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  Forum: DIES und DAS
    Thema: Einbruch - Nicht nur das Geld ist weg...
Julya...sondern auch das Gefühl der Sicherheit der eigenen vier Wände.


Als erstes möchte ich sagen, daß nicht bei [b]mir[/b], sondern bei meinen Eltern eingebrochen worden ist.

Eigentlich war es gar kein "richtiger" Einbruch, denn es wurde nichts kaputt gemacht oder mit Gewalt geöffnet. Nein, dieser dreiste Kerl ist einfach in die Wohnung meiner Eltern spaziert und hat dort aus dem Schlafzimmer das Portemonnaie und das Handy meiner Mutter gestohlen.

Meine Eltern wohnen in sowas wie einer kleinen 'Villa' in einer recht guten Gegend in Magdeburg. Im Erdgeschoss und im Keller sind die Geschäftsräume der Versicherung, für die mein Vater arbeitet, darüber sind leerstehende Tagungsräume und oben ist die Wohnung meiner Eltern.
Wie sich hinterher herausgestellt hat, ist dieser Typ zuerst im Keller gewesen, konnte da aber nichts stehlen, da dort zuviele Leute waren. Dann ist er kackfrech drei (!) Treppen hochgestiefelt und in die Wohnung meiner Eltern gegangen, während meine Mutter ca fünfzehn Meter von dem Dieb entfernt auf der Terasse bügelte.
Meine Mutter hörte ein Rascheln und sagte 'Hallo', weil sie dachte, daß mein Vater kurz nach oben gekommen sei. Da niemand antwortete, ging sie in die Wohnung und rief nochmal etwas lauter.
Dann kam der Typ aus einem der Schlafzimmer und meine Mutter fragte ihn, was er denn bitte in ihrer Wohnung verloren hätte. Er entschuldigte (!) sich daraufhin ganz unsicher und freundlich und sagte, er hätte die Rechtschutzabteilung der Versicherung gesucht. Meine Mutter schimpfte noch ganz aufgebracht mit ihm und warf ihn hinaus, woraufhin er die Treppe hinunter[i]rannte[/i].
Da dämmerte es meiner Mutter, sie stürzte ins Schlafzimmer und sah, daß die Schubladen des Schrankes offenstanden und sie bemerkte die Verluste. Sie sah, daß die Kabel des Notebooks schon abgestöpselt waren und daß die Schublade mit den Uhren meines Vaters ebenfalls leicht geöffnet war. Also musste sie ihn wohl gestört haben, denn es fehlte nichts, außer ihrer Geldbörse und ihrem Handy.
Sie rannte runter in die Geschäftsräume und erzählte schnell, was passiert war und die Mitarbeiter liefen daraufhin raus und guckten, ob sie den Typen noch erwischen konnten, was natürlich leider nicht der Fall war.
Die Sekretärin machte sich Vorwürfe, weil sie die Eingangstür hatte offen stehen lassen, weil es so warm war und sie lüften wollte und meine Eltern ärgern sich, daß sie die Türklinke ihrer Wohnung nicht schon längst gegen einen Knauf getauscht hatten.

Meine Mutter hat mir das vorhin völlig aufgelöst erzählt. Sie war immer noch total ängstlich und verwirrt. Die Polizisten und Kriminalbeamten waren sehr nett, wie meine Eltern sagten und mein Vater musste auch Fingerabdrücke abgeben, da auf dem Notebook Spuren des Diebes gefunden werden konnten.
Meine arme kleine Mama. Da hat sie so viele Jahre auf dem Dorf gelebt und kaum wohnt sie ein paar Monate in der Stadt, wird sie beklaut.
Sie hat mir erzählt, daß sie am traurigsten wegen der Kinderbilder von meinem Bruder und mir ist, die sich in ihrem Portemonnaie befunden haben... :rolleyes:
Aber am Schlimmsten ist für sie, daß jemand in ihre Privatssphäre eingedrungen ist... das konnte ich ganz deutlich spüren. Morgen fahren meine Eltern sofort in den Baumarkt und holen sich einen Türknauf und ein sicheres Schloß. Aber wie verarbeiten Einbruchsopfer am besten dieses Erlebnis? Zumal sie diesem Typen auch noch mitten in ihrem Wohnzimmer begegnet ist....

