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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Wie es empfindet ihr unser Jahrhundert??
MondsandHallo erstmal,

Gleich vorweg=> Ich habe diese Seite erst seit kurzem entdeckt, mich mit den Regeln vertraut, bin mir aber nicht sicher 1. ob es einen ähnlichen Beitrag schon gibt oder 2. ob ich gegen eine Regel verstoße....

Naja wenn "Ja" merke ich es ja früher oder später:D

Ich möchte kurz beschreiben, was diese ganze Aktion soll...
Ich bin zur Zeit am recherchieren, was Jugendliche/Erwachsene über unsere heutige Welt denken, welches Lebensgefühl sie empfinden ,wie sich ihrer Meinung nach das heute vom dem damals unterscheidet.

Damit meine ich keine Materiellen Dinge..

Mich interessieren

- die Ängste
-Stimmung
-welche Werte eurer Meinung nach, heute noch aktuell sind
- Was genau hat sich eurer Meinung nach verändert und warum?
-Wie soll euer Leben aussehen oder sieht es aus

Gerade die jüngere Generation wird immer wieder verpönt nix auf die Beine zu stellen..
=> Seht ihr das auch so (vielleicht könnt ihr das Pro und Contra noch begründen;) )

- Was zählt heute im Leben?
-gibt es Treue?
-Zukunftsängste?
-Generationskonflikt?
-Haben wir eine Zukunft?
-Was denkt ihr über unser System, unsere Politik

Es gibt noch viel mehr Dinge, die ich aufzählen könnte, aber vielleicht habt ihr noch andere Ideen..
Warum das alles fragt ihr Euch?? Mich interessiert was die versch. Generationen über such und andere denken, wie sie ihre Situation empfinden, was sie als Bedrängnis empfinden usw.
Da ich gerade ein Buch schreibe. käme mir jede Antwort bzw. Auseinandersetzung mit einzelnen Fragen entgegen.

Mir ist klar , dass man sich nicht mit allen Dingen /Themen auseinandersetzen kann. Eine Frage würde schon reichen. legt einfach spontan los. Schreibt mir was Euch bewegt und was sich Eurer Meinung nach verändert hat...Danke für jeden der sich hier Gedanken macht über sein Leben bzw. Dinge die im unseren Jahrhundert herrausstechen..;)

Liebe Grüße Mondsand
Shaitanahigh!
ok ich gehöre mit 17 wohl eher zur jüngeren generation.
als 1 würd ich sagen das es die beste zeit is in der ich leben kann.die welt is bestimmt scheiße aber das waren alle zeiten.aber ich kann jetzt leben.jedenfalls eher als zu anderen zeiten.
ich glaub das meine generation die verlierer generation ist in jedem punkt.ich trau ihr auch net wirklich zu sich selbst aus der scheiße die es im moment vorallem wirtschafsttechnik gibt zu ziehn.ich glaube es wird verdammt schwierig wrden noch das zu arbeiten was man wirklich will.ich denke einfach das es wieder dauernd wird bis es im arbeitsbereich besser wird.aber es wird wie immer anders werden und es wird immer ne zukunft geben.

dafür glaub ich das man jetzt eher wieder beziehungen will und das zusammenleben wieder "in" ist im gegenteil zu der generation meiner mutter.ich glaub auch das wieder werte wie treue anfangen zu zählen wenn man mal beobachtet in welchem alter leute schon längere beziehungen führen.
aber ich weioß net man lebt doch immer irgendwie ich lebe jetzt und das is gut so.
liebe grüße shai
Latonaein wirklich sehr interessantes topich

hm, also, zur politik kann ich nicht wirklich viel sagen, was eigentlich sehr schade ist, aber egal, welche partei an der macht ist, denn versprechen die sie angeben, können sie ja doch nicht halten.
die arbeitslosigkeit zu bekämpfen ist ein punkt, und die parteien werden es nicht schaffen können, wenn das so weitergeht wie bisher, mit ihren ständigen streitereien.
auch über den generationsvertrag sollte man sich gedanken machen, da die rente ja auch sehr klein ausfällt

