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  Forum: DIES und DAS
    Thema: was denkt ihr über Polygamie
SadAngel666ich möchtwe gerne erfahren was ihr übre Polygamie haltet?
Schlimm?
In Ordnung ?
oder einfach nur etwas was in der Natur des menschen liegt?
Sagt mir bitte was ihr denkt und warum ihr so denkt?
AsherahDas Ganze als rechtliche Ehe find ich nicht gut, kann einem im Endeffekt aber auch egal sein, auch sonst sach ich mir, soll doch jede(r) so viele Partner haben wie er möchte.... solange alle Beteiligten damit einverstanden sind.
Wolkepolygamie ist das gleichgeschlechtliche ehe? wenn ja find ich cool.
nur die kinderfrage ist wohl etwas schwierig, meine freundin denkt in die richtung und das ist für sie ein riesen problem.
na, ansonsten finde ich schön, dass lesben und schwule und bis auch endlich heiraten und ihr glück teilen können.
LaChatteNein, Polygamie ist, wenn ein Mann mehrere Frauen hat - das umgekehrte wäre dann Polyandrie...

Ich denke, dass jeder Mensch ein Bedürfnis hat nach einer ganz vertrauten und nahen Beziehung zu einer einzigen, speziellen Person - dass es aber dennoch möglich ist, Sex mit mehr als nur dieser einen Person zu haben.

Daher bin ich eher gegen die Polygamie als rechtliche Form (in unserer Gesellschaft vor allem), aber dennoch für die freie Liebe - alles eine Sache der Vereinbarungen.
Wolke@LaChatte: achsooooo!! Aber wenn ich nochmal nachfragen darf, In Haremsform, also Ehe, oder meint Polygamie ne offene Beziehung??
Jo'ognIch glaube sogar, das es unter dem Strich für den Menschen gesunder wäre. Nur finde mal die Frauen dazu!? Und auch die meisten Männer wollen ja nur diese Eine an sich "ketten" (nennt sich auch Egozentrismus, Fanatismus, oder Ehe :p ) - Verlustangst.

In den Köpfen steck trotz aller sog "Aufklärung" und Emanzipation immer noch das Gedankengut von der Frau hinter dem Herd, die abends auf den Gatten wartet, der das Geld nach Hause bringt und sich dann rührend um den Nachwuchskümmert...

Heute sind wir psychologisch zerrissen zwischen Karriere, Selbstverwirklichung, Einsamkeit, dem Wunsch nach Sicherheit, nach sichtbaren Strukturen, Ordnung, Geborgenheit. Das Weib fühlt sich mit Ende 20 zum gebähren biologisch gezwungen, aber Mann & Frau sind beide noch beiweitem nicht reif genug, um ein neues Leben in diese Welt zu entlassen. Es wird uns einfach nicht gelernt, daß sich das gesellschaftliche Leben verändert hat. Die Schulen und Lehrer hinken hinterher. Die Magazine und Zeitungen sind mehr an ihrem Gewinn und ihrer Zielgruppe interessiert...

Bevor "freier Sex" gelebt werden kann, müssen wir unsere Köpfe von den alten Religionen, den wirtschaftlichen Zwängen & Interessen und der Politik trennen... Das kann dauern...
LaChatteIn verschiedenen Gesellschaften existiert Polygamie als rechtliche Form - so darf ein Muslim offiziell mehrere Frauen haben, zum Beispiel.

[QUOTE]Bevor "freier Sex" gelebt werden kann, müssen wir unsere Köpfe von den alten Religionen, den wirtschaftlichen Zwängen & Interessen und der Politik trennen... Das kann dauern...[/QUOTE]

Man kann ja trotzdem schon mal anfangen zu üben - denn dass der Mensch sexuell treu konstruiert ist, glaube ich je länger je weniger. Und warum sollten wir denn unser körperliches Vergnügen nur gerade mit einer Person suchen? Wir essen ja auch nicht täglich das gleiche Gericht, und wenn es noch so gut ist.

Die Ehe bzw Paarbeziehung, die ich sehr wichtig finde, sollte auf einer anderen Grundlage beruhen als ausschlieslich auf der sexuellen Treue - eher auf gemeinsamen Interessen, gemeinsamen Projekten, auf Freundschaft, auf Loyalität - und vor allem auf ganz klaren Abmachungen.
Jo'ogn@LaCh exakt das mit dem "gleichen Essen" sag ich auch immer. In einem anderen Beitrag hab ich "Sex" mit "Essen" verglichen. Ich glaube, daß wir Beide in die selbe Richtung denken, ich hab leider nur die Erfahrung gemacht, das bei meinen Bekannten (aus DE) diese "Theorie" auf viel Unverständnis stößt :rolleyes:

Seit Jahren versuch ich "meiner Freundin" klar zu machen, das mir ihre Freundschaft am Wichtigsten ist. Ich hab ja auch nix dagegen wenn sie mit jmd anderes in Kino, oder eben "gut Essen" geht, aber beim Sex, wird's dann eifersüchtig, egoistisch, "verlustängstlich"...

