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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Freundin & Vampire
MaddinIch habe da ein kleines Problem mit meiner Freundin. Im Grunde ist es kaum zu glauben, ich selbst finde es beinahe lächerlich, aber es ist, leider Gottes, meiner voller Ernst.

Meine Freundin hat Angst vor Vampiren. Keine Ahnung, woher diese rührt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sie einmal von einem gebissen wurde und ein Trauma davon getragen hat. Sie weiß selbst, dass es keine Vampire gibt oder andere Blutsauger und Monster. Dennoch fürchtet sie sich.

Es war mir durchaus bekannt, dass sie eine gewisse Furcht vor diesen Phantasiewesen hat, aber vorhin wurde das Ganze noch einmal gekrönt. Wir haben Buffy geschaut. Eine Sendung, die nicht gerade durch ihr hohes Niveau berauscht, aber unterhaltsam ist diese Mystery-Serie für Teenies und Kinder allemal.
Jedenfalls.. wir kamen uns danach noch etwas näher, aber sie hat plötzlich etwas merkwürdig dreingeschaut. Ich sagte ihr daraufhin: "Was ist los? Du siehst aus, als ob Du gerade einen Vampir gesehen hast." Oha, böse Falle. Erste Antwort war "Lass das, mach mir keine Angst, zweite Antwort war ein Schluchzen, weil sie zu heulen angefangen hat. Nicht etwa, weil ich ein unsensibles Arschloch bin, sondern weil sie in dem Augenblick kurz die Panik ergriffen hat, dass ich mich gleich in einen solchen verwandeln oder zumindest ein Exemplar in Reich- und Bissweite sein könnte.

Das fand ich dann doch etwas heftig. Ich muss dazu sagen, meine Freundin ist kein Kind mehr. Keine 12 Jahre, sondern 21. Sie hat das beibehalten, was nur wenige schaffen, nämlich ihre kindliche Ader. Sie kennt unbeschwerten Spaß um des Spaßes Willen, viele andere nicht. Unreif ist sie trotzdem keinesfalls, wirklich eher kindlich. Einher damit geht leider auch die Angst vor solchen Dingen, die sie nicht erklären kann.

Weiß irgendwer Rat? Gibt es eventuell sogar Fachliteratur, die sich mit Kinderängsten bei (beinahe) Erwachsenen auseinandersetzt? Um ehrlich zu sein, mir geht das nämlich tierisch auf den Keks, weil ich das überhaupt nicht nachvollziehen kann.
MahsheedMeidet am besten Filme über Phantasiewesen, die ihr Angst machen?!
LizzyWie kann deine Freundin Angst vor etwas haben an das sie nicht glaubt? Ich glaube, sie glaubt doch an Vampire (zumindest in ihrem Unterbewußtsein). Sie sollte versuchen zu ergründen warum sie solche Angst vor Vampiren hat und sich dann dieser Angst bewußt stellen indem sie sich ihr immer und immer und immer wieder aussetzt ... solange bis sich das Gefühl der Angst abgestumpft hat. Das kann zwar eine ganze Weile dauern und klappt vielleicht auch garnicht, aber... man kanns ja mal versuchen.
jade[QUOTE][i]Original geschrieben von Mahsheed [/i]
[B]Meidet am besten Filme über Phantasiewesen, die ihr Angst machen?! [/B][/QUOTE]

Würde ich auch sagen, ich reagiere auch extrem empfindlich auf alles, was mit Übernatürlichem, Aliens, Vampire, Monster, Horror, Mord, Gewalt... usw usf... zu tun hat.
Einfach nicht mehr anschauen.
kleineRatteöhm, in Anbetracht der Situation... bist du dir sicher, dass sie nicht eher Angst vor dir (oder eben der Situation) hat und das nicht zugeben mag?

Ich glaub nicht an die Vampirgeschichte... vielleciht ist es ihr peinlich, über ihre wahren Ängste zu sprechen.
Manleymaddin, wie lange seid ihr den schon zusammen? und wenn ich mal ganz blöd fragen darf - habt ihr schon miteinander geschlafen? (mußt du nicht beantworten, wenn du nicht magst) es gäb nämlich durchaus begründungen für das, was deine freundin macht. ich bin kein psychologe, aber ich habe mich auch mal ernster mit vampiren und auch mit buffy befaßt, im rahmen meines literaturstudiums, und da sind mir einige dinge aufgefallen.

zum einen: vampire sind ein symbol für erotik, leidenschaft, und dinge, die man allgemein nicht tut (wie leute umbringen...). möglicherweise hat deine freundin das verinnerlicht und hat eigentlich nur angst davor, mit dir zu schlafen, weil das neu und ungewohnt ist.

