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  Forum: DIES und DAS
    Thema: extreme Fernbeziehungen
PatchoulieSalut!
Ich wollte mal fragen, ob es hier auch solche Leute gibt, die eine extreme Fernbeziehung führen, z.B. Deutschland-Amerika und was für Erfahrungen sie damit gemacht haben.
Gruß
Patchoulie
AmyLee88mhm. naja ich hatte mal was mit nem amy als ich dord war (6 monate) und als ich zurück war hatte ich ziemlichen liebeskummer weil das ganze ja zwangsläufig zerbrechen musste.

Nix gut, sag ich.

~amy~
bloodflower7Ich habe eine zeitlang eine Fernbeziehung nach Kanada geführt... das war schon eine extreme Situation. Wir haben uns während seines Urlaubs hier kennengelernt und sind zusammengekommen eine Woche vor seiner Abreise... es war eine super schöne Zeit, nur leider hat sie nicht sehr lange angehalten. Nach ein paar Monaten dieser großen Entfernung haben wir uns getrennt... ich hatte kein Geld ihn zu besuchen, er kein Geld nochmal hierhin zu fliegen... und nur über Telefonate, eMails und Briefe hat es nicht geklappt. Nun ja, wir immernoch befreundet... aber seitdem bin ich sehr skeptisch was Beziehungen mit einer so großen Distanz angeht...
Nightbreath85yoa, ich zum Beispiel...
Ich bin im August nach Amerika gezogen, geh hier fuer 4 Jahre studieren, und mein Freund ist immer noch in Deutschland. Aber seh ihn ja in den Semesterferien im Sommer wieder. Da flieg ich wieder heim. Es ist zwar wirklich etwas extrem, aber wenn man genaue Planungen hat, wann man sich wieder sieht, viel miteinander telefoniert, dann geht das schon (mal schaun wie lang halt noch).
Allerdings wuerd ich ihn mittlerweile auch auf gar keinen Fall hier in Amerika haben wollen. Das ist mittlerweile meine eigene kleine Welt, in die weder meine deutschen Freunde noch mein Freund hingehoeren.
Man muss halt in vielem zurueckstecken (sex ist in so ner Beziehung ja auch net wirklich viel drin :( ). Aber mei, wenn ma halt verliebt ist...
Der GevatterExtreme Fernbeziehungen sind nach meiner Erfahrung auf Dauer zum Scheitern verurteilt. Ich war und bin auch ein Idealist und denke und fühle in "Ain`t no mountain high enough"-Kategorien, aber wie gesagt: meine Erfahrung ist, es klappt nicht.
Die Welt ist heute zu reizüberflutet und man selbst und der andere zu individuell auf seinem Weg, als dass man sich über lange Zeit und große Entfernung hin realistisch Liebe und Treue zusichern könnte.
Die eigene Individualität, der eigene Weg durchs Leben ist heute so stark ausgeprägt, dass Gedanken wie "ich bin nur einmal jung", "ich habe noch so viel vor", "ich möchte unabhängig sein und Abenteuer erleben" einfach irgendwann an die Oberfläche kommen, auch wenn sie lange Zeit als unterschwellige Gefühle versteckt waren.
Und das macht es vielen schwer, eine Fernbeziehung aufrecht zu erhalten. Gerade wenn man jung ist, ist der Wechsel an einen anderen Wohnort ein Abenteuer und man wird mit neuen Erfahrungen geradezu überflutet. Die "zurück gebliebene" Beziehung erscheint nach einige Zeit nicht mehr passend zu der neuen Lebenssituation, sie passt nicht ins Schema des neuen Abenteuers - vor allem, weil sie nicht präsent ist und deshalb an den Veränderungen nicht teilnimmt.
Meist entwickelt sich der Mensch, der umgezogen ist, so schnell und rasant weiter (oder er macht so viele neue Erfahrungen, lernt so viele neue Menschen kennen), dass alles alte an seinem Leben "veraltet" erscheint - meist auch die Beziehung.
Viele sehen die alte Beziehung zunächst vielleicht als Anker im vertrauten alten Leben, der ihnen eine gewisse Sicherheit gibt; aber das geht sehr schnell vorbei, sobald sich die erste Angst gelegt hat.
Ich weiß, dass diese Gefühle ein Trugschluss sind; denn wenn man erstmal erkannt hat, dass in der neuen Situation auch nicht alles Gold ist, was glänzt, ist es für die Erinnerung an die glorreichen alten Zeiten meist schon zu spät.
Aber das Durchhaltevermögen, die alte Beziehung nicht gleich aufzugeben, nur weil sie nicht "neu" ist, haben meiner Meinung nach die wenigsten Menschen.
Eleonoreein mädchen aus meiner parallelklasse hatte ne fernbeziehung mit einem aus frankreich,es hat aber überhaupt nicht geklappt und ich denke auch das es generell nicht geht und nur kummer bereitet...man sollte erst gar keine beziehung im ausland anfangen.
MenedemosIch habe gerade eben einen Artikel über einen Kubaner gelesen, der aus politischen Gründen und wegen seines Glaubens 22 Jahre in Kerkerhaft saß. Seine Frau, die er kurz vor der Inhaftierung geheiratet hatte, hat die ganze Zeit auf ihn gewartet, ohne daß sie ihn während dieser langen Jahre auch nur einziges Mal hatte besuchen dürfen. Auch eine Art von "extremer Fernbeziehung". Heute leben sie wieder glücklich zusammen im Ausland. Nun ja, nicht gerade eine praktische Erfahrung und sicher ein Sonderfall, ist mir aber in diesem Zusammenhang nur spontan eingefallen.
LittleMissScary*seufz* ich werd wohl bald die fernbeziehung Finnland - Deutschland führen müssen....zum glück gibts billigflüge....mein gott,mir sind ja jetzt schon die 220 km zu viel,die mich von dem kerl trennen :( ich weiss auch,dass das sowieso in die brüche geht (was nicht an der entfernung liegt,ich kenne hier leute (ausländer) bei denen hats geklappt und sie sind jetzt glücklich verheiratet :) )....sowas doofes!!!
Sirikithdie erste liebe meines freundes war eine japanerin...sie hatten vielleich an die zwei jahre was miteinander, in denen die sich vielleicht alle 6 monate gesehen haben.
und nachdem die dame sich irgendwie "typisch" verhalten hat, kamen die beiden auch weit rum...wien, neuschwanstein, oper usw.
aufgrund der entfernung war´s schon schwierig, ausserdem studierte sice nioch medizin, hatte also auch so kaum zeit...es ging nur aufgrund sehr intensiver gefühle so "lange" gut.



