| bloodflower7 | Gibt es hier Leute die Anglistik studieren ?? Wenn ja könnt ihr mal mal Kritiken, ob positiv oder negativ geben, die das Studium betreffen und was dort genau gemacht wird ?? Ich steh nämlich bald vor der Studienwahl und interessiere mich für Anglistik. Ich habe nur leider keine Ahnung was da auf mich zukommen würde. Wäre lieb wenn er mir mal ein paar Infos zum Studium aufschreibt und wie's euch gefällt ! |
| Seraphia | Hallo bloodflower! Ich studiere u.a. Anglistik auf Lehramt, also englische Literaturwisschaft und Sprachwissenschaft (später im Studium kommt noch Landeskunde hinzu...) Mir gefällt mein Studium bisher sehr gut, besonders die Vorlesungen u. Tutorien zu Literaturwissenschaft finde ich sehr interessant... :cool: Als Vorraussetzung sollte man natürlich a) vorher schon sehr gut englisch sprechen und b) bereit sein, wirklich vieeeel für sein Studium zu lesen (ist also auf keinen fall etwas für leute, die nicht gerne lesen...) Willst du denn auf Magister oder L.A. studieren? Kannst mir auch eine PN schreiben, dann kann ich dir das noch genauer erklären... greets~ Sera |
| Demoness | Und noch eine! Ich studiere Anglistik auf Magister, und zwar Ältere (= Mittelalterl. Englisch) A. als Hauptfach und Moderne A. als Nebenfach. Ich bin mittlerweile im 5. Semester und stehe kurz vor meinem Examen (hab mich sehr beeilt). Mir macht es sehr Spaß, besonders weil die Leute an meinem Lehrstuhl (die vom Mittelalterlichen besonders) sehr nett sind. Sie kümmern sich um die Studenten, sind verständnisvoll - das Klima ist toll! Fachlich ist Anglistik so eine Sache. Ich erlebe viele, die studieren um Englisch zu lernen. Das kannste knicken. Sehr gute Englischkenntnisse sind einfach unumgänglich. Dann haben wir bei uns die Aufteilung in Sprachwissenschaft (teilweise wahnsinnig interessant, aber oft hochtheoretisch und trocken), Literaturwissenschaft (super, wenn einen das Thema richtig interessiert. Aber ab und zu auch wieder nervig, denn nicht jeder interessiert sich für z.B. Nature Poetry ;) Aber wir Gothen sind da recht gut aufgehoben *g*) und eben die mittelalterliche Anglistik (Alt- und Mittelenglisch übersetzen, lesen, verstehen und analysieren, sowie SPrachgeschichte). Für mich ist es das Richtige. Allerdings unterscheiden sich die Studiengänge von Uni zu Uni sehr. Noch Fragen? ;) |
| Tharis | *meldet sich auch mal* Also, ich studiere auch Anglistik (und Angewandte Linguistik), allerdings auf Magister, hast also von jeder Sorte hier einen vertreten. :) Ich find es toll, allerdings wollte ich das auch schon ewig lang machen. Bin inzwischen im dritten Semester. Man muss nicht unbedingt grandios Englisch sprechen, aber wenn man es nicht tut, sollte man bereit sein, verdammt (!) viel zu lernen. Sollte man sowieso. Lesen kommt dazu. Und kleine Warnung: Die meisten deiner Kommilitonen werden unmotivierte Studenten sein, die halt dachten, dass sie Englisch früher mal ganz gern gemacht haben. ;) Dass da noch relativ viel Kultur-, Sprach- und Literaturtheorie hintersteht, das sieht so gut wie niemand. Ich studiere an der TU Dresden, und muss sagen, dass ich dort zufrieden bin. Wichtig ist, dass Du Dir die Uni gut aussuchst. Schau einfach mal auf der Website der Uni deiner Wahl nach, was die für Seminare und Vorlesungen anbieten, und lies Dir die Studienordnung durch. Meist hilft das schon viel, auch wenn ich zugeben muss, dass ich, als ich anfing zu studieren, davon nicht viel verstanden habe. Aber es ist immer gut, wenigstens halbwegs zu wissen, was auf einen zukommt. Ansonsten hilft nur: Immer fragen und bloß "Keine Panik!" Wenn Du noch irgendwelche Fragen hast, meld Dich einfach. Hast ja jetzt die Auswahl. ;) Liebe Grüße, Tharis |
