| Idril Amandil | Nun ist es so weit - wir (2 Freunde und ich) müssen beginnen etwas aus unserem Thema "Gothic - eine missverstandene Subkultur" zu machen... Das soll praktisch mal eine wissenschaftliche Arbeit von der Schule aus werden, welche ins Abi mit eingebracht werden kann, falls jemand nicht weis wovon ich hier rede. Die Zeit läuft bis Ende September nächsten Jahres und deshalb geht es jetzt ans Informationen sammeln. Es wäre schön wenn hier jemand Lust hätte, einfach mal seine Gedanken über das Thema oder sogar auch Tipps und Anregungen zu stellen. (Eventuell hat ja auch gerade jemand damit zu kämpfen oder es bereits hinter sich!?) Inhalt soll der Ursprung, überhaupt das Leben in der "Szene" (Der Mensch an sich, Denkensweise, Musik, die Menschen untereinander/Treffen, die verschiedenen Richtungen innerhalb u.s.w.), die Stellung in der Gesellschaft und natürlich die Aufklärung der Klischees sein. das mit dem Bezug auf regionale Aspekte ist dann wieder ne andere Sache... Also lasst euren Gedanken freien Lauf wenn ihr Lust und Zeit dazu habt ;) Idril |
| herz23 | Subkultur Soziologie [lateinisch] eine Kultur innerhalb einer größeren, sie umfassenden Kultur oder Gesellschaft (auch Gruppenkultur), die eigene Verhaltensnormen entwickelt. Diese Normen beruhen auf von der Gesamtkultur abweichenden Überzeugungen, Werthaltungen oder Ideologien (z. B. Sekten, Erweckungsbewegungen, Jugendbanden, politische Gruppen). Die Subkultur findet sich entweder mit der Duldung durch die Gesellschaft ab oder begreift sich selbst als Gegenkultur. Ich finde das Gothic nicht direkt ein Subkultur ist, sondern, das es eher wie Satanismus, Schwarzdenken eine eigene Kategorie ist. Klar schmeiß man das alles schon mal auf einen Haufen "Schwarz", aber ich denke es ist wirklich etwas für sich. Es gibt zwar auch Parallelen zwischen Satanismus, Gothic und Schwarzdenknde und ähnliches, aber Subkultur, na ich weiß ja nicht. |
| Silvy | um viele vielleicht auch nützliche informationen zu bekommen würde ich auch noch auf das kompendium verweisen,dort steht ja so eigentlich alles drinnen. dei typischen klischees,musik,kleidung usw. dies war jetzt kein produktiver beitrag von mir,aber ich denke das dass kompendium sehr hilfrecih sein mösste!!! |
| herz23 | @Silvy diesen Vroschlag wollte ich eigentlich auch machen, aber dann habe ich mir gedacht, dass das Kompendium viel zu viel ist um sich das Wichtigste heraus zu filtern. Schließlich wollen wir ja helfen und ihnen nicht mehr Arbeit aufhetzten, als die drei so wieso schon haben, oder? |
| Cyberpagan | Verbesserungsvorschlag: Wie wär's mit "Gothic - eine Subkultur, die sich selbst nicht versteht" als Titel? ;) |
| Idril Amandil | [QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i] [B]Haufen "Schwarz", aber ich denke es ist wirklich etwas für sich. Es gibt zwar auch Parallelen zwischen Satanismus, Gothic und Schwarzdenknde und ähnliches, aber Subkultur, na ich weiß ja nicht. [/B][/QUOTE] Danke erstmal für deine Hilfe! Ich denke schon dass man Gothic als Subkultur bezeichnen kann, weil es ja wirklich eine Richtung ist die sich von den normalen Normen abwendet. Subkultur ist doch etwas anderes als das Wort "Szene" meint, deshalb in Anführungszeichen, weil ja wie du schon sagtest, dass tausende von verschiedenen Richtungen zusammenlaufen... (obwohl Satanismus eigentlich nicht das ist, worauf es auslaufen soll ;) ) vielleicht hast du das jetzt aus versehen etwas verdreht? Oder ich? Und auch an den Kompendiumvorschlag: vielen Dank :) Ich freu mich über jedes Stück arbeit weil ja was rauskommen soll und ich mich gern damit beschäftige. @Cyberpagan: So könnte man das natürlich auch sehen :D Also schon mal ein großes danke an euch. Idril |
| herz23 | Mit dem Satanismus, ich sag ja, es wird leider viel zu oft alles einfach auf einen Haufen geworfen, so das es auch leider viel zu Viele gibt, die denken: Gothic=Satanist=Tiere töten=Selbstmord In sofern das sich Gothic von normalen abstreift trifft eine Subkultur zu, aber dann wären der ganze Rest aus dem Bereich genauso Subkulturen, als doch etwas Eigenständiges. Ich hoffe nicht, dass ich irgentetwas verdreht habe. |
| Idril Amandil | Direkt verdreht wohl nicht (ich glaub wir haben 2 unterschiedliche vorstellungen davon :D ), aber für mich ist das Wort "Subkultur" einfach nur eine Bezeichnung dafür, dass sich etwas gegen die "normale" Kultur wendet. Das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun dass irgendwelche Gemeinsamkeiten innerhalb dieser Bereiche auftreten würden. Ist halt für mich einfach nur ein Begriff, der das Abwenden von der Norm bedeutet... ;) |
| Arya Noirinan | habs auch mal versucht, aber kläglich gescheitert, da unter dem begriff gothic sooo viel verstanden werden kann, dass ich das auf 15 seiten (war der gesetzte rahmen) nicht zusammen fassen hätte können.also hab ich doch lieber gelassen. im übrigen ists schwer soetwas zu schreiben, da jeder eine ander definition für gothic hat. hab aber einen sehr nützlichen link gefunden, wo alles gaaaanz knapp zusammengefasst wird: [url]http://www.die-schwarzen.net[/url] ich hoffe der darf hier rein :D Arya |
| herz23 | @Idril Amandil Ich hoffe ich habe dich durch meine Meinung nicht Irritiert, aber ich denke, wenn es eine Arbeit sein soll, die sogar in ABI übernommern wird, so sollten doch alle Aufassungen von Subkultur berügtisichtigt werden. Wenn du Subkultur nur als eine Art Abweichung von Norm hällst, so solltst du dass auch in der Arbeit erwähnen, nicht, dass jemand dich am Ende mißversteht und deine Arbeit als inkorekt abgewehrtet wird. Sonst wären alle Bemühungen dieser umsonst, und das wollen wir ja nicht!!!;) |
| Idril Amandil | @ Arya: Ich hab am Anfang auch sehr viele Zweifel gehabt ob ich das Thema wirklich nehmen soll. Es ist ja wirklich ein fast unüberschaubares Gebiet. Deshalb versuche ich auch so viele Umfragen wie möglich zu machen und ziemlich viele Meinungen zu hören. Es soll ja nicht auf eine Meinung bzw. Vorstellung reduziert sein sondern viele Ansichten davon beinhalten. Vorallem wollen wir ja auch auf die Klischees eingehen, welche eigentlich schon ziemlich eindeutige Meinungen herhorrufen, denke ich. Wir haben max. 30 Seiten zur Verfügung, ich hoffe da können wir so einiges unterbringen. Auch an dich ein Dankeschön. @ herz: Ich werd nochmal über die Definition nachdenken und im Lexikon nachschlagen, aber danke für den Tip, ich werde ihn sicher berücksichtigen ;) |
| herz23 | @Idril Amandil Zum Thema im Lexikon nachschlagen, habe ich bereits getan, falls du dir meinen ersten Beitrag hier noch mal anschauen magst: Subkultur Soziologie [lateinisch] eine Kultur innerhalb einer größeren, sie umfassenden Kultur oder Gesellschaft (auch Gruppenkultur), die eigene Verhaltensnormen entwickelt. Diese Normen beruhen auf von der Gesamtkultur abweichenden Überzeugungen, Werthaltungen oder Ideologien (z. B. Sekten, Erweckungsbewegungen, Jugendbanden, politische Gruppen). Die Subkultur findet sich entweder mit der Duldung durch die Gesellschaft ab oder begreift sich selbst als Gegenkultur. |
| Idril Amandil | Ups das hab ich jetzt doch glatt in meinem Eifer übersehen. Aber die Definition verstehe ich auch so, dass der Begriff die Abwendung von der Normalität bezeichnet, und nicht, dass jede Subkultur das Gleiche wäre oder die Menschen darin das gleiche denken würden. Es gibt ja unendlich viele Auffassungen und Überzeugungen die man haben kann, um nicht dem Normalen zu entsprechen. Aber egal, ich werd einfach meine Meinung darüber in der Arbeit erwähnen und dann wird das schon gehen denke ich. Ich hoffe du bist mir nicht böse weil ich mich hier so mit dir über dieses Wort rumstreite ;) |
| herz23 | @Idril Amandil Böse? Nein keineswegs, ich versuche dir zu helfen. Um wie gesagt den Mißverständnissen aus dem Weg zu gehen, würde ich in einer Art Vorwort oder Zusatz/Anhang deine definizion von Subkultur erklären. Wie klingt das, somit denke ich werden mögliche Mißverständnisse direckt aus dem Weg geräumt. |
| Idril Amandil | Stimmt, eine Einleitung müssen wir sowieso schreiben. Da werde ich die Gedanken am besten unterbringen, damit die Leser gleich wissen wie ich die Sache versteh. Das kann ja was werden... :rolleyes: |
| herz23 | Hey komm, du hast zumindestens schon mal einen Anfang, du hast etwas was du in der Einleitung unterbringen kannst. Das ist doch mehr als nichts. Ich mache mich noch ein wenig schlau zu dem Thema, morgen bin ich wieder da, vielleicht kann ich dir dann ncoh etwas helfen!!! |
| Idril Amandil | Danke, find ich echt lieb von dir. Hab auch schon viel zeug zusammen, von normalen texten aus dem internet bis zu presseberichten und zeitungsausschnitten. aber ich bräuchte außerhalb des inets noch bissl zeug. voarrelm bücher wären net schlecht. haben bisher nur das "gothic!" und in der bibliothek gabs nur ein buch wo 1 kapitel drüber war. und das hatte alle klischees inne :q |
| Signs | hallo Idril Amandil ich habe selbst schon mal ein referat über Gothic geschrieben und gehalten ich könnte dir die informationen die ich gespeichert habe rüber schicken wenn du willst Greez Signs |
| Arya Noirinan | @signs: würde es dir was ausmachen mir dieses referat auch einaml zu schicken?? |
| herz23 | @Idril Amandil Falls du wirklich nach einem guten Buch suchst, so solltest du trotzdem weiter im Inet danch suchen und später einfach in einer Bibliothek nachfragen ob sie es da hätten. Ich schau mal nach, ich melde mich später wieder, wenn ich mehr weiß!!! |
