| HerrDerSchatten | ICh fürchte mich vor dem tod, und es gibt nichts was mir diese angst nehmen könnte... Ich habe angst vor den schmerzen, aber nochmehr angst habe ich vor der erkenntnis "ich sterbe jetzt, dies sind meine letzten gedanken, bevor mein Bewußtsein auf ewig verschwindet" Wem, oder was soll man diese letzten gedanken widmen, und voralleem wie kommtt man damit klar das du irgendwann zu existieren aufhörst? Ich glaube nicht an götter, dämonen oder an eine unsterbliche seele, abe rich verstehe waurm viele daran glauben. Es bringt trost nicht darüber nachdenken zu müsen wie kalt, unbarmherzig und endgltig der tot ist. Ich glaub müüsste ich die kannze menscheit für unsterblichkeit töten, würd ich's tun, allein aus dieser furcht heraus. Wie geht man damit um sterblich zu sein? ICh weiß es nicht... und ich denkee dieses wissen werden wir niemals erlangen, wir können die frage nur mithilfe eines angenommen gottes verdrängen. Was mich am tod auch noch ängstigt ist die tatsache das irgendwann jedes zeugnis von uns vergessen sein wird, einfach weil zeit vergeht...und das find unglaublich traurig, denn welchen sinn hat es etwas zu leisten wenn es doch nur ein windhauch im Okran der zeit ist? Sicherlich, ich kann das leben gestalten, aber es nichts was im großen spieel des universums irgendeinen einddruck hinterlässt... und spätestens in einer milliarde jahren ist jedes zeugnis unserer taten vom nuklearen höllenfeuer der sonne veerschluckt worden.. Für menschen eine unglaublich lange zeit, aber dochnicht mehr als ein augenblick im leben des universums... Ich hoffe mein post war nicht zu konfus...kritik erwünsch, mich aber bite nicht zu bekhren veruschen |
| Vampyress | ich würde nie auf die idee kommen dich zu bekehren... es gibt so viele menschen, die denken wie du. durch meinen glauben habe ich keine angst vor dem tod. ich glaube an wiedergeburt. ich denke, wenn du einmal in der situation sein wirst, werden die ängste die du jetzt noch so massiv hast gar nicht mehr da sein, da es entweder (z.B. durch einen Unfall) so schnell gehen wird, dass du gar nicht die zeit dazu hast in die richtung zu denken, oder du alt/krank und erleichtert bist. ich persönlich hab die erfahrung gemacht, dass du dir in dem augenblick gar keine bewussten gedanken machst. es ist ein automatischer mechanismus des gehirns. bei einem unfall im letzten jahr dachte ich es wär vorbei. diesen gedanken hatte ich bewusst. ich habe [b]bewusst[/b] gedacht: "aha, das war's jetzt also!" ich war dabei sehr ruhig. und es war wirklich dieses "leben dass an einem vorbei läuft". ich hab an meine familie und freunde gedacht, an die menschen, die ich liebe... aber es war eigentlich nicht wirklich negativ. ich kann verstehen dass du angst hast. vielleicht solltest du dich als art "selbsttherapie" mal mit nahtoderfahrungen beschäftigen. auch wenn viele es für quatsch halten... vielleicht hilfts dir ja!? die meisten leute mit nahtoderfahrungen sprechen sehr positiv davon. liebe grüße vampü |
