| Epimetheus | Es soll hier nicht über Nationalstolz, Erbsünde oder anderen schon x-mal diskutierten Themen gehen, sondern um den Geschichtsunterricht, wie er evtl. jetzt immer noch statt findet. Wenn ich an meine Schulzeit denke, ist jetzt 13 Jahre her, dann erinner ich mich grob daran, das im Jahr 800 Karl der Große zum Kaiser gekrönt wurde und, etwas spöttisch ausgedrückt, danach das Dritte Reich kam. Die Deutsche Geschichte schien nur aus 12 Jahren zu bestehen, ohne Vergangenheit und ohne Gegenwart. Haben noch andere den gleichen Eindruck oder lag es einfach nur an meinem Lehrer damals? |
| Amaya | Ich hab jetzt mal eben spontan zurückgedacht und ehrlichgesagt kann ich mich auch nicht an viel mehr erinnern. Das Einzige, das noch halbwegs sitzt bei mir, das sind die beiden Weltkriege. Na ja, eigentlich mehr der Zweite. Und da hab ich das Wissen eigentlich mehr von meinen Großeltern als aus der Schule, muss ich gestehen. Ich weiß, dass man in 13 Jahren Schule durchaus mehr lernt als eben nur dieses Thema, aber alles andere scheint irgendwie an mir vorbeigegangen zu sein :rolleyes: . Ich weiß jetzt nicht, ob das Schuld der Lehrer ist oder aber mein eigenes Desinteresse damals, aber ich denke mal, von beidem etwas ;) . |
| Chimonas | Also ich habe, wenn ich in meinem Geschichts-Unterrichst-Geschichts-Gedaechtnis wuehle, eigendlich nur negatives gefunden. Gab es denn da denn auch mal was positives? Gibt es hier noch andere Menschen, denen es aehnlich geht? Gruss Chimonas |
| GrauerWolf | @chimonas Das muß wohl heutzutage ein Lehrplanproblem sein, zum einen, daß Geschichte nur mehr häppchenweise und aus dem Zusammenhang gerissen dargeboten wird, zum anderen, daß das 3. Reich ständig im Vordergrund steht (nach dem Motto: das "1.000 jährige Reich hat zwar nur 12 Jahre gedauert, aber es wird 1.000 Jahre lang gewältigt werden). Die deutsche Geschichte ist sehr interessant und äußerst vielschichtig, weil wir erst (wie Italien übrigens!) im Gegensatz zu Frankreich, England oder Rußland erst sehr spät zu einem Nationalstaat geworden?gekommen? sind und das ohne Deutsch-Österreich. Auf der anderen Seite hat die Kleinstaaterei in Deutschland zu einem unübersehbaren kulturellen Erbe geführt, fast an jeder Ecke ist eine Burg, ein Schloß zu finden - Geschichte mit Kulturgeschichte zu verbinden, macht sie äußerst spannend. Wenn ich den hier Anwesenden ein Buch zum Einsteigen empfehlen darf : "Deutschland, Deutschland über alles" (Der Titel ist eher melancholisch zu verstehen) von dem ehemaligen Bestsellerautoren Joachim Fernau, der 1989 ein Jahr vor der Wende verstorben ist. Es gibt einen ersten guten Überblick im "Schweinsgalopp" und ist im humorvollen Feuilletonstil geschrieben. Vorkenntnisse sind also nicht vonnöten und ohne daß man es merkt, regt es sehr zum Nachdenken an. Viel Spaß! Euer ZoGo |
| Apex | Hm also wenn ich mich ganz grob erinnere dann ging die Geschichte nach Rom in der 7. Klasse los und zwar in folgender Grober Reihenfolge...Fall Roms...Karl der Große...Rennaissance...Französische Revolution...30 jähriger Krieg...Deutsche Revolution...Industrialisierung...1.Weltkrieg...Weimarer Republik...3. Reich und 2. Weltkrieg...Deutsche Teilung und Kalter Krieg...so in etwa lief es wobei auch das 3. Reich einen großen Stellenwert einnahm was ich aber eigendlich so gesehn ganz richtig finde. Immerhin liegt dieses Grauen noch keine 60 Jahre hinter uns. Apex |