| herz23 | Farin/Wallraff - Die Gothics Archiv der Jugendkulturen e.V./Verlag Thomas Tilsner In dieser Rezension gibts dieses Mal nichts auf die Ohren, sondern was auf die Augen! Was ich Euch hier vorstellen möchte, ist ein Buch, das sich mit der Gothic-Szene auseinandersetzt. Im Gegensatz zu diversen schon existierenden Fotobänden voll von ästhetisch ansprechenden schwarzen Seelen ist dies allerdings ein Buch, welches einen Überblick über den ästhetischen, theoretischen und philosophischen Background dieser Szene abgibt. Das besondere Gimmick an dieser Veröffentlichung ist allerdings, das es sich hierbei um zwei Bücher handelt. Hat man den ersten Teil bis zur Mitte des Buches gelesen, so muss man den zweiten Teil umdrehen und quasi von hinten wieder bis zur Mitte lesen. Ein netter Einfall. Man bekommt also zwei Bücher zum Preis von einem. Der erste Teil, "Die Gothics", wurde von Klaus Farin geschrieben bzw. zusammengetragen. Es handelt sich bei diesem Teil um eine Sammlung von Interviews und Statements von Szeneangehörigen über die Szene und über sich selbst. Das Vorwort zu diesem Teil stellt einerseits eine Zusammenfassung dieser Statements dar, ist aber auch zum anderen eine grobe Einführung in die Geschichte und Ästhetik der Gothic-Bewegung. Ein sehr starker Aspekt wird innerhalb dieser Einleitung auf die rechtsradikalen Strömungen bzw. Versuche rechstradikale Tendenzen in die Szene einfließen zu lassen gelegt. Ein wichtiges Thema wie ich finde und für den einen oder anderen sicherlich auch einmal dahingehend wichtig, sich selbst einmal darüber klar zu werden, inwiefern dieser schleichende Virus nicht doch schon Besitz von einem selbst ergriffen hat. Schlagworte wie Elite-Gedanke und Sozialdarwinismus als mögliche gemeinsame Plattform von Gothics und Neonazis werden hier vermehrt erwähnt. Ansonsten ist diese Einleitung doch eher grob und dadurch auch in mancherlei Hinsicht etwas schief bis falsch geraten. Aber angesichts der Kürze finde ich, ist das durchaus vertretbar. Es wird auf die musikalischen Wurzeln eingegangen, dann auf die Ästhetik und Mode übergeschwenkt und dann schließlich auf die Philosophie und der damit verbundenen Politisierung (siehe rechtsradikale Tendenzen) kurz eingegangen. Diese Einleitung an und für sich dürfte dem einen oder anderen von Euch mitunter schwer im Magen liegen. Aber das ist auch gut so, denn die Vielfalt einer Szene kann nicht in einem 200 Seiten starken Buch allumfassend dargestellt werden. Und auch ich sehe das eher als stichprobenartige Situationsbeschreibung an. Denn die Aussagen und Statements der Interviewten geben mitunter einerseits ein einheitliches Bild ab, aber andererseits wieder ein sehr facettenreiches. Neben der Betonung des Romantischen und Ästhetischen, nach außen durch die Mode demonstriert, findet sich als weitere Gemeinsamkeit innerhalb dieser Aussagen dieses schizophrene Gruppenverhalten wieder, das geprägt ist von Geborgenheit und Zugehörigkeit aber auch von Abgrenzung, Grüppchenbildung und intrigantem bis neidvoll-arrogantem Verhalten untereinander. Inwiefern diese Interviews nun repräsentativ sind, darüber lässt sich streiten. Außenstehende werden jedenfalls einen Einblick in diese Szene bekommen, der hoffentlich ihr Schubladendenken über den Haufen werfen wird. Für den Szeneangehörigen selber stellt sich dann aber die Frage, was er mit dieser Sammlung selbst anstellen soll, da er ja Teil dieser Szene ist und als Individuum sich in erster Linie mit sich selbst beschäftigt und vielleicht auch schon alles kennt und weiß. Nun, für diese Klientel sehe ich den Sinn und Zweck dieses Teils des Buches darin, dass es für die Szenenangehörigen selbst eine gute Diskussionsgrundlage bildet und von daher auch noch einmal den Blick für die eigene Position und Rolle innerhalb der Szene schärft. Denn bei aller Beteuerung, dass man nicht politisch sein will innerhalb seiner Szene kann man doch niemals unpolitisch sein. Denn Politik hat ja nicht nur etwas mit SPD, FDP, CDU und den Grünen zu tun. Komischerweise kommen in diesem Teil vermehrt Grufties aus dem Osten Deutschlands zu Wort. Das ist etwas einseitig weil doch in mancherlei Hinsicht viel zu sehr auf die Situation der Grufties in der DDR eingegangen wird und von daher manches per se schon politisch dargestellt wird. Die Aussagen selbst können aber dennoch als gesamt-deutsch angesehen werden. Der zweite Teil, betitelt "Weiss wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz", stammt von Kirsten Wallraff und hat als Grundlage eine von ihr verfasste Diplomarbeit in Sozialpäda-gogik. In diesem Teil wird die Szene quasi von außen beschrieben und auch Hintergründe einzelner Aspekte aufgezeigt. Aber keine Angst: hier wird nicht in hochgestochenem Deutsch dahergeschwafelt. Erfreulich ist auch, dass hier keine Polemik gegenüber den "Normalos" mit ihren spießigen Ansichten abgefeuert wird. Kirsten Wallraff will aufklären und nicht hetzen. Im einzelnen werden hier die Themenbereiche Mode, Musik, Medien, Geisteshaltung, Gesellschaftsbild und kultureller Kontext der Szene erläutert. In einer sachlichen Darstellung bekommt der Leser eine umfassende Darstellung der einzelnen Attribute dieser Szene und ihres Facettenreichtums geliefert. Dabei geht es hier nicht nur um das bloße Nennen von Gemeinsamkeiten, Auffälligkeiten und Gimmicks. Kirsten Wallraff verweist in den einzelnen Kapiteln auch jeweils auf kulturgeschichtliche Vorbilder und deckt Parallelen zu anderen Epochen auf. Nach der Darstellung der äußeren Merkmale dieser Szene - Kirsten Wallraff unterteilt die Vielfalt der Szene in fünf unterschiedliche modische und elf musikalische Kategorien - widmet sie sich dem theoretischen Überbau. In einer kurzen und knappen Darstellung wird hier farbenpsychologisch auf die Farben schwarz und weiß, sowie deren unterschiedlicher kulturgeschichtlich-soziologischer Bedeutung eingegangen. Nach einem Überblick über die literarischen Vorbilder innerhalb der Szene (Shakespeare, Expressionismus, Grusel/Horror, Gothic-Novels, okkulter Literatur) und der Bedeutung der einzelnen Genres für die eigene Befindlichkeit des Grufties, widmet sich Kirsten Wallraff den philosophischen Haltungen der Szene sowie deren Vorbildern (Existentialismus, Nihilismus, Skeptizismus). Gleichzeitig dazu wird auch die Verbindung zur Kirchenkritik hergestellt und auch zum Satanismus und dessen Bedeutung innerhalb der Szene. Die schiefe Darstellung der Gothic-Szene in den Medien und die Gründe dafür werden ebenso thematisiert. Das Abschlusskapitel widmet sich schließlich dem zeitlichen und kulturellen Kontext in den die Szene eingebunden ist. Inwiefern Ihr Euch darin wiederfindet müsstet Ihr dann wiederum selbst abklopfen. Denn auch dieser Teil liefert wieder eine Menge Themen zu Diskussionen und Reflexionen zur Szene und zur eigenen Rolle innerhalb der Szene. Jedenfalls trägt diese Darstellung dazu bei, dem Mysterium Gothic-Szene viel von ihrem negativen Image zu nehmen. Hier hat ein Fan für Fans geschrieben, aber in einer Art und Weise, die eher an ein "seriöses" Publikum gerichtet ist und geprägt ist von Aufklärungswillen und nicht von tendenziös-schwärmerischem und auch polemischem Stil. Dafür zolle ich ihr Respekt! In einem Interview mit Kirsten Wallraff könnt Ihr noch weiteres über das Buch und die Autorin erfahren und zwar exklusiv nur auf den schwarzen Seiten! |
| herz23 | FAZIT: Ist dieses Buch jetzt ein Muß für jeden Szenegänger, oder werden hier Eulen nach Athen getragen? Sicherlich ist dieses Buch für diejenigen interessant, die nicht der Szene angehören und sich immer schon gefragt haben, was hinter diesen Gestalten der Nacht verborgen ist. Doch werden nur sehr wenige Leute dieses Kreises sich das Buch holen. Nein, ich würde auch sagen, dass "Die Gothics" ein Muß für jeden Szeneangehörigen ist. Sei es zum einen, um sich vielleicht doch einmal darüber im Klaren zu sein, was für einen Ursprung diese Bewegung hat und warum sich die Szene so entwickelt hat wie sie ist. Und damit meine ich jetzt nicht die "Spätlese 2000", sondern auch gestandene Mitglieder, die in ihrer eigenen Nische verharren und von den anderen Facetten der Gothic-Szene wenig bis überhaupt keine Ahnung haben. Und so kann dieses Buch auch mit dazu helfen Vorurteile innerhalb der Szene abzubauen. Zum anderen ist dieses Buch auch als "Waffe" gut geeignet, um verängstigten Eltern, Freunden oder Arbeitskollegen einmal den Kopf zurechtzurücken, vorausgesetzt sie sind bereit dieses Buch zu lesen. Mir selber ist jetzt keine vergleichbare Veröffentlichung bekannt, die sich in dieser Art und Weise dem Thema widmet (Das "Gothic-Lexikon" von Volkmar Kuhnle hat einen ganz anderen Ansatz und beschränkt sich in erster Linie nur auf die Musik). Allerdings: Die Darstellung der unterschiedlichen Musikrichtungen und der Genese der Musik ausgehend vom Punk zum Wave und zu den einzelnen Spielarten des Gothic, ziehen mir persönlich die Schuhe aus. Da haben beide Autoren mehr oder weniger gepennt (Da ist dann das "Gothic-Lexikon" wiederum aussagekräftiger). Aber das Buch konzentriert sich ja auch nicht auf die Musik, sondern auf das Auftreten und den philosophischen Überbau. Und diese Darstellung ist beiden Autoren sehr gut gelungen. Inwiefern man eine Sammlung von Interviews nun für literarisch sinnvoll hält ist jetzt strittig. Aber der Teil von Kirsten Wallraff lohnt die Anschaffung in jedem Falle. (Mein Tip: Lest zuerst den Teil von Kirsten Wallraff und dann den Teil von Klaus Farin!) Um einen Einblick zu bekommen ist dieses Buch erschöpfend und aussagekräftig. Inwiefern der Ansatz klug gewählt war, die Äußerlichkeiten (hier Mode und Musik) gleichberechtigt neben der Gedankenwelt zu platzieren, anstatt sich vielleicht in erschöpfender Art und Weise auf den gedanklichen Überbau zu konzentrieren ist strittig. Aber selbst Wissenschaftler sind sich ja nicht grün darüber wie ein und dasselbe Thema richtig angegangen werden kann. Weitere Publikationen müssten sich ausgehend von den hier behandelten Themen in die einzelnen Unterthemen verzweigen. Das Buch "Die Gothics" hat auf jeden Fall den ersten Schritt zu einer soziologisch-kulturgeschichtlich-philosophischen Aufarbeitung und Beschreibung dieser Szene getan. Es stellt darüber hinaus auch eine Situationsbeschreibung dieser Szene im ausgehenden 20. Jahrhundert dar. Dafür und für die Einzigartigkeit dieser Publikation gibts von mir Du musst dich am besten mal durch diesen Link hier klicken: [url]http://www.schwarzeseiten.de[/url] da findest du bestimmt ne Menge. |