dann: vampire sind etwas, das man verheimlicht und verleugnet. gibt es vielleicht irgendwas, das sie einfach nicht akzeptieren kann? oder etwas in ihrer vergangenheit, von dem du noch nichts weißt?

ich hab eine freundin, die kindergärtnerin ist. vielleicht kennt sie ja lektüre, die dir weiterhelfen kann. würd mich freuen, hier wieder von dir zu lesen.
GreenMilanHi. :)
Du wirst es kaum glauben, aber diese Angst hatte ich auch irgendwann entwickelt. Ich glaube, bei mir fing das an, als ich John Sinclair für mich entdeckte. Danach schaute ich auch immer unter's Bett. Lassen konnte ich das lesen aber nicht, dafür mochte ich dieses Grusel-Gefühl viel zu sehr.

Das Ende vom Lied - seitdem trage ich ein kleines Silberkreuz und nehme es nur äußerst (!!!) selten ab - so 2-3 mal im Jahr für ein paar Stunden. Nicht, dass ich immer noch Angst hätte, aber irgendwie fühle ich mich mittlerweile ohne - nackt.

Ob ihr das jetzt helfen würde wenn Du ihr ein Amulett oder Kreuz schenkst kann ich nicht beurteilen, ich bin kein Psychologe. Mir hat's geholfen.

GreenMilan
Handhmm ich hoffe das ihr dort bald eine Lösung für findet...
für solche Ängste kann es (wie du sicher schon bemerkt hast) unzählige Ursachen geben. Und leider weiß ich natürlich viel zu wenig über eure situation um ein Urteil drüber fällen zu können, aber ich kann dich schon so weit beruhigen, das das sehr viel häufiger vorkommt als man denkt.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das die vorläufige 'Medizin' gegen solche Furcht wirklich ist alles zu vermeiden was damit zu tun hat.
Und zwar wirklich alles ! Selbst Wörter die damit in verbindung gebracht werden können, müssen vermieden werden. Die sache an sich ist keine Störung, jeder Mensch empfindet andere Arten von Angst, aber sobald ein erträgliches Leben für sie dadurch unmöglich wird und diese 'Vermeidungstechnik' überhaupt keine Wirkung zeigt muss man einen Arzt besuchen wenn man es loswerden will. Aber man sollte vorher wirklich alles andere versuchen bevor man mit solchen Ängsten zum Arzt geht da es nämlich auch passieren kann das man sich wegen dem Gang zum Arzt erst richtig in die Ängste hinein steigert.
DiodatisDie mögliche Psychose Deiner Freundin auf die psychologischen Rahmenstrukturen eines Vampires zu schieben, scheint zwar im ersten Ansatz richtig, aber beim zweiten Hinsehen widerlegt sie sich, da sich jede Psychose erst einmal aufbauen muss und nicht mir der Konfrontation des "Neuen, Verbotenen" beginnt. Es fehlt das vorausgehende Schlüsselerlebnis dazu.

Ihr seid Euch alle in Eurer Meinung bezüglich der Nichtexistenz von Vampiren so sicher. Könnt Ihr das wirklich sein? Bitte versteht mich nicht falsch. Ich spreche hier nicht vom Filmtypus Vampir. Ich spreche von zwei anderen Arten. Zum einen vom Vamp, den es definitiv und nachweisbar gibt - Menschen die auf Grund Ihrer Bluterkrankung tatsächlich das Blut anderer Menschen zu sich nahmen, um sich anderen Blutkörperchen zu stärken. Ob dies wirksam war, steht auf einem anderen Blatt, ist aber belegt. Es gab Sie zu jeder Zeit - auch Heute. Der zweite Typ Vampir - der wirklich gefährlichere - ist jener, der auf Grund seiner "eigenen" Welt, tatsächlich die Umstandsgewohnheiten eines "Film - Vampir" übernommen hat und diese auch real auslebt. Es gab und gibt sie sogar hier an Board.

Einen Dritten möchte hinzufügen, der sich jedoch weder eindeutig mit dem Typus Vampir, noch anderweitig einordnen läßt.
Wer sich bis jetzt seiner Weltanschauung so gefestigt sicher war das er glaubte, es gäbe nur Menschen wie ihn selbst, den mag ich für die Osterzeit auf eine spezielle, geheimnissvolle Untersuchung schicken.