Wurde bei Euch oder bei Euren Freunden/Verwandten auch schon einmal eingebrochen? Wird man daraufhin vorsichtiger? Wie holt man sich seine Privatssphäre wieder? Wie kann man sich wieder sicher fühlen?


~Julya~ ...besorgt....
ClytieEingebrochen worden ist bei mir zwar noch nie, aber ich glaub auch, dass das Verletzen der Privatsphäre bei einem Einbruch tatsächlich das Schlimmere ist, denn die ist nicht mal so eben zu ersetzen.

Wie man das am besten verarbeitet... Hmmm.... Ich glaube, da hilft erstmal nur das, was deine Eltern getan haben: ein gutes Schloss besorgen. Ansonsten wird wahrscheinlich nur die Zeit helfen können und die Erinnerung ein wenig verblassen lassen - zusammen mit dem Gedanken, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass direkt hintereinander in dieselbe Wohnung eingebrochen wird.
Haben deine Eltern einen Hund oder ein anderes Haustier? Vielleicht wär das ja auch was - der kriegt eher was mit als sie...

Clytie.
MessiahofDeathdei mutter sollte froh sein, dass er nur Wertsachen wollte und nicht was ganz anderes im Sinn gehabt hatte !!

aber da sieht man auch, wie schwerwiegend fahrlässigkeit sein kann ... schlimm ...
AlienSexFiend...hm, schon...ist aber länger her...bei uns war´s aber "richtiger" Einbruch...eigene Fahrlässigkeit wäre mir damals wohl lieber gewesen, aber man kann´s sich schlecht aussuchen...:D

...Hauptsache deine Eltern lernen daraus (was ja offensichtlich auch der Fall ist ;)), alles andere braucht einfach "nur" seine Zeit...ist ja zum Glück nichts Handgreifliches passiert...

...klingt albern, aber die Privatssphäre haben wir damals durch Veränderung wieder gekriegt...
CreepBei uns is nicht eingebrochen worden. Aber als ich umgezogen bin hat jemand während wir die Kartons aus dem Auto in die Wohnung geräumt haben und kurz oben waren, Kartons von der Tür weg geklaut, bzw. deren Inhalt. Ich hab Tagelang nur geheult weil ich es einfach nicht verstanden hab. Da waren Kuscheltiere drin die ich bei meiner Geburt geschenkt bekommen habe, Klamotten die ich in besonderen Urlauben gekauft habe, viele weiter Erinnerungsstücke. Ich weiß bei manchen Dingen garnich was die Diebe damit anfangen wollen. Ich war wirklich fertig; nicht weil der materielle Wert total hoch war sondern weil ich echt dachte dass die Welt wohl am Ende ist...wer macht sowas? Wie kommt man auf die Idee jemandem einfach etwas wegzunehmen? So dreist? Ich versteh es immer noch nicht.
neptuniaich hab leider nur einen etwas unqualifizierten beitrag:
zieh auf's dorf mit nachbarn, die da schon immer wohnen ...

letzten sommer kam mein einer freund mal wieder zu besuch und griff, wie immer, über die gartentür nachdem er geläutet hat (ungeduldiger kerl) und ging einfach über die terrasse zum wohnzimmer ... er ging vorbei an meiner mutter und meiner schwester ... darauf hin kam meine (schon ältere) nachbarin ganz aufgeregt an den gartenzaun, und erzählte den nett plaudernden drein, sie hätte beinahe die polizei gerufen, weil ein großer, schwarzer, langhaariger mann einfach in unseren garten gegangen sei, genauso, wie der junge mann da ... äh ...