| Ateacina | Anglistik, da melde ich mich doch auch mal gleich. Bei mir ist´s allerdings "nur" ein Nebenfach. Ich studiere außerdem noch Japanolgie (Hauptfach) und BWL (Nebenfach) ,alles auf Magister. Bin momentan im ersten Semester und finde es wirklich interessant. Wie schon gesagt, sind gute Englischkenntnisse wirklich wichtig. Ich habe zwar verdammt viele Leute in den Kursen sitzen; die ein wirklich grottenschlechtes Englisch haben, die haben aber auch des öfteren dementsprechend Probleme. Bei uns gabs zu Beginn einen Placement-Test. (ich studiere in Trier), nach diesem Test wusste jeder, auf welchem Leistungsniveau er steht. Es wurde zwar niemand aufgrund eines Testergbnisses nicht angenommen, Leute mit schlechten Ergebnissen haben aber klipp und klar gesagt bekommen ,dass sie hart arbeiten müssen ,um auf ein bestimmtes Niveau zu kommen. Damit wollte ich dir aber jetzt keine Angst machen oder so. An einigen Unis gibt es solche Tests an andere nicht. Bei Englisch als Nebenfach kann sich zwischen Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft entscheiden. Ich tendiere momentan eher zur Sprachwissenschaft. Im nächsten Semester werde ich auch noch einen Kurs in Landeskunde belegen. Abschließend kann ich eigentlich nur sagen : Wenn du wirklich an Sprachen interssiert bist und bereit bist auch ordentlich zu lernen , steht dem wohl nichts im Wege, egal ob Lehramt oder Magister. :) |
| Manley | na da kann ich mich ja auch mal zu wort melden... ich studiere in braunschweig anglistische literaturwissenschaft (hauptfach), anglistische sprachwissenschaft und medienwissenschaften (nebenfächer) auf magister. ich habe den spaß meines lebens, da ich sowohl lesen als auch schreiben liebe... denn um massenhaft lesen (auch zeugs, das einen nicht interessiert) und schreiben (auch über zeugs, das einen nicht interessiert) kommt man einfach nicht herum. ebenso unumgänglich sind ehrgeiz, begeisterung für die sprache und sehr gute englischkenntnisse, denn die meiste zeit verbringt man eben mit lesen und schreiben, und beides findet nicht auf dem niveau der siebten klasse statt. literaturwissenschaft beinhaltet eben das lesen, verstehen, analysieren und auseinandernehmen von literatur. sprachwissenschaft (ist meistens pflicht als kombifach) ist eher trocken, hochwissenschaftlich, beschäftigt sich abr durchaus auch mit interessanten sachen wie gender studies, pragmatics (für angehende journalisten besonders wichtig)... landeskunde ist bei uns komischerweise nur für die lehramtsstudenten pflicht.... macht sich aber ganz gut, wenn man was darüber weiß. und auf jeden fall würde ich einen längeren auslansaufenthalt empfehlen, um den praktischen teil abzudecken. cardiff ist ja sehr schööön. und edinburgh... also wenn du gerne liest und dich nicht vor harter arbeit, gelangweilten kommilitonen und gaaaaaanz vielen büchern scheust, bist du in diesem studiengang gut aufgehoben... |
| Nachtelfchen | studier zwar nicht anglistik (geschichte u germanistik), aber kenne einige anglisten. kann mich den anderen hier nur anschliessen: viiiiiiieeeeel lesen. aber das musst für jedes studium, wir lesen im germanististudium auch ne tonne (und die ganzen sekundärliteraturtexte...). und gern schreiben solltest auch, sonst ists mühsam. was den studiengang betrifft: der ist überall anders. was auffällig ist, jedenfalls bei uns an der uni, ist, dass viele anglistikstudenten entweder einen oder zwei englischsprachige elternteile haben und mit der sprache aufgewachsen sind...das kann unter umständen ziemlich frustrierend sein. wünsch dir jedenfalls viel glück bei der studienwahl. grüssle vom nachtelfchen, peinlicherweise langzeitstudentin... :rolleyes: |