Ich glaube aber auch, das der Vergleich mit dem Islam etwas hinkt, weil die Frauen hier & dort durchaus anders integriert und konditioniert sind. Die "Polyandrie", wie Du erklärtest, müßte dann genauso legitim, wie die "Polygamie" sein...
[i]Ich[/i] fänd's prima, wenn "ehrlicher freier Sex" möglich wäre (aber nicht so, wie diese scheinbare 68'er-Entartung). Ich befürchte eben nur, daß die Passenden Partner/innen dafür zu finden schwierig wird. Und dann gibt's ja auch noch die potentielle Ungerechtigkeit: Du hast neben der Einen 3 Andere, sie hat (oder will keinen Anderen), oder eben ungekehrt, sie ist ständig auch mit 5 Anderen am "Rummachen" und Du nur mit ihr...
Erst, wenn wir damit kein Problem mehr haben, dann wird's friedlich in dieser Welt, glaub mir.
LaChatteJa, bei den Muslimen ist das Recht nur einseitig - ich weiss gar nicht, ob es auch Kulturen gibt, wo die Polyandrie die Regel ist? Bei gewissen Affen sei es ja so, dass innerhalb einem Rudel jedes Weibchen mit möglichst vielen Männchen Sex haben will - und das darum, weil das dominante Männchen alle fremden Kinder tötet - und wenns um das Kind eines Weibchens geht, mit dem er schon mal Sex hatte, dann besteht eine gewisse Chance, dass er das Kind für sein eigenes hält, und das deswegen überlebt.

Ja, es ist schon schwierig, einen geeigneten Partner zu finden, das geht mir auch so. Aber es ist wohl an der Zeit, eine neue und freie Sexualität zu finden. Ohne Eifersucht. Aber das ist schon schwierig. Klare und eindeutige Abmachungen, gerade zum Thema Sex, sind da schon wichtig.

Übrigens könnte ich mir nicht vorstellen, die vierte Ehefrau des Scheiches X zu sein, genauso wenig wie ich mir vorstellen kann, mehrere Männer aufs Mal zu haben - es ist doch immer nur einer, der einem am nächsten stehen kann, und die andern sind nur Garnitur - das kanns ja nicht sein.
MontrosePolyandrie gibt's oder gab's glaub ich in Nepal. Jedenfalls irgendein Bergland mit sehr schwierigen Lebensbedingungen.
White_FangDenk man daran, dass man in England Bäume heiraten darf, und in Amerika sich selbst, finde ich Polygamie noch relativ sinnvoll. Aber was genau hat das Thema den Bitte in den "Nebelfaden" zu suchen? Lebst du polygam, oder würdest du gerne polygam leben? Wenn ja vergiss nicht, dass die Strafe für Polygamie mehere Ehefrauen sind.
LestatLioncourtIch denke, wenn alle "Beteiligten" damit klarkommen, sicher, warum nicht?

Lestat
Rücksitzpunkpolyandrie oder -gamie als rechtliche ehe ist sicher keine gute idee (schon die probleme, wenns mal zu scheidungen kommt ;) ).

aber ansonsten: jede/r, wie sie/er mag. solange alle bescheid wissen und es okay für die beteiligten ist, warum nicht.
Jo'ogn@metalfinger - ich glaub hier steht nirgendwo, daß sich jmd für seine Meinung entschuldigen müßte ;) Ich denke ich kann nachvollziehen, was Du mit der "Zweisamkeit" sagen willst, mir ist es manchmal einfach zu "wenig".

@Rücksitz - stimmt, da wollte ich auch noch mal nachhaken, ob's nun wirklich um die "mehrfache Ehe" geht, oder nur um gelockertere "Sex-Verhältnisse". Denn die "Institution Ehe" ist allein für mich schon etwas unnötig sinnloses und half (hilft noch immer?!) nur der Religion ihre (vermeintliche) "Macht" auszuspielen...

Was ist diese Welt "komisch"...
LaChatteDie Ehe als Paar find ich gar nicht so übel, wenn es denn wirklich eine bewusst getroffene Entscheidung von zwei Personen ist, und nicht ein gesellschaftlicher oder religöser Zwang. (Man sieht, ich hab mir dreissig Jahre lang gesagt, ich heirate nie, und nun bekomme ich doch langsam Lust:rolleyes: ) Aber ich glaube schon, dass die Paarbeziehung eine ganz wesentliche Sozialform und auch ein tiefliegendes Bedürfnis der allermeisten Menschen ist.

