| Menedemos | Was haltet ihr von einer Verlängerung der Ladenöffnungszeiten? So off topic ist die Frage übrigens nicht, denn irgendwie geht es ja um eine Störung der Stille und Andacht der NACHT! Andererseits muß ich ehrlich gesagt zugeben, daß gerade ich als nachtaktiver Mensch Einkaufsmöglichkeiten nach Mitternacht sehr zu schätzen wüßte! Und ruhige Orte würden sich - hoffe ich - auch weiterhin finden. Was meint ihr? |
| Sensus Moriendi | ich finde die ladenbesitzer sollten alleine entscheiden können... was nützt es, wenn das geschäft um neun uh aufsperrt aber erst um 12 uhr oder so die ersten richtigen kunden kommen.. und dann so gegen 18 oder 19 uhr der ansturm beginnen würde, aber sie dann zumachen müssen? die ladenbesitzer wissen selber sicher am besten wann sie das beste geschäft machen und man sollte ihnen die möglichkeit lassen das auch zu nutzen... mit grüßen Sensus Moriendi |
| Julya | natürlich wünsche ich mir auch, immer einkaufen zu können, aber ich denke da immer so ein stück an meinen ehemaligen chef. ich habe ein paar jahre nebebei in einem fotofachgeschäft gejobbt. das war ein kleiner laden in einer kleinen stadt. mein chef ist selbständig und ich war die einzige aushilfe. bevor er "mich hatte", war er jahrelang nichtmal übers wochenende im urlaub, weil er auch samstags immer geöffnet hat. er [b]muß[/b] immer geöffnet haben, weil er sonst nicht gegen die konkurrenz ankommt. er hat derzeit "nur" bis 18 uhr offen, damit er wenigstens ein kleines bißchen freizeit hat. sonntags muß er sogar noch oft hochzeiten u.ä. fotografieren. darum bin ich [b]gegen[/b] ein "daueroffen". einfach weil das den kleinen läden noch mehr das wasser abgräbt, weil diese es sich einfach nicht leisten können, immer jemanden im laden stehen zu haben. dadurch gäbe es letztendlich immer weniger kleine läden, wo man noch persönlicher und netter bedient und beraten wird. ich denke einfach, daß man es auch tagsüber hinkriegt, einzukaufen, das nötigste bekommt man schließlich immer noch an der tanke.... julya, die jetzt nicht einkaufen,sondern schlafen will.... |
| Queenie | mir wärs eigentlich nur lieb, wenn die läden samstags auch bis um 20 uhr aufhätten... weil wenn man wie ich aufm lande wohnt, und nur samstags den freund zum einkaufen da hat, dann wirds schon schwer, bis um 16 uhr in der stadt egwesen zu sein und alles erledigt zu haben.... ausser man is so wahnsinnig und stellt sich n wecker :eek: |
| Seneca | Hmmm..ich habe keine Lust am Samstag bis 20:00 im Laden zu stehen... Die längern Öffnungszeiten werden nämlich inder Regel durch längere Arbeitszeiten und Überstunden, oftmal unbezahlt, erreicht. Oder glaubt hier jemand, das man wegen ein paar Stunden mehr in der Woche eine neue Vollszeitstelle schafft. Das gilt übrigens nicht nur für den Einzelhandel. Es ist 4:25, und ich sitze bei der Arbeit... |
| Sirius | Seneca hat völlig recht, längere Öffnungszeiten bedeuten hierzulande noch lange nicht mehr Arbeitsplätze. Die Leidtragenden werden auf jeden Fall die Arbeitnehmer in diesem Bereich sein! Dennoch hätte ich persönlich nichts dagegen, wenn z.B. die Supermärkte rund um die Uhr geöffnet hätten. Sämtliche Schranken auf einmal fallen zu lassen (so nach dem Motto, der Markt regelt das schon von selbst) würde hier in Deutschland zum Chaos führen, von daher finde ich die Schrittweise Erweiterung gar nicht mal so unübel - ist der richtige Weg. |
| Clawfinger | Ich habe für kürzer als bisher gestimmt. Begründung: Die Ladenmitarbeiter/Innen sind schon heute zu schlecht bezahlt, als dass es da noch grossen Spielraum gäbe. Es haben sich nämlich immer nur die Öffnungszeiten verlängert, aber von Mehr Gehalt, geschweige denn, mehr Angestellten, wurde nie geredet. Kostet ja alles ein Stück vom Profit. Ich war selbst 6 Jahre lang Filialleiter, bis es mir zum Hals heraus hängte, dauernd noch mehr von meiner onehin schon recht kurz bemessenen Freizeit für die Ladenkette zu invstieren. Das ganze wird absolut unsozial, denn meistens, vorallem in den Lebensmittelgrossketten, arbeiten Frauen. Diese Frauen sind meistens verheiratet und haben Kinder. Kinder zu erziehen ist ein vollwertiger Job. Und was hat die Familie davon, wenn sie ihre Mutter/Ehefrau selbst am Wochende nicht sehen, da alle zu Hause sind ausser die Person, die auch [i]dann[/i] noch im Laden stehen muss? Da nützt es auch nicht's, dass es unter der Woche einen zusätzlichen Freien Tag gibt, denn dann ist ja von der restlichen Familie alles am arbeiten... Ich bin der Ansicht, und es ist absolut so ein zu richten, dass jeder Mann/Frau unter der Woche irgend einmal Zeit hat, einkaufen zu gehen. Viele Leute haben Büro Jobs, bei welchen sie um 17:00h Feierabend haben. Bis 18:30h bleiben somit noch gute