big neighbours are watching you ... :rolleyes:
atra_umbraBei uns wurde vor einem Monat eingebrochen. "Gottseidank" "nur" in unser Kellerabteil. Ich war allerdings sehr geschockt und habs für den Moment garnicht begriffen. Dachte irgendwie noch, mein Freund hätte unsere Mountainbikes woanders hingestellt, bis ich das aufgeknackte Schloß sah.
Tja, etwa 2500 € Schaden und der ideelle Wert, denn das Rad war mein "ein und alles". Hab damit schon so manche Touren in Italien, Österreich, Deutschland bezwungen, Rennen gefahren etc...
Ich konnte die Nacht drauf auch nicht gut schlafen. Bei jedem Geräusch wurde ich wach und dachte, es sind wieder Einbrecher da.
Wir beknieten unseren Vermieter, dass er doch die Tür zu den Kellerabteilen zusätzlich sichern möge. So hat er inzwischen ein Schloß eingebaut, was uns zwar nichts mehr nützt, aber immerhin...
Die Räder blieben übrigens verschwunden und von Seiten der Polizei wurde kaum etwas unternommen :confused:

atra_umbra
KemikaruTja, ich wohn in so nem Anonym200wohnungspalast. Keiner kennt keinen und die Türen brauchen nur einen ordentlichen Tritt, dann sind sie offen... dann noch Feuerleitern vor den Fenstern, ein Wunder das da noch keiner rübergestiegen ist. Aber ich fühl mich relativ sicher, weil keiner weiß was ich da in meiner Wohnung bunkere und in dem Haus eh nur arme Leute (Studenten, Azubis, Sozis) wohnen. Da is nix zu hohlen.
absolut_deathIch kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Das einem etwas gestohlen wird ist meistens wie ein Schlag ins Gesicht.
Da deine Eltern nicht im Erdgeschoss wohnen und die Möglichkeit übers Fenter einzusteigen nicht gegeben ist wird ein neues, sicheres Schloss/Türklinke die ersten Ängste mindern.
Ansonsten tut die Zeit ihr übriges und deine Mutter wird sich bestimmt wieder sicher fühlen können in ihrer Wohnung.
DBTSowas finde ich echt heftig!!!

Garnicht auszudenken wenn der Typ noch eine Knarre dabei gehabt hätte *huiuiui*...
Ich weiß nicht wirklich ob es mir in so einem Fall um die Privatsphäre gänge, ich hätte eher ständige Angst und würde mich in meinen (wie du schon sagts) eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen!!! Ich hoffe deine Mutter erholt sich von diesem Schock und gewinnt das wieder was ihr genommen wurde, Sicherheit und Privatsphäre!!!

DBT
GalacticSurfer"Einbruch" - ist das nicht gewaltsames Eindringen in verschlossene Räume?

Hier scheint es sich doch eher um so eine Art Tag der offenen Tür gehandelt zu haben...:cool:
AsheCorvenbei mir selbst ist noch nicht eingebrochen worden allerdings ist die kriminalität hier ums haus schon sehr krass geworden für ein 4500 Seelen Ort.

Das fing im Grunde damit an das man von unserem Küchenfenster aus beobachten konnte wie ein Auto mit fremden Nummernschild vorm haus parkte dann kam einer aus der seitenstrasse mit einem umschlag, meist so ein brauner und bekam dann eine Plastiktüte dafür, Ich ging schon damals nicht davon aus das die ihre Briefmarkensammlung da tauschten. Paar wochen später meinte meine Mom das ein Auto bei uns im Hof parkt wieder und das da zwei leute drin sitzen. Ich hatte diesmal die nase voll und ging runter und klopfte an der Scheibe. Da waren zwei männer drin die fragten was ich hier will und dann sagte ich denen das ich hier die fragen stelle das unser Parkplatz sei und warum die hier parken. Die packten dann ihre Ausweise raus und waren Zivilstreife die eben das haus in der Seitenstrasse beobachteten. Ein paar tage später kam dann paar grüne autos mit grün angezogenen Leuten und haben denen in der Seitenstrasse beim Ausziehen geholfen. Die waren so freundlich und haben sogar die Bewohner mit rausgetragen und Hunde hatten sie auch dabei, wollten wohl gründlich aufräumen .... dann war paar monate ruhe. Vor einigerzeit wurde dann im haus gegenüber bei einer älteren Frau eingebrochen und einiges mitgehen lassen. Dann im Dezember wurden mehrere Autos aufgebrochen CDs Radios Sonnenbrillen .... gestohlen und teilweise Antennen abgebrochen und lack zerkratzt ein auto bei uns im Haus wurde auch betroffen davon. Letztes jahr haben die auf dem gleichen platz Reifen eines Polos gestohlen während die nachbarin im hausen gegenüber zugeschaut hat. Das waren nun nur die dinge die direkt in unserer umgebung passiert sind.
Ich selbst habe ´meine Kontakte bissl angekurbelt wieder und bin gerade dabei hier ein wenig was mit Kameras ... zu machen welche mir ein bekannter besorgt.