| herz23 | 1 Einleitung „Gothic“ – ein Begriff, der so mannigfache Assoziationen hervorruft, daß der Versuch einer Definition daran scheitern muß, daß die Vereinheitlichung dieser Jugendkultur auf eine gradlinige, stupide Kategorisierung eine Restriktion ihrer vielfältigen kreativen und einzigartigen Komponenten bedeuten würde. Das Bedürfnis nach (Er) Klärung und Verständnis scheint jedoch dermaßen hoch zu sein, daß sich eine Unzahl Szeneinsider und Outsider daran gemacht haben, die Nebel dieser mystischen Kultur zu durchdringen und zu lichten. Auf der Suche nach dem verbindenden Geist der Gothic – Kultur, nach der Quelle dieser charakteristischen Divergenz, wird man mit den mystischen, geheimnisvollen, anziehenden, furchteinflößenden, oft menschen - und gesellschaftsverachtenden Aspekten dieser Jugendkultur konfrontiert. Gleichzeitig eröffnet sich der Blick auf eine ungeahnte Kreativität als Ausdruck der inneren Gefühlswelt, der Abneigung gegen die Absorbierung durch die Masse. Stumme Kämpfe werden zu schreienden Liedern, schmerzerfüllter Literatur und sehnsuchtsvollen Bildern. Gleichzeitig gibt es aber auch Platz für Ironie, Sarkasmus und Humor, wie er zum Beispiel in den Comics sichtbar wird. Keine Szene hat ein so kreatives Outfit und Styling, wie die hier beschriebene. Die Ein- Tönigkeit des Schwarz erhält durch die Kombination mit Schmuck, Make-up und Accessoires ein persönliches Gesicht, wird durch das gezielte Styling zu etwas besonderem gemacht, so daß in einer Gruppe schwarz gekleideter Gothics kein Schwarz wie das andere aussieht. Diese Kreativität war es, die mich in ihren Bann gezogen hat, die Kunst und Ästhetik des Ausdrucks, der Umgang mit Sprache, Melodien, Stimmungen. Die Frage, was hinter diesem Outfit für Seelen stecken, was sie denken, worüber sie reden, wo die Interessen liegen – was das Besondere dieser Jugendkultur ausmacht. |
| herz23 | Die Gothics Eine Subkultur im internationalen Vergleich 1 Vorurteile 1.1 Satan, Sarg und Co Die Aussage mit der Goths am öftesten konfrontiert werden, ist jene, daß sie immer schwarz tragen (71%), das häufigste Vorurteil, daß sie deshalb Satanisten wären, denn schwarz wird von vielen Menschen mit böse assoziiert und folgedessen mit Satan und schwarzen Messen. (62%) Wobei zwei Drittel der Befragten (71%) gar nicht an Satan glauben, und nur 23% von sich sagen, sie würden an ihn glauben, wobei das aber noch lange nicht dem Satanismus entspricht, der gemeinhin in den Köpfen der Leute spukt, wie das später im Kapitel über Satanismus und die Typen von Satanisten erläutert wird. 53% geben an, als suizidgefährdet eingestuft zu werden, von 40% wird gesagt, daß mit ihnen „was nicht stimmt“. 32% begegnen dem fixen Glauben, sie würden in Särgen schlafen, 31% sind als Vampiristen gefürchtet. Weitere Vorurteile, denen Goths begegnen, besagen, sie wären humorlos (27%), nicht imstande soziale Kontakte zu pflegen (21%), oder hatten eine unglückliche Kindheit (19%). 14% hören, sie wären eine unnahbare Clique und 10% sagen für einen Nazi gehalten zu werden. Nur 5% begegnen keinen dieser Vorurteile. 1.2 Arroganz Die Vorurteile, mit denen die Gothics konfrontiert werden, sind sehr vielfältig und fast ausschließlich Verallgemeinerungen von einer kleinen Minderheit auf die gesamte Jugendkultur. Demnach ist alles, von dem es heißt – „DIE Gothics sind:“, oder „DIE Gothics tun“, von vorneherein falsch, denn der vordringlichste Wert dieser Personen, die Individualität, läßt solche Deduktionen schlicht nicht zu. Nach außen hin entsteht oft der Eindruck, Goths wären eingebildet und arrogant und würden niemanden an sich heranlassen. Was jedoch äußerlich wie Arroganz wirkt, kann oft innere Unsicherheit sein, die durch ernste Miene und unnahbares Auftreten überspielt wird. Hinter der Mauer der augenscheinlichen Arroganz versteckt, steht bei so manchem das kümmerliche Pflänzlein Selbstvertrauen, das so vor unachtsamen Worten und zerstörerischen Fußtritten geschützt werden soll. Ist man vorsichtig genug, um einen Blick über diese Mauer zu werfen und das Pflänzlein zu respektieren und zu nähren, so entdeckt man das freundliche und humorvolle Wesen, die Lust auf Neues und auf lange Gespräche, die Sehnsucht nach Verständnis. Oft wird das Gefühl des Andersseins lange versteckt, weil man es sich nicht erklären kann, bis man Gleichgesinnte trifft und erleichtert feststellt, daß man mit seinen Gefühlen und Ansichten nicht alleine ist. Dieses „Sich finden“ stärkt vielleicht das Zusammengehörigkeitsgefühl und könnte den Drang nach Kommunikation erklären. Selbst als Goth schafft man es nicht immer, diese Mauer als Unsicherheit zu sehen, oder ist es nur der Sprung über den eigenen Schatten, über die eigene Mauer hinauszuschauen und so Kontakte zu knüpfen? Betrachtet man untenstehendes Diagramm zur Selbsteinschätzung, so fällt auf, daß 37% sich als introvertiert bezeichnen und 31% als wenig selbstbewußt. Wie läßt sich ein derart auffälliges Outfit und Styling im Zusammenhang mit dieser Unsicherheit erklären? Durch extravagante Kleidung, ungewöhnliche Frisuren, kunstvoll verzierte Gesichter liefern vielleicht gerade unsicherere Menschen dem Rest der Welt einen Grund zum Starren, und können so besser damit umgehen. |
| herz23 | Abb1. Charakter - Selbsteinschätzung 67% bezeichnen sich als tolerant, 61% als gefühlsbetont. Die Gefühlsebene findet ihren Ausdruck in Liedern, Gedichten, Texten, Bildern - 60% schätzen sich als kreativ ein. Die Tatsache, daß 58% sich als ruhig bezeichnen, stimmt überein mit der Sicht eines Friedhofes als Ort der Ruhe und der Flucht vor der lauten Welt, sowie der Tatsache, daß 37% angeben introvertiert, bzw. wenig selbstbewußt zu sein (31%) und 42% von sich sagen, daß sie leicht verletzbar wären. Die Hälfte der Befragten, 51%, nehmen sich eher als melancholisch wahr, 42% der Gothics haben viel Kontakt zu anderen Menschen und lachen gern (54%), und ebensoviele stufen sich als friedfertig ein (demgegenüber sagen 5% sie wären gewaltbereit). Der Umgang miteinander und Gespräche unter Goths finden meiner Meinung nach, auf einer sehr viel höflicheren und vorsichtigeren Ebene statt, als man das oft unter Mitmenschen, die man noch nicht mal kennt, erlebt – da wird man beschimpft, angerempelt, angestarrt. Werden Gothics verbal verletzt, so beschäftigt 22% das lange, 12% lernen daraus, 4% vergessen es sofort und 3% wollen mit der Person nichts mehr zu tun haben. 32% wehren sich verbal, ohne den anderen zu verletzen 23% wehren sich und verletzen den anderen ebenfalls verbal. Daß man in seiner Selbsteinschätzung manchmal falsch liegt, habe ich auf dem Wave-Gothic Treffen in Leipzig erlebt. Bei diesem Event, zu dem sich schwarzen Seelen aus vielen Ecken Europas versammelten, wurde mir bewußt, daß ich mich in großen Menschenansammlungen gar nicht so unbehaglich fühle – plötzlich fühlte ich mich um so wohler, je mehr dieser schwarzen Gestalten auftauchten, welche die Straßenbahnen und das Gelände verdunkelten. Die Einstellung Frauen gegenüber ist in dieser Subkultur, nach meinen bisherigen Erfahrungen, respektvoll und wertschätzend, obwohl man auch in dieser Szene den Männern beweisen muß, daß man nicht nur fähig ist, ein Kleid durch die Gegend zu tragen, sondern auch, seinen Kopf zu benutzen. Das was für die Gothics Kunst und Ästhetik, aber auch Provokation in höchstem Maße ist, ist für Szeneoutsider nur schwer verständlich und nachvollziehbar. Wenn jemand sich mit Totenköpfen schmückt, muß er doch auch nach Knochen buddeln? 