anderthalb Stunden, um seine Besorgungen zu machen. Wem dies nicht reicht, dem bleibt ja noch der Samstag, wo man mindestens 8h (!!) Zeit hat, ein zu kaufen. Ich war noch nie an einem Donnerstag an einem Abendverkauf in einem Laden und auch der Sonntag ist für mich als einzig nicht verschiebbarer, freier Tag heilig. Für längere Öffnungszeiten kann ich aus meiner Erfahrung nur sein, wenn sich das ganze Profitdenken nicht mehr auf dem Buckel der Arbeitnehmer/Innen abspielt, d. h., es müssen dann halt genug Arbeitskräfte eingestellt werden, und die Entlöhnung muss endlich den veränderten Umständen angepasst werden. Alles andere grenzt in meinen Augen schon fast an moderne Sklaverei. Ausserdem findet man bei diesen misserablen Anstellungsbedingungen keine qualifizierten Fachleute mehr. Denn Berufsleute mit Fachwissen sind nicht bereit, für schlappe Sfr. 2800.-- (ca. € 1866.--) BRUTTO (!!) mehr als 9 Stunden bei der Arbeit zu verbringen. Clawfinger P.S: Mann-o-Mann, jetzt ist mir wohler... |
| GreenMilan | Kam gerade per rpr-Newsletter herein: [QUOTE]Laenger shoppen Die Ladenoeffnungszeiten sollen samstags auf 20 Uhr verlaengert werden. Das Bundeskabinett hat den entsprechenden Gesetz-Entwurf abgesegnet. Die Regierung erhofft sich davon mehr Konsum. [/QUOTE] GreenMilan |
| SIG- TIU | zugegeben, ich fand es beeindruckend, in New York nach Mitternacht im Supermarkt zu stehen, trotzdem bin ich dagegen, die bestehenden Ladenöffnungszeiten zu erweitern. einige Gründe wurde schon genannt, Verlierer sind die Beschäftigten im Einzelhandel. Ok, jetzt kann man mit Recht anführen, diverse andere Dienstleister schuften ja auch am Wochenende, Hotel- und Gaststättengewerbe z.B. Nö, meine Begründung ist eine andere. Ferngesteuerte Konsumzombies, die sich bis Samstagabend durch die Innenstädte und Einkaufszentren wälzen sind mir ein Graus. Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber mich stößt das ab, vielleicht bin ich ja zu empfindlich. Ich denke dann immer an die familiären Sonntagsspaziergänge- und fahrten, als ich Kind war. Schaut euch mal Familien an, die in Einkaufszentren unterwegs sind! Die sind auf der Jagd, im Krieg, haben Stresse, sind aggressiv nach aussen und nach innen. In Dresden gibts grad Proteste, weil die Sonderregelungen für verkaufsoffene Sonntage, des Hochwassers wegen, ausgelaufen sind. Hier will der Bürger jetzt demonstrieren gehen, um wieder am Sonntag einkaufen zu dürfen!! Paranoia... Konsum ist kulturelles Hauptelement unserer Gesellschaft geworden. Eine Ersatzreligion. Aber bitte nicht auch noch am Sonntag, da will ich meine Ruhe!! |
| AniMee | Ich selbst bin absolut gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten. Meine Mom ist Fillialleiterin eines nicht allzu kleinen Unternehmens und ich hab jetzt schon nichts von ihr. Jeden Tag von 08.00-19.oo auf Arbeit.. dann noch Samstag bis nachmittags.. Zumindest mir ist der Gedanke ein Graus. Ich bin auch nicht gegen die schrittweise Annäherung, sondern gänzlich dagegen. Man hat genügend Zeit einzukaufen und wenn man es unter der Woche nicht schafft bleibt immer noch Samstag. Die Läden sind lange genug offen und jeder wird es wohl schaffen seinen Bedarf so zu planen und zu decken das ihm am Sonntag oder Nachts nichts lebenswichtiges fehlt. Meiner Meinung nach besteht nicht der geringste Anlass zu einer Erweiterung. Die Geschäfte haben lange genug offen und es sind nicht nur die genannten Probleme. Sirius sagte: [b]Die Leidtragenden werden auf jeden Fall die Arbeitnehmer in diesem Bereich sein! Dennoch hätte ich persönlich nichts dagegen, wenn z.B. die Supermärkte rund um die Uhr geöffnet hätten.[/b] Es ist schön das du das siehst, aber ich musste echt ganz schön lachen. Die Leidtragenden sind die Arbeitnehmer, ich hät aber nix dagegen, wenn die Supermärkte rund um die Uh geöffnet hätten. Sind die Menscheln dort dann nicht leidtragend? Irgendwer steht immer hinter dem ganzen und irgendwer muss sich des Nachts auch dorthin setzen und arbeiten. Würdet ihr das freiwillig tun? Euch Samstag Nacht innen Supermarkt setzen nur, weil es irgendwelche Langschläfer nicht für nötig halten früher vorbei zu kommen? Man denke bitte an die armen Verkäufer. Ich würde mich weigern. Die Diskussion ist für mich absolut lächerlich.. ich frage mich, wer überhaupt auf diese Idee gekommen ist. Die Kinder werden sich freuen, wenn sie ihre Mütter/Väter dann gar nicht mehr sehen bzw nichts mehr mit ihnen machen können, weil sie nachts arbeiten mussten.. Längere Ladenöffnungszeiten würden in meinen Augen [b]nur[/b] negative Auswirkungen haben! |