Wegen dem mit dem Einbruch @ julya kenne ich leute die sind danach umgezogen und haben ihr haus verkauft weil sie da nichtmehr leben wollten. Im grunde schon krass inzwischen. Kann deine Mom froh sein das nicht mehr passiert iss. Für ein Laptop könnte es manchen schon in den sinn kommen jemandem die Murmel runter zumachen und das wäre im grunde ziemlich schade aber so ist es leider inzwischen, wegen immer weniger Werten wird immer mehr zerstört und umgebracht ....
JulyaDanke für Eure Beiträge...

Ein 'Tag der offenen Tür' war das Ganze sicherlich nicht, denn es ist allgemein üblich, daß in diesem Haus fremde Personen sind, da eben im Erdgeschoß und im Keller die Versicherung ist und dort regelmäßig Kunden empfangen werden.
Und wenn bei sowas schon gesagt wird, daß das fahrlässig ist, darf man ja nie mehr lüften oder muß sich ständig verbarrikadieren, auch wenn man zu Hause ist.
Wer rechnet denn bitte damit, daß einen jemand beklaut, wenn man quasi nebenan ist? Ich finde das unglaublich...
Die Polizei sagte auch, daß die Diebe immer dreister vorgehen und ich bin mir sicher, daß das nicht zuletzt daher rührt, daß es immer mehr sehr arme Menschen gibt...

Ich bin auch froh, daß meiner Mum nichts passiert ist. Der Kripobeamte hat gesagt, daß das mit solchen Typen meist so ist, wie mit Ratten: Wenn sie einen Ausweg sehen, wenn sie flüchten können, tun sie einem nichts...
MissPanjulya, gottlob ist deiner mutter nichts passiert!

ich hatte bisher immer glück und blieb von ungebetenen "gästen" verschont, allerdings verrammel ich auch jeden abend meine wohnungstür, weil ich nicht mitten in der nacht besuch bekommen will.

sorgen macht mir aber immer die tatsache, daß ich im 1.og wohne und einen balkon zur straße raus habe - wäre nicht sonderlich schwer, dort hinaufzugelangen, wie ich vor kurzem selber feststellen mußte, als ich über diesen weg in meine wohnung "einsteigen" mußte, weil schlüssel vergessen. :rolleyes:

das sich deine eltern jetzt unsicher fühlen, ist vollkommen verständlich, man sieht sein heim ja als trutzburg gegen den alltag an - wenn einem dann diese sicherheit genommen wird, ist es wahrscheinlich sehr schwer, sich wieder geborgen und geschützt zu fühlen..
chrisualso ich bin der meinung, dass sehr ins intime
und private rein geht...und kann mir dadurch
auch sehr gut vorstellen, dass man sich daheim
nicht mehr wohlfühlen kann
MahsheedVielleicht hilft schon ein Schild am Wohnungseingang, das auf einen "Vorsicht, bissiger Hund" verweist.

Wenn sie es sich leisten können und wollen, wäre bestimmt ein Hund, der zu diesem (Mogelpackungs-)Schild passt, nicht schlecht. Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass so einer ein Sicherheitsgefühl verstärken könnte.

Es gibt Bewegungsmelder ...

Habe ich mal bei Tschibo gesehen, einen Frosch, der anfängt zu quaken, sobald man in dessen Umkreis kommt ... (Vielleicht gibt es auch noch andere "Gestalten"). Erschrickt vielleicht den Einbrecher, könnte deine Eltern warnen.

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die Einstellung hilft. Statt Angst zu haben, könnte die lauernde Hoffnung stehen, frei nach dem Motto: Na warte Bürschchen, beim nächsten Mal schnappen wir dich.

