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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Kurzzeitjobs, Ferienjobs, Semesterjobs
Pitch-BlackViele haben schon Kurzzeitjobs, Ferienjobs oder auch Semesterjobs gemacht. Kann man davon leben? Wenn ja, lang oder gar länger?

Als Schüler schon arbeiten viele nebenher, sei es, das sie Zeitungen austragen, in Supermärkten Regale einräumen oder oder.

Ferienjobs gibts ja auch haufenweise. Semesterjobs, sind heiß begehrt, nicht nur bie großen Firmen, sie arbeiten überall.

Erzählt mal, habt ihr schon nebenher gearbeitet oder macht es vielleicht noch oder habt es vor?

Ist es vielleicht auch eine gute Möglichkeit, in das spätere Berufsbild einzusteigen, sich auf diesem Wege einen Überblick zu verschaffen, oder sich einfach nur weiter zu bilden, viele neue Berufe kennen zu lernen, oder dient es einfach nur der Geldvermehrung. Stunden kloppen auf Geld komm raus.

Ich selbst jobbe auch hie und da, hab schon so einiges gemacht. Von VW jobben für ein paar Monate, über Hivi Job, bis hin zu Kurierfahrer und Call Center Agent und noch so einiges mehr.
fragmentIch hab schon viele verschiedene Nebenjobs gehabt.
Bin meißtens ganz gut damit klar gekommen. Ich meine 400€ bzw. damals noch 690 DM im Monat sind ein Haufen Geld, wenn man noch zu Hause wohnt.

Nur mit den Erfahrungen fürs spätere Berufsziel ist es denke ich etwas schwer. Meine Erfahrung ist, dass man als ungelernte Arbeitskraft (völlig zurecht) nur leichte Arbeiten bzw. nur einen sehr kleinen Teil der im entsprechenden Berufsfeld anfallenden Arbeiten macht. Da kriegt man nicht so viel mit.

Was hast du denn so im Auge?
AsherahAlso da ich Übersetzen studiere, passt mein Nebenjob wie die Faust aufs Auge. Übersetze für eine große Firma das Qualitätsmanagementhandbuch. Ohne meinen Vater, der dort als Managementberater tätig ist, wär ich allerdings nie zu dem Job gekommen.
Außerdem verdien ich mir noch ein paar Euros mit HTML-Sachen, ebenso für diese Firma. Das deckt sich dann mit meinem Hobby ganz besonders :D
rixenDem Vorredner kann ich nur zustimmen:
Aushilfsjobs etc. helfen kaum für den Einstieg ins Berufsleben, da man tendenziell dort halt wirklich nur Aushilfstätigkeiten bzw. trivialen Mist machen muss.
Glücklicherweise muss ich momentan nicht irgendwo aushelfen, sondern bin fest angestellt.
Was Semesterjobs angeht, hab ich die Erfahrung gemacht "je trivialer- je besser bezahlt". Der lukrativste Job den ich hatte war Auspacker in der Retourenabteilung von einem Möbelhaus. Viel sinnentleerter kann Arbeit nicht sein - für ein paar Wochen kann man es aber machen und danach stimmte die Kasse wieder.:)
Pitch-BlackWas stupide Arbeiten angeht. Biete auch noch einen, Bei VW Autos in der Halle umparken und zu einzelnen Reparatureinheiten fahren.

Das Ganze in Wolfsburg für ganze 3 Monate in der Nachtschicht. Da hab ich pro Monat so gute 6500 DM mitgenommen. Ne Menge Holz, wenn man bedenkt, das man als Student keine Steuern zahlt. Bekommt man alles wieder:q :q :q blöde Steuern.

Hab auch schon auf Schiffen gearbeitet. Da darfste dann die Masten streichen, Sand schaufeln, etc.
rixenSo einen Job bei Porsche hätte ich aber schonmal gerne gemacht... wann kommt meinereiner sonst dazu Porsche zu fahren?
Bei der Kohle wurde der Stumpfsinn aber auch fair entlohnt
Pitch-BlackJep, wurde er, kann aber auch anders laufen selbst bei VW. Nen anderes Mal als ich bei VW gearbeitet hab, mußte ich doch tatsächlich für mein Geld hart arbeiten. War in Hannover in der Gießerei. Kein leichter Job, sch.. heiß, ist es da, und saugefährlich.