| Taryk | Im Allgemeinen bin ich dafür, dass die Ladenöffnungszeiten stark ausgedehnt werden. Alleine die praktische Seite, auch mal spät abends oder nachts einkaufen gehen zu können zu normalen Preisen, ohne erst zur teuren Tanke laufen zu müssen, wo du wahrscheinlich noch nicht mal bekommst, was du haben willst. Gerade für die Leute ist es praktisch, die den ganzen Tag über sonst selber arbeiten müssen oder in speziellen Schichten eingeteilt sind und unter normalen Umständen gar nicht zum einkaufen kommen! |
| Julya | ich habe auch schon im schichtdienst gearbeitet und man findet [b]immer[/b] ein bißchen zeit, seinen einkauf zu erledigen. wie animee schon sagte, wird man es ja wohl irgendwie gebacken kriegen, in seinen tagesabslauf mal'n stündchen einkaufen einzuschieben. man macht das ja nicht jeden tag. daß der gesetzentwurf abgesegnet wurde, finde ich unüberlegt und absolut egoistisch. ich habe mal in einer drogerie gejobbt und vor der expo war der laden bis 19 uhr geöffnet. dann kam die expo und weil göttingen ja ach so nah an hannover dran ist, wurden die öffnungszeiten auf 20 uhr ausgedehnt. es wurde versprochen, das nach der expo wieder zu ändern. noch bis heute haben die läden bis 20 uhr geöffnet. sowas wie feierabendzuschlag gab/gibt es natürlich nicht. es wird einfach von den, sowieso schon total überforderten verkäuferinnen gefordert. und mal ganz davon abgesehen, daß nach 19 uhr in einer mittelgroßen stadt wie göttingen sich kaum ein kunde in den laden verirrt hat und es sich somit auch gar nicht lohnen würde, bin ich auch fest davon überzeugt, daß keine zusätzlichen vollen kräfte, sondern lediglich ein paar "jobber" eingestellt werden und die anderen nur noch ein bißchen mehr arbeiten müssen, natürlich zum gleichen lohn... denn, wenn man mehr leute einstellen würde, müßte man diese kosten auf die produkte umwälzen und da ja jetzt schon alle über die preise meckern wäre das ziemlich dumm.... julya (mittagspauseneinkäuferin) |
| Black Spike | Ich würde längere Öffnungszeiten begrüßen. Die Probleme, die von euch angesprochen wurden, geben mir jedoch zu denken. Hier wäre dann natürlich ein Schichtwechsel oder so angebracht...wie in einer Fabrik, von 6-14, von 14-22h etc. Ansonsten sind das ja unmenschliche Arbeitswochen. Und das bei der in Deutschland sowieso recht fragwürdigen Kommunikationskompetenz von Käufern und Verkäufern....da kann ja keiner freundlich und hilfsbereit bleiben. Wenn die Geschäfte selbst entscheiden könnten, wie und wann sie öffnen, müsste doch theoretisch ein jeder Konzern nach einer Probezeit sehen, ob es sich für ihn lohnt oder nicht....und ob das überhaupt angenommen wird usw. 24-Stunden Shops lohnen sich wohl nur in sehr stark frequentierten Zonen gewisser Großstädte. |
| der Eremit | Meine Schwester schafft bei Karstadt und ich hatte letztens eine Diskussion mit ihr über dieses Thema und ich finde man sollte auch mal an die Verkäufer(in) denken die dann bis 22.00, 24.00, oder sogar rund um die Uhr die Beine in den Bauch stehen müssen. Für wenn denn, bitte? Die Leute haben deswegen auch nicht mehr Geld zur Verfügung und geben mehr aus, bloß weil der Laden jetzt Länger auf hat. Zur Not gehe ich zur Aral die hat 24 Std. auf und da Bekomme ich auch fast alles (Von Äpfeln, Brot, Chips bis zur Sahne für den Kuchen, oder einer Pizza). Und für denn Fall das ich Klamotten oder sonstiges will, da findet sich immer mal etwas Zeit zwischen durch. |
| Aramathea | also ich finds wie bisher so ganz gut.. hab daran nix auszusetzen.. |
| Aina | Immer diese dummen Kompromisse, dass die Laeden nun auch Samstags bis 22 Uhr oeffnen sollen. Was bringen diese 4 Stunden? Ich finde, man sollte diese Zwangsschliesszeiten wegfallen lassen. Die Entscheidungsfreiheit haben trotzdem noch die Ladenbesitzer. Es gibt schliesslich auch jetzt Laeden, die haben taeglich nur von 13 bis 18 Uhr geoeffnet. Nur die grossen Ketten, die es auch jetzt nutzen, dass sie inzwischen bis 20 Uhr oeffnen duerfen, werden ihre Geschaefte auch noch spaeter in die Nacht offen haben. Es wird dadurch nicht mehr Umsatz geben, es werden auch keine neuen Arbeitsplaetze geschaffen, denn es wird sich dadurch alles nur Umverteilen. Aber es ist einfach ein Schritt zu besserem Service. Ich habe schon sehr oft genutzt, dass die Geschaefte bei uns im Bahnhof taeglich bis 22 Uhr oeffnen duerfen. Das ist doch praktisch. Und so voll wie es da nach 8 ist, bin ich nicht der Einzige, der das Klasse findet. Okay, meinetwegen der Sonntag kann heilig sein und die Geschaefte geschlossen bleiben. Ich habe 2 Jahre lange jeden Sonntag und auch nachts gearbeitet, weil man in Versandhaeusern zum Sonntag und des Nachts einkaufen darf. Das paradoxe war nur, dass man telefonisch einkaufen durfte, aber persoenlich ab 20 Uhr nicht mehr vorbeikommen durfte als Kunde ;). Ich finde es wie viele andere Menschen okay, Sonntags zu arbeiten