| winter solstice | Da bin ich anderer Ansicht, Melly. Aber nichts für ungut. Esist leider so, wie Zorn Gottes es sagt: Aus dem Zusammenhang gerissen. Allerdings muss man bedenken, dass die deutsche Geschichte erst ab Napoleon übersichtlich geworden ist. Davor gab es tausende kleiner deutscher Fürsten-, Königs- und sonstwelche Monarchien, Bistümer, Freistaaten etc. Auf jeden Einzelnen einzugehen, hätte den Rahmen des Unterrichts gesprengt. |
| GrauerWolf | @Winter Solstice Da wäre es natürlich eben sinnvoll, die lokale Geschichte mit der großen Geschichte zu verknüpfen, also in Berlin/Brandenburg schwerpunktmäßig etwas über Preußen zu erfahren, in Landshut und München über das Königreich Bayern zu sprechen, usw. Das Umfeld , in dem wir aufwachsen, ist uns vertrauter und von dort aus können wir dann Ausflüge in die weitere Umgebung machen; so , wie wir am neuen Wohnort erstmal den Häuserblock, dann das Viertel, danach einzelne Teile der Stadt kennenlernen. Früher hieß das Heimatkunde, vermute, daß unsere progressiven Lehrpläne das längst abgeschafft haben. Wenn Geschichte dröge verkauft wird, ist das natürlich schade. Wir müssen wissen, was vor uns geschehen ist und wo wir herkommen, ansonsten leben wir doch im luftleeren Raum. Irgendwo habe ich mal gelesen: "Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft." |
| Chimonas | @ Zorn Gottes Koennte man auch so interpretieren: Wer keine gute Vergangenheit hat, hat auch keine gute Zukunft? Gruss Chimonas |
| GrauerWolf | @Chimonas Könnte man, wenn das Schlechte im Auge des Betrachters liegt.... |
| Icaros | Hallo allerseits, hhmm, das 3. Reich hatte ich weniger im Geschichtsunterricht als vielmehr in Deutsch und Reli - und zwar von der fünften bis zur zehnten (Reli: 5.-7.:D) Klasse ohne Unterbrechung! Geschichte dagegen war trotz eines widerlichen Lehrers recht leidlich und solide: In der 11 Mittelalter und in den beiden folgenden Jahren kamen dann die Französische Revolution, Liberalisierungsbewegung, Dt. Revolution, Industrialisierung, Weltkrieg Nummer 1 und 2, dazwischen die Weimarer Republik, und schließlich die Teilung Deutschlands. Rein vom Informationsgehalt war es wirklich nicht zu beanstanden - nur etwas *hüstel* konservativ war es doch, Unterricht wie Stoffvermittler: Ersterer bestand aus reinem Datumsauswendiglernen und Vertragserläuterungen, während sich letzterer bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in Selbstmitleid erging, dass er doch Sudetendeutscher sei und wie er doch gelitten habe; mag ja schön und gut sein (wohl eher nicht!), dass er vertrieben wurde, doch kam das immer mit einem sehr zweifelhaften Ton rüber, der suggerierte, dass die Deutschen doch die eigentlichen Opfer gewesen seien - zuerst die Hitlers und danach die der alliierten Siegerpolitik. Das ist zwr etwas off-topic, doch hoffe ich, nicht allzusehr. Gruß Icaros |
