum Thema Selbsthilfegruppen interessieren, wenn Ihr welche gemacht habt oder gerade macht! |
| Brixa | Echt niemand???? :( |
| Brixa | Ja, mira... Ich bin nämlich auch am Hin- und Herüberlegen, ob ich mich da überhaupt irgendwo anschließen soll... hab mir grad die Homepages von den 2 Gruppen angekuckt, die mir meine Therapeutin empfohlen hat und war ziemlich entsetzt, als ich die 10 Grundregeln gelesen habe. Ständig heißt es da, wie Gott einen liebt blabla... ich hab die Befürchtung, ich rutsch da inne Sekte, wenn ich da Kontakt aufnehme. bin totale Atheistin und will mich nicht volllabern lassen mit Gott und diesem Kram... |
| Brixa | bin auch nicht so begeistert - man ist dann ja wieder inner gruppe, die in ihrer eigenen welt lebt... und die mich wahrscheinlich (als schwarze) eh nicht verstehen. oder die einen "Soooo gut versthehen" und bemitleiden - und mitleid brauch ich eher nicht. mira - nee, s orry, ich wär eigentich dran gewesen mit antworten, aber mir gings die letzten wochen dreckig (auch gesundheitlich). aber ab montag lässt der stress nach, dann meld ich mich. muss jetzt gleich weiter (bin im inet-café, da zuhause kein pc)... nicht auf schreibfehler achten, die tatsatur is totaler mist! ;) |
| Tears of Agony | @Brixa Das hat zwar nicht unbedingt mit dem Thema zu tun, aber wie gestaltet sich sonst deine Therapie? Weil ich wäre gut beraten auch eine zu machen, nur ich will nicht zugesülzt werden (1. mit Sachen, die ich selber weiß 2. mir sagen zu lassen ich sei unnormal 3. mich gleich auf mehreren Ebenen therapieren zu lassen 4. keine medikamentöse Behandlung). Meine Probleme tendieren auch in diese Richtung, die du beschriebst. Ich bin ziemlich unsicher was Beziehungen zu anderen Menschen angeht, weil ich niemanden verlieren möchte. Habe Kontaktschwierigkeiten und gehe ungern raus, aber ich kann noch damit leben. Ich bin kein Extrem, aber so ohne ist das ganze nicht für mich. Ich bin irgendwo einsam, komme aber nicht aus mir raus. Tears |
| Brixa | @ToA: Die Therapie gestaltet[B]e[/B] (hab sie inzwischen abgebrochen, wegen verschiedener Gründe) sich so, dass wir hauptsächlich redeten - darüber, was ich so die Woche über gemacht habe (die Sitzung war 1 x wöchentlich) und wie ich mich fühle, welche Probleme mich belasten usw. Manchmal habe ich auch Bilder zu Hause gemalt, die dann mitgebracht und sie hat sie (anfangs zumindest) analysiert. Ansonsten musste ich einmal ein Rollenspiel mit mir selber machen (positive/negative Hälfte meines Ichs). Aber im Grunde war es nur Reden und am Ende nicht mehr als ein "nettes" Plauderstündchen, das mich nicht weitergebracht hat... Darum will ich nun eben versuchen, mir selbst zu helfen, mir eine SHG zu suchen usw. Ich würde evtl. mal (wenn Du eine SHG suchst) beim Gesundheitstreff (gibt es in jeder größeren Stadt) anrufen, die nennen Dir geeignete Gruppen, wenn Du Deine Probleme kurz schilderst. Oder im INet nach Therapieformen schauen (habe ich auch gemacht), und die Krankenkassen beraten einen auch manchmal, welche Therapie geeignet wäre. Wünsche Dir viel Glück und Erfolg! |
| GreenFairy | Hallo Brixa, ich habe zwar persönlich keine Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen, habe aber im Bekanntenkreis ein paar, die durchaus gute Erfahrungen damit gemacht haben. So z. b. ein trockener Alkoholiker, der nach der therapie bei den Anonymen Alkoholikern die stabilität gefunden hat, um trocken zu bleiben. Und eine andere Bekannte ist grade wegen Eßstörungen (nach stationärer Therapie) in eine Selbsthilfegruppe gegangen. Obwohl diese Selbsthilfegruppe auch einen christlichen Hintergrund hat, spiegelt sich das in den Treffen nicht wieder und die Gruppe hilft ihr weiter. Es gibt sicher die Möglichkeit, mal unverbindlich an einem treffen teilzunehmen. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob eine Selbsthilfegruppe für dich in Frage kommt. Alles Gute und viel Kraft Green Fairy |