Man kann ja auch in der Ehe Formen der Sexualität finden, die die Zweisamkeit etwas erweitern.... Alles eine Frage der Abmachung. und etwas "poly gamos" betreiben ("gamos" heisst im Neugriechischen gleichzeitig "Heiraten" und

Sex und Liebe haben schon was miteinander zu tun, sollten sie auf alle Fälle, aber es ist nicht ganz das Gleiche und sollte auch getrennt besprochen werden.
assasinalso polygamie im wesentlichen hat ja sein gutes.Meiner Meinung könnten durch wechselnde Partner sogar einige Beziehungen gerettet werden.Man hat sich in deiner beziehung festgefahren und der kick ist raus... Da kann man sich doch (natürlich nur unter beidseitigem einverständnis) irgendwo andere Reize holen, oder?
Und übrigens, zum Thema Frauen: Ich glaube (bin ja auch selbst weiblich) es gibt weitaus mehr Frauen als die Männerwelt glaubt die dem Thema positiv gegenüberstehen!
Nichts desto trotz kann solch eine polygame "Beziehung" niemals Liebe oder Zuwendung ersetzen.
Jo'ogn@LaChatte - Zu einer "besseren Zeit" sagte meine Freundin mal, nachdem ich bei ihr nachbohrte, wie sie (als norditalienische Katholikin) zum Heiraten stehe, daß eine Heirat unserer "sehr kompletten" Beziehung nichts mehr hinzufügen könne. Es tut mir leid, ich kann in diesem "leeren Ritual der Heirat" einfach keinen reelen "Gewinn" sehen. Außer einer archaisch-gesellschaftlich motivierten & religös kultivierten "Angst".

@assasin - Willkommen. Ich sehe es ebenfalls so, daß gesellschaftlich moralische Zwänge weit mehr Unheil unter Sexualität & Liebe stiften als alles andere. Ich krieg diese "Verkrampftheit" dahinter einfach nicht in meinen Kopf...
Aus Deinem letzten Satz schließe ich, daß Du "Polygamie" primär als sexuell motiviert siehst?!
LaChatteMit dem Heiraten kanns jeder halten wie er will - der einzige Grund sind je nachdem steuerliche Vorteile und eine bessere Absicherung des Kindes. Das hat mit Liebe aber wenig zu tun...

Aber ich denke schon, dass viele Leute althergebrachte Vorstellung überwunden haben, dass man heiraten "muss" oder was auch immer - es gibt auch Paare, die eine nicht-christliche Zeremonie machen und ähnliches, um ihre Beziehung zu bekräftigen - warum auch nicht?

@Jo'ogn

Wie könnte denn Polygamie noch anders motiviert sein, ausser sexuell?
antrophiaim prinzip hab ich ja nichts gegen polygamie,wenn sie sich nicht,wie in vielen kulturen,nur auf das sexualleben des mannes positiv auswirkt(ein mann,fünf weiber).
ich denk ohnehin nicht,dass menschen von natur aus monogam sind und wenn alle beteiligten mit einverstanden sind...why not?
Wednesday2ich halte davon nicht wirklich viel...
hab da mal ne Reportage im Fernsehen drueber gesehen...ein Mann mit mehreren Frauen und dementsprechend vielen Kindern...da wuerde ich mir als Frau doch echt scheisse vorkommen!?
assasin@LaChatte:
Ja, Polygamie sehe ich in erster Linie vom sexuellen Standpunkt aus, denn we schon gesagt hat eine " Beziehung" mit mehreren Partnern gleichzeitig nichts mehr mit Liebe zu tun.Liebe oder rückhaltloses Vertrauen hat (zumindest für mich persönlich,jeder andere mag das für sich selbst entscheiden) nur was mit EINER EINZIGEN Person zu tun. Sex ist im Gegensatz zu Liebe nicht aufteilbar.Ich kann doch nicht meine Gefühle "aufteilen", oder? Deswegen hat Polygamie für mich auch nichts mit Liebe zu tun.Ich kann mit mehreren Patrnern Sex haben, Lieben kann ich jedoch nur einen, dann jedoch voll und ganz.Wann immer die Linie zwischen diesen beiden aspekten verwischt, sollte es höchste Zeit sein, entweder die Beziehung zu beenden oder sich nur noch auf den einen zu konzentrieren.





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[I]"Ich sehe noch durch die stürmenden, vorüberfliehenden Wolken einzelne Sterne des ewigen Himmels!Nein, ihr werdet nicht fallen!Der Ewige trägt euch an seinem Herzen, und mich."[/I]

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