| Demoness | Bei uns in Düsseldorf gibt es auch einen Sprachtest, und zwar muss man diesen vor der Zwischenprüfung ablegen und bestehen, sonst darf man nicht ins Hauptstudium. Tja, trotz der vielen Kurse die dahin führen, ist dieser Test so heftig dass jedes Semester ein großer Haufen an Leuten durchfällt. Darunter diese: Hey, ich kann Englisch, hatte LK, was soll ich mit den Kursen?-Studenten. Aber auch Leute, die echt was können und gelernt haben ... Ich hab es zum Glück beim ersten Mal geschafft, aber mit der schlechtesten Note meiner Studienkarriere. :rolleyes: @ manley Interessant, dass bei euch LitWi und SpraWi einzelne Fächer sind! Bei uns ist das wie gesagt alles in einem fach zusammengemurkst ;) |
| Realgeist | Und was habt ihr dann so beruflich vor, wenn ich fragen darf? |
| Manley | traumziel: redakteurin bei einer zeitung weitere möglichkeiten: pr und werbung, marketing, alles, was mit medien zu tun hat, ich bin sehr flexibel... |
| Nachtelfchen | öhm...öhm...wenn ich die noten am liz hinkrieg, bleib ich an der uni und doktorier erstmal, dann hab ich das problem etwas aufgeschoben ;) aber ob das klappt... ma guckn |
| Fallin_Angel | wow, sehr interessanter thread für mich - danke bloodflower ;) Sagt, was - außer guten Englischkenntnissen sind denn noch für Voraussetzungen gefragt - gibt es z.b. einen NC? Ich habe außerdem gelesen, dass man Anglistik auch mit Amerikanistik koppeln kann - hat da jemand Erfahrung bzw, weiß jemand was der Unterschied ist - nach dem was ich gelesen habe ist Amerikanistik nicht wirklich viel anders, oder etwa doch? |
| Demoness | Bei uns in Düsseldorf gibt es keinen NC, aber dafür ist das Fach Moderne Anglistik auf der Literatur-Seite ein Gemisch aus Amerikanistik und Anglistik. Das heißt einfach dass eben amerikanische Autoren behandelt werden (Amerikanistik), und dann noch die englischen (Anglistik). Von der Art her unterscheiden sich die Fächer also nicht grundlegend, nur das Thema ist etwas anders. Bei uns muß man beides machen, kann aber Schwerpunkte legen. |
| bloodflower7 | Ich will später auch gerne Redakteurin bei der Zeitung werden. Aber auch Medien fänd ich interessant. Mal sehen wohin es mich verschlägt :) Also bei uns an der Siegener Uni kann man leider kein Amerikanistik als Hauptfach sondern nur als Nebenfach studieren, was ich ziemlich schade finde, denn meine Verwandten kommen nunmal aus den USA. Ich werde wahrscheinlich als Hauptfach Englische Literatur studieren und als Nebenfächer Amerikanische Literatur und mittelalterliche deutsche Literatur (Germanistik). Bin mir da aber noch nicht sicher. Denn ich habe jetzt gesehen, dass ich auch nen Bachelor machen kann. Dafür müsste ich Language and Communication studieren. Hier weiß ich allerdings nicht genau was mich erwartet. Kann mir darüber jemand was sagen ? |
| Manley | also wenn du die wahl zwischen bachelor und magister hast, mach den magister. der ist qualitativ höherwertiger und wird dir mal sehr nützlich sein... ich studiere im austausch grad auf bachelor in cardiff, das ist nicht besonders hochwertig... ja, so einen eingangstest hatten wir auch, einen schriftlichen über zwei stunden (war nach einer fertig und hatte 97 %), und einen mündlichen, bei dem gerüchten zufolge 75 % durchfallen. kann ich mir aber beim besten willen nicht vorstellen, denn das war sooo einfach... ich mußte nur meinen namen, meine hobbies erzählen, einen weg beschreiben und dann war's auch schon vorbei... aber es gibt wohl immer noch genug anglistik-studenten, die nicht mal das können... *seufz* neuerdings gibt es wohl an einigen unis auch einen nc, wegen der wachsenden nachfrage nach anglistik-studienplätzen. das muß aber im zweifelsfalle mit der entsprechenden uni geklärt werden... wenn man mal wirklich objektiv wissen will, woran man mit seinen englisch-kenntnissen ist, empfehle ich den toefl-test (test of english as a foreign language). kostet zwar ne kleinigkeit von ich weiß nicht mehr wieviel dollar, aber dann weiß man eben, wo man steht... und für austauschplätze (was ich IMMER empfehlen würde, ist ne geniale erfahrung, die so nie wider kommt) in den usa braucht man ihn eh... |