| GrauerWolf | Wer einmal vor einem Hünengrab, einer Dolmenanlage oder anderen Zeugnissen der Megalithkultur gestanden hat, kommt aus dem Staunen nicht heraus: Wie wurden diese gewaltigen Steine damals bewegt? Gibt es Theorien und/oder neue Erkenntnisse, die uns Auskunft darüber geben können? |
| ancient | hmmm ein kran vielleicht....ich denke es war ein kran... |
| hagzissa13 | Eine Therorie besagt (meines Wissens nach), daß die Steine über Baumstämme zum Bestimmungsort gerollt/geschoben wurden. Wie man am Bestimmungsort weiter vorging, weiß man, soviel ich weiß, auch kaum. Ähnlich wie bei den Pyramiden eben... Gruß Hagzissa - per aspera ad astra - |
| scorched | Nach den Baumstammrollen hat man - soweit ich weiß - auf der Seite, die in den Boden sollte, ein Loch gebuddelt und den Stein dort (wie auch immer) reingekippt. Zum Aufrichten benutzte man vielleicht Rampen und vielevieleviele Leute, die am oberen Ende gezogen haben. Ich finde ancients Idee mit dem Kran aber auch schlüssig. Doch, wirklich. |
| Vanja | Oder vielleicht sind die Steinchen auf Astralreise gegangen oder es gab eine Verschiebung im Raum-Zeit-Kontinuum oder jemand hat sie mit Telekinese einfach rübergflogen....wer weiß, wer weiß....oder war es doch nur ein Kran?:p |
| Chimonas | In alten Ueberlieferungen wird oft von Riesen gesprochen. Wenn damit nicht die Taten, sondern tatsaechlich die Koerpergroesse gemeint war, wuerde das so manches erklaeren. *g* Aber Kraene sind auch gut. Gruss Chimonas |
| Donn | Die gängige Hypothese, wie die Steine an ihre Stelle kamen ist folgende: 1. Stein beschaffen: Der Stein wird gebrochen, in dem man erst löcher in den Fels schlägt/bohrt, in diese Holzkeile schlägt und dann Wasser darüberkippt. Das Holz quillt auf und sprengt den Stein. Die Feinarbeit wird dann mit Steinmeißeln vorgenommen 2. Stein transportieren: Der Spediteur der Steinzeit brauchte vor allem viele Baumstämme und viele Leute. Der Fels wird auf die Baumstämme gekippt und dann gerollt. Die hinten freiwerdenden Baumstämme werden dann vorne wieder dranngelegt. 3. senkrechte Steine aufrichten: siehe scorched 4. waagerechte Steine obendrauf packen: Man baut an die senkrechten Steine, auf die die waagerechten drauf müssen eine Rampe und auch den Zwischenraum zwischen ihnen füllt man mit Erde. Dann zieht man den waagerechten Stein über die Rampe nach oben und in die vorgesehene Position. Dann trägt man die Erde wieder ab und voilà! da steht der Megalith. |
| scorched | Dabei fällt mir gerade folgendes ein: Irgendwo hörte ich, es sei bis heute nicht schlüssig zu erklären, wie die Pyramiden gebaut wurden. Unsere Erklärungen mit Baumstammrollen und Rampen soll dort angeblich aufgrund der Dimensionen versagt haben; ein Beispiel ging von einer Länge von fünfzehn Kilometern für eine Rampe aus:eek: Absonsten scheint es wohl in Anbetracht des (angenommenen) technischen Standes, der Infrastruktur und der verfügbaren Arbeitskraft nicht möglich gewesen zu sein. Keine Frage, die hatten bestimmt auch einen Kran. Aber hat wer hier eine bessere Erklärung? |
| GrauerWolf | Hmmh, Kräne, da hätte ich aber auch selbst drauf kommen können. Auf dem Grabmal Theoderichs in Ravenna liegt ein Monolith mit geschätzten 200 Tonnen Gewicht, der auch noch von der anderen Seite der Adria stammen soll... Bezüglich der Pyramiden weiß man gar nichts. Vermutlich wurden diese von einer Hochkultur gebaut, von der uns nichts überliefert ist und die Ägypter haben sie später in Beschlag genommen. |
| Chimonas | @ scorched und Zorn Gottes Bezueglich der Aegypter koennte ich mir da doch ein Hilfsmittel vorstellen: Sand! Gruss Chimonas |
| scorched | @Chimonas: Was sollen sie denn mit dem Sand gemacht haben? Als Baumaterial taugt er wenig, es sei denn Du baust so riesige Rampen wie ich sie erwähnte. Die Pyramiden sind nicht massiv gebaut und dann der Sand rausgebuddelt worden, das gilt als sicher. (Im ostasiatischen Raum wurde das öfter gemacht, z. B. bei Pagoden und Stupas.) |
| Chimonas | Wie ich darauf komme? Na, es liegt genug davon herum. Man kann es als Schmierung verwenden, grosse Steinbloecke ruteschen damit besser. Man koennte damit zumindest kleine Stelen aufstellen, indem man einen Behaelter aus Holz baut, diesen mit Sand fuellt, die Stele hinein legt und den Sand durch eine Oeffnung wieder entfernt. Dadurch neigt sich dann die Stelle Stueck fuer Stueck, bis sie auf ihrem Fundament aufsitzt. (Hatte das einmal in einer Dokumentation ueber experimentelle Archaeologie gesehen). Zu Sand und Holz (gab es in Aegypten soviel ich weiss, bevor es abgeholzt worden war tatsaechlich einmal, weiss aber nicht mehr welche Sorte Holz, dass war), vielleicht noch Stein, gibt es dort nicht allzuviel Baumaterial und Hilfsmittel. Gruss Chimonas |