1.2.1 Sichtweisen der Befragten der verschiedenen Länder zum Thema Werte und Weltsicht Australien, 27, weiblich: WeltSicht: quiet, positive, internal, thoughtful Werte: openness and honesty, kindness, tolerance Beruf, Schule: studied at art school for seven years, now computer artist/designer Australien, 19, weiblich: Schmuck Bedeutung: Pentagram - the five elements encircled by god and goddess. ( for wicca) WeltSicht: Just to enjoy it. It is hard, but there is no use scowling and being gloomy.You've got to get up and make things happen. Werte: Many values. Cannot tolerate rudeness and abuse. Am fairly cynical, but also accepting. Beruf, Schule: Studying Arts at uni. Majoring in music and journalism. i work at a childcare centre. Am deeply involved in music. ( playing, composing, performing, writing about) write in various zines, am involved in all aspects of arts ( painting, photography, dance) Österreich, 24, weiblich WeltSicht: Goth zu sein ist für mich eine Lebenseinstellung, ich lebe "schwarz", möchte ein Zeichen setzen und mich von der grauen Masse sowohl im Denken, Handeln als auch im Aussehen abheben. Goth zu sein ist meine eigene Welt Werte: Ich bin nachdenklicher, vielleicht oft trauriger als die anderen "normalen". Dadurch versuche ich ein besserer Mensch zu sein, da ich meine Entscheidungen und Gedankengänge klar abwäge, bevor ich Taten setze. Ich nehme mir Zeit für mich, handle überlegter Beruf, Schule: Ich bin Front Office Manager in einem 4-Stern-Hotel/ ausgebildete Sängerin Belgien, 23, weiblich: WeltSicht: Everyone has to fight for his own happiness, life gives you nothing for free. If you don't know the dark side, you won't see the light. Werte: Respect for everyone, honesty, altruism are the three most important values I try to live by. Beruf, Schule: I'm studying but I've graduated from art school last year. I paint. Dänemark, 31, männlich Beruf, Schule: I work as a marketing consultant in a software company Finnland, 25, weiblich: WeltSicht: I'm a happy, open minded person who is looking forward to see a lot of life before it ends : ) Beruf, Schule: I am a multimedia designer Frankreich, 26, männlich: WeltSicht: ashes show much clemency, they whisper so very softly, everything's in the Ecclesiastes / Quohelet Werte: credo in unum deum Beruf: english master's degree with an essay on XIXth century writer Count Eric Stenbock & the notion of infanticide in his works, dj at parties & radio, produced a magazine + CD compilation "Ostia" on behalf of the TOPI, contributes to many fanzines... Niederlande, 21, männlich WeltSicht: Something like a realistic dreamer who can get happy of a sad environment Werte: Indiviualism, tolerance, I don't want to be the same like anyone else Beruf, Schule: I'm doing two studies: mechanical engeneering (not exactly the right translation) and Philosophy for Science, Technology and Society. Futheron I'm a musician, but as a hobbyist Niederlande, 20, männlich WeltSicht: wandering about without knowing what to do, who to meet, where to go and why to do it Werte: changing roles in every situation Beruf, Schule: starting with University study Philosophy Niederlande, 25, männlich: WeltSicht: Life is precious and it's what you make of it. It's up to you how to fill in the gap between birth and death. Werte: "Live day by day like it's your last day..." Beruf, Schule: Study: InterAction Design and 3rd year Photography. Irland, 33, männlich WeltSicht: Each to their own as long as they don't hurt others Israel, 24, männlich WeltSicht: just gotta live day by day, hope it will be okay Beruf, Schule: working and studying computers Italien – Rom, 24, weiblich WeltSicht: negativ weil realistisch Beruf, Schule: universität Japan, 25, männlich WeltSicht: constant struggle with perfectionism Werte: serenity, dynamics, compassion, rage Beruf, Schule: student/waiter Mexico, 19, männlich WeltSicht: open in all the aspects Werte: i dont do that is question to live Beruf, Schule: working in music Norwegen, 22, weiblich: WeltSicht: Positive, noisy, friendly, if I miss something I do it myself (like starting a goth club) Beruf, Schule: I study in the University, and run a Goth club. Norwegen, Bergen, 21, männlich: WeltSicht: Life is different for every human being. You should seek the things you like, but also be open about it and reasnoable. Werte: Love, To create something of value, freedom of thinking, speaking and living. Beruf, Schule: Im a student Polen, 18, männlich WeltSicht: I like my life because I can be what I really am and almost everybody accepts it. I like to create art and art (drawing, music, architecture) is very important part of my life. Werte: peacefulness, optimism, tolerance, creativness... Beruf, Schule: I'm in the College of Architecture. Polen, 20, weiblich WeltSicht: sceptic but optimistic deep inside; tolerance and respect towards other people; comfortable with myself Werte: love, trust, close friends, God; Beruf, Schule: i study linguistics; i spend my free time painting and listening to the music; also love extreme sports Portugal – Lisboa, 21, männlich Werte: Honesty above all. Be who you are. Try to know everything to know if you're not missing something (self-education). Our only teatchers are Life and Nature. Everyone else (even gods) learned from them. We reap what we sow - universal rule and proven Beruf, Schule: Studying Visual Design and working on multiples areas of Design (Web, industrial, multimedia,...) Portugal, 18, männlich WeltSicht: I would have to say that I face life with arms wide open. Altruist. Werte: Sacrifice for the others, friendships above anything else. Beruf, Schule: I'm taking a course on Physics. Russland, 25, männlich WeltSicht: be honest with yourself Beruf, Schule: I am working on the Russian radio station Schweden – Stockholm, 25, männlich WeltSicht: complex, melancholic, serious, realistic, sceptical Werte: I don´t understand this question Beruf, Schule: Always studying, I have a creative mind but lack the talent to do anything about it Schweiz – Winterthur, 24, männlich WeltSicht: Auf der Suche, Leben um zu Lernen Werte: Humanismus, Spiritualität, Eigenverantwortung, Sensibilität, Differenziertheit Beruf, Schule: Student Hochschule für Gestaltung Spain – Pamplona, 25, männlich: WeltSicht: As much opened as I can Werte: Peace, Love, Help each other, Be as Best as I can, Not be an ignorant and have always interest on something different than mine.. Beruf, Schule: Working on finish my studies and then working Südafrika, 27, weiblich WeltSicht: Psuedo-realistic, with melancholic tendencies Werte: I am a pagan witch, and keep to the karmic law of returns, this dictates my values and the way i treat others Beruf, Schule: I am a hosting engineer (very technical), study 3d modelling as a hobby |
| herz23 | Südafrika, 29, weiblich WeltSicht: Life is a constant paradigm that shifts and changes as you get older. The road can fork and be rocky but can also be straight and narrow. Werte: To help others. Give something to the world. Help those less fortunate and abused. World peace. To accept others as they are and try to help them to become better people. Tolerant and helpful Beruf, Schule: Studying psychology at the moment but have a diploma in graphic art Czech Republik, 22, weiblich: WeltSicht: I put much emphasis on emotional life and love Werte: love, freedom, friendship, creativity Beruf, Schule: studying English, Spanish, Faculty of Arts London, 24, männlich WeltSicht: Don't hurt other people; always be yourself despite outside pressures; achieve something great; do not bow to corporate culture; try to make the world a better place. I don't declare myself a goth, but appreciate the culture and some of the values. Werte: Altruism; caring; understanding. Beruf, Schule: Working part-time; rest of time try to do own projects (web design, musical at the moment - picking up more). Have quit university twice. Usa, Tacoma, 21, weiblich: Werte: I value intelligence and honesty in people, courage & mercy, kindness & wildness Beruf, Schule: I am a student at the University of St Andrews, studying mediaeval history and German language. On my year abroad in Germany. I'm also a DJ--I can't make the music, so I play the good stuff! I also make my own jewellery, usually rosaries. Usa, San Francisco, 23, weiblich: WeltSicht: We are all sisters and brothers on this planet, we must embrace both the good and the dark inside each of us... Werte: Everyone deserves respect, animals and plants deserve respect, I'm almost vegetarian and like some of the hippie culture too!! Beruf, Schule: I'm studying digital photography (digital design). I maintain a website about bands, I draw and write and make music with my keyboard synthesizer... oh, I'm a radio DJ too... I try to distract myself as much as possible so I don't get too sad. Kanada, 15, weiblich: WeltSicht: love and hate life. want to learn as much as possible. understand duality of life and death Werte: im a thinker. very creative. often brood for a long time. very emotional feel intence pain towards things i love if they are in pain Beruf, Schule: nature, art, poetry, books, mythology and magick, why humans are the way they are. 1.3 Friedhöfe Tom vom deutschen Projekt „Gothics – Culture ([url]www.gothics-culture.de[/url]) schreibt zum Thema Friedhof folgendes (mit freundlicher Genehmigung)[1]: Das Bild in den Köpfen der Szene - Outsider vom depressiven, humorlosen, grabschändenen und in Särgen schlafenden Satanisten und Vampiristen widerspricht dem Bild, das die Gothics selbst von „ihrer“ Szene haben. Menschen mit solch extremen Neigungen werden von ihnen ebenso gemieden, wie vom Rest der Bevölkerung. Durch dieses medial vermittelte Bild, dem ein verschwindend kleiner Prozentsatz entspricht, wird „die Szene auf das starre Etikett des „Gruftie-Buddlers" und „Todesfetischisten“ reduziert. Die Vielfalt und Individualität der Szene, ihre kreativen und intellektuellen Potentiale werden durch dieses Zusammenspiel extremer Selbstinszenierung und medialer Sensationssucht bedroht und eine Randform der schwarzen Szene zum „mainstream" erhoben“ Die Tabuisierung des Buddelns innerhalb der Gruppe ist darauf zurückzuführen, daß der nekrophilen Aktivität eine Typisierung durch die Medien folgt – daraus ergibt sich das Stereotyp des „Grufties“, gegen das sich die Szene durch ihre immerwährende Wandlung und Individualität zu wehren versucht, denn die von außen auferlegten Gruppenstereotypen drohen die Individualität auszulöschen, indem sie den Einzelnen zu „einem unter vielen“ machen. „Denn in der Tabuisierung extremer, direkter Beschäftigungsformen mit dem Tod wird zugleich eine gruppeninterne Barriere errichtet, die es ermöglicht, die gruppenspezifische Faszination gegenüber dem Tod und dem Toten zu kanalisieren und zu begrenzen.