| scorched | Oh, das ist schwer... Wie gehe ich damit um, sterblich zu sein? Eigentlich finde ich es ehrlich gesagt nicht besonders schlimm. Es ist eben so, ein unumstößliches Gesetz der Natur, und als Mensch bist Du noch recht gut dran. Einerseits kannst Du Dir sagen: "Wenn morgen alles rum ist, mache ich heute einen drauf", andererseits kannst Du Dir eine Religion mit Jenseitsvorstellungen suchen, ihr anhängen und dich auf das so vorgestellte Leben nach dem Tod freuen. Ob das dann tatsächlich so kommt, ist eine andere Frage - aber das sollte für einen Gläubigen irrelevant sein. Selbst wenn dann doch mit dem Tod alles vorbei ist, hast Du Dich wenigstens Dein Leben lang auf etwas freuen können... und Du hattest noch alles andere, was die Religion zu bieten hatte. Ich versuche jetzt [I]nicht[/I] Dich zu bekehren, aber Unsterblichkeit ist nur in der phantastischen Literatur existent, es sei denn Du befasst Dich mit Philosophien, die eine Art Pantheismus oder Weltgeist-Idee beinhalten - wenn Du ein Teil eines universellen Wesens bist, gemeinsam mit dem Rest der belebten Natur, dann bist Du so gesehen unsterblich. Anderer Denkanstoß: Irgendwo habe ich mal den Satz gehört, wir bestünden nur aus "geborgten Atomen" - damit wärst Du auf einer materiellen Ebene Teil des Ganzen und somit nie wirklich weg. Besonders tröstlich oder hilfreich war das vermutlich nicht, aber vielleicht hast Du ein paar neue Ideen bekommen. scorched |
| Asmodyrian | [QUOTE][i]Original geschrieben von scorched [/i] [B] Anderer Denkanstoß: Irgendwo habe ich mal den Satz gehört, wir bestünden nur aus "geborgten Atomen" - damit wärst Du auf einer materiellen Ebene Teil des Ganzen und somit nie wirklich weg. [/B][/QUOTE] Mal ganz davon abgesehen das wir auch noch aus Energie bestehen ,jaja... ich weiß.. es gibt ja gar keine Unsterbliche Seele... aber Energie bleibt bekanntlich erhalten und wird bestenfalls in eine andeere umgewandelt, oder ? ;) |
| Munjai | [QUOTE][i]Original geschrieben von scorched [/i] [B]Oh, das ist schwer... Anderer Denkanstoß: Irgendwo habe ich mal den Satz gehört, wir bestünden nur aus "geborgten Atomen" - damit wärst Du auf einer materiellen Ebene Teil des Ganzen und somit nie wirklich weg. [/B][/QUOTE] Wir werden alle zu Gaia zurückkehren ;) Bisher konnte mich keine Religion so überzeugen wie der Glaube an Gaia wie in Final Fantasy 7. Ich weiss das ist krank, aber trozdem. |
| scorched | Ja, sicher, Energie bleibt auch erhalten *mal die Thermodynamik rauskramt* Von daher bleibt eigentlich eine ganze Menge übrig - Masse, Energie (ineinander umwandelbar), die Taten für die Gesellschaft (nach Karl Marx) - und Plastikmüll ;) Sieh es doch mal so: Wie wenigen Leuten ist es wirklich vergönnt, auf eine solche Weise unsterblich zu werden? Meint ihr, in 500 Jahren erinnert sich noch einer an Johannes Gutenberg, Mozart oder Einstein? Und diese drei waren herausragende Ausnahmegestalten, auf jeden davon kommen Millionen Leute die ebenso ihren Teil für die Gesellschaft geleistet haben, aber eben einfach nicht bekannt wurden. Irgendwo hat der Herr der Schatten ja recht - diese absolute Vergänglichkeit kann ein ziemlich deprimierender Gedanke werden, die Frage ist halt, was man damit anstellt. Ich persönlich habe eigentlich keine Ambitionen, so lange erinnert zu werden. scorched @Dunkler Magier: Dir ist hoffentlich bewußt, daß der zweite Hauptsatz der Thermodynamik zutiefst gottlos ist - die Entropie (also die Unordnung in einem System) nimmt beständig zu, und das kann ja nicht mit Gottes Wirken, der alles geordnet hat, übereinstimmen... :D |