und dafuer einen anderen Tag frei zu bekommen. Die armen Verkaeuferinnen sollen doch dadurch nicht mehr arbeiten, sondern nur anders verteilt. Niemand wird rund um die Uhr im Laden stehen, Eremit, das ist doch quatsch. Wenn deine Schwester die 24 Uhr Schicht hat, kommt sie eben erst 16 Uhr auf Arbeit und hat dafuer den ganzen Tag frei. 16 bis 24 Uhr war immer meine Lieblingsarbeitszeit. Fuer mich war das lange zeit kein Problem, aber ich habe auch keine Familie. Ich stell es mir schierig vor, wenn die Familie nur am Sonntag frei hat und man dann selbst arbeiten muss. Oder wenn man sich mit den unterschiedlichen Schichten zu Hause immer verpasst. Es koennte viele soziale Kontake erschwerden oder gar zerstoeren. Aber dafuer kann man auch Regelungen treffen, dass z.B. jeder mindestens 2 freie Wochenenden im Monate bekommt. Gruss Aina |
| Julya | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aina [/i] [B] .............Aber dafuer kann man auch Regelungen treffen, dass z.B. jeder mindestens 2 freie Wochenenden im Monate bekommt. [/B][/QUOTE] soweit die theorie... aber von solchen faulen kompromissen habe ich damals viele gehört und ich denke, fast alle verkäuferinnen können davon ein liedchen singen. praktisch klappt das nie und das sozialleben wird sich garantiert noch arg verschlimmern. |
| Menedemos | Ja, mir geht es auch um Service. Daß dadurch viele neue Arbeitsplätze entstehen würden, glaube ich auch nicht. Aber zu den allgemeinen Einwänden: Ich persönlich hätte überhaupt nichts dagegen, in der Nacht zu arbeiten. Es wäre mir sogar viel lieber, als spießigerweise um 7 Uhr aufstehen zu müssen, um um 8 im Geschäft zu sein. Momentan arbeite ich ja auch noch (stecke tief in Büchern) und es ist bereits nach Mitternacht. Gewiß, ich habe keine Familie und keine kleinen Kinder. Aber soviele Angestellte wird man Nachts ja auch nicht brauchen. Die meisten Leute werden weiterhin bieder bei hellem Tageslicht ihre Einkäufe tätigen, wie ich sie kennen, die meisten Geschäfte werden weiterhin um 18.30 Uhr ihre Türen schließen. So viele Nachtarbeiter werden also nicht benötigt werden. Und manche Leute arbeiten sogar gerne nachts! Außerdem gibt es in anderen Branchen auch Nachtschichten. |
| Seneca | Zum Thema Schichtarbeit, ich würde gerne mal wieder öfters tagsüber arbeiten, vielleicht könnte ich dann mal meine Freunde öfters sehen. ich würde auch gerne mal wieder ein Wochenende frei haben, aus dem gleichn Grund. und vielleicht sogar wenn irgenwas interessantes stattfindet, und nicht wenn wieder irgenwo eine Schlagerparty läuft. Aber oftmals muss ich eben, weil sost niemand da ist... Seneca Concierge |
| Clawfinger | [QUOTE]Nur die grossen Ketten, die es auch jetzt nutzen, dass sie inzwischen bis 20 Uhr oeffnen duerfen, werden ihre Geschaefte auch noch spaeter in die Nacht offen haben.[/QUOTE] Super, toll! Somit hat der kleine Laden von nebenann ausgedient, da niemand mehr hin geht, weil es halt bequemer ist, ohne sich über die Öffnungszeiten Gedanken machen zu müssen, zu jeder Tages oder Nachtzeit in einen Laden trampeln zu können. Was passiert denn mit diesen Familienbetrieben, welche den um einiges besseren Service bieten, als es die grossen je in der Lage sein werden? Sie werden kapitulieren müssen, weil sie nicht mit den gleich langen Speeren kämpfen können wie die "Grossen". In der Metzgerei von Nebenann kann mir der Metzger noch sagen, woher das Fleisch kommt - Fragt das 'mal einen Jobber in der Fleischabteilung einesGrossverteilers. [QUOTE]Es wird dadurch nicht mehr Umsatz geben, es werden auch keine neuen Arbeitsplaetze geschaffen, denn es wird sich dadurch alles nur Umverteilen.[/QUOTE] Ganz meine Rede. Aber warum, bitte schön, sollen dann die Läden rund um die Uhr offen haben können? Wenn es keinen Mehrumsatz generiert, werden keine Gelder für mehr Angestellte frei, ergo arbeiten einfach alle länger. Und nur dafür, dass man sagen kann: "Juhuu, es bringt zwar nicht's, aber wir sind dabei!!" Schöne, neue Welt :( ... Und was machen die Manager, welche sich für solche Öffnungszeiten einsetzen? Sie beginnen ihren Arbeitstag um 08:00h am Morgen und gehen pünktlich um 17:00h in den Feierabend. Für den Rest haben sie ja ihre Sklaven... [QUOTE]Aber es ist einfach ein Schritt zu besserem Service.[/QUOTE] Welchen Service darf man von unmotivierten, desinteressierten und ungelernten, billigen Arbeitskräften erwarten? Oder haben die Entscheidungsträger in dieser Frage etwa das Gefühl, dass jeder Verkäufer, jede Verkäuferin noch immer mit einem Lächeln im Gesicht ihrer Arbeit nachgehen werden? Ist schon fast wie schlechte Science Fiction. Vielleicht bin ich ja ein Extremist, aber liebe Ladenmitarbeiter: WEHRET DEN ANFÄNGEN!! Streikt doch 'mal; 'mal sehen was die Entscheidungsträger sagen, wenn sie 'mal für einen Tag [i]nicht[/i] einkaufen gehen können... Clawfinger |