gestern haben 2 arbeiter auf einen rentner gezahlt, heute zahlt grade mal ein arbeiter auf einen rentner und morgen wird wohl ein arbeiter auf 2 rentner zahlen. was heute im vordergrund steht ist karriere.
die frauen wollen karriere machen, da bleibt nicht viel zeit für kinder und die ganzen familienfördernden mittel wirken längst nicht mehr..
deutschland stirbt aus, was vielleicht gar nicht mal so schlecht ist, doch wer bezahlt dann wen??
die zukunft sieht bitter aus, auch von anderen dingen her gesehen. wir leben in einem modernen zeitalter, indem wir riesige fortschritte gemacht haben. betrachten wir mal die technik, sie ermöglicht uns viele dinge und wir können unser leben eigentlich auch genießen, da wir so ziemlich im luxus leben, wenn wir mal andere länder betrachten...

doch was kommt als nächstes. 2 weltkriege haben wir schon, wenn der 3. kommt, bin ich mir sicher, wird die welt untergehn, so kaputt wie sie jez schon ist...
die "kleinen" kriege die da sind, gab es schon seit eher und jeher und eigentlich sollte man denken, dass die menschen schlauer geworden sind, leider ist dem nicht so, sie ist eher mehr machtorientierter und hat in den letzten jahren einfach nichts dazugelernt.
was früher kämpfe um freiheit und gerechtigkeit waren, sind kriege um macht und geld geworden, sehr schade das.

und deutschland will nicht schlichten, weil wir vor 50 jahren ähnliche sachen durchgemacht haben...wó soll das landen?

besser wärs, wenn ich im mittelalter geboren wäre, da hatten die menschen auch noch richtige probleme, angefangen vom geld, hin zu freiheit und versklavung bis zur pest.
wenn ich so nachdenke, denk ich doch, dass es schön ist hier in dem verseuchten land zu leben, dass so langsam verblödet. hier habe ich luxus und kann mich doch freuen über die schöne wiese, die ich im hintergrund sehe und wenn ich darüber gehe, liege ich vergiftet im gras, weil die geheimwaffe, die chemie- und biobomben alles zerstören.
heute rege ich mich über die ärmeren länder auf, über schwarze kinder, die als skelett durch die gegend laufen und morgen spiele ich in meiner villa golf und saufe bis zum umfallen...(ähm)

nun, über die werte kann ich nichts sagen, die gesellschaft verändert sich, also verändern sich auch die normen und wertvorstellungen...
was für den einen treue oberste priorität hat, ist für den einen eine ungeheurer last und kann es vielleicht dann doch nicht haben, wenn jemand am tisch laut rülpst oder einfach keine tischmanieren zeigt.
sowas kann man einfach nicht verallgemeinern, denn es gibt einfach zu viele menschen mit unterscheidlichen geschmäckern.

also, alles so allgemein betrachtet haben wir doch ein großes glück hier leben zu dürfen...oder??

es gibt so viele dinge über die man sich gedanken machen sollte und am ende ist man doch so deprimiert, wenn man hört, das wale und tiger schon vom ausstreben bedroht sind und geschützt werden, wenn man hört, dass schon wieder ein benzintanker auf hoher see sein ganzes öl verloren hat und ins unser schönes meer gesült worden ist, wenn man hört, dass man kein fleisch essen wollte, weil da was drin ist un da was drin ist (gute zeiten für vegetarier), wenn man hört..ach, ich kann das tagelang so weiterführen, doch manchmal ist da auch ein funken hoffnung im dunklen horizont, weil es menschen gibt, die sich für schwache einsetzen, also sollte man sich die schwarze brille absetzen, doch nicht nur gleich die rorarote brille aufsetzen, sondern mit klaren augen durchs leben gehen..