Sammelt die Daten und Fakten des Grafen Saint German. Versucht über das Internet alles rauszubekommen, was ihr könnt. Vergleicht alle Daten miteinander. Es gibt sehr viel Stoff zum Nachlesen über diesen Mann. Haltet Euch dabei nicht allein bei den ersten berichten auf, sondern vergleicht die vielen Berichte und Originaldokumente (Abschriften) miteinander. Danach dürftet Ihr zu einem anderen Ergebnis kommen. Der Graf Saint German ist nur einer von einer Handvoll Personen, von denen man nachweislich weis. Am Abschluss aller Untersuchungen ist zumindest ein kleiner Spalt eines Lebens geöffnet, dass wir eher den Vampiren und Phantasiegestalten zuschreiben würden. Wer will schon ewig leben?

Viel eher scheint es mir, dass Deine Freundin als Schlüsselerlebnis vor Dir, ein Kontakterlebnis mit einem dieser Personenkreise gehabt haben könnte, bzw. Kontakt mit einer Person, die sich fest mit einem dieser Personenkreise identivizierte, dieses nach außen hin überzeugend auslebte und somit für Deine Freundin zu einem realen Erlebnis wurde, welches die spätere Angst auslöste. Gib Ihr Zeit und bedränge sie nicht. Wenn sich genügend Vertrauen zwischen Euch aufgebaut hat, wird sie von selbst auf Dich zukommen.

Ich rate jedoch nicht dazu, den grundsätzlichen Kontakt zu allem was mit dem Thema Vampire zu tun hat, zu vermeiden. Phobieen löst man nicht durch Abschottung, sondern durch eine sanfte und sehr vorsichtige Annährung zur Ursache, damit die Angst über die geführte Begegnung und Auseinandersetzung mit der Angst genommen wird. (Zum Glück ist es keine Höhenangst ;) ). Wenn Sie von selbst mit der Thematik angefangen hat, geh behutsam auf sie ein - nicht mit dem Holzhammerprogramm! Gib Ihr dabei das Gefühl, dass Ihr beide gemeinsam diesen Themenweg beschreitet; dass sie nicht allein in Ihrer Angst ist. Nähert Euch in spaßiger Form dem Thema und erst viel später in kleinen, kurzen aber intensiven Gesprächen den ernsthaften Aspekten dazu. Deine Freundin grundsätzlich vor der Konfrontation mit dem Thema abzuschotten halte ich für eine weitaus gefährlichere Sache, da aus der jetzigen Neurose eine eingewachsene Psychosomatrie entstehen kann, die dann nicht mehr so einfach aufzuarbeiten ist.

Auf jeden Fall würde ich (je nach Intensivität Ihres Zustandes) auch fachlichen Rat bei einem anerkannten Psychologen einholen.

Diodatis
Dante[QUOTE][i]Original geschrieben von Diodatis [/i]
[B]
Ich rate jedoch nicht dazu, den grundsätzlichen Kontakt zu allem was mit dem Thema Vampire zu tun hat, zu vermeiden. Phobieen löst man nicht durch Abschottung, sondern durch eine sanfte und sehr vorsichtige Annährung zur Ursache, damit die Angst über die geführte Begegnung und Auseinandersetzung mit der Angst genommen wird. (Zum Glück ist es keine Höhenangst ;) ). Wenn Sie von selbst mit der Thematik angefangen hat, geh behutsam auf sie ein - nicht mit dem Holzhammerprogramm! Gib Ihr dabei das Gefühl, dass Ihr beide gemeinsam diesen Themenweg beschreitet; dass sie nicht allein in Ihrer Angst ist. Nähert Euch in spaßiger Form dem Thema und erst viel später in kleinen, kurzen aber intensiven Gesprächen den ernsthaften Aspekten dazu. Deine Freundin grundsätzlich vor der Konfrontation mit dem Thema abzuschotten halte ich für eine weitaus gefährlichere Sache, da aus der jetzigen Neurose eine eingewachsene Psychosomatrie entstehen kann, die dann nicht mehr so einfach aufzuarbeiten ist.

Auf jeden Fall würde ich (je nach Intensivität Ihres Zustandes) auch fachlichen Rat bei einem anerkannten Psychologen einholen.