Da durfte ich dann auch ein paar Mal, Metal schaufeln, geiler Job, schon mal Gußreste von mehreren Tonnen geschaufelt?? Metal wird ja in eine Form gegossen und damit es die eigentliche Form erreicht, gibt es Kanäle, die das flüssige Metal durchlaufen muss, bis zum Zielort, diese werden nach erfolgten Gießen, herausgebrochen und gesammelt, bis sich riesige Berge anhäufen, die bis zu 10 m hoch sind. Eben Tonnen von Metal. Meine Aufgabe war es, diese Reste in kleine Stahlkisten zu schaufeln, bis so ca. 40 Kisten voll waren, 40 Kisten = 8 Tonnen Metal, eine schweine Arbeit. Und man ist total allein in der Halle nervig, keiner zum Quatschen.

Naja, aber das Geld stimmt halt, bei VW, insofern macht man das doch ganz gerne mal.
NachtelbinIch hab mal in den Sommerferien zwei ganze Wochen Fabrikarbeit durchgehalten. Hab den Job über meine Mutter bekommen, die da als Qualitätssicherung arbeitet...es war viel zu öde. Acht Stunden bei 35°C in der Halle und permanent so ein ekliger Klebergeruch von den Bremsleitungen, die ich verkleben und kontrollieren musste...*wuäh*
Andererseits war das Bördelpolieren per Hand, was mir auch ab und an meine acht Stunden nicht gerade verkürzte, nicht wirklich besser.
Ich hätte noch eine Woche machen können, aber ich habs gelassen, weil ich es einfach nicht geschafft hab; es war zu dumpf, zu laut und zu warm.
Inzwischen geb ich Mathenachhilfe bei ein paar Schülern um mein Geld zu verdienen und hab einen dieser berühmten Regalauffüllerjobs in Aussicht. Es ist zwar ebenso dumpf, aber irgendwie kann ich mich damit besser arrangieren, da es seltsamerweise Spass macht. Hab wohl so eine Art Sortier- und Aufräumgen - allerdings kommt das sicherlich auch nur durch, weil ich weiss, dass ich das nicht für immer machen werde...hoffe ich doch mal. ;)

Insofern würde ich sagen, minijobs sind in Hinsicht auf das spätere Berufsleben eher in Kategorie "hab's mal gemacht und weiss wo ich nicht enden will" zu fassen.

Gruß, die Nachtelbin
Sugar_NightroseIch bin momentan auch auf der Suche nach einem Nebenjob, da ich keine Lust mehr auf mein FSJ im Kindergarten habe. Hab mir gedacht, vielleicht mal bei "Call Center" nachzufragen, wisst ihr ab wie viel Jahren man dort einen Job annehmen kann und was man dort genau machen muss? Bin jedenfalls auch auf der Suche nach Nachhilfe Schülern, aber ob das so viel Geld bringt, denn so 300 Euro bräuchte ich im Monat mindestens. Momentan verdiene ich bei meinem Praktikum, 150 Euro im Monat und ich muss von Morgens 8 Uhr bis um halb 5 Nachmittags arbeiten.
darkgirl1@Sugar_Nightrose

Ich jobbe in einem Callcenter... und ich find´s recht cool. Es gibt aber haufenweise verschiedene Arten von CC´s: Outbound (da rufst du die Leute an) und Inbound (da rufen dich die Leute an). Outbound könnte ich mir nie vorstellen, weil da arbeitest du meist auf Provision, musst zu unmöglichen Zeiten Leute anrufen und denen irgend nen Scheiss verkaufen, wirst deswegen immer zusammengemotzt, etc.
Dann arbeiten die normalen Inbound-Callcenters meistens für eine Firma und du nimmst dann den ganzen Tag Telefone für die gleiche Firma ab und redest immer so mehr oder weniger das gleiche. Bei mir ist das etwas besser, wir haben so ca. 100 verschiedene Firmen, was recht viel Abwechslung bringt.

eh... interessiert dich das wirklich?

Da arbeiten können eigentlich alle. (Bei uns muss man Sprachen können) Aber es ist echt anstrengend!

Ich bin in der CH und kann dir daher von wegen Lohn und so nicht so Auskunft geben (wir verdienen im Gegensatz zu euch nämlich mehr) - aber Millionär wirst du damit eh nicht.

