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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Eine Welt ohne Krankheiten?
NightshineIch fall einfach mal mit der Tür ins Haus, weil mir keine gescheite Einleitung einfällt.

Mein Philolehrer hat uns neulich die Aufgabe gestellt, zu überlegen, ob eine Welt wünschenswert wäre, in der alle erdenklichen Krankheiten geheilt werden könnten. Wie denkt ihr darüber. Wäre froh, Meinungen bis hin zur Überbevölkerrung zu hören.

Grüße, Nigthshine
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Nightshine [/i]
[B]Ich fall einfach mal mit der Tür ins Haus, weil mir keine gescheite Einleitung einfällt.

Mein Philolehrer hat uns neulich die Aufgabe gestellt, zu überlegen, ob eine Welt wünschenswert wäre, in der alle erdenklichen Krankheiten geheilt werden könnten. Wie denkt ihr darüber. Wäre froh, Meinungen bis hin zur Überbevölkerrung zu hören.

Grüße, Nigthshine [/B][/QUOTE]

Wenn die Menschen soweit sind das sie alle erdenklichen Krankheiten heilen können, werden sie auch in der Lage sein das Bevölkerungsproblem vernünftig zu lösen.
raison d'êtreDas is' ne gemeine Frage, die dein Lehrer nicht gestellt hat, weil er dumm ist (was er vermutlich nicht ist). :D

Aus der Sicht eines unheilbar Kranken, wird es in den meisten Fällen keinen schöneren Gedanken geben.
Und aus meiner Sicht, als zumindest physisch gesunder Mensch, muss ich auch sagen das ich die Vorstellung schön finden würde. Krankheit ist Leid, wem ist denn nicht daran gelegen, Leid zu lindern?
decay73So gemein ist die Frage gar nicht. Wie Selian schon schieb: wenn das irgendwann möglich ist, wird auch das Problem Überbevölkerung gelöst sein.

Btw. gerade in reichen Regionen, in denen dann auch die medizinische Versorgung sehr gut ist und die Sterberate durch Krankheiten niedrig (wie z.B. hier in Europa) gibt es ja eigentlich kein Problem mit steigenden Bevölkerungszahlen mehr, sondern eher damit, daß es zu wenig Kinder gibt.

Somit scheint mir, daß sich das Überbevölkerungsproblem dann von alleine löst...es gibt dann nicht mehr die Notwendigkeit, für viele Nachkommen zu sorgen...

~decay~
Silva DragonKönnen wir ohne Krankheit überhaupt die Gesundheit schätzen? Ich denke nicht...

Das Gute kann ohne das Böse nicht existieren...

Sil
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Silva Dragon [/i]
[B]Können wir ohne Krankheit überhaupt die Gesundheit schätzen? Ich denke nicht...

Das Gute kann ohne das Böse nicht existieren...

Sil [/B][/QUOTE]

Krankheiten gibt es ja weiterhin, nur kann man sie direkt und vernünftig behandeln. Der Effekt das man froh ist eine Krankheit überstanden zu haben bleibt erhalten. Neben Krankheiten gibt es ja immernoch die Gefahr zu verunglücken. Seine Gesundheit wird man auch weiterhin schätzen.
GrauerWolfDie Frage ist leicht absurd, genauso könnte man fragen, ob Schmerzen abgeschafft werden sollten.
Krankheiten sind eine Antwort des Körpers, daß wir als Individuum falsch leben oder es ist eine kollektive Reaktion der Natur auf Überbevölkerung.
Krankheiten sind gewissermaßen ein Regulativ für den einzelnen und die Gruppe.
Wenn ich keine Zahnschmerzen bekäme, wüßte ich nicht, daß mein Zahn ein Loch hat und letztlich meinen Körper bedroht.
Keine Frage, daß Krankheiten und Schmerzen im Einzelfall eine grausame Angelegenheit sein können, aber anscheinend sind sie nötig, sonst hätte sich die Natur etwas anderes ausgedacht.
Und sie haben auch einen moralischen Aspekt, wie weiter oben ausgeführt, ohne Krankheit würden wir die Gesundheit weniger schätzen und unseren Körper möglicherweise eher schinden.
LaChatteDas wäre eine sehr glückliche Welt - ohne Armut, ohne Hass, ohne Gewalt, ohne Neid - ich hoff, sie kommt bald, diese Welt:)
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]Die Frage ist leicht absurd, genauso könnte man fragen, ob Schmerzen abgeschafft werden sollten.
Krankheiten sind eine Antwort des Körpers, daß wir als Individuum falsch leben oder es ist eine kollektive Reaktion der Natur auf Überbevölkerung.[/b][/quote]
Absurd finde ich die Frage nicht.
Das Krankheiten immer aus einer falschen Lebensweise resultieren stimmt nicht. Es gibt sehr viele erblich bedingte Krankheiten, genetische Defekte mit denen man von Geburt an leben muß.

