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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Ich liebe...
Distel51Ich bin eine Frau und ich liebe......, aber auch nicht nur einen Mann,
kannauch ein Gott sein und so weiter... und was liebst Du ? l


Kann auch nur eine Musik sein ?!
HaevionDurchaus kann das auch Musik sein. Welcher Mensch kann schon ohne Musik leben? Für manche wird es zur Passion, für andere ist es nur ein Nebenbei. Musik charakterisiert den Menschen genauso, wie das, was er liebt, wenn Musik denn nicht essentiell das ist, was er lieben sollte.


[img]http://www.rp-guide.net/misc/horus.gif[/img]
Distel51@Haevion,


dann ist Musik, Religion und die Musiker sind ihre Priester ?
nur welche ?, von wo her ???


und doch danke ich Dir für den nächtlichen Wach-Gruss, was ein Musiker
ist !

Weiter so, ich habe viel Textmaterial...für Dich.


Deine
Distel
HaevionMusiker wollen in jedem Falle etwas ausdrücken. Neben den Medien, und der "eigentlichen Religion" haben sie in der heutigen Zeit noch immer den größten Einfluss.
Irgendetwas muss der Mensch ja haben. Und wenn er schon nicht glaubt, so ist Musik Balsam für die Seele. Oder wie Nietzsche sagte: "Ohne Musik ist das Leben eine Lüge".
Wie recht er doch hatte. Es gab kein Zeitalter ohne Musik, wohl aber Zeiten, in denen die Bedeutung der Religion von unwichtig bis fanatisch schwankte.

[img]http://www.rp-guide.net/misc/horus.gif[/img]
Distel51@Haevion

Wie recht Du hast, schau doch die Minnelieder, waren nicht nur
Anbetungen an die Geliebte, sondern Zauberlieder an die Krieger...

Raunen,raun...auf das Wort lasse es gehn im Zauberlaut
und Klang....in die Herzen lang ein jeder liebt und sucht weiter,
singst Du ihn nur die rechten Lieder, so findet er auch seine
Liebe wieder.

Dem Dichtikus des Klangs
liebe Nacht,
Distel
HaevionMittelalterliche Musik, und deren Einfluss auf die heutige war sowieso die schönste von allen, sie konnte die Herzen der Leute ergreifen... Nicht umsonst wurden z.B. damals während der Kriege Musikanten verwandt. :)
Achja... Die Musik... *schwelgt*

Gute Nacht Distel.

[img]http://www.rp-guide.net/misc/horus.gif[/img]
Absähm, aber das keine noten, also keine melodien zu den mittelalterlichen liedern überliefert sind, wisst ihr? :-)
ZurimorHallo!

[quote]ähm, aber das keine noten, also keine melodien zu den mittelalterlichen liedern überliefert sind, wisst ihr? :-)[/quote]

Corvus Corax haben dazu einige Infos auf ihrer Seite:

[quote]Die ältere Musik war einstimmig. Mit den weltlichen Instrumenten Dudelsack und Drehleier wurde die so genannte Bordunmusik populär. Das heißt zu einer Melodie klingt ein tiefer Basston mit - der Bordun - später auch zwei gleich bleibende Töne - zwei Bordune, wie z.B. auch bei unseren Dudelsäcken. Dies sind die frühesten Formen mehrstimmiger Musik und diese Technik wurde ab dem 12. Jahrhundert von der Spielmannsmusik auch in die liturgischen Gesänge übernommen und dort dann allerdings auch z.B. im Organum verfeinert. Dass mehrstimmige Musik in der weltlichen Musik schon länger Verbreitung gefunden hatte, geht auch daraus hervor, dass Walter von der Vogelweide in einem Lied davon singt, dass man ihn „nach alter weise" in Terzen begleiten sollte. Die Terz galt zu jener Zeit in der christlichen Musiktheorie noch als Dissonanz - also ein Missklang - und man solle sie vermeiden... - in der Volksmusik war sie gang und gäbe

Die Diskrepanz zwischen der überlieferten christlichen Musiktheorie und der spielmännischen Musizierpraxis macht es den Interpreten mittelalterlicher weltlicher Musik zunächst sehr schwer herauszufinden, wie die Musik nun tatsächlich geklungen haben mag und wie sie gespielt worden ist. Wir haben, um auf diese Fragen praktisch umsetzbare Antworten zu finden, Negativquellen durchforscht, also solche Texte, in denen Kleriker auf die weltliche Musik schimpfen und sich über die Zügellosigkeit der Tanzenden auslassen, die Musik der fahrenden Spielleute verteufelten und die Instrumente verboten... In der Tat sieht man Dudelsackspieler und frivole Tänzerinnen an den Kapitälen der Dome - aber nur außen! Sie sollten daran gemahnen, dass sie in der Kirche nichts zu suchen hatten. Dennoch sind gerade solche Figuren, wie auch zahlreiche Abbildungen von Musikern und Tänzern Beleg für die Ausgelassenheit der Spielmannsmusik jener Zeit.