Diodatis [/B][/QUOTE]

da stimme ich absolut zu. in meinen augen ist es mehr als nur sinnlos, die entsprechenden situationen zu meiden. ich glaube jedoch auch, das hier die sache mit den vampiren, nicht der wahre grund. das steckt sicher etwas anderes dahinter...

zum rest des threads sag ich mal nicht ganz soviel. sonst kann ich wieder mit den gleichen antworten rechnen wie [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=13146]in diesem thread[/URL] .
aber nur zur echtheit von vampiren oder leuten die sich für vampire halten:
[FLAME]einbildung ist auch eine bildung...[/FLAME]
so long
Mahsheed[QUOTE][i]Original geschrieben von Diodatis [/i]
[B] Der zweite Typ Vampir - der wirklich gefährlichere - ist jener, der auf Grund seiner "eigenen" Welt, tatsächlich die Umstandsgewohnheiten eines "Film - Vampir" übernommen hat und diese auch real auslebt. [/B][/QUOTE]

Wie ist das gemeint, in welcher Art wird was denn ausgelebt und geht das im Leben abseits von Bühne und Film überhaupt? Und warum denn gefährlich?
LordOfDarkness[QUOTE][i]Original geschrieben von Maddin [/i]
[B] Um ehrlich zu sein, mir geht das nämlich tierisch auf den Keks, weil ich das überhaupt nicht nachvollziehen kann. [/B][/QUOTE]

Mal ganz von möglichen Gründen und Lösungen abgesehen, aber DAS ist auf jeden Fall der falsche Weg... Mit der Einstellung "Das nervt mich, also gewöhn's dir ab" ist ihr alles andere als geholfen...

So.. *das nur mal gesagt haben wollte und jetzt wieder den Psychologie-Experten das Wort überlass* ;)
Diodatis[QUOTE][i]Original geschrieben von Mahsheed [/i]
[B]Wie ist das gemeint, in welcher Art wird was denn ausgelebt und geht das im Leben abseits von Bühne und Film überhaupt? Und warum denn gefährlich? [/B][/QUOTE]


Gemeint sind jene Personen, die in "Ihrer Realwelt" so gefangen sind, dass sie die natürlichen Unter- und Bewußtseinsgrenzen nicht mehr auseinanderhalten können. Sie erleben Ihr "ICH BIN ein Vampir tatsächlich als für sich real und leben auch danach in all ihrem Sein. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sie dadurch auch nicht viel älter werden. ;) Solche Personen gibt es tatsächlich.

Warum gefährlich? Hauptsächlich gefährlich für sich selbst, da sie Ihr Realerleben über das "normale" Realerleben der anderen stellen (logisch!) und sich dadurch selbst in gefährliche Situation und Konfrontationen reinmanövriern, die für die Außenwelt nicht nachzuvollziehen ist und als krankhaft eingestuft wird. Eine Wertigkeit demgegenüber lasse ich hier mal bewußt weg.
Gefährlich aber auch gegenüber den Personen, die sie auf Grund Ihrer "Andersartigkeit" in Ihren bann ziehen und zu Dingen verleiten, die sich auf diese Personen selbst nachteilig auswirken, da diese lediglich fasziniert sind, aber nicht gleich diesen Vampiren.

Doch mag dies alles keine Glaubens- oder Realfragen mit sich bringen, denn wer vermag zu behaupten, dass "diese Vampire" in ihrem Sein nicht tatsächlich genauso real leben, wie alle anderen auch? Wer vermag zu (ver)-urteilen?

Diodatis
Manleyna maddin, kein interesse mehr...
Maddinhehehe.. keine Sorge, ich melde mich schon zu Wort.
Und damit keiner denkt, dass ich das nur so dahin sage, fange ich gleich damit an.. ;-)

Also: Erstmal herzlichen Dank für die ganzen Beiträge, mit dieser Resonanz hätte ich bei diesem Problem nicht gerechnet. Denn viele sehen das ähnlich wie ich, können das überhaupt nicht verstehen und nachvollziehen. Natürlich ist es (als Freund) falsch, mit vollkommenem Unverständnis darauf zu reagieren, aber so ist das nunmal. Ich habe und hatte Sorgen ganz anderer Art, da rege ich mich über diese "kindliche Angst" einfach auf.

Ich meine, ich bin so arrogant und "weiß", welche übernatürlichen Phänomene es gibt und welche nicht. Geister, Dämonen in jedweder Form, die spürbare Präsenz von irgendwelchen bösen Mächten. Klingt für Außenstehende im ersten Augenblich auch unvorstellbar, aber meine Familie und ich hatten schon Erlebnisse dieser Art.
Ich habe auch ganz ehrlich Angst davor.

Aber: Vampire mag es zwar geben (sehr informativ ist auch die Geschichte über den stets reinkarnierten Saint German, etwas bodenständiger und volksnäher sind aber auch [url=http://www.mad-vision.de/board/thread.php?threadid=3963&boardid=24]diese Geschichten[/url], zu verstehen als groben Essay über Vampire), aber ich denke, man kann den typischen Vampir, dessen Spiegelbild man nicht sieht, der übermenschliche Kräfte hat und ewig des Menschen Blut trinkt, ausschließen. Das ist die Filmvorlage, nicht mehr.