Die Ansicht ob es eine Reaktion der Natur auf die Überbevölkerung ist, hängt wohl vom Weltbild und Naturverständnis jedes einzelnen ab. Überprüfbar ist so etwas nicht. Ich würde das meinem Naturverständnis entsprechend eher ausschließen. Denn erstens hätte die Natur wirkungsvollere Möglichkeiten gegen Überbevölkerung vorzugehen (alle Arten von Naturkatastrophen) und zweitens müßte die Natur schon ein ausgeprägtes Bewußtsein besitzen um ein Problem der Überbevölkerung zu erkennen. Aber wie gesagt das ist nur eine unüberprüfbare Meinung.

[quote][b]Krankheiten sind gewissermaßen ein Regulativ für den einzelnen und die Gruppe.
Wenn ich keine Zahnschmerzen bekäme, wüßte ich nicht, daß mein Zahn ein Loch hat und letztlich meinen Körper bedroht.
Keine Frage, daß Krankheiten und Schmerzen im Einzelfall eine grausame Angelegenheit sein können, aber anscheinend sind sie nötig, sonst hätte sich die Natur etwas anderes ausgedacht.
Und sie haben auch einen moralischen Aspekt, wie weiter oben ausgeführt, ohne Krankheit würden wir die Gesundheit weniger schätzen und unseren Körper möglicherweise eher schinden. [/B][/QUOTE]

Egal ob es nun von der Natur so geplant ist oder ob Krankheiten einfach nur logische Folgen ungünstiger Umstände sind (so wie ein Motor logischerweise kaputt geht wenn er kein Öl mehr hat).
Tatsache ist, das die Menschen daran arbeiten alle Krankheiten in den Griff zu kriegen, ob das jemals gelingen wird ist eine andere Frage. Damit wirft sich dann schon zwangsläufig die oben gestellte Frage auf, ob es denn überhaupt wünschenswert ist alle Krankheiten in den Griff zu bekommen. Ich sehe da im Moment nichts, was dagegen spricht.
GrauerWolf@Selian
Natürlich war mein Statement verkürzt abgefaßt,
sollte ja keine medizinische Doktorarbeit werden.
;)
Die Frage ist, ob wir Krankheit einmal im Individualfall oder generell betrachten wollen.
(Heilbare) Krankheiten sind für den Menschen auch ein Signal,
seine Lebensweise zu überprüfen.
Anders ist es sicher bei berufsbedingten Krankheiten, so die Staublunge bei Bergleuten.
LaChatte"Glücklich sein" sei eine der besten präventiven Dinge - und noch aussagekräftiger in Prognosen als Ernährung, Rauchen, Sport, etc...

Man soll den psychischen Anteil an allen Krankheiten nie unterschätzen... Placebo wirkt!

Also: in einer Welt, wo alle glücklich sind nach ihrem eigenen Empfinden, wird es viel weniger Krankheiten geben als heute... Wär doch schon mal ein Fortschritt.
NightshineErst einmal vielen Dank, für eure Antworten.
Ich hab die irgendwie gebraucht, weil ich die frage doch schwieriger finde, als sie klingt.
es stimmt ja schließlich, dass krankheiten ein hinweis auf fehlverhalten sein können.
aber ohne schmerz zu leben, hieße auf der anderen seite weniger kummer, sorgen, von denen es ja auch schon genug auf der welt gibt.
aber mir kommt es doch nicht ganz richtig vor. ich komm aber ncith drauf, warum.
es liegt aber nicht an dem gedanken der überbevölkerung oder an den vielen arbeitsplätzen die verloren gehen würden.
werd mal weiter drüber rätseln, aber danke für die denkansätze
SchattenwesenIch finde diese Idee toll.
Meiner Meinung nach sollte man sowieso selbst entscheiden dürfen, wann man stirbt. Ich finde es schrecklich, dass Krankheiten/ Unfälle [etc.] das Leben beenden... mein Wunsch wäre es, dass jeder Mensch einen Knopf hat [oder so], den er drücken muss, um damit sein Leben an einem Punkt zu beenden, an dem er selbst dies für richtig erachtet... tja. Irreal, I know...