| Philps | Etwas zusammenhanglos ist Geschichte vielleicht, aber man muss sich (im Unterricht) eben auf das Wichtigste beschränken können. Und etwas muss man doch auch selbst machen müssen, oder? Und langweilig muss es deswegen noch lange nicht sein; es kommt ganz auf den Lehrer an. Meiner bewältigt den Stoff, indem er ihn in Vorträge ein- und an die Schüler verteilt. Man bleibt nicht ewig irgendwo hängen. Die restliche Zeit geht drauf, wenn wir Parallelen zu heute und früher aufzeigen, ab und an übersichtshalber ein paar Zahlen wiederholen (was ich nicht sonderlich mag), persönliche Erfahrungen bzw. entsprechend passende familiäre Vergangenheiten zum Stoff passend wiedergeben und einordnen, sogenannten "was wäre wenn"'s und entsprechenden Alternativen, die möglich gewesen wären oder noch sind. Und das in keinerlei "konservativer" Unterrichtsweise. Wenn Herr B. morgens in die Zeitung schaut und zufällig eine Ausstellung entdeckt, die passt, dann geht er in der nächsten Unterrichtsstunde mit uns dahin. Ihr seht, ich bin ganz begeistert :p |
| Darket | Ok ich bin Schüler und ihr sprecht da was an, was mich gelinde gesagt ein wenig ankotzt! Ich habe in den letzten fünf Schuljahren wenns hochkommt ein halbes JAhrwas anderes behandelt als Nationalsozialismus, Nationalsozialismus und das ganze von vorn. Nun gut und schön möchte man sagen, die Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte, wie die 68er Generation, der die meisten Lehrer von heute angehören, hat doch was bewirkt, aber esist ja nicht so, dass in der Zwischenzeit auf dem weiten Erdenrund nix passiert wäre. Naja aber ich hab mich drei Jahre lang auch nicht beschwert, ist ja kein uninteressantes Thema, das blöde is nur, dass das ganze immerwieder auf die selbe Art warmgemacht wird und der durchschnittliche Lehrer von heute leider nur das weiß was er seinen Schülern erzählen soll und nix drüber. Das heißt wiederum, dass ich als geschichtlich interessierter Mensch mir sogut wie alles, was ich heute aus der deutschen Geschichte weiß selbst beigebracht hab, indem ich viel gelesen hab, ich frag mich aber immernoch ob das eigentlich der Sinn der Sache war.... |
| Demoness | Ich habe mich immer schon sehr für Geschichte interessiert! Und wahrscheinlich auch deswegen recht viel aus dem Unterricht mitgenommen ... Manche Themen wie Französische Revolution oder auch die Nazi-Zeit wurden zwar recht oft durchgekaut und dafür einiges vernachlässigt, aber trotzdem kann ich mich an vieles erinnern. Naja, ich studiere mittlerweile ja auch mittelalterliche Geschichte :D |
| 2NaChTwAnDlEr8 | also ich muß sagen das vor allem in den letzten beiden jahren meines schulischen schaffens , vor allem mehr sozialkunde betrieben wurde im geschichts unterricht , ansonsten weiß ich noch das wir nen sehr jungen geschichts lerhrer hatten und der hat gegen ende des schuljahres uns immer wählen lassen über welche epoche wir reden sollten und über welches historisches ereignis , war also nicht so das ich nur das dritte reich und karl den großen im hinterkopf habe , enstehung der gewerkschaften und sowas haben wir auch sehr ausfühlich behandelt als denn |
| DaRkNiGhTWalKeR | Als mein Geschichtsunterricht war toll... ich denke ich weis so ziemlich alles wirklich wissenswerte über Deutschland. Geschichte ist, wie ich finde, etwas sehr lebendiges und greifbares. ISt sehr schade das viele Lehrer sich auf das auswendiglernen irgendwelcher ncihtsbedeutenden Daten beschränken, denn die Geschichte hat etwas unheimlich fazinierendes an sich. Vor uns sind Menschen für unsere (UNSERE!) Freiheit gesorben, haben gekämpft und wurden niedergeschlachtet. Es wäre eine SChande sie