“ Faszination gegenüber dem Tod: Meines Erachtens ist diese Formulierung nicht zutreffend. In der Ruhe und Stille eines Friedhofes nachzudenken über die Endlichkeit des Seins, ist etwas anderes, als vom eigenen Tod oder dem eines anderen Menschen fasziniert zu sein, was m. E. nicht so gemeint sein soll. Ich denke auch nicht, daß die Gothics fasziniert vom eigenen Tod sind, denn der Großteil derer, die auf den Fragebogen geantwortet haben, bezeichnen sich als realistisch, optimistisch, ein kleiner Teil depressiv bis suizidal. Viele finden das Leben zwar Scheiße, machen aber das Beste daraus. Der Tod wird als unausweichliches Ende eben akzeptiert und angenommen, aber nicht herbeigesehnt. Suizid könnte so als eine weitere Möglichkeit, als weiterer Ausweg im Spektrum der Problemlösungen gesehen werden. Wenn nichts anderes mehr geht, bleibt noch diese Tür, durch die man treten könnte. Was de facto nicht heißt, daß der Suizid ausgeführt wird und werden soll. Er dient sozusagen als Ventil für den übergroßen seelischen Druck oder Schmerz, der auf der Person lastet, damit der Blick frei wird, für andere Strategien, und man die Kraft hat, sich anderen Lösungsmöglichkeiten überhaupt erst zuzuwenden. Frei zitiert nach Nietzsche: Der Gedanke an Selbstmord, hilft einem über so manche schwere Nacht hinweg. Mit dem befreienden Gefühl, doch noch eine Lösung gefunden zu haben, kann man getrost den nächsten Morgen erwarten. |
| herz23 | Die verbreitete Auffassung, Gothics würden sich rein aus der Beschäftigung mit dem Tod heraus auf Friedhöfen aufhalten, könnte auch als Trauer um die Vergänglichkeit, oder Faszination der Ästhetik und der Ruhe gedeutet werden. Abb2. Friedhof - Assoziation Der Symbolgehalt eines Friedhofes für einen Goth wird in obenstehender Grafik übersichtlich veranschaulicht. 81% der Befragten empfinden das Gefühl der Ruhe, wenn sie einen Friedhof aufsuchen, was mit der Aussage, das Gothsein wäre eine Flucht vor der zu lauten Welt, gut übereinstimmt. Der Sinn für Ästhetik, der den Anhängern der Gothic – Kultur eigen ist, läßt 61% den Friedhof als einen Ort der Schönheit bewerten. Für 59% ist dieser Ort mit Ehrfurcht gekoppelt. 42% geben an ihn als Konfrontation mit dem Tod zu erleben, 33% empfinden ihn als Grenzgebiet zwischen Leben und Tod – beidesmal weniger als die Hälfte, was zeigt, daß sich nicht definitiv jeder, der zur Szene gehört, auch intensiv mit dem Tod beschäftigt. 25% gaben an, daß sie einen Friedhof aufsuchen, um sich dort ihrer eigenen Stellung in der Welt bewußt zu werden. |
| herz23 | Abb3a + 3b. Friedhof – Häufigkeit des Aufenthalts, mit wem wird er aufgesucht Bei dem Versuch, die internationale Szene und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft von so vielen Seiten als möglich zu beleuchten, wollte ich auch dem Vorurteil auf den Grund gehen, Gothics würden sich ständig auf Friedhöfen aufhalten, dort Parties feiern und Knochen ausbuddeln. Von 847 Befragten, halten sich nur 9% oft auf Friedhöfen auf, in Gegenüberstellung zu 15%, welche diesen Ort nie aufsuchen. 37% sind selten dort, ebenfalls 37% gaben an hin und wieder dort zu sein. In Anbetracht der Tatsache, daß 55% der Befragen alleine dorthin gehen, und 45% mit einer guten Freundin oder einem guten Freund läßt die Möglichkeit für Parties rapide sinken. Nur 14% gaben an, mit mehreren Gleichgesinnten dort hinzugehen. 2 Das Wesen des Goth und seine Ursprünge 2.1 Gothic Das Oxford English Dictionary gibt folgende Definition: 1) Eine Stilrichtung der Rockmusik mit einer Vermischung von Gitarren, Baß und Drums, oft mit apokalyptischen oder mystischen Texten. 2) ein Künstler oder Anhänger dieser Musik, oft in schwarz gekleidet und schwarz geschminkt. 2.2 Das Wesen des Goth Der zentrale Wesenszug, der „Goth“ charakterisiert, ist Individualität, Kreativität und Selbstausdruck. Als Medium für die Selbstdarstellung und Kreativität dienen Kleidung, Texte, Bilder oder die Musik[2]. Gothic Musik spielt mit provozierenden Themen, indem sie sich auf soziale Schwächen, wie Rassismus, Krieg, Gruppenhaß..., auf die wirklich ungemütlichen Themen konzentriert[3]. „Goth“ ist ein Gefühl der Neugier und Passion für die Dinge, ein lernen wollen, es ist Verständnis, Offenheit und Toleranz, eine Weigerung, mit der Masse zu gehen, gepaart mit der Faszination vom Tod. Sie versuchen eine andere Sichtweise des Lebens zu finden[4]. Vorstellungskraft und Originalität sind demnach die Schlüsselelemente der Gothic - Kultur[5]. Eine allgemein gültige Definition läßt die Einzigartigkeit der Mitglieder der Szene somit nicht zu[6]. Was man früher noch als Gemeinsamkeit der Mitglieder dieser Subkultur nennen konnte (Musik, schwarze Kleidung, Make up, Frisuren), ist heute schon wieder passé, denn Farben halten Einzug, aus Rebellion gegen das Muß schwarz, und die Musik ist so breit gefächert und so entgegengesetzt, daß die Gemeinsamkeit eines Industrial Anhängers und eines New Wave Anhängers schon daran scheitert, daß der eine vom anderen behauptet, das wäre nicht Goth. Selbst die verbindenen Kultfilme und Literaturklassiker stoßen auf geteilte Meinungen. Am ehesten könnte man die Tendenz zu Gewaltlosigkeit und die Toleranz nennen, wobei Toleranz m.E. nicht mehr so ausgeprägt ist, wie in den Anfängen. Als Lebensstil ist Goth ebenso abwechslungsreich wie seine Anhänger – diese Verschiedenheit ist mit bestimmender Charakter der Szene. Um besser zu verstehen, was Goth wirklich ist, muß man wissen, woher es kommt, da es das Lebensgefühl schon länger gibt, als den Ausdruck, der dafür geprägt wurde. Es ist eine Subkultur, die in vielen Gesellschaften immer wieder erscheint und verschwindet, und deren Anhänger intellektuelle, frustrierte, gelangweilte, unsichere Jugendliche aus der Mittelklasse, beim Übertritt in eine neue Lebensphase waren. Ihre Psyche kämpfte mit fehlender Identität und dem Gefühl der Instabilität[7]. Viele wandten sich der Gothic - Kultur zu, nachdem sie eine schwierige Zeit in der Schule hatten, sie suchten nach einem Weg das auszudrücken, was sie fühlten, während andere nur schockieren wollten[8]. Einige machten sich also daran, eine eigene Sozialstruktur aufzubauen. Diese Gegenkultur basierte auf der Synthese von historischen Elementen (der mittelalterlichen Erkenntnis der Dualität des Menschen und der Welt), angelehnt an die dramatischen Traditionen, Philosophien und Schulen. Zuerst nannten sie sich selbst New Romantic, woraus dann Gothic wurde, als sich die neue Kultur stabilisiert hatte, und zu wachsen anfing[9]. Innerhalb der Gothic - Kultur gibt es zwei Strömungen, jede ein Ausdruck der Mischung aus Angst und Faszination für die dünklere Seite des Lebens. Eine Strömung – „Appolonian, nach Apollo“ – war mehr interessiert an der künstlerischen und philosophischen Facetten, die andere – „Dionysan, nach Dyonisos“ – pickte das mehr hedonistische, und manchmal selbstzerstörerische, der Kultur heraus[10]. Um 1987 war die Gothic - Kultur nahezu verschwunden. Um diese Zeit begann eine neue Generation Jugendlicher den Stil der Goths zu imitieren. Diese Kindergoths wurden von den „Orginal Goths“ mit Ablehnung betrachtet, und die Kluft zwischen den Gothics der alten Schule und den Nachkömmlingen wurde verstärkt durch Begriffe wie Poser oder „Faux Goth“[11]. Die erste Gothic-Generation bemängelte öfter, daß die nachfolgenden Generationen glauben würden, Gothic-sein bestünde darin, das schwärzeste Schwarz mit viel Silberzeug zu tragen, und nach Möglichkeit blaß und zerbrechlich auszusehen. Die wenigen verbleibenden Ursprungsgoths zogen sich in den Untergrund zurück und nahmen sich aus der neuauferstehenden Gothic - Kultur zurück. In den letzten Jahren entdeckten die Goths beider Generationen das Internet als Ausdrucksmittel und Mittel der weltweiten Kommunikation und Verständigung für sich – frei von Dresscode und Attitüde[12]. 2.3 Geschichte der Gothic - Bewegung Daß es sich bei dieser Jugendbewegung um mehr, als nur Mode und eine spezielle Art von Musik handelt, zeigte sich darin, daß die Gothic – Kultur ihre eigene Philosophie entwickelte, und zu einer Subkultur, einem „way of life“, einer Überzeugung wurde. Diese Entstehungsjahre der Gothicbewegung, von 1979-83, waren musikalisch sehr interessant und mannigfaltig. Neben den Punksplittergruppen (die Oi! und Anarchobewegungen) gab es ein Ska- und ein Modrevival, New Wave des Britischen Heavy Metal, die Industrialsounds (das sog Futuristmovement), New Romantic, Psychobilly und einige Postpunkbands. Aus diesem Gemisch erwuchsen die ersten, später als Gothic bezeichneten Bands, deren Musik sich vom bisher dagewesenen deutlich unterschied.