Allein schon das Gefühl, dass deine Mutter ihn auf frischer Tat ertappt und ihn in die Flucht geschlagen hat, ist ja eine positive Erfahrung. Letztendlich ging sie als "Siegerin" hervor, nicht der Dieb. Ich glaube, schlimmer "traumatisiert" wäre man, wenn man die Situation nicht so bewältigen hätte können.

Außerdem wäre eine Personenbeschreibung bei der Polizei sicher nicht verkehrt.

~~

Oh ja, eingebrochen wurde bei meinen Eltern (im Garten, im Keller) schon öfters ... oder man hat es zumindest versucht. Daraufhin hat mein Vater die Türen und Schlösser stabiler gemacht, mechanisch und auf die Schnelle nicht mehr so einfach zu knacken.

Von geklauten Fahrrädern kann ich nicht nur ein Lied singen ... Trotz dicker, fetter Schlösser, sogar doppelt abgeschlossen. Seitdem bin ich etwas resigniert und neige dazu, in Räder nicht all zu viel zu investieren. Außerdem versuche ich sie sicher abzustellen und irgendwo anzuketten, so dass sie nicht einfach weg getragen werden können... Aber alles dennoch keine Sicherheit, wer klauen will, gezielt, für den ist auch das kein Problem. Einmal habe ich Diebe auf frischer Tat ertappt, wie sie versuchten, mein Rad zu klauen. Ich habe sogar die Polizei angerufen, die aber erst nach 30 Minuten kam, so dass alles eh umsonst war.
hagzissa13Als meine Eltern unser Haus bauten, in einer damals noch recht unbewohnten Umgebung, wurden nachts die frischgesetzten Fenster eingeschlagen und man versuchte die Bauutensilien aus dem Keller zu klauen. Es entstand ein enormer Schaden. Meine Mutter war damals in der Regel allein, da mein Vater unter der Woche auf Lehrgängen war. Gott sei Dank ist mein Vater bei der Polizei, so fuhren an unserem Haus in der Zeit nachts mehrmals Streifen vorbei und sein Kollege hat nachts seinen Polizeihund im Haus gelassen. So ein Hund wirkt Wunder!



Hagzissa

- per aspera ad astra -
Julya(Habe Dich schon vermisst, Mahsheed ;))


Mittlerweile ist das Schloß ausgewechselt und verstärkt.
Meine Mutter hat bei der Polizei in so einer Verbrecherkartei geguckt und hat sogar jemanden entdeckt, der dem Dieb sehr ähnlich sah. Allerdings war das Bild schon ein paar Jahre alt, darum konnte sie es nicht 100%ig sagen. Wenn allerdings die Fingerabdrücke des Fotografierten mit denen am Notebook übereinstimmen, haben sie ihn....
Ich bin mal gespannt....

Meiner Mum geht es indessen etwas besser. Alle im Haus werden wohl zukünftig noch mehr darauf achten, wer sich wo in den Räumen aufhält.
Das mit dem Hundeschild werde ich meiner Mutter auch nochmal vorschlagen, aber einen Hund werden sie sich bestimmt nicht anschaffen. Dafür haben beide zu wenig Zeit....
Mahsheed(da hatten wir wohl ähnliche Gedanken)

Bin mal gespannt, ob sie den kriegen. Ich drücke meine beiden Daumen ganz fest.;) :cool:
rainravenIch weiß schon, warum ich nicht im Erdgeschoß oder ersten Stock wohnen möchte...(wohne im vierten in einem noch überschaubaren Hochhaus mit etwa 60 Mietparteien)