| Aina | [QUOTE][i]Original geschrieben von Clawfinger [/i] [B]Somit hat der kleine Laden von nebenann ausgedient...[/B][/QUOTE] Clawfinger, das haben sie fuer viele Menschen jetzt schon. Wenn man den von dir beschriebenen Service will, geht man eben vormittags einkaufen - wenn man es kann. Und wenn man ein Schwaetzchen ueber Fleisch mit seinem Metzger halten will, dann geht man natuerlich zu den gleichen Zeiten und zu seinen Oeffnungszeiten hin. Ich jedenfalls kann gut darauf verzichten und geh auch jetzt nicht zu Fleischern. Aber mal abgesehen davon, wieso soll man irgendwelche unflexiblem unzeitgemaessen Laeden schuetzen. In allen anderen Branchen verliert man auch seinen Job, wenn man sich nicht mit der Zeit dreht. Stell dir mal vor ein Informatiker pocht darauf genauso zu arbeiten wie vor 20 Jahren, weil er es schon immer so getan hat. Meinst du, er koennte seine Arbeit gut machen? Genauso machen viele Geschaedte ihre Arbeit nicht mehr gut, da sie den geforderten Service nicht bieten. Gut, sie werden momentan dran gehindert, es ist gar nicht ihr Wille. Aber die jaehrliche Diskussion zeigt, dass sich etwas tun muss. Keine Ahnung aus welchem Jahr die Iddee der Ladenschlusszeiten stammt, aber sie sind einfach nicht mehr zeitgemaess. Sie kommen aus einer Zeit, wo jeder seine festen Arbeitszeiten hatte, morgens im Dunkeln in die Fabrik oder Buero gegangen ist und nachmittags um 4 mit der Hupe wieder nach Hause gegangen ist. Die Zeiten haben sich einfach geaendert. Die Menschen haben sich geaendert. Man arbeitet heutzutage viel flexibler. Da kann sich ruhig auch der schwermuetige Einzelhandel etwas anpassen. Wer jeden abend bis 20 Uhr arbeitet, der hat gar nicht die Moeglichkeit einkaufen zu gehen. Fuer ihn bleibt maximal der Samstag uebrig oder er weicht eben auf andere Einkaufsmoeglichkeiten aus. Je flexibler die Arbeitszeit und die Lebensweise eines Menschen, desto flexibler auch sein Einkaufverhalten. Er kauft eben seine Kleidung nicht mehr in der Boutique, die um 18 Uhr schliesst, er hat ja gar keine Meoglichkeit dazu, sondern blaettert in Katalogen, kauft ueber das Internet oder Teleshoping. Klar, das ist fuer den Vertrieb schoen billig, weil er dafuer keine Verkaeuferinnen einstellen muss, nur eine Telefonistin oder jemand der Emails liest, die pro Arbeitstag 400 Bestellungen im Minutentakt abarbeitet. Und du meinst, dass diese offensichtliche Umverteilung besser ist fuer die kleinen Laeden? Dass das viele Arbeitsplaetze im Einzelhandel erhaelt? Noch vor ein paar Jahren gab es die Moeglichkeit des Internetshoppings gar nicht. Diese Kunden sind den unflexiblen Geschaeften abgeworben wurden. [QUOTE][i]Original geschrieben von Clawfinger[/i] [B]Welchen Service darf man von unmotivierten, desinteressierten und ungelernten, billigen Arbeitskräften erwarten?[/B][/QUOTE] Ungelernte Hilfen in Geschaeften gibt es auch jetzt schon. Da aendert sich sicher nicht viel. Und dass dann alle Verkaeufer unmotiviert sind ist doch quatsch. Schliesslich gibt es Leute, die arbeiten sehr gern in den Abendstunden und nachts. Ich bin morgens um 8 wesentlich unmotivierter als nachts um 11. Meine Fruehschichten habe ich immer sehr gern gegen Nachtschichten eingetauscht. Das war auch gar kein Problem, so war ich gluecklich und auch eine Kollegin, die ihre Nachtschicht los war... Mal abgesehen davon gibt es nachts mehr Geld. Das ist auch gesetzlich geregelt. Manager arbeiten nicht? Komisch, dass ich bisher immer nur welche kennengelernt habe, die fuer nichts Zeit hatten als fuer ihren Job. Oft sind sie diejenigen, die in ihrer Firma bis zu 16 Stunden am Tag verbringen. Sie haben den Posten nicht ohne Grund und ohne Arbeit bekommen. Gruss Aina |
| Julya | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aina [/i] [B] Clawfinger, das haben sie fuer viele Menschen jetzt schon. Wenn man den von dir beschriebenen Service will, geht man eben vormittags einkaufen - wenn man es kann. [/B][/QUOTE] geht ja dann nicht mehr, wenn die kleinen läden aufgeben müssen.... :( |
| Sconsolato | Ich bin absolut gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten und halte die jetzigen schon für völlig überzogen. Würden Geschäfte und Supermärkte wieder wie in früheren Zeiten um 18 Uhr (bzw. am Samstag gegen Mittag) schließen, hätte ich zwar während der Woche keine Chance zum Einkaufen, weil ich erst gegen halb sieben von der Arbeit heimkomme und mangels Pausen auch keine Chance habe, zwischendurch einzukaufen, aber das ist ja schließlich MEIN Problem, unter dem keine "Unschuldigen" leiden sollten. Zwar nutze ich natürlich derzeit die langen Öffnungszeiten, aber irgendwie habe ich immer ein schlechtes Gewissen, daß ICH Feierabend habe, während die Kassiererin noch arbeiten muß. Ich sehe nicht, warum für meine Bequemlichkeit die Freiheit anderer geopfert werden sollte... Im übrigen denke ich, daß durch die geplante Erweiterung eine massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen droht, da viele kleine Geschäfte das nicht leisten können und an der großen Konkurrenz kaputtgehen werden, zumal wir ja alle wissen, wie es derzeit um die Binnennachfrage bestellt ist... |