[13] Im Feld des Punk, der um 1976 entstand, gab es den Fun Punk, der als düstere Parallele den Depro Punk hatte, welcher Untergang und No Future durch Arbeitslosigkeit, Atomverseuchung, Umweltgefahren, Chemiekatastrophen und Genexperimente sah. Anfang der Achtziger entstand aus dieser punkdominierten Szene die Gothic Szene als eigenständige Subkultur mit eigener Musik, Mode, Literatur. Es war die Zeit, als die düstere, unheimliche Atmosphäre, welche das Lied „Bela Lugosi´s Dead“ von der Band Bauhaus vermittelte, die Hörer in seinen Bann zog, die darin die eigene düstere Stimmung reflektiert sahen. Die erste Generation der Gothic - Kultur kam vor allem aus Uk, und ist charakterisiert von Bands wie The Damned, Uk Decay, Bauhaus, die Siouxsie and The Banshees, Sex Gang Children, Specimen und Alien Sex Fiend. Die ersten Gothicbands waren somit sehr viel punkiger als heute. 2.3.1 Woher stammt die Bezeichnung "Goth"? Ian Astbury, der Frontman von The Cult (früher Southern Death) beschrieb Andi Sex Gang (Sex Gang Children) als "gothic pixie", und Anthony H. Wilson, Manager von Joy Division, benutzte 1978 auf BBC „gothic“, um die Band von der konventionellen Musik abzugrenzen. Die englischen Musikmagazine New Musical Express und Sounds übernahmen den Ausdruck Gothic von Siouxsie Sioux (Siouxsie and the Banshees), die damit die neue Richtung ihrer Band beschrieb. Der Ausdruck wurde von den Journalisten schnell auf eine Vielzahl verschiedener Bands der frühen 80er Jahre angewendet, wobei das Aussehen eine größere Rolle spielte, als die Musik: das Erscheinungsbild der Southern Death Cult paßte in dieses Schema – schwarze Kleidung, Silberschmuck und schwarze Haare. Ebenso die Sisters of Mercy; und als sich Wayne Hussey von ihnen trennte und mit The Mission eine eigene Band gründete, wurde auch The Mission Gothic genannt, obwohl sie doch ganz anders klangen und anders motiviert waren als die Sisters. Fields of the Nephilim wurden ebenfalls als Gothband betrachtet, obwohl sie nicht mal so aussahen, wie es sich (bis dato?) für einen Goth gehörte. Die Musik von Joy Division, den Sisters und Bauhaus war voller Verzweiflung, die das ausdrückte, was die Anhänger der Musik fühlten[14]. NME und Sounds meinten daraufhin sarkastisch, Gothsein wäre, den ganzen Tag und vor allem die ganze Nacht, in verrauchten Bars auf dem Boden zu sitzen und darüber zu reden, wie es denn wäre, wenn man eine Fledermaus sein könnte. Die meisten Gothics nahmen diese Geschichten mit Humor.[15] 2.3.2 Batcave Das Londoner Lokal wurde ungeplant zur Wiege des Goth. Die Idee war 1982 ein Revival des Bowiemäßigen Glamour, versetzt mit einem Hauch Düsternis und Horror als Gegenstück zur bunten kommerziellen Discomusik der 70er. Es wurde zum Treffpunkt für all jene Leute, deren Namen heute untrennbar mit der Gothicszene in Verbindung stehen – Bauhaus, Cure, Sisters, Marc Almond, Alien Sex Fiend, Specimen uvm. verbrachten dort ihre Abende. Die Bewegung, die damals im Londoner Batcave begann, wurde zu einer der am längsten bestehenden Jugendkulturen. Als Goth in England in den Untergrund zurückkehrte, fing es an in den USA Wurzeln zu schlagen, speziell im sonnigen Kalifornien, wo die Menschen verzaubert wurden, von den Klängen, die da aus Uk über den Ozean kamen. Goth lieferte den suburbanen Rebellen sowohl eine gestylte, glamouröse Alternative zur Punkfashion, als auch eine sichere Androgynität.[16] |
| herz23 | In den späten Achtzigern, frühen Neunzigern entstand eine neue, zweite Generation von Gothicbands und hauchten der Szene neues Leben ein. The Shroud, Rosetta Stone, und London After Midnight waren die ersten, die sich selber Gothic nannten. Zu dieser Zeit wurde Gothic als eigenständige Subkultur anerkannt[17]. 2.4 Auswertung Musik Die Musik wird erwartungsgemäß am häufigsten zu Hause (99%) und bei Freunden (73%) gehört. Von den 11%, welche die Musik im Radio hören, sind es bei 30% nur einzelne Lieder und bei 8% spezielle Beiträge aufgrund eines Ereignisses. 9% kennen eine regelmäßige Sendung (so zum Beispiel Stahlwerk, Grauzone, La escalera sin peldanos, La hora muerta, Infectious unease, Sombra de Orpheus) Der kreative Geist der Szene, und die Liebe zur Musik, die eine sehr wichtige Stellung für die Goths einnimmt - so liegt bei den Hobbies die Beschäftigung mit Musik (hören, machen, promoten, auflegen) mit 95% an erster Stelle – führte dazu, daß sich im Laufe der Zeit mehr und mehr Goths des Mediums Internet bedienten, um die Musik zugänglich zu machen. Durch die Internetradios (z.B. Dunkle Welle) erhalten so auch kleine, unbekannte Bands die Möglichkeit, ihre Musik zu veröffentlichen. Diese Veröffentlichung der Musik im Internet, die Vorstellung der Bands, die Kontaktaufnahme der Moderatoren untereinander, führte zu einer weltweiten Vernetzung der Ideen und Aktivitäten rund um Musik – 46% gaben an, die Musik im Internet zu hören, und in Anbetracht der Vielfalt der Musikstile und des Geschmacks, ist das Angebot demnach sehr umfassend. 52% besuchen Discotheken, in denen ihre Musik aufgelegt wird - 38% hören dort regelmäßig was ihnen gefällt, 35% nur zu speziellen organisierten Terminen, 14% selten. 60% gaben an, auf Parties, 27% in Lokalen die schwarze Musik zu hören. Die Ergebnisse zeigen, wieviel Initiative ergriffen wird, um die Möglichkeit zu haben und zu geben, „die eigene“ Musik auch außerhalb der eigenen vier Wände, oder woanders als bei Freunden, zu hören – es werden Parties veranstaltet, es wird als Dj oder Radiomoderator gearbeitet. Die folgende Zuteilung der Bands zu den Musikrichtungen stimmt nicht vollkommen, was daher kommt, daß sich viele Bands nicht zuordnen lassen wollen, Musikrichtung gewechselt haben, mehrere Richtungen vermischt und etwas neues kreiert haben – so wie ihre Fans, wollen auch sie sich nicht etikettieren lassen. Außerdem habe ich für den Fragebogen nur die bekanntesten Bands aufgelistet, zur Orientierung für die Person, die den Fragebogen ausfüllt. 64% gefällt Goth Rock, death punk, death rock – in dieses Kategorie fallen die Bands aus der Entstehungszeit der Szene, wie Bauhaus, Sisters of Mercy. 57% nannten Gothic Darkwave (Alien Sex Fiend, Ataraxia, Nick Cave, Inkubbus Sukkubus) 52% New Wave (Cure, Dead Kennedies, New Order, The Smiths) 52% Electro (VNV Nation, Covenant, Apoptygma Berzerk, And One, Project Pitchfork) 47% Romantic goth (Illuminate, Lacrimosa) 41% Synth Pop (Depeche Mode) 38% Atmospheric heavenly voices (And Also The Trees, Bel Canto, Dead Can Dance, Delirium, Joy Division) 32% sowohl Industrial Dance (Winterkälte, Converter, Imminent, Mlada Fronta) (Throbbing ghristle, Cassandra Complex, Kraftwerk, Wumpscut – bezeichnen sich als Elektronische Avantgarde und haben Industrial maßgeblich beeinflußt), als auch alles was zu Metal gehört (Anathema, Atrocity, Cannibal Corpse, Life of Agony) 35% Crossover/ Alternative/ Indipendent (Placebo, Nirvana, Pearl Jam, Smashing Pumpkins) 34% jeweils Industrial Rock (KMFDM, Ministry, Einstürzende Neubauten, Killing Joke), Electronic – EBM (Front 242, Front Line Assembly, Skinny Puppy) und Dark electro (Blutengel, Seelenkrank) 32% Gothic Industrial (Die Form, Attrition) und Dark Folk/ Occult Gothic (Current 93, Sol Invictus, Death in June) 19% Etherial (Love Spirals Downward, Cocteau Twins) 17% Death Rock 17% Punk (Dead Kennedys, Sex Pistols, Crass) 14% New Romantic (Adam Ant, Duran Duran, Depeche Mode) 13% Experiemental (Coil, Download) 12% Techno (Altern8, The Black Dog, Orbital, The Prodigy) 12% Post Punk 11% Minimal electro (Nine Circles, Haujobb), 1% Darkambient (Airwaves, Steve Roach, Vidna Obmana, Soul Whirling), 10% Noise (Maschinenzimmer, Steinklang, Rasthof Dachau) 4% Japanoise (Avalanch, Daihakase, Dislocation, Yellow Cab, Tatsuja Yoshida) Hauptgewicht liegt also einerseits in den Wurzeln der Gothicmusik, andererseits im Elektronischen Bereich, wobei über die Hälfte derer, die geantwortet und das Alter angegeben haben, 22 Jahre alt sind (51 Personen), 48 sind 16 Jahre, 47 sind 18 Jahre, 39 19 Jahre – der Durchschnitt ist also im Bereich 18 bis 22, wobei sich die Altersspanne von 13-38 erstreckt.... 2.5 Musikgenres (ALTERNATIVE) FUTURIST NEW ROMANTIC PSYCHOBILLY PUNK MODERN NEW WAVE GOTHIC - Gothic Rock - Death Metal - Electro-Gothic - Darkwave - Ethereal - Dark Ambient - Ethereal Darkwave - Folk / Occult Gothic GOTHIC/INDUSTRIAL - Industrial Darkwave - Electro-Gothic/Industrial INDUSTRIAL - Electro - Electro-Industrial - Metal-Industrial |