ich selber hatte "nur" eine fernbeziehung nach essen, das ist von mir aus ca 8 stunden zugfahrt weg.
aber für eine damals 16/17 jahre alte schülerin mit begrenzten finanzmitteln schon schlimm genug. wir sahen uns dann halt alle 3-12 wochen mal für ein paar tge, aber ein richtiges beziehungsleben löäss sich auf diese weise natürlich nicht aufbauen
atra_umbraich war vor 3 jahren für 10 monate in amerika beim studieren. in der zeit sah ich meinen freund 1x (und zwar weihnachten). als ich wieder zurück war, hatten wir paar monate gemeinsam. dann war er für ein halbes jahr in finnland. auch studieren. ich konnte für knapp zwei monate mit und dann sahen wir uns zwischendurch noch weihnachten.

wir haben immer sehr viel telefoniert. waren uns immer sehr nah (zwar nicht geographisch...)

die auslandsaufenthalte haben unsere beziehung zu etwas besonderem gemacht. wir wissen, dass wir auch extreme situationen durchstehen können.

klar waren auch momente der sehnsucht da, die echt heftig waren... würd sowas nicht mehr gerne mitmachen, aber wenn es sein müsste, wüsste ich, dass es zu schaffen ist.

inzwischen sind wir ja beide wieder in deutschland und wohnen seit mehr als zwei jahren zusammen.

die fernbeziehung hat unserer beziehung also auf keinen fall geschadet. wie gesagt: eher gestärkt!

atra_umbra
atra_umbra@ LittleMissScary

wieso bist du dir so sicher, dass deine (bald)fernbeziehung in die brüche gehen wird?