Vor diesem Film-Fantasy-Wesen hat sie aber Angst.
Ich bin, ehrlich gesagt, etwas erschrocken darüber, dass hier manche etwas übers Ziel hinausgeschossen sind. Versteht mich nicht falsch, ich habe mich darüber gefreut und fand es interessiert, welche Ursachen ihr vermutet. Ich danke Euch für die Mühen, mir bzw uns helfen zu wollen, aber manche Theorien sind einfach zu abwegig (für mein Verständnis).

Eine Frage war, ob wir schon Sex hatten: Ja.
Wir sind jetzt seit über einem Jahr zusammen, Sex hatten wir schon recht bald. Ich bin auch nicht ihr erster Kerl (aber wohl ihr letzter ;-)) und sie hat auch sehr viel Spaß bei der Sache (welcher Trottel hat je behauptet, dass alle Frauen prüde seien? ;-)). Vor allem ist sie auch unbeschwert, schaltet ab und genießt.

Dass sie Angst vor mir oder der Situation hatte, ist deshalb ebenso absurd. Sie hat absolutes Vertrauen in mich, weil sie mich kennt und mein Wesen schätzt. Ich könnte weder ihr noch sonstwem irgendwas tun, und das weiß sie.

Das Problem bei solchen Vermutungen ist wohl, dass Ihr Euch eine solche Person wie sie einfach nicht vorstellen könnt. 21 Jahre alt und quasi erwachsen, aber mit dieser kindlichen Ader - das ist selten, ohne Zweifel. Das gibt es aber. Ist, um ehrlich zu sein, sogar sehr erfrischend.
Ich muss dazu sagen, wir sind wie Licht und Schatten. Sie ist Optimismus und Frohnatur in Personalunion. Ein Freund (der Macker von GreenMilan ;-)) hat es auf den Punkt gebracht: "Unterschiedlicher als bei Euch geht es ja auch gar nicht mehr."

Ich denke wie meine Vorredner auch nicht, dass Verdrängen der richtige Weg ist. Es bringt nichts, von der Gefahr, von der Angst wegzulaufen, davon wird sie nur größer. Aber wie soll sie sich bitte dieser Gefahr stellen? Ich habe leider keine Blutsauger in meinem Bekanntenkreis, die ihr die Angst nehmen könnten. Der Ansatz von Milan, ihr ein Amulett gegen die bösen Mächte oder Vampire zu schenken, finde ich dagegen sehr gut. Ist nur ein psychologisches Hilfsmittelchen, aber damit packt man das Problem wohl an der Wurzel. Banal ausgedrückt: Wenn sie sich einbildet, dass es Vampire gibt, bildet sie sich auch ein, dass ein Drudenfuß oder Kruzifix hilft. Werde ich bei Zeiten auch in Angriff nehmen (wenn ich mal wieder etwas Kohle habe).

Sie selbst vermutet übrigens, dass ihre Angst vom Gucken des "Kleinen Vampirs" herrührt. Das kann ich zwar auch nicht wirklich nachvollziehen, aber: Meine Ex-Freundin hat panische Angst vor Spinnen, seitdem sie mit gut fünf Jahren "Tarantula" gesehen hat.
Manleyhi maddin,

ich wollte dir mit meinen vermutungen wirklich nicht auf den schlips treten, ich hab halt nur versucht, über gängige klischees und bilder in der literatur dem problem auf den grund zu gehen. daher die sache mit dem sex und der eventuellen angst davor. das war eben nur eine möglichkeit von vielen, woher diese angst kommen könnte.

ich denke auch, daß es ihr bestimmt helfen würde, wenn du ihr ein amulett schenkst, das sie vor vampiren beschützt.

ich kann mir unter umständen auch vorstellen, wie deine freundin ist, denn ich bin selbst erst grade 22, und ich denke auch, daß ich ein sehr unbeschwerter mensch bin (zumindest inwzischen wieder). ich kann auch wie ein kind rumalbern, und peinlich ist mir sowieso schon lange nichts mehr.

hm, auf jeden fall wünsche ich euch beiden alles gute und hoffe, daß ihr diese angst in den griff bekommt. das geht sicher nicht von heute auf morgen... aber vielleicht, wenn sie erst mal stundenweise das amulett ablegt (klingt jetzt blöd, der vergleich, aber: irgendwie als würde man ein kleinkind dem nuckel entwöhnen). und später dann länger, wenn es ohne geht.

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