| herz23 | ALTERNATIVE bezeichnet all jene Musikrichtungen, die in die Sparte Underground oder Avantgarde einzuordnen sind: Punk, Modern, Gothic, Industrial, Techno, Ska, etc. FUTURIST kurzlebige mediendefinierte Musikszene um die Avantgarde – Electronic Musik, ein musikalisches Crossover mit der erblühenden Gothic Szene (John Foxx-era Ultravox und Gary Numan)[18]. NEW ROMANTIC die frühe Gothszene hatte nichts mit New Romantic zu tun. Während der aus dem Punk stammende Goth rauh und experimentell war, war New Romantic elegant, poliert und chartorientiert (Spandau Ballet, Duran Duran)[19]. PSYCHOBILLY War ein bizarr mutierender Bastard aus Punk und Rockabilly, das etwa zur selben Zeit auftauchte, wie Gothic. Bands wie Alien Sex Fiend, Sunglasses after Dark und The Cramps zeugen von einer Vermischung der beiden auferstehenden Musikkulturen, denn sie waren sowohl Gothic, als auch Psychobilly der Anfangsphase, als er noch ein wütendes, unzüchtig - ausschweifendes Knurren war, das sich gut mit dem stürmischen Geist des rebellierenden Punk vertrug. Die erste 100% ige Psychobilly Band waren The Meteors, 1980 in London gegründet. Unter den Musikern war ein Rockabilly, ein Punk und ein „psychedelic horror“ Enthusiast, somit boten The Meteors den kompletten Mikrokosmos der Subkultur. Die Bands dieser Zeit, wie Guana Batz, Demented Are Go, Batmobile und King Kurt, und erreichten schnell Anhänger in großen Teilen Europas, besonders in Italien, Spanien, Deutschland und Japan.[20] PUNK ihm entsprangen die beiden Richtungen Goth und Industrial. Er ist charakterisiert durch Bands wie Dead Kennedys, Sex Pistols und Circle Jerks mit respektlosen, anarchistischen, und Antiestablishment bezogenen Themen. Musikalisch unterschieden sich viele Gothbands vom Punk durch die Verwendung anderer Instrumente. Ebenso veränderten sich Lyrik und Bildersprache, tendierend zum Dunklen und Morbiden, an Stelle vom Politischen. Es gab keine strikte Trennung, Goths und Punks spielten gemeinsam und teilten sich die selben Labels. Modisch gesehen hatten Goth und Punk noch vieles gemeinsam – die stacheligen Haare, die zerrissenen Kleider und die „Mohawks“[21]. In der zweiten Generation gab es einige wesentliche Veränderungen im musikalischen Bereich – Punk wurde mehr experimentell (Sex Gang Children, Xmal-Deutschland, Alien Sex Fiend, die gleichzeitig auch zur Old School gehören) Zu dieser Zeit spaltete sich auch eine Ethereal - Experimental Bewegung vom Goth ab, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Punkhintergrund zu tun hatte (Clan of Xymox, Dead can Dance, The Cocteau Twins). Fields of the Nephilim hatten Metalelemente in ihrem Gothsound, etwas vorher noch nie dagewesenes.[22] In den frühen 90er gab es ein Gothrevival, angeführt von Rosetta Stone, deren Musik anfänglich ähnlicher Natur war, wie die der Sisters of Mercy 1985, später aber mehr Industrial wurde. Midnight Configuration setzten sich in der Fetishszene ein Zeichen, Inkubbus Sukkubus sind religiös angehaucht (Wicca). Der Einfluß des Heavy Metal wurde zusehends stärker (Creaming Jesus, Dream Disciples, the Marionettes, evtl auch Manson, Cradle of Filth, Type O Negative) Auch georgraphisch gesehen gab es einige Verschiebungen in der Musikszene. Waren die Anfänge (70-80) sehr Uk dominiert, mit einigen wenigen Einflüssen aus Australien (Nick Cave), Deutschland (Xmal - Deutschland) und USA (Christian Death) so ist sie jetzt ziemlich international geworden. |
| herz23 | MODERN / NEW WAVE war ursprünglich wörtlich zu nehmen - die Bezeichung stand für eine neue Welle von Bands die eine andere Musik kreierten als bisher. (Pet Shop Boys, Duran Duran, Adam Ant und New Order). Seine Blüte waren die 80er. Eine New Wave Band, oder Lied vereint Technik, Tanz, Melancholie, Futurismus und GegenKultur. Ein Genre entsteht durch den Einfluß anderer Genres. Wirft man einen Blick auf die 60er und 70er, so war dies eine langweilige, geerdete Zeit stilloser, bequemer Kleidung. Die 80er waren somit ein Versuch, durch Plastik, Leder, übertriebenes Styling und auffällige Haarmoden diesem farblosen Stil zu entfliehen. New Wave war eine Rebellion des Stils. Die Künstler, die diese Zeit gebar, wollten gesehen und gehört werden, denn sie klangen gut und sahen gut aus.[23] Heute assoziiert man damit genau diesen Underground – Look und dieses Feeling der 80er. Es war die erste Popmusikform, die Synthesizer und Keyboards benutzte, wobei der Synthesizer als „weiblich“ verschrien war, und nicht wirklich als Instrument gesehen wurde. „Modern“ typisiert Bands wie Depeche Mode, The Smiths und The Cure. Depeche Mode war zu dieser Zeit die bemerkenswerteste der Synthpop Bands. Ein früher Prototyp des New Wave war die Band Devo. Obwohl New Wave optimistische Elemente enthält, bleibt es aufgrund der sozio-politischen Situation dieser Zeit ein melancholisches Genre. New Wave war eine reaktionäre Kraft – es begegnete sozialen Zwängen indem es das Gegenteil tat. Homophobie wurde bekämpft durch homosexuelle Künstler wie Bronski Beat, Erasure, überholte Geschlechterrollen durch Androgynität und Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts (Annie Lennox, Dead or Alive, Boy George). Mehr als alles stand New Wave für eine andere, nicht konforme Gesellschaft.[24] Leute dieser Kategorie wurden als Mods oder Wavers bezeichnet. In den 80ern waren Mods die am häufigsten sichtbare Form alternativer Musik und Kultur. Sie waren außergewöhnlich, aber nicht bizarr. GOTHIC Mit seinem Ursprung im Punkrock der 1970er suchte Gothic nach einer Musik, die mehr Substanz, Romantik, und ein breiteres Spektrum an emotioneller Wirkung hatte. Gothic drückt die sorgenvollen Mysterien des Lebens aus, und benutzt dabei intelligente poetische Lyrik mit künstlerischen und emotionell geladenen Melodien. Gothic Rock Goth rock/death punk/death rock: Ursprünglich wurde das, was wir heute Gothic nennen, Death Rock genannt und die Fans Death Rockers - eine düsterere Form des Punkrock, mit einer Tendenz zu Menschenfeindlichkeit, dem Makaberen, dem Geheimnisvollen und der Trostlosigkeit. Es enthält die harten Gitarren, die für Rockmusik typisch sind, gepaart mit einem apokalyptischeren Flair und einer gewissen Theatralik der Band. Gitarre, Baßgitarre, Schlagzeug und Sänger, Baß und Schlagzeug dominieren. Die Musik umfaßt auch den frühen Punkrock. Death Metal Black oder Death Metal ist das eine Extrem des Gothic Rock. Der Metal- Einfluß dominiert mit schreienden, wimmernden Gitarren, aggressivem Schlagzeug und extrem harschen, tiefen Stimmen. Electro-Gothic Diese Bands sind klar beeinflußt vom traditionellen Gothic - Rock Sound, haben aber eine elektronische Neigung, Keyboards und Synthesizer müssen die Musik nicht unbedingt dominieren, sind aber ein signifikanter Teil davon. Darkwave - soll speziell einen Industrialsound definieren, der aus Deutschland kommt, ( mit Bands wie Kraftwerk) - meint die Etherealsounds der Bands vom Label „Projekt“ (USA), - ist eine Gattungsbezeichnung für Dark Musik, die all das ausschließt, das als Industrial und Gothic klassifiziert werden könnte und schließlich - eine Möglichkeit, um die traditionelleren Gothicrocksounds von der anderen Dark Musik zu differenzieren. Es ist ein neuer Begriff, der sich auf einen Zweig der Gothic Musik bezieht, der mehr Introspektiv, schwermütig emotional und künstlerisch ist. Anfänglich wurde der Begriff „Darkwave“ benutzt, um einen dunkleren elektronischen Sound zu bezeichnen. Darkwave umfaßt Ethereal und Darkambient. |
| herz23 | Ethereal Sphärisch, spirituell. Ethereal ist charakterisiert durch weibliche Sopranstimmen kombiniert mit klassischen oder folkmäßigen Instrumenten (akustische Gitarre, Piano, Cello, Flöte, Violine zusammen mit oder an Stelle von den üblichen Bass- und Leadgitarren und dem Schlagzeug), wodurch ein surrealer, engelschorgleicher, andersweltartiger Effekt erzeugt wird. Love Spirals Downwards, Cocteau Twins sind hier zu nennen. Ethereal enthält oft operngleiche Stimmen und benützt die weibliche Stimme als Instrument. Es kann auch durch einen männlicher Sänger ergänzt werden. Die Hintergrundmusik kann elektronisch oder soundscape - orientiert sein. Darkambient Ambient wird benutzt, um eine Techno - Trance - mäßige Richtung zu beschreiben. Darkambient ist eine Unterkategorie des Darkwave, und fokussiert auf emotionale, schwermütige Klanglandschaften mit dröhnenden oder mysteriösen Klängen, und wenn überhaupt, minimalen Stimmen. Es zielt drauf ab, einen hypnotisierenden, introspektiven Effekt zu erzeugen (z.B. Soul Whirling Somewhere). Ethereal Darkwave In dieser Subkategorie wird der Begriff Darkwave im Zusammenhang mit Ethereal gebraucht, um schöne, softe Musik zu beschreiben. Diese Gruppen inkludieren Bands, die den Verstand fesseln und ein schwebendes unheilvolles Gefühl kreieren. Nichts harsches oder aggresives, hingegen engelsmäßige, sorgenvolle Stimmungen und romantische Stimmen. Folk/Okkult Gothic hierfür gibt es verschiedenste Termini: Medieval Folk (oft fokussiert auf die europäische religiöse oder okkulte Geschichte) klingt wie Folk - oder Stammesmusik, mit alten Instrumenten, akustischer Gitarre, Violine, Flöte (Current 93, Sol Invictus, und Death in June). GOTHIC INDUSTRIAL Diese Gruppierung umfaßt Bands, die verschiedene Aspekte und Stilrichtungen umfassen, welche sowohl in Industrial, als auch in Gothic Genres gefunden werden. Die meisten Bands machen keine speziellen Anstrengungen, um eine Brücke zwischen den beiden zu schlagen, sie machen ihre Kunst schlicht auf die Art, wie sie inspiriert werden. Manche Bands, wie Collide und Malign schaffen ihre Musik, um aus beiden Genres Nutzen zu ziehen. Collide verwebt Etherealstimmen mit Industrial und einem stampfenden Tanzrhythmus. Malign benutzt finstere Gothic Stimmen und Melodien mit kraftvollen Kaskaden von industrialverstärkter Elektronik. Industrial Darkwave Eine andere Definition von Darkwave ist folgende, daß Darkwave die klassischen Gothelemente und Industrial kombiniert – also jene Elemente von Gothic nimmt, die den Gothicsound düster, unheimlich, sorgenvoll und finster machen und mit der kraftvollen Energie und dem Geist kombinieren, der der Industrialmusik entspringt. Diese Kombination erfüllt den Hörer mit