manchmal bin ich zu tode betrübt und manchmal sieht dann die welt doch wieder anders aus...shit happens, das macht die welt weder gut nich schlecht

hm, also, es gibt noch etwas, wo es sich zu leben lohnt und so schrecklich ist under jahrhundert auch wieder nicht, denn solange es menschen gibt, gibt es probleme, wie auch gute zeiten und friede, freude, eierkuchen...
MenedemosWelche Voraussetzuungen sollen denn deine Probanden haben? Wir haben auf dem Board eine nach unten und vor allem nach oben :rolleyes: offene Altersverteilung...
Was verstehst du im Klartext also unter "Jugendlicher"?
NachtelbinLatona, mittelalter war sicherlich weitaus mehr 'verblödend' als die heutige Generation...und 'richtige' Probleme gab es immer und wird es auch immer weiterhin geben, nur die Schwepunkte ändern sich...aber wenn du unbedingt deiner Rechte abgesprochen werden willst, inklusive dem Recht auf Bildung, Gleichstellung, Wohnung, Besitz...etc..

Da ziehe ich doch das Heute vor..auch wenn mir vielleicht ein wenig die Romantik im leben fehlt...wer sagt, dass es zu Zeiten des starken Dichteraufkommens besser gewesen wäre.

Was ich also vom Heute halte..

es ist ein zweischneidiges Schwert, einerseits bieten sich einem Möglichkeiten wie noch nie, die Forschung geht rasant voran - und da ergibt sich für mich auch ein neues Problem: Wo soll man anfangen? Wie kann man sein Wissen vernünftig erweitern, wie abwägen zwischen relevant und unwichtig?

Informationsüberfluss, Stress, Hektik - das sind die Aspekte, die für mich den Lebensrhytmus dieser Zeit angeben. Ich versuche, dem zu entgehen, in mir selbst ein Pol der Ruhe zu sein..aber wohl noch nie wurde so viel Druck auf jeden einzelnen ausgeübt, wie in dieser Zeit.

Es zählt die Bildung, ohne hat man kaum Chancen...ich habe das Gefühl, dass es früher noch viel stärker akzeptiert wurde, wenn man einen Beruf ergriff, der nicht in den oberen Ränken angesiedelt war, sprich, man war auch als Handwerker und vergleichbares akeptiert. Ich denke, das kann auch daran liegen, dass diese Menschen heutzutage für die Öffentlichkeit unsichtbar bleiben, viele merken gar nicht, wieviele Menschen dafür sorgen, dass sie Brot essen können, Strom haben, überhaupt eine Wohnung, Wasser..ich denke, die Gesellschaft spaltet sich auf, nach der großen Zusammenarbeit und der großen Verbündung aller "Stände" vorm zweiten WK nun nach diversen "Probephasen" (siehe 60er, 70er...die Pubertät Deutschlands, sozusagen) wieder gegenteilige entwicklung..

Ich empfinde es als Druck, dass von einem einfach erwartet wird, alles an seine Karriere zu setzen, und diese auch mit möglichst wenigen Umwegen zu realisieren. Ich kann nicht beurteilen, ob das anders war, jemals..aber der Druck wächst stetig.

Was mich stört...vieles, unter anderem auch die Vermarktung der "Ware" Mensch, siehe Superstar und Konsorten, aber auch die ganzen Apelle an die "niederen Instinkte" der Menschen, wenn mal wieder eine halbnackte Dame versucht Margarine zu verkaufen. Einerseits ist es gut, dass man in dieser Hinsicht "frei" sein darf, andererseits stört es mich, da es die nachfolgende Generation meiner Meinung nach zu sehr in diese Richtung erzieht...klarer ausgedrückt: heute wird jedem gezeigt, dass man der Welt ruhig nackt gegenübertreten kann, solange es Geld gibt..weiterhin werden dadurch falsche (für mich falsche) Werte vermittelt, die Botschaft lautet, dass innere Werte weniger zählen, als eher Aussehen und die eigene Vermarktung, für eine Kindheit der Nachfolgegeneration bleibt meines erachtens keine Zeit, wenn man diesen Einflüssen ausgesetzt ist - zu früh wird in Geschlechterrollen gedrängt...und die weibliche "Freiheit" die eigenen Körperteile zu präsentieren drängt auch nur in andere weibliche Rollen, aus denen eigentlich geflohen werden wollte - nur merken das die wenigsten...viele springen auf den Zug auf, auch oft ohne zu wissen warum, anfangs noch Gruppenzwang, wird es später normal als Sexobjekt gesehen zu werden...man sehe sich nur mal unsere Schüler an..gerade die im alter von 12-15, eher noch jünger..