Bei mir gibt es zwar nicht viel Wertvolles zu holen (außer dem Üblichen, Rechner, Handy, Geldbeutel, Stereoanlage, Fernseher etc, aber das Großzeug ist Gelegenheitsdieben ja meistens zu schwer oder zu aufällig), aber bei meinen Großeltern (auch nicht besonders wohlhabend) wurde vor vielen Jahren eingebrochen. Sie leben in einem Altbau mitten in der Stadt, wo sich eine professionelle Diebesbande von Zigeunerkindern und -jugendlichen (jetzt ohne jeglichen Rassismus, aber es war so) aus etlichen Wohnungen im Haus der Reihe nach bediente. Ich glaube, meine Großeltern waren nicht da, und es wurde einfach das Schloß aufgebrochen und Familienschmuck und Geld entwendet. Das Meiste bekamen sie zum Glück zurück, weil die Bande gefaßt wurde, aber einige alte Erinnerungsstücke fehlen leider, was wohl das Schlimmste ist. Mein Opa hat seitdem vier Sicherheitsschlösser an der Türe.
Für so alte Menschen ist es ja auch ein erheblicher Schock, und sie fühlen sich dann nicht mehr im langjährigen Zuhause sicher.
Seitdem ist aber nichts mehr passiert.

Ich kene aber das Gefühl, so völlig vor einem Dieb bloßgestellt zu sein und NICHTS machen zu können. Mir wurde 1996 der Rucksack aus dem geschobenen Rad in der Menschenmenge im Englischen Garten hinter meinem Hintern aus dem Fahrradkorb geklaut.
Und darin befanden sich nicht wirklich große Geldbeträge, aber mein Gelbeutel mit allen Ausweisen, ein Lehrbuch von der Uni-Bibliothek, ein Skript von einem Kommilitonen, mein etwas kaputter Walkman samt selbstaufgenommener Kassetten , mein Kontaktlinsenzeug, meine Schlüssel und Kosmetika.
Also eigentlich nichts, womit ein Dieb groß was anfangen kann. Nur ich hatte dann den Ärger, das ganze Zeug ersetzen und bezahlen zu müssen und konnte am Abend nicht mal meine Linsen rausmachen, weil der Sauger und der Behälter fehlten. Ich hab nur noch geheult und sofort Anzeige erstattet. Der Wert der gestohlenen Gegenstände belief sich auf etwa 400 DM (es war ein schöner Lederrucksack, den ich geschenkt bekommen hatte), und der Dieb hatte vermutlich nicht viel davon, ich aber den Ärger. Mir lief es noch einskalt den Rücken runter, weil ich meine beiden Lieblingsschmuckstücke vor der Fahrt zum Glück noch umgelegt und nicht im Rucksack gelassen hatte, andernfalls wären diese unersetzlichen Einzelstücke auch weg gewesen.

Und ich hatte so Angst, der oder die Diebe würden anhand meines Ausweises und meiner Schlüssel plötzlich bei uns in der Wohnung stehen. Also mußten meine Eltern die ganzen Schlösser und Schlüssel auswechseln und das war auch nicht billig. Und an meinen Schlüsseln und im Geldbeutel waren auch Erinnerungsstücke, um die es mir leid tut. Aber dieses Gefühl ist unbeschreiblich, wie als ob man vergewaltigt wurde. Da ist man so bloßgestellt vor irgendwem, man weiß gar nicht, vor wem, und man kann nichts dagegen machen, daß jetzt irgendjemand mein Geld, meine Schlüssel, meien Adresse, Bilder und Nummern von meinen Freunden, persönlcihe Andenken und Sachen in den Händen hält und damit machen kann, was er will.

Das Ende vom Lied: ich sah meine Sachen nicht wieder bis auf den Führerschein, der der Polizei bei einer Razzia in die Hände fiel und mir etwa eine Woche später zugeschickt wurde und etwa ein halbes Jahr danach bekam ich ein Schreiben, daß die Diebin (der Name stand auch da)wegen viel schwerwiegender Verbrechen vor Gericht käme und ich bitte von einer Verfolgung absehen sollte, da dieser Delikt nicht so wichtig sei. Ich hatte nur die Befriedigung, daß sie erwischt worden war und hoffentlich bestraft wurde, aber meine Sachen und mein Sicherheitsgefühl bekam ich nicht wieder.
Seitdem habe ich eine reglrechte Phobie, daß mir jemand den Rucksack klaut, binde ihn auf dem Rad fest, habe immer die Hand drauf, wenn ich unterwegs bin, mache mich auch schon mal lächerlich, weil ich ihn nicht aus den Augen lasse, während andere ihr Zeug sonstwohin pfeffern, aber ich habe auch Grund dazu, mißtrauisch zu sein.


T.R.

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