| SIG- TIU | [QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i] [B][i] Arbeitszeiten sind, wie bereits geschrieben, gesetzlich, bzw. per Tarifvertrag geregelt. Celtvis [/B][/QUOTE] im Zusammenhan mit dieser Debatte las ich kürzlich in einer überregionalen Tageszeitung, dass mehr als 60 Prozent der Unternehmen im Einzelhandel ohne Tarifbindung sind. Die Fluktuation die Beschäftigten betreffend, ist in dieser Branche besonders hoch, will heißen, selbst bei Karstadt (tarifgebunden, da im Arbeitgeberverband) sind tägliche Arbeitszeiten von 10- 12 Stunden schon jetzt normal. Wer dort protestiert fliegt. Trotz Betriebsrat... Ich war bei Einstellungsgesprächen eines neu zu eröffnenden SATURN Marktes dabei, den Bewerbern wird bereits im Einstellungsgespräch gesagt, wem Lohn wichtiger als Identifikation mit dem Unternehmen ist, soll doch bitte gleich den Raum verlassen... |
| Menedemos | Ja, bei so großer Arbeitslosigkeit können es sich die Unternehmer es erlauben, so zu reden. |
| Sconsolato | [QUOTE][i]Original geschrieben von SIG- TIU [/i] [B]...wem Lohn wichtiger als Identifikation mit dem Unternehmen ist, soll doch bitte gleich den Raum verlassen... [/B][/QUOTE] Das halte ich persönlich für eine durchaus richtige Ansicht - wer nur des Geldes wegen seinen Job "runterreißt" und nicht wirklich motiviert dabei ist, wird wohl kaum gute Leistungen bringen, oder? Gehört aber eigentlich gar nicht zum Topic... |
| Sirius | [quote] Es ist schön das du das siehst, aber ich musste echt ganz schön lachen. Die Leidtragenden sind die Arbeitnehmer, ich hät aber nix dagegen, wenn die Supermärkte rund um die Uh geöffnet hätten. Sind die Menscheln dort dann nicht leidtragend? Irgendwer steht immer hinter dem ganzen und irgendwer muss sich des Nachts auch dorthin setzen und arbeiten. Würdet ihr das freiwillig tun? Euch Samstag Nacht innen Supermarkt setzen nur, weil es irgendwelche Langschläfer nicht für nötig halten früher vorbei zu kommen? [/quote] Na darauf hab ich ja gewartet. AniMee ich muß Dir leider mitteilen, das ich selbst lange Zeit im 3-Schicht-System gearbeitet habe und selbstverständlich auch Nachtschicht. Das ist nicht jedermanns Sache, aber mich hat auch keiner gefragt, ob ich das machen will oder nicht!! Ich hab auch 12-Stunden-Schichten geackert +2 Std. Fahrzeit hin und zurück! Na und? Es wurde gemacht und basta. Kein Mensch fragt Dich da nach Deinen privaten Belangen! Wir sind auf dem Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft, bereits jetzt halten die meisten Kunden es z.B. für selbstverständlich, das z.B. öffentliche Verkehrsmittel auch Nachts und Feiertags fahren. Und die Ansprüche steigen stetig an! Was ist mit den armen Bus- und Straßenbahnfahrern? Die haben vielleicht auch Kinder? Was ist mit den Müllmännern, die jeden Morgen unterwegs sind, bei jedem Wetter, auch jetzt bei Minusgraden! Und so ein Müllmann wird auch durch sein Gehalt auch nicht Millionär - etwa 1600 Euro Brutto! Wir alle erwarten doch, das diese Leute ihre Arbeit verrichten! Klar ich hätte persönlich nichts dagegen, wenn die Läden rund um die Uhr geöffnet wären - das ist meine Meinung und dabei bleibe ich auch, ob es euch nun belustigt oder nicht. Das große Problem ist nur, das die Arbeitgeber (also in dem Fall der Einzelhandel) zwar sicherlich längere Öffnungszeiten anbieten würden, [b]aber[/b] es würden dadurch so gut wie keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden! Und das ist das Leid, was das Personal dann zu tragen hätte, indem es für das gleiche Gehalt (was ohnehin nicht grad üppig ist) länger arbeiten müssen!! Und übrigens ich würde freiwillig nachts arbeiten, wenn es entsprechend [b]bezahlt[/b] wird und die gesetzlichen Arbeitszeiten eingehalten werden und genau das wäre eben nicht der Fall! |