Das ist so eine Befürchtung, die ich habe..nun ja, was heisst befürchtung, es nervt mich an dieser Zeit, dass einfach nichts mehr zu persönlich ist, als dass es nicht an die Öffentlichkeit kann..darunter auch diese Art von Talkshowexibitionismus..

Das scheinen für mich ein paar neue "werte" zu sein - in zu sein, beliebt und begehrt zu sein, um jeden Preis..es zieht Rücksichtslosigkeit und Egoismus nach sich...und ich denke, das nimmt zu. Konnten Grundschüler früher noch einfach Kinder sein, wird heute schon von den Eltern ein Konkurrenzdenken übertragen, man kommt immer eher in den Leistungsdruck der Gesellschaft.

Bedrängniss...für mich die Zwänge aller Art, die Ansprüche und Erwartungen...sei es, dass von mir ein Abi erwartet wird, dass erwartet wird, zu wissen, was man will.

...

soweit erste Gedanken dazu..ich könnte noch mehr schreiben, aber nun ist erstmal eine Denkpause angesagt.

Grüße, die Nachtelbin
Latona[QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelbin [/i]
[B]Latona, mittelalter war sicherlich weitaus mehr 'verblödend' als die heutige Generation...und 'richtige' Probleme gab es immer und wird es auch immer weiterhin geben, nur die Schwepunkte ändern sich...aber wenn du unbedingt deiner Rechte abgesprochen werden willst, inklusive dem Recht auf Bildung, Gleichstellung, Wohnung, Besitz...etc..

[/B][/QUOTE]

nun, es kommt immer drauf an, wo verblödung anfängt und wie sie aussieht

im gegensatz zu heute hatten die menschen kaum bildung, weil "schulen" gab es nur für auserwählte...

doch ich finde dennoch nicht, dass die menschen damals blöder waren als jetzt

in punkt bildung mit sicherheit will ich ja nich verleumden, aber ich erinner mich da nur mal an die umfrage, die sie da in großstädten gestartet haben, so von wegen lila milka kuh!

na jut, das is zu sher auf einen aspekt bezogen, aber wieso sollten wir jetzt um einiges schlauer sein??

damals hat es die menschen nicht interssiert, ob im irak krieg ist, wann wer was entdeckt hat und wieso englisch in der schule so schwer ist...


und ich habe weder gesagt, dass ich das mittelalter noch dass ich das moderne zeitalter bevorzuge...

und es gibt heutzutage auch länder, in denen eine frau keine rechte hat, aber es hat sich jedenfalls darin gebessert, dass nun männder rechte haben, die sie damals nicht hatten...wirkt sich manchmal auch schlecht aus

deswegen bin ich auch froh, dass ich nicht im morgenland aufgewachsen bin, weil dann wärs eh egal gewesen ob mittelalter oder heute

ansonsten gebe ich dir in vielen punkten recht
MenedemosLatona, das gäbe sicher eine interessante Diskussion, aber ich glaube, Mondsand will einfach Stellungsnahmen für eine Art Statistik.
WinterWolfWow, erst mal Respekt - das ist ein schönes Vorhaben, ich wünsche dir damit erst mal Erfolg. Selbstverständlich will ich dir antworten.
Zu meiner Person:
Ich bin derzeit 17 und ich bin ich. Das reicht wohl ;)

[quote]- die Ängste[/quote]
Hm, gute Frage, da man dazu neigt, dass man Ängste verdrängt. Ich für meinen Punkt kann eigentlich nichts darauf antworten - vielleicht am ehesten, dass auf Erden alles außer Kontrolle gerät und wir uns selbst vernichten - ich habe Angst um das Wohl der Menschheit, insbesondere um die Menschen, die mir viel bedeuten...

[quote]-Stimmung[/quote]
Weltstimmung? Hm, schwer zu sagen. Die Leute verblenden sich mit medien etc., meine Stimmung ist pessimistisch, wenngleich nicht (mehr) negativ.