einer sehr schweren, eindrucksvollen und dramatischen Emotion. In manchen Fällen hört man traditionelle männliche Gothicstimmen und traditionellen Gitarrenrock mit Dance – Industrial Rhythmus. In anderen Fällen fühlt man nur die qualvollen Schreie und düsteren Melodien kombiniert mit donnernden Symphonien und Rhythmen. Electro-Gothic/Industrial Diese Unterkategorie ist ein Sammelbecken für Bands, die beides haben – Gothic und Industrial Stil, die aber nicht in die Industrial Darkwave Definition passen. Es ist auch ein passender Platz, um Elektro und Industrial Bands einzuordnen, die ein wirkliches Gefühl von Gothic vermitteln. Bands dieser Subkategorie passen auch in andere Subkategorien von Gothic oder Industrial. INDUSTRIAL Ein Record Label names „Industrial Records“ prägte 1976 den Begriff. Bands wie Throbbing Gristle zählen zu den Pioneeren des Industrial. Als Subkultur gibt es Industrial seit den 1990ern. Seine Anhänger werden Rivetheads genannt. Industrial Musik hat seine eigenen Unterteilungen: - der mehr gitarrenorientierte Industrialrock (KMFDM und Ministry) - die mehr elektronische Tanzmusik EBM genannt (Electronic Body Musik) mit Bands wie Front 242 und Front Line Assembly, - und die mehr experimentelle Electronic – Landschaft (Coil, Download) Um Bands wie Attrition und Die Form erfassen zu können, die sich weder dem Gothic noch dem Industrial völlig zuwenden wollten, sondern mit Elementen beider Richtungen experimentierten, bürgerten sich die Begriffe Gothic Industrial oder Industrial Gothic ein. Industrial wurde von Musikern ausgetüftelt, indem sie ein umfangreiches Aufgebot unkonventioneller Instrumente benutzen, um ihre akustische Kunst zu produzieren. Die Musiker stellten fest, daß sie ihre Sound sampeln und elektronisch wiedergeben konnten. Industrial tendiert zu politischen Themen (Krieg, Regierung, Bürokatie und Sozialsystem....) Die Musik ist typisiert durch eine Menge Aggression und Zorn. Metal-Industrial Elektrische Gitarren und Trash – Schlagzeug dominieren. Zorn, Aggression, stampfende Beats und bösartiger Krach – alles ist enthalten. Electro-Industrial oder Cyberindustrial. Die meisten dieser Band produzieren tanzflächenfertige Lieder. Es gibt viele Ähnlichkeiten zu Elektro, aber Gitarren sind erlaubt. |
| herz23 | Electro Nicht in allen Fällen so depressiv, um es als Gothic zu identifizieren, aber nicht immer so voller Zorn und Rage, um es leicht als Industrial zu erkennen. Es ist elektronisch und hat etwas an sich, dem Techno und andere normale Musik nicht nacheifern können. Es existiert noch eine andere Variante von Elektro, mehr ins Ambient gehend.[25] 2.6 Der Einfluß der Ursprungsband auf die Szene Joy Division war anfänglich nicht als Goth deklariert, ihr Einfluß auf die Gothbands war jedoch beträchtlich. Ihr minimaler Sound war sehr ungewöhnlich und fand eine Reihe Imitatoren. Bauhaus war die erste Band, die eindeutig als Goth klassifiziert werden mußte. Uk Decay und die Banshees können als Punk bezeichnet werden, The Cure als New Wave, Joy Division Postpunk, aber Bauhaus sind unverkennbar Goth - in Musik, Kleidung, Texten, Kunst und Stil, von der ersten Single an. In vielfacher Weise sind sie die archetypische Gothband. Siouxsie and the Banshees war zwar nicht in die Gothszene involviert, hatte jedoch großen Einfluß darauf, bezüglich Musik und Image. Cure waren ebenfalls nicht Teil der Szene und waren weniger einflußreich, aber Musik und Image paßte, so wurden sie in den Gothkanon aufgenommen. Die Sisters of Mercy waren, trotz ihrer späten Dominanz in der Gothszene, nicht so wichtig für die frühe Szene. Ihr Sänger Andrew Eldrich gründete nach seinem Ausstieg von den Sisters of Mercy die Band Sisterhood, während Wayne Hussey, ehemaliger Gitarrist der Sisters seine neue Band The Mission nannte. Die Fields of the Nephilim waren ursprünglich so ungothic, daß es sehr verwundert, daß man überhaupt auf die Idee kam, sie könnten gothic sein. Sie waren die erste Band, die ihre Musik gezielt aus den gruftigsten Bausteinen zusammengesetzt hat, die sie finden konnten, so daß das Endprodukt alle anderen Bands an Perfektion übertraf. Obwohl diese berechnende Vorgehensweise anfänglich auf eine gewisse Ablehnung unter den traditionellen Goths (die es bevorzugten, wenn die Musik aus einem persönlichen Drang oder Zwang heraus entstand) hervorgerufen hat, wurden die Fields of the Nephilim in der Folgezeit zu einer der wichtigsten Gothbands. Carl McCoy, Sänger der Fields of the Nephilim gründete Nefilim (jetzt Sensorium mit dem Sänger Peter Withe), der Rest der Band Fields of the Nephilim benannte sich um in Rubicon. [26] 3 Styling 3.1 Die Gothics der frühen 70er In den Anfängen der Gothicbewegung sahen die Goths noch eher aus wie Punks, mit zerrissener Kleidung und Mohicans, wobei die überwiegende Farbe für beides schwarz war. Der Mohican der Goths war breiter als der der Punks. Ihr Makeup unterschied sich dadurch, daß sie das Gesicht weiß schminkten und sowohl Männer, als auch Frauen viel schwarzen Eyliner benutzten. Anfangs wurden die Haare toupiert und nach oben gestylt, aber Mitte bis späte Achtziger lösten lange Haare die seitlich ausrasierten, und als Spitzen nach oben gesprayten, Frisuren ab. Der Kleidungsstil veränderte sich ebenfalls, Einflüsse aus Viktorianischer und Edwardianischer Zeit wurden zunehmend beliebter, ebenso wie Leder, Netz und Pvc. 3.2 Das Outfit, seine Farben und die Beschaffenheit des Materials Hinsichtlich der Bedeutung des Outfits und des Stylings sind die Meinungen der Goths konträr. Während 63% der Befragten denken, es sei kein besonderes Styling nötig, um ein Goth zu sein, sind 36% der Auffassung, daß Gothsein und ein bestimmtes Outfit untrennbar zusammengehören. Für die erste Gruppe ist die innere Einstellung (52%), bzw. Individualismus (40%) wichtiger; 15% halten ein bestimmtes Outfit schlicht für ein Modediktat. Von den Befürwortern finden 36% daß Goth und ein bestimmtes Outfit ebenso zusammengehören, wie Konzerte oder Lokale und ein bestimmtes Outfit (12%). Sie sehen darin ein Erkennungsmerkmal (11%), das die Lebenseinstellung spiegelt (20%) und Abgrenzung bedeutet (12%). 18% meinen zudem, daß das Gothsein sowieso immer durchscheint. |
| herz23 | 3.2.1 Die Farben der Szene Abb4. Farben - Farbhäufigkeit Wie diese Grafik veranschaulicht, ist die schwarze Szene „ästhetisch bunt“. Neben schwarz ist rot mit 44% die häufigste Farbe die - oft als Zweitfarbe in einem Kleidungsstück - anzutreffen ist, gefolgt von violett, blau und grau. In diesem allgemeinen Vergleich kommt weiß erst an fünfter Stelle, selten sind grüne, silberne, braune, glitzernde, orange, pastellfarbene und gelbe Kleidungsstücke. 3.2.2 Die Farbvorlieben der Männer und Frauen Abb5. Farben – Vorlieben Männer - Frauen Bezüglich der Farbwahl gibt es geschlechtstypische Unterschiede. So ist bei den befragten Frauen rot die häufigste Farbe, bei den Männern grau. Danach greifen die Frauen zu violett, gefolgt von blau, während die Männer weiß bevorzugen, ebenfalls gefolgt von blau. Am weitesten klaffen die Vorlieben für violett und rot auseinander. Der Unterschied liegt für rot bei 28% für violett bei 33%. Vollkommene Übereinstimmung herrscht bei blau und grün und in der Ablehnung von gelb und orange. Abb6. Kleidung – Art der Kleidung Im weltweiten Vergleich zeigen sich ähnliche Vorlieben für die Art der Kleidung, man könnte also sagen, es gibt so etwas wie ein der Szene eigenes Outfit. Die typischen Pikes wurden größtenteils abgelöst durch Boots, die sowohl von Männern, als auch von Frauen getragen werden. Meine Annahme, daß die Kleidungsart in den verschiedenen Ländern variiert, hat sich nicht bestätigt, denn wie aus der Grafik ersichtlich ist, sind die Angaben für die einzelnen Kleidungstypen sehr ähnlich. Bei den Frauen überwiegen Umhänge, Netz, Glitter -, transparente und Viktorianische Kleidung, Männer bevorzugen Rüschenhemden (Piratenhemden) und Bondagebekleidung. 3.2.4 Material der Kleidung Die Vorlieben gehen im Gesamtvergleich auch bezüglich des Materials konform. Bevorzugt wird Baumwolle mit über 50%, Samt und Leder jeweils über 40%. Brokat macht einen sehr geringen Anteil aus. Latex scheint außerhalb Deutschlands beliebter zu sein. 3.2.5 Unterschiede in der Wahl der Materialien bei Männern und Frauen Abb8. Kleidung – Präferenz Material Männer – Frauen Betrachtet man die Vorlieben nun hinsichtlich der Verteilung und Präferenz bei Männern und Frauen, so überwiegt bei den Frauen deutlich Samt und Viskose, sie tragen auch mehr Brokat und Latex. Männer hingegen bevorzugen Baumwolle und Leder. |
| herz23 | Die Gothic Studie - Eine Diplomarbeit von Marion Hitthaler - Kannst du auf dem Link nachlesen, ich denke es ist viel zu viel, als dass ich hier alles einfügen kann, sofern ich die Grafiken so wieso weg lassen musste, weil ich sie hier nicht eingefügt bekomme. Ich hoffe das hilft dir weiter ... !!!!!! [url]http://www.schwarzeseiten.de[/url] |
| Idril Amandil | @herz: *sich verschluckt* DANKE! Wow, ich hab ja schon jede Menge, aber das hab ich noch net. Habs grad nur überflogen, aber vielen vielen Danke! Ist echt hilfreich. @Signs: Wäre echt lieb von dir, wenn du sie mir schicken würdest! Danke für das Angebot. :cool: |
| herz23 | @Idril Freut mich wenn es dir weiter geholfen hat, ich helfe gerne!!!!!!:D |
| Idril Amandil | Freu mich auch ;) Finds schön wenn mir jemand helfen möchte. |