zu vergessen, ihrer nicht zu Gedenken. Ohne die alten Griechen hätten wir keine Demokratie, ohne die Franzosen oder die Amerikaner, wleche sich gegen unterdrückung auflehnten auch nicht. Die entwicklung der Menschheit über die letzten 5000 Jahre ist hoch interessant. Wenn ein Lehrer weis wie man soetwas rüberzubringen hat, wird geschichtsunterricht zu einer Wonne. Nur sind die meisten Lehrer halt Unfähige Idioten.... Deutschalnd, wie es heute existiert, gibt es ncoh nciht sehr lange. Streng genommen haben wir es Napoleon zu verdanken. Bis zu seiner Zeit war Deutschland ein Zusammengewürfel aus Klein- , Stadt- und Großfürstentümern, deren es mehrer 1000 gab. Dann kam Napoleon, vörderte die größeren Fürsten, welche ihm Treue gelobten und ließ die kleineren Fürstentümer in ihnen Aufgegen. Dann kam der Deutsche Bund, ein eher lockerer Zusammenschluß aus den verbleiubenden knappen 100 Fürstentümern. Wer Deutschland dann letztlich einte war Bismark, ein Preuße. Unter seiner Zeit als Reichskanzler wurde die sog. "Großdeutsche" Lösung vollbracht, was Preußen mit einschloß (ich glaube das Königreich Össtereich-Ungarn war damals auch Deutsch). Naja, der Preußische König wurde also zum Deutschen König ausgerufen, übrigens gegen seinen Willen. Die Gründung dieses Rieches fand im SCHloß von Versailles statt, was die besiegten Franzosen damals zur Weißglut brachte. Das Deutsche Reich trierb die Welt letztlich in einen Krieg, aber das wissen die meisten ja. Der vollständigkeit halber: NAchdem Bismark abgesegnet wurde erhob sich der Kaiser, Rüstewte auf und verlor den Weltkrieg, alks Amerika mit einstieg. Dann kam die Wiemaher Republick, die zum scheitern verurteilt war, und dann leider Hitler. Es ist also kein Fehler irgendwelcher Lehrer, es GAB schlcihtweg keine Deutsche Geschichte an sich, bis eben vor knapp dreihundert Jahren (+- hundert, ich hab keine ahung wann Napoleo gelebt hat, mus aber gegen 1750 gewesen sein) Die Fürsten waren damals zerstitten, es gab bis spät ins Mittelalter hinnein keine gesamtheitliche Währung, sondern z.B. des Bremer Taler und den Berliner Gulden, etc. Der Rest Europas fand dies eigentlcih ganz toll, weil ein geschloßener Feind in ihrer Mitte eine riesen Bedrohung gewesen wäre. Sie sorgen teilweise dafpr das Deuschtland niemals entsethen konnte. Das "heilige Römische Reich deutscher Nation" existierte nach Karl dem Großen nurnoch auf dem papier, die offizielle bezeichnung für das zerwürfniss in der Mitte Eurpopas. So, ich hoffe das alles so stimmt, ist ja schon ein weilchen her. Aber mei nLehrer war klasse, insofern ist mir das ganz gut im Gedächtnis gebliebn. N'Gruß, carpe noctem, NIghtwalker |
| Thayet | Ich habe bis eben an den Herrschaftsformen der vorindustriellen Zeit für die morgige Geschichtsstunde gearbeitet und kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass Napoleon im Jahre 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss die säkularisierten geistlichen Fürstentümer und die mediatisierten kleinen Reichsstädte und Fürstentümchen an die größeren Staaten anschloss. Es bildete sich dann aus 16 Staaten der Rheinbund unter Napoleons Protektorat, Preußen und Österreich gehörten nicht dazu. 1915 wurde Napoleon geschlagen, der Rheinbund löste sich auf; der deutsche Bund war ein recht lockerer Zusammenschluß und es gab wieder mehr Einzelstaaten. Nunja, ich mag Geschichte sehr gerne, deswegen hab ich es als vierstündiges Fach gewählt... und der Unterricht ist nicht langweilig, weil unser Lehrer zwar großes Fachwissen besitzt, aber so faul ist, dass er uns alles komplett alleine machen lässt; was aber wiederum den Vorteil hat, dass der zum-einen-Ohr-rein-zum-anderen-raus-Effekt ziemlich klein ist. :) |