[quote]-welche Werte eurer Meinung nach, heute noch aktuell sind[/quote]
Geld. Alles andere verändert sich immer wieder und zu schnell - alles folgt einem aktuellen "Trend", der sich rasch ändern kann.

[quote]- Was genau hat sich eurer Meinung nach verändert und warum?[/quote]
Wertvorstellungen (zum Teil), das Ego (stärkerer Egoismus) - warum? Normale Entwicklung, die aus dem System des Kapitalismus resultiert.

[quote]-Wie soll euer Leben aussehen oder sieht es aus[/quote]
Werde Abi machen, studieren und mich möglichst bald vom Alltag abkapseln. Ich versuche meine Träume zu leben.

[quote]Gerade die jüngere Generation wird immer wieder verpönt nix auf die Beine zu stellen..
=> Seht ihr das auch so (vielleicht könnt ihr das Pro und Contra noch begründen )[/quote]
Teilweise fehlt den Leute der Ehrgeiz, wobei ich das Problem bei der antiautoritären Erziehung sehe. Ich verlange nicht paramilitärische Maßnahmen, aber so frei ohne Zwänge sollten Kinder auch nicht aufwachsen. Sie müssen Selbstdisziplin lernen und vor allem lernen, das nicht alles auf den Bäumen wächst. Ihre Wertvorstellungen sind zu materialistisch, ferner nehmen sie ihren "Luxus" als zu natürlich hin.

[quote]- Was zählt heute im Leben?
-gibt es Treue?
-Zukunftsängste?
-Generationskonflikt?
-Haben wir eine Zukunft?[/quote]
Zu allem ja.
Ersteres war schon immer eine Rarität, aber es gibt sie. Zweiteres gibt es ganz sicher, wohl mehr als früher vielleicht. Den dritten Punkt gab es schon immer, gibt es noch und wird es immer geben. Letzteres: Ja, durchaus, wie sie aussieht ist in der Menschen Hand.
Nicht lamentieren ist angesagt, sondern das Bestreben, seine Zukunft zu gestalten!

[quote]-Was denkt ihr über unser System, unsere Politik[/quote]
Politik ist alles andere perfekt und von Korruption durchtränkt. Deutschlands Politik ist eines der geringeren Übel auf Erden wage ich zu behaupten, auch wenn hier auch so einiges aus dem Ruder läuft.
Das System Demokratie ist eines vieler idealistischen Systeme, die in der Praxis nicht funktionieren wie sie sollen. Der Kapitalismus ist eine Seuche in meinen Augen, die auszurotten ist. Hierbei bin ich allerdings auch nicht als Kommunist zu sehen. An Verbesserungs-Vorschlägen arbeite ich bereits mit einer bisher kleinen Gruppe an Leuten, aber wir werden sicher noch mehr...


Das war´s.
MahsheedHallo Mondsand,

versuche ich mal, deine Fragen zu beantworten ...

"- die Ängste "

Elementarängste: Dunkelheit, Einsamkeit, Freunde zu verlieren

bzgl. dem Jetzt:
so krank zu werden, sich nicht selbst versorgen, heilen können,
keinen Lebensunterhalt erarbeiten zu können ---> zu fallen, obdachlos zu werden, Grundbedürfnisse nach Ernährung, Hygiene, Temperierung etc. nicht mehr erfüllen zu können, "versklavt" zu werden, Willkür ausgesetzt, bestraft/eingeengt zu werden

"-Stimmung"

auch Beobachtungen und diesen Ängsten geprägt, zumindest unterschwellig.

"-welche Werte eurer Meinung nach, heute noch aktuell sind"

Das ist kultur-, und ortsabhängig. Hier und jetzt zählt allgemein Ellenbogenstreben, (geistige) Leistungsorientierung, Energie.
Privat zählen für mich Werte, die für mich "das Gute" ausmachen.

"- Was genau hat sich eurer Meinung nach verändert und warum?"