| Menedemos | [quote][/i]Original geschrieben von SIG- TIU[/i] ...wem Lohn wichtiger als Identifikation mit dem Unternehmen ist, soll doch bitte gleich den Raum verlassen... [/quote] Nein, das ist wirklich Unsinn zum Quadrat. Natürlich denkt jeder erst einmal daran, daß er Arbeit bekommt und daß er Geld bekommt. Keiner bewirbt sich doch bei Saturn-Hansa, weil er das Unternehmen liebt, bewundert und religiös vergöttert und Saturn-Hansa einen Gefallen tun will. Deshalb müßte eigentlich jeder den Raum verlassen. Natürlich tut es keiner. Man wird also von Anfang an dazu gezwungen, seine ehrliche Meinung hinter dem Berg zu halten und sich bedingungslos zu fügen. Der Wille des Angestellten soll gebrochen werden. Das ist der eigentliche Zweck dieses Ausspruchs. Nur - werden dadurch wirklich verantwortungsvolle Mitarbeiter herangezogen? Kriegt man damit nicht genau das, was man nicht will? Mitarbeiter, die sich verarscht fühlen und genau deshalb auch keine Identifikation mit dem Unternehmen herstellen? Die insgeheim immer nur an sich denken, weil sie sich sagen: "Okay, wenn ihr mich verarscht, verarsche ich euch auch?" Aber soweit wird nicht gedacht. Und dann wundert man sich, daß die Mitarbeiter bei Saturn-Hansa dermaßen inkompetent und uninteressiert sind für die Belange der Kunden (ich habe dort schlimmste Erfahrungen gemacht). Und was das "nicht höhere Gehalt" betrifft: Das liegt nun meiner Meinung nach ganz eindeutig an der Überreglementierung unseres Arbeitsmarkts. Wäre der völlig Arbeitsmarkt offen, dann würden sich, in dem Maße sich die Arbeitsbedingungen verschlechterten, auch die Löhne erhöhen, weil ja die Tendenz bestünde, daß Arbeitnehmer in andere Branchen und in andere Geschäfte, wo es keine Nachtschicht gibt, abwandern. Aber so wie es bei uns ist ist so eine Selbstregulierung nicht zu erwarten. |
| SIG- TIU | dem will ich gar nicht mehr viel hinzufügen. Interessant aber ist Eines: Das IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung) hat im letzten Jahr in einer seiner vierteljährlich erscheinenden Broschüren einen Unternehmensberater zitiert. Dieser stellte fest, dass hochmotivierte Mitarbeiter keinen positiven Einfluss auf Produktivität, Fehlerquote, etc haben!! Im Gegenteil, dort wo Entlassungen anstehen, schlechtes Betriebsklima herrscht, sind die vergleichbaren Ergebnisse am besten. |
| Black Cat HH | Ich finde alles sollte so bleiben wie bisher. Man sollte bei dieser Sache immer beide seiten sehen!Ich hab jahrelang im Handel gejobbt und weiss wie froh man ist ,wenn endlich Feierabend ist!auch wenns einfach aussieht ,es ist ziemlich anstrengend stundenlang an der Kasse zu sitzen oder Regale einzuräumen. Andererseits ist es sicher nicht übel shoppen zu gehen wann man Bock drauf hat.Aber sind wir doch mal ehrlich - welcher berufstätige Mensch würde in der Woche nach 20 Uhr nach der Arbeit noch einkaufen?Und am Woend noch irgendwann nach 16Uhr losziehen in die Läden ,wenn SA und So die einzigen Tage zum relaxen ,Freunde treffen etc. sind .... ?? |
| *Nightchild* | Es sollte so bleiben wie es ist.............wenn nicht sogar weniger!!!! Ich arbeite selbst im Einzelhandel. Der Leidtragende ist wieder mal der Verkäufer,seine Freizeit wird immer mehr eingeschränkt........ Ich kann mich noch an die alten Zeiten erinnern,als ich Lehrling war........die Geschäfte machten um halb 9 auf,schlossen um 18Uhr-Samstags wurde bis 13Uhr gearbeitet..........jeder 1te Sa im Monat war ein"langer Samstag"-bis 16Uhr!!!!! Die Leute schafften es auch einkaufen zu gehen,es ist nur alles eine Sache der Bequemlichkeit! Jetzt hat der Kunde in etlichen Geschäften die Möglichkeit bis 20 Uhr einkaufen zu gehen,Sa bis 16Uhr(Weihnachtssamsatge bis 17 oder 18Uhr)......und es soll noch länger werden? Das kanns doch wohl nicht geben*ans Hirn lang* Etliche Betriebe werden deswegen auch nicht mehr Leute einstellen..........mehr gekauft wird auch nicht(da müssten schon die Preise gesenkt werden,keine Kundenabzocke mehr!!!!) Da ich auch öfter mal an der Kasse sitze ,habe ich einen guten Überblick,welche Leute sich noch zu später Stunde im Geschäft aufhalten....in erster Linie Lauf.- und Sehkunden,die vor Langeweile nicht wissen,was sie sonst anfangen sollen. a)Schüler,die keine Ahnung von Arbeit haben b)Rentner,die Kontakte suchen c)Studenten Wenn ich andere Berufe im Freundeskreis beobachte,muss ich sagen,das es ein jeder schaffen kann,gut einkaufen zu gehen(sogar mit den ganz alten Öffnungszeiten)......alles nur eine Sache der Planung. Ich persönlich habe einen freien Tag in der Woche zum Einkaufen. Vom Wochenende habe ich gar nix.............und soll noch weniger bekommen?! An diesem freien Tag muss ich nach Möglichkeit Arzttermine,Ämter,Einkauf etc nützen!!!!.........bevor hier mal wieder dem Einzelhandel(der sowieso unterbezahlt ist)etliche Stunden aufgebrummt werden,sollte man sich doch mal über die Ämter Gedanken machen...............verdienen viel Kohle.............wann haben die schonmal offen?!Besser gesagt wie lange?! *g* Ich denke,das etliche meine Ansichten warsch.nicht verstehen werden. Diesen Leuten würde ich mal gerne meinen Arbeitsplatz 2 Monate(vor allem zur Weihnachtszeit)zur Verfügung stellen.......... PS:Die Inventur haben wir ja auch noch Schönes Gefühl,wenn du SO um halb 8 aufstehst.......Abend um 8 heimkommst.....und vor allem SA auch gearbeitet hast.......und DO und FR auch bis 20Uhr............. Na dann viel Spass Gruss Nighti |