So, blablabla... ich hoffe das hilft dir was ;)
Sugar_Nightrose@darkgirl1
Danke für die Information. ;-) Wie alt bist du denn? Ich hatte nämlich mal gelesen das man beim Call Center erst ab 18 arbeiten darf, ich bin aber erst 17. Stelle ich mir jedenfalls ganz in Ordnung vor, den ganzen Tag zu telefonieren (muss man ja nicht für immer machen), da gibts schlechtere Nebenjobs. Wie bist du an den Job gekommen?
SenecaIch arbeite zwei Tage die Woche an der Rezeption eines Hotels, hauptsächlich im Nachtdienst.
Zusätzlich habe ich früher in den Semesterferien in einer Metallbaufirma gearbeitet, allerdings ist diese Brachen derzeit nicht mal an Saisonkräften interessiert.
Um über die 400€ im Monat zu kommen, bleibt mir derzeit also nur noch die "Nachbarschaftshilfe" am Bau...und die Produktpalette meiner Garagenwerkstatt...
ValravenHabe in den Semester- und früher in den Schulferien auch oft in Fabriken gearbeitet (Hella, Schieffer), meistens für 4-8 Wochen Früh-, Spät- oder Nachtschicht, war leidlich gut bezahlt, man ging allerdings mit mindestens 50% weniger Gehirnzellen dabei heraus....grässliche Arbeit.

Momentan gebe ich 2x in der Woche Nachhilfe und mache nebenbei Büroarbeiten, meinst am WE.
Leben könnte ich davon natürlich nicht, ist eher ein netter Zuverdienst.
darkgirl1@Sugar_Nightrose

Ich bin 23, aber ich glaube bei uns arbeiten auch Leute unter 18 (bin aber nicht ganz sicher) Das sollte aber schon möglich sein.
Ich habe den Job über ein Vermittlungsbüro bekommen. Du kannst aber auch mal schauen, wo´s Callcenters gibt und die direkt anschreiben. Der Job ist schon ganz gemütlich: sauberes, warmes Büro, Internet, meist coole, junge Leute (Studenten und so), etc. Aber man muss halt den ganzen Tag freundlich sein, das ist etwas doof, wenn man schlecht gelaunt ist ;)

Naja, ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück bei der Suche und drück Dir die Daumen, dass Du bald was findest!
ClytieWährend der Unizeit habe ich eigentlich fast immer irgendjemandem Nachhilfe gegeben - die Bezahlung war ok, man war unabhängig, und es gab je nach Schüler (bzw. dessen Eltern) auch mal ein Stück Kuchen extra :D

Sechs Wochen lang war ich mal in der Sortierungsabteilung der Post, das war erst etwas verwirrend, aber dann richtig nett: Neckermannkataloge von Hand einsortieren und dabei den ganzen Klatsch der Stadt mitkriegen von Hausfrauen, die das als Nebenjob machten - die waren echt lieb. Oder man musste an der Briefsortierungsmaschine Post eingeben und dabei Postleitzahlen eintippen bzw. an den Sortierbändern hin- und herlaufen und die vollen Behälter austauschen - das war Sport ganz so nebenbei... Hab´s dann ein Jahr später in einer anderen Stadt versucht, aber da war´s ganz schrecklich: Es standen Entlassungen bevor, keiner wusste, wen´s trifft, und ich als "Arbeitswegnehmerin"... Und Frauen, die die ganze Pause lang von der Schwanzlänge irgendeines Goldkettchenträgers aus´m Schwimmbad am Wochenende schwärmten...*grusel*

Auch nett war ein Gelegenheitsjob, den ich durch die Jobvermittlung gekriegt hab - das waren zwei Tage lang Aufräum- bzw. für mich Abwascharbeiten für eine Brandsanierungsfirma: In einer Wohnung hatte es gebrannt, und jetzt musste vieles gereinigt bzw. entsorgt werden - ich hab innerhalb von zwei Tagen ungefähr 478 Silberpokale von sämtlichen Schießsportwettbewerben seit 1968 zwischen Finnland und Marokko abgespült und verpackt. Das Ganze war gut bezahlt, man kriegte sogar Kochbücher und Geschirr geschenkt, das die Besitzer ohnehin loswerden wollten (war sogar richtig hübsches dabei) ...

Aber nie wieder putzen für eine Reinigungsfirma - das war ziemliche Ausbeutung, und man wurde auch noch scheiße behandelt...:mad: :mad:

Clytie.

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