| Pelloquin | Oft, wenn mir langweilig ist und ich dieses Board nach neuem abgegrast habe, werfe ich noch einen Blick auf die neuesten Meldungen bei Spiegel-Online. Selten bin ich froher, wenn ich diesen Blick getan habe, denn nur allzu oft lese ich weitere Hiobsbotschaften, die mir bedeuten, dass die Welt noch mal ein Stückchen näher an einen fürchterlichen Abgrund geraten ist. Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, als habe sich unter den Menschen Resignation breitgemacht, gepaart mit einem bestürzenden Fatalismus, wovon ich mich selbst auch kaum lossprechen kann. Wohin man auch blickt... so vieles liegt im argen. Heute - so mutet es an - ist sich jeder selbst der Nächste. Menschlichkeit scheint aus der Mode gekommen. Aber ich mag nicht glauben, dass es so schlimm um uns bestellt ist, wie es allerorten verkündet wird; dass wir über kurz oder lang elend mit dieser Welt zugrunde gehen und einfach so verrecken werden. Ich mag es nicht glauben, mag es einfach nicht glauben... Vielleicht könnt ihr mir ja in ein paar Gedanken, gern auch kleineren Geschichten zeigen, dass nicht nur Trauriges in dieser Welt geschieht, dass nicht alles in Auflösung begriffen ist, dass da... auch ein paar lichte Momente sind. [size=1]Der Grund, warum ich glaube, dass dieser Thread nicht einfach so hier untergehen wird, ist ein merkwürdiges Gefühl, das - wie sehr ich es auch (aus dem irrigen Glauben heraus, ohne besser leben zu können) unterdrücken mochte - mit unglaublicher Beharrlichkeit immer dann wiederkehrt, wenn ich schon drauf und dran bin, mich widerstandslos der Dunkelheit hinzugeben. Eine Definition dieses so eigenartigen Gefühls fand ich in einem Lexikon:[/size] [color=white]Hoffnung (verwandt mit engl. [i]hope[/i], vgl. mittelniederdt. hopen hüpfen, [vor Erwartung unruhig] springen, zappeln) ist die umfassende emotionale und handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf Zukunft. Hoffend verhält sich der Mensch positiv zur Zeitlichkeit seiner Existenz. Hoffnung ist stets begleitet von Angst und Sorge. Ihr Gegenteil ist die Verzweiflung (s.a. Depression). Leben ohne Hoffnung ist nicht möglich ([i]Dum spiro, spero[/i] - "Solange ich atme, hoffe ich").[/color] :-) |
| nebulosa | Die LIEBE ist der Hoffnungs Schimmer, wer das nicht glaubt für den wirds schlimmer. Als das NICHTS bewusst wurde, machte es ein schlechtes Geschäft. Das Bewustsein erwarb INDIVIDUALITÄT, ein noch schlechteres Geschäft. Das Individum bat um LIEBE, das schlechteste Geschäft von allen! viele Grüsse vom Uranus in die WELT. |
| angel of sorrow | Ich lese viele Bücher von versch. Erfolgstrainern, von Management und von 'Gewinner-Menschen'. Und immer wieder wird geschrieben, man sollte sich auf seine GUTEN Seiten, auf seine STÄRKEN konzentrieren, damit diese auch wachsen. Was macht die Welt/Medien? Berichten über das Negative, nur über das Schlechte. Überall auf der Welt werden die schlimmen Sachen zu Schlagzeilen, doch gute Dinge interessieren niemanden. Fazit: Wir sollten uns auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren. Wir sollten uns daran freuen, dass unser Haustier sich heute über unsere Anwesenheit gefreut hat oder dass das Pferd beim Reiten superbrav war, dass die Kuh heute außerordenltlich viel Milch gegeben hat, dass in China heute viele gesunde Kinder zur Welt gekommen sind, dass der Nachbar befördert wurde, dass ein Stück Regenwald gerettet werden konnte, dass es heute auf der Autobahn am Weg zur Arbeit keinen Unfall gab ect. ect. Wenn wir Energie >Liebe, Gedanken< ins Positive investieren, so wächst dieses. Wenn wir ewig so weitermachen und die schlechten Sachen in den Zeitungen lesen und traurig darüber sind, werden sich diese vermehren. ALSO: Freuen wir uns am Positiven, am Schönen! |
