| Amrita | Die US-Regierung will die Anti-Kriegsstimmung in verbündeten Staaten wie Deutschland systematisch aufweichen. Angeblich erwägt das US-Verteidigungsministerium eine verdeckte Propaganda-Offensive. Der Vorschlag, der unter anderem die Bestechung von Journalisten beinhalte, soll im Pentagon zu einer scharfen Kontroverse geführt haben. Washington - Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe noch nicht über den Vorschlag entschieden, berichtet die "New York Times". Er sei jedoch zunehmend frustriert über das oftmals negative Echo auf die Außenpolitik der USA, insbesondere in verbündeten europäischen Staaten. Deutschland wird in dem Bericht ausdrücklich als Ziel geheimer Propaganda-Operationen genannt. Der Plan, der dem Bericht zufolge einen heftigen Streit innerhalb des Pentagon auslöste, könne etwa beinhalten, Journalisten für US-freundliche Berichte zu bezahlen oder pro-amerikanische Demonstrationen zu organisieren. Außerdem werde überlegt, den Einfluss von Moscheen und Religionsschulen in Europa und Asien zurückzudrängen. Die USA könnten gar eigene Moscheen aufbauen und geheim finanzieren, um einen moderateren Islam zu lehren, hieß es. Während der "New York Times" zufolge im Pentagon weitgehende Einigkeit darüber herrsche, dass Propaganda in feindlichen Staaten gerechtfertigt sei, entwickle sich derzeit eine heftige Diskussion über die Frage, ob ein solches Vorgehen auch in neutralen oder gar alliierten Staaten ratsam sei. "Wir haben die Mittel und die Fähigkeiten, die öffentliche Meinung in neutralen und verbündeten Staaten zu beeinflussen. Und wir würden damit durchkommen", sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums der Zeitung. "Das bedeutet aber nicht, dass wir es auch tun sollten." Es ist nicht das erste Mal, dass die US-Regierung eine solche Initiative startet. Erst im Februar musste Rumsfeld die Behörde für Strategische Einflussnahme im Pentagon auflösen. Es war das Ende des kurzlebigen Vorhabens, ausländische Journalisten mit falschen Pressemitteilungen zu füttern, um die öffentliche Meinung in ihren Heimatländern im Sinne der USA zu beeinflussen. SPIEGEL ONLINE - 16. Dezember 2002, 12:39 URL: [url]http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,227384,00.html[/url] |
| Katzenschatten | Die USA würden für einen Goebbels dankbar sein. |
| Cagliostro | Die US-Politik ist "schwarzmagisch", d.h. man will nix substantielles Leisten, aber dennoch etwas dafür haben. Man findet diese Haltung auch in verschiedenen Betrieben. Nieten in Nadelstreifen mit Horizont "0" wollen behaupten, wie die Welt aussieht..... |
| Seneca | Das hatten wir schon, im "Amerika: Freund oder Feind" Thread... |
| melanieunicorn | na, die newsweek ist selbst die größte antipropaganda, mir wird jedenfalls kotzübel wenn ich schlagzeilen seh wie: "North Korea's DR. EVIL Is Kim Jong II a bigger threat than Saddam?" zwar sind beide nicht positiv für ihre regierungsweise bekannt, aber ich kenn da noch jemanden den ich in die DR. EVIL ecke sortieren würde. und eine zeitschrift die von sich behauptet "the international Magazine" zu sein, sollte sich sowas nicht leisten. außerdem zweifel ich einen staat ernsthaft an, der sich demokratisch nennt und Presse manipulieren will. gruß melanie |
| Cagliostro | Naja es ist kompliziert. Es gibt in den USA keine unabhängige Presse und es gibt doch eine.... Es herrscht der Kapitalismus, das bedeutet, dass sich Staat und Verlage in der Regel nicht gerade spinnefeind sind. Es sei denn, es taucht ein Milliardär vom Schlage eines Ross Perrot auf. Nun, ein Linker ist das auch nicht gerade, aber manchmal hilft ein unabhängiger Geist. Für amerikanische Verhältnisse kann es schon demütigend sein, wenn der Erdnussfarmer Billy Carter den Friedensnobelpreis kriegt, obwohl...Bush, wüsste damit eh' nichts anzufangen ?? |