ich kenn welche, die haben sich vor 2 1/2 jahren (als ich auch in finnland war) kennengelernt. er austauschstudent aus spanien, sie finnin.
inzwischen ist sie nach spanien ausgewandert und die beiden sind verlobt...

atra_umbra
shiphrahich hatte 2 nach USA und ich kenne viele die eine hatten sie es während studium, aupair-zeit oder schüleraustausch.
ich kenne keine einzige, die überlebt hat.
auch finde ich amerika extrem diesbezüglich, da die menschen sehr auf Leben ausgerichtet sind wenig mit diesem Herzschmerz auf die Dauer am Hut haben. Mag sein,das ist jetzt verallgemeinerst, aber es ist meine Erfahrung. Es hat vielleicht mit dieser für uns mti Oberflächlchkeit verwechselten Einstellung zu tun: "have fun"....

ich hatte eine 2jährige Affäre mit einem Tunesier, und das hätte auch 5 Jahre überlebt. Es liegt wirklch an den Menschne und dem Umfeld, in dem diese Mneschen leben.

Grundsätzlich sind für mich Fernbeziehungen keine Alltagspartnerschaften. Sie leben viel von Sehnsucht, VOrfreude. ansonsten hat jeder sein eigenes Leben, das ändern auch tägliche Telfonate und chats nicht. Wenn man das weiß und sich nichts vormacht, ist das für viele für eine gewisse Zeit die ideale Lösung, aber es ist naiv, ZUkunfspläne zu schmieden, weil man ja so stolz ist, eine Fernbeziehung überlebt zu haben. Das GEgenteil ist der Fall. Die wirkliche BEziehung beginnt im gemeinsamen Alltag und dazwischen liegen Welten.

Von daher verstehe ich auch nciht, wie manche äußern: alles ist so toll und es lohnt sich dafür zu kämpfen, dass es in ein paar Jahren richtig beginnen kann....
Das Leben findet jedoch jeden Tag statt und ncihts ist selbstbetrügerischer als ein Leben zu führen, dass auf die auf Zukunft gerichtet ist.

Früher war ich diesbezüglich sicher "romantischer", aber heute weiß ich, dass das Leben im Hier und Jetzt nur wirklich erfüllt und alles andere "lau" ist.

Jedoch hat man oft Angst vor der Nähe und den Konflikten oder dem wirklichen vollen JA zu einer Person, was einen an dern Fernbeziehung hält. Das sich einzugestehen ist natürlich bitter und so genießt man eben die Sehnsucht. Denn Träumen von dem was nicht immer da ist, ist immer leichter. haben wollen leichter als haben.... that's life!
LittleMissScary@atra
das hat eher was mit dem kerl an sich zu tun,weil er sich teilweise benimmt wie der allerletzte drecksack *grummel* weniger mit der entfernung *g*
atra_umbra@ LittleMissScary

das tut mir leid...

logisch ists bei einer fernbeziehung (auf zeit) wichtig, dass beide partner "mitspielen". auch gibt es meiner meinung nach einflußfaktoren, wie
- wie lange existierte die beziehung vor der räumlichen trennung
- wie alt sind die partner - ergo: wie ernst ist es ihnen
- sind sich beide darüber im klaren, was es bedeutet, dies auf sich zu nehmen - sind beide bereit dafür?
- das absolute vertrauen in den partner

atra_umbra
Daydreamerhm,fernbeziehungen...
deutschland-türkei hätte ich zu bieten.
ging fast 1 1/2 jahre gut...
telefonieren,sms,briefe...aber keine weiteren besuche,kam immer etwas dazwischen...vielleicht ganz gut so,wer weiß...
bin nicht traurig drüber,dass die "beziehung" in die brüche ging...
man kann halt nicht alles halten...und man lebte nur in einem traum...
ange gardienOb so etwas gut geht oder nicht hängt wohl von den betreffenden Leuten ab. Ich hatte auch mal so eine art Fernbeziehung in der ich meine Freundin etwa alle 4 Wochen gesehen habe ( im vergleich zu anderen Beziehungen in diesem Thread ist das ja gar nichts ). Einerseits war da immer die Vorfreude auf sie, dann wieder die Trauer wenn das Wochenende vorbei war und ich wusste das ich sie jetzt wieder einen Monat lang nicht sehe.
Zu einer Beziehung gehört neben körperlicher Nähe ( damit meine ich jetzt nicht nur Sex ) für mich doch auch die gemeinsame Bewältigung des Alltags, die Herausforderung eine Beziehung auch über längere Zeit spannend und prickelnd zu halten. Also für mich persönlich ist eine Fernbeziehung nichts und die meisten Leute die ich kenne und die eine hatten wurden damit auch nicht glücklich.
Schön für die Paare bei denen das klappt.
SeciliaAlso ich hatte schon 2 Fernbeziehungen..eine mit einem Österreicher und die andere mit einem der von Leipzig weggezogen ist.