| zielsuchende | bei dem gedanken Hoffung fällt mir immer nur ein bibelvers ein ich den in korinter steht -- 1korinter 13 den lesten vers. Nun aber bleiben Glaube , Hoffung und Liebe- Aber die Liebe ist die Größte uner Ihnen. |
| Viking | Hoffnung ist die Möhre, die an einer Angel vor dem trottenden Esel hängt. Wenn die blöde Möhre, an die man sowieso nicht rankommt, weg ist, kann man sich auf den vor einem liegenden Weg viel besser konzentrieren. Mit klarer Sicht kommt man immer schneller vorwärts, als wenn man erst mal pathetischen Emotionsdrang ablegen muß- aber hallo! |
| bloodflower7 | Hoffnung stirbt zuletzt und wer an ihr festhält wird mit ihr untergehen... |
| Pelloquin | Na dann: Goodbye cruel world! [size=1](Das sind genau die Antworten die ich mir gewünscht habe.)[/size] |
| tarja7669 | Da gibt es so ein schönes Zitat von Albert Camus: 'Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweifelung.....' |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pelloquin [/i] [B][color=white]Hoffnung (verwandt mit engl. [i]hope[/i], vgl. mittelniederdt. hopen hüpfen, [vor Erwartung unruhig] springen, zappeln) ist die umfassende emotionale und handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf Zukunft. Hoffend verhält sich der Mensch positiv zur Zeitlichkeit seiner Existenz. Hoffnung ist stets begleitet von Angst und Sorge. Ihr Gegenteil ist die Verzweiflung (s.a. Depression). Leben ohne Hoffnung ist nicht möglich ([i]Dum spiro, spero[/i] - "Solange ich atme, hoffe ich").[/color] [/B][/QUOTE] [i]"Hoffnung ist ein Jagdhund, der die Spur verloren hat. " - William Shakespeare "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch ich habe sie nicht überlebt." - Haevion "As long as you don't get your hopes up, you can take anything... You feel less pain." -Squall from FF8 "Hope is the denial of reality. It is the carrot dangled before the draft horse to keep him plodding along in a vain attempt to reach it." - Raistlin Majere, Dragons of Autumn Twilight[/i] Meine Meinung zu dem Thema. |
| GreenFairy | "wenn die hoffnung geht, geht sie unser grab zu graben" zitat von -ich weiß nicht mehr wem- _________________ demnach ist mein grab schon seit vielen jahren geschaufelt... aber dennoch... es scheint so, daß die hoffnung auch zurückkommen kann... |
| bleeding rose | ich hab da ne kleine geschichte für dich... vor ein paar tagen hab ich eine "zeitung vom land" (ist echt ein kleines kaff) durchgeblättert, die mein vater unverständlicherweise abonniert hat. dort war von einer bücherei des vertrauens die rede, die sich irgendwo in ostfriesland befindet (hab den ort vergessen). in besagter bücherei gibt es keine registrierung der menschen die dort bücher ausleihen. auch gibt es keine aufsichtsperson oder kamera die aufpasst, dass da keiner ein buch mitgehen lässt. die inhaberin vertraut darauf, dass die menschen, die die bücher ausleihen, sie auch wieder zurückbringen. eine bücherei des vertrauens eben. das hat mich schon sehr beeindruckt. denn dieses gefühl von vertrauen auch fremden personen gegenüber, ist, schätze ich mal dem grösstteil der menschheit völlig fremd. schön zu wissen, das nicht alle hoffnung verloren ist... rose |
| Haevion | Mach das mal in Bonn / Köln / Berlin. Erst würde der Inhaber erschossen, dann würde der Laden angezündet. |
| Pelloquin | Danke für die schöne Geschichte, rose. |