| Black Cat HH | Nighti Du sprichst mir aus der Seele! War vielleicht nicht ganz so deutlich mit meiner Aussage , aber meinte genau das . Nuja ,bin halt a bissel diplomatisch veranlagt ;) |
| Kekskrümel | Grüßt euch Ich bin dafür das es so bleibt wie es ist. Meine Bequemlichkeit (oder sollte ich sagen, Faulheit) rät mir zu einer anderen Meinung, aber das ist so Egoistisch wie es nur sein kann. Zeit zum Einkaufen findet man immer. Das man Arbeitszeiten hat die den Einkauf verhindern, glaube ich einfach nicht. In meinem Beruf arbeite ich auch Schicht. Mitunter auch rund um die Uhr. Ich bin auch auf Abruf tätig. Auch Feiertage sind davon betroffen. In den letzten drei Jahren hatte ich Weihnachten nicht frei. Vorletztes Jahr habe ich Sylvester auf der Autobahn verbracht. So leer war die noch nie. Zudem wird auch von uns immer mehr verlangt und trotzdem das Personal nicht vergrößert. Wenn einer unterwegs ist, krank oder im Urlaub ist dann machen halt die anderen seine Arbeit mit. Selbstverständlich bekomme ich für entsprechende Mehrarbeit frei. Das erzähle ich euch nur damit ihr euch eine ungefähre Vorstellung von seltsamen Arbeitszeiten machen könnt. Meine Mutter hat noch recht humane Arbeitszeiten im Verkauf. Von 8 Uhr bis 17Uhr(Mo - Fr) und samstags bis 12. An Markttagen (meistens sonntags) arbeitet sie auch. Damit ist ihr Tag aber nicht vorbei. Zuhaus wartet noch jede Menge arbeit. das Essen will gekocht werden, die Wäsche muß erledigt werden. Die eigenen einkäufe sind noch fällig(meistens Samstag). Mitunter rufen auch noch Kunden an wegen Bestellungen usw. . Und das zu einen geradezu lächerlichen Gehalt. Sie ist verheiratet und in einer unmenschlichen Steuerklasse eingestuft. Noch zu DM Zeiten hat sie knapp 3000 Brutto verdient. Nach abzug der Steuern waren tatsächlich noch 1300 bis höchstens 1500 DM übrig, Über Weihnachtsgeld kann sie nur lachen. Nun, auf jeden Fall weiß ich daher einfach wie bescheiden sich die Menschen im Verkauf vorkommen müssen. Ich brauche keine längeren Öffnungszeiten. Ich finde immer Zeit zum einkaufen. Was ich übrigens sehr gern tue(konsumgeschädigt bin). Aber deswegen müssen nicht wegen mir andere darunter leiden. So sehe ich das. Mir ist auch noch nie passiert das ich Nachts plötzlich meine Garderobe, zum Beispiel, aufstocken mußte, oder meinen Kühlschrank auffüllen wollte, oder schnell noch neue Wandfarbe kaufen wollte. Das höchste der Gefühle wäre das ich mal was vergessen hätte zu kaufen, was ich dann eben ein andermal geholt hätte. Die eigenen Rechte hören da auf wo die des Mitmenschen beginnen. Mit mehr Arbeitskräften wäre alles machbar. Aber egal wie wir es drehen und wenden wir wissen doch das dem nicht so ist. |
| Rücksitzpunk | sollte so bleiben... länger einkaufen = mehr konsum... das würde ich doch stark bezweifeln... wird meiner ansicht nach überschätzt... mehr konsum (so er denn überhaupt zustande kommt) = mehr arbeitsplätze... definitiv nein... |
| TrashStar | ich finds völlig abartig, was manche hier von sich geben. warum reden wir denn hier nur von geschäften? wenn der service so wenig ausreicht, dann müßten wir schließlich auch noch sämtliche behörden am wochenende öffnen, die schulen und unis müßten auch alle am wochenende offen sein- bildung ist ja auch ne ware- und überhaupt, warum nicht auch samstag mitten in der nacht sich die neuen wohnzimmermöbel aussuchen gehen? eigentlich könnten die discotheken ja auch jeden tag in der woche aufhaben, schließlich will ich nicht nur am wochenende feiern! ist euch denn gar nichts heilig? nicht nur die armen menschen, die dann dort arbeiten müßten- mal so ganz allgemein, kümmert euch das wochenende denn wirklich so wenig? braucht ihr alle kein wochenende? ich find die kurze ruhepause, die ohnehin schon ist, kann ruhig beibehalten werden. man muss ja auch mal einen tag ausspannen können ohne wie geisteskrank noch irgendetwas genau jetzt noch erledigen zu müssen. und wer zu dämlich ist, seine einkäufe unter der woche zu regeln- der hat eben pech gehabt. ich kann nicht begreifen, dass die planlosigkeit und faulheit der leute dazu führen soll, dass es überhaupt keine art von geregeltem leben mehr gibt. ich würde mich erschiessen, wenn rund-um-die-uhr-sieben-tage-die-woche dergleiche betrieb herrschen würde wie an einem normalen dienstag. aber anscheinend scheinen dir neurotischen hektikter, die ihr leben einfach nicht in den griff kriegen, echt überhand zu nehmen. |