| Kemikaru | Ich fühle mich da ähnlich... Die Milliarden Menschen kümmern sich nicht darum... die Busse und Straßenbahnen fahren ihren Plan... Menschen lachen... neue Menschen werden geboren... die Welt dreht sich weiter wärend ich unbedeutend vor mich hin sterbe. Wenn man nicht gerade ein Taliban oder Amokläufer ist, der sein Leben mit einem großen Showdown beendet, oder ein Held der durch seinen Tod etwas großes bewirkt, ist man vergessen, sinnlos da gewesen und sinnlos gestorben. |
| decay73 | Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod (bestenfalls vor dem Sterben; so wie auch vor jeder schweren Krankheit). Wovor also Angst? - Davor, daß man irgendwann einfach nicht meht existiert? Daran kann ich zunächst nichts schlimmes finden. Man hat vor der Geburt auch die längste Zeit nicht existiert. Es ist letztlich die Rückkehr in den ursprünglichen ‚Zustand‘ der Nicht-Existenz. Man sollte doch dankbar sein, zwischendrin gelebt haben zu dürfen. - Das wir -und alles was wir jetzt tun- im laufe der Zeit vergessen wird? Auch davor habe ich keine Angst. So wichtig bin ich nicht, und es macht auch nicht den Sinn meiner Existenz aus. Mit etwas Glück lebe ich vielleich 70, 80 Jahre. Auf diese Zeitspanne richtet sich die Suche nach dem Sinn des/meines Lebens. In dieser Zeitspanne versuche ich, so zu leben, daß sich ein Sinn ergibt. Z.B. dadurch, ein wichtiger und auch helfender Begleiter für andere zu sein. Dann werde ich noch eine kleine Zeitspanne über den Tod hinaus in den Gedanken anderer existieren; solange, bis die, die mich kannten auch nicht mehr existieren. Daß man darüber hinaus noch Zeugnisse von mir finden soll, würde höchstens einer (typisch menschlichen) Überheblichkeit entspringen. Also, vor dem Tod habe ich keine Angst. Und dafür benötigt man nicht einmal die Erfindung irgendwelcher Götter, den Wunsch nach Wiedergeburt oder den (für mich nicht nachvollziehbaren) Glauben an die Unsterblichkeit der Seele. Und ich gehe davon aus, daß ich kurz vor meinem Tod sagen kann: „Jetzt reicht es auch, und es war gut so wie es war“ Das ist mein eigentlicher, letzter und ehrlicher Wunsch. ~decay~ |
| scorched | [QUOTE]Und ich gehe davon aus, daß ich kurz vor meinem Tod sagen kann: „Jetzt reicht es auch, und es war gut so wie es war“ Das ist mein eigentlicher, letzter und ehrlicher Wunsch. [/QUOTE] Damit hast Du für mich alles gesagt - wunderschön. scorched |
| rainraven | Ich habe auch keine Angst vor dem Tod. Ich fand es schrecklich, als mir mit etwa sechs Jahren bewußt wurde, daß wir alle, auch ich, einmal sterben müssen. Da konnte ich nicht zu weinen aufhören und hatte Angst, ich würde alle, Eltern, Großeltern, Geschwister, im nächsten Moment verlieren. Doch sie sind jetzt, 23 Jahre später, immer noch da. Und ich auch. Und ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich wünsche mir nur, daß dann, wenn es kommt, alles auf dieser Welt erledigt ist, was ich vollbringen wollte und daß die meisten meiner Freunde oder lieben Menschen mir schon vorausgegangen sind, denn Sterben ist immer schmerzhafter für diejenigen, die zurückbleiben, als für den, der geht. Ich glaube an eine Wiedergeburt oder ein Weiterexistieren, egal, in welcher Form, und ich glaube, daß man dort mit allen Menschen/Tieren, die man geliebt hat, wieder zusammen sein wird. Oder man ist ein Wassertropfen, dem das dann egal ist und der in der Masse des Meeres glücklich ist, unter all den andern, unvergänglichen Tropfen. Doch ich stelle mir den Tod nicht schlimmer vor als das