Die Melodien selbst findet man in einigen wenigen Sammlungen aus dem späten Mittelalter wie der Carmina Burana, dem Heidelberger-, Glogauer-, Lochamer-, Jenaer- und dem Berliner Liederbuch und noch einigen mehr. Es gibt einige Handschriften mit reiner weltlicher Instrumentalmusik - eine wichtige Quelle ist eine Handschrift in London, die in moderne Noten übertragen mehrfach publiziert worden ist, und aus dem fast alle mittelalterlichen Spielmannsgruppen heute schöpfen (der berühmte Saltarello ist darin). Diese sind alle relativ jung - frühestens 13. Jahrhundert, französische Troubadour und Trouvere Lieder sind mit Melodien auch schon aus dem 12. Jahrhundert überliefert. Eine großartige Fundgrube für uns ist die Berliner Staatsbibliothek, die mit Handschriften ganz passabel und mit Sekundärliteratur aus dem 19. Jahrhundert ganz phantastisch ausgerüstet ist. Die Forscher im letzten Jahrhundert waren sehr rührig. Ihre Interpretationen und Deutungen sind mit Vorsicht zu genießen, aber ihre Arbeit beim Ausgegraben und Übertragen ist Gold wert. Aus diesen Büchern haben wir viele unserer Melodien. Sie sind dort z.T. lediglich als Notenbeispiele abgedruckt und es ist durchaus mühsam, „anständige" Melodien aus diesen Wälzern heraus zu finden. Wir versuchen dann aber auch immer das Original dazu irgendwo her zu bekommen (meist als Kopie), um zu vergleichen und herauszubekommen, was der Transscribent aus den alten Handschriften gemacht hat. Wenn man Unterschiede von dem selben Stück feststellt zwischen unserer Variante und der anderer Gruppen, so ist das nicht verwunderlich und auch ganz legitim. Die Spielleute im Mittelalter haben auf ihren Reisen Melodien aufgeschnappt und nachgespielt, dabei vielleicht die eine oder andere Passage vergessen oder bewusst verändert - z. B. um die Melodie eines französischen Liedes einem deutschen Text unterzulegen - oder die Schreiber haben einen Fehler gemacht, so was kam auch oft vor bei den vielen Abschriften literarischer Werke usw. Zum einen kann es also sein, dass andere Gruppen eine andere alte Handschrift als Vorbild hatten, oder eine andere Transskription. Zum andern ist es unsere Art ein mittelalterliches Stück genauso großzügig zu interpretieren, wie es die mittelalterlichen Spielleute auch getan hätten: es den Möglichkeiten unserer Instrumente und unserer Spielerfahrung anzupassen. Das ist vielleicht unser Rezept, oder unsere Auffassung von Authentizität: mit den musikalischen Vorgaben so umzugehen, wie es Walter von der Vogelweide oder Neidhard von Reuental auch getan hätten. Mit unserer neuen CD Viator sind wir auf diesem Weg noch einen kühnen Schritt weiter gegangen, wie man leicht bemerken wird und mit Tanzwut gehen wir von einem andern Ausgangspunkt auf dem selben Weg.[/quote]

Wer sich den kompletten Text durchlesen möchte, der klicke [url=http://www.corvuscorax.de/news/hintergruende/index.php]hier[/url]

vg
Zurimor
Absuhm, also ioch bin mir zu 99% sicher, dass besonders von der carmina burana, der einzigen sammlung mittelalterlicher musik, nur die texte überliefert sind. zusätzlich sind die noten eine neuere erfindung - vorher nutze man ein system aus bögen und wellen (neumen), das melodien natürlich nur sehr ... hilflos darstellen konnte.

[QUOTE] Die Musikanten lernten ihr Repertoire allein durch Zuhören denn eine geeignete Notenschrift, wie wir sie heute kennen, wurde erst spät im Mittelalter entwickelt. Die Quellen, die uns heute noch aus dem Mittelalter zur Verfügung stehen, sind deshalb leider nicht besonders reichlich.[/QUOTE]
[URL=http://www.dielegende.de/Was_quaekt_denn_da.htm]quelle[/URL]

allerdings kann das übrig bleibende 1% mehr sein als man denkt, ich bin ja nicht unfehlbar. +grins+

prizipiell ist das aber offtopic und passt NULL in diesen thread :)
Distel51@Haevion, der Nachtmond schaut, er sucht sich jetzt eine Frau...

sie geht sehr leise in verborgner Weise, tritt sie
auf des Mondes Schein, denn sie will im Mond
so gerne sein,

immer immer im weissen Schein, mit ihm und nicht allein,

mit ihm...will sie immer sein, in seinem Schein...

Nicht hinein geh in den Mond, wer weiss wer da verbannt
im innern trohnt !

Nur nimm das weisse Licht, weil es Dir Zauberkraft verspricht...

Jetzt spiele die neue Mondscheinsonate....mir.

Freud mich, was wir für ein Musiktread geworden sind...
nur weiter so, ich habe nur Malerei studiert...aber ?

Guts Nächtli
Dir Haevion, von Distel
MenedemosVerschoben in D&D...

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