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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Teebaumöl & Folgen
Zenonwäre äußerst hilfreich wenn ihr mir sagen könntet, was passiert wenn jemand Teebaumöl schluckt.
TorianMein Freund der Google...

Zwar liegen noch keine umfassenden Studien über mögliche unerwünschte Wirkungen von Teebaumöl vor, jedoch deuten Berichte über die unabsichtliche Einnahme größerer Mengen von Teebaumöl auf eine für ätherische Öle niedrige toxische Wirkung hin: Kinder, die größere Mengen der Essenz verschluckt hatten (10 bis 25 ml), bekamen zwar Durchfälle und Übelkeit, in einem Fall auch Gleichgewichtsstörungen und Desorientiertheit, jedoch bildeten sich die Erscheinungen wieder ohne Nachwirkungen zurück. Bei einem Erwachsenen trat nach Einnahme eines Teelöffels (!) Teebaumöl ein auf den ganzen Körper ausgedehntes Ekzem auf. Als häufiger beobachtete Begleitwirkung beim Gebrauch von Teebaumöl sind allergisch bedingte Hautentzündungen, teilweise mit intensiver Ausprägung, beschrieben worden. Hier muß man sich bewußt machen, daß ätherische Öle das konzentrierte Wirkprinzip von Pflanzen darstellen und sehr bewußt eingesetzt bzw. dosiert werden müssen. Bei Allergikern ist selbst in den bei kosmetischen Präparaten üblichen Dosierungen Vorsicht geboten.

Quelle: [url]http://www.omikron-online.de/naturhaus/angebote/aethoel/monograf/teeb.htm[/url]
Lunar Lightaha, was für mich. kenne mich zwar speziell mit teebaumöl nicht aus, hab mich als alte biochemikerin aber mal schlau gemacht:

also, das zeugs ist ein stoffgemisch, dass sich vor allem aus terpenen, alkoholen und kohlenwasserstoffen zusammensetzt. zu mind. 30% enthält es terpenin-4-ol, das vor allem antimikrobielle wirkung besitzt. es darf höchstens 15% an 1,8-cineol haben, da dieses hautirritierend und allergen wirken kann. die meisten inhaltsstoffe sind wasserunlöslich, d.h. sie sind stark lipophil. das bedeutet wiederum, dass sie sehr leicht zellwände (die aus einer lipid(=fett)-doppelschicht bestehen) durchdringen können. das tun sie allerdings auch bei äußerlicher anwendung. so lassen sich z.b. die gleichgewichtsstörungen und desorientiertheit, von denen torian sprach, erklären, wenn die substanzen z. b. neurone (nervenzellen) penetrieren und dort eine 'falsche' signaltransduktion einleiten. insgesamt bewerte ich das schlucken von teebaumöl als nicht weiter gesundheitsschädigend. die übelkeit ist vermutlich auf die wirkung der verschiedenen alkohole bzw. deren abbau zu acetaldehyd zurückzuführen.
dass der erwachsene, den torian erwähnte, an diesem üblen ekzem litt, erkläre ich mir folgendermaßen: bereits nach 4 tagen setzt im teebaumöl die oxidation ein. dabei entstehen peroxide, die wiederum relativ hohe allergene eigenschaften besitzen. das teebaumöl war in diesem fall wahrscheinlich einfach alt und/oder die person besitzt generell eine hohe empfindlichkeit gegenüber einem oder mehreren inhaltsstoffen. dass das ekzem am ganzen körper auftritt liegt schlicht daran, dass es über den blutkreislauf schön verteilt wird, und, wie gesagt, aufgrund seiner lipophilität die zellwände penetriert. nach 1/2 bis 3/4 jahr ist das teebaumöl zwar noch wirksam, sollte aber bei empfindlichen personen nicht mehr verwendet werden.

insgesamt sehe ich keinen grund zur beunruhigung. dennoch sollte man das zeug natürlich nicht unbedingt saufen. aber wir wissenschaftler sind ja sowieso etwas verrückt. eine kleine anekdote am rande:
zu meinem geburtstag letzten monat bekam ich wunderschöne 2-farbige rosen geschenkt. dabei war ein pflanzendüngemittel, das ich ins wasser geben sollte. was uns sehr verwirrte, war die tatsache, dass auf der verpackung von diesem zeug keine inhaltsstoffe aufgeführt waren. so was gibt es in deutschland nicht, dachten wir uns, wer weiß, was DA drin ist, das könnte ja ALLES sein. da sich unter den partygästen fast ausschließlich biologen, biochemiker und chemiker befanden, war unsere neugier geweckt. es folgten tests des löslichkeitsverhaltens ins H²O (aus der leitung :D ) und ethanol (weiswein :D ). zunächst wollte sich das zeug in wasser kaum lösen, also glaubten wir schlicht an kalk und fühlten uns verarscht. nach einiger zeit war plötzlich alles gelöst, was erneut verwirrung stiftete. die nächste these war, dass es sich doch um irgendwelche salze handeln müsse. da die labortechnischen untersuchungen in der heimischen küche doch stark eingeschränkt sind, blieb nur ein geschmackstest... :eek: wir haben es alle unbeschadet überstanden, und sind wenigstens zu dem beeindruckenden ergebnis gekommen, dass das zeug irgendeine oder mehrere säuren enthalten müsse. der ph muss auf jeden fall ziemlich niedrig gewesen sein. und ich hatte noch 24 stunden danach ein taubes gefühl in dem bereich der zunge wo ich es hingeträufelt hatte...

naja, ist im grunde auch unwichtig, wollte es nur mal erzählen. bei dem teebaumöl musst du dir zumindest - wie es scheint - keine sorgen machen. hast du es denn geschluckt? *neugierig*


liebe grüße~

lunar
rainravenIch kenne Teebaumöl auch als entzündungshemmend u.a. im Zahn-und Rachenbereich und bei bestimmten Magenbeschwerden lindernd. Dazu soll man aber nur tropfenweise (etwa 5 Tropfen pro Glas Wasser) das Teebaumöl sehr wohl trinken und gurgeln können. Ich habs auch schon probiert, und mir ist nichts passiert. Aber es kommt bestimmt auf die Menge des Verschluckens an.


T.R.
CreepAlso ich nehme Teebaumöl für alles mögliche..Getrunken hab ichs aber noch nicht..Aber egal für was ich es bisher verwand habe..ich habe nur gute Erfahrungen gemacht..Entzündungen, Pickel, Narben,..keine Ahung, gibt ja 100te Bücher über das Zeug wie man es wo verwenden kann. Also ich find's super :)
Serenaich schätze mal, dass nichts passiert, hab mal ein Kräuteröl geschluckt und da ist nichts passiert (ausser dass es eklig geschmeckt hat ;)) ~ nur so als Vergleich

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