abendliche Einschlafen (man wacht einfach wieder auf und es sind acht oder mehr Stunden vergangen, von denen man nicht weiß, wohin sie gegangen sind, und ich denke, beim Tod ist es ähnlich, man wacht irgendwan auf und ist wieder jemand oder etwas), wenn er nicht gewaltsam kommt. Wenn ein Unfall geschieht, hoffe ich nur, daß es schnell geht und daß ich alle meine Lieben vorher habe wissen lassen können, was sie mir bedeuten und daß wir uns wiedersehen werden. Ich denke normalerweise nicht ans Sterben (außer, wenn ich autofahren müßte, da bekomme ich Todesangst :) ), das liegt noch so weit voraus, daß ich mich noch nicht jetzt damit befassen muß. Und ich bin zwar katholisch, doch nicht praktizierend gläubig, aber ich glaube, daß ich hier auf dieser Erde noch einiges zu erledigen habe (u.a. mich um meinen Partner, meine Freunde und die Tiere zu kümmern), weshalb "Der-da-oben" mich noch nicht so früh von hier wegholen wird. T.R. |
| Asmodyrian | [QUOTE][i]Original geschrieben von scorched [/i] [B]... und das kann ja nicht mit Gottes Wirken, der alles geordnet hat, übereinstimmen... [/B][/QUOTE] Ordnung= Gott, Unordnung=Satan , wachsende Unordnung= wachsende Macht des Teufels -> bevorstehende Apokalypse ... nich das ich das jetzt glaube aber DER Gedankengang musste rein ;) |
| Kemikaru | [QUOTE][i]Original geschrieben von DunklerMagier [/i] [B]Ordnung= Gott, Unordnung=Satan , wachsende Unordnung= wachsende Macht des Teufels -> bevorstehende Apokalypse ... nich das ich das jetzt glaube aber DER Gedankengang musste rein ;) [/B][/QUOTE] Hey, das wäre aber schön... das wäre der Showdown den ich mir wünschen würde. Wenn ich schon gehe, dann nur mit dem Rest der Welt :D |
| scorched | Ich fürchte fast, wir machen noch den schönen Thread kaputt...;) Der Gedankengang von Dunkler Magier ist eigentlich die logische Folgerung, stimmt - sollte ich mal meinen Studenten erzählen:rolleyes: Womit bewiesen wäre, daß die gesamte Naturwissenschaft ein Werk des Satans ist. Jetzt kommen wahrscheinlich die Kreationisten und sagen, daß sie schon immer recht hatten:eek: EIne Black Metal Band namens "Sons of Newton" wäre aber wohl nicht so der Brüller, oder? [QUOTE]Wenn ich schon gehe, dann nur mit dem Rest der Welt[/QUOTE] Morgen geht die Bombe hoch, und wir geh'n alle mit.... (Der Tobi und das Bo?) Samstag morgen an der Uni - das frißt Gehirn.:D Zu rainravens Kommentar: Nein, Angst vor dem Tod habe ich eigentlich auch nicht, außer in "Extremsituationen" die bei sehr vielen Menschen eine Art Todesangst hervorrufen, wie große Höhen (wenn man denn Höhenangst hat) oder allgemein gefährliche Situationen. Irgendwann kam bei mir mal der Gedanke durch "Wenn ich jetzt sterbe, ist auch nicht viel verloren", und damit kann ich gut leben. Zugegeben, die Handvoll Menschen, die mich lieben, würden darunter leiden - für eine Weile -, aber der Tod gehört eben zum Leben dazu. Die Spiritualität von rainraven kann ich nicht nachvollziehen, aber das beweist eigentlich nur, daß Religion im weitesten Sinne eine sehr individuelle Sache ist. Alles Gute, scorched |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von HerrDerSchatten [/i] [B]ICh fürchte mich vor dem tod, und es gibt nichts was mir diese angst nehmen könnte... [/B][/QUOTE] Wenn es schon nichts gibt, was dir deine Angst vor dem Tod nehmen kann, dann verschiebe sie doch einfach auf Morgen. |