~+~Schatti~+~
LaChatteIch denke, eines unserer grössten Probleme mit Krankheiten ist, dass wir nicht allzu gut damit umgehen können... eine Krankheit ist meist eine Botschaft des Körpers, und wenn wir diese Botschaften hören und respektieren (und nicht sie verdrängen) sollte es uns eigentlich gut gehen.

Was sagt uns denn eine solide Grippe? Dass es einfach an der Zeit ist, mal kürzer zu treten.. Und nicht unbedingt einfach fiebersenkende Medikamente zu nehmen... ok, ausnahmsweise schon, wenn mal was wirklich wichtiges ansteht, aber nicht im Regelfall...

Und es gibt auch Krankheiten, die unheilbar sind und uns immer Beschränkungen auferlegen werden - und mit diesen Dingen muss man umgehen lernen, sie akzeptieren lernen, und dann einfach noch tun, was möglich ist.
GrauerWolf@Schattenwesen
Das mit dem "AusKnopf" hat wohl jeder schon mal gedacht, aber darin läge eben auch eine große Gefahr.
Wie schnell würde manch' einer schon gedrückt haben, weil er in der Klassenarbeit eine "fünf" mit nach Hause bringt, oder weil ihn Zahnschmerzen quälen.
Wir würden zu leichtfertig damit umgehen.
Als schlimm empfinde ich es nur, wenn jemand unheilbar krank ist, an unerträglichen Schmerzen leidet und keine Hoffnung auf Genesung hat.
So etwas läßt sich medizinisch indizieren und wenn er dann den Wunsch auf einen leichten Tod äußert, sollte ihm geholfen werden dürfen.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]und dann einfach noch tun, was möglich ist. [/B][/QUOTE]

Hach, LaChatte, wenn das nur so einfach wäre. Aber irgendwie erinnert man sich ja doch permanent daran, was einmal möglich war, und was einem fortgenommen wurde.

Aber im Prinzip hast du natürlich recht ;)

~decay~
LaChatteHat je jemand gesagt, das Leben sei einfach???:p

Andererseits: wenn du schon etwas verloren hast, wirst du dir bewusst, dass auch der Rest nicht selbstverständlich ist - und du das auch von einem Tag auf den andern verlieren könntest. Unfälle passieren schnell...

Glücklich die Menschen, die sich auf ihre Stärken konzentrieren können, und nicht ständig über ihre Schwächen jammern - als leuchtendes Beispiel hier der Physiker Hawking, der trotz seiner schweren Behinderung äusserst aktiv ist - bewundernswert, der Mann...
koumoriHm... fühle gerade wie sich eine Erkältung an mich heranschleicht und habe immernoch Genickschmerzen... von dem her würde ich sagen ja :D
- insbersondere aber auch die schlimmeren Sachen; wer möchte denn schon gerne krank sein?

... Auf der anderen Seite sind es gerade die düstereren Momente in unserem Leben die uns zum Nachdenken bringen und viele geniale Gedanken wären vielleicht nie geboren gäbe es da nicht das Leid...

Keine leichte Frage... darf ich mich enthalten?
SiriusDie Frage ist ja, wie ist es gemeint:
Das Mensch gar nicht mehr krank werden kann, also das wir z.B. genetisch so manipuliert sind, das uns irgendwelche Grippeviren nichts anhaben können usw.
Oder ist es so gemeint, das Mensch alle Krankheiten heilen kann.

Letzteres würde mit großer Sicherheit nicht Friede, Freude, Eierkuchen auf der ganzen Welt bedeuten - ganz im Gegenteil:
Jeder Arzt würde ein bombastisches Geschäft daraus machen und Heilung könnte sich auch nicht jeder leisten.
hagzissa13Ich fände es schön zu wissen, daß man irgendwann den Patienten nicht mehr sagen müßte: "Es tut mir leid, aber ihnen bleibt leider nicht mehr viel Zeit..."

Ich fände es schön, irgendwann keine Patienten mehr leiden zu sehen im Todeskampf.


Hagzissa

- per aspera ad astra -

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