Der Beginn des 20.Jahrhundert hatte bereits den Charakter der Industrialisierung ... Der Kapitalismus zog sich immer expandierender über die Erde, schwoll an bis zum "Turbokapitalismus". In so einer Art Kapitalismus regiert ein Gott namens "Kapital" und dieser vergiftet zwischenmenschliche Kultur jeder Art. Verseucht und vernichtet alles, was mit althergebrachten ethischen Vorstellungen zu tun hat. Ich rede nicht von "der Kirche", die für mich nichts mit "dem Guten" zu tun hat, das ich meine, wenngleich meine Vorstellungen vom zwischenmenschlich Gutem von christlichen/islamischen Vorstellungen geprägt sind. Wenn statt dem Dienst für die Masse nur noch der Dienst für das eigene Ego steht, versinkt eine Kultur, Menschensein zeichnet sich dann nur noch durch Sprachgebrauch, Ordnungstüchtigkeit aus, entbehrt aber sämtlicher kulturell wertvoller Tugenden. Demnach ist die Lebensqualität in ihren emotionalen und kulturellen Wurzeln in diesem Jahrhundert ärmer geworden.

"-Wie soll euer Leben aussehen oder sieht es aus"

Geprägt von dem Gleichgewicht zwischen Überlebenmüssen und Spaß am Leben unter dem inneren Vorsatz, nach den eigenen Idealen zu leben.

"Gerade die jüngere Generation wird immer wieder verpönt nix auf die Beine zu stellen..
=> Seht ihr das auch so (vielleicht könnt ihr das Pro und Contra noch begründen"

Dass sie verpönt wird, sehe ich genauso. Nur kann ich diesen Vorwurf nicht berechtigt finden. Wem man keine Chance gibt, der kann sie auch nicht nutzen. Das ist, als ob man ein Schaf in eine Wüste stellt und ihm vorwirft, dass es kein Gras fressen würde.

"- Was zählt heute im Leben?"

Das muss jeder mit sich selbst abmachen. Es gibt die Möglichkeit, sich von seinem Umfeld bezüglich der Inhalte völlig vereinnahmen zu lassen und es gibt die Möglichkeit, sich bewusst zu machen, dass diese Inhalte nicht richtig sein und übernommen werden müssen, oder nur soweit, wie sie mit dem eigenen Denken übereinstimmen, nützen und nicht schaden.

"-gibt es Treue?"

Pauschal geantwortet: Natürlich.
Differenziert betrachtet: Treue ist ein Konstrukt.

"-Zukunftsängste?"

Wie oben beschrieben.

"-Generationskonflikt?"

Wird gesellschaftlich geschaffen durch die Zuschreibung körperlicher und geistiger Eigenschaften, die als "Schwächen" gelten. Aktuell auch durch den Rentenstreit besonders belebt. Ansonsten gibt es in jedem Jahrhundert die gleichen Unterschiede zwischen Generationen, die sich aus einer unterschiedlichen geistigen Entwicklung ergeben. Vermutlich wird es in fernerer Zeit zu einer notgedrungenen Annäherung der Generationen kommen, nämlich dann, wenn es keine Rente oder andere soziale Unterstützung mehr geben wird. Was bedeuten wird, dass Alte nicht mehr in Heime kommen (zu teuer), sondern entweder auf der Straße (in billigen Holz/Blech/Papphütten) leben müssen oder eben bei den Kindern, der Familie.

"-Haben wir eine Zukunft?"

Wir: die Menschen?

Die Menschen sowie alles andere um uns hat immer eine Zukunft, allerdings kann diese sehr unterschiedlich gestaltet sein. Wenn die Frage auf ein Überleben anspielen soll, so muss man sicher klimatische Voraussetzungen mitbedenken ... Wie lange unsere Umwelt uns noch lässt, ist, so sagen nicht wenige Forscher, fast schon zeitlich abzusehen ...

"-Was denkt ihr über unser System, unsere Politik"

Tja ... Was soll man dazu sagen ... Hat sich so entwickelt und ist ganz schwer zu verbessern, ohne ganz von vorn und noch mal ganz neu anzufangen ... Ein unübersichtliches verfitztes Netz, wirtschaftlich uneffektiv, aber allein auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Vermutlich wird da mal was grundlegend änderndes passieren ...

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