| GrauerWolf | @Darknightwalker Ist doch ein bißchen löcherig... Das Reich war auch unter den Ottonen, Sachsen, Staufern und Saliern DER Machtfaktor in Europa. Hast Du mal von Otto dem Großen gehört oder Kaiser Barbarossa? Es starb allerdings spätestens mit dem 30jährigen Krieg einen qualvollen Tod. Bismarck hat eben nicht die "Großdeutsche Lösung" vollzogen, sondern die "Kleindeutsche", daher er hat Österreich außen vorgelassen, denn ihm war klar, daß das Habsburger Vielvölkerreich zuviel Sprengkraft besaß. Wilhelm I wurde nicht zum Deutschen König, sondern zum Kaiser des 2. Reiches gewählt. Weshalb das Deutsche Reich die Welt in einen Krieg trieb, ist mir ein Rätsel, ich erbitte Aufklärung??? |
| DaRkNiGhTWalKeR | Enschuldige die Löchrigkeit, ist alles chon ne weile her. Wilhelm dcer erste löste Bismarcks Bündispolitikk auf. Er ließ zu das sich um ihn herrum Bündnisse Bildeten, bis schließlich nurnoch Össterreich da war. Als Österreich den Krieg begann MUSSTE Deutschland sich anschließen... Hätte Wilhelm I. Bismarcks Politk wieterverfolgt, anstelle von Deutschland Militärisch aufzurüsten, hätte ein Krieg in diesem ausmaße verhindert können... |
| GrauerWolf | Ja, das ist die gängige Meinung, die sicher auch viel für sich hat. Andererseits hege ich die Befürchtung, daß das Kaiserreich aus britischer Sicht einfach fällig für einen Krieg war, weil man sich seitens London aufgrund des beispiellosen wirtschaftlichen Erfolges Deutschlands in seinen Interessen bedroht sah. Hinzu kam der Haß Frankreichs wegen 1870/71. Es wäre wirklich notwendig gewesen, sich Rußlands zu vergewissern, aber da war der Östereichisch-Serbische Interessenkonflikt, der ganz Deutschland wieder in Konflikt mit Rußland bringen mußte. Wem hat dieser furchtbare Krieg, dieses elende Menschenschlachten langfristig genutzt? Den USA, diese Weitsicht hatte leider niemand der Beteiligten. |
| DaRkNiGhTWalKeR | Wer war den hinterher der leidtragende? Wohl Deutschland, sie hatten den Krieg ja begonnen. Das sie das zwangsläufig mussten, weil ihre Strategie nur auf Angriff aus war, ist schon irgendwie perplex. Ursprünglich wollte Duetschland in Paris einfallen, und Frankreich innerhalb von 7 Wochen besiegen zu können. Nur hatte weder Frankreich Lust sich besiegen zul lassen, noch Russland lust sieben Wochen mit der mobilisierung zu warten... wenn dieser Erste Deutsche Angriff geklappt hätte, wer weis was dann passiert wäre? Die USA haben aus JEDEM Krieg etwaas gewonnen, weil er sich in den seltensten fällen auf deren Boden abspielte. Sehen wir einmal vom WTC und Pearl Habour ab, wann wurden die USA seit dem Bürgerkrieg ernsthaft in ihrer existenz bedroht? |
| GrauerWolf | @Darknight Pearl Harbour war ein Köder für die Japaner, weil die USA grundsätzlich vor der Weltöffentlichkeit als Angegriffene dastehen möchten, grausam für die betroffenen Marines, aber notwendig für die Kriegsführung. WTC ist ja eine dubiose Geschichte bis heute und mit einem Krieg auch schlecht zu vergleichen. Sagen wir es doch einfacher, seit "The Alamo" hat kein Soldat mehr seinen Stiefel auf amerikanischen Boden gesetzt, es sei denn als Kriegsgefangener. |