Beide Beziehungen waren ein halbes Jahr. Den Ösi hab ich nur zwei mal im halben Jahr gesehen und das ist wenig. Mir hat irgendwie die Nähe gefehlt..ich brauch das tägliche knuddeln umarmen und so. Das hat mir gefehlt. Mein jetziger Freund wohnt in meiner Nähe und so sehen wir uns täglich. Mir ist das lieber. Telefonieren, Briefe schreiben, simsen und mailen ist ok, aber das vermittelt nicht unbedingt das knuddeln umarmen und festhalten...
LiebesIch hatte noch nie eine Fernbeziehung.
Aber ich glaube es ist ein großer Unterschied ist, ob beide an ganz getrennten Orten leben und sich im Urlaub o.ä. kennengelernt haben oder der eine für eine gewisse Zeit weit weg ist und irgendwann wieder kommt.
Bei ersterem sind die Chancen wirklich schlecht, wenn keiner bereit in das Land des anderen zu gehen.
Bei zweiterem jedoch muss es nicht zum Scheitern verurteilt sein, man hat ja eine genaue Perspektive. Ich glaube eher, wenn eine Beziehung das nicht überlebt, wäre sie auch so irgendwann zerbrochen.
Außerdem sehe ich auch eher eine Chance darin, so ist die Beziehung sicherer davor langweilig zu werden, was leider ein sehr häufiger Tod für Beziehungen ist.
Man erlebt mal etwas völlig anderes, man hat sich wieder viel mehr zu erzählen, auch der, der bleibt und wartet, kann die Zeit ja auch dafür nutzen sich weiter zu entwickeln. So wird man für den anderen wieder interessant.
Sicher ist es eine Gefahr für eine Beziehung, wenn man sich weiterentwickelt, aber ganz ehrlich, eine Beziehung, die so etwas nicht aushält, kann aber auch nicht so toll sein. Ist auf jeden Fall meine Meinung.
AviculariaHm. also hatte auch eine Fernbeziehung, ging allerdings auch teilweise wegen der Entfernung in die Brüche, weil eben doch nie Nähe irgendwie fehlt, und wie schon viele vor mir sagten, e-Mails und dies alles sind halt doch kein ganzer Ersatz für die Realität. Naja und so steht bei mir jetzt wieder die Entferung im Weg...
nacaraIch bin jetzt mit meinem Freund knapp fünf Jahre zusammen und wir hatten in dieser Zeit fast ausschliesslich eine Fernbeziehung. Anfangs noch relativ kurze Strecken (Ruhrgebeit-Köln, ca.100 km), dann ist er für ein halbes Jahr nach Österreich gegangen und inzwischen lebt er in Singapur. Es ist zwar nicht immer leicht, aber wenn man einen Menschen liebt kann es meiner Meinung nach klappen. Außerdem ist die Wiedersehensfreude jedes Mal wie wieder frisch verliebt zu sein :D . Manchmal ist es beim ersten Wiedersehen nach langer Zeit aber im erstem Moment auch so, als würde man einem fremden Menschen begegnen. Dann begrüßt man sich doch vielleicht erstmal mit einem zarkhaften Kuss. Es ist auch schwer, wenn man feststellt, dass sich der andere in der Zeit in der man sich nicht gesehen hat sehr verändert hat. Mir ging es so, als ich in das letzte Mal gesehen hab. Aber jede Veränderung hat auch gute Seiten, man muss nur lernen auch diese zu sehen.

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