| DaRkNiGhTWalKeR | Ich gebe ja gerne zu das ich nicht soooo sehr für die USA bin, aber wenn du schon arrgumente gegen sie bringst dann doch bitte bewiesene. Das WTC ist nicht dubios, sondern höchstens Zweifelhaft... noch lange kein Grund den USA vorzuwerfen sie hätten ihre eigenen Türme zerstört... Ich habe auch ehrlich gesagt keine lust die x-te Disskusion über das WTC anzufangen, weil es sowieso keinen SInn hat sich diese Halbwahrheiten von seiten Pro und Contra anzutun. |
| GrauerWolf | @Darknightwalker Ganz Deiner Meinung, bezüglich WTC kommen wir auf schlammiges Terrain. Ich hielt diesen Anschlag, wer auch immer wie dahinter steht, schlecht mit einem Krieg vergleichbar, aber ich will nicht beckmessern. Laß' es uns begraben, führt zu nichts. O.K.? |
| DaRkNiGhTWalKeR | Hast re´cht. Höchste Zeit wieder on-Topic zu gehen ;) Es hat echt keinen Sinn noch weiter über das WTC zu diskutieren, im endeffekt ist nciht der Anschlag das wichtige sonmdern der absolute MÜLL zu dem er geführt hat. :mad: NAja, egal. SChönen Geschichtsunterricht noch, Nightwakler... |
| Seraphia | Hi, ich glaube das ist ein recht weit verbreitetes Problem - in vielen Schulen werden eben nur die "wichtigsten" Dinge im Schnellverfahren durchgenommen.Ich hatte bis zum Abi fast durchgängig Geschichte und muss sagen, dass der Unterricht bei uns insgesamt immer recht ausführlich und gut war.... Habe vor kurzem angefangen, Geschichte zu studieren und mir ist schon in einigen Vorlesungen aufgefallen, dass viele leutchen anscheind überhaupt keine Vorbildung besitzen bzw. nichtmal die wichtigsten Eckdaten kennen, was bestimmte Themen angeht (eigentlich ja komisch, man würde ja schon vermuten, dass man sich dafür interessiert, wenn man`s schon studiert *hüstel* Na ja, ich hatte gerade immerhin eine sehr gelungene Vorlesung zu Leni Riefenstahl, war interessant ;) gruss, Sera |
| Epimetheus | Geschichte scheint wirklich eines der Fächer zu sein, welche enorm Lehrer abhängig ist, scheinbar mehr als andere. Evtl. ist es auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Aber ich bin "froh", das die Erfahrung, mit der recht einseitigen deutschen geschichte, noch andere gemacht haben, denn ich dachte schon es würde mir nur so gehen. Danke für alle beiträge schonmal, hoffe es kommen noch mehr hinzu! |
| Fee | Ich bin ebenfalls sehr interessiert an Geschichte. Allerdings war mir das Fach während der Schulzeit ein Greuel. Gut in der 5. begann es mit den Urmenschen und den ersten zarten Anfängen von Zivilisation in Babylon. Da nn ging es zimelich schnell zu Griechenland und Rom und zu den Germanen. Ich weiß noch, daß wir damals den Limes im Querschnitt malen mußten, das war für ne 11 jährige noch ne interessante Sache. Später wurde es immer trockener. dieser ganze Hickhack mit der Kirche hat mich echt genervt (Gang nach Canossa, irgendeine Bulle :rolleyes: ). Dann kamen irgendwann Luther und Konsorten und haben für mächtig Trubel gesorgt. Wir haben bestimmt 3 mal den 30 Jährigen Krieg behandelt (Prager Fenstersturz bis Edikt von *vergessen*, 1618-1648), den Rest der Geschichte haben wir jeweils 2 mal wiederholt nur der 2. Weltkrieg brachte es auch zu einer 3. Wiederholung. Es ist schade, daß in der Schule nur die Politik behandelt. Viele spannender ist doch, was in der Bevölkerung vorging. Das hätte man doch hin und wieder mit einfließen lassen können, um die Geschichte auch etwas plastischer darzustellen. Mittlerweile lese ich fast nur noch historische Romane. Gut recherchiert spiegeln diese sehr gut die Lebensumstände der damaligen Bevölkerung wider und verbinden das ganze auch mit den jeweils relevanten politischen Vorfällen. Daß ich mich nach dem ernüchternden Geschichtsunterricht dennoch für Geschichte interessiere, grenzt an ein Wunder. |
| HerrDerSchatten | [QUOTE][i]Original geschrieben von Epimetheus [/i] [B]Es soll hier nicht über Nationalstolz, Erbsünde oder anderen schon x-mal diskutierten Themen gehen, sondern um den Geschichtsunterricht, wie er evtl. jetzt immer noch statt findet. Wenn ich an meine Schulzeit denke, ist jetzt 13 Jahre her, dann erinner ich mich grob daran, das im Jahr 800 Karl der Große zum Kaiser gekrönt wurde und, etwas spöttisch ausgedrückt, danach das Dritte Reich kam. Die Deutsche Geschichte schien nur aus 12 Jahren zu bestehen, ohne Vergangenheit und ohne Gegenwart. Haben noch andere den gleichen Eindruck oder lag es einfach nur an meinem Lehrer damals? [/B][/QUOTE] Das ist meiner Meinung nach ein globales Problem des Deutschunterichts... Der GEschichtsUntericht in den 6-10 Klasse hat aus bestimmt 2Jahren "3reich und dessen Verdammungswürdige Geschichte" bestanden...jetzt in der 13 hab ichs wieder und das Thema hängt jedem zum Halse heeraus.. Ich bin der Ansicht man sollte es weniger intensiv behandeln, dafür differenzierter...zum einen veermeidet man dann eine "Abwehrreaktion" der Schüler die das ganze nichtmehr hören können(zählee mich dazu...das ewige durchkauen nervt einfach) und zum anderen zeigt man auf das die anderen Parteien auch keine superweißen Schaafe waren..(ich bin absolut gegen nazis..habe aber etwas gegen das "allierte und sowjets waren nur gut" Schema) Ich wäre eh dafür mehr deutsche Geschichte zu behandeln..wer der Schüler kennt z.B den Namen Königgrätz oder Waterloo...oder gar details des Deutsch Franz. Krieges?) |
| GrauerWolf | @HerrderSchatten - Königgrätz : 1866 (Hier zeichnete sich die kleindeutsche Lösung ab) - Waterloo : 1806 (Wellington: Ich wünschte es würde Nacht oder die Preußen kämen) In Berlin gab es bis Kriegsende den "Belle-Alliance-Platz", benannt nach der Schlacht, welcher die Engländer dazu inspirierte, einen ihrer Kopfbahnhöfe danach zu benennen - heute heißt ersterer "Mehringplatz" und sieht so aus, als hätte die Schlacht ebendort stattgefunden, während die Mehrzahl der Deutschen den kleinen Ort südlich von Brüssel tumb mit englischer Aussprache vor sich hinmurmelt. Witzigerweise kommt dann "Wasserklosett" bei raus, aber ein Volk, welches die "Mobile-Telephones" lieber "Handy" nennt, wofür uns die Engländer heute noch auslachen, hat wohl nichts besseres verdient. Und die Moral von der Geschicht: Königgrätz heißt heute Hradec-Dingsbums, liegt irgendwo in Mähren, die Schlauen sagen "Tschechien", während Waterloo zur Belohnung 24 Jahre später Teil eines (fast) unabhängigen Belgien wurde. Und nun